Die »Call of Duty2« Therapie?

Eines der Testspiele: Call of Duty Screenshot: NZ

Eines der Testspiele: "Call of Duty" Screenshot: NZ

Action-Videospiele verbessern das Sehvermögen. Die Augen erfahrener Spieler sind empfindlicher für feine Kontraste als die von Nicht-Spielern, wie US-Forscher beobachtet haben.

netzeitung.de

Mit Hilfe von Actionspielen lasse sich die Kontrastempfindlichkeit des Auges trainieren, schreiben US-Wissenschaftler um Daphne Bavelier von der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York im britischen Fachjournal «Nature Neuroscience». Der Artikel wurde online vorab veröffentlicht.

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Pro-Reli ist contra Staat

Quelle: taz.de

Quelle: taz.de

Then we take Berlin…

Der neue Kulturkampf: „Pro Reli“ ist contra Staat

Von Arndt Kremer

Die Debatte um den Ethikunterricht an Berliner Schulen und die mit verdächtig viel (Material-)Aufwand betriebene Unterschriftenkampagne der Initiative „Pro Reli“ rühren an ein altes Problem, das in Deutschland im Unterschied zu Frankreich nicht konsequent gelöst wurde: Die Trennung von Kirche und Staat. Was der Philosoph Immanuel Kant einst forderte – die Frage nach Gott aus der Wissenschaft von der Erkenntnis herauszuhalten – das ist dem deutschen Staat im Anschluss an das Konkordat zwischen Drittem Reich und Heiligem Stuhl nie richtig gelungen.

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Die Puppenbühne der Demokratie

Quelle: bpb

Quelle: bpb

Im Dezember 2008 hat sich  das Schülermagazin „Q-rage“ mit dem multi-religiösen Zusammenleben in Deutschland befasst.  Das Schülermagazin wird von der Bundeszentrale für Politische Bildung finanziell gestützt. In einem Begleitschreiben formulierte der Präsident besagter Einrichtung, Thomas Krüger, folgenden Satz:

„In der Zeitung finden sich interessante Informationen, wie islamistische und evangelikale Gruppen, die wichtige Freiheitsrechte in Frage stellen, Jugendliche umwerben.“

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Christlich-mathematischer Apostel

Für die Verteidigung des Glaubens sprach sich Mathematiker John Lennox in Marburg aus. (Foto: AW)

Für die Verteidigung des Glaubens sprach sich Mathematiker John Lennox in Marburg aus. (Foto: AW)

Für eine Verteidigung des Glaubens gegen den „Neuen Atheismus“ hat sich John Lennox, Mathematikprofessor und Apologet, am vergangenen Freitag in Marburg ausgesprochen. Anlass seiner Rede war der 60. Geburtstag von Jürgen Spieß, Generalsekretär der Studentenmission in Deutschland.
pro-Christliches Medienmagazin

Es war ein Abend, an dem zwei leidenschaftliche Apologeten und Wissenschaftler über die Herausforderungen der Postmoderne philosophierten. Oxford-Professor John Lennox, bekannt als „Verteidiger des Glaubens“, der sich 2007 eine Debatte mit dem Atheisten Richard Dawkins lieferte, war nach Marburg gereist, um seinem langjährigen Freund Jürgen Spieß zu dessen 60. Geburtstag zu gratulieren. Er ist Leiter des „Instituts für Glaube und Wissenschaft“ der Studentenmission in Deutschland (SMD).

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Der gehackte Dalai Lama

Ein weltweit agierendes Spionagenetzwerk hat nicht nur den Computer des Dalai Lama geknackt. Foto: dpa

Ein weltweit agierendes Spionagenetzwerk hat nicht nur den Computer des Dalai Lama geknackt. Foto: dpa

Kanadische Wissenschaftler haben den Computer des Dalai Lama auf schädliche Software untersucht. Dabei machten die Forscher eine unglaubliche Entdeckung.

netzeitung.de

Kanadische Wissenschaftler haben einen in China ansässigen Spionagering entdeckt, der Computer in aller Welt geknackt und tausende Dokumente gestohlen hat. Betroffen sind einem Bericht der «New York Times» zufolge häufig Außenministerien und andere staatliche Behörden sowie die Büros des Dalai Lama in Indien, Brüssel, London und New York. Außerdem seien Systeme in Botschaften von Deutschland, Indien, Südkorea, Portugal, Pakistan und zahlreichen anderen Ländern gehackt worden.

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Der emporgekommene Affe

„Gene können nicht egoistisch sein“ – ein Gespräch mit dem Bio-Philosophen Prof. Dr. Hans Werner

Hans Werner Ingensiep, Prof. habil. phil. Dr. rer. nat. Dipl. biol., Quelle:Uni Duisburg

Hans Werner Ingensiep, Prof. habil. phil. Dr. rer. nat. Dipl. biol., Quelle:Uni Duisburg

Ingensiep über das Wesen und die Grenzen des Darwinismus, aufrecht gehende Würmer und Glück als Antriebsfaktor.

DER WESTEN

Wenn wir in diesem Jahr Darwin feiern, was feiern wir dann eigentlich?

