Stevia: Streit um Milliarden-Markt

Stevia-Pflanze

Stevia-Pflanze (CC-by-sa/3.0/de by Sten)

Die seit einiger Zeit heftig entbrannte Debatte um die Vermarktung des Süßstoffes Steviolglykosid aus der südamerikanischen Pflanze Stevia in der EU verdient Aufmerksamkeit. Bei dem von seinen Befürwortern oft geradezu als Wundermittel für Diabetiker und Übergewichtige wie eine „Heilsbotschaft“ angepriesenen Pflanzenextrakt geht es zuvorderst um harte Interessen, nicht um eine „tolle Idee“, wie man auf den ersten Blick meint.

Es gibt einen milliardenschweren Markt und mutmaßlich gab es nutzbringende Käuflichkeit in der Wissenschaftsszene.  Die etwaige Korruption ist natürlich – wie schon bei den Katholiken zu bewundern – allesamt längst verjährt. Nirgends ein Grund sich zu ärgern! Den Rest des Beitrags lesen »

Religiöse Intoleranz und Diskriminierung

Kreuz / Bild: (c) AP (BORIS GRDANOSKI)

Ein Symposium in Graz beschäftigte sich mit religiöser Intoleranz und Diskriminierung in Europa.

Von Martin Walpot (Die Presse)

Kärnten versuchte durch bauliche Bestimmungen, die „bösen“ Minarette abzuwenden. Oder: Ein Zeuge Jehovas wird von seinem Arbeitgeber auf Werkvertragsbasis angestellt, da jener fürchtet, sein Unternehmen könnte einer Missionierungswelle anheimfallen. Diese beiden Beispiele lassen das Recht auf Religionsfreiheit in der Praxis zum Wunsch verkümmern. „Ein hoheitlich vorgehender Staat dürfe keine religiösen Inhalte miteinbeziehen“, sagt Christian Brünner, Ex-Politiker und Jurist an der Uni Graz, der Ende dieser Woche zu einer Tagung über religiöse Intoleranz und Diskriminierung geladen hat. Er spricht damit die von vielen Nationen praktizierte Trennung zwischen Kirche und Staat an. Das hätte zur Folge, dass Religionen in ihrer Bindungskraft immer weiter abnehmen. Der staatliche „Schutz vor Religion“ – am Beispiel des laizistisch geprägten Frankreich – weist daher einen eher bitteren Beigeschmack auf.

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Bistum Regensburg im ZAPP Video

Einer der wenigen mutigen journalistischen Lichtblicke steuert nach wie vor das NDR-Medienmagazin ZAPP bei. Zum leidigen Thema Diozöse Regensburg und dem notorisch gegen kleine Blogger vorpreschenden Krawall-Bischof Müller muss dies auf dem Brightsblog dokumentiert werden.

Aufgeklärt, abgemahnt – Kritische Berichte über das Bistum Regensburg – ZAPP Medienmagazin – NDR auf YouTube

SOS Kanaren – Artenschutz Demontage

SOS am Strand von La Tejita in El Médano. Schon 2005 haben Umweltschützer auf die Problematik des Hafenbaus von Ganadilla und die Gefahr für die Umwelt aufmerksam gemacht.

Von Michaela EnzmanDelfinder

Kanaren schützen im Jahr der Biodiversität 260 Arten weniger

Das Jahr 2010 wurde von der Generalversammlung der UNO zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Dem zum Trotz wird auf den Kanaren der Artenschutz per Gesetz verringert. Am 19. Mai 2010 ist im kanarischen Parlament das Gesetz für einen neuen Artenschutzkatalog verabschiedet worden. Der neue Katalog streicht fast 90 Arten und 170 Arten wurden in der Kategorie herabgesetzt. Von Wissenschaftlern, Fachleuten und beiden kanarischen Universitäten wird dieses Gesetz abgelehnt. Umweltschützer werfen der kanarischen Regierung vor, mit dem neuen Gesetz umstrittenen Bauvorhaben, wie dem Hafen von Granadilla, die Bahn frei machen zu wollen.

