Weil er Cocktailwürstchen an Muslime verschenkte: Grundschüler Philipp (9) musste eine Stunde Müll sammeln.
Ich nehme ja nicht gerne die B***-Zeitung als Quelle, einerseits was die Seriosität anbelangt, andererseits, weil da solche Leute wie der Herr Ha*** Kolumnen schreiben dürfen. Der Sachverhalt, welcher dort geschildert wird, zeigt mir aber den ganzen kulturellen Wahnwitz, der in Deutschland entwickelt wird, wenn es darum geht Religionen und ihre sozialen Auswirkungen zu behandeln. Mit welchem vorauseilendem Gehorsam Behörden-Mitarbeiter in das soziale Umfeld, in dem Falle eines neun Jahre alte Jungen, einbrechen. Für was, um negative Schlagzeilen zu vermeiden, um die Mär vom geglückten Multi-Kulti, mit eitel Sonnenschein, zu verbreiten. Doch wohl nicht.
Macht Euch selbst ein Bild:
Drittklässler Philipp aus Seelze (Niedersachsen) wusste es nicht. Deshalb gab er zwei muslimischen Klassenkameraden jeweils ein Cocktailwürstchen ab. Als die Jungen ihn fragten „Ist da Schweinefleisch drin?“, antwortete Philipp: „Ihr werdet daran schon nicht sterben …“
Später erfuhren die muslimischen Kinder, das eben doch Schwein in den Würstchen war. Sofort versuchten sie, zu erbrechen – erfolglos. Der Vorfall landete bei der Grundschuldirektorin. Sie verdonnerte Phillip dazu, vor Schulbeginn den Pausenhof sauber zu machen.
Seine Mutter beschwerte sich. Die Rechtfertigung der Landesschulbehörde: „Die Strafe sollte zum Nachdenken anleiten. Für Muslime ist das mit dem Schweinefleisch schlimm.“
Für Phillip hat der Vorfall auch Folgen. Seine Mutter: „Er hat seitdem Angst vor Würstchen, fasst sie nicht mehr an.“
[Und inzwischen ist klar, daß die Skepsis gegenüber B*** angebracht war: Bildblog zum Thema]

































































März 5, 2008 um 11:03
[...] Die Liste politisch unkorrekter Dinge wird um einen Punkt erweitert: Würstchen verschenken ~ Partywürstchen(Schwein) für Muslime « Sozialistischer Etatist Christian Levrat Rationalistische Zitate [...]
März 5, 2008 um 2:11
Ob der Junge bewußt oder unbewußt den seinen Mitschülern die Wurst angedreht hat, ist ja im Grunde wurscht X-D . Jeden Tag veräppeln sich tausende Schüler gegenseitig und teilweise geschehen weit gefährlichere Dinge als das man Fleisch vom falschen Tier bekommt. Die Tat des Jungen war objektiv völlig ungefährlich. Das war nichts, was mehr als einen grimmigen Blick der Klassenlehrerin gerechtfertigt hätte. Wenn die Mitschüler Angst haben das falsche Tier zu essen zu bekommen, dann sollten sie darauf verzichten Nahrungsmittel von Dritten anzunehmen und sich nicht hinterher beschweren.
März 5, 2008 um 12:50
Wenn die Kinder tatsächlich versucht haben, sich zu übergeben, weil sie Schwein gegessen haben, dann sollte die Schulbehörde dringend eine psychiatrische Behandlung der Kinder empfehlen.
Ein normales, gesundes Verhalten ist das jedenfalls nicht.
März 5, 2008 um 11:02
@nickpol: Ich kann jederzeit aufhören!
Aber tatsächlich lese ich’s, weil sich die Ausdrucke so nett im Aufenthaltsraum der Fabrikation machen. Du weißt schon, an der Wand, gleich über der Stelle wo die Kollegen die Bildzeitung liegen lassen.
