Pro Reli = pro Privileg

idea.de

Quelle: idea.de

Von Karl Martin – evangelischer Pfarrer Berlin – Der Tagesspiegel

In den vergangenen Wochen ist der Eindruck entstanden, dass alle Evangelischen oder religiös Interessierten selbstverständlich für Pro Reli votieren würden. Das ist jedoch nicht zutreffend. Die Kirchen in Berlin werden zu Agitatoren einer Restauration

Als evangelischer Pfarrer bin ich zwar für Religion und freiwilligen Religionsunterricht, aber nicht für das Konzept der Initiative Pro Reli.

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„Der Islam gehört zu diesem Land“

FR/Mueller)

Ömer Özsoy (Bild: FR/Mueller)

Von Canan Topçu – FrankfurterRundschau

Professor Özsoy, in der Diskussion um den Islam hierzulande gibt es immer wieder auch Kritik an den Imamen. Es heißt, sie würden sich zu wenig in dieser Gesellschaft auskennen und die Integration verhindern. In Deutschland sind Imame auch als Seelsorger im Einsatz – was nicht ihre eigentliche Aufgabe ist, wenn ich Sie richtig verstehe.

Die Religionspraxis hat mit der jeweiligen Gesellschaft und den Bedürfnissen ihrer Mitglieder zu tun. Hier gibt es für Muslime keine andere theologische Infrastruktur. Daher übernehmen Imame die Aufgabe der theologischen Instanz und des Seelsorgers, wofür traditionell Muftis oder Qadis zuständig sind. Dass eine religiöse Instanz gesucht wird, hat damit zu tun, dass Gläubige die Antworten auf existentielle Fragen in der Religion suchen. Zudem vertrauen sie dem Imam und holen sich Rat bei ihm – zu religiösen und ganz anderen Fragen, wie etwa zu Erziehung oder bei Beziehungskonflikten. Sie gehen nicht zu einer Beratungsstelle, sondern zum Imam.

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Korrupte Medizin

TP

Quelle: TP

„Fast alle großen Pharmakonzerne sind notorische Gesetzesbrecher“

Der Journalist Hans Weiss hat sich für die Recherchen zu seinem neuesten Buch „Korrupte Medizin. Ärzte als Komplizen der Konzerne.“ getarnt als Pharma-Consultant auf Symposien und bei Arztbesuchen unter Medikamentenhersteller und Mediziner gemischt. Er ist dabei auf eine hohe Zahl von willfährigen Ärzten gestoßen, die sich für das nötige Kleingeld bedenkenlos für die Interessen der Pharma-Industrie einspannen lassen. Die Gesundheit der Patienten spielt hierbei eine beängstigend geringe Rolle. Telepolis sprach mit dem Autor über Praktiken und Folgen des Pharma-Lobbyismus in Deutschland.

Herr Weiss, haben Sie einen Überblick wie viele Menschen in Deutschland an Nebenwirkungen von Pharmaprodukten leiden und können Sie eine Einschätzung abgeben, wie viele Menschen an diesen Nebenwirkungen sterben?

Hans Weiss: Beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte werden jährlich 15.000 bis 17.000 schwere Arzneimittel-Nebenwirkungen gemeldet – davon verlaufen etwa 1.200 bis 1.400 tödlich. Allerdings werden viele Zwischenfälle gar nicht gemeldet. Professor Jürgen Frölich, klinischer Pharmakologe an der Universität Hannover, schätzt, dass in Deutschland jährlich mehr als 58.000 Menschen durch Nebenwirkungen von Medikamenten sterben.

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Mehr Sex – Gott sei’s gedankt!

Quelle. AMAZON

Quelle. AMAZON

von Willem Warnecke – literaturkritik.de

„Die offensichtliche Extravaganz religiöser Praktiken lässt sich streng nach den Begriffen der Evolutionsbiologie klären.“ Dies ist die These, die Daniel C. Dennett in seinem vor kurzem auch in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Den Bann brechen. Religion als natürliches Phänomen“ nachdrücklich und gewohnt selbstsicher vertritt. Wie Richard Dawkins in „Der Gotteswahn“ propagiert er einen weiteren Vorstoß naturalistischer Erklärungen: „Anthropologen und Religionshistoriker theoretisieren seit Generationen über Bedeutung und Funktion religiöser Rituale, wobei sie üblicherweise Scheuklappen aufhaben, die den Blick auf den evolutionären Hintergrund versperren.“ Dennetts Ansinnen ist ambitioniert, sucht er doch eine Institution, die von vielen zum Grundgerüst jeglicher menschlichen Kultur gezählt wird, als bloß einen von vielen evolutionären Auswüchsen zu entlarven und diese dabei auf das ihm gebührende Maß zurechtstutzen. Religiosität sei eben doch nur Mittel, nicht Selbstzweck.