Der Gesetzesentwurf für den neuen Artenschutzkatalog wurde von Politikern der konservativen Partei Coalición Canaria eingereicht. Auf die Mitwirkung von anerkannten Fachleuten, Wissenschaftlern, Biologen wurde dabei verzichtet. Bis jetzt ist nicht bekannt geworden, wer genau den Entwurf erarbeitet hat. Mitarbeiter des kanarischen Ministeriums für Umwelt haben allerdings bestätigt, dass die von ihnen erarbeiteten Kriterien für die Auswahl und Kategorisierung der Arten nicht in den neuen Katalog eingeflossen sind. Sogar 13 Gemeinden und die Inselverwaltungen (Cabildos) der Inseln El Hierro, La Gomera, Fuerteventura und Gran Canaria hatten sich gegen den neuen Artenschutzkatalog ausgesprochen. Trotzdem kam das Gesetzt zur Abstimmung und wurde durch die Stimmen der beiden konservativen Parteien Coalición Canaria und Partido Popular durchgesetzt.

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Wahl Dodo des Monats Mai 2010

Dodo des Monats Mai 2010

Es ist wieder einmal soweit, die Wahl zum Dodo des Monats steht an und hier sind die Kandidaten:

  1. Bundesregierung – „Quacksalber-Politik und Kriegskosten.
  2. Günter Nooke – „Fundi-Lobbyist Nooke?
  3. Universität München – „Ökumenische Professur.
  4. Horst Köhler – „Die innere Mission des Bundespräsidenten.
  5. Gerhard L. Müller – „Eine Instrumentalisierung, um die Kirche zu diskreditieren.
  6. Peter Müller – „Bildung auf saarländisch.

Gewählt werden kann bis zum 05.06.2010 18:00. Mehrfach-Nennungen sind möglich.

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US-Import Kommerz-Pop-Kirchen?

MegaKirche Stuttgart

Sportarenen-Charme: BGG Stuttgart

Radikal modernisiert, gemäß den popkulturellen Standards der Gegenwart adaptiert, so präsentiert sich das Konzept der Biblischen Glaubens-Gemeinde (BGG) in Stuttgart. Angeblich ist es die erste Übertragung der US-amerikanischen Mega-Kirchen auf deutsche Verhältnisse.

Sehen so die Kirchengebäude der Zukunft aus? Hält der aus Nordamerika bekannte Kommerz- und Spenden-Geschäftssinn zusammen mit der konsequenten Erlebnis-Orientierung künftig Einzug in die protestantischen Tempel?

Träger der BGG ist eine Freikirche, die dem missionarischen Erweckungschristentum der Pfingstler zugehört. Das entspricht dem Erwartbaren, denn auch in den USA gehören nahezu alle Mega-Kirchen zum fundamentalistischen, evangelikalen Spektrum.

Die Pastorin Annette Kick, seit mehr als acht Jahren Weltanschauungsbeauftragte der evangelischen Landeskirche in Württemberg, sagt über sie: „Die äußere Form ist modern, aber die Inhalte sind anti-modern.“  Im Vordergrund des Gottesdienstes stünden die so genannten Geistesgaben: Prophetie, Heilung und die Zungenrede, Gebet in einer für den Betenden fremden Sprache. Innerhalb eines dualistischen Weltbildes würden, sagt Kick, „Krankheiten, psychische Leiden und Armut häufig auf dämonische Einflüsse zurückgeführt, die durch Gottes Kraft bezwingbar seien.“ Den Rest des Beitrags lesen »

Ein brandgefährliches Urteil?

Gebetsteppich, gesehen am Frankfurter Flughafen. Foto: dpa

Die Juristin Kirsten Wiese kritisiert das Gebetsverbot für einen muslimischen Schüler. Es stelle die Religionsfreiheit infrage und beschwöre Konflikte herauf – und sei überdies völlig unverhältnismäßig.

taz

taz: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat einem muslimischen Schüler verboten, in der Schule zu beten, weil dies den Schulfrieden bedrohe. Hat dieses Urteil grundsätzliche Bedeutung?

Kirsten Wiese: Ja. Hier wird ein ganz neues Konfliktfeld eröffnet. Bisher wurde mit Blick auf den Schulfrieden vor allem die Freiheit von Lehrkräften eingeschränkt, ein Kopftuch zu tragen. Jetzt kommt auch die Religionsfreiheit von Schülern in den Blick.

