Somalia: ein zweites Afghanistan?

Die deutsche Fregatte Rheinland-Pfalz bei der Teilnahme an der Atalanta-Mission im März 2009. Bild: EU NAVFOR – Atalanta

Die deutsche Fregatte Rheinland-Pfalz bei der Teilnahme an der Atalanta-Mission im März 2009. Bild: EU NAVFOR – Atalanta

Krieg und Piraterie in dem ostafrikanischen Staat nehmen zu. EU reagiert mit militärischen Plänen und erwägt eine Intervention

Harald Neuber – telelopis

Wird Somalia der nächste internationale Kriegsschauplatz nach Irak und Afghanistan? Während der Bürgerkrieg in dem ostafrikanischen Land eskaliert, drängen mehrere NATO-Staaten und auch der Generalsekretär der Organisation der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, auf ein stärkeres militärisches Engagement. Die Bundesregierung weitet derweil den Armeeeinsatz gegen moderne Piraterie vor der ostafrikanischen Küste aus. Andere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union fordern eine Truppenentsendung auf das somalische Festland. Damit droht die EU sich nicht nur in einen weiteren chaotischen Waffengang zu verstricken. Die außenpolitischen Strategen Brüssels ignorieren auch die Mahnungen von Friedensgruppen, die Gründe des Konfliktes und der Piraterie zu bekämpfen.

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Wikipedia sperrt Scientology-Autoren

Foto:DDP

Foto:DDP

Man muss sie ja nicht mögen. Mit freier Meinungsäußerung hat das jedenfalls nichts mehr zu tun, erinnert mich an die Süddeutsche, denen ging es ähnlich, wegen kritischer Berichterstattung.

Es ist ein beispielloser Vorgang: Die Wikipedia verschließt ihre Texte vor Änderungen durch Scientology-Autoren. Zu oft sollen Anhänger der Glaubensgemeinschaft Texte im eigenen Interesse verändert haben.

Spiegel-Online

Was zu viel ist, ist zu viel. Dem britischen Nachrichtenportal “ The Register“ zufolge hat eine Schiedskommission der Online-Enzyklopädie Wikipedia beschlossen, Wikipedia-Autoren, die von Scientology-Rechnern aus auf die Enzyklopädie zugreifen, künftig zu blockieren. Damit werde die Konsequenz daraus gezogen, dass Lexikoneinträge offenbar wiederholt im Auftrag der umstrittenen Glaubensgemeinschaft verändert wurden. Der Vorgang ist einmalig: Erstmals sperrt die Online-Enzyklopädie, die sich selbst als grundsätzlich freies und offenes Angebot sieht, eine Nutzergruppe komplett aus.

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Der Tod des Heiligen

Quelle: profil.at

Quelle: profil.at

Die Hintergründe des Mordanschlags im Wiener Sikh-Tempel

Schüsse auf indische Gurus, gläubige Sikhs, die bei der Sonntagspredigt mit Dolchen übereinander herfallen, und Behörden, die Warnungen nicht gehört haben wollen – wie ein uralter religiöser, sozialer und politischer Konflikt in einem Wiener Tempel explodierte.

Von Edith Meinhart, Gunther Müller, Martin Staudinger und Robert Treichler - profil.at

Sie bringen ihn nach Hause: In ein paar Tagen werden die österreichischen Anhänger der indischen Ravidas-Sekte ihren Heiligen Sant Rama Nand zum Flughafen Wien-Schwechat begleiten. Von dort aus tritt er eine mehrere Tage dauernde Reise an. Erst soll er nach Neu-Delhi geflogen werden, anschließend in die nordindische Stadt Jalandhar im Bundesstaat Punjab, wo sich das geistliche Zentrum seiner Glaubensgemeinschaft befindet. Dann wird der Guru, ermordet am Sonntag, dem 24. Mai, während einer Predigt im 15. Wiener Gemeindebezirk, feierlich verbrannt.

Dem Feuer übergeben wird auch der Leichnam des Inders Vijay Kumar, der einen Tag nach dem Tod von Sant Rama Nand in Jalandhar erschossen wurde, als er mit einem aufgebrachten Mob das Haus eines Stadtpolitikers attackierte; und auch die sterblichen Überreste von Roopi Rani, die mit einem Herzinfarkt zusammenbrach, als die Polizei ihren Sohn abholte, der unter Verdacht geraten war, an Krawallen beteiligt gewesen zu sein.