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Huber: Kinder haben ein Recht auf religiöse Bildung

(epd). Nach Ansicht des EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber haben Kinder ein Recht auf religiöse Bildung. Da bereits Vorschulkinder ein eigenes Verständnis von Jesus entwickelt haben, bedürfe es einer religiösen Bildung schon im Elementarbereich, sagte Huber am Mittwoch in Bochum. Dies müsse auch für nicht-kirchliche Kindertagesstätten gelten. Dazu müssten die Träger und mit den Religionsgemeinschaften kooperieren. Der EKD-Ratsvorsitzende eröffnete an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe den neuen Studiengang „Elementarpädagogik“.

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Erlass 003 – Kinder wider Willen

reuters

Die Babystation ist überfüllt. Foto: reuters

Philippinische Mütter wollen Verhütungsmittel

zdf.de – auslandsjournal

Flora Bremon und ihr Mann Ernesto haben neun Kinder, zusammen leben sie im Armenviertel von Manila. 500 Pesos, das sind etwa acht Euro, bringt Ernesto jede Woche nach Hause. Das Geld reicht kaum zum Überleben. Verhütungsmittel können sie sich nicht leisten, so viele Kinder waren nicht geplant.

Drei Kinder kommen auf den Philippinen zur Welt – in jeder Minute. Die Geburtenrate liegt bei 3,32 Kindern pro Frau (Quelle: CIA-World-Factbook 2008), bei den Armen aber ist sie weitaus höher.

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Obama erzürnt den Vatikan

PA

Foto: PA

Von Financial Times Deutschland

Der neue US-Präsident macht sich nicht nur Freunde. Barack Obama hat der restriktiven Abtreibungspolitik seines Vorgängers ein Ende gesetzt. Damit provozierte er Kritik der katholischen Kirche: „Von allen Dingen, die er tun konnte, hat er das Schlechteste getan“, heißt es im Vatikan.

Obama hat eine Verordnung aufgehoben, die Finanzhilfen für internationale Organisationen untersagte, die Schwangerschaftsabbrüche unterstützen oder ausführen. Diese Verordnung habe „in den vergangenen acht Jahren Anstrengungen unterminiert, eine sichere und effektive Familienplanung in Entwicklungsländern zu fördern“, meinte Obama am Freitagabend (Ortszeit). Ausdrücklich wandte er sich gegen eine „Politisierung“ der Abtreibungsfrage.

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Das Inferno in Berlin.

lostmodern.net

Quelle: lostmodern.net

Von Hans H. Nibbrig Und Gilbert Schomaker – WELT ONLINE

Kompetenzgerangel, Personalmangel und die unübersichtliche autonome Szene erschweren die Ermittlungen

So hätten sich Lisa B. und Gyde S. ihren Start in Berlin nicht vorgestellt. Im August vergangenen Jahres kamen die beiden Jung-Medizinerinnen aus Hamburg spätabends mit ihrem Umzugswagen vor ihrer neuen Wohnung in Friedrichshain an. Ausgeladen wird erst morgen früh, beschlossen die Frauen, ein verheerender Fehler. Denn am nächsten Vormittag gab es nicht mehr allzu viel auszuladen. Unbekannte hatten das Fahrzeug in der Nacht angezündet, Möbel, Hausrat, persönliche Gegenstände, alles wurde ein Raub der Flammen.

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Die Sünde des Papstes

FR

Stefan Hebel Bild:FR

Stefan Hebel- FR Kommentar

Stellen wir uns vor, ein wichtiger muslimischer Vorbeter nähme einen wegen religiöser Meinungsverschiedenheiten ausgeschlossenen Glaubensgenossen wieder auf. Stellen wir uns vor, dieser Mann erzählte kurz vor seiner Rückkehr folgendes: Hitler habe „allenfalls“ 200 000 oder 300 000 Juden umbringen lassen, und vergast worden sei schon mal gar keiner, denn Gaskammern habe es gar nicht gegeben. Stellen wir uns vor, der Vorbeter, der diesen Mann wieder aufnimmt, wäre ein bis dahin angesehener Deutscher. Stellen wir uns vor, er ließe verlauten, die Holocaust-Leugnung sei nicht so schön, habe aber mit der Wiederaufnahme in die religiöse Gemeinde nichts zu tun.

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Religionsunterricht an Schulen ist falsch

Religion ist das einzige Fach, in dem Meinungen als Wahrheiten verkauft werden

"Religion ist das einzige Fach, in dem Meinungen als Wahrheiten verkauft werden"

Von Alan PosenerWELT ONLINE

Was die Leute glauben, geht den Staat nichts an. An staatlichen Schulen hat Religionsunterricht deswegen nichts verloren. Außerdem ist Religion das einzige Schulfach, in dem Meinungen als Wahrheiten verkündet werden. Das Fach Ethik, in dem Religion und Demokratie vermitteln werden, ist die richtige Wahl.