Dürfen Schülerinnen in der Schule künftig noch ein Kopftuch tragen?

Wenn man den Grundgedanken des OVG-Urteils ernst nimmt, ist auch das Kopftuch ein sichtbares Zeichen der Religionsausübung, das zur Wahrung des Schulfriedens verboten werden könnte. Das Gleiche könnte für Kreuze an Halsketten von Schülerinnen und Schülern gelten. Möglicherweise droht bald hunderten von Schülerinnen, die ihr Kopftuch nicht abnehmen wollen, der Schulausschluss. Dieses Urteil ist brandgefährlich, weil es ohne Not die Konflikte heraufbeschwört, die es angeblich vermeiden will.

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Politik und Religion trennen

Der Großmufti im Gespräch mit dem KAS-Vorsitzenden Hans-Gert-Pöttering

Großmufti Sheikh Ahmad Badr al-Din Hassoun ist einer der wichtigsten Vertreter im europäisch-arabischen interreligiösen Dialog. Bei einem Besuch in Berlin verurteilte der Syrer die zunehmende Politisierung der Religion.

Deutsche Welle

Der Dialog zwischen den Religionen wird in der heutigen Welt immer wichtiger. Als einer der wichtigsten Vertreter eines werteorientierten Dialogs im europäisch-arabischen interreligiösen Diskurs gilt der syrische Großmufti Sheikh Ahmad Badr al-Din Hassoun. Er war dieser Tage zu Gast in Berlin – auf Einladung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich der Vorsitzende der Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering, den Dialog der Religionen in Deutschland. Und auch für den Großmufti hatte Pöttering nur lobende Worte übrig. Weil dieser für einen offenen und konstruktiven Dialog der Religionen und Kulturen eintrete, werde wird ihm eine weit über die Grenzen Syriens und der arabisch-muslimischen Welt hinaus reichende Wertschätzung und Achtung entgegengebracht, lobte Pöttering seinen Gast.

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Kontra-Buskampagne meistbeanstandet

Contra Bus Campaign

bekanntes Layout

Die real unverwirklichte Trennung von Kirche und Staat in Deutschland sorgt immer wieder für Ärger. Die deutsche Umsetzung der internationalen Buskampagne blieb ein Notnagel. Da die öffentlich-rechtlichen ÖPNV-Betriebe sich wegen befürchteter Beschwerden aus der Christen-Ecke weigerten, das ursprüngliche Buswerbekonzept umzusetzen, blieb nur ein Plan B mit Charterbus.

Die offiziellen Begründungen der Verkehrsbetriebe stellten sich ziemlich bald als vorgeschoben und verlogen heraus. Bei vielen Unternehmen wie in Berlin und Stuttgart wurde und wird weiterhin sehr wohl weltanschauliche, prokirchliche Werbung akzeptiert. Die Entschlossenheit der säkularen Szene reichte offenbar weder zu kontinuierlichem juristischem Dranbleiben und Nachsetzen noch zu massenhaften Beschwerdebriefen an die Verkehrsbetriebe. Warum ist in Großbritannien dies so sehr anders? Den Rest des Beitrags lesen »

Runder Tisch – atheistisch-katholisch

Quelle. wikipedia

Der Vatikan möchte einen Dialogkreis mit Atheisten und Ungläubigen einrichten – Idee von B16  selbst

KATH.NET

Der Vatikan möchte im Bereich des vatikanischen Kulturrats eine eigene Stiftung für das Gespräch mit den Atheisten und Nichtglaubenden ins Leben rufen. Dies berichtet „Radio Vatikan“ unter Berufung auf die Zeitung „La Repubblica“. Die Idee zur Einrichtung der Stiftung sei laut dem Präsidenten des Päpstlichen Kulturrates, Erzbischof Gianfranco Ravasi, von Papst Benedikt selbst gekommen und knüpfe an die Tradition des antiken Tempels von Jerusalem an – auch dort habe es einen Ort der Begegnung gegeben zwischen gläubigen Juden, Andersgläubigen und Agnostikern, erklärte Ravasi.