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Christen kontern mit evangelistischer Buskampagne

Und wenn es ihn doch gibt... ist ab diesem Wochenende auf einem Bus zu lesen, der eine atheistische Kampagne durch Deutschland begleitet. (Foto: CfC)

"Und wenn es ihn doch gibt..." ist ab diesem Wochenende auf einem Bus zu lesen, der eine atheistische Kampagne durch Deutschland begleitet. (Foto: CfC)

(PRO) Während ab diesem Samstag ein Atheisten-Bus durch Deutschland fährt, nutzen Christen in Berlin die mediale Aufmerksamkeit, um zu evangelisieren – und zwar mit denselben Mitteln. „Campus für Christus“ sponsert einen Bus mit der Aufschrift „Und wenn es ihn doch gibt…“.

„Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.“ Dieser Satz geht derzeit um die Welt. Oder besser, er rollt. Spanien, Großbritannien und die USA kennen die Busse mit den Atheisten-Botschaften schon, ab Samstag fährt einer von ihnen auch durch Deutschland. Doch er ist nicht allein. Auf der Tour bis zum 18. Juni werden die Atheisten von einem Bus der Organisation „Campus für Christus“ (CfC) begleitet. Diese „Gottkennen-Tour“ wirbt mit dem Slogan „Und wenn es ihn doch gibt…“.

„Und wenn es ihn doch gibt?“

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Beantwortet die Fragen an den Ryan Commission Report

Deutlicher geht es nicht. Ein Film der bedrückende Fragen stellt und Antworten einfordert.

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Weg frei für Klosterschule

Klosterschule, Quelle phil.uni-passau.de

Klosterschule, Quelle phil.uni-passau.de

TLZ.de

Leinefelde-Worbis. (tlz) Der Kreistag hat den Weg frei für eine Grundschule mit christlich-humanistischem Leitbild gemacht. Mit den Stimmen der CDU wurde gestern ein Grundsatzbeschluss gefasst. Mit dem Arbeitsauftrag soll ein Konzept entwickelt werden. Ob an dessen Ende eine Modellschule steht, entscheidet das Kultusministerium. Die Opposition behauptet weiterhin, das Vorhaben ist verfassungswidrig.Landrat Werner Henning (CDU) war am Schluss der letzten Sitzung des Kreistages vor der Kommunalwahl erleichtert. Hitzige Debatten hatte es nochmals um das Vorhaben in Worbis gegeben und den Kreistag gespalten: in die Befürworter aus den Reihen der CDU, die die Mehrheit stellt, und den Gegnern von SPD und Linke.

Mit dem Umzug der staatlichen Grundschule Worbis in das ehemalige Franziskanerkloster soll ein Modellprojekt initiiert werden. Die christlich-humanistische Wertevermittlung könnte im Mittelpunkt stehen.

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»Ehrenbetriebswirtin«

Foto: dpa, Verona Pooth

Foto: dpa, Verona Pooth

Prof. Axel Meyer, Ph., D., Evolutionsbiologe und Zoologe Universität Konstanz

Die verlorene Ehre des Doktor h.c.

Universitäten in den USA haben sich die schöne Tradition der Abschlussfeiern erhalten. Den Studenten werden ihre Diplome in einer großen öffentlichen Zeremonie überreicht. Die Eltern der Studenten sind anwesend, die Studenten und Professoren tragen akademische Roben, und ein Festredner gibt ihnen Ratschläge für den nächsten Lebensabschnitt. Meist ist dieser Redner berühmt, und oft bekommt er neben einem saftigen Salär (Al Gores Sprechgebühr soll 100 000 Dollar betragen) auch einen Ehrendoktortitel.

Präsident Obama hielt seine erste Ansprache zu so einem Anlass letzte Woche an der Arizona State University (ASU), obwohl sie ihm keine Ehrendoktorwürde verleihen wollte. Diese Universität lässt 92 Prozent aller Bewerber zu, ist also nicht besonders selektiv und bisher auch nicht durch besonders hohe akademische Standards ausgezeichnet. ASU verweigerte die Ehrendoktorwürde für Obama mit dem Argument, dass er bisher noch nicht genug geleistet habe.

