Keine Angst vor ‘Fanfarenstößen’ der Atheisten
Köln (kath.net/idea)
Auf die “Fanfarenstöße” des neuen Atheismus sollten Christen nicht mit Angst reagieren, sondern sie als Chance für das Gespräch mit ihren Mitmenschen über den Glauben nutzen. Dafür hat sich der Berliner Theologieprofessor Wolf Krötke ausgesprochen. In einem Seminar des Missionale-Treffens am 23. Februar in Köln sagte er, zwar gebe es in Deutschland nur “Splittergruppen” organisierter Gottesleugner, aber ein “dahin dümpelnder” Atheismus sei weit verbreitet. Für fast 30 Prozent aller Deutschen sei “die Sache mit Gott abgehakt”, wie der im Dezember veröffentlichte Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung gezeigt habe. In den östlichen Bundesländern hätten 75 Prozent keine Beziehung zu Glaube und Kirche. Diese Art des Nicht-Glaubens reiche bis in die Mitgliedschaft der großen Kirchen hinein, sagte Krötke. Er zeigte sich verwundert, dass im Impulspapier des Rates der EKD “Kirche der Freiheit” der Atheismus gar nicht vorkomme. Stattdessen “schwärme” das Papier von einer Wiederkehr der Religion. Man könne fast dankbar sein, so Krötke, dass die “neuen Atheisten – wie der Oxforder Evolutionsbiologe Richard Dawkins mit seinem Besteller “Der Gotteswahn” – das Gespräch über den Glauben wieder in Gang gebracht hätten.
“Dummheit gepaart mit Gewalt”
Krötke kritisierte, dass die “neuen Atheisten” bei ihren Angriffen auf die Religion so täten, als ob es nur Fundamentalisten gebe. Das seien beispielsweise Christen, die alle Zeugnisse der Bibel als zeitlos gültige Offenbarung betrachteten und – wie die Kreationisten – in naturwissenschaftliche Erkenntnisse über die Entstehung der Welt ummünzen wollten. Sie leiteten Wasser auf die Mühlen der neuen Atheisten. Diese verstiegen sich – nach den islamistisch motivierten Anschlägen des 11. September 2001 – zu der Behauptung, dass die Religion die Welt vergifte und nur der Atheismus sie vor Gewalt bewahren könne. Dabei versuchten sie, selbst eindeutig atheistischen Massenmördern wie Stalin noch religiöse Motive anzudichten. Religion sei für die neuen Atheisten “Dummheit gepaart mit Gewalt”. Dawkins etwa verspreche Befreiung vom Wahn der Religion durch die Bekehrung zum Atheismus.

































































März 1, 2008 um 10:00
Übertreibt es doch nicht so. Weder hat offray “dem liberalen Christentum” das vorgeworfen, was du unterstellst, Nissen, noch, Offray, hat Nissen sich so weit aus dem Fenster gelehnt wie du behauptest. Allein dein Stalin-Zitat am Schluß ist völlig aus dem Kontext gerissen.
Ich habe weder was gegen ironische Bemerkungen gegen das Christentum, noch gegen Diskussionen darüber, ob ironische Bemerkungen gegen das Christentum die richtige Herangehensweise sind. Aber dagegen, daß ihr euch hier gegenseitig zerfleischt, habe ich schon was.
Februar 29, 2008 um 11:58
“konstruktive Kritik”
Wenn Worte nichts mehr bedeuten…
“ah keine Diskussion erwünscht?”
Du hast mir eine strafbare Aussage unterstellt. Das ist nicht erwünscht. Das ist sogar selbst bereits strafbar. Also: Ende der Diskussion.
“beziehst du dich zumindest auf das Gedankengebäude von ihm”
Er ist aber der Repräsentant einer Religion und spricht als Vertreter und Verteidiger dieser Religion. Und warum bestehst du so darauf, mir eine solche Aussage unterzuschieben?
“warum sich auf dieses niveau herablassen?”
Aus Selbstrespekt. Es gibt überhaupt keinen Grund, sich alles gefallen zu lassen. Wenn mir jemand blöd kommt, dann kann er das zurück haben.
“schwimmen wir mit Stalin tatsächlich in einem Topf”
Diese Diskussion ist beendet.
Februar 29, 2008 um 11:06
hier der Link von MSS
http://schmidt-salomon.de/atheismus.htm
@nickpol
“bei actio mit reactio rechnen”
ja dem stimme ich voll und ganz zu. Aber die “reactio” muss angemessen sein.