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Keine Aufhebung der Immunität des Vatikans

NZZ Online

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hat sich gegen die Aufhebung der Immunität des Vatikan im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen Priester ausgesprochen. Der Fall verdiene keine vollständige Prüfung durch den Obersten Gerichtshof.

Im Bundesstaat Oregon hatte ein Missbrauchsopfer ein Vorgehen der US-Justiz auch gegen den Vatikan gefordert, weil der irische Priester, der es in den sechziger Jahren in der Stadt Portland sexuell missbraucht habe, bereits als Pädophiler bekannt gewesen sei.

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Christen gegen Humanismus?

Wappen Schömberg (bei Pforzheim)

Wappen Schömberg

Eine Kleinstadt in Baden-Württemberg erweist sich als Lackmus-Test in der Werte-Debatte. Gerade die protestantischen, nicht-freikirchlichen Gemeinden behaupten auf ihren Foren und Kirchentagen doch immer, dass sie offen, lieb und menschenfreundlich sein wollen.

Am Beispiel einer öffentlichen Debatte über die Werte-Ausrichtung städtischer Kindertageseinrichtungen lässt sich trefflich zeigen, dass viel davon nur schöne Fassade ist. Im traditionell evangelisch geprägten Schwarzwald-Städtchen Schömberg (nahe der Stadt Pforzheim) hat kürzlich eine Stadtrat-Mehrheit für die Entfernung des Leitwertes Humanismus aus den Kindererziehungs-Richtlinien für Erzieher gestimmt. Den Rest des Beitrags lesen »

Busfahrer will gestillt werden!

Berliner Morgenpost

Unseren ganz alltäglichen Wahnsinn gib uns heute.  So was ähnliches hatten wir schon vor ein paar Jahren:

Eine moderate Fatwa – der religiöse Wahnsinn zum Wochenende

Jetzt geht das weiter:

Busfahrer will von Fahrgast gestillt werden

Welt online

In Saudi-Arabien hat ein Busfahrer einen weiblichen Fahrgast aufgefordert, ihm die Brust zu geben. Der Ägypter berief sich dabei auf ein islamisches Rechtsgutachten (Fatwa) von Scheich Abdul Mohsen al-Obeikan, einem Berater am Hof von König Abdullah. Der Religionsgelehrte hatte kürzlich in einer Fernsehsendung erklärt, im Islam sei es Frauen gestattet, einem fremden Mann, der regelmäßig ihr Haus betritt, Muttermilch zu geben. Er sagte, dadurch würde dieser Mann für sie wie ein Bruder, sodass es keine Probleme mehr mit der in Saudi-Arabien vorgeschriebenen Geschlechtertrennung gebe.

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Zum Thema Schwarze Paedagogik

Prügelnder Familienvater, von Azimzade 1937 (Public Domain)

Am liebsten mögen die Herrscher ihre Untertanen devot, ungebildet und wehrlos. Der Pakt zwischen Thron und Altar steht für die Arbeitsteilung zwischen weltlichen und geistlichen „Herrenmenschen“. Halte du sie dumm und kinderreich, ich sorge schon dafür, dass sie furchtsam und arm bleiben, sagt der sprichwörtliche Bonze zum Kleriker.

In der Gegenwart hat die Funktionen der Religion (Opium des Volkes, Verkündigung des „Sinns“, der Wunschzettel und der Lebensziele) teils das Proleten-TV übernommen. Das „bewährte“ Mittel durch viele Jahrhunderte, die „Schwarze Pädagogik“,  ist trotz gesetzlichem Verbot von Gewalt in der Erziehung in Deutschland im Jahr 2000 (!) noch immer nicht vollständig geächtet und verbannt aus unserer Zivilisation.

Zwischen Humanismus und Autoritarismus zieht sich an Markern wie diesem eine Trennlinie.  Manche Christen sind nicht autoritär geprägt und stehen auf der Seite des Humanismus. Die religiöse Rechte hingegen propagiert und lebt antihumanistische Ideale von Ehrfurcht, Gehorsam und fragloser Unterordnung. Das Leitbild von Humanismus und Aufklärung ist eine Grundlage für Leben in Würde, Bildung und Selbstbestimmung. Es fordert den Abschied von althergebrachter, verdummender Moral zugunsten einer humanistischen Ethik. – Kuro Sawai

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Kopernikus katholisch rehabilitiert

So oder so ähnlich könnte Nikolaus Kopernikus ausgesehen haben. Ein Computerprogramm hat das Gesicht anhand seines Schädels rekonstruiert. Foto: AP

Die katholische Kirche verzeiht nur den Toten. Die „Liebe Gottes“ erfährt der wahre Gläubige auf dem Friedhof, oder eben in einer Domgruft.