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Der Gotteswahn des Mr. Bush

Gog and Magog, Quelle: wilsonsalmanac.com

Gog and Magog, Quelle: wilsonsalmanac.com

Vor ein paar Tagen hatten wir ja die Berichterstattung des US-amerikanischen Verteidigungsministers D. Rumsfeld an den Präsidenten der USA, G.W. Bush zum Thema. Scheinbar war die Sache nicht mehr zu toppen. Das genau ist der Irrtum, die „Zurechnungsfähigkeit“ des amerikanischen Präsidenten war wohl doch nicht mehr im Bereich normalen Verhaltens.

Die Enthüllungen gehen weiter. Rumsfeld konnte sicher sein, mit seinen Bibelsprüchen, den Präsidenten in entsprechender Form zu beeinflussen. Das Folgende ergibt in diesem Kontext einen Sinn.
2003, in der Formungsphase der „Koalition der Willigen“, im Krieg gegen den Irak, kam es zu einer Unterhaltung zwischen Bush und dem französischen Präsidenten Jacques Chirac. Bush webte eine Geschichte um die biblischen Gestalten Gog und Magog.

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Wahl Dodo des Monats Mai 2009

GRÜNE Anthroposophie und Lobbyismus

Abgeordnetenwatch und Hiltrud Breyer – im Hause und im Dienste Rudolf Steiners

Initiativen wie „Mehr Demokratie“ und die Internetplattform „abgeordnetenwatch.de“ gelten als vorbildliche Projekte für Partizipation, Bürgernähe und Transparenz. Die Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, Hiltrud Breyer, präsentiert sich gern als mutige Streiterin gegen die Macht der „Pharma-Lobby“. Engagierte Bürger und Volksvertreter wirken aufklärend zum Wohle der Allgemeinheit und gegen unlautere Einflussnahmen auf die Gesetzgebung. Das hört sich gut an.

„abgeordnetenwatch.de macht auch das Verhalten gewählter Volksvertreter transparent, indem es deren Abstimmungsverhalten und alle Fragen und Antworten von und an Abgeordnete öffentlich dokumentiert. (…) Gleichzeitig erhalten Abgeordnete -die sonst nur das Sprachrohr des Wahlkampfes haben- die Möglichkeit, über die online Plattformen direkten Kontakt zu einer breiteren Basis zu halten und neue Ideen zu verbreiten. Durch einen rigorosen Ethik-Codex und Moderatoren wird erreicht, die Neutralität der Plattform zu wahren und Missbrauch zu verhindern.“ (abgeordnetenwatch.de)

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»Illegale Apotheker«

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Scientology-Kreuz

Die umstrittene Organisation steht seit Montag wegen „organisierten gemeinschaftlichen Betruges“ vor Gericht. Scientology soll Mitglieder unter Druck gesetzt und ihnen Produkte zu überhöhten Preisen verkauft haben.

DiePresse.com

Die Scientology-Organisation steht in Frankreich seit Montag wegen „organisierten gemeinschaftlichen Betruges“ vor Gericht – ihr droht im Falle der Verurteilung die Auflösung. Die französische Scientology-Zentrale und ihre Buchhandlung müssen sich als juristische Personen vor einem Pariser Strafgericht verantworten. Ebenfalls angeklagt sind sieben Mitglieder der Organisation, die in Frankreich als Sekte gilt. Die Anklage wirft Scientology vor, ihre Mitglieder unter Druck zu setzen und ihnen zu überhöhten Preisen Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen.

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Aufregung um Fossil-Logo

Quelle: blog.arhg.net

Quelle: blog.arhg.net

Die Suchmaschine Google hat den Zorn amerikanischer orthodoxer Christen auf sich gezogen.

dnews.de/netzwelt

Diese sind sauer, weil das Unternehmen am Mittwoch sein Logo der Präsentation eines 47 Millionen Jahre alten Fossils angepasst hat.

Das Fossil wurde am Dienstag in New York vorgestellt.

Es handelt sich um die gut erhaltenen Reste eines Primaten, den einige Wissenschaftler für einen Verwandten der gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Menschenaffen halten.

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‘Hätt’ Maria abgetrieben …’

Quelle: kath.net

Quelle: kath.net

„Wir sind hier, um Eure religiösen Gefühle zu verletzen“ – Ein Bericht von der linksradikalen Demo gegen den Psychotherapiekongress in Marburg

KATH.NET – von Karsten Huhn

„Meine Damen und Herren, liebe Homos“, sagt die Sprecherin des Bündnisses „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiöse Fundamentalisten“ zur Begrüßung. Etwa 1.000 Demonstranten haben sich zu Christi Himmelfahrt um elf Uhr vor dem Marburger Bahnhof eingefunden, bewacht werden sie von etwa 200 Polizisten. Der Marsch geht durch die Innenstadt, vorbei an der gotischen Elisabethkirche zur Stadthalle, in der der Kongress für Psychotherapie und Seelsorge stattfindet. Gegen diesen richtet sich der Zorn der Demonstranten. Reaktionär und pseudowissenschaftlich sei der Kongress und müsse deshalb verhindert werden, ruft die Sprecherin.