@Offray: Volle Zustimmung. Immerhin lachen wir auch, wenn ein Kind oder ein Lebenspartner eine Diskussion über Sinn oder Unsinn einer Aktion mit den Worten “du hast mich nicht lieb” beenden will.
März 4, 2008 um 6:08
“Ich würde mein Kind jedenfalls zu Toleranz erziehen und nicht dazu, sich über andere lustig machen.”
Ich gehe davon aus, dass ich objektiv Recht habe und Muslime Unrecht, wenn sie behaupten, dass Schweine “unrein” sind und es deshalb gute Gründe gäbe, sie nicht zu essen. Ihre Eltern infizieren sie mit diesem Religionsvirus, so dass sie überhaupt erst auf solche verrückten Ideen kommen. Es könnte also durchaus helfen, sich über solche Ansichten lustig zu machen, insofern man ihnen auch erklärt, was daran so lustig ist.
Eigentlich ist es respektlos, sich nicht darüber lustig zu machen, weil man die Muslime dann für lernunfähig erklärt. Das ist eine sehr arrogante Haltung, wenn man meint, dass die halt dumm sind und dumm bleiben.
März 4, 2008 um 5:38
@nickpol
“müssen Kinder wissen, wie sie sich Muslimen gegenüber zu verhalten haben? Meine Auffassung, Kinder sollten grundsätzlich nicht mit den Geboten von Religionen indoktriniert werden.”
Selbstverständlich. Denn dies gehört meiner Meinung nach einfach dazu im Umgang mit anderen Menschen. Auch wenn man sein Kind religionsfrei bzw. atheistisch erzieht kommt man nicht umhin mit ihm über Religion und den Umgang mit religösen Menschen zu reden.
Man sollte dann z.B. seinem Kind erklären, das andere Kinder an Gott glauben, aber wenn man nicht an Gott glaubt, kein schlechterer Mensch ist. Auch die Erkärung religöser Rituale sind wichtig (Beten, kein Schweinefleisch essen).
Ich würde mein Kind jedenfalls zu Toleranz erziehen und nicht dazu, sich über andere lustig machen. Mir ist es auch wurscht, ob und was Muslime essen. Ich würde aber keinen Moslem veräppeln und ihm Schweinefleisch unterjubeln.
Das mit der Erziehung des Kleinen meinte ich nur in dem Zusammenhang, dass er es ja irgendwoher haben muss.
p.s. bin selbst kein Vater (alles nur blanke Theorie
)
März 4, 2008 um 11:39
Das ja fast schon wie B***.
März 4, 2008 um 11:25
Das stimmt, da hätte ich genauer nachlesen müssen. In der Version der richtigen Zeitung klingt die Sache völlig unproblematisch.
März 4, 2008 um 11:17
@Falk: “Der religiöse Hintergrund sei im Übrigen unerheblich. “Es geht darum, dass sich der Junge über seine Mitschüler lustig gemacht hat”, sagte die Schulleiterin gegenüber der “Leine Zeitung”" (Quelle: Bildblog).
Sicher, auch das ist nur ein winziges Schnippelchen direkter Rede, aber für sich genommen klingt das nicht, als werde Religion als Begründung hergenommen.
Bloß gut, daß die Lebensmittelallergie der Würstchenempfänger rein psychosomatisch ist.
Und bloß gut, daß es Bildblog gibt
März 4, 2008 um 12:39
Wollte auch gerade den Bildblog-Link posten – wohl zu langsam.
Ich bezweifle stark, daß der Bub mit seiner Aktion Religionskritik anbringen wollte. Es ging wohl eher um’s Ärgern. Das ist nicht nett, egal, ob das Ärgern nun über Religion funktioniert oder über irgendwas anderes.
Schlimm finde ich bloß, daß die Religion in der Begründung der Strafe betont wird, nicht das Ärgern selbst (mal angenommen, wenigstens der Teil stimmt). Wieder diese Sonderstellung der “Verletzung religiöser Gefühle”.
März 3, 2008 um 10:30
@Christian: Gratuliere, Du warst schneller
Tja, aber ich habe trotzdem etwas aus der Geschichte gelernt: Religion erhöht die Angriffsfläche.