Ingensiep: Einen Kult! Für die Naturwissenschaftler ist Darwin Kult, eine Identifikationsfigur, die, wie Kopernikus oder Galilei, ein neues Weltbild eingeläutet hat. Dabei wird vergessen, dass auch Darwin Mitstreiter und Vorläufer hatte wie Lamarck oder sogar Empedokles. Er versammelte neues Wissen und verband die längst verbreitete Evolutionstheorie mit dem Gedanken der natürlichen Selektion. Daher war er nicht der Begründer der Evolutionstheorie, sondern der Selektionstheorie. Außerdem tut der Kult um das Genie Darwin so, als sei alles, was er gesagt hat, klar bewiesen. Was man so nicht behaupten kann. Naturwissenschaftler halten Darwins Theorie für wahr und empirisch, zumindest nicht widerlegt. Aber manche Geistes- oder Kulturwissenschaftler würden entgegnen, es sei Ideologie, die in die Natur hineinprojiziert wird. Beispielsweise eine Projektion des Kampfs ums Dasein im viktorianischen Kapitalismus auf die organische Natur, wie Marxisten meinten.

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Gottesdienstmarathon „Pro Christ“ gestartet

Quelle: www.cvjm-bgl.de

Quelle: www.cvjm-bgl.de

Eine Million Zuschauer, 1.300 Übertragungsorte europaweit, 1.000 ehrenamtliche Helfer und ein Budget von über einer Million Euro – das ist ProChrist 2009. Die Großevangelisation wird von Sonntag, 29. März, bis Sonntag, 5. April, live aus Chemnitz übertragen. Damit geht die Veranstaltung in die siebte Runde. Zum zweiten Mal erfolgt die Übertragung aus den neuen Bundesländern.

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Das Ende der Sklaverei

Einst mönchische Zwingburg, jetzt Museum, Quelle: wikipedia

Einst mönchische Zwingburg, jetzt Museum, Quelle: wikipedia

(JW)Vor 50 Jahren versuchte eine reaktionäre Clique um den Dalai Lama in einem Putsch die vorrevolutionären Gesellschaftsverhältnisse in Tibet wiederherzustellen und Tibet von China abzutrennen. Der Putsch wurde abgewehrt, der jugendliche Dalai Lama floh in den Westen. Die Volksrepublik China hat nun zum 50. Jahrestag den 28. März in Tibet zum offiziellen »Feiertag der Befreiung von Leibeigenschaft und Sklaverei« erklärt.

In drei Palästen, eingerichtet für die drei Jahreszeiten, umgeben von blühenden Gärten mit Lotos-Teichen, lebt Siddharta, Sohn eines reichen grundbesitzenden Adligen aus dem alten Geschlecht der Sakjas, in Genuß und Wollust. In den ausgedehnten Parks des Anwesens kommt er mit dem Alltag der arbeitenden und leidenden Menschen nicht in Berührung. Doch erfaßt ihn die Neugier nach dem Draußen, und er läßt sich von seinem Diener zur Stadt fahren. Von vier Ausfahrten wird gleichnishaft berichtet.

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Eine Erde voller Arten

Darwin und die Arten © Moritz Salinger / IMSI MasterClips / Michal Maňas / gemeinfrei / Maull und Fox / Copyright ausgelaufen

Darwin und die Arten © Moritz Salinger / IMSI MasterClips / Michal Maňas / gemeinfrei / Maull und Fox / Copyright ausgelaufen

Darwins Vermächtnis in der heutigen Evolutionsbiologie

(scinexx)Das Besondere am Planeten Erde sind seine Belebtheit und sein großer Artenreichtum. Viele Phänomene, die Charles Darwin bereits vor 150 Jahren beschäftigten, geben auch heutigen Evolutionsforschern noch Rätsel auf. Hier bringt die Anwendung molekulargenetischer Techniken zunehmend Licht in das Dunkel.

Die zur Zeit Darwins beherrschende Frage war, ob biologische Arten – also die Kategorien, in die wir Menschen unsere belebte Umwelt intuitiv einteilen – veränderlich sind, oder ob sie unverändert so fortbestehen, wie sie von einem Schöpfer geschaffen wurden. Die Naturforscher jener Zeit waren sich bereits weitgehend darin einig, dass Arten sich verändern. Lediglich über den Mechanismus, der diesen Prozess antreibt, war man sich nicht im Klaren.

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Scientology wirbt im Knast

Scientology Headquarter Berlin, Quelle: Brightsblog

Scientology Headquarter Berlin, Quelle: Brightsblog

Sekten-Info NRW: Warnung vor Scientology-Anwerbeaktionen

(RP-online) Die Sekten-Info NRW hat im vergangenen Jahr verstärkt Anfragen wegen der Scientology-Organisation behandeln müssen. Von den über 1300 Anfragen betrafen rund 290 Scientology, wie die Beratungseinrichtung am Freitag in Essen mitteilte.

Scientology erwecke in der Öffentlichkeit den Eindruck, es handle sich um eine Religionsgemeinschaft und nutze zudem Tarnorganisationen, um potenzielle Mitglieder für sich zu gewinnen, hieß es.