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Fundamentale Überzeugungen

Was Evangelikale unter „Suchet der Stadt Bestes“ verstehen. Quelle: idea.de

Was Evangelikale unter „Suchet der Stadt Bestes“ verstehen. Quelle: idea.de

idea.de

Unter dem Titel „Suchet der Stadt Bestes“ hat die Deutsche Evangelische Allianz gesellschaftliche Grundüberzeugungen veröffentlicht. In der 13-seitigen Schrift der theologisch konservativen Protestanten werden Forderungen nach einem christlichen Staat abgelehnt.

Der geistliche Auftrag der Kirche unterscheide sich grundlegend vom weltlichen Auftrag des Staates, heißt es in dem vom Hauptvorstand des evangelikalen Dachverbandes am 22. Mai in Bad Blankenburg veröffentlichten Papier. Von den staatlichen Organen wird aber erwartet, dass sie sich an die christlichen Wurzeln der modernen Demokratie erinnern, sie fördern und sich von ihnen leiten lassen. Dazu gehöre insbesondere der Schutz von Ehe und Familie.

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Du bist Terrorist!

Abmahnung steht bevor

(gulli) Im Internet erfreut sich seit einiger Zeit das Video „Du bist Terrorist“, das sich kritisch mit der aktuellen Antiterror-Politik auseinandersetzt, großer Beliebtheit. Nun könnte der Verantwortliche jedoch rechtliche Probleme bekommen.

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Quantengravitation, Inflationstheorie und Superstrings

Quelle: SpaceMojo.com

Quelle: SpaceMojo.com

Jenseits des Urknalls

Was vor dem Beginn der Zeit geschah

Von Frank GrotelüschenDeutschlandfunk

Der Urknall gilt den meisten Kosmologen als Geburtsstunde des Universums. Die Frage, was sich vorher zutrug, wurde lange als sinnlos abgetan. Doch immer mehr Forscher denken um. Theorien über die Welt jenseits des Urknalls werden ernsthaft diskutiert. Philosophisch bergen die Thesen einige Sprengkraft

Eine Zeitreise in die Vergangenheit.

In die tiefe Vergangenheit.

Homo sapiens ist jung. Er erschien vor 100.000 Jahren.

Dinosaurier – gab es bis vor 65 Millionen Jahren.

Die Erde und das Sonnensystem – entstanden vor 4,5 Milliarden Jahren.

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Das K(C)ern bei S(G)enf

Quelle: rappelkopf.at

Quelle: rappelkopf.at

rappelkopf – Österreichs exquisites Satiremagazin

Von Mario Herger

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) gab heute bekannt, dass 2010 die Mitgliedschaft Österreichs beim europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf gekündigt wird. Stattdessen sollen die freigewordenen Forschungsmittel in andere Projekte gesteckt werden. Die heimische Forscherelite wurde von dieser Ankündigung aus dem politischen Schlaf gebeamt.

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DIE GRÜNEN – Klub des Irrationalen

Quelle: www.dokeo.de

Quelle: www.dokeo.de

Pressemitteilung der Grünen (PM 0438/09, E-Mail-Newsletter)

Mit so einem Aufruf ist man nicht wählbar!

NR. 0438
Datum: 20. Mai 2009

Komplementärmedizin stärken – Impulse aus der Schweiz aufgreifen

Zum mit einer Zweidrittelmehrheit angenommenen Volksentscheid zur Aufnahme der Komplementärmedizin in die Schweizer Verfassung erklärt Biggi Bender, gesundheitspolitische Sprecherin(die Eso-Fee der GRÜNEN, Anm. Blog):

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Bischof Huber: Gott ist nicht real

© DDP, Managermagazin

© DDP, Managermagazin

Peter MonnerjahnTelepolis

Es ist ein großer Schritt für die Annäherung zwischen Gläubigen und Naturalisten: Der Berliner Bischof erklärt, warum es in unserem Universum keinen Gott geben kann und Religion Privatsache ist

Bisher kaum beachtet von der Welt hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und Berliner Bischof Wolfgang Huber begonnen, eine Brücke zwischen Gläubigen und Menschen mit einem naturalistischen Weltverständnis zu schlagen. In feinem Kontrast zu seinem Engagement für einen konfessionsgebundenen Religionsunterricht in Schulen wirft Huber damit ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit, zwischen mit Vernunft entscheidbaren Fragen und anderen differenzieren zu können.

