Die Julius Maximilian Universität Würzburg – eine Bildungseinrichtung mit 600-jähriger Tradition. Auf dem Dach des Hauptgebäudes befindet sich eine Skulpturen-Gruppe mit Prometheus, der die Fackeln des geistigen Fortschritts hoch emporschwingt gegen die finsteren Mächte der Unwissenheit. Am Gebäude der Alma
Mater eine Tafel „veritati„, der Wahrheit ist man also verpflichtet. Bisher schien das auch so. Nun soll am 09. Mai 2007, 19:30 im AudiMax der Uni eine Lesung veranstaltet werden, die erhebliche Zweifel an der Verpflichtung zur Wahrheit aufkommen lässt. Thema: „Spannungsfeld Schöpfung – Evolution: Gibt es eine Antwort?!“ Vortragender Dr. Reinhard Junker.
Wir erinnern uns, Intelligent Design ist der unwissenschaftliche Versuch, die Geschichte des Lebens auf der Erde bibelgerecht schön zu reden. ID ist eine Untermenge des Kreationismus. Das Leben, so von Gott gegeben, entstand vor 6.000 Jahren, Adam und Eva bevölkerten gemeinsam mit den Saueriern, die damals noch Pflanzenfresser waren, die Erde, Der T-Rex war ein Zeitgenosse der Beiden. Erst mit dem Sündenfall des paradiesischen Paares wurden die Saurier zu Fleischfressern. Der Mensch, die Krone der Schöpfung. Die Evolutionstheorie ist dem Faktischem verpflichtet, die Fakten sprechen eine andere Sprache. Wer sie, die Fakten, ignoriert, lügt sich diese Welt bibelkonform. Wenn eine Universität sich zur Plattform dieser unwissenschaftlichen Interpretation machen läßt, sollte sie ihr Motto neu überdenken. Dem wissenschaftlichen Anliegen wird sie nicht mehr gerecht.
Im Laufe des gestrigen Tages haben sich einige Brights in Form von E-Mails an den Präsidenten der Universität, Herrn Haase, gewandt, mit dem Ziel, eine solche Veranstaltung nicht zuzulassen.
Auszüge:
Sehr geehrter Herr Haase,
durch ein Internetforum (www.brights.de.vu) habe ich erfahren, das am 9. Mai bei Ihnen ein Vortrag mit Herrn Junker stattfindet.
Ich bitte Sie eindringlichst, es nicht stattfinden zu lassen. Herr Junker ist einer der führenden Vertreter der sog. Intelligent Design Theorie (im weiteren ID), nach der die Komplexität des heutigen Lebens nicht durch Mutation und Selektion entstanden sein kann, sondern die Hilfe eines „Designers“ nötig gehabt hätte. Über die Natur des Designers schweigen sich die Vertreter aus, aber angesichts der Geldquellen des Discovery Institute ( u. a. Spenden von christlichen Organisationen und religiösen und konservativen Reichen), dem HQ der ID-Vertreter in den USA, kann man sich leicht ausmalen, wer mit dem Designer gemeint ist.
Wikipedia über Wort und Wissen (ja, ich weiß Wikipedia ist nicht 100% seriös): „Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V. ist ein evangelikaler Verein, der 1979 gegründet wurde. In der Öffentlichkeit bekannt ist er durch seine apologetische und missionarische Tätigkeit im Hinblick auf den Kreationismus.
Der Verein vertritt einen auf der wörtlichen Auslegung der Bibel basierenden Schöpfungsglauben, distanziert sich aber teilweise von den Absolutheitsansprüchen einiger US-amerikanischer Vertreter des Kreationismus. Stattdessen wird die Gleichstellung mit der Wissenschaft angestrebt.“
Die Vertreter des ID, wollen das ID als Gegenthese zur Evolution darstellen. Sie haben immer wieder versucht, die Evolutionstheorie zu widerlegen, ohne Erfolg (Wer hat eigentlich den Designer designt?). Ich bitte Sie, lassen Sie nicht zu, dass an Ihrer Universität evangelikale Propaganda verbreitet wird, Sie schaden dem Ansehen ihres Instituts!
