
Legionäre Christi
Antworten auf die Religionskritik von Atheisten
Interview mit Pater Thomas Williams LC
ROM, 10. Juli 2008 (ZENIT.org).- Vieles von dem, was Atheisten in Bezug auf Gott und die Religion als Tatsachen ausgeben, beruhe in Wirklichkeit auf Ammenmärchen, erklärt Pater Thomas D. Williams von den Legionären Christi.
Pater Williams ist Autor des neuen Buches Greater Than You Think: A Theologian Answers the Atheists About God („Größer als man denkt: Ein Theologe antwortet auf das, was Atheisten über Gott sagen“), in dem er zahlreichen Argumenten vieler Atheisten auf den Grund geht und sie beantwortet. In den meisten Fällen seien ihre Behauptungen nämlich eher ideologisch als rational, schreibt der Priester unter anderem.
Im vorliegenden Interview geht der in in Rom wirkende Theologieprofessor, der vom US-Fernsehsender „CBS News“ als Vatikanexperte zu Rate gezogen wird, auf einige der weit verbreiteten Irrtümer des Atheismus ein.
ZENIT: Was hat Sie dazu bewegt, dieses Buch zu schreiben?
Pater Williams: Wie Sie sicher wissen, erschien in den letzten Jahren eine ganze Flut neo-atheistischer Literatur, zu der Bücher gehören wie Daniel Dennetts „Breaking the Spell“ („Den Zauber brechen),“ Sam Harris’ „The End of Faith“(„Das Ende des Glaubens“), Richard Dawkins’ „Der Gotteswahn“ („The God Delusion“) und Christopher Hitchens’ „God Is Not Great: How Religion Poisons Everything“ („Gott ist nicht groß: Wie die Religion alles vergiftet“).
Mehrere dieser Bücher wurden Bestseller. Das Problem ist, dass die meisten Leute nur die eine Seite der Geschichte hören. Sie werden durch die atheistischen Argumente indoktriniert, ohne je eine fundierte Erwiderung zu hören.
Viele Menschen haben sich durch diese Bücher verwirren lassen. Andere machen sich Sorgen um Freunde, die sie gelesen haben, oder hätten einfach gerne gute Entgegnungen auf die Anklagen, die der Atheismus gegen Gott, die Religion und das Christentum im Besonderen erhebt. Ich habe dieses Buch geschrieben, um klare, prägnante Erwiderungen auf die Behauptungen der Atheisten zu liefern.
Das Buch legt die wichtigsten Anklagepunkte der Neo-Atheisten, nach fünf Kategorien geordnet, vor und widerlegt sie: Argumente gegen Gott und die Religion, Argumente gegen die Vorteile der Religion für die Gesellschaft, Argumente gegen die Vereinbarkeit von Religion und Wissenschaft beziehungsweise Vernunft, Argumente gegen das Christentum und schließlich Argumente für die Überlegenheit des Atheismus.
ZENIT:: Sie sagen, die Atheisten stützen sich eher auf Lügen als auf rationale Argumente. Ist das nicht ein bisschen hart?
Pater Williams: Eigentlich nicht. Wenn Sie auf die Behauptungen schauen, die von den Atheisten gegen die Existenz Gottes und die Rolle der Religion in der Gesellschaft vorgebracht werden, erkennen Sie, dass nahezu alle ihrer Anklagen die Fakten verfälschen und abgedroschene Ammenmärchen wiederholen, die keiner ernsthaften rationalen oder historischen Analyse standhalten.

































































Juli 26, 2008 um 1:14
@Eugen
[quote]Ich wünschte mir, Vernunft ware es. Aber hier sehe ich schwarz, da die Menge logisch Denkender für die kritische Masse nicht ausreicht. Für die Vernunftsbegabten stellt sich imho die Frage: Mit gewalttätigen oder mit gläubigen leben?[/quote]
Da stimme ich dir uneingeschränkt zu.
Juli 14, 2008 um 12:19
@Peter Semenczuk: Bitte nicht böse sein, ich will nicht klugscheisserisch wirken, aber ist Ihnen möglicherweise schon aufgefallen, dass sich Herr Williams in einem fernen Land namens Amerika befindet ? Ich bezweifle, dass Herr Williams diesen deutschen Blog hier als Lektüre nutzt. Man soll die Hoffnung bekanntlichermaßen nie aufgeben, aber die Chancen ihn zu erreichen steigen erheblich, wenn der Beitrag a) auf Englisch und b) auf einer großen amerikanischen Seite veröffentlicht wird.
Ansonsten stimme ich den Argumenten gerne zu. Wir alle wissen aber längst, dass die Kirchen dieser Welt sich zwar mit der Nächstenliebe schmücken, aber in Wahrheit um die Machterhaltung gekämpft wird. Es ist die Aufgabe der “anderen”, der Welt dort draussen klar zu machen, dass sie auch ohne organisierte Krimina… äh… Religion klarkommen können. Wenn aber schon das aufstellen eines “You don’t believe in God ? You are not alone.” Schildes solche gewaltige probleme bereitet, wie alarmierend müssen da schon die Glocken läuten, wenn Autoren wie Dawkins erfolgreich Werke an den Mann/die Frau bringen ?
Hat die Kirche – wenn sie schon die alleinige Wahrheit im Programm hat – wirklich nötig, nach über 2000 Jahren Macht und Erfolg um Anerkennung, Richtigstellung und Werbung zu bitten/pochen ?
Am Dienstag wird Australien in Freudentränen ausbrechen. Der Papst entschuldigt sich für die Fummelei an den Kinder, die mit den gesegneten Händen eines Gottesdieners geschehen sind. Und hunderttausende werden schluchzend Hand in Hand die frohe Botschaft Christi hören. Zwar besitzt in England 1/4 aller Jugendlichen ein Messer, und in der letzten Zeit sind über ein dutzend Jugendliche erstochen worden, aber Gott liebt uns alle. Er hat sicherlich kein Herz für die Mörder, er hat ja besseres zu tun… er verkündet den Heiligen Geist über Australien und lässt (mal wieder) Kinder verhungern, an Krebs sterben, missbrauchen oder einfach nur abstechen. Aber… hey… Jesus loves you ! Wunder gibt es eben immer wieder, man muss nur genauer hinsehen. Lasst uns zwar open-minded und open-hearted sein. Aber bitte nicht open-brained wie diese Legionäre Christi
Ahmän.