Pfäffisch verkündet man dann, dass Wissenschaft und Glauben miteinander versöhnt werden können.

VON VANESSA GERA, APN, RP-Online

Fast ein halbes Jahrtausend nach seinem Tod hat die katholische Kirche ihren Frieden mit dem revolutionären Astronom Nikolaus Kopernikus gemacht. Dessen Lehre wurde jahrhundertelang als ketzerisch verdammt.

Am Pfingstwochenende wurden Kopernikus’ sterbliche Überreste im Dom von Frombork (Frauenburg in Ostpreußen) in ein geweihtes Grab gebettet. Die Beisetzung am Samstag sei „eine Geste der Versöhnung zwischen Wissenschaft und Glauben“, sagte der Fromborker Bischof Jacek Jezierski.

Erst vor 18 Jahren, 1992, rehabilitierte der damalige Papst Johannes Paul II. den italienischen Astronomen Galileo Galilei, der für seine Weiterentwicklung der kopernikanischen Revolution von der Inquisition verfolgt wurde.

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Koch geht – Hessen lacht

Koch

Roland Koch (CC-by-sa/3.0/en by Armin Kübelbeck)

KOLUMNE: Nebenbei bemerkt

von Kuro Sawai

Der angekündigte Rückzug des hessischen Landesgouverneurs Koch hat aufgeschreckt. Angeblich waren die Kanzlerin und die übrigen cdu-Häuptlinge seit Monaten vorab informiert. Das mag man kaum glauben, so wie ja „Parteifreund“ hierzulande als Steigerungsform von „Feind“ gilt.

Es ist äußerst ungewöhnlich, dass ein Berufspolitiker in Deutschland freiwillig einen einmal per Wahl eroberten, bequemen Chefsessel aufgibt, ohne dazu gezwungen zu sein. Doch was könnte Koch, der mehrfach jüdische Vermächtnislügen und andere Wortbrüche (Nachtflugverbot, Bildungsausbau) politisch überlebte, denn diesen Rücktritt von allen politischen Ämtern nahegelegt haben?

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Kleriker-Kinder: Doppelmoral des Zölibats

Kuckucksuhr

Kuckucksuhr aus'm Schwarzwald (CC-by-sa/3.0/de by Deutsches Uhrenmuseum Furtwangen)

Selten ist eine Geschichte aus dem prallen Kleriker-Leben der Katholiken so saftig wie diese aus dem Schwarzwald. Eine gebildete Rentnerin, die nichts weiter vorhatte, als in Ruhe mal ihren Familien-Stammbaum zu erforschen, machte bei ihrem Großvater unerwartet höchst beunruhigende Entdeckungen. Der Mann war katholischer Pfarrer gewesen – und hatte mit drei Frauen insgesamt acht Kinder in die Welt gesetzt.

Jedesmal nach einem herausgekommenen „Malheur“ wurde er in seiner Pfarrei abgelöst und schnurstracks in eine neue versetzt, wo das gleiche Spiel von neuem losging. Meistens schwängerte er Kusinen, die er sich als Haushälterinnen ins Pfarrhaus holte. Auch als es den Begriff „Babyklappe“ noch nicht gab, wurden oft Säuglinge vor Klöstern ausgesetzt. So entging frau eventuell der „Schande“. So machte es auch der bumsfidele, praktisch denkende Kleriker.

