»Ich rufe schon seit langem zum Boykott auf«

Evelyn Hecht-Galinski, Quelle:bsozd.com

Evelyn Hecht-Galinski, Quelle:bsozd.com

Der Zentralrat der Juden hat sich zum Sprachrohr der israelischen Regierung gemacht. Ein Gespräch mit Evelyn Hecht-Galinski

Interview: Peter WolterJunge Welt
Die Publizistin Evelyn Hecht-Galinski ist Tochter des früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Heinz Galinski
Ist es für Sie antisemitisch, zum Boykott israelischer Exportwaren aufzurufen, wie es Hermann Dierkes, der Duisburger OB-Kandidat der Linkspartei gemacht hat? Er ist am Donnerstag nach massiven Angriffen auch aus der eigenen Partei als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten.
Warum sollte das antisemitisch sein? Ich rufe schon seit langem dazu auf. Ein Boykott ist solange angebracht, wie Israel fremde Gebiete besetzt hält und zum Teil besiedelt, wie es UN-Beschlüsse mißachtet und wie es immer wieder Kriege gegen das palästinensische Volk anzettelt.
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Obskurantischer Glaubenskrieg „grenzwissenschaftlich“ betrachtet

Biblischer Schöpfungsgott (nach Michelangelo) und Charles Darwin im stillen Dialog (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Biblischer Schöpfungsgott (nach Michelangelo) und Charles Darwin im stillen Dialog (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

grenzwissenschaft-aktuell.de
Wer glaubt, der 200. Geburtstag Charles Darwins und das 150. Jubiläum der Veröffentlichung seines Hauptwerkes über „die Entstehung der Arten“ würde, wie zu erwarten, nur mit wissenschaftlicher Rationalität und Vernunft begangen, der irrt. Nicht nur fanatische Gegner der darwinistischen Evolutionstheorie bringen kreationistische Standpunkte in Position, auch angeblich so aufgeklärte Humanisten und Wissenschaftler liefern sich Fragwürdiges.

Neben einem hundsteuren Werbekrieg auf Englands öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen christlichen Organisationen und Atheisten (…wir berichteten 1, 2), wird auch in den öffentlichen Medien die Sprache merklich aggressiver, wenn die jeweilig gegenteiligen Positionen vertreten werden.

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Lectorium Rosicrucianum—weltablehnende Grundhaltung

Hermetisches Rosenkreuz des Golden Dawn, Quelle: wikipedia

Hermetisches Rosenkreuz des Golden Dawn, Quelle: wikipedia

Stadt öffnet Esoterikern Saal

Schwäbische Zeitung – online

In der Ravensburger Stadtbücherei vermutet man, wenn man an Veranstaltungen denkt: Vorträge zu aktuellen Themen, Lesungen aus allgemeinverständlicher Literatur. Derlei kann man dort auch finden. Nicht ganz ins Bild passt auf den ersten Blick der Vortrag der religiös-esoterischen Vereinigung Lectorium Rosicrucianum. Das Lectorium Rosicrucianum, Zentrum Ulm, begab sich am gestrigen Abend mit diesem Thema in den Kornhaussaal: die zwei Seelen im Menschen. In einem Ankündigungstext wird erläutert: Der Mensch wird gewöhnlich als ein Wesen gesehen, welches aus sinnesorganisch wahrnehmbaren Bestandteilen gebildet ist. Seiner Natur entsprechend, ist sein Lebensgang eine fortlaufende Gratwanderung zwischen Gut und Böse. Darüber hinaus kann man den Menschen auch als ein Wesen sehen, das aus dem Geist stammt und mit sinnensorganisch wahrnehmbaren Bestandteilen bekleidet ist. Nach Auskunft von Hansjörg Hemminger, Mitarbeiter des Evangelischen Gemeindedienstes, Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen, handelt es sich bei den Rosenkreuzern um eine Glaubensgemeinschaft, die esoterisches Gedankengut pflegt. Insofern ist es aus Sicht von Hemminger durchaus in Ordnung, wenn neutrale Räume, auch solche von Kommunen, an die Rosenkreuzer vermietet werden.

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Öffentlicher Streit um Evolutionstheorie

In den Niederlanden ist der seit langem schwelende Streit zwischen konservativen Christen und Anhängern der Evolutionstheorie nun öffentlich ausgebrochen. (Bild: ap)

In den Niederlanden ist der seit langem schwelende Streit zwischen konservativen Christen und Anhängern der Evolutionstheorie nun öffentlich ausgebrochen. (Bild: ap)

FR-online.de

Amsterdam. In den Niederlanden ist der seit langem schwelende Streit zwischen konservativen Christen und Anhängern der Evolutionstheorie nun öffentlich ausgebrochen. Anlass ist nach Medienberichten die Verteilung einer Broschüre durch 30 konservative christliche Organisationen an alle Haushalte des Königreichs, in der Darwins Abstammungslehre angegriffen wird.

Die Evolution sei nicht wissenschaftlich nachgewiesen, heißt es darin.  Führende Biologen haben hingegen kein Zweifel an der Evolutionstheorie.

Die massenhafte Verbreitung „religiöser Meinungen“ per Wurfsendung werde vielfach kritisiert, schrieb die Zeitung „De Telegraaf“.  Dagegen erklärte der Koordinator der Broschürenaktion, Kees van Helden, gerade im Darwin-Jahr müsse es erlaubt sein, „offene Fragen“ anzusprechen.

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Fakt: Denkstunde – Diskurs über die Krise

Marx

Allerorts rote Tücher. Als hätte es nie Marx gegeben.