Zu der Person Junker:
Herr Junker ist in den letzten Jahren vor allem durch zwei Vorfälle bekannt geworden. Zum einen als Autor eines, wie er es nennt, Schulbuches namens „Evolution, ein kritisches Lehrbuch“ – das Buch wurde im Zusammenhang mit Vorfällen an 2 gießener Schulen bekannt. Biologielehrer hatten versucht, die Schülern ID zu unterrichten – aus einem „Schulbuch“, das nicht für den Unterricht freigegeben wurde.
Der zweite Vorfall ereignete sich in Sachsen, als Ministerpräsident Althaus zum „Erfurter Dialog“ lud. Althaus hat zuvor schon das ID-Buch gelobt. Erst öffentlicher Druck zwang Althaus, Dr. Junker auszuladen und sich von den Kreationisten zu distanzieren.
Machen Sie nicht den selben Fehler wie Herr Althaus, bieten Sie Intelligent Design und dem dahinter stehendem Kreationismus keine Plattform.
Hochachtungsvoll
(…)
Sehr geehrter Herr Haase,
kurz zu meiner Person: Mein Name ist Andreas Müller. Ich bin Redakteur des Humanistischen Pressedienstes und Pressesprecher von Brights Deutschland.
Wie Sie wissen, findet am Samstag, 9. Mai, 19:30 im Audimax der Uni eine Vorlesung statt:
„Spannungsfeld Schöpfung – Evolution: Gibt es eine Antwort!?“
Sie wird gehalten von Wort-und-Wissen-Mitarbeiter Dr. Reinhard Junker.
Dazu nur so viel:
Wenn ein christlicher Fundamentalist wie Herr Dr. Junker einen Vortrag in Ihrer Universität halten darf, so gehe ich davon aus, dass Sie auch nichts gegen Veranstaltungen von aufklärerischen Organisationen oder Personen einzuwenden hätten, wie etwa der Giordano Bruno Stiftung und den Brights?
Ihre Antwort möchte ich gerne veröffentlichen, es könnte durchaus Interesse daran bestehen.
Ich bin sicher, dass Sie es für angemessen halten, der europäischen Tradition von Aufklärung und Humanismus mit der selben Achtung zu begegnen wie der Tradition des Christentums.
Sollte die Entscheidung für die Zulassung dieser Vorlesung von anderen gegen Ihren Willen getroffen worden sein, so möchte ich Sie bitten, mir deren Namen zu nennen, damit ich diese Personen oder Behörden konsultieren kann. Möglicherweise resultiert diese Entscheidung ausschließlich aus gesetzlichen Gegebenheiten, in diesem Falle würden mich die entsprechenden Gegebenheiten interessieren, die Vorträge von aufklärerischen Organisationen betreffen.
Für den Fall, dass sie die Bezeichung „christlicher Fundamentalist“ überraschen sollte, oder Sie diesen für übertrieben oder polemisch halten:
Zeit-Wissen
Ein Fundamentalist ist jemand, der die wörtliche Auslegung eines heiligen Buches für Gottes Wort hält. Ich denke, dass diese Definition auf Herrn Dr. Junker zutrifft.
Mit freundlichen Grüßen,
(…)
Zum Abschluss ein Zitat von Richard „The God Delusion“ Dawkins:
„We admit that we are like apes, but we seldom realise that we are apes.“
In dem Sinne, Herr Haase.
Ich will nicht hoffen, dass die von Röntgen in Würzburg entdeckten X-Strahlen einhergehen mit einem unwissenschaftlichen Versuch, die Geschichte unserer Welt neu schreiben zu wollen. So etwas hat der alte Röntgen nicht verdient.






































































April 10, 2008 um 8:06
Widersprüche:
(1) Auf der linken Seite dieser Seite wird behauptet, der Naturalismus ist kritisierbar … in der Mitte werden Briefe veröffentlicht, die Kritik zum Verbot bringen sollen. Der Naturalismus ist möglicherweise weniger dogmatisch, als deren menschliche Vertreter.