Dass der vitale Mann sein Keuschheits-Gelübde nunmal nicht leben konnte oder wollte, scheint man ihm weder in den Gemeinden noch von Seiten der bischöflichen Kirchen-Verwaltung massiv übelgenommen zu haben. Im Gegenteil, er war äußerst beliebt, weil er umgänglich war und den Betrieb der Kirchen-Gemeinde tatkräftig voranbrachte. Den Rest des Beitrags lesen »

Religionskritik damals langte voll zu

Das Alter, Art Nouveau Lithographie

Das Alter (E.M. Lilien, ca. 1910, Public Domain)

Von den traditionellen akademischen Philosophen erwartet man gemeinhin nichts Aufregendes. Sie betreiben in großer Mehrheit Philologie an ihren fachlichen Steckenpferden. Kant und der ominöse Leib-Seele-Dualismus und soweit es vom Curriculum gefordert wird auch Vorsokratiker, David Hume und die Sprachspiele Ludwig Wittgensteins. Das interessiert kaum jemand außerhalb engster Fachzirkel.

Umso überraschender wirkt es, wenn so ein Lehrstuhl-Besitzer tatsächlich mal etwas Aufsehen Erregendes präsentiert. (Und besonders wenn es nicht schon wieder dieses TV-Starlet Peter Sloterdijk mit seiner neuesten Steuer-Jammer-Tirade ist.) Hier soll von einem seriösen Vertreter des Faches namens Winfried Schröder die Rede sein. Der Professor für Philosophie-Geschichte an der Philipps-Universität Marburg hat ein diskussionswertes Traktat aus der französischen Aufklärung neu herausgegeben. Wir dokumentieren den Anfang eines Interviews mit ihm, das Die Zeit soeben veröffentlichte. Den Rest des Beitrags lesen »

Israel – ein Staat in wilder Ehe

Israel. Wappen, wikipedia

Von Aschot ManutschajranDas Parlament, Nr. 20

Der Historiker Shlomo Sand widerspricht der Vorstellung von einem jüdischen Volk – dies sei eine Erfindung des Zionismus im 19. Jahrhundert. In seinem provokanten Buch plädiert er für die Anerkennung einer säkularen Nation

Im Jahr 1962 zog Shmuel Oswald Rufeisen, auch bekannt als Bruder Daniel, vor den obersten Gerichtshof Israels, um die Anerkennung seiner jüdischen Nationalität zu erstreiten. Geboren als Sohn einer jüdischen Familie in Polen, wurde Rufeisen Zionist und rettete als Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg das Leben vieler Glaubensbrüder. Später konvertierte er jedoch zum Christentum und trat in einen katholischen Orden ein. Nach seiner Emigration nach Israel vermerkte Bruder Daniel in seinem Einbürgerungsantrag, der „Nationalität nach“ sei er Jude – auch wenn er getaufter Katholik sei. Doch auf diese Argumentation ließ sich das Gericht nicht ein und entschied, Shmuel Oswald Rufeisen sei kein Jude. Von den fünf Richtern schloss sich nur ein einziger diesem Urteil nicht an. Monate später bekam Rufeisen zwar einen israelischen Pass, aber unter der Rubrik Nationalität wurde der Hinweis „nicht eindeutig“ vermerkt. Bis heute finden sich in den Pässen israelischer Staatsbürger, die von einer nicht jüdischen Mutter abstammen, Vermerke wie „Russe“ oder „Araber“.

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Das Schweigen zur Gewalt in Schulen brechen

Schulen in Westafrika

Foto: Nancy Palus/IRIN

Die zivilisatorische Entwicklung hin zu zivilisierten Verhaltensnormen im Alltag ist genau betrachtet ein Weg weg von bedenkenlosem Einsatz von Gewaltmethoden. Das vergessen wir in dieser Hinsicht vergleichsweise verwöhnten Westler/Europäer gern.

Dabei trat mit zunehmender Armut und Jobmisere sowie dem durch Proll-Medienkanäle miterzeugten Bildungsverfall auch bei uns vermehrt Mobbing in den Schulen in Erscheinung. In Deutschland sind zumeist Schüler untereinander grausam, in der Dritten Welt verhalten sich so oft die Erwachsenen.

Darüber wird ein Mantel des Schweigens gebreitet. Die Überschrift diese Artikels lehnt sich daher an den Titel eines der bekanntesten und besten Bücher der säkularen, humanistischen Szene an: „Den Bann brechen“ von Daniel C. Dennett.

