Quelle: Deutsches Ärzteblatt
Berlin – Die katholische Kirche und die Grünen haben das Votum des CDU-Bundesparteitags zur Stammzellforschung deutlich kritisiert. Der Leiter des Katholischen Büros bei der Bundesregierung, Prälat Karl Jüsten, nannte die Entscheidung vom Montagabend bedauerlich. Der Parteitag habe es verpasst, eine eindeutige Position auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes zu beschließen. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Fritz Kuhn, warf der CDU vor, ihre ethischen Überzeugungen zu opfern.
Der Parteitag hatte sich am Montagabend nach rund zweistündiger kontroverser Debatte nicht darauf festlegen lassen, das Stammzellgesetz in seiner bisherigen, eher strengen Fassung beizubehalten.
Anmerkung: Es ist schon bedauerlich, dass sich nun auch schon an der Spitze der Grünen wohlüberdachte Entscheidungen pauschal kritisiert werden. Vormutlich deshalb, weil Stammzellforschung zur Kränkung religiöser Gefühle von Christen in Deutschland führen könnten. Der Vorschlag zur Verlagerung des Stichtags wurde von Annette Schavan ausführlich begründet. In einem anderen Bericht des Ärzteblattes heißt es sogar:
Sie trete nicht für eine Liberalisierung des Gesetzes und für mehr Forschung an embryonalen Stammzellen ein, unterstrich Schavan. Auch habe sie als Ministerin nicht vorrangig die Forschung an embryonalem, sondern an adulten Stammzellen gefördert. Trotzdem sei eine Stichtagsverschiebung zu verantworten. „Alle Forscher sagen: Wir kommen auch bei der neu entdeckten somatischen Stammzellenforschung nicht weiter ohne die Ergebnisse aus der embryonalen Stammzellenforschung“.
D.h. selbst Schavan, die als ehemalige Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) grundsätzlich Forschung an embryonalen Stammzellen kritisch gegenüber steht, sieht sich der Verlagerung des Stichtages verpflichtet, wegen der eindeutigen Aussagen der Forscher auf embryonale Stammzellen angewiesen zu sein. Kuhn dagegen nimmt die aktuelle Entdeckung zur Reprogrammierung von Hautzellen zu Stammzellen zum Anlass embryonale Stammzellenforschung zu verteufeln. Die Forscher hatten sich jedoch klar geäußert, dass die Umprogrammierung an Hautzellen noch keine Alternative zur konventionellen Forschung an Stammzellen bilden kann. Vielmehr erfordert die Methode noch eine Menge Grundlagenforschung. In Moment lässt sich das Verfahren nur auf Zellen von Mäusen anwenden aus denen sich natürlich auch keine menschlichen Stammzellen herstellen lassen. Nach wissenschaft.de warnen alle an der Entdeckung der Methode beteiligten Forscher-Teams ausdrücklich vor verfrühter Hoffnung. Ob sich dieses Verfahren jemals auf menschliche Zellen übertragen lassen wird, sei heute noch völlig offen.

































































Dezember 7, 2007 um 10:47
Die Grünen wildern in christlich-sozialen Arealen, schwingen sich jetzt wohl auf zum Gralshüter christlicher Moral und Ethik.
Dezember 7, 2007 um 2:47
===========Schnipp===========
Kuhn dagegen nimmt die aktuelle Entdeckung zur Reprogrammierung von Hautzellen zu Stammzellen zum Anlass embryonale Stammzellenforschung zu verteufeln. Die Forscher hatten sich jedoch klar geäußert, dass die Umprogrammierung an Hautzellen noch keine Alternative zur konventionellen Forschung an Stammzellen bilden kann.
===========Schnipp===========
Naja das ist ja nur dann als Widerspruch zu sehen, wenn man davon ausgeht, dass der werte Herr Kuhn weiss wovon er redet.