Das werde ich mir merken, wenn das nächste Mal Zeugen Jehovas vor meiner Tür stehen. Sie dürfen 15 Minuten salbadern, wenn sie vorher eine Blutwurst essen.
März 3, 2008 um 9:28
—- SCHNIPP —-
Traurig, daß Kinder soviel Angst vor einem Würstchen haben, daß sie ein Erbrechen einleiten wollen. Ah, Entschuldigung. Man sagt ja nicht “Würstchen”, sondern “Gott”.
—- SCHNAPP —-
Hehe
Sehr gut. Weitermachen.
März 3, 2008 um 9:06
“Die Frage der Kinder, ob die Würstchen Schweinefleisch enthielten, habe [Philipp] verneint. Als seine Mitschüler die Würstchen gegessen hatten, habe er sie ausgelacht und sich lustig darüber gemacht, dass sie trotz ihres religiösen Verbots Schweinefleisch gegessen hätten.”
Als Gegengift gegen religiöse Indoktrination nicht unbedingt falsch. Aus solchen Gründen kein Schweinefleisch zu essen (Muslime halten Schweine für “unrein”) ist schließlich reichlich bekloppt. Nur wenn Muslime über korrekte, neutrale Informationen über Schweinefleisch verfügen würden, könnten sie eine individuelle Entscheidung treffen. So hat ein Kriegsherr aus dem 7. Jhd. für sie entschieden und sie sind nun seine Sklaven bis in alle Ewigkeit.
März 3, 2008 um 9:03
@Christian, müssen Kinder wissen, wie sie sich Muslimen gegenüber zu verhalten haben? Meine Auffassung, Kinder sollten grundsätzlich nicht mit den Geboten von Religionen indoktriniert werden. Das ist das das Problem. Es ist mir völlig wurscht ob Muslime Schweinefleisch essen oder nicht, genauso wie mich die katholische Fastenzeit nicht interessiert. Erwachsene können da Entscheidungen treffen, Kinder nicht.
März 3, 2008 um 8:50
Leider ist die Bild als Quelle unbrauchbar. Auch wenn man “nur” den Sachverhalt bewerten möchte.
Denn der Sachverhalt wird von der Lehrerschaft anders dargestellt:
“Die Variante der Schule: Die Frage der Kinder, ob die Würstchen Schweinefleisch enthielten, habe [Philipp] verneint. Als seine Mitschüler die Würstchen gegessen hatten, habe er sie ausgelacht und sich lustig darüber gemacht, dass sie trotz ihres religiösen Verbots Schweinefleisch gegessen hätten. Die Mutter erzählt das anders. Sie sagt, ihr Sohn kenne das muslimische Gebot nicht. [Die Schulleiterin] dagegen sagt, dieses Thema begegne den Kindern im Schulalltag immer wieder. Sie schließt kindliche Naivität bei dem Neunjährigen aus.”
http://www.bildblog.de/2826/auch-bei-den-moslems-hat-die-wurst-zwei
Es geht auch nicht darum, welche Version stimmt. Das Problem ist, wenn nur eine Version gedruckt wird und die andere verschwiegen wird.
Was interessant wäre, wie wurde der Kleine im Umgang mit Muslimen und deren Religiosität erzogen…
März 3, 2008 um 6:49
“Als die Jungen ihn fragten „Ist da Schweinefleisch drin?“, antwortete Philipp: „Ihr werdet daran schon nicht sterben …“
Später erfuhren die muslimischen Kinder, das eben doch Schwein in den Würstchen war. ”
warum haben die kinder die würstchen überhaupt gegessen? dieser philipp hat wohl nicht gesagt, dass kein schwein drin ist.
man sollte doch annehmen können, dass eltern ihren kindern beibringen, dass sie nichts essen sollen, wenn unklar ist, ob da nun schwein drin ist oder nicht. hat die erziehung versagt?
fragen über fragen…
März 3, 2008 um 4:09
Bei Juden geht Volk und Religion flißend ineinander über. Das erklärt warum es “säkulare” Juden wie Judenfundis gibt. Die einen halten liebgewonnene Traditionen aufrecht (ähnlich wie frei nach Hebel: “niemand so sehr Atheist ist das er nicht die christlichen Feiertage mitfeiern hülfe”), die anderen neben die Sache mit dem Glaube und dem Zionismus sehr ernst.