Ending the silence on violence in schools

irinnews.org (ein Projekt des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs)

Mobbing, sexuelle Gewalt und Prügel sind weiterhin „an der Tagesordnung“ in west- und zentralafrikanischen Schulen. Das konstatiert eine UNICEF-Studie vom 18. Mai. Sie appelliert an die Regierungen die Gesetze über den Schutz und die Bildung von Kindern zu vereinheitlichen und verbesserte Standards für die Schulbildung festzulegen, damit die Gewalt zurückgedrängt werden kann. Den Rest des Beitrags lesen »

Veröffentlicht in Bildung, Gesellschaft, Kultur, Politik, Säkulares, Soziales. Tags: , , , . Kommentare deaktiviert

Islam ist Werte-kompatibel

Ruprecht Polenz: "Die Türkei will nicht Deutschland beitreten, sondern der EU"

FAZ.NET

Niemand identifiziert sich allein durch seine Religionszugehörigkeit, sondern zum Beispiel auch durch sein Alter oder Geschlecht. Der eine geht oft in die Kirche, der andere nie. Die Türkenfurcht stammt noch aus der Zeit, als die Türken vor Wien lagen. Die Türkei war schon immer ein Teil des europäischen Mächtesystems, sie hat sich mal mit diesem und mal mit jenem christlichen Herrscher verbündet. Auch Spanien hat ein siebenhundertjähriges islamisches Erbe mit in die EU gebracht. Der Islam hat immer zu Europa gehört. Der Begriff christliches Abendland taucht in keinem der europäischen Verträge auf. Er wurde einst von denjenigen geschaffen, die sich gegen die Aufklärung wandten und das Mittelalter glorifizierten.

Neue Töne aus dem Christ-demokratischen Lager!

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Sex mit Kindern durch Heirat moralisch

Burka-Trägerinnen im Jemen

Gegen ein Mindestalter von 17 Jahren (Foto: Annasofie Flamand/ IRIN)

Wie menschenfeindlich und verstiegen viele, aber nicht alle theologischen Gelehrten katholischer oder islamischer Provenienz argumentieren, wenn es um Moral und Missbrauch in ihrem Einzugsbereich geht, erleben wir derzeit kontinuierlich.

Die Kette der bekannt werdenden Misshandlungen wird wöchentlich länger. Der Vatikan glänzt durch Wegducken, Hinhalten, Verschleppen, leere Wort des Bedauerns ohne materielle Genugtuung für die Opfer.

Beispielhaft für die Länder der islamischen Welt erlebt man im Jemen derzeit einen Kulturkampf für und wider die Wiedereinführung eines gesetzlichen Mindestalters von 17 Jahren beim Heiraten. Nicht wenige Imame und religiöse Rechte dort argumentieren ja so, dass jedweger Sex vor und außerhalb von Ehe streng bestraft gehöre, aber Sex nach Heirat immer moralisch einwandfrei sei. Den Rest des Beitrags lesen »

Texas kocht die Studis ab

Franz Marc: Tale of Creation

Franz Marc: Tale of Creation (1914, Public domain)

Über das Vorhaben der republikanischen Mehrheitsfraktion des US-Bundesstaats Texas „ihre“ Schulbücher mit polit-theologischem, kreationistischem Unsinn umzumodeln, haben wir schon einmal berichtet. Auch dass der Widerstand der Vernünftigen wächst und bislang zu kleineren Aktionen führte.

Als Nachschlag heute eine Liste der schrulligsten und haarsträubensten Curricula-“Verbesserungen“, die diese Anti-Zivilisations-Agenten sich ausgedacht haben. Tja, wie Francisco Goya so passend formulierte: Der Schlaf der Vernunft gebiert Monstren. Die US-Zeitschrift Newsweek hat das bitterböse, unterhaltsame Thema entsprechend aufgegriffen.