(2) „der Wahrheit ist man also verpflichtet“ … Wahrheit ist gemäß den unzähligen verschiedenen Wissenschaftstheorien eher etwas relatives (siehe Wikipedia).
(3) Unwissenheit: „Der T-Rex war ein Zeitgenosse der Beiden“ … die Bibel verliert kein Wort über Dinosaurier, egal was manche Glaubensrichtungen behaupten.
(4) Der Inhalt des 1. Briefes: „ja, ich weiß Wikipedia ist nicht 100% seriös“ … (a) Wie definiert man 100% seriös? Wenn es mit der eigenen Meinung übereinstimmt? (b) Sollte man aus Quellen zitieren, die nicht 100% seriös sind (bloß weil sie mal eben die eigenen Thesen stützen)? Das ist unlogisch.
(5) „Wer hat eigentlich den Designer designt?“ … Gegenfrage: Wie hat sich die Evolution (oder deren Ursachen) entwickelt, durch Evolution? Den Anfang der gesamten Kausalitätenkette ist auf beiden Seiten unbeantwortbar.
(6) Ich finde es gut, dass sich „Wissenschaftler“ nicht zu schade sind, mit ihren polemischen Fähigkeiten zu jonglieren, denn wo zu viele Emotionen sind, da ist wenig Sachlichkeit, ohne Sachlichkeit hat eine Aussage aber kaum Informationsgehalt. Soll heißen: Es gibt keine sachlichen Einwände. Das ist geradezu eine Einladung, sich die ID-Argumente näher anzusehen.
(7) Wenn die Studenten einer Universität nicht in der Lage sind, ihre eigene Meinung „richtig“ zu bilden (wenn sie z.B. etwas falsches hören), dann taugen die Studenten nichts. Wenn aber die Studenten nichts taugen, dann haben deren Profs keinen guten Job gemacht. Folgerichtig würde die gesamte Universität nichts taugen, weil niemand im Besitz eines funktionierenden Urteilsvermögens ist. Nur wie könnte man das herausfinden?
lg.
April 10, 2008 um 7:47
„dann müsste man auch Wahrsager und Löffelbieger in Universitäten ihren Quatsch verbreiten lassen.“
Diese unterscheiden sich kaum von Wissenschaftlern, … es werden viele Effekte erzeugt, aber keine realen Probleme gelöst.
März 14, 2008 um 4:26
@ Ephraim: Wenn man sich diese Sache mal ansieht, dann sieht man: Es geht überhaupt nicht um freie Meinungsäußerung.
Stell dir mal folgende Frage: Du möchtest gerne über dein neue Auto einen Vortrag halten und zwar in einer Universität, weil du besonders stolz auf dein neues Auto bist. Sollte man einen solchen Vortrag nun genehmigen oder gibt es eine sinnvollere Verwendung für den ohnehin begrenzten Platz in Universitäten? Würde man Kreationisten (und Junker ist ein Junge-Erde-Kreationist) dort einen Vortrag halten lassen, dann müsste man auch Wahrsager und Löffelbieger in Universitäten ihren Quatsch verbreiten lassen.
Darf man einfach in ein Kino gehen und während des Films seine Meinung über Pflastersteine oder die neueste Pariser Mode herumschreien? Es ist völlig offensichtlich, dass niemand in jeder Situation seine Meinung zu jedem Thema sagen darf und es ist einfach billige Propaganda, den Brights zu unterstellen, sie wären Gegner der Meinungsfreiheit. Schließlich haben wir Junker hier einen Beitrag veröffentlichen lassen. Und wir haben religiöse Stammkommentatoren in Blog und Forum.
Ich bin sehr für Meinungsfreiheit, auch für die Abschaffung der BPJM und die Einschränkung der Beschlagnahmungspraxis und für die Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen.