Juli 13, 2008 um 7:26
Pater Williams, als ein Wiedergeburtschrist vom wiedererwachten Urchristentum,
frage ich Sie im Geist und Namen des lebendigen Christus,
1.Wer hat Sie zu einem Diener Gottes berufen, zubereitet und erwählt, wares es ihre alten Männer, die Priester, die Bischöfe und der Papst,>ODERgeistige Eigentumgeistigem Eigentum< anderer Menschen, die besser waren als Sie Herr Williams, und dieses als Predigtware den unwissenden und unkritischen Mensche, um den Judas.-Lohn zu verkaufen, ist schon vor unserem Grundgesetz, ein schweres Vergehen und wird hart bestraft.
Dieses niedergeschriebene geistige Eigentum des Apostel Paulus an die Römer, an die Korinther, an die Galateer etc.
Dieses niedergeschriebene geistige Eigentum des Apostel Petrus an die Gemeinden, waren Hirtenbriefe voller Seel -sorge um der Gemeindemitglieder der damaligen Zeit in den Anfängen der urchristlichen Gemeinden.
Unter diesen Hirtenbriefedes Apostel Paulus, Petrus und Johannes und Jakobus, waren keine Hirtenbriefe an die Katholiken, an die Evangelischen, an die Lutheraner, an die Baptisten, an die Zeugen Jehovas, an die Sabbatisten, und an die vielen anderen Sekten in Deutschland und Europa,
Die Ihre Religion Herr Williams zu dem allgemein gültigen Wort Gottes gemacht hat aufgrund von Geschäftssinn und den Mammon den man durch Druck und Verkauf erzielt.
Denken Sie Herr Williams auch mal an die geistigen Früchte Ihrer Religion, die sie durch Vertreibung, Verfolgung und Tod der Montanisten, das arme Hirtenvolk in den Bergen dem heutigen Türkei, durch die weltliche Macht Roms angezettelt haben von 250 n. Chr. -bis- 600 n.Chr.?
Denken Sie auch mal an die Kreuzzüge, wieviel Menschen -leben hat das gekostet der Wahn Ihrer Päpste?
Denken Sie auch mal an die andersdenkenden und andersbetenden Menschen ,die Ihre Religion durch Lug und Trug, auf den Scheiterhaufen in Europa, ihr Leben lassen mussten?
6 Millionen Menschen sollen es gewesen sein in Europa, die Ihr Leben lassen mussten, weil sie der Anmaßung Ihrer Päpste, Bischöfe und “heilige Kirche” widersprachen mit Worten.
UM ihre Schande zu vertuschen, haben sie die Lüge in Umlauf gebracht, das waren alles Hexen und Hexer!
Denken Sie Herr Williams an die 15 Millionen Ureinwohner
von Süd bis Mittelamerika, die um Habsucht wegen Ihrer Religion, ihr Leben lassen mussten?
Und nun sage ich Ihnen nach bürgerlichen Art und Weise, damit mich alle verstehen können, alle kritischen Christen und Bürger dieses Landes, von dem was Gott mir gesagt hat in Bezug Ihrer Religion Roms und den Früchten die sie verübt hat bis z udem heutigen Tag:
“Das Blut der Menschen,
Die diese Religion, von anmaßenden Menschen organisiert in den Jahrhunderten vergossen hat, schreit zu mir und verlangt Genugtuung, dem ich alsbald nachkommen werde, denn die Zeit ist nahe, spricht Gott der Herr”!
Peter Semenczuk,
Autor und Herausgeber chrislich- theologischer Publikationen
im Internet und Selbstverlag.
Juli 12, 2008 um 2:39
@sfrang: Naja, ich kann mir kaum vorstellen, dass Herr Williams hier im Auftrag des Vatikans, direkt aus der Hand es Papstes, gehandelt hat. Er schwimmt mit auf der Welle, kein Zweifel. Aber er hat hier sicherlich nicht ein “höchst christliches” Werk geschrieben, welches vom Vatikan abgesegnet und als “Anti-Atheistenbibel” in jeder Kirche propagiert wird. Der Typ hat einfach “bock” gehabt, in der Runde was mitzusagen. Das er dabei Geld und Ruhm bekommt, ist das “Laster” der Kommerzialisierung der Debatte
Aber Du hast auch recht… nur die “erhellten”, “gebildeten” bzw. schlauen im Allgemeinen werden die Thesen überprüfen und verifizieren/falsifizieren. Alle anderen legen sich das Buch zu den anderen Büchern von Stephen King bzw. lesen es parallel zu Illuminati / Bibel-Code. Eine wissenschaftliche Arbeit seitens Williams erwarte ich da keineswegs, eher Unterhaltungsliteratur
Juli 11, 2008 um 10:49
Ist eindeutig, die Berufschristen sind in die Defensive geraten und schicken nun ihr schweres Geschütz vor (hmmm!), um die Entwicklung zu Lasten der Religionen zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Alle Behauptungen von diesem Williams sind bewusst falsch, der rechnet aber damit, dass keiner der Leser des Interviews diese Behauptungen nachprüft!
Juli 11, 2008 um 7:27
@Eugen: Eine sehr gute Frage. Nur manchmal kommt es mir vor, man führe einen Zweifronten-Krieg

Mich würde interessieren, wie sehr sich die Legitimation #3 (Glaube) bemüht, Legitimation #2 (Gewalt) zu bekämpfen, und mit welchen Mitteln. Mit der Vernunft (Legitimation #1) hatte man ja kein Erfolg
Ich verstehe es ja immer noch nicht, weshalb die “Glaubensbrüder” in der ewigen Stadt Rom eine solche Energie aufwenden, friedliche und ungläubige Leute “zu bekehren”, selbst aber nicht einen Finger krümmen, fehlgeleitete Schafe ihrer eigenen Herde – oder gar Herden anderer Schafszüchter – zurück auf dem “rechten Pfad” der Gesellschaft zu führen. Im Sinne der “Vorstellungslegitimation” stellt sich mir die Frage, weshalb es unter den gläubigen eine nicht geringe Zahl an Gewalttätigen gibt, und weshalb sie in einigen Teilen gar gefördert wird. Das Christentum hat die Opus Dei Gemeinschaft, in USA sprießen mehr Freikirchen aus dem Boden als Pilze im Wald und as der Islam auch andersdenkende in ihren Rehien hat, die ihren Glauben mit Sprengstoff “unterstützen”, darf man nicht vergessen. Die Energie der Kirche, sich gegen Opus Dei zu richten, als auch die Energie der Imame, irre Träger von Sprengstoffgürteln zu verfolgen, ist mehr als kaum messbar. Aber es ist verwunderlich, wie sehr man darauf bemüht ist, nicht gewalttätige Menschen, die einfach *ohne Gott* leben, und es auch noch mit Vernunft (Legitimation #1 ?) begründen können, zu verfolgen.
