
Nach den Mißbrauchsfällen in Irland wendet sich Benedikt XVI. auf einer außerordentlichen Zusammenkunft mit einigen ermahnenden Worten an die irischen Bischöfe (Vatikan, 15.2.2010)
Von Uta Ranke-Heinemann – JW
Der Papst weint Krokodilstränen
Hintergrund. Die Geheimschreiben aus dem Vatikan und die Vertuschung der Pädophilieverbrechen
Im Moment werden wir mit einer Welle von Pädophiliefällen in der katholischen Kirche konfrontiert. Warum in der katholischen Kirche? Sind Protestanten weniger pädophil veranlagt als Katholiken? Neigen Homosexuelle mehr zur Pädophilie als Heterosexuelle? Die Zusammenhänge kann man nur verstehen nach einem kurzen historischen Überblick.
Gott, der Urheber des Universums, hat Heterosexuelle und Homosexuelle geschaffen. Und es steht niemandem zu, den Urheber des Universums zu korrigieren. Aber das Christentum hat, sobald es zur Macht kam, versucht, die Homosexuellen mit Bibelworten, z. B. im 3. Buch Mose, Kapitel 20, auszurotten. Dort heißt es: »Wenn einer bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, sollen sie getötet werden.« Der christliche Kaiser Theodosius bestimmte 390, daß alle Homosexuellen verbrannt werden sollten (Codex Theodosianus 9,7,6). Dies Gesetz führte sofort zu dem größten Massaker der Antike: dem Blutbad von Thessalonike im Jahr 390. Der oberste Militärbefehlshaber Butherich war von einer aufgebrachten Menge ermordet worden, als er einen beliebten Wagenlenker verhaftete, der ein Verhältnis mit Butherichs Mundschenk hatte. Daraufhin ließ Theodosius 7000 ahnungslose Kinder, Frauen, Männer, Greise unter einem Vorwand in den Zirkus locken und dort abschlachten.
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