Gegen den Religionsunterricht ist nichts einzuwenden. Dass er an staatlichen Schulen stattfinden soll, ist nicht einzusehen. Wenn Kinder „von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugt“ werden sollen (so beschreibt Lukas die Funktion seines Evangeliums), sollten die Religionsgemeinschaften das selbst übernehmen. Was die Leute glauben, geht den Staat nichts an.

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Offensive der Gottlosen

brightsblog

Quelle: brightsblog

nachrichten.ch von Patrick Etschmayer

Erst London, dann Barcelona und vielleicht auch bald in Italien, Kanada und Australien: Auf öffentlichen Verkehrsmitteln machen Atheisten- und Freidenker-Vereinigungen Werbung für die Idee einer Welt ohne Gott, Himmel und Hölle. Die Reaktionen darauf sind zum Teil heftig – es gingen bei der britischen Werbeaufsicht 326 Beschwerden ein, die allesamt abgelehnt wurden – fühlen sich doch viele Gläubige provoziert.

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Die Wiederkehr des verborgenen Imam

Die Massen such den verehrten Führer Chomeini zu erreichen

Ikonografie der Revolution


Von Christiane HoffmannFAZ.NET

Man schätzte die Menge auf sechs, vielleicht sogar sieben Millionen. Sie füllte alle Plätze und Zufahrtsstraßen zum Teheraner Flughafen. Sie säumte die Straße zum Friedhof Beheschte-Sahra, wo er als Erstes die Toten der bisherigen Kämpfe ehren wollte. Auf halbem Weg musste er den Hubschrauber nehmen, weil kein Durchkommen mehr war. Und als er später in die Stadt hineinfuhr, standen sie auf den Dächern ihrer Häuser und riefen: „Allahu-akbar. Chomeini ist unser Führer“ und „Chomeini, du bist meine Seele“. Nachts auf den Dächern der Häuser zu stehen war in den Monaten zuvor zu einem Ritual des Widerstands geworden. Nicht wenige waren überzeugt, dass dann in den Kratern und Hügellandschaften des Mondes das bärtige Antlitz des fernen Ajatollahs aufschien.

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Erbärmlicher Versager

Ob ihn solch Erbe erfreut?

Ob ihn solch Erbe erfreut?

Google entschärft „Bombe“

„Während der Geist des Wechsels durch Washington weht, scheinen einige Dinge sich nicht geändert zu haben“, leitet der Google-Entwickler Matt Cutts einen Blog-Eintrag ein. Er meint damit den „alten Online-Streich“ namens „Googlebombing“, der nun wieder aufgetaucht sei. Für kurze Zeit habe die Eingabe der Suchbegriffe „failure“ und „cheerful achievement“ die Biographie des neuen US-Präsidenten Barack Obama bei Google an erster Stelle der Suchergebnisse hervorgebracht. Doch dann habe Google einen Algorithmus angewandt, mit dem das Googlebombing entdeckt worden sei, berichtet Cutts. Nun zeigten Ergebnislisten nach Eingabe der betreffenden Suchbegriffe meistens Diskussionen und Berichte über das Googlebombing.

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„Die Türken verweigern sich eisern der Integration“

Die Bundesrepublik ist ein Einwanderungsland. Mittlerweile leben rund 15 Millionen Menschen in Deutschland, die aus anderen Ländern stammen. Viele davon sind gut integriert. Aber ein großer Teil driftet in Parallelgesellschaften ab. Besonders betroffen sind die türkischstämmigen Migranten.

Deutschland ist das Einwanderungsland Nummer Eins in Europa. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wahl Dodo des Monats Januar 2009

Holocaust-Leugner ist willkommen

Reuters)

Fällt einen umstrittenen Entscheid: Papst Benedikt XVI. (Bild: Reuters)

Papst rehabilitiert fundamentalistische Bischöfe

Exkommunizierungen aufgehoben – Auch Holocaustleugner profitiert

Papst Benedikt XVI. ist den Traditionalisten in der katholischen Kirche weiter entgegen gekommen. Er hob am Samstag die Exkommunizierung von vier Bischöfen auf, die vor 20 Jahren ohne päpstliche Zustimmung vom ultrakonservativen französischen Erzbischof Marcel Lefebvre geweiht wurden.(nzz-online)

Das Dekret des Papstes hebt die Exkommunikation der Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galaretta auf, die der Bruderschaft Pius X. mit Sitz in Ecône im Kanton Wallis angehören.

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Sonnensturm 2012 – Das Ende?!