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Vom Glauben der Therapeuten(einiger)

sueddeutsche.de

Quelle: T-Shirt.hell.com

Quelle: T-Shirt.hell.com

Therapeuten glauben noch an «Heilung» Homosexueller

(dpa) – Einige britische Psychotherapeuten glauben noch immer, Homosexualität «heilen» zu können. Jeder sechste Therapeut hat Schwulen und Lesben schon einmal angeboten, sie zur Heterosexualität zu bekehren oder ihre homosexuellen Gefühle zu verringern.

In allen Fällen hatten die Patienten um Hilfe gebeten, weil sie mit dem sozialen Druck nicht klar kamen. Das ergab eine Studie mit mehr als 1400 Psychotherapeuten, die im britischen Fachmagazin «BMC Psychiatry» veröffentlicht ist. Die Forscher der Studie hatten erwartet, dass sich solche «Heilungsangebote» auf die Vergangenheit beschränkten. Sie fanden aber heraus, dass sich die 400 bis 500 registrierten Fälle gleichmäßig über die vergangenen Jahrzehnte verteilten.

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Belgische Renitenz und Berliner Reli-Feinde

Quelle: wikipedia

Quelle: wikipedia

Das kleine Belgien zeigt Muskeln. Solche Nachrichten gefallen mir, kommen aber leider viel zu wenig in die Box. Während in Deutschland Politiker, nachdem sie einen Posten erheischt haben, nicht eiligeres zu tun haben als die katholische Traumfabrik, in Rom aufzusuchen, um dort mit heraushängender Zunge das Geschwätz eines alten Mannes zu hören. Froh dabei sind ihm den Ring küssen zu dürfen, bringen belgische Politiker ganz andere Töne in die Medien.
Wir lesen

Nach der Ablehnung von Kondomen zum Schutz vor Aids durch Papst Benedikt XVI. haben belgische Abgeordnete eine Resolution zur zeitweisen Abberufung des belgischen Botschafters aus dem Vatikan vorgelegt. Der Resolutionsentwurf wurde heute in Brüssel von Abgeordneten aus sechs Parteien eingebracht und sollte noch am Abend an den zuständigen Ausschuss weitergeleitet werden. Die Abstimmung im Parlament soll in den kommenden Wochen erfolgen.

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Wahl Dodo des Monats März 2009

Dodo des Monats März 2009

Dodo des Monats März 2009

Folgende Kandidaten stellen sich der Wahl für den Dodo des Monats März 2009:

  1. Peter Harry Carstensen, MP des Landes Schleswig-Holstein für den Vertrag des Landes mit dem Vatikan.
  2. Alois Joseph Ratzinger für seine reaktionäre Kompromisslosigkeit.
  3. Tübitak, der türkische Wissenschafts-und Forschungsrat für seine Zensur zu Darwin.
  4. Gian Luca Carigiet, für seine Volksinitiative, die Schöpfungsgeschichte  in der Schule lehren lassen zu wollen.
  5. Der Spiegel, für seine „World of Bullshit“.

Die Umfrage läuft bis zum 01. April 2009 20:00 Uhr, danach abgegebene Stimmen können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Preisträger wird am 02. April 2009 hier im Blog gewürdigt.

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Geistfreies aus der intellektuellen Sahelzone

Quelle: bfg

Quelle: bfg

Im Laufe eines Tages erhalte ich hunderte von Mails. Vieles direkt von den Medien, Anfragen, Vorschläge, Beschimpfungen oder sogar Drohungen. Ganz normaler Alltag. Etliches wandert sofortamente in den Papierkorb, anderes bedarf des Nachlesens. Post von Gleichgesinnten ist willkommen und wird in der Regel auch beantwortet. Gestern nun kam Post vom Bund für Geistesfreiheit Regionalverband Rhein-Neckar, sprich Heidelberg. Jene Region Deutschlands, in der  ein kreationistischer Themenpark entstehen soll. Wir hatten die Geschichte letztes Jahr im August auf dem Blog.

Nach dem lesen der Mail war tiefes Durchatmen angesagt. Die Gründe sind leicht ersichtlich und waren so nicht von einer humanitären Organisation zu erwarten. Hier nun das Entree der Mail:

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Intellektuelle Notdurft

Jānis Pujats, Kardinal und Erzbischof der lettischen Hauptstadt Riga, Quelle: GGG.at

Jānis Pujats, Kardinal und Erzbischof der lettischen Hauptstadt Riga, Quelle: GGG.at

GGG.at

Lettischer Kardinal billigt Gewalt gegen Homosexuelle

„Keine Menschenrechte für Lesben und Schwule“

Jānis Pujats, Kardinal und Erzbischof der lettischen Hauptstadt Riga, hetzt erneut gegen Homosexuelle. In einem Interview mit dem deutschen Portal „Kathnews“ empört er sich, dass „diese Sucht in einigen Ländern im Namen falsch verstandener ‘Menschenrechte’ sogar offiziell gefördert wird“ und billigt auch Gewalt gegen Lesben und Schwule, die sich für ihre Rechte einsetzen.

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190.000€ für die Katz und die Ewigkeit

Quelle:wikipedia

Quelle:wikipedia

Der Vertrag zwischen Schleswig-Holstein und dem Heiligen Stuhl wird morgen im Landtag nicht nur bei der Opposition auf Widerstand stoßen. Auch ein gutes Drittel der SPD-Abgeordneten will den Regierungsentwurf ablehnen – ein Novum in der Großen Koalition.