Wir denken besser selber nach! Fehldiagnose führt zu Fehlbehandlung. Die Krise ist da. Und mit ihr das Heer der Heilkünstler. Den Finger besserwissend im Wind. Nun sind sie da, die Krise, ihre Symptome, die Heilkünstler und ihre vernebelnden

Erklärungsmodelle: Wie höre ich da hoch hüpfen, die Wissenden. Krisen kämen von Überproduktion, durch Verzocke, als allgemeine Krise des Kapitals oder als zyklische Krisen kapitalistischer Berg- und Talfahrt. Aus einer Enzyklopädie1 hole ich mir die Weltwirtschaftskrise: „Bezeichnung für eine heftige oder andauernde wirtschaftliche Krise, die nicht auf einen einzelnen Staat beschränkt bleibt, sondern zu einem umfassenden Zusammenbruch in allen Teilen der Weltwirtschaft führt. Gemeinhin wird mit dem Begriff Weltwirtschaftskrise jener Konjunktureinbruch bezeichnet, der in den Jahren 1929 bis 1933 die Weltwirtschaft in einem bis dahin nicht gekannten Ausmaß traf und zur größten wirtschaftlichen Katastrophe der Neuzeit wurde… Die Krise von 1929 bis 1933 betraf vor allem die USA und Deutschland. Ein unbändiger Konjunkturoptimismus und der Glauben an eine anhaltende Prosperität der amerikanischen Wirtschaft führte in den USA zu umfangreichen Aktienspekulationen (zwischen 1927 und 1929 verdoppelten sich die Aktienkurse). Am Freitag, dem 25. Oktober 1929, dem so genannten Schwarzen Freitag, kam es in New York zu massiven Kursstürzen und in der Folge zum Konjunktureinbruch. Liquiditätsschwierigkeiten sorgten für Kündigungen von Krediten in den USA und zu Rückrufen der nach Europa gegebenen, zumeist kurzfristigen Kredite. Davon war vor allem Deutschland betroffen, das sich – zur Erfüllung von Reparationsverbindlichkeiten und zur Modernisierung der durch Kriegs- und Nachkriegsereignisse entwerteten Produktionsanlagen -, im Ausland hoch verschuldet hatte. In Deutschland führte diese Entwicklung zu einer schweren Bankenkrise, zu zahlreichen Konkursen sowie zu Massenarbeitslosigkeit (1932 rund sechs Millionen)…“ und zum Friedenschaffen2.

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Die Hamas sendet über das TV Hass nach Europa

Senderlogo, Quelle: wikipedia

Senderlogo, Quelle: wikipedia

Eine neue Studie hat gezeigt, dass gerade junge Muslime in Deutschland von einem ausgeprägten Antisemitismus befallen sind. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass der Fernsehsender der Hamas „al-Aksa TV“ sein Propaganda-Programm bis in europäische Wohnzimmer sendet. Und seine Zielgruppe sind Kinder.

AOL-Nachrichten

Am vergangenen Montag wies der Vorsitzende der Grünen und EU-Parlamentarier, Cem Özdemir, bei der Präsentation einer Studie über Antisemitismus bei Muslimen in Deutschland darauf hin, dass dieser nicht unterschätzt werden dürfe.

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Mit Darwin gegen Determinismus

Prof. Dr. Oswald schwemmer, Quelle: philosophie.hu-berlin.de

Prof. Dr. Oswald Schwemmer, Quelle: philosophie.hu-berlin.de

Evolution ist überall

Von Oswald Schwemmersueddeutsche.de

Die Diskussion um die menschliche Freiheit schlägt immer wieder hohe Wellen. Auf der einen Seite finden wir die unverbrüchlich an die Freiheit Glaubenden, auf der anderen Seite die Deterministen. Auf der einen Seite hören wir den Hinweis auf unsere Erfahrung, auf der anderen die Berufung auf die Gesetze der Wissenschaften. „Alles, was geschieht – sei es in unserem Gehirn oder in einem weit entfernten Spiralnebel – hat eine Ursache. Gleiche Ursachen, gleiche Wirkungen.“ So etwa könnte man die „wissenschaftliche“ Weltsicht des Determinismus charakterisieren. So argumentieren etwa manche Hirnforscher.

Und Charles Darwin? Darwin spricht mit großer Selbstverständlichkeit (in seinem Werk „Die Abstammung des Menschen“ von 1871) von „Tätigkeiten, welche mit Hilfe des freien Willens ausgeführt werden“ und von der „freien Intelligenz“. Und er würde noch einen Schritt weitergehen und den Determinismus schon für das Verhalten der Tiere ablehnen. Zur Begründung führt er die Beobachtungen an, die er selbst oder seine Zeugen angestellt haben. Und noch einen Schritt weiter: Wie kann es eine Evolution geben, wenn gleiche Ursachen immer gleiche Wirkungen haben? Wie kann Neues entstehen und insbesondere Neues von höherer Komplexität?

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Wahl Dodo des Monats Februar 2009

Dodo des Monats Februar 2009

Dodo des Monats Februar 2009

Um den Dodo des Monats Februar 2009 bewerben sich folgende Kandidaten:

  1. Organisation des Rosenmontagzugs in Mainz ,„Ein Blick unter die katholische Burka“.
  2. Pius-Bruder Franz Schmidberger, „Der säkulare Staat ist ein großes Übel“
  3. Gerhard Maria Wagner, „Der Katholizismus ist heilbar“.
  4. Peter Strasser, „Stumpfsinnige Brights aus Deutschland“.
  5. Media Control, „Deutscher Medienpreis für den Dalai Lama“.