NASA-Studie über soziale und ökonomische Auswirkungen einer Super-Sonneneruption

NASA/NOAA

Archiv: Solarer Flare der Klasse X9 am 5.12.2006 | Copyright: NASA/NOAA

Washington/ USA – Eine von der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA finanzierte Studie der National Academy of Sciences (NAS) hat die sozialen und ökonomischen Auswirkungen einer Super-Sonneneruption und dem darauf folgenden geomagnetischen Sonnensturm eruiert, wie Astro-Meteorologen sie für 2012 erwarten (…wir berichteten), wenn der aktuelle Sonnenfleckenzyklus voraussichtlich seinen Höhepunkt erreichen wird. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Kaum ein Aspekt unseres alltäglichen Lebens bleibt unberührt.

Der 132-seitige Bericht beschreibt dabei ausführlich, wie unsere moderne und hochtechnologisierte Welt von einem derartigen Ereignis beeinflusst werden könnte, sollte es sich mit der maximal zu erwartenden Kraft auswirken.

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Die päpstliche Stimme kennt keine Grenzen mehr

Der Vatikan sendet auf neuen Kanälen

Der Vatikan sendet auf neuen Kanälen

24. Januar 2009 Seit gestern verfügt der Vatikan über eine eigene Domäne beim Internetanbieter „YouTube“. Unter „Vaticanit“ haben Interessierte die Möglichkeit, Botschaften des Papstes, Ausschnitte von Gottesdiensten und andere Ereignisse aus dem Kirchenstaat in Kurzfilmchen frei aus dem Internet herunterzuladen.

Papst Benedikt XVI. verlas anlässlich des neuen Auftritts und des Welttages der Medien eine Erklärung, welche die Möglichkeiten der medialen Revolution der letzten Jahre ausdrücklich lobt. Das Internet, das für die Menschen der vorigen Generation noch unvorstellbar gewesen sei, bedeute eine „Gabe für die Menschheit.“ Der Papst bewunderte ausdrücklich die technologischen Möglichkeiten, mittels Handy, SMS oder Personalcomputer „die entferntesten und isoliertesten Winkel der Erde“ zu erreichen. Solche Möglichkeiten sollten vor allem den Bedürftigsten dienen.
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„Staat hat keine Deutungshoheit über Religion“

DDP

Der Ratsvorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, setzt sich für die Berliner Initiative "Pro Reli" ein,Foto: DDP

Von Matthias Kamann Welt online

Der Religionsunterricht in Berlin soll endlich den Status eines ordentlichen Unterrichtsfachs bekommen: Bischof Wolfgang Huber fordert auf WELT ONLINE dazu auf, in der Hauptstadt schnell ein Gesetz zu verabschieden. Zudem erklärt Huber, warum er sich bei Josef Ackermann entschuldigt hat.

WELT ONLINE: Herr Bischof, was hätten Berliner Kinder davon, wenn konfessioneller Religionsunterricht gleichberechtigtes Wahlpflichtfach neben Ethik würde?

Bischof Wolfgang Huber: Die Schülerinnen und Schüler können sich mit der Sprache eines Glaubens intensiver beschäftigen, bekommen ein Verständnis für die Prägekraft des Christentums in unserer Kultur und sind herausgefordert, sich damit so auseinanderzusetzen, dass sie Stellung nehmen können. So wird der Unterricht zur religiösen und ethischen Orientierung besser, die Dialog- und Gesprächsfähigkeit wird wachsen.

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Aufstehen zum Gebet!

hpd.de

Quelle:hpd.de

(hpd)In der DDR war es Sitte, dass die Schüler der unteren Klassen den Tag mit einem Gruß begannen. Der Lehrer sagte: „Seid bereit!“, die Klasse antwortete im Chor: „Immer bereit!“ Nun ist dies Geschichte, aber eben nur das. In Deutschland gibt es keine Diktatur des Proletariats, hier gilt in vielen Schulen die „Christliche Meinungsfreiheit“.

Ein Kommentar von Thomas Häntsch

Just als sich in Berlin die Initiative Pro – Reli für den Religionsunterricht stark macht, erscheint die Meldung in der „Rheinischen Post“, dass einige hundert Kilometer von der Hauptstadt entfernt, in Korschenbroich (NRW), für das Beten vor dem Schulunterricht gestritten wird. Eine Familie beschwerte sich beim Schulamt über dieses Gebaren, sie wollte nicht, dass ihr Kind daran teilnehmen muss.
An dieser Stelle ist anerkennend hervorzuheben, dass vom zuständigen Schulamt das Beten zunächst untersagt wurde – nicht nur eine mutige Anordnung, sondern auch ein Schritt, der in Richtung der Trennung von Staat und Kirche weist. Aber der Landtagsabgeordnete Lutz Lienenkämper beschwert sich bei Ministerin Sommer, die dann auch prompt reagierte.

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Blasphemie in der Kunst:

chaoscantina.wordpress.com

Quelle:chaoscantina.wordpress.com

Wie soll man damit umgehen?