KN-online

Als Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Erzbischof Jean-Claude Périsset im Januar das Vertragswerk unterzeichneten, sprach der Regierungschef stolz von einer „neuen Kultur der Partnerschaft“. Auf 21 Seiten regelt der „Acccordo fra il Land Schleswig-Holstein e la Santa Sede“, wie der Vertrag auf Italienisch heißt, die Beziehungen des Landes mit der römisch-katholischen Kirche – und legt unter anderem die Zahlung einer Staatsleistung von jährlich 190000 Euro fest.

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Bullshit goes on

Quelle: chillclub.net

Quelle: chillclub.net

Völkerball statt Counter-Strike

netzeitung.de

Die Stadt Stuttgart hat einen Computerspiel-Wettbewerb abgesagt, auf dem auch Ballerspiele zum Einsatz kommen sollten. Das hätte nicht sein müssen. Maik Söhler macht einen Vorschlag zur Güte.

Man kann es verstehen und doch wieder nicht: Die Stadt Stuttgart hat wegen des Amoklaufs von Winnenden den Computerspiel-Wettbewerb «Intel Friday Night Game» abgesagt, der am Freitag in der baden-württembergischen Landeshauptstadt stattfinden sollte.

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Ethos der Freiheit

Von Gerd NowakowskiDer Tagesspiegel

Zu viel Freiheit kann verwirren. Für „Gleiche Freiheit“ kämpft „Pro Reli“, und „Pro Ethik“ sagt „Nein zum Wahlzwang“. Wer welche Freiheit meint und was die bessere Alternative ist, können die Berliner am 26. April entscheiden. Dann wird abgestimmt, ob Religion ein Wahlpflichtfach werden soll.

So viel Freiheit muss sein: Wer sein Kind im Glauben erziehen will, der muss es zum Religionsunterricht schicken können. Das aber bleibt eine Entscheidung der Eltern, der Staat hat sich herauszuhalten. Religion kann in allen Klassenstufen belegt werden, freiwillig. Pflichtfach ist Ethik derzeit lediglich in den Klassen sieben bis zehn. Seit der Einführung von Ethik 2006 beklagen die Kirchen eine Verdrängung, tatsächlich ist die Zahl der Teilnehmer an Religion aber nahezu gleich geblieben. Und wenn Zugezogene sich am als unchristlich empfundenen Berlin reiben – grundgesetzwidrig, wie zuweilen behauptet, ist das Berliner Modell nicht. Es entspricht einer Stadt, in der über 60 Prozent ohne Religion sind. Wie diese Stadt der vielen Nationalitäten eine gemeinsame Erziehung zur Toleranz gewährleisten kann und Jugendliche die Wurzeln und Quellen unser Kultur kennenlernen, darauf gibt Pro Reli keine Antwort.

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Bitch of a Day

Verwaltungssitz des Universellen Lebens am Haugerring in Würzburg

Verwaltungssitz des Universellen Lebens am Haugerring in Würzburg, Quelle: wikipedia

(epd). Vergeblich haben Anhänger der umstrittenen Glaubensgemeinschaft Universelles Leben versucht, die evangelische bayerische Landskirche auf Schadensersatz in Millionenhöhe zu verklagen. In einer am Dienstag bekanntgewordenen Entscheidung des Bundesgerichtshofs wurde ihre Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision eines Urteils des Oberlandesgerichts München abgewiesen und damit ein mehr als dreijähriger Rechtsstreit beendet. (III ZR 129/08)

Auf Feststellung von Schadensersatzansprüchen geklagt hatte die ES Bau und Handel GmbH & Co KG aus Marktheidenfeld (Kreis Main-Spessart). Die von Anhängern der Organisation Universelles Leben gegründete Firma ist Eigentümerin eines Gewerbezentrums im Ortsteil Altfeld, das nach eigenen Angaben an 31 Einzelfirmen und Handelsgesellschaftern vermietet ist. In dem Zentrum sind der Klageschrift zufolge rund 360 Mitarbeiter beschäftigt, von denen etwa ein Drittel dem Universellen Leben „nahe stehen“.

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Die Agenda des Neuen Atheismus

Portrait des Giordano Bruno aus dem Livre du recteur der Universität von Genf von 1578 (Schwarzweiß-Abbildung)

Portrait des Giordano Bruno aus dem Livre du recteur der Universität von Genf von 1578 (Schwarzweiß-Abbildung)Quelle: wikipedia

Von Reinhard Bingener—FAZ.NET

Deutschland soll feiern, dass es vom Affen abstammt. Ein „Evolutionsfeiertag“ solle Christi Himmelfahrt ersetzen, fordert die Giordano-Bruno-Stiftung anlässlich des Darwin-Jahres 2009. Der Staat, fordert die Bruno-Stiftung, müsse die Konfessionslosen, deren Zahl die der Katholiken oder Protestanten in Deutschland übersteige, bei den Feiertagen gleichberechtigt berücksichtigen. Christi Himmelfahrt per Gesetz durch den Evolutionsfeiertag zu ersetzen sei ein – wohlgemerkt: erster – Schritt in diese Richtung.