Aber esoterischer oder religiöser Quatsch gehört nicht in Unis. Vor allem nicht in meine. Darüber können sie Bücher schreiben, Webseiten betreiben, es in ihrer Kirche predigen, oder sich ein Haus kaufen und es mit Graffiti dransprayen. Das ist mir egal. Aber Unis sind Horte der Intellektualität und Wissenschaftlichkeit.
März 14, 2008 um 1:50
Ich finde es nicht richtig, solche Veranstaltungen zu verbieten oder abzusagen. Kritische Debatten müssen über jedes Thema führbar sein, sei es der Kreationismus oder irgend eine andere These. Die Brights-Bewegung sollte ihre Arbeitskraft lieber in die Formulierung guter Gegenargumente gegen abergläubischen Unfug wie „ID“ stecken anstelle der mittelalterlichen Inquisition nachzueifern und ihren Gegnern den Mund verbieten zu wollen. So etwas haben wir in Deutschland bereits im Fall des §130 StGb – und der ist blamabel genug für einen Staat, der angeblich die freie Meinungsäußerung seiner Bürger garantieren soll. Echter praktizierter Skeptizismus zeigt sich darin, die argumentative Auseinandersetzung nicht zu scheuen, sondern zu suchen und zu fördern – und das auch gerade dann, wenn die Position der Gegenseite auf den ersten Blick abstrus erscheint.
Mai 14, 2007 um 8:34
evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/05/die-gedanken-sind-frei.html
Mai 2, 2007 um 12:16
[...] Pressespsprecher von Brights-Deutschland hat im Zusammenhang mit dem Post Uni Würzburg und Intelligent Design eine mail [...]
April 28, 2007 um 12:03
Die amerikanischen Atheisten haben es da auch nicht einfacher. So findet am 28. Mai 2007 eine Rally der Vernunft statt. Der Grund ist die Eröffnung eines 27 Mi. US$ Museums mit dem Namen “ Antworten auf die Genesis“ im Boone County Kentucky. Die amerikanischen Atheisten zusammen mit religiösen Gruppen, die gegen den Unsinn des Intelligent Design protestieren. Selbst gemäßigten religiösen Gruppen in den USA ist ein solcher Hort geistiger Verdummung suspekt.
Die Universität Würzburg in einer Linie mit einem ID-Museum in Kentucky, der Bundesstaat den die Amerikaner, mit einem Lächeln Hilliebillie-Country nennen.
April 27, 2007 um 11:54
Hab auch eine Mail gegen die Veranstaltung geschickt:
Sehr geehrter Herr Haase!
Mit schrecken habe ich vernommen, dass die Universität Würzburg plant den Kreationisten Dr. Reinhard Junker am 9. Mai im Audimax einen Vortrag halten zu lassen. Der Redner gehört der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ an. Diese versucht immer wieder ihre haltlosen, fundamentalistischen Thesen zu verbreiten. Das Ganze passiert unter dem Deckmantel vermeintlich wissenschaftlicher Vorträge.
Das es sich aber dabei um Fundamentalisten handelt, die sich nicht im geringsten an die Regeln der wissenschaftlichen Diskurs halten zeigt sich unter anderem in einem Artikel vom VdBiol (Verband deutscher Biologen). Darin heißt es:
Gleichwohl lassen einige im Internet veröffentliche Texte der Studiengemeinschaft Wort und Wissen die Bezeichnung „arrogant und polemisch“ durchaus berechtigt erscheinen. Wie anders soll man es nennen, wenn etwa in dem Artikel „Wissenschaft im Rahmen eines Schöpfungsparadigmas“ von R. Junker (um nur ein Beispiel zu nennen) festgestellt wird, das „Festhalten an der Vorstellung, der Mensch (Gattung Homo) sei erst in den letzten zwei bis vier Millionen Jahren aufgetreten“ sei „dogmatisch“? Hier liegt der Dogmatismus doch wohl eindeutig auf Seiten derer, die entgegen aller paläontologischen und radiometrischen Belege an eine „junge Erde“ und an die gleichzeitige Erschaffung alle Grundformen des Lebens glauben! In diesem Artikel werden kreationismuskritische Argumente vielfach mit Vokabeln wie „grotesk“, „irreführend“, „abwegig“, „unsinnig“, „grob sinnentstellend“ und „faktisch leer“ belegt. An einer Stelle wird sogar die abenteuerliche Behauptung aufgestellt, im (ontologischen) Naturalismus, auf den sich die Evolutionsbiologen (wie überhaupt alle Realwissenschaftler) berufen, werde eine „intolerante Weltanschauung deutlich, die die Möglichkeit des Handelns eines souveränen Schöpfers, der durch sein Wort aus dem Nichts erschafft, a priori (!) bestreitet“.