Abgestimmt werden kann bis zum 01. März 2009, 20:00 Uhr. Danach sind keine Stimmabgaben mehr möglich.  Der Preisträger wird am 02. März 2009 veröffentlicht.

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Petition: Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt!

Evolutionstag

Evolutionstag

Heute startet eine von der Giordano-Bruno-Stiftung initiierte Petition für die Einführung eines Evolutionstages als „konfessionsloser Feiertag“. Den Direktlink zur Petition gibt es hier.

Via Darwin-Jahr.de

Vor 200 Jahren wurde Charles Darwin geboren, vor 150 Jahren erschien sein Buch „Über die Entstehung der Arten“, das den Beginn der modernen Evolutionstheorie markiert. Diese mittlerweile durch unzählige Fakten gestützte Theorie hat unser Weltbild revolutioniert. Letztlich sind wir erst seit der Formulierung der Evolutionstheorie in der Lage, uns in dieser Welt zu verorten. Darwins Erkenntnisse helfen uns zu verstehen, wer wir sind und woher wir stammen. Den Rest des Beitrags lesen »

„Fundamentalisten“ in den Kirchen

Gottesdienstübertragung im ZDF aus einer Pfingstgemeinde in Tostedt: Einfluss von christlichen Fundamentalisten in den Kirchen? (Foto: www.fernsehgottesdienst.de)

Gottesdienstübertragung im ZDF aus einer Pfingstgemeinde in Tostedt: Einfluss von christlichen Fundamentalisten in den Kirchen? (Foto: www.fernsehgottesdienst.de)

Die Fachstelle „Medien und Kommunikation“ der evangelischen und katholischen Kirche in München befasst sich in einer jetzt erschienenen Publikation mit dem „Fundamentalismus“. Darin geht es überwiegend um „christliche Fundamentalisten“ – und deren Einfluss in den Kirchen, der bis zur Übertragung von freikirchlichen Gottesdiensten reiche.

„pro“ Christliches Medienmagazin

„Spätestens seit den Anschlägen islamischer Terroristen auf das World Trade Center mit Verkehrsflugzeugen am 11. September 2001 ist der Fundamentalismus in allen seinen Spielarten als Problem für die gesamte Welt offensichtlich geworden“, schildert Gottfried Posch, Mitarbeiter der Fachstelle „Medien und Kommunikation“ der evangelischen und katholischen Kirche in München, in seinem „Überblick“ über „Fundamentalismus“. Posch führt zahlreiche Beispiele an, wie sich seiner Ansicht nach Menschen in fundamentalistischem Gedankengut verlieren können. Angefangen von Sarah Palin, „eine dem rechten Glaubensspektrum zugehörige Frau“, die an der Seite von John McCain ins Weiße Haus einziehen wollte, über George W. Bush bis hin zum Sohn des Evangelisten Billy Graham, Franklin: Sie alle sind Fundamentalisten, die für den Bau von Gas-Pipelines beten (Palin), einen „Kreuzzug“ ausrufen (Bush) oder „apokalyptische Visionen“ verbreiten (Graham).

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Pius Brüder—antisemitisch, reaktionär und undemokratisch

Richard Williamson im TV-Interview Foto: AP

Richard Williamson im TV-Interview Foto: AP

NETZEITUNG

«Schock-Enthüllung« über Pius-Bruderschaft

Richard Williamson war nur der Anfang: Ein belgisches Magazin erhebt neue, schwere Vorwürfe gegen die umstrittene Pius-Bruderschaft. «Joods Actueel» stützt sich in seiner «Enthüllungsgeschichte» allein auf Quellen im Internet.

Üble antijüdische Propaganda hält ein belgisches Magazin der umstrittenen Pius-Bruderschaft vor. «Schockierende Enthüllungen» kündigt die jüdische Zeitschrift «Joods Actueel» an, nachdem sie im Internet nach Belegen für die Geisteshaltung der erzkonservativen Gruppierung gefahndet hatte. Vom Gottesmord der Juden ist da die Rede, von der jüdischen Weltherrschaft und ihrem unablässigen Kampf gegen das Christentum.

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Neunmalkluges über die Schöpfung

Die Schöpfung als atheistisches Kinderspiel: Statt des Himmels wird ein Himmelszelt über die Erde gespannt. Abbildung aus dem Band „Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“ von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke. Foto: Alibri

Die Schöpfung als atheistisches Kinderspiel: Statt des Himmels wird ein Himmelszelt über die Erde gespannt. Abbildung aus dem Band „Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“ von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke. Foto: Alibri

Die Tagespost

Pünktlich zum Darwin-Jahr haben sich die Atheisten etwas einfallen lassen. Michael Schmidt-Salomon hat wieder ein Kinderbuch geschrieben, um die Kleinsten ideologisch einzufangen. Die Fibel nennt sich „Susi Neunmalkluger klärt die Evolution“, aber der Besserwisser ist hier in Wirklichkeit der Autor selbst, der meint, die Bibel sei durch Darwin abgelöst.

Die Letzte im Bunde ist ein Mädchen mit einer braunen Mähne, einer roten Jacke und blauen Hosen. Susi Neunmalklug heißt die Dame. Sie beschließt eine Trilogie neoatheistischer Kinderbücher. Vorausgegangen sind ihr 2008 ein frecher Hund und 2007 ein Ferkel auf Gottsuche. Dessen wilde Jagd durch Synagoge, Kirche und Moschee wurde zum Politikum und wäre fast auf dem Index gelandet. Der Vorwurf des Antisemitismus stand im Raum. Alle drei Kinderbücher wurden von Michael Schmidt-Salomon geschrieben und von Helge Nyncke illustriert. Mit bunten Bildern und eindeutigen Wendungen soll der Kampf für eine gottlose Welt in die Kinderzimmer getragen werden.