Die organisierte Konfessionslosigkeit zieht es in den öffentlichen Raum. Zunächst konnte man noch den Eindruck gewinnen, beim „Neuen Atheismus“ handele sich um ein publizistisches Phänomen, angestoßen durch seinen prominentesten Autor, den Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Der hatte 2005 den Bestseller „Gotteswahn“ geschrieben, der in 31 Sprachen übersetzt worden ist und dem Verfasser ein Vermögen einbrachte. Parallel zum publizistischen Erfolg etabliert sich indes seit etwa fünf Jahren vor allem in Deutschland ein organisierter Atheismus neuen Zuschnitts: Er besteht aus einem Geflecht voneinander abhängiger Organisationen und tritt mit dem Anspruch auf, mindestens 25 Millionen Deutsche zu vertreten.

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Scientology: Die vom anderen Stern

(c) AP (Jan Bauer)

(c) AP (Jan Bauer)

von Irene Zöch (Die Presse)

Die Organisation Scientology verspricht eine bessere Welt – aber nur, solange man die Vorgaben des Gründers L. Ron Hubbard treu befolgt. Das Einzige, was die Mitglieder der weltweit agierenden Glaubens-Vereinigung antreibe, sei die Gier nach Macht und Geld, meinen die Kritiker.

Sollten Tom Cruise oder John Travolta je in die Verlegenheit kommen, bei einem Wien-Besuch spirituellen Beistand zu benötigen, würden sie ihre Limousinen dorthin bringen: in die Wiener Akaziengasse. Den Rest des Beitrags lesen »

Das Manifest von Madrid

Spaniens Elite macht gegen die Reform des Abtreibungsgesetzes mobil

Nie dagewesener Protest der biomedizinischen Forschung Spaniens für das Leben

(ZENIT.org/ FIDESDIENST).- Es hieß zunächst „Manifest der Dreihundert“ und wurde in „Manifest von Madrid“ umbenannt, denn bereits vor der ersten Präsentation hatten sich rund tausend Universitätsprofessoren, Intellektuelle, Wissenschaftler, Akademiker und Experten aus dem Bereich der Genetik, der Embryologie, der Medizin, der Anthropologie, der Philosophie, der Biologie und der Histologie der Initiative angeschlossen. Der Text, der am 17. März in Madrid vorgestellt wurde verstehe sich als nie da gewesene Mobilisierung, die mit bewiesenen wissenschaftlichen Argumenten eine Antwort geben will auf die von der Regierung geplante Änderung des Abtreibungsgesetzes. Bei den Unterzeichnern handelt es sich um die Elite der biomedizinischen Forschung Spaniens und der ganzen Welt. Außerdem steigt die Zahl der Unterzeichner steig, womit alle Erwartungen der Initiatoren übertroffen werden.
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Es gibt keine Religion

 Du mußt dein Leben ändern: Über Religion, Artistik und Anthropotechnik (Gebundene Ausgabe) von Peter Sloterdijk (Autor)

Du mußt dein Leben ändern: Über Religion, Artistik und Anthropotechnik (Gebundene Ausgabe) von Peter Sloterdijk (Autor)

„Du mußt dein Leben ändern“: Peter Sloterdijk streift durch den Planet der Übenden und entdeckt im Menschengarten zahllose anthropotechnische Trainingslager

Von JENS BISKY sueddeutsche

Einen solchen Triumph hätte die gute alte „Religion“ sich wohl kaum träumen lassen. Hunderttausende jubeln dem Papst zu, Koranschulen sind überlaufen, Talkshows und Streitschriften feiern den Auftritt der vielfach Totgesagten, die nun wieder in unserer Mitte steht, als sei sie lediglich einige Zeit abwesend gewesen. Auf Urlaub? Im Versteck? Zur Kur? Gleichviel, sie scheint wieder da.

In Debatten über Sterbehilfe oder Genforschung hört die Öffentlichkeit den Amtsträgern der Kirche mit ausgestellter Ergriffenheit zu. Auch fehlt es nicht an Pamphleten gegen den unerwarteten Aufschwung. Christopher Hitchens und Richard Dawkins haben ihr eigenes Nieveau weit unterschritten, um in kritischer Absicht zu warnen, als drohten uns neue Zeiten der Geistesknechtschaft. Neu Bekehrte und alte Widersacher streiten, ob die Wiederkehr der Religion zu begrüßen, zu fürchten oder zu verdammen sei, und viel zu klein ist die Schar derer, die zu dieser Zeitdiagnose die passende Melodie Gershwins pfeifen: „It ain“t necessarily so“ – Es ist nicht unbedingt so.

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„Eine Waffe im Krieg der Islamisierung“

Vorsitzender der Partei für die Freiheit, Geert Wilders, im Haager Parlament

Vorsitzender der Partei für die Freiheit, Geert Wilders, im Haager Parlament

„Für die Niederlande“ lautet der Slogan der „Partei für die Freiheit“ für die Europawahl. Im Gespräch mit Andreas Ross spricht sich der niederländische Abgeordnete und Parteigründer Geert Wilders dafür aus, die Einwanderung aus muslimischen Ländern zu stoppen. Den Islam nennt er eine totalitäre Ideologie, für die Religionsfreiheit nicht anwendbar sei. Aus Umfragen ging die PVV im März als stärkste Partei hervor; Wilders (Siehe auch: Geert Wilders: Von Islamisten bedroht, von vielen Niederländern verteidigt) strebt das Amt des Ministerpräsidenten im Nachbarland an.