Ich war in den letzten 2 Monaten auf 2 Veranstaltungen, die das Buch Dawkins als Thema hatten: “Der neue Atheismus. Dawkins Argumente gegen Gott” und “Neues vom Atheismus? Öffentliche Vorträge mit Podiumsdiskussion”. Beide in Bonn. Dazu gesellte sich noch eine religiöse Veranstaltung auf dem Marktplatz, komplett mit Jünger des “Intelligent Designs” und Abtreibungsgegner. Ich habe 40 Minuten meiner Lebenszeit verplempert, nur um einen ausländischen “Gläubigen” klar zu machen, dass die ID-Theorie auf mehr als nur wackeligen Füßen steht. Eine solche Veranstaltung im Rahmen des “Unglaubens” fand stattdessen nirgendwo statt. Es ist “nur” ein Buch erschienen, und nun reitet man mit allerlei Waffen auf dieses Buch rum. Teilweise mit interessanten, aber größtenteils mit hanebüchenen Argumenten, die weitab von der Aussage Dawkins lagen. Andere Authoren wie Hitchens, MSS oder Harris wurden nicht einmal am Rande erwähnt. Dieses Ping-Pong Spiel kann man jahrelang betreiben. Den Ball der Argumente wirft man sich hin und her. Dafür hat man Energie, die man liebevoll ver(sch)wendet. An sich selbst arbeiten, Misstände aufklären und bekämpfen, Entschuldigen und tollerieren, dies geschieht leider immer noch in homöopathischen Dosen. Wenn der Papst, der leibhaftige und unfehlbare Stellvertreter des Herrgottes, ein Buch über Jesus schreibt, klatschen alle und die Welt erstrahlt in wundervollen Farben. Eine aufklärerische Schrift über die Handlungen und Kräften des Glaubens, und wie sie in der jahrtausendelangen Dauer ihrer Tätigkeiten uns “verleiteten” (Mord, Todschlag, Furcht, Indoktrination) die gilt sofort als blaßphemisch und als tiefgraues (zensurgefährdetes) Pamphlet. Diese Tolleranz fasziniert mich bis heute. Hitchens, Dawkins & Co. = Lügner und Verfälscher. Kirche und Glaube = Unfehlbar und Gerecht. Kirchen- und Weltgeschichte dabei komplett ausgeklammert. Wahrlich faszinierend
Aber egal, der Kerl will ja nur sein Buch verkaufen. Es ist eben seine eigene Art der PR
Juli 11, 2008 um 6:04
[...] tip: nickpol Zenit – Antworten auf die Religionskritik von Atheisten [↩] « Hate Crimes & [...]
Juli 11, 2008 um 4:00
@LastGunman
Dass moralische Vorstellung von Menschen selbst kommt, ist sicher richtig. Darum geht es nicht. Es geht vielmehr darum, wie man sie legitimiert. Denn ethischen Vorstellungen gibt es viele und viele unterschiedliche. Überall dort, wo Menschen sich über ein Kodex über Zeit- und Raumgrenzen verständigen wollen, stellt sich die Frage nach der Legitimation ihrer Vorstellungen. Zur Auswahl haben wir: Vernunft, Gewalt, Glaube.
Ich wünschte mir, Vernunft ware es. Aber hier sehe ich schwarz, da die Menge logisch Denkender für die kritische Masse nicht ausreicht. Für die Vernunftsbegabten stellt sich imho die Frage: Mit gewalttätigen oder mit gläubigen leben?
Juli 11, 2008 um 3:43
Sie werden durch die atheistischen Argumente indoktriniert, ohne je eine fundierte Erwiderung zu hören.
Vor nicht allzulanger Zeit wurde eine Erwiderug des christlichen Glaubens mit einer Erwiderung des irdischen Lebens bezahlt. Wenn man nun nach einen Grund für diese Gewalttaten sucht, sich eines der “unchristlichen” Bücher kauft und sie liest, welche Art der “Gegenerwiderung” findet dann statt ? Pater Williams mag brav und fromm sein, aber die “Nächstenliebe” der Weltkriege, Inquisitionen und Zensuren ist schon begangen worden. Die Religion hat – frei nach Hitchens – längst die Welt infiziert und breitet sich fort. Die Indoktrination geht eindeutig zu Lasten der Glaubensgruppierungen, und nicht von Seiten der Ungläubigen aus. Ungläubige lassen den Menschen die Wahl, X, Y oder Z zu sein. Gläubige sehen nur das allmächtige X und das allesliebende kleine x. Alles andere ist fremd und sollte entweder bekehrt oder ignoriert bzw. bekämpft werden. Und WEHE, ein Z mischt sich ein… dann muss ein Pater schnell ein Buch schreiben
Amüsant… wirklich amüsant.
Andere machen sich Sorgen um Freunde, die sie gelesen haben, oder hätten einfach gerne gute Entgegnungen auf die Anklagen, die der Atheismus gegen Gott, die Religion und das Christentum im Besonderen erhebt.
Es ist schon erschreckend zu erleben, wie sehr sich Scientologen Sorgen um die Schäfchen machen. Auch die Zeugen Jehovas machen sich große Sorgen um ihre Mitglieder, insbesondere um die “Seelen” der Nicht-mitglieder. Auch Satanisten suchen nach Nachwuchs und machen sich Sorgen um die Jesus-anbeter. Es ist wie ein gigantischens “Mesch ärgere dich nicht” Würfelspiel. Mal liegt die eine Figur vorne, und im nächsten Augenblick würfelt der andersgläubige eine 6 und ist vor. Mal ist es das Christentum, danach der Islam oder der Hinduismus. Ganz woanders sind es Chinesen, die mit großen Würfeln spielen. Nur wir Atheisten, wir spielen lieber Poker Als Atheist ise es wirklich amüsant zuzusehen, wie zittrig die Gläubigen ihre Würfel verteidigen.