Wie der ehemalige Professor für Theologie in seinem Buch „Der christliche Glaube“ausführt, ist es ein grundlegender Fehler, Gott als etwas anzusehen, das an die Bedingungen von Raum und Zeit, also der objektivierbaren Realität, gebunden ist. Hier stellt er sich unmissverständlich an die Seite anderer religionskritischer Stimmen wie der von Richard Dawkins, der ebenfalls darauf hinweist (u.a. in seinem Buch „The God Delusion“, dt. „Der Gotteswahn“), dass jegliche Gottheit nicht gut mit unseren Erkenntnissen über Raum und Zeit, also das Universum, in Einklang zu bringen ist.

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Der Landesverband Hessen des Lesben und Schwulenverband

LSVD-Infostand, Quelle: LSVD

LSVD-Infostand, Quelle: LSVD

in Deutschland begrüßt die demokratische und zivilgesellschaftliche Diskussion zur umstrittenen Seelsorger- und Therapeutentagung vom 20.-24.Mai 2009 in den Räumen der Philipps-Universität und der Stadt Marburg.

Bedauerlicherweise haben die Veranstalter, die Führung der Philipps-Universität und die Stadt Marburg nicht die Kraft daraus Konsequenzen zu ziehen. Sie geben fahrlässig religiös motivierter Homophobie den Anschein des wissenschaftlich Abgesicherten und des gesellschaftlich Akzeptierten.

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Katholische Kinderpornografie

Irland wirkt friedlich, die Studie deckt das Unfriedliche darunter auf Foto: dpa

Irland wirkt friedlich, die Studie deckt das Unfriedliche darunter auf Foto: dpa

Studie deckt Gewalt an katholischen Schulen auf:
Irische Schüler massenhaft missbraucht

Netzeitung

Ordensführer haben die Vorwürfe als Übertreibungen zurückgewiesen. Doch die Aussagen hunderter traumatisierter Ex-Schüler erschüttern Irland: Schläge, Belästigung und Vergewaltigung mussten sie über sich ergehen lassen.

Tausende von Kindern sind in katholischen Schulen Irlands jahrzehntelang geschlagen, gedemütigt und vergewaltigt worden. Das geht aus dem Bericht einer Kommission hervor, die am Mittwoch nach neunjähriger Arbeit ihre Ermittlungen vorlegte.

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Mit Gott, Jesaja und Petrus gegen S.Hussein und die Taliban

*May 17 - 00:05*

Quelle. GQ Article

Die modernen Kreuzzüge der christlichen Gotteskrieger, ich habe es immer gesagt, aber angesichts der Bilder musste ich doch den Kopf schütteln. Die streng-geheimen Berichterstattungen des US-amerikanischen Verteidigungsministers mit Bibelzitaten und Psalmsprüchen gewürzt. Kriegerische Bilder untermalt mit Bibelsprüchen, sollten der Unterrichtung des US-Präsidenten das richtige Gewicht verleihen.
Auf dem rechten Bild ist ein Panzer zu sehen, der durch die Wüste fährt, garniert mit

„Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt“ (Epheser 6,13).

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»Ich misstraue jedem Gottesbeweis«

Richard David Precht (2009), wikipedia

Richard David Precht (2009), wikipedia

Philosoph Richard David Precht und die Darwinismus-Debatte

Nürnberger Zeitung

Während heute niemand mehr bezweifelt, dass sich die Erde um die Sonne dreht, stoßen Darwins Erkenntnisse immer noch auf Widerspruch. «Die Fruchtbarkeit der Evolution – Humanismus zwischen Zufall und Notwendigkeit» ist das Thema einer Tagung, die heute im Nürnberger Planetarium beginnt. Dort spricht auch der Philosoph und Autor Richard David Precht, dessen Bücher («Wer bin ich und wenn ja, wie viele?» sowie «Liebe – ein unordentliches Gefühl») Bestseller sind. Die NZ sprach mit ihm.