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„Religion ist, wenn man trotzdem stirbt“

Jürgen Becker: „Meiner Meinung nach haben Humor und Religion dasselbe Prinzip: Sie sollen trösten“ (Szene aus der WDR-Kabarettreihe „Mitternachtsspitzen“).  FOTO WDR

Jürgen Becker: „Meiner Meinung nach haben Humor und Religion dasselbe Prinzip: Sie sollen trösten“ (Szene aus der WDR-Kabarettreihe „Mitternachtsspitzen“). FOTO WDR

Jürgen Becker: Von Papst, Religion und Humor

Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker über den Papst und Religion als besondere Form des Humors—Main Post

Für den Kölner Kabarettisten Jürgen Becker ist Religion eine besondere Form des Humors. Beiden hätten dasselbe Prinzip, „sie sollen trösten“, sagt der Rheinländer. Religion ohne Humor sei brandgefährlich. „Sobald Leute Religion nur noch ernst nehmen, muss man sofort auf Distanz gehen.“ Becker, bekannt als Moderator der WDR-Kabarettsendung „Mitternachtsspitzen“, hat zum Thema Religion und Humor jetzt ein Buch veröffentlicht: „Religion ist, wenn man trotzdem stirbt.“

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Kurt Eisners Bild endlich in der Staatskanzlei

Kunst kann nur gedeihen in vollkommener Freiheit ... Der Künstler muss als Künstler Anarchist sein.  Kurt Eisner in der Rede vor dem provisorischen Nationalrat am 3.11.1918, Quelle: Kurt Eisner Kulturstiftung

"Kunst kann nur gedeihen in vollkommener Freiheit ... Der Künstler muss als Künstler Anarchist sein." Kurt Eisner in der Rede vor dem provisorischen Nationalrat am 3.11.1918, Quelle: Kurt Eisner Kulturstiftung

(hpd) Am 90. Jahrestag der Ermordung des Begründers und ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, Kurt Eisner, (21. Februar 2009) brachten der Künstler Wolfram Kastner, Frieder Köllmayr, Mitglieder des Vereins „das andere Bayern“ und einige andere engagierte Münchner Bürger/innen ein Porträt Eisners in die Bayerische Staatskanzlei.

Sie verbanden damit den Wunsch, dass endlich auch die Bayerische Staatsregierung erkennt, dass die Demokratie in Bayern ihre Wurzeln in der pazifistischen und sozialen Revolution von 1918 hat.

An der Stelle, an der Eisner vor 90 Jahren von einem militaristischen und antisemitischen Burschenschaftler ermordet wurde, legten eine Tochter und Enkel Kurt Eisners sowie Mitglieder des Kulturvereins „das andere Bayern“ und der Kurt-Eisner-Kulturstiftung Kränze nieder.

Weder die Staatsregierung noch die Bürgermeister der Landeshauptstadt des Freistaats Bayern waren in der Lage, ein Zeichen des Gedenkens und der Anerkennung der Verdienste Kurt Eisners für die Republik und die Beendigung der militaristischen Monarchie zu setzen. Kurt Eisner ist der bisher einzige Ministerpräsident des Freistates Bayern, dessen Bild nicht in der Staatskanzlei angebracht ist.

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Veröffentlicht in Bildung, Demokratie, Freidenker, Geschichte, Gesellschaft, Humanismus, Kultur, Politik, Recht, Soziales, Umwelt. Kommentare deaktiviert

»Anti-Gott-Kommandos«

Jetzt missionieren auch Gottesleugner unter Studenten.

Jetzt missionieren auch Gottesleugner unter Studenten.

(idea) – Sprecherin ist die 22-jährige Oxford-Absolventin Chloe Clifford-Frith. Sie sagte der linksliberalen Zeitung The Guardian (London): „Wir leben in einer Welt, in der religiöse Staaten Ehebrecher und Homosexuelle hinrichten, in der Frauen und Minderheiten Grundfreiheiten vorenthalten sowie falsche Behauptungen über Schwangerschaftsverhütung und wissenschaftliche Forschung verbreitet werden.“ Die atheistischen Studenten wollen nicht nur für ihre Weltanschauung werben, sondern auch religiöse „Privilegien“ bekämpfen, etwa eine staatliche Bezuschussung religiöser Schulen oder Sitze für Bischöfe im britischen Oberhaus. Den Rest des Beitrags lesen »

Jesus war fettleibig und Maria..?

Sequenz aus dem umstrittenen Video. Screenshot: sueddeutsche.de

Sequenz aus dem umstrittenen Video. Screenshot: sueddeutsche.de

Vatikan protestiert gegen TV-Serie in Israel

monsterandcritics.de – Unterhaltung

Nach einer Beschwerde der katholischen Bischöfe im Heiligen Land hat auch der Vatikan die Einstellung einer Fernsehreihe in Israel gefordert. Der Heilige Stuhl warf der Comedy-Sendung des israelischen Privatsenders «Kanal 10» vor, Jesus und Maria auf blasphemische Art und Weise zu verunglimpfen.