(..)dass nahezu alle ihrer Anklagen die Fakten verfälschen und abgedroschene Ammenmärchen wiederholen, die keiner ernsthaften rationalen oder historischen Analyse standhalten.
Das Problem ist, dass erfolgreiche Autoren gerade Beweise einbringen, damit andere Menschen selbst nachprüfen können, ob die Behauptungen wahr sind oder nicht.
So behaupten zum Beispiel Dawkins und Hitchens, dass die religiöse Erziehung eine Form von Kindesmissbrauch sei, und unterminieren dadurch den Ernst des tatsächlichen physischen und psychologischen Kindesmissbrauchs.
Mag ja sein, dass in Köln, Berlin oder New York – in westlichen aufgeklärten Großstädten – keine Gläubige mit Peitschen “unterrichtet” werden. Aber wie sah es 1950 Jahre lang auf der restlichen Welt aus ? Wenn wir uns heute über Kopftücher und Jesuskreuze in Schulen streiten, dann hat dies einen handfesten Grund ! Dies kann ein Pater in Amerika kaum verstehen, er hat seine eigene Gemeindebrille auf und hat wohl vergessen, dass Terroranschläge zumeist mit der Hilfe vom Glauben durchgeführt werden. Glauben, der von “klein an” unterrichtet wird oder von anderen Glaubensführern mit negativem Vorzeichen versehen wird, mit der Hoffnung, dass sie ihre Taten “im Sinne MEINES Glaubens” machen und dadurch das ewige Leben in MEINEM Paradies mit MEINEN Jungfrauen erleben werden. Ach ja, die Familie des Selbstmörders wird natürlich fürstlich geehrt und hat ebenfalls einen goldenen Platz im Himmel sicher. Insbesondere der 11. September hat eine meeeeeeeeeenge Amerikaner Angst gemacht… vor dem Islam. Und wenn der Islam kein Glaube ist, dann fress ich zwei Besenstiele… mit Senf ! Kinder werden von klein an den Kichen in die Arme getrieben ! Gerade die beiden haben es oft genug beschrieben. Weshalb wehrt man sich bloß so gegen das Wort “Kindesmissbrauch” ? Wäre “Kinderindoktrination und Pflichtbewusstsein” lieber ?
Wie viele Menschen kennen diejenigen, die Alkoholismus oder Pornographie-Sucht überwunden haben, die aufgehört haben, ihren Ehepartner zu betrügen, oder die fürsorglichere und hingebungsvolle Eltern geworden sind, weil sie den Atheismus entdeckt haben?
Der Atheismus ist immer noch kein Glaube ! Es ist eine Lebenseinstellung, Lebensführung OHNE Gott. Als “Ersatz” der Anbetung eines Statue, eines Buches oder Bischofs, bietet sich die Fürsorge an Mitmenschen an. Vollständig frei von Himmelsbotschaften und Zaubersprüchen. Einfach nach dem Motto “was Du nicht willst was man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu” kann man sich doch weiterhin um seine Mitmenschen kümmern. Nur eben ohne “Heilsversprechungen” über ein Paradies am anderen Ende des Lebens. Und Pornographie- und Alkoholsucht kann man sehr sehr gut ohne Gott “bekämpfen”. “Psychologie” ist ein Zauberwort, welches bei dem Pater wohl noch nicht vorgedrungen ist. Faszinierend
Wir müssen auch daran denken, dass es die christliche Kirche war und nicht die säkularen Humanisten, die Schulen für die Armen, Waisenhäuser, Hospitäler, Suppenküchen, Lazarette, Hospize und zahllose andere Werke der Wohltätigkeit gründete.
Es waren Menschen, die sich um Menschen kümmerten. Nicht mehr und nicht weniger. Die Kirche hat hier sehr geholfen, aber NUR unter der Prämisse, ihren “Glauben” hier ausbreiten zu dürfen. Heilung, sponsored by Church. Es gab damals keine säkulare Humanisten, die wurden schlicht und ergreifend “mundtot” gemacht. Die Moral und die Verantwortung hat sich entwickelt. Ja, die Kirche hat hier eine gute Arbeit geleistet, das rechne ich ihnen gut an. Aber der Rest des Weges geht ganz gut ohne Glauben und Kirche, denn die Glaubensführer sind leider Spezalisten in Blutvergießen, und diese Kunst führen sie weiterhin fort. Hat Herr Wiliams schon vergessen, dass die gewollte Vernichtung der amerikansichen Ureinwohner im Enverständnis des Glaubens geschah ? Die Kriege gegen die Indianer wurden mit Unterstützung des Glaubens geführt. Kirchliche Intervention und “Strafe” ? Fehlanzeige. Auch das Deutschland der alten Welt hat sich im zweiten Weltkrieg gerne mit dem Reichskonkordat “geschmückt”. Englands Monarchie hatte zwar eine Sonderstellung, aber ohne Glauben drehte sich dort ebenfalls keine Schraube in den Fabriken. Das Kranke und Verletzte behandelt werden mussten steht ausser Frage. da kam es recht, dass eine Organisation sich da zur Verfügung stellte. Das sie es “im Namen Christi” tat, ist leicht verschmerzbar, denn schließlich musste das Kanonenfutter wieder an die Front bzw. zur Arbeit. Indoktrination ? No way… fand niemals statt. Insbesondere nicht in den “Schulen für die Armen, Waisenhäuser, Hospitäler, Suppenküchen, Lazarette, Hospize und zahllose andere Werke der Wohltätigkeit”. Das insbesondere katholische Schulen …ähm… “sehr streng” bei der Züchtigung… sorry… Erziehung ihre Schulkinder vorging, ist längst vergessen. Erst so “unchristliche” Psychologen und Wissenschaftler mussten den Menschen die Augen öffnen und Rechte einführen, die das Kind vor physischen und psychischen Strafen schützten. Das dunkle Zimmer, der Klaps auf die Finger/den Po und das ausgrenzen von den Freunden war damals keine Seltenheit, insbesondere (!) in kirchlichen Einrichtungen.
Naturwissenschaft aus dem fruchtbaren Boden der christlichen Kultur herausgewachsen ist.