FAZ.NET

Herr Abgeordneter, fürchten Sie, dass die Wirtschaftskrise die Holländer von Ihnen und Ihrem Thema Islam ablenkt?

Nein. Gerade sind wir ja laut Umfragen zur größten Partei geworden. Die Leute erkennen inzwischen, dass wir auch Ideen etwa zur Gesundheitsreform haben – oder zur Lösung der Wirtschaftskrise.

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Der Papst: kompromisslos reaktionär und autistisch

Alles nur Missverständnisse? Papst Benedikt XVI. musste sich einigen Vorwürfen stellen. (Foto: ddp)

Alles nur Missverständnisse? Papst Benedikt XVI. musste sich einigen Vorwürfen stellen. (Foto: ddp)

Der Papst regt sehr viele Menschen zum Nachdenken über Alternativen an. Wir müssen nicht glauben, was er sagt – ein Lob der Aufklärung.
Von Sonja Zekri sueddeutsche.de
Am erstaunlichsten ist die Verwunderung. Als hätte man alles erwartet, nur das nicht. Dass der Papst einen Bischof rehabilitiert, der den Holocaust leugnet zum Beispiel; oder dass er Protestanten, Juden, Orthodoxe wie Menschen zweiter Klasse behandelt und Nicht-Gläubige sogar wie Menschen dritter Klasse; oder dass er damals – der Karikaturenstreit war noch nicht ausgestanden – Muslime durch ein islamfeindliches Zitat aus dem 15. Jahrhundert brüskierte.

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Tibet und die Nazis

Sven Hedin - Ölgemälde von Carl Emil Österman (1923), wikipedia

Sven Hedin - Ölgemälde von Carl Emil Österman (1923), wikipedia

Was interessierte die Nazis an Tibet und am tibetischen Buddhismus?

Victor und Victoria Trimondi

Sven Hedin (1865 – 1952) – Tibetforscher, Hitlerfreund und Vorbild für die NS-Jugend – „Seinem Temperament nach ein Nazi“

Die größte Organisation innerhalb des SS-Ahnenerbes war das Sven Hedin Institut für Innerasienforschung unter der Leitung von Ernst Schäfer. Der kanadische Historiker Michael H. Kater stellt Schäfer als den wissenschaftlichen Kontrapunkt zu den pseudowissenschaftlichen Mitgliedern des SS-Vereins heraus, der nolens volens die „Sache“ mitgemacht habe, um insgeheim seine Fachdisziplinen (Ornithologie, Zoologie, Tibetforschung usw. ) zu fördern. „Schäfer“ – so Kater – „der damals als ‘begeisterungsfähiger junger Mann’ dem Nationalsozialismus bestimmt nicht ablehnend gegenüber stand, anderseits aber aufgrund seiner Erfahrungen und seiner internationalen Beziehungen viel zu sehr Kosmopolit war, als dass er eine vorschnelle Überbewertung nationaler Parolen gutgeheißen hätte, will das Ahnenerbe Himmlers wegen seines pseudowissenschaftlichen Rufes mit Skepsis betrachtet haben.“ (1) Ob dies wirklich so zu sehen ist, wollen wir in den folgenden Kapiteln untersuchen. Aber zuerst beschäftigen wir uns mit dem Mann, dem Schäfer den Namen seines Institutes gab, den Schweden Sven Hedin.

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Warnung vor „Pro Reli“!

Atheistische Hochschulgruppe

Atheistische Hochschulgruppe

Eindeutige Fakten von der Atheistischen Hochschulgruppe.

Unter der verlogenen Parole „Wir wollen Wahlfreiheit“ begehrt der Kirchen-Verein die Freistellung, die Abwahl-Pflicht vom Ethikunterricht für alle Schüler, die an katholischem, evangelischem, jüdischem oder islamischem Religionsunterricht teilnehmen!

Fakten

Jeder Schüler in Berlin kann einen Religionsunterricht (RU) seiner Wahl besuchen. Ist er unter 14 Jahre alt, bestimmen die Eltern. RU ist ein freiwillig zu belegendes Angebot. Die Kirchen beklagen einen Teilnehmerrückgang (wie auch beim Gottesdienstbesuch). Um die RU-Attraktivität zu erhöhen, will „Pro Reli“ die RU-Teilnehmer vom Fach Ethik freistellen lassen. Gleichzeitig bezweckt „Pro Reli“ eine Aufwertung der div. christlichen, jüdischen, islamischen und sonstigen Religionsunterrichte zu 100%-staaatsfinanzierten Fächern: Auch die Ausbildung und Einstellung der RU-Lehrer wäre danach vom Staat zu leisten.
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«Ein Amoklauf beweist gar nichts»

Tim K. soll ihn gespielt haben: Ego-Shooter Far Cry 2 Screenshot: nz

Tim K. soll ihn gespielt haben: Ego-Shooter 'Far Cry 2' Screenshot: nz

Die Ankündigung von Galeria Kaufhof, Gewalt-Games und -Filme aus den Regalen zu nehmen, zeigt vor allem eins: Auf Experten, die keine oder wenige Zusammenhänge zwischen Computerspielen und Amokläufern sehen, hört kaum jemand.
netzeitung.de

Computerspiele werden aus Sicht von Medienforschern, Psychologen und Pädagogen allzu oft und meist vorschnell für reale Gewaltexzesse wie den Amoklauf in Winnenden verantwortlich gemacht.