In der Sendung, die zum ersten Mal in dieser Woche ausgestrahlt wurde, stellte der israelische Kabarettist Jair Schlein die Jungfrau Maria als Teenager mit häufigem Geschlechtsverkehr dar. Er sagte zudem, Jesus sei an Übergewicht gestorben. Wie der Heilige Stuhl verlauten ließ, habe man sich an die Verantwortlichen in der Regierung Israels gewandt und um eine Einstellung des Programms gebeten. «Mit großem Bedauern muss festgestellt werden, dass Jesus und Maria von Nazareth, ausgerechnet Kinder Israels, auf solch vulgäre und beleidigende Art verunglimpft werden», protestierte der Vatikan. Die israelischen Behörden hätten versprochen, sich um die baldige Unterbrechung des Programms zu kümmern und wollten zudem eine öffentliche Entschuldigung fordern.

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„Homo-Aktivisten sind gemeine Scheisser“

US-Senator Chris Buttars, Quelle: GGG.at

US-Senator Chris Buttars, Quelle: GGG.at

US-Senator: „Homo-Aktivisten sind gemeine Scheisser“
Schwule „wahrscheinlich größte Bedrohung“ für die Welt

GGG.at

Während der Gouverneur von Utah versucht, mit der Einführung der Eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule zu punkten, fällt ihm einer seiner Senatoren in den Rücken: Der Republikaner Chris Buttars erklärte in einer Fernseh-Dokumentation, Schwule seien „wahrscheinlich die größte Bedrohung“ für Amerika und den Rest der Welt.

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Ein Blick unter die katholische Burka

So darf der Wagen auf dem Rosenmontags- Umzug nicht starten Foto: dpa

So darf der Wagen auf dem Rosenmontags- Umzug nicht starten Foto: dpa

Proteste gegen Nonne im Nacktscanner

Netzeitung

Barbusig, mit Strass und Straps: Für die Nonnen in Mainz war mehr als nur die Schamgrenze erreicht. Die Ordensschwestern protestierten gegen eine solche Verunglimpfung und erreichten zumindest eine «Bildstörung».

Nach Protesten von Mainzer Nonnen haben die Organisatoren des Rosenmontagszuges in Mainz einen Motivwagen geändert. Der kritisierte Aufbau zeigt zwei feixende Polizisten, die vor einem Nacktscanner die entblößten Brüste und Strapse einer Nonne betrachten.

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„Anti-Gott“-Gruppe

Atheistische Studenten in Großbritannien haben eine Hochschulgruppe gegründet, die sich selbst als Anti-Gott-Gruppe bezeichnet. (Foto: Archiv)

Atheistische Studenten in Großbritannien haben eine Hochschulgruppe gegründet, die sich selbst als "Anti-Gott"-Gruppe bezeichnet. (Foto: Archiv)

Britische Atheisten gründen Hochschulgruppe

Atheistische Studenten in Großbritannien haben eine Hochschulgruppe gegründet, die sich selbst als „Anti-Gott“-Gruppe bezeichnet. Sie will bereits bestehende atheistische und humanistische Gruppierungen an britischen Universitäten unterstützen und ihnen eine landesweite Stimme geben – mit prominenter Unterstützung.

Medienmagazin „pro“

„National Federation of Atheist, Humanist and Secular Student Societies“ (AHS) lautet der offizielle Name der Föderation, deren Gründung am Donnerstag in London gefeiert wurde. Eng verbunden ist sie mit der „British Humanist Organisation“, dem Verband der britischen Humanisten. Deren Präsident, Norman Ralph, beschreibt die Ziele der Gruppe in einer Pressemitteilung so: „Indem die AHS verschiedene Studentengruppen aus dem ganzen Land zusammenbringt, unterstützt die Gruppe Studenten darin, einen sicheren Ort zu schaffen, an dem sie ohne Zensur über atheistische, humanistische und säkulare Thematiken diskutieren kann.“

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»Darwin? Nein danke!«

Der Mensch stammt nicht vom Affen ab? Kreationisten glauben an eine göttliche Schöpfung. (Bild: AP Archiv)

Der Mensch stammt nicht vom Affen ab? Kreationisten glauben an eine göttliche Schöpfung. (Bild: AP Archiv)

Von Solveig BaderDeutschlandradio Kultur

Internationale Fachtagung beschäftigt sich mit dem Thema Kreationismus

„Der Mensch wurde von Gott geschaffen und stammt nicht vom Affen ab“ – diese kreationistische Meinung vertreten auch immer mehr Studierende an den Hochschulen. Sie lehnen die Evolutionstheorie ab, zweifeln sogar die Wissenschaft an. An der Technischen Hochschule Dortmund haben umfangreiche Befragungen ergeben, dass sogar unter den Biologie-Lehramtstudenten zahlreiche christliche Kreationisten sind. Darauf wollen die Hochschulen nun mit entsprechenden Konzepten reagieren.

Jeder sechste Lehramtstudent an der Technischen Universität Dortmund ist nicht überzeugt davon, dass Darwin und die Evolutionstheorie Recht haben. Sogar sieben Prozent der Biologiestudenten glauben, dass die Menschheit mit der Erschaffung von Adam und Eva angefangen hat.

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Gottlos glücklich

Sprachrohr des Atheismus: Michael Schmidt-Salomon. (Bild: André Albrecht)

Sprachrohr des Atheismus: Michael Schmidt-Salomon. (Bild: André Albrecht)

Von Michael MeierBerner Zeitung

Michael Schmidt-Salomon gilt als Vordenker eines neuen humanistischen Atheismus. Dass er kürzlich in der Schweiz die Säle füllte, zeigt: Er befriedigt ein weit verbreitetes Bedürfnis.