Und aus welchem Märchenbuch stammt DAS ? Alles, was NICHT in das Bild der Bibel passte, wurde VERNICHTET ! Ob es “Hexen” waren, also Frauen mit Kräuterkunde, oder selbst die Sonne, die sich eben NICHT um das Zentum des Universums (Erde) drehte. Was NICHT in das Bibelmuster passte, war des Todes geweiht.
Selbst er Islam war dabei wesentlich wissenschaftsfreundlicher als alle christlichen Strömungen zusammen. Mohammed ermutigte die Gläubigen, sich wissenschaftlich zu betätigen und Wissen zu erlangen. Von “wissenschatflichen Errungenschaften” wie den Ablaßbriefen liest man im Koran merkwürdigerweise nichts. Und die Geschichte sagt, dass insbesondere der nahe Osten eine reiche Quelle des Wissens, Kultur und Güter war, zu einer Zeit, in der “wir” noch mit Schwertern versuchten, Feuer zu machen. Das Christentum hat “sicherlich” viel zur wissenschaftlicher Qualität der westlichen Welt beigetragen. Mir fällt zur Zeit leider nichts dazu ein
Und Gregor Mendel, der Vater der modernen Genetik, war katholischer Priester. Speziell der Jesuitenorden stand an der Spitze der naturwissenschaftlichen Studien.
Und sind sie heute die Verfechter der darwinschen Lehre von der Evolution der Spezien ?
So malt Dawkins vom Gott der Bibel das Bild eines „übelwollenden Tyrannen“ und nennt ihn „die unsympathischste Gestalt, die es je in der Dichtung gab“.
Da hat er noch nicht Norbert Rohde gelesen. Gefühlte 20.000 Bibelzitate, und alle bezeugen die Gewalt, den Hass und die Schmerzen, die das Alte Testament dem Menschen überbrachte. DIESER Gott war tatsächlich kein “liebender” Gott. George Carlin konnte es in seinem Programm nicht lustiger/besser ausdrücken… die Kirche hat es geschafft, dass wir ein unsichtbares Wesen anbeten. Er bestraft, vernichtet und tötet, bekundigt in den Bibeltexten… aber “er liebt dich”. Er ist allmächtig, braucht aber am laufendem Band DEIN Geld. Und er kommt damit nicht aus, er braucht immer mehr davon. Der ERSCHAFFER DER WELT ist absolut unfähig, ohne Geld was zu verändern. Und ob man das Geld per Schürung von Ängsten, Köpfung von Ungläubigen oder einfach durch Steuern einbezieht, war der Kirche bis vor kurzem absolut egal !
Es ist klar, dass keiner von uns dabei war. Keiner kann aus eigener Erfahrung verifizieren, dass ein Mann Namens Jesus tatsächlich vor 20 Jahrhunderten in Palästina gelebt hat.
Aus EIGENER Erfahrung natürlich nicht. Wir haben ja anscheinend nicht einmal die Möglichkeit, Hitlers Greueltaten perfekt zu belegen. Irgendwo hinter einem Ofen steckt noch eine Gruppe “ungläubiger”, die auf ihre “Illusion” der “nicht-Vergasung” verharren. Selbst wenn man ihnen die Fotos der Konzentrationslager zeigt, wie auch die aufgetürmten (!) Leichen aus der Gaskammer, bleibt ihr Glaube unrüttelbar fest. Wie kann man dann eine 2000 Jahre alte Geschichte als BEWEIS dabringen, wenn ausserhalb der Bibel-Texte meines Wissens nach KEIN Schriftstück über einen Sohn Gottes existiert, welches nach der Kreuzigung in den Himmel fuhr ? Es existieren mindestens genausoviele Texte über die Allmacht Zeus, Aphrodite, Neptun und Thor, wie sie auch für Jesus/Gott gibt. Dawkins, Hitchens, Rohde, MSS, mich selbst, … haben sich von diesen Göttern entfernt. Sie gehen gar einen Schritt weiter und entfernen sich auch noch von Jahwe/Jehova und seinem Co-Gott Jesus. Böse, “teuflisch” oder unmenschlich werden sie dadurch NICHT. Eher werden sie so dargestellt. Man geht eben (mit Gewalt/Bücher/…) gegen die Leute vor, vor denen man Angst hat
Neben den zahlreichen biblischen Handschriften, die sich auf Jesus beziehen, weisen auch heidnische Autoren wie zum Beispiel der römische Historiker Tacitus, (…)
Welche zahlreichen biblischen Handschriften ? Es existiert keine Ur-Bibel mehr ! Nur diese “Staatlich-geförderte” Version, ganz im Sinne der Paulus-Kirche, hat es geschafft. Alle anderen Texte, Apokryphen, andere Glaubensgruppierungen, andere Auffassungsrichtungen seiner Lehre, … sie sind alle verfolgt und vernichtet worden. Das sagt uns nicht die Kirche, sondern ausserbiblische (!) Quellen. Wie kann ich dann “dem Wort” vertrauen, wenn ich nicht sicher sein kann, dass das Wort unverfälscht wurde ?
Juli 11, 2008 um 3:18
Ob es einen Gott gibt, oder nicht, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Dass wichtige Moralvorstellungen eher vom Menschen selbst, statt aus seiner Angst vor göttlicher Bestrafung kommen sollten, daran zweifle ich nicht.
Juli 11, 2008 um 3:17
So, nun das Ganze etwas ausführlicher:
Zitat:
„Pater Williams: Wie Sie sicher wissen, erschien in den letzten Jahren eine ganze Flut neo-atheistischer Literatur…
Mehrere dieser Bücher wurden Bestseller. Das Problem ist, dass die meisten Leute nur die eine Seite der Geschichte hören. Sie werden durch die atheistischen Argumente indoktriniert, ohne je eine fundierte Erwiderung zu hören.“
Wie war es denn die letzten 2 Jahrtausende hindurch, als den Leuten mehr oder weniger nur das an geistigen Ergüssen zur Verfügung stand, was die christlichen Bußprediger, Missionare und anderen Abgesandten der „wahren, allein selig machenden Kirche“ allwöchentlich von den Kanzeln aufs Fußvolk herab verkündeten?
Wie stand es denn seinerzeit mit abweichenden Meinungen, Ansichten, gar mit ernsthaften naturwissenschaftlichen Nachforschungen?
Zu welchem Zweck gab es bis ins 19. Jahrhundert in Europa so „segensreiche“ Einrichtungen, wie die Inquisition und deren verlängerten „weltlichen Arm“?
