B16 in gewohnter, katholischer Taktlosigkeit

Die Indianer hätten die Christianisierung vielmehr “still herbeigesehnt”.

So der Herr Ratzinger zu den Ureinwohnern Südamerikas. Wohl vergessend, dass die Christianisierung Millionen Ureinwohnern des Kontinents das Leben gekostet hat. Alles im Namen ihrer katholischen Majestäten und natürlich des Klerus.

“Wir können es nicht akzeptieren, dass die Kirche ihre Verantwortung für die Vernichtung unserer Kultur und unserer Identität nicht anerkennt”, sagte Luis Evelis Andrade von der nationalen Ureinwohner-Organisation Kolumbiens.

Die venezolanische Ministerin für indigene Völker, die Indianerin Nizia Maldonado, bezeichnete die Kolonisierung Lateinamerikas als Völkermord. Was er dann ja auch war, alles im Namen des Einen, der für die Liebe stehen soll, man kann es aber auch anders sehen, dieser Gott ist die Singularität des Bösen, man muss nur die Bibel lesen.

Gefunden bei der Badischen Zeitung Online

3 Antworten zu “B16 in gewohnter, katholischer Taktlosigkeit”

  1. Perspektive 2010 » Blog Archive » Was haben Christen und Nazis gemeinsam? Sagt:

    [...] Sie auch den obigen Links zu den Quellartikeln folgen oder einen entsprechenden Eintrag im BrightsBlog lesen. Möglicherweise interessiert Sie aber auch die Hilfe von Klöstern bei der Flucht [...]

  2. nickpol Sagt:

    Kolonialisierung haben die das aber nicht genannt, aber du hast Recht, von B16 sind solche Argumente eigentlich nicht zu erwarten gewesen. :)

  3. Joe Sagt:

    Aus diesem Satz, dass die Indianer die Christianisierung herbeigesehnt hätten, spricht der Geist des Kolonialismus. Man erkennt, dass die katholische Kirche nichts, aber auch wirklich gar nichts aus ihrer eigenen Geschichte gelernt hat. Es wird in offiziellen Verlautbarungen heute zwar eine mildere Rhetorik verwendet, als noch in früheren Jahrhunderten. Allerdings wird immer noch das gleiche damit gemeint.


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