«Man merkt jetzt, dass die Diskussionen nach einem bekannten Muster ablaufen, aber nicht fundiert. Es ist alles sehr vorhersagbar, was da kommt», sagte Medienforscher Johannes Fromme, Professor für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung an der Universität Magdeburg, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 17-Jähriger ein Counter-Strike-Spiel oder Ähnliches auf dem Rechner hat, ist relativ hoch. Eigentlich ist das normal.»

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Intelligenz hat ihren Preis

Die Fruchtfliege Drosophila heißt eigentlich schwarzbäuchige Taufliege. (Foto: Rickard Ignell)

Die Fruchtfliege Drosophila heißt eigentlich "schwarzbäuchige Taufliege". (Foto: Rickard Ignell)

Polonaise statt Sex – ein kleines Insekt belegt, was viele Skeptiker nicht glauben wollen: Die Evolution ist nicht nur eine Theorie.

Von Birgit Herden

sueddeutsche.de

Evolution sei doch „bloß eine Theorie“ und nicht bewiesen, behaupten noch immer viele Skeptiker. Die Fruchtfliege Drosophila melanogaster könnte darüber nur verwundert ihr mit Antennen bewehrtes Haupt schütteln. Für das winzige Insekt ist Evolution das Alltagsgeschäft im Dienste der Wissenschaft.

Zum Beispiel, wenn es im Labor von Tadeusz Kawecki an der Universität in Lausanne in einer kleinen Kiste landet und sich zwischen zwei Sorten Marmelade entscheiden soll. Bei diesem Experiment gewinnen nur jene Fliegen den Kampf ums Überleben, die rasch lernen und sich richtig entscheiden. Nur ihnen gestattet Kawecki, Nachkommen zu haben. Und diese sind im Durchschnitt schlauer als andere Fliegen.

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Der dunkle Kontinent Kirche

Papst und Pariser, versöhnt! Quelle:weltraumpapst.at

Papst und Pariser, versöhnt! Quelle:weltraumpapst.at

VON HEIKO WERNING taz – online
Oh Gott – Papst jetzt gegen Kondome! Wer den Katholizismus auch nur ein wenig kennt, den kann die Aufregung über die jüngsten Äußerungen des Ratzepapstes nur wundern. Die katholische Kirche ist gegen Kondome! Das ist ja ein Ding! Was kommt da wohl noch? Findet der Papst womöglich auch Schwulsein doof? Ist er am Ende gegen den Satan? Wer hätte das gedacht?

Claudia Roth offenbar nicht, sie wird ganz aufgeregt und quietscht deshalb irgendwas in die Kamera. Uta Ranke-Heinemann auch nicht, was den Verlust ihres Lehrstuhls für katholische Theologie noch im Nachhinein rechtfertigt. Denn wenn sie jetzt allen Ernstes fordert, der Vatikan möge allen Hinterbliebenen von afrikanischen Aids-Toten „medizinische Versorgung finanzieren und ihnen und ihren Familien Schadenersatz leisten“, dann hat sie offensichtlich nichts verstanden vom Wesen dieser Kirche.

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Fünf Klarstellungen zu Fehlwahrnehmungen

Quelle: hpd

Quelle: hpd

(hpd) Immerhin acht Seiten schrieben Andreas Müller und Bernd Vowinkel (im Folgenden: Müller/Vowinkel) als Entgegnung auf meine nur zwei Seiten umfassenden zwölf Thesen, die ein Plädoyer für einen aufgeklärten Atheismus und gegen eine selbstgefällige Religionskritik enthielten.

Eine Entgegnung von Armin Pfahl-Traughber

Obwohl die darin formulierten Polemiken und Unterstellungen zeigen, dass die Autoren nicht unbedingt an einer sachlichen Debatte interessiert sind, soll hier zumindest im Sinne einer Klarstellung auf einige Fehlschlüsse verwiesen werden. Aufgrund deren Fülle findet nur eine Auswahl statt, ergänzt um einige kurze inhaltliche Kommentare. Beides soll nicht als Beginn eines fortwährenden Hin und Her von Kritik, Kritik der Kritik und Kritik der Kritik der Kritik verstanden werden. Einer solchen Debatte könnten dauerhaft wohl selbst die aufmerksamsten Leser nicht mehr folgen. Gleichwohl sollen einige der Ausführungen von Müller/Vowinkel in dem Text „Für eine konsequente Aufklärung“ hier in Form von fünf Klarstellungen kurz kommentiert werden:
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Der „Engel der Kulturen“ rollt an