Podiumsgespräch mit Bischof Krätzl beim Symposion „Ritual.Macht.Blasphemie. Kunst und Katholizismus in Österreich seit 1945″ – Grenze dort ziehen, wo religiöses Empfinden einer großen Mehrheit verletzt wird.

kathweb.at

Wie soll die Kirche bei Fällen von tatsächlicher oder vermeintlicher Blasphemie im künstlerischen Schaffen reagieren? Der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl sagte bei der Abschlussdiskussion des Symposions „Ritual.Macht.Blasphemie. Kunst und Katholizismus in Österreich seit 1945″, bei Anlassfällen gebe meist unterschiedliche Sichtweisen auch in der Kirche. Katholische Intellektuelle würden an vielem keinen Anstoß nehmen, was für viele andere gläubige Menschen „zutiefst kränkend“ sei. „Tun wir nichts, heißt es, ihr lasst euch alles gefallen“, umschrieb Krätzl die Lage der Bischöfe. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wer sind die säkularen Organisationen?

hpd.de

Quelle:hpd.de

(hpd) Die „Humanistische Akademie Berlin“ (HAB) schlägt vor, das vor zehn Jahren vergeblich gestartete „Handbuch“-Projekt erneut aufzulegen, diesmal unter dem Titel „Handbuch säkularer Organisationen“. Aktuelle Erfordernisse bedingen eine Dokumentation des Bestands an säkularen Verbänden in Deutschland mit ihren Adressen, Zielen und Personen. Eine objektive Bestandsaufnahme sollte allgemein zur Verfügung gestellt werden und inhaltlichen Analysen vorausgehen, die sicher zu unterschiedlichen Befunden kommen, je nach Verbandsherkunft, -mitgliedschaft und -perspektive.

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(C)SPD

noch-SPD.de

Quelle: noch-SPD.de

Arbeitskreis Christinnen und Christen in der SPD: Wir brauchen eine vernünftige Lösung

pressrelations.de

Zum Volksbegehren „Pro Reli“ erklären die Sprecherin und die Sprecher des Arbeitskreises Christinnen und Christen in der SPD, Kerstin Griese, Benno Haunhorst, Dietmar Kehlbreier und Wolfgang Thierse:

Wir begrüßen den ersten Erfolg des Volksbegehrens der Initiative „Pro Reli“ für einen Wahlpflichtbereich Ethik/Religion an Berliner Schulen. Wir halten die angestrebte Gleichstellung des bislang freiwilligen Religionsunterrichts mit dem Pflichtfach Ethik für richtig und unverzichtbar. Inzwischen sind offensichtlich genügend Unterschriften gesammelt worden, um einen Volksentscheid durchzuführen.

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Natur oder Kultur?

sz.de

Quelle: sz.de

Prof. Axel Meyer, Ph.,D., Evolutionsbiologe Universität Konstanz und Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin

Die Debatte um die relative Macht von Genen und Kultur ist ein Dauerthema der Wissenschaft, auch hier am Wissenschaftskolleg in Berlin. Mehr oder weniger explizit wird in Seminaren und am Mittagstisch diskutiert, was das Verhalten des Menschen stärker steuert.

Am Wissenschaftskolleg treffen Vertreter zweier sehr unterschiedlicher Perspektiven und Denkwelten aufeinander. Schließlich leben hier zwei Typen von Wissenschaftlern zusammen, die sich sonst meist nur in der Universitätsmensa oder in Kommissionen treffen und sich oft mit Verwunderung und Staunen, aber nur selten mit Verständnis begegnen.

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Der Kampf ums Dasein und andere Mythen

Naturkundemuseum Berlin

Quelle:Naturkundemuseum Berlin

Bas Kast - Der Tagesspiegel

Noch immer wird Darwins Theorie missverstanden. Die größten Irrtümer:

1. Wir sind ein pures Zufallsprodukt

Laut Evolutionstheorie, so lautet ein weitverbreitetes Vorurteil, sind die Arten, Mensch inklusive, das Produkt eines Zufallsprozesses. Was sofort Fragen nach sich zieht: Wie können derart komplexe Organismen und Strukturen – ein Auge, Gehirn und so weiter – das Werk rein zufälliger Vorgänge sein? Fegt ein Wirbelwind über Tausende von Einzelbauteilen hinweg, entsteht daraus ja auch nicht zufällig eine Boeing 747! Tatsache ist, dass Zufallsprozesse in der Evolution zwar eine große Rolle spielen, nicht aber die „treibende Kraft“ darstellen, die die Arten hervorgebracht hat. Diese Kraft lautet: natürliche Auslese, und sie ist alles andere als zufällig, ja sogar das genaue Gegenteil. Dass es so etwas wie eine Evolution gibt, war auch nicht Darwins entscheidender Gedanke, diese Idee hatten einige andere schon vor ihm gehabt. Es war der Mechanismus der Evolution, die natürliche Auslese in Kombination mit dem Prinzip der Erblichkeit, die Darwins entscheidenden Geniestreich darstellt: Verschiedene Exemplare einer Art können sich aufgrund ihrer erblichen Anlagen zufällig unterscheiden. Dann endet der Zufall und die Exemplare, die am besten an die Umwelt angepasst sind, schaffen es zu überleben und ihr Erbe an die nächste Generation weiterzugeben.