Warum gab es für die Unbußfertigen, Abweichler und Häretiker „Sonderbehandlungen“, wenn doch die „fundierte Erwiderung“ für die Kirche so erstrebenswert erscheint?
Zitat:
„Viele Menschen haben sich durch diese Bücher verwirren lassen.“
Wie das? Wenn die Kirche „die Wahrheit“ verkündet und ich dieser Kirche angehöre, brauche ich mich doch nicht durch andere verwirren zu lassen, es sei denn, an den Aussagen der anderen könnte etwas dran sein und die Kirche hat mir nicht die „ganze Wahrheit“ erzählt.
Zitat:
„Andere machen sich Sorgen um Freunde, die sie gelesen haben,…“
Und hernach ist was mit den Freunden passiert?
Haben die etwa angefangen, Fragen zu stellen?
Genügten ihnen etwa die gläubigen Erklärungen nicht mehr?
Haben sie Widersprüche entdeckt?
Haben sie nach reiflicher Überlegung gar den Glauben aufgegeben?
Und haben sie dadurch aus Sicht ihrer wohlmeinenden, christlichen Freunde nunmehr völlig den Verstand verloren?
Zitat:
„…oder hätten einfach gerne gute Entgegnungen auf die Anklagen, die der Atheismus gegen Gott, die Religion und das Christentum im Besonderen erhebt.“
„Habe Mut, dich deines Verstandes ohne Anleitung zu bedienen.“
Zitat:
„Pater Williams: Atheisten behaupten beispielsweise, dass die Religion wissenschaftsfeindlich sei und dass die christliche Kirche im Besonderen versucht habe, die wissenschaftliche Forschung auszumerzen.“
Ich vermisse das fundierte Gegenargument.
Zitat:
„Sie erheben die Anklage, dass die Religion „töte“ und für die meisten unserer Kriege und sozialen Probleme verantwortlich sei.“
Stimmt das etwa alles nicht? Sind die Kreuzzüge, die Scheiterhaufen des Mittelalters, die Ermordung Giordano Brunos im Jahr 1600 auf dem Campo de Fiori in Rom die bloße, böswillige Erfindung der Ungläubigen?
Zitat:
„Sie sagen, dass der Glaube den Verzicht auf die Vernunft und die Annahme willentlicher Blindheit verlange. Sie behaupten, dass die Religion nicht zu einer Besserung der Moral beitrage …“
„Wenn ihr nicht werdet, wie kleine Kinder, könnt ihr keinesfalls in das Himmelreich eingehen.“
Ich kann nicht erkennen, warum 1,2 Milliarden Chinesen unmoralischer, skrupelloser, mitleidloser, brutaler, inhumaner als die so genannte westliche, auf „christlichen Werten beruhende“, Welt sein sollte. Vielleicht teilen sie nicht dieselben angestaubten Moralvorstellungen aber bestimmt sind sie nicht ohne Ethik.
Zitat:
„Neben derartigen Anklagen legen sie auch einige absurde und manchmal gefährliche Vorstellungen über die Religion vor. So behaupten zum Beispiel Dawkins und Hitchens, dass die religiöse Erziehung eine Form von Kindesmissbrauch sei, und unterminieren dadurch den Ernst des tatsächlichen physischen und psychologischen Kindesmissbrauchs.“
Sehr interessant in diesem Zusammenhang:
Tilmann Moser: „Gottesvergiftung“, in meinen Augen eine schonungslose Abrechnung mit einer fundamental-christlichen Erziehung, welche das ganze Folterarsenal seelischer Grausamkeiten, Vernichtungsdrohungen und unerreichbarer, weil überidealisierter Menschen- und Gottesbilder aufweist. Unbedingt lesenswert!
Zitat:
„Sam Harris geht soweit zu verkünden, dass der Glaube mit Gewalt ausgemerzt werden müsse, und er bekräftigt: Einige Behauptungen sind so gefährlich, dass es ethisch verantwortbar sein könnte, „Menschen, die an sie glauben, zu töten“.
Der klassische Fall: Hier wird pars pro toto Sam Harris als Speerspitze der Meinung a-theistisch denkender Menschen genommen, seine zugegebenermaßen fragwürdige These in Punkto Gewalt als die Meinung aller Atheisten hingestellt. „Seht, so sind sie alle, die Gottlosen.“
Zitat:
„ZENIT: Wie steht es mit der Atheismus-Kritik an der Religion und der moralischen Besserung? Es ist ja wohl klar, dass die Religion nicht garantiert, dass eine Person sittlich gut ist.
Pater Williams: Da haben Sie recht. Aber unsere atheistischen Freunde gehen einen Schritt weiter. Sie ziehen in Zweifel, dass die Religion den Menschen überhaupt dabei hilft, sich zu bessern. Gute Menschen – Hitchens nimmt Martin Luther King Jr. als Beispiel – sind in ihren Augen trotz ihrer Religion und nicht wegen ihr gut. Die Atheisten erkennen nur Beispiele an, bei denen Menschen im Namen der Religion Böses tun, und übersehen vollkommen das unermesslich viele Gute, das von der Religion bewirkt wird, sowohl im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Bereich.“
Eine ähnliche Verfahrensweise in der Argumentation trifft hier wohl auch auf den Pater zu. Auch hier vermisse ich eine differenzierte Argumentation, deren Fehlen der Pater seinerseits den Atheisten ankreidet, wenn sie nur Beispiele über die „bösen Gläubigen“ für ihre These heranziehen.
Es gibt in beiden Lagern – ich will es einmal bei dieser vereinfachenden Systematik belassen – „Gutes“ und „Böses“, es will mir scheinen, dass dies menschliche Kategorien und damit Beurteilungen über menschlich, allzu menschliche Verhaltensweisen sind.
Zitat:
„ZENIT: Könnten Sie ein konkretes Beispiel nennen?
Pater Williams: Lassen Sie mich gerade einmal meine persönliche Erfahrung anführen. Ich kenne buchstäblich Hunderte von Menschen, die ihr Leben dank einer religiösen Bekehrung von Grund auf geändert haben. Ich kenne Männer und Frauen, die treue Eheleute geworden sind, die hartnäckige, schier unausrottbar scheinende Laster überwunden und gelernt haben, verantwortungsvolle Bürger zu werden, weil sie Gott in ihrem Leben entdeckt haben.“
Wunderbar! Wollen wir hoffen, dass diese Menschen, weil sie einen Sinn für ihr Leben gefunden haben, auch künftig verantwortungsvolle Bürger sind. Über die anderen Aspekte ihrer persönliche Lebensgestaltung erlaube ich mir kein moralisierendes Urteil.