NZ: Keine wissenschaftliche Erkenntnis wird so heftig abgelehnt wie die Evolutionslehre. Kreationisten nehmen den Schöpfungsbericht der Bibel wortwörtlich. In Deutschland sind dies 25 Prozent, in der Türkei 70, in den USA 40. Woher kommt die Wissenschaftsfeindlichkeit, die auch in der Alternativmedizin Fuß gefasst hat? Marschieren wir auf ein neues Mittelalter zu?

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The Missing Link

This 95%-complete lemur monkey is described as the eighth wonder of the world

This 95%-complete 'lemur monkey' is described as the "eighth wonder of the world"

Da ist sie. 47 Millionen Jahre alt und fast noch komplett beieinander. Eines der ersten veröffentlichten Fotos überhaupt. Seit nahezu 200 Jahren sind die Wissenschaftler aus aller Welt auf der Suche nach einem Bindeglied, nämlich unserem Verbund mit der restlichen Tierwelt.

Am gestrigen Dienstag wurde der Fund der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Das Skelett des Lemuren ist zu 95% komplett. „Ida“ heisst sie und wird von den Experten als das achte Weltwunder bezeichnet.

Nach Aussagen der Fachleute beweist diese Übergangsform die Richtigkeit der Evolutionstheorie nach Darwin. David Attenborough meinte: „Darwin würde entzückt sein, wenn er dieses Fossil sehen könnte.“ Dieses kleine Geschöpf zeigt die Verbindung des Menschen zum Rest der Säugetiere.

Ein Team von Fossil-Experten haben die 1 Fuß 9 Zoll Lemuren-Dame, über einen Zeitraum von 2 Jahren untersucht. Geleitet wurde das Team von Prof. Jorn Hurum vom National Historischen Museum Norwegens.

Dieses Fossil ist ein wirklicher Teil unserer Geschichte, dass ist Teil unserer Evolution, tief, tief zurück, in den Ewigkeiten der Zeit, vor 47 Millionen Jahren.

Prof. Jorn Hurum

skynews

Verschwörung gegen das Christentum

Quelle: photobuckett.com

Quelle: photobuckett.com

„Multikultur braucht einen Champion“

Matthias ThibautDer Tagesspiegel

Aaqil Ahmed ist Religionsexperte des BBC, die mit ihrem Festhalten am Multikulturalismus immer öfter in Bedrängnis kommt. Vor allem die Christen fühlen sich versetzt. Ein Porträt.

Nur Wochen, nachdem der Erzbischof von Canterbury sich beim Lunch mit dem BBC-Generaldirektor beschwerte, das Christentum werde in der Berichterstattung des Senders „an den Rand gedrängt“, ernannte die BBC einen gläubigen Muslim zum Programmchef für „Religion und Ethik“. Aaqil Ahmed, 38 Jahre, Sohn eines pakistanischen Markthändlers, der nach Bolton in Nordengland emigriert war, stach im Bewerbungsverfahren einen Methodistenprediger aus.

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Evolution und Kreationismus

Vortragsfolien und Erläuterungen von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder – Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin

Wir sind kein reiner Zufall, Prof.Dr. Leinfelder

"Wir sind kein reiner Zufall", Prof.Dr. Leinfelder

Nein, wer sich gefragt haben sollte, ob der Blogautor (Prof.Dr. Leinfelder)  nun gar zum Kreationisten geworden sei, wird sich wundern. Dass wir dennoch kein reiner Zufall sind, sondern dass der Zufall innerhalb statistischer, geologischer und biologischer Rahmenbedingungen stattfindet, dass Selektion alles andere als zufällig ist und etliches mehr, davon handeln eigene Vorträge rund ums Darwin-Jahr. Einer dieser Vorträge (gehalten am 6.3.2008) ist nun in Form von kommentierten Vortragsfolien als Webangebot verfügbar.

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Dodoeskes Gequatsche

Küsst die Kreationisten, wo ihr sie trefft!

©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at

©Oliver Schopf(mfG) derStandard.at

von Benno Kirsch – opinio

Vernünftige Menschen lehnen die kreationistische Lehre ab – und verteidigen die Kreationisten gegen darwinistische Angriffe. Denn es geht um mehr…

Sie haben es vielleicht schon mitbekommen: 2009 ist „Darwinjahr“. Die Geburt des großen britischen Naturforschers Charles Darwin jährt sich zum 200. und die erstmalige Veröffentlichung seines epochemachenden Buches „Über die Entstehung der Arten“ zum 150. Mal.