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Irrationale Sinnsuche

Isopix/bildstelle

HINWENDUNG: Eine junge Frau vor einem Kruzifix im Gebet versunken. Foto: Isopix/bildstelle

Heilendes Ritual

Wer religiös suchende Zeitgenossen erreichen will, muss das binnenkirchliche Milieu verbürgerlichter Pfarrgemeinden verlassen und auf Missionsreise gehen.
VON PAUL M. ZULEHNERmerkur.de

Es ist nicht einfach so, dass nun alle modernen Menschen spirituell geworden wären, doch die „spirituellen Wanderer“ (Christoph Bochinger) mehren sich. Eine spirituelle Dynamik hat just säkulare Kulturen vor allem in den Großstädten und in der Bildungselite erfasst. Das spirituelle Feld wächst also in einigen Milieus. Zugleich schrumpft das kirchliche Feld. Oft wird freilich übersehen, dass gleichzeitig das atheisierende Feld wächst. Viele Zeitgenossen sind, so die Studie der Identity Foundation 2006, „unbekümmerte Alltagspragmatiker“: Ihnen reicht es, solange sie gesund sind und in der Welt Frieden herrscht, zu lieben und zu arbeiten. Dazu kommt ein sich neu formierender aggressiver Neoatheismus (dafür stehen Namen wie Richard Dawkins, Christopher Hitchens und Michel Onfray).

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Kreationismus – auch in Europa eine Gefahr

idw

Quelle: idw

Ole Lünnemann, Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Dortmund

Kreationismus – die Ablehnung zentraler wissenschaftlicher Grundaussagen der Evolutionstheorie ist kein rein US-amerikanisches Problem Auch in den europäischen Ländern lässt sich zunehmend Skepsis gegenüber der Evolutions- und der Wissenschaftstheorie nachweisen. Die Fachgruppe Biologie und ihre Didaktik an der TU Dortmund hat, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), zu diesem Themenkomplex am 20. Februar eine internationale Fachtagung organisiert.

Darwin und das Design

Marcus Franz ist Facharzt für Innere Medizin in Wien.

Marcus Franz ist Facharzt für Innere Medizin in Wien.

Marcus Franz – Wiener Zeitung

Die Diskussionen über die Evolutionstheorie und das christliche Denkmodell des „Intelligent Design“ sowie die Debatten darüber, ob es den göttlichen Zündungsfunken bei der Lebensentstehung und eine steuernde Kraft hinter der Evolution nun gibt oder nicht, sind zumeist nur redundante Streitereien.

Schon die Sprachbegriffe „Glaube“ und „Wissenschaft“ legen nämlich fest, um welche im Prinzip nicht verhandelbaren Entitäten es hier geht: Im Glauben manifestiert sich die religiöse Hoffnung auf die Existenz eines göttlichen Wesens, in der Wissenschaft erkennen wir die durch nachweisliche Fakten erklärbaren Dinglichkeiten des Daseins. Soll man deswegen nun aufhören, diese Fragen des Lebens zu diskutieren? Zweifellos nicht.

Eine Diskussion wird zwangsläufig ergebnislos bleiben, wenn die Bornierten unter den Diskutanten die Denkweisen der Gegenseite ablehnen. Und, wohlgemerkt, in der Intelligent-Design-Debatte sind gar nicht wenige Wissenschafter die Engstirnigen: Wenn Wissenschafter die mögliche Existenz eines Intelligent Designers kategorisch negieren, dann entbehrt diese Ablehnung jeder rationalen Grundlage. Niemand hat jemals wissenschaftlich bewiesen, dass es keinen solchen Designer gibt. Freilich kann man als Wissenschafter aber die Theorie vertreten, dass es keinen Gott gibt.

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Können Gene kooperieren?

Schematische Darstellung eines Gens auf einem DNA-Strang. Der Abschnitt der Doppelhelix auf der DNA zeigt ein eukaryotisches Gen, das Introns und Exons enthält, und im Hintergrund den zu einem Chromosom kondensierten DNA-Strang. Exons und Introns umfassen weit mehr Basenpaare als im Bild angedeutet. „Gene“ ist die englische Bezeichnung für Gen, meint also die Einzahl.