In weltanschaulichen Talkshows ist Michael Schmidt-Salomon oft der Quotenatheist. In den deutschen Medien gilt er als Sprachrohr des neuen Atheismus. In der Schweiz hat er neulich auf einer Vortragsreise ein grosses Publikum angezogen. Der studierte Erziehungswissenschaftler, Jahrgang 1967, bezeichnet sich als evolutionären Humanisten, sein «Manifest des evolutionären Humanismus» hat ihn bekannt gemacht. Und er bedient keineswegs das Klischee vom Hardcore-Atheisten, wenn er dazu ermuntert, aus den religiösen Schatzkammern das Lebensdienliche zu übernehmen.

Doch gefeit ist auch er nicht vor der Versuchung, Gott als Popanz darzustellen, von dem selbst Gläubige sagen: Nein, an einen solchen Gott glauben wir nicht. Für Schmidt-Salomon gehört die Zukunft der Religion eben nicht den weltoffenen Theologen wie Hans Küng und Eugen Drewermann. «Die wirklich funktionierende Religion der Zukunft ist fundamentalistisch. Wir laufen auf ein Jahrhundert der weltweiten Religionskriege zu», prophezeit er im Gespräch mit dem TA. Und er glaubt einen weltweiten Trend zu erkennen. «Je liberaler eine Glaubensgemeinschaft ist, desto eher verliert sie ihre Anhänger; je fundamentalistischer sie ist, desto eher hat sie Zuwachs.»

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Der Fall Walter Jens – „Mich erschüttert dieser Mann“

Hans Küng, Quelle: Universität Tübingen

Hans Küng, Quelle: Universität Tübingen

20. Februar 2009 FAZ.net

Von Hans Küng

„Ehrfurcht vor dem Leben“ – dieses Grundelement eines Menschheitsethos gilt vom Anfang des Menschenlebens bis zu seinem Ende. Doch zum Leben gehört auch das Sterben. Und wie das Leben sollte auch das Sterben menschenwürdig sein. Wie kann der Mensch auch im Sterben seine Würde bewahren? Viele Facetten dieser Frage wären hier zu beleuchten. Doch spitzt sie sich in der heutigen Situation unausweichlich zu auf die Problematik der Hilfe zum Sterben. Dass das Leben eine Gabe des Schöpfer-Gottes ist, stellt für gläubige Menschen wie mich eine Selbstverständlichkeit dar. Dass das Leben aber zugleich eine gottgegebene Aufgabe des Menschen ist, die er möglichst bis zur letzten Phase seines Lebens selbstverantwortlich wahrzunehmen hat, sollten heute gerade gläubige Menschen ebenfalls nicht bestreiten. Den Rest des Beitrags lesen »

Keine Macht den Theologen

Arno Widmann, Quelle FR

Arno Widmann, Quelle FR

Wer es nicht wusste, bekam es gestern schriftlich vom Bundesverfassungsgericht: „Die Wissenschaftsfreiheit von Hochschullehrern der Theologie findet ihre Grenzen am Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften.“ Das Verheerende ist, dass das Bundesverfassungsgericht Recht hat. Das ist die Gesetzeslage. – Frankfurter Rundschau

Der protestantische Theologe Gerd Lüdemann hatte in einer Reihe von Veröffentlichungen klargemacht, dass er nicht mehr an die biblische Geschichte glaube, an Jungfrauengeburt, Kreuzestod und Auferstehung, dass er die Bibel nicht für Gottes Wort, Jesus Christus nicht für Gottes Sohn halte. Schon darum nicht, weil er auch nicht mehr an einen Gott glaube. In seinem Unglauben habe ihn das intensive Studium der Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte des Neuen Testamentes erheblich gestärkt.

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Christliche Medienmanipulation

Quelle: Uni Kassel.de

Quelle: Uni Kassel.de

Der Spiegel hatte, in seiner letzten Ausgabe, einen Artikel von Prof. Ulrich Kutschera mit dem Titel „Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten“ veröffentlicht. Nun herrscht Aufregung, die so nicht verständlich ist.

idea.de veröffentlicht am 17.02.2009 einen Artikel von Prof. Siegfried Scherer mit dem Titel „Spiegel“-Autor: Evolutionskritiker sind „Pseudowissenschaftler“. Anlass genug besagten Spiegel-Artikel noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Um es vorwegzunehmen, das Wort „Evolutionskritiker“ kommt überhaupt nicht vor, nicht mal im Ansatz.
Im Spiegel steht:

200 Jahre Darwin – und noch immer wehren sich Kreationisten, Öko-Esoteriker, Homöopathen gegen die Evolutionstheorie, auch in Deutschland. Ulrich Kutschera erklärt, wie Pseudowissenschaftler die Erkenntnisse des genialen Biologen missdeuten.

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»Atheismus widerspricht der Evolution«

Beten und der Glaube an Gott sind für die meisten Kinder in allen Kulturen wie selbstverständlich - selbst wenn niemand ihnen vorher von Gott erzählt hat. Das veranlasst zu der Frage: Ist Atheismus evolutionistisch gesehen überhaupt von Vorteil? (Foto: plain malaise)

Beten und der Glaube an Gott sind für die meisten Kinder in allen Kulturen wie selbstverständlich - selbst wenn niemand ihnen vorher von Gott erzählt hat. Das veranlasst zu der Frage: Ist Atheismus evolutionistisch gesehen überhaupt von Vorteil? (Foto: "plain malaise")

„pro“-christliches Medienmagazin

Wenn man Kinder auf einer einsamen Insel aussetzen würde, fern ab von jedem kulturellen Einfluss, würden auch sie an Gott glauben. Davon ist ein Psychologe aus Oxford überzeugt. Vielleicht gehört der Glaube an Gott zum Menschen wie der aufrechte Gang? Das überlegen nun auch immer mehr Anhänger der Evolutionstheorie.