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Kreationismus im Hörsaal

Werner Gitt, Quelle: CreationWiki

Werner Gitt, Quelle: CreationWiki

Mission Gottesreich

Die Bibel ist für christliche Fundamentalisten Lebens- und Glaubensgrundlage, andere Religionen lehnen sie ab, alle Nichtchristen wollen sie bekehren. Homosexualität gilt als Sünde und Krankheit, die Evolutionstheorie stellen sie in Frage. Wir wollen kritisch über die Evangelikale Bewegung informieren. Unser Buch “Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland” bietet einen Überblick. In dem Blog wollen wir Reaktionen auf das Buch veröffentlichen und auf weitere Berichte über Evangelikale hinweisen. Außerdem fassen wir einige Berichte von Evangelikalen zusammen.

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Gutmensch vs. Islamophobist?

Kongress bekommt Unterstützung von Neonazis!

schwule_nazis

Homosexuelle Neonazis müssen sich verstecken, um nicht Opfer brauner Gewalt zu werden.

Der umstrittene „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“, der vom 20. bis zum 24. Mai in Marburg geplant ist, bekommt neben Unterstützung aus rechtskonservativen Kreisen nun auch Rückendeckung aus dem extrem rechten Milieu von NPD und DVU. Das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ zeigt sich schockiert über die Argumentationsparallelen zwischen KongressveranstalterInnen und extremer Rechte und bekräftigt die Aufforderung, dieser Veranstaltung auf der Demonstration am Donnerstag, 21.05.2009, eine entschlossene Absage zu erteilen.

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Wunschlos glücklich?

der Wunsch, von Annett Lüllepop Acryl auf Leinwand, 2006

"der Wunsch", von Annett Lüllepop Acryl auf Leinwand, 2006

von Martin Klebes – parapluie

Wie wirklich sind unsere Wünsche? — Die analytische Philosophie des Geistes kommt zu kontroversen Schlüssen, wenn es darum geht, zu klären, was geschieht, wenn wir „Ich wünsche …“ sagen.

Das Englische macht es (sich) leichter: das Konglomerat aus materiellen Wünschen, geistigen Sehnsüchten und sexuellem Begehren ist hier mit einem Wort zu bezeichnen. Dies kann zu terminologischen Verwirrungen wie auch zu einsichtsvoll-unauflösbaren Mehrdeutigkeiten führen. Man erinnere sich nur an Tennessee Williams A Streetcar Named Desire: abgesehen von der Frage, ob eine zwingende Entsprechung zwischen einem Straßenbahnwaggon und seinem Ziel besteht, kann es keine deutsche Übersetzung geben, die alle drei obigen Elemente von desire in sich vereinigt. Endstation Sehnsucht war immer nur eine Teilübersetzung des Originaltitels, der auf die im Stück ausgespielten Sehnsüchte von Blanche, sexuellen drives von Stanley sowie die materiellen Wünsche/Notwendigkeiten von allen anspielt. Auch ich werde angesichts des sprachlichen Trilemmas in diesem Text für nicht mehr als eine Teilübersetzung von desire optieren können.

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Freiheitlich, demokratisches, grundordentliches Lauschen

James B. Conant: US-Hochkommissar James B. Conant (l.) behielt sich die Genehmigung für das Abhören von Telefonaten und die Kontrolle der Post politisch sensibler Personen persönlich vor. Die Aufnahme zeigt ihn bei seiner Vrabschiedung als US-Botschafter in Deutschland am 19. Februar 1957 in Bonn mit Kanzleramtsstaatssekretär Hans Globke (r.).ASSOCIATED PRESS Redaktion einestages

James B. Conant: US-Hochkommissar James B. Conant (l.) behielt sich die Genehmigung für das Abhören von Telefonaten und die Kontrolle der Post "politisch sensibler Personen" persönlich vor. Die Aufnahme zeigt ihn bei seiner Vrabschiedung als US-Botschafter in Deutschland am 19. Februar 1957 in Bonn mit Kanzleramtsstaatssekretär Hans Globke (r.).ASSOCIATED PRESS Redaktion einestages

Großer Lauschangriff im Kalten Krieg

90.000 belauschte Telefone und Brieföffnungsmaschinen in Postämtern: In bislang unbekanntem Ausmaß schnüffelten die West-Alliierten zwischen 1949 und 1968 die Bundesbürger aus – mit Hilfe deutscher Stellen.