Schematische Darstellung eines Gens auf einem DNA-Strang. Der Abschnitt der Doppelhelix auf der DNA zeigt ein eukaryotisches Gen, das Introns und Exons enthält, und im Hintergrund den zu einem Chromosom kondensierten DNA-Strang. Exons und Introns umfassen weit mehr Basenpaare als im Bild angedeutet. „Gene“ ist die englische Bezeichnung für Gen, meint also die Einzahl.Quelle: wikipedia

MediaBase, Prof. Axel Meyer, Ph.,D., Evolutionsbiologe, Universität Konstanz

Kaum hat das Darwin-Jahr so richtig begonnen, hat es auch schon seine erste handfeste Kontroverse: Der Neurobiologe Joachim Bauer will „darwinistische Dogmen“ verabschieden.

Jubiläen sind zum Streiten da, nicht zum Feiern. Gerade eben hat das
Darwin-Jahr begonnen, schon geraten sich zwei deutsche Wissenschafter heftig in die Haare. Stein des Anstoßes ist das wissenschaftliche Sachbuch „Das kooperative Gen„. Abschied vom Darwinismus  des Freiburger Mediziners und Neurobiologen Joachim Bauer. Das Buch erschien im Herbst, wurde meist sehr freundlich besprochen und verkauft sich dazu noch sehr gut.

Sehr zum Ärger des Konstanzer Evolutionsbiologen Axel Meyer. Der Titel seiner als Rezension getarnten Polemik (erschien am 4. Dezember im deutschen Handelsblatt). „Dummes Zeug über Darwin“ war noch das Freundlichste, was er über Bauers Buch zu sagen hatte. Meyer ortet „tiefstes Unverständnis und oberflächlich angelesenes Halbwissen“, Bauer würde bei ihm durch die Prüfung rasseln.

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amnesia catholica tempora

st-paul-strullendorf.de

Quelle:st-paul-strullendorf.de

Zehn Fälle des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen legt die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen Bamberger Domkapitular Otto Münkemer zur Last, nachdem sie nun ihre Ermittlungen gegen den Geistlichen abgeschlossen hat. Anklage wird nicht erhoben werden: Alle Straftaten sind verjährt.

Der Priester hat einen guten Leumund, zumindestens bei etlichen Katholiken in Ansbach, wo Münkemer als Gemeindepfarrer und Regionaldekan tätig war. Sexuelle Übergriffe auf Kinder? Schwer vorstellbar, meinen die Einen und doch hat es sie gegeben. Vor der Ansbacher Zeit. Münkemer war von 1978 bis 1984 Präfekt und danach Direktor des Knabeninternats Ottonianum in Bamberg.

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Gegen alle Teufel

Die Geschichte des Kampfes zwischen Politik und Religion von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart (Gebundene Ausgabe) von Michael Burleigh (Autor), Klaus Binder (Übersetzer), Bernd Leineweber (Übersetzer)

Irdische Mächte, göttliches Heil: Die Geschichte des Kampfes zwischen Politik und Religion von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart (Gebundene Ausgabe) von Michael Burleigh (Autor), Klaus Binder (Übersetzer), Bernd Leineweber (Übersetzer)

Michael SalewskiFAZ.NET

Auch Staaten und Gesellschaften leben nicht vom Brot allein. Über den untrennbaren Zusammenhang zwischen dem Politischen und dem Spirituellen ist schon so viel gesagt worden, dass man mit Verwunderung einen zweiteiligen Wälzer zur Hand nimmt, in dem dies noch einmal in breiter Ausführlichkeit geschildert wird. Es ist eine Urfrage der Geisteswissenschaften: War zuerst die Religion oder die Politik? Sicher ist, dass es eine religionsfreie Gesellschaft nie gegeben hat und so wenig geben wird wie Engel mit Flügeln, Teufel mit Schwänzen oder das Einhorn. Das gilt auch und gerade für jene, die das Religiöse geleugnet haben. Man kann sagen: je rabiater, desto religiöser. Protest? Dann ließe sich sagen: nun gut, ideologischer. Heißt das, es gibt nur „Religion“ und nicht Christentum, Islam, Buddhismus, Judentum und so weiter? An diesem Punkt lässt der Autor die Katze aus dem Sack: Religion ist das katholische und evangelische Christentum. Mit erstaunlichem Nachdruck erteilt er allen anderen religiösen Konstrukten (teils mit Ausnahme des jüdischen) eine schneidende Abfuhr.

Das Christentum war nie gut. Aber alles andere war schlechter. Das Christentum war Steinbruch für alle ideologischen Verstiegenheiten dieser Welt. Immer wieder hat es versucht, die Menschheit zu bessern – angefangen von den Päpsten bis zu den Arbeiterpriestern in den Londoner Slums. Was wäre Europa ohne die christlich motivierte Sozialpolitik!