Natürlich gehört es auch zur wissenschaftlichen Arbeit sich unkonventionelle Thesen anzuhören, um über diese anschließend sachlich Argumentieren zu können. Dies setzt aber voraus, dass der Vortragende sich einer Diskussion stellt. Bei den Vorträgen von Mitgliedern der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ ist dies jedoch nicht möglich. Ich selber habe diesbezüglich schon negative Erfahrungen machen müssen bei einem Vortrag Ende März von „Wort und Wissen“ Mitglied Werner Gitt. Dieser vertritt Thesen wie die Erde sei nicht älter als 10000 Jahre und Evolutionstheorie sei Unfug. Dies meinte er wissenschaftlich beweisen zu können. In Wirklichkeit sind die sämtliche Thesen der Studiengemeinschaft jedoch längst von hochrangigen Wissenschaftlern mehrfach widerlegt. Nach seinem Vortrag hat sich Gitt dann jeglichen kritischen Fragen verwehrt obwohl mir vorher von dem Veranstalter zugesichert wurde diese stellen zu dürfen.
Besonders entlarvend ist auch der Kommentar zu W.-E. Lönnigs Seminar an der Universität Witten/Herdecke von einem Dozent der dortigen Fakultät für Biowissenschaften:
„[…] Dazu sollten Sie zunächst wissen, dass bereits die Einladung von Herrn Lönnig hier im Hause sehr umstritten war. Sie war von Herrn Zänker ausgesprochen worden und nicht von der Fakultät für Biowissenschaften oder der Universität. Es gab dabei zwei Haltungen: Die Eine war, dass man sich ja auch unkonventionelle Meinungen zunächst vorurteilsfrei anhören könne um dann in die Diskussion zu gehen. Eine solche Diskussionskultur ist eines der Ideale unserer Universität. Die andere Haltung war, dass von Herrn Lönnig kein wissenschaftlicher Vortrag zu erwarten sei und er daher an einer Universität nichts zu suchen habe.
Schließlich fand der Vortrag allein auf Veranlassung von Herrn Zänker, nicht im Namen der Fakultät, aber statt. Im Anschluss daran gab es eine heftige Diskussion in der sowohl die Grundhaltung des Referenten als auch einige seiner Argumente scharf angegriffen wurden. Ohne hier auf die inhaltlichen Probleme eingehen zu können war es besonders unerfreulich, dass Herr Lönnig nicht wirklich diskursfähig war: Kritischen Argumenten wich er regelmäßig mit Wiederholungen von Aussagen oder einem Wechsel auf andere Argumentationsebenen aus.
In den Tagen nach diesem Vortrag wurde darüber nachgedacht, ob man einmal eine Diskussionsveranstaltung über Grundfragen des Evolutionsverständnisses durchführen sollte. Davon wurde aber in Abstimmung mit dem Dekan der Fakultät für Biowissenschaften abgesehen. Vor allem wollte man dem Ereignis nicht durch zusätzliche Veranstaltungen zu weiterer Aufmerksamkeit verhelfen. Nach den gemachten Erfahrungen ist kaum anzunehmen, dass man mit sachlichen Argumenten gegen die Penetranz der Vertreter der neuerlichen Kreationismusbewegung ankommt. […]“
Ich bitte Sie daher Dr. Reinhard Junker nicht zuzulassen den Ruf unserer Universität zu schaden indem man ihm gestattet dort seine Thesen zu verbreiten. Unsere Universität sollte keine Plattform für Anti-wissenschaftliche Polemik bieten.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Janotta