Zitat:
„Wir wollen den Spieß einmal umdrehen: Wie viele Menschen kennen diejenigen, die Alkoholismus oder Pornographie-Sucht überwunden haben, die aufgehört haben, ihren Ehepartner zu betrügen, oder die fürsorglichere und hingebungsvolle Eltern geworden sind, weil sie den Atheismus entdeckt haben? Das kommt einfach nicht vor. Der Atheismus bietet keinen Ansporn, besser oder weniger egoistisch zu werden.“
Alkoholismus ist eine schlimme Geißel für jeden, der davon betroffen ist. Ich habe in meinem früheren sehr religiösen Umfeld so einige kennengelernt, die trotz Gottesglauben diese verhängnisvolle Krankheit nicht besiegen konnten.
Das andere sind wieder Fragen der persönlichen Lebensführung, die nur die darin involvierten Partner etwas angehen und die sie als erwachsene, verantwortliche Personen selbst regeln müssen. Ich maße mir darüber kein Urteil an.
Zitat:
„Pater Williams: Alle uns zur Verfügung stehenden statistischen Daten zeigen dasselbe Ergebnis. Schauen Sie auf die jüngsten Studien hinsichtlich der Großzügigkeit der Menschen, wenn es darum geht, für Hilfswerke zu spenden oder freiwillige Dienste zu leisten. Hier übertreffen die Gläubigen die Nichtglaubenden eindeutig.
Lassen wir konkrete Zahlen sprechen: Eine Studie des „Roper Center for Public Opinion Research“, die 2000 Personen erfasst, ermittelte, dass praktizierende Gläubige durchschnittlich 2.210 Dollar pro Jahr spenden, während Nichtglaubende bloß 642 Dollar aufbringen. Gläubige leisten auch viel mehr freiwillige Dienste in ihrer Freizeit als die ungläubigen Vergleichspersonen.“
Was will uns der Pater damit sagen? Etwa, dass Gläubige die besseren Menschen seien? Möglicherweise kennen wir die wahren Beweggründe ja nicht, warum die Leute in den Kirchen Geld in den Klingelbeutel tun; ich wage zu bestreiten, dass hier immer humanistische Motive im Spiele sind…
Zitat:
„Wir müssen auch daran denken, dass es die christliche Kirche war und nicht die säkularen Humanisten, die Schulen für die Armen, Waisenhäuser, Hospitäler, Suppenküchen, Lazarette, Hospize und zahllose andere Werke der Wohltätigkeit gründete.“
Jaaa, gääähn, das haben wir schon viele Male gehört und gelesen. Wer hat denn die größeren materiellen Resourcen über all die Jahrtausende ansammeln können? Und außerdem lässt sich Vater Staat in Sachen Kirchenunterstützung auch nicht lumpen…
Zitat:
„ZENIT: Wie steht es mit der angeblichen Feindseligkeit der Religion gegenüber der Wissenschaft?
Pater Williams: Die Geschichtswissenschaft sagt da etwas ganz Anderes, dass nämlich die Naturwissenschaft aus dem fruchtbaren Boden der christlichen Kultur herausgewachsen ist. Die katholische Kirche im Besonderen war in der vordersten Linie der naturwissenschaftlichen Forschungen und ihr Mäzen, so wie sie es auch für die Geisteswissenschaften war. Einige der größten Wissenschaftler der Geschichte – Newton, Pasteur, Galilei, Lavoisier, Kepler, Kopernikus, Faraday, Maxwell, Bernhard von Clairvaux (als Gründer des Zisterzienserordens) und Heisenberg – sie alle waren Christen. Und Gregor Mendel, der Vater der modernen Genetik, war katholischer Priester. Speziell der Jesuitenorden stand an der Spitze der naturwissenschaftlichen Studien.“
Kein Wort zu denjenigen Wissenschaftlern, die das geozentristische Weltbild der Kirche in Frage stellten und denen dies zum Verhängnis wurde…
„ZENIT: Wie parieren Sie die Angriffe der Atheisten auf das Christentum?
Pater Williams: Besonders frustrierend an diesen Autoren ist die Art, wie sie alle Religionen in etwas Amorphes verschwimmen lassen, so als ob es keinen Unterschied gäbe etwa zwischen franziskanischen Mönchen und islamistischen Selbstmordattentätern.“
Ja es gibt da eine Unterschied: den der Zeitepochen.
Zitat:
„Pater Williams: Keiner kann aus eigener Erfahrung verifizieren, dass ein Mann Namens Jesus tatsächlich vor 20 Jahrhunderten in Palästina gelebt hat. Aber das könnte man von jedem historischen Ereignis sagen, da ja die Geschichte als Wissenschaft auf Vertrauen gegründet ist.“
Ich habe mehr Vertrauen zu akribisch grabenden Archäologen, die anschließend das tatsächlich vorgefundene Material analysieren, als zu einer ominösen Fangemeinde, die mündlich überlieferte Geschichtchen von einem Wunderheiler schriftlich niederlegt und die am Ende eines über 4 Jahrhunderte währenden Diskussionsprozesses darüber abstimmt, welche dieser Geschichten denn nun authentisch sei.
Zitat:
„Alles, was wir über die Vergangenheit wissen, ist an uns als eine Überlieferung weitergegeben worden, die wir im Vertrauen auf das Zeugnis anderer annehmen. Die Existenz eines Sokrates, eines Julius Cäsar, eines Dschingis Kahn und Abraham Lincoln wird von historischem Beweismaterial – Dokumenten und Zeugnissen – gestützt, aber auch nicht mehr, als das bei Jesus Christus der Fall ist.
…
Die Existenz Jesu zu leugnen ist nicht das Ergebnis einer objektiven Gelehrsamkeit, sondern das Ergebnis einer ideologischen Agenda.“
Sind über Sokrates, Julius Cäsar, Dschingis Khan und Abraham Lincoln auch Wunderdinge in vergleichbarer Zahl überliefert? Hatte einer der Genannten an einer Auferstehung teil? Oder haben sie mit fünf Fischen und einigen Broten (oder war es umgekehrt?) auf einmal 5000 Personen (oder waren es vielleicht noch mehr?) gespeist? Wer folgt hier eigentlich „einer ideologischen Agenda?