Justin Barrett ist Psychologe vom „Centre for Anthropology and Mind“ an der Universität Oxford. Er fasste rund zehn Jahre wissenschaftlicher Forschung in einem BBC-Radiointerview so zusammen: „Es braucht weit mehr, um die natürliche Entwicklung des Geistes eines Kindes zu beeinflussen, als wir bisher glaubten, einschließlich der Prädisposition, die natürliche Welt als sinnvoll erschaffen zu sehen ebenso wie die Ansicht, dass hinter diesem Sinn eine Art intelligentes Wesen steckt.“

Soll heißen: Kinder sind offenbar dazu bestimmt, an einen Schöpfer zu glauben. Die Idee einer Evolution, einer zufälligen Entstehung allen Lebens aus dem Nichts, widerspricht hingegen der natürlichen Anlage des Menschen. Als Wissenschaftler sechs- und siebenjährige Kinder fragten, warum es ihrer Meinung nach den ersten Vogel gab, antworteten sie: „Weil er schöne Musik macht“ und „weil er die Welt schöner aussehen lässt“.

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Lost in Evolution

Die Schöpfung

Die Schöpfung

von Sonja KastilanFAZ.NET

Ein Glück, die Partywoche ist vorbei. Nicht nur in Berlin, wo der rote Teppich vor den Kinosälen wieder eingerollt wurde. Auch die (genetische) Wiederauferstehung des Neandertalers liegt schon ein paar Tage hinter uns, und wer es genau wissen will: Es ist ein Mädchen!

Aber vor allem haben wir den 12. Februar endlich überstanden, auf den man überall gewartet hatte, um ein globales Fest der Naturwissenschaft zu feiern: Darwins Geburtstag.

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Lasst uns Darwin töten!

Naturkundemuseum Berlin

Quelle:Naturkundemuseum Berlin

Der Darwinismus muss sterben — damit die Evolution leben kann
von Carl Safina - New York Times

„Du kümmerst dich um nichts anderes als die Jagd, Hunde und Ratten fangen“, sagte Robert Darwin zu seinem Sohn, „und du wirst eine Schande für dich selbst und die gesamte Familie sein.“ Heute jedoch ist dieser nutzlose Junge überall. Charles Darwin hat ein so großes Ansehen, dass wir keinen Unterschied zwischen ihm und der Evolution machen können.

Die Gleichstellung der Evolution mit Charles Darwin ignoriert 150 Jahre der Entdeckungen, einschließlich des Meisten was Wissenschaftler unter Evolution verstehen. Etwa, Gregor Mendels Muster der Vererbbarkeit(die der Darwinschen Idee der natürlichen Auslese einen Mechanismus gegeben hat), die Genetik – durch welche die natürliche Auslese wirken könnte, die Entdeckung der DNA ( einem Mechanismus der Genetik, der uns evolutionäre Abstammungslinien erkennen lässt), dokumentierte Studien der Evolution in der Natur (die das hypothetische in beobachtbare Fakten verwandelt haben), die Rolle der Evolution in der Medizin und in der Erforschung von Krankheiten (die sofort die Bedeutung der Forschung auf die Tagesordnung gesetzt hat).

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Anschlag auf christliche Parteizentrale

idea.de

Unbekannte schlagen Fenster der Christlichen Partei Großbritanniens ein.Quelle: idea.de

Reaktion auf Glaubenswerbung: Anschlag auf Parteizentrale
idea.de

Gewalttätige Reaktionen hat in London eine Buswerbung für den Glauben an Gott ausgelöst. Als Gegengewicht zu einer Atheistenkampagne lässt die Christliche Partei seit dem 12. Februar 50 Busse mit der Aufschrift fahren: „Gewiss gibt es einen Gott; also schließen sie sich der Christlichen Partei an und genießen Sie das Leben.“

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar wurden die Schaufenster der Londoner Parteizentrale von Unbekannten eingeworfen. Die Polizei geht davon aus, dass religiöser Hass das Motiv für die Sachbeschädigung war. Der Parteivorsitzende, Pfarrer George Hargreaves vom Christlichen Zentrum im Stadtteil Hackney, sagte, es sei schade, dass intolerante Menschen meinten, mit Gewalt auf christliche Aktionen reagieren zu müssen. Gleichwohl will die Christliche Partei am 24. Februar ihre Werbekampagne auf schottische Busse ausdehnen.

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Evolutionskritiker sind Esoteriker

Uni Kassel + pro)

Der Pflanzenbiologe Ulrich Kutschera wettert regelmäßig gegen Evolutionskritiker. "Öko-Esoteriker, Homöopathen, Pseudowissenschaftler" - derzeit äußert er seine Vorwürfe gegenüber sachlicher Evolutionskritik wieder bei "Spiegel Online". (Foto: Uni Kassel + pro)

Evolutionskritiker sind für Kutschera „Esoteriker“

(pro-Medienmagazin) Dass es Menschen gibt, die die Evolutionstheorie nicht für endgültig bewiesen halten, ist für den deutschen Pflanzenbiologen Ulrich Kutschera nicht hinnehmbar. In regelmäßigen Abständen setzt er Wissenschaftler, die Kritik an der Evolutionstheorie üben, mit Esoterikern gleich und lässt auch sonst nichts aus, um seiner Empörung über Andersdenkende medial Luft zu machen.