Von Axel Frohn und Klaus Wiegrefe – EINESTAGES

Der Reporter der „Frankenpost“ klopfte gegen 16 Uhr 45 an die Tür des Büros 310 im Hauptpostamt der bayerischen Stadt Hof. Es dauerte einen Augenblick, dann öffnete ein hagerer Mann mit Brille die Tür und drängte den neugierigen Zeitungsmann auf den Flur ab. Er habe einen Tipp bekommen, erklärte der Journalist, dass hier Telefonate abgehört würden. Ob das stimme. Der Hagere verweigerte die Auskunft: „Geben Sie sich keine Mühe, ich sage Ihnen nicht das geringste.“ Dementis klingen anders.

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Die Psychopathen von Afghanistan

Quelle: soldatenglueck.de

Quelle: soldatenglueck.de

Wer sind die wirklichen Psychopathen in Afghanistan?

von Chris Hedges, Truthdig, AlterNet

Die Körper von Dutzenden, vielleicht auch mehr als einhundert Frauen, Kindern und Männern, deren Leichen in kleine Stücken menschlichen Fleisches zerissen wurden, hervorgerufen durch Splitterbomben, die US-amerikanische Kampflugzeuge auf ein Dorf in der westlichen Provinz Farah abgeworfen haben, zeigen die Sinnlosigkeit des Krieges und seine Entwicklung in Afghanistan.

Die USA haben, in diesem Jahr, doppelt soviele afghanische Zivilisten getötet, als die Taliban.

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NPD-Propaganda auf Bundestagsseite

Der rechtsextreme Sänger Frank Rennicke bei einem Auftritt beim Politischen Aschermittwoch der Bürgerinitiative Ausländerstopp 2008 in München. Im Hintergrund ein Plakat mit der Aufschrift: Kriminelle Ausländer raus. (Foto: SZ)

Der rechtsextreme Sänger Frank Rennicke bei einem Auftritt beim Politischen Aschermittwoch der "Bürgerinitiative Ausländerstopp" 2008 in München. Im Hintergrund ein Plakat mit der Aufschrift: "Kriminelle Ausländer raus". (Foto: SZ)

Von Bernd Oswald – Süddeutsche Zeitung

Der Bundestag stellte Propaganda-Zitate über den Präsidentschaftskandidaten der NPD, Frank Rennicke, auf die Homepage – ein Fauxpas mit Folgen.

In der Öffentlichkeit ist es kaum bekannt, aber bei der Bundespräsidentenwahl am 23. Mai gibt es vier Bewerber. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das einigermaßen spannende Duell zwischen CDU-Amtsinhaber Horst Köhler und SPD-Kandidatin Gesine Schwan. Im Oktober 2008 warf der Schauspieler Peter Sodann seinen Hut in den Ring, er kandidiert für die Linke.

Anfang April kam schließlich noch der vierte Kandidat hinzu: der rechtsextreme Liedermacher Frank Rennicke, der als gemeinsamer Kandidat von NPD und DVU antritt – auch wenn das „nicht auf meinen Wunsch“ erfolgte, wie Rennicke der NPD-Zeitung Deutsche Stimme sagte. Nun kandidiert er paradoxerweise für das höchste Amt des Staates, den er „nur als Inbegriff für Intoleranz, Gesinnungsjustizapparat und ehrenhaften Zeitgeist“ erlebt habe, wie er weiter ausführte.

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Seltsamer Hessischer Kulturpreis

Quelle: Kölner Stadtanzeiger

Navid Kermani Quelle: Kölner Stadtanzeiger

Navid Kermani:

Kreuzen gegenüber bin ich prinzipiell negativ eingestellt. Nicht, dass ich die Menschen, die zum Kreuz beten, weniger respektiere als andere betende Menschen. Es ist kein Vorwurf. Es ist eine Absage. Gerade weil ich ernst nehme, was es darstellt, lehne ich das Kreuz rundherum ab. Nebenbei finde ich die Hypostasierung des Schmerzes barbarisch, körperfeindlich, ein Undank gegenüber der Schöpfung, über die wir uns freuen, die wir geniessen sollen, auf dass wir den Schöpfer erkennen. Ich kann im Herzen verstehen, warum Judentum und Islam die Kreuzigung ablehnen. Sie tun es ja höflich, viel zu höflich, wie mir manchmal erscheint, wenn ich Christen die Trinität erklären höre und die Wiederauferstehung und dass Jesus für unsere Sünden gestorben sei.

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