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Liberal verliebte Teenies

Amerika hat ja bald einen neuen Präsidenten, im Vorfeld der Amtseinführung tut sich einiges. Im Film zu sehen, ein Republikaner aus Georgia salbt mit zwei Klerikern die Tür, welche Obama durchschreiten muß, wenn er seinen Amtseid ablegt. Dieses Land scheint, bis auf wenige Ausnahmen eine Klapsmühle zu sein.

Der Clip ist langweilig und nervtötend, aber signifikant für einen fundamentalen Gottesstaat wie die USA.

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Allah im Unterricht

AP)

Pilger in Mekka - immer häufiger gibt es auch muslimischen Unterricht an deutschen Schulen (Bild: AP)

Erfahrungen an niedersächsischen Schulen

Von Ita Niehaus Deutschlandradio Kultur

Bis vor einigen Jahren mussten die rund 750.000 muslimischen Schülerinnen und Schüler bundesweit das Klassenzimmer verlassen, wenn für die christlichen Schüler „Gott“ auf dem Stundenplan stand. Nur an Koranschulen wurden sie in ihrem Glauben unterrichtet. Immer mehr staatliche Schulen bieten nun auch muslimischen Kindern Religionsunterricht an. In Niedersachsen gibt es schon seit über fünf Jahren Islamunterricht an Grundschulen.

Begrüßungslied:
„Guten Morgen, good morning.. merhaba … namasti“

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Das Rätsel der Vererbung

Wikipedia

August Weismann,Ernst Mayr stuft ihn als den bedeutendsten Evolutionstheoretiker des 19. Jahrhunderts nach Charles Darwin ein. Quelle: Wikipedia

Vor 175 Jahren wurde der deutsche Zoologe August Weismann geboren
Von Martin Koch - ND

In Unkenntnis dessen, was wir heute Genetik nennen, haben Naturforscher im 19. Jahrhundert verschiedene Theorien zur Erklärung der Vererbung entwickelt. Selbst der gründliche Charles Darwin ließ sich, als er 1868 seine Pangenesis-Hypothese formulierte, zu folgender Spekulation hinreißen: Alle Zellen des Körpers sondern winzige Partikel ab, die über den Blutkreislauf in die Keimzellen und von hier aus in die nächste Generation gelangen. Da diese Partikel durch Umwelteinflüsse modifiziert werden können, etwa durch den Gebrauch oder Nichtgebrauch der Organe, aus denen sie stammen, besteht die Möglichkeit, dass individuell erworbene Körpereigenschaften von einer Generation auf die nächste übergehen.

Einige Berichte aus jener Zeit schienen Darwins Annahme zu bestätigen. Ernst Haeckel zum Beispiel schrieb, dass einem Stier in Jena durch ein schweres Scheunentor der Schwanz abgequetscht worden sei, woraufhin das Tier nur noch schwanzlose Kälber gezeugt habe. Es gab indes auch Forscher, die wie der deutsche Zoologe August Weismann am Wahrheitsgehalt solcher Geschichten zweifelten und eine Vererbung erworbener Eigenschaften für ausgeschlossen hielten. Um seine Ablehnung empirisch zu erhärten, führte Weismann 1887 ein Experiment durch, welches ihm heute vermutlich viel Kritik einbringen würde:

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»Die Wissenschaft vom Lieben Gott«

MOLOsovskys Chronik

Quelle: MOLOsovskys Chronik

Otto Kallscheuer: »Die Wissenschaft vom Lieben Gott«

von molosovsky – Aus dem Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten

Was die für mich bisher und ansonsten vorzügliche Reihe »Die Andere Bibliothek« angeht, so dachte ich bis jüngst, dass es da weder Mittelmäßiges noch gar Schlechtes gäbe. Nun aber bin ich eines besseren belehrt worden, denn zur Jahreswende habe ich mir »Die Wissenschaft vom Lieben Gott« von Otto Kallscheuer (wenn auch nur als Taschenbuch) gegönnt.

Vergnügt hat mich das Buch schon, auch und gerade indem es mich uffgeregt und genervt hat. Kallscheuer babbelt die meiste Zeit derart flappsig und kalauernd daher, dass ich mich frug, ob ich es hier mit einem (Möchtegern-)Komiker zu tun hab. Den glaubensverteidigenden Humorleistungen eines G. K. Chesterton kann Kallschauer jedoch nicht das Wasser reichen und so wirkt die Witzischkeit von »Die Wissenschaft von Lieben Gott« desöfteren mehr wie aufgesetztes Ornament, nicht wie tragende Struktur. Die besteht leider aus jenem (für mich Ungläubigen mal zutiefst unheimlich, mal putzig anmutendem) kirrem, sturem und treuherzigem Postulieren von Absolutismen, also ›Überdrübergehtnixmehr‹-ismen, welche unter dem exotisch und ehrwürdig klingenden Namen Theologie angeredet werden dürfen.

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