Anlässlich des 200. Geburtstages des britischen Naturforschers Charles Darwin erinnert Kutschera derzeit bei „Spiegel Online“, dass noch immer nicht alle Menschen der Evolutionstheorie anhängen. Noch schlimmer: sogar fast jeder zweite Amerikaner hat Skepsis, ob der Mensch vom Affen abstammt und das Leben aus dem Nichts entstanden ist. In der deutschen Bevölkerung äußern immerhin 20 Prozent, Probleme mit der Abstammungslehre zu haben oder lehnen sie ganz ab. Eine Umfrage unter Lehramtsstudenten verschiedener Fächer zeigte: rund 15 Prozent von ihnen lehnen die Evolutionstheorie ab. Selbst bei künftigen Biologielehrern lag der Anteil noch bei sieben Prozent.

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Welcher Slogan?

Welcher Slogan, für eine mögliche Werbekampagne könnte, Eurer Ansicht nach, in Frage kommen?

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Judgment Day: Intelligent Design on Trial

pbs.org

Quelle: pbs.org

Wer in Chicago beim Kauf einer Postkarte und eines billigen T-Shirts nicht mit Kreditkarte zahlt, ruft Zweifler auf den Plan: Der Zehn-Dollar-Schein wird geprüft, als habe man heute schon Dutzende falscher Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Wären die Amerikaner doch nur immer so skeptisch. Glaubt man dem vernichtenden Urteil vieler Experten bei der AAAS-Jahrestagung in Chicago, dann täte das nämlich vor allem dem wissenschaftlichen Verständnis in der Bevölkerung gut.

Niklas SchenckFAZ.NET

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Wer sind die Humanisten?

dpa

Humanisten veranstalten unter anderem Jugendweihen, als Ersatz für Kommunion und Konfirmation. - Foto: dpa

Der Tagesspiegel

Die Guten wollen sie sein. Aufklären. Aber ihre DDR-Vergangenheit hängt ihnen nach. In Berlin kämpfen sie gegen die Initiative Pro Reli. Denn ihr Motto lautet: Es geht auch ohne Kirche. Fragen und Antworten zu dieser Bewegung.

WOHER KOMMEN DIE HUMANISTEN?

Der „Verein der Freidenker zur Ausführung von Feuerbestattung“, 1905 in Berlin von Sozialdemokraten ins Leben gerufen, setzte sich von den Kirchen und generell vom Glauben an die Auferstehung ab. Es ist die erste Vorläuferorganisation der Humanisten.

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Der säkulare Staat ist »ein grosses Übel«

Keystone

Pater Franz Schmidberger, Leiter der Pius-Bruderschaft in Deutschland, auf dem Weg zu einer Vorlesung. «Der moderne säkulare Staat», sagt er, «ist ein grosses Übel.» Es gelte zu missionieren. Bild: Keystone

Von Michael Meier Berner Zeitung

Franz Schmidberger, Mitbegründer der Pius-Bruderschaft, bezieht Stellung zur Holocaust-Leugnung seines Mitbruders Richard Williamson. Und er erklärt, warum die Kongregation die Religionsfreiheit ablehnt.

Herr Pater Schmidberger, wie verstehen Sie Ihre Berufung in dieser Welt? Feiern Sie täglich die lateinische Messe?
Selbstverständlich zelebriere ich jeden Tag die Heilige Messe nach dem altehrwürdigen tridentinischen Ritus der Kirche. Ich sehe mich als Zeuge Jesu Christi und des Evangeliums, als Mann Gottes, der die ewigen Wahrheiten zu verkünden und die Menschen in den Glaubenswahrheiten zu unterrichten hat. Ich sehe mich als Mann des Gebetes, der die Sakramente spendet.

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Vor Xenu wird gewarnt

brightsblog

Das Hauptquartier der Sekte in Berlin, Quelle: brightsblog

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will an seinen Warnplakaten vor der Scientology-Zentrale an der Otto-Suhr-Allee festhalten. Die Scientologen sind der Meinung, dass das Plakat „die Kirche und ihre Mitglieder“ in „verfassungswidriger“ Weise diskriminiere.

Der Tagesspiegel

Die Aufstellung der Litfaßsäule mit Stopp-Schild-Motiven erfülle einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, sagte Ordnungsstadtrat Marc Schulte (SPD). Er reagierte damit auf juristische Schritte der umstrittenen Organisation gegen den Bezirk. Durch eine einstweilige Anordnung beim Berliner Verwaltungsgericht wolle Scientology die Entfernung der Plakate erreichen, sagte die Präsidentin von Scientology Berlin, Sabine Weber.

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Veröffentlicht in Bildung, Demokratie, Esoterik, Gesellschaft, Humanismus, Kultur, Medien, Politik, Recht, Religion. Kommentare deaktiviert

Die Prügler Gottes

Mark Avery / AP file

Rev. Jimmy Swaggart, Quelle: Mark Avery / AP file

Von Kurt Remele (Die Presse)

Was haben Jimmy Swaggart, Pat Robertson und der neue Linzer Weihbischof gemeinsam? Ein Blick auf die Evangelikalen in den USA zeigt, was katholische und protestantische Gegenmoderne verbindet.

Wortgewaltig, steinreich, großkotzig: Jimmy Swaggart ist ein überaus populärer US-amerikanischer Fernsehprediger alten Stils. Seine rhetorische Höchstform erreicht der evangelikale Geistliche, wenn er die „fleischlichen Sünden“ der Menschen anprangert, Homosexualität vor allem – er drohte einmal sogar damit, Homosexuelle zu erschießen – und Prostitution. Das Verdrängte kehrte jedoch zu Swaggart zurück, das öffentlich Bekämpfte holte ihn privat ein: 1986 wurde Reverend Swaggart in einem Motel in New Orleans mit einer Prostituierten angetroffen, 1991 überraschte ihn die Polizei, als er sich in Kalifornien mit einer Prostituierten im Auto amüsierte.

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