Zitat:
„ZENIT: Wäre es nicht besser, mit diesen Atheisten in einer mehr seelsorglichen Art umzugehen, als eine Widerlegung ihrer Theorien zu schreiben?“
Oh nein, besser nicht…!
Zitat:
„Pater Williams: Ich stimme dem zu, dass Christen auf diese Menschen zugehen und sie mit echter christlicher Liebe behandeln müssen. Jesus ist für einen jeden von ihnen gestorben, und er liebt sie so, wie er sie und mich liebt.“
Wer kann Glaubenbekenntnisse widerlegen, wer will das?
Zitat:
„Gleichzeitig aber muss man sich mit den Ideen, die sie entwickeln, mit klaren Argumenten auseinandersetzen, weil sie bei vielen Menschen Verwirrung schaffen.“
Und Verwirrung über den „rechten Weg“ ist von Übel.
Zitat:
„Der heilige Petrus ermahnte die ersten Christen: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ Und er fügte noch hinzu: „Aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig“ (1 Petr 3,15-16). Das ist meine Absicht.“
Nun wird die Absicht vollends klar und wir sind verstimmt…
Juli 11, 2008 um 2:50
Die Neoreligiösen sind im Kommen. Aber Atheisten machen auch nicht alles richtig …
Juli 11, 2008 um 2:50
Alles wird gut. Die Atheisten sind die bösen. Und wir verbreiten Lügen.
Wer heute noch als aufgeklärter Mensch daran glaubt, dass Jesus aus einer jungfräulichen Empfängnis entstanden ist und etliche Wunder vollbracht hat, ignoriert jedes durch FORSCHUNG erlangtes Wissen. Ammenmärchen? Das ist Religion. Es ist wie mit dem Fisch der immer größer wird desto mehr Menschen davon erzählen.
Soll der gute Mann doch behaupten was er will. Ich glaube es ihm nicht. Ich glaube gar nicht. Und bis heute lebe ich damit doch ganz gut.
Juli 11, 2008 um 10:06
“Die Existenz eines Sokrates, eines Julius Cäsar, eines Dschingis Kahn und Abraham Lincoln wird von historischem Beweismaterial – Dokumenten und Zeugnissen – gestützt, aber auch nicht mehr, als das bei Jesus Christus der Fall ist.”
Bei allen angeführten Persönlichkeiten gibt es zeitgenössische Dokumente für ihr Wirken, auch und gerade von ihren Gegnern – während alle Hinweise auf das Leben Jesu von Menschen stammen, die selbst frühe Christen waren, die ihn nicht persönlich kannten (Paulus) und sogar, wie die Evangelisten, keine unmittelbaren Zeitgenossen waren. Die berühmten zwei Textstellen bei Flavius Josephus, die als außerbilblische Zeugnisse der Existenz Jesus gesehen wurden, sind entweder eine christliche Einfügung (und daher nicht original von Josephus), oder, wenn man großzügig ist, eine von christlichen Kopisten ausgeschmückte Version eines kürzeren Originals von Josephus.
Juli 11, 2008 um 9:57
Es ist immer wieder interessant, mit welcher Unverfrorenheit die Klerikalen ihre Pfründe verteidigen. Das Schlimme ist, auch noch wohlwissend welchen Bockmist sie dabei verbreiten.
Noch interessanter, dass es so viele Leute gibt die wieder und wieder darauf reinfallen.
Erstaunlich auch, dass sich ein angeblich allmächtiger Gott so widerstandslos, über Jahrtausende hin, von “seinen Nutzniesern” so schamlos missbrauchen läßt.
Juli 11, 2008 um 9:56
Soviel schon mal vorab:
Ich finde es geradezu dreist, Keppler, Kopernikus, Galilei sozusagen als Kronzeugen dafür aufzurufen, dass die Kirche nicht wissenschaftsfeindlich sei.
Ist denn der Mann von allen guten historischen Geistern verlassen?
Juli 11, 2008 um 9:15
‘ Das Problem ist, dass die meisten Leute nur die eine Seite der Geschichte hören. Sie werden durch die atheistischen Argumente indoktriniert, ohne je eine fundierte Erwiderung zu hören.”
Das sind wohl die ”lustigsten” Sätze die man in den letzten 2000 Jahren seitens eines Kirchenvertreters hören konnte. Auch wenn ich zugeben muss, dass in mindestens 1800 Jahren keiner dieser neuen atheistischen Autoren bei Veröffentlichung seines Buches viel zu lachen gehabt hätte. Aber wahrscheinlich wären diese Bücher nach kirchlicher Definition keine Wissenschaft und somit hätte unser Kirchenvertreter Recht: Wissenschaft wird nicht bekämpft.
Leider fehlt mir aber auch in diesem Interview die ”fundierte Erwiderung”.
”Einige der größten Wissenschaftler der Geschichte – Newton, Pasteur, Galilei, Lavoisier, Kepler, Kopernikus, Faraday, Maxwell, Bernhard von Clairvaux (als Gründer des Zisterzienserordens) und Heisenberg – sie alle waren Christen. Und Gregor Mendel, der Vater der modernen Genetik, war katholischer Priester.”
Hatten diese Leute zu ihrer Zeit eine Wahl? Ich sage: Alle übelsten Verbrecher (in Europa) der vergangenen Jahrhunderte waren Christen. Was ist damit jetzt Bewiesen? Auch hier von ”fundierter Erwiderung” weit und breit nichts zu sehen!
Grüße
Andreas A.
Juli 11, 2008 um 8:59
Der irrt, wenn er meint, dass Atheisten keine Ahnung von seiner Religion haben… ich kenne die Bibel weit besser als die Mehrzahl derer, die jeden Sonntag in die Kirche rennen.
Juli 11, 2008 um 7:52
Natürlich sieht der gute Pater alles durch seine religiöse Brille. Aber er hat insofern recht, dass auch viele Atheisten eine solche Brille aufhaben.
Der Kern ist aber die Frage nach der Existenz Gottes. Ohne die Existenz Gottes ist jede Religion eben nur Dampfgeplauder, unabhängig davon ob sie Gutes oder Böses tut.
Juli 11, 2008 um 6:17
Wie eigentlich immer kann man das kurz zusammenfassen:
Lügen für Jesus
Juli 11, 2008 um 4:03
Legionäre Christi: Atheisten verbreiten Ammenmärchen
Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.