Februar 29, 2008 um 10:59
Erstens solltest du dir mal einen anderen Ton angewöhnen, ich habe konstruktive Kritik gebarcht dafür solltest du dankbar sein. Du musst nich alles gleich als Beleidigung auffassen gegen dich auffassen.
” dann sei gefällst so anständig und tue das woanders.”
ah keine Diskussion erwünscht? Wenn alle Bights so wären, wäre ich in dieser bewegung auch nicht mehr dabei. jedoch gibt es hier auch leute die differenzieren.
Das liberale Christentum und ihre Theologie lassen sich nicht mit oberflächlichen gerede abtun. Fundamentalistische Religionen lassen sich leicht kritisieren. Die Theologie nach Blutmann ist bedarf einer ganz anderen Argumantation.
Wer hat in Europa mehr Einfluss liberale Christen oder die Fundamentalisten?
Also lieber mal das liberale Christentum mit rationalen Argumenten kritisieren. Argumente gegen Fundis passen nicht auf die Liberalen deshalb können diese auch mit ihnen nichts anfangen.
“Ich antworte auf deine Einwände, sobald du weiß, was du eigentlich denkst und was du von mir willst. Denn ich könnte genausogut Religion allgemein oder das Christentum im Urzustand oder sonstwas gemeint haben. ”
Wenn du “Sehr passende Selbstcharakterisierung.” beziehst du dich zumindest auf das Gedankengebäude von ihm und dieses ist entfernt von Gewalt.
“Frechheiten wie “Gottesleugner” bekommen die von mir jedenfalls doppelt und dreifach zurück”
Ich finde solche Bemerkungen auch unverschämt, aber warum sich auf dieses niveau herablassen?
“wenn man Atheisten mit Stalin in einen Topf wirft,”
Ist aber auch so wenn man nur zwischen Theismus und Atheismus diferenzieren schwimmen wir mit Stalin tatsächlich in einem Topf! Der Atheismus ist kein allheilmittel. EIn Religionskritiker der sich der Aufklärung und den Humanismus verpflichtet fühlt wird aber auch die politische Religion Stalinismus kritisieren. Dazu gibt es einen prima Artikel von MSS.
“” bekommen die von mir jedenfalls doppelt und dreifach zurück.” , “Wenn du noch einmal unseren Gegnern derart in die Hände spielen willst, dann sei gefällst so anständig und tue das woanders.”
Der große Inquisitor des Atheismus?
Argumente und Diskussionen sind immer erwünscht auch auf die Gefahr hin, dass man den “gegenern” in die Hände spielt. Was ich nicht tue. Den “Gegnern” spielt man in die Hände wenn man so ein Jargon benutzt das an Extremnisten erinnert wie “bekommen die von mir”, “unseren Gegnern derart in die Hände spielen “. So wirst du maximal 3% der Gesellschaft erreichen.
Februar 29, 2008 um 9:46
“Du bezeichnest Dummheit und Gewalt als passende Selbstcharakterisierung von Professor Krötke?
Das ist absolut inakzeptabel! Als ob man das liberale Christentum in Deutschland mit Dummheit und Gewalt charakterisieren könnte.”
Seltsame Argumentation:
1. These: Dummheit + Gewalt charakterisieren Krötke
2. These: Dummheit + Gewalt charakterisieren liberales, deutsches Christentum
3. Belege, Beispiele: 0
4. Schlussfolgerung: Absolut inakzeptabel.
Ich antworte auf deine Einwände, sobald du weiß, was du eigentlich denkst und was du von mir willst. Denn ich könnte genausogut Religion allgemein oder das Christentum im Urzustand oder sonstwas gemeint haben.
Frechheiten wie “Gottesleugner” bekommen die von mir jedenfalls doppelt und dreifach zurück. Du kannst ja nett bleiben, wenn man Atheisten mit Stalin in einen Topf wirft, ich jedenfalls respektiere solchen primitiven Wüstenvolkansichten nicht, die unseren rationalen Diskurs unterminieren.
Hab’s trotzdem mal geändert, weil du so nett warst, das so zu fehlinterpretieren, als hätte ich eine Person beleidigt, was nicht zutrifft, mir aber trotzdem Probleme einbringen könnte. Wenn du noch einmal unseren Gegnern derart in die Hände spielen willst, dann sei gefällst so anständig und tue das woanders.
Februar 29, 2008 um 8:16
@Nissen, hat er nicht. Er hat den Krötke zitiert und dieser muss, bei actio mit reactio rechnen. Also, und wer ist Krötke?