März 3, 2008 um 3:26
“Wobei ja die Muslime der arabischen Welt selbst Semiten sind”
Diese ganze “Semiten”-Sache war von vorneherein Unsinn und basierte auf esoterisch-deutschtümlichen Hirngespinsten des späten 19. Jhd. Tatsächlich Anwendung fand der Begriff bislang nur bei Juden, insofern sie als Volk oder Rasse verstanden werden, nicht als Religion.
März 3, 2008 um 2:13
[...] Die Liste politisch unkorrekter Dinge wird um einen Punkt erweitert: Würstchen verschenken ~ Partywürstchen(Schwein) für Muslime Monday, March 3, 2008 | at 2:12 [...]
März 3, 2008 um 1:28
Ja, so ist das wenn an so toll kulturel sensitiv ist. Falsches tut nicht der, der sich anstellt und eine Extrawurst (:D) will sondern der, der der sich nicht aufregt und alles furchtbar findet das ihm nicht passt.
März 3, 2008 um 1:00
Gibt es eigentlich schon nähere Infos zum Gesundheitszustand der beiden Muslime?
Sind die nun daran gestorben? Oder haben sie wenigstens Bauchschmerzen gekriegt? Oder war das am Ende doch nicht so schlimm?
Also mal im Ernst: Ich kann das ja tolerieren, wenn die kein Schweinefleisch essen wollen. Aber die Tragweite von so religiösem Firlefanz muß ein Drittklässler ja nun wirklich nicht erkennen können. Ich würde da als Eltern mal so richtig auf die Barrikaden gehen!
März 3, 2008 um 11:11
Wenn die Geschichte denn mal stimmt… Es muß ja nicht jede abstruse Meldung über Religiöse richtig sein, nur weil sie abstrus ist. Auch wenn das nahe liegt.
März 3, 2008 um 10:43
Wie haben eigentlich die Eltern der beiden Würstchenempfänger reagiert?
In meiner Kindheit gab es eine ähnliche Situation. Die Mutter eines Schulkameraden wurde krank und meine Mutter bot an, daß sie das Kind mitbetreuen werde, bis der Vater von der Arbeit heimkäme. Auf ihre Fragen nach den dietätischen Vorlieben sagte die Mutter des Schulkameraden, daß heilig sei, was mit Liebe gegeben werde. Ich finde heute noch, daß diese Frau sehr weise war.
Traurig, daß Kinder soviel Angst vor einem Würstchen haben, daß sie ein Erbrechen einleiten wollen. Ah, Entschuldigung. Man sagt ja nicht “Würstchen”, sondern “Gott”.
März 2, 2008 um 11:19
Wobei ja die Muslime der arabischen Welt selbst Semiten sind, aber die bekommen den Spagat ganz gekonnt hin.
Da hat der Junge sein Brot(Würstchen) brechen wollen und verteilen, bibelgemäß, und nun ist es auch noch falsch, sogar strafwürdig.
März 2, 2008 um 10:44
Oh Mann, uns gehen langsam die Dodos aus.
“Für Muslime ist das mit dem Schweinefleisch schlimm.”
Die islamische Welt ist zu großen Teilen antisemitisch. Man stelle sich also folgendes Szenario vor:
Ein jüdisches Kind spricht mit muslimischen Kindern (da wird sich Dawkins wieder aufregen…), ohne ihnen zu sagen, dass es jüdischer Abstammung ist. Die Eltern des muslimischen Kindes beschweren sich bei der Schulleitung und das jüdische Kind muss eine Stunde lang den Schulhof sauber machen. Die Mutter des Kinds beschwert sich. Die Rechtfertigung der Landesschulbehörde:
“Für Muslime ist das mit den Juden schlimm.”