Quelle: engel-der-kulturen.de

Quelle: engel-der-kulturen.de

VON MONIKA KLEIN RP-Online

Eine ungewöhnliche Kunstaktion, in deren Mittelpunkt der gegenseitige Respekt von Christentum, Judentum und Islam steht, soll im Mai auch Leichlingen berühren. Katholische und evangelische Kirche haben schon Interesse an einer Beteiligung signalisiert.
Mitten durch Leichlingen soll eine rollende Kunstaktion führen, die das Burscheider Künstler-Paar Carmen Dietrich und Gregor Merten geplant hat. Dabei wollen die Initiatoren unter anderem auch an einer oder mehreren Stellen der Blütenstadt Halt machen und Bürger in ihr publikumswirksames Projekt einbeziehen. Anliegen der beiden bildenden Künstler ist das versöhnliche Miteinander der drei abrahamschen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum in gegenseitigem Respekt. Lange experimentierten sie an einem entsprechenden Symbol, das unmissverständlich ausdrückt, was in Worten langer Erklärungen bedürfte.

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World of Bullshit

Der tut nix, der will nur spielen: ein Ork aus World Of Warcraft.    Foto: blizzard/dpa/tmn

Der tut nix, der will nur spielen: ein Ork aus "World Of Warcraft". Foto: blizzard/dpa/tmn

Wie wäre es, statt der „Computerspiele“ mal populistische Studien zu verbieten? Oder deren Lektüre erst „ab 18″ zu erlauben? Es würde nichts helfen, die „Experten“ sind nicht mehr zu stoppen.

VON ARNO FRANKtaz.de

Zwölf Seiten, vollgeschrieben von elf Autoren, liefert der aktuelle Spiegel zum „Amoklauf des Tim K.“. Und weil sich in dieser haarsträubend voyeuristischen Titelgeschichte kein einziges die Tat erhellendes Wort findet, schiebt die Redaktion sicherheitshalber gleich im Anschluss drei Seiten zu einem völlig anderen Thema hinterher, denn: „Deutschlands größte Jugendstudie kommt zu alarmierenden Ergebnissen: Neuntklässler verbringen jeden Tag im Schnitt etwa 140 Minuten mit Computerspielen – mehr als 14.000 gelten als spielsüchtig. Hauptattraktion: das Online-Spektakel ,World Of Warcraft’.“

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Die Gottespest (1883)

Die Gottespest. -- Titelblatt der kommunistischen Kulturzeitschrift Der Gegner. -- 1921-08

Die Gottespest. -- Titelblatt der kommunistischen Kulturzeitschrift "Der Gegner". -- 1921-08

Von Johann Most

Unter allen Geisteskrankheiten, welche „der Mensch in seinem dunklen Drange“ sich systematisch in den Schädel impfte, ist die Gottespest die allerscheußlichste. Wie alles eine Geschichte hat, so ist auch diese Seuche nicht ohne Historie; nur schade, dass es mit der Entwicklung von Unsinn zum Verstand, wie sie im Allgemeinen aus dem Historismus oft gefolgert wird, bei dieser Art Geschichte ganz gewaltig hapert. Der alte Zeus und sein Doppelgänger, der Jupiter — das waren noch ganz anständige, fidele, wir möchten sagen gewissermaßen aufgeklärte Kerle, verglichen mit den jüngsten Drillingssprossen am Stammbaume der Götterei, welche sich, bei Licht besehen, an Brutalität und Grausamkeit getrost mit Vitzliputzli messen können.

Wir wollen übrigens mit den pensionierten oder abgesetzten Göttern überhaupt nicht rechten, denn die richten keinen Schaden mehr an. Die noch amtierenden Wolkenverschieber und Höllen-Terroristen des Himmels aber wollen wir dafür desto respektloser kritisieren, blamieren und abführen. Die Christen haben einen dreifältigen Gott; ihre Vorfahren, die Juden, begnügten sich mit einem einfältigen. Sonst sind beide Gattungen eine recht heitere Gesellschaft. „Altes und neues Testament“ bilden für sie die Quellen aller Weisheit; daher muss man diese „heiligen Schriften“ wohl oder übel lesen, wenn man sie durchschauen und verlachen lernen will.

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Sex, wie Gott ihn mag

 Werbewirksame Themenwahl: Prediger Jerry Lawson aus Good Hope in Alabama.Quelle: BaZ

Werbewirksame Themenwahl: Prediger Jerry Lawson aus Good Hope in Alabama. Quelle: BaZ

Von Martin KilianBasler Zeitung

Ein Pfarrer wirbt im US-Bundesstaat Alabama auf Plakaten für seine Predigten über die körperliche Liebe in der Ehe – zum Unmut von gläubigen Bürgern in der Region.

Good Hope, ein kleines Nest im ländlichen Norden des Bundesstaats Alabama, ist Hinterland. Südstaaten-Hinterland, um genau zu sein. Es liegt im Landkreis Cullman, ein «trockener» Kreis, wo kein Alkohol verkauft werden darf. Die Menschen in Cullman und Good Hope sind konservativ und gottesfürchtig. Und nicht besonders reich. Nun aber ist God Hope wegen der grossflächigen Plakate, die Pastor Jerry Lawson aufstellen liess, ins nationale Gerede gekommen.

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