Februar 29, 2008 um 8:00
@offray
”
“Dummheit gepaart mit Gewalt”
Sehr passende Selbstcharakterisierung. Danke, Herr Professor für Poseidologie.
”
Du bezeichnest Dummheit und Gewalt als passende Selbstcharakterisierung von Professor Krötke?
Das ist absolut inakzeptabel! Als ob man das liberale Christentum in Deutschland mit Dummheit und Gewalt charakterisieren könnte. Dies passt nun wirklich garnicht. Unredlich, irrational, dogmatisch ja aber das ist nicht gleich dumm und mit Gewalt hat es schon 3 mal nichts zu tun.
Februar 26, 2008 um 5:15
PZ Myers raucht nicht, das ist ne gute Parodie auf Hitchens.
Februar 26, 2008 um 4:39
Ich schätze mal, das ist PZ Myers, hab aber auch schon gehört, es soll Hitchens sein, der allerdings nicht wirklich so aussieht.
Februar 26, 2008 um 4:05
WER soll eigentlich der Dicke hinter Dawkins sein? Geoge Lucas?
Februar 26, 2008 um 3:19
sowohl bei stalin als auch bei hitler sind deren Tiele zur Pseudoreligion verkommen. Angefangen von Symbolen (Rote Flage, Hakenkreuz), Protzbauten (Germania, “Paläste für das Volk”), hinzu Mitgliederorganisationen (HJ, das kommunistische Äquivalent) und den Inquisitionen (Gestapo/ russische Reichskommisare) und deren Vernichtungslager (KZs und die Gulags).
Dies alles findet (fand) man auch bei den Kirchen (Kathedralen, Jesuskreuz, Glaubensorden/Gemeinden/Betkreise undundund, spanische und römische Inquisition). Vernichtet wurde damals an Ort und Stelle.
Der Punkt ist Hitler mag vllt., Stalin sicher nicht an Gott geglaubt haben, aber sie haben sich selbst zu einem Heilsbringer stilisiert und dadurch ähnliches erreichen können in den Köpfen der Menschen. [zyn]Ich vermute die Kirche ist nur Neidisch weil ihr ähnlich charismatische Personen fehlen…[/zyn] Fakt ist Gottesglaube macht einen nicht Anständig, sondern eher das Gegenteil. Hitler und Stalin haben nie im Namen des Atheismus einen Krieg geführt. Beide wurden von Recht einfachen Motiven getrieben. Anders als die RKK die mit ihren Kreuzzügen gezielt mit dem Schwert missionieren wollten. (Das nebenbei noch was abfiel war wohl auch nicht schlecht…)
Februar 25, 2008 um 10:12
“Dabei versuchten sie [= die "neuen" Atheisten], selbst eindeutig atheistischen Massenmördern wie Stalin noch religiöse Motive anzudichten.”
Stalin war in der Tat sowohl Atheist als auch ein Massenmörder. Aber die entscheidenden Fragen sind, ob seine atheistische Einstellung der ausschlaggebende Beweggrund all seiner Untaten war, und vor allem ob der Atheismus generell die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Mensch zum Verbrecher wird.
“Krötke: ‘Ein Gott, den man beweisen könnte, wäre nicht Gott, sondern Teil der Welt’.”
Theo-”Logik” vom Feinsten!
Die Unbeweisbarkeit des Daseins Gottes wird als Wesensmerkmal bereits in den Begriff Gottes integriert.
Wenn man das so macht, dann erübrigt sich die Frage nach einem Beweis des unbeweisbaren Gottes natürlich von vornherein.
“Für den Zugang zu Gott sei allein der Glaube zuständig: ‘Durch das Geschenk des Glaubens werden wir der Existenz Gottes gewiss’.”
… rein subjektiv gewiss, meinetwegen.
Doch die Stärke des Glaubens rechtfertigt diesen in keiner Weise.
Februar 25, 2008 um 8:03
“eindeutig atheistischen Massenmördern”
Eindeutig Nicht-Elfigen Massenmördern/Eindeutig Nicht-Zahnfeeigen Massenmördern…
“Durch das Geschenk des Glaubens werden wir der Existenz Gottes gewiss.”
Durch das Geschenk das Ohne-Belege-grundlos-für-wahr-haltens werden wir der Existenz des unsichtbaren Einhorns gewiss.
“Dummheit gepaart mit Gewalt”
Sehr passende Selbstcharakterisierung dieser 2000 Jahre alten Scheibenweltreligion.