K. Sawai

Newsweek

Texas Cooks the Textbooks

Wer will behaupten, Schule sei langweilig? Das Texas State Board of Education wird heute (21. Mai) die finale Abstimmung über eine lange Liste umstrittener Veränderungen in ihren Schulbuch-Standard-Vorgaben durchführen. Das 15-köpfige Gremium, das von zehn Republikanern dominiert wird, dürfte voraussichtlich zahlreiche Änderungen billigen, die dem Lehrstoff über die US-amerikanische Geschichte und Ökonomie einen konservativen Drall verpassen sollen. Den Rest des Beitrags lesen »

Versteckte Gemeinheit im Parfüm

Duftwasser-Flakon

Duftwasser-Flakon

Der folgend dokumentierte Text des Center for Media and Democracy bezieht sich auf Missstände, die in den USA aufgedeckt wurden. Bei uns in Deutschland /Europa hingegen könnten solche gesundheitsgefährdenden Dinge niemals passieren? Keine Kosmetika oder Duftwässer, die Asthma auslösen, Spermien schädigen, Kopfschmerzen oder Allergien triggern?  Sind wir da so sicher?

PR Watch.org

Perfume’s Un-Sexy Side

Die Campaign for Safe Cosmetics gab Labor- Analysen (PDF) zu 17 im Handel erhältlichen Herren- und Damen- Parfüm-Marken in Auftrag. Bei der Bestimmung ihrer chemischen Inhaltsstoffe fand man 38 verheimlichte Chemikalien, die in allen 17 Produkten vorhanden waren. Den Rest des Beitrags lesen »

Das Spielerische, das Schreckliche, das Tödliche

Craig Venter versucht seit Jahren die Biologie auszutricksen, um künstliches Leben zu schaffen. Nun ist ihm eine erster Durchbruch gelungen...

Von Alan PosenerWelt online

US-Forscher Craig Venter hat ein Bakterium mit künstlichen Erbgutbausteinen geschaffen. Die Implikationen sind gewaltig. Sie reichen vom Spielerischen ( „Jurassic Park“) bis zum Schrecklichen (Züchtung eines Neandertalers). Venters Erkenntnisse in Terroristenhand könnten allerdings die Menschheit auslöschen.

Reminiszenz an eine großartige Schlagzeile einer anderen Zeitung: Dieser Text, wie ihn die „Welt am Sonntag“ präsentiert
Am Anfang war die Information. Und die Information war bei Craig Venter. Und die Information wurde Fleisch und hieß DNA. Und Venter nahm eine tote Zelle und blies DNA in die Zelle, und siehe da, die Zelle lebte und ward fruchtbar und mehrte sich. Denn Venter hatte gesagt: „Es werde Leben!“ Und es ward Leben. Künstliches Leben: JCVI-syn1.0.

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Christliche Hexen-Kinder-Jagd

Helen Ukpabio

Foto: Michael Stravato for The New York Times

Wohin es führen kann, wenn fundi-christlichen Predigern freie Bahn gelassen wird, kann man mit Grausen derzeit in Nigeria beobachten. Eigenwillige, ungehorsame oder kranke Kinder werden dort als vermeintlich vom Teufel „besessen“ aus ihren Familien ausgestoßen und/oder einer grausamen Dämonen-Austreibung unterzogen.  Den Rest des Beitrags lesen »

Richtung und Garheit

Nion clown in Pochinko's Iroquois Creation Legend

Mythenclown (Public Domain)

Lumières dans la nuit

Die Sichtungen werden immer konkreter. Außerirdische beobachten uns. In ein paar Monaten werden sie mit uns Kontakt aufnehmen.
Johannes v. Buttlar*, im Jahre 1990

Ohne Grenzwert — Es gibt kein harmloses Maß der Irrationalität. Vielleicht gibt es ein für Menschen unvermeidliches Ausmaß, aber das ist niemals harmlos und muss durch ständige aufrechte Untersuchung und Erörterung in engen Grenzen gehalten werden. Zur Begründung reicht ein Blick in ein Geschichtsbuch oder in eine aktuelle Nachrichtensendung. Den Rest des Beitrags lesen »

Nur ‘ne Geschichte

MOLOSOVSKYS  Chronik : Netztagebuch eines amœnokratischen Phantasten

— Ich kann mich noch erinnern, dass ich zu Pullmans »His Dark Materials«-Trio gegriffen habe, weil sie mir als feine Fantasy empfohlen wurde, und wie ich dann zweimal überrascht wurde.

  • Erstens, weil ich nicht damit gerechnet hatte, das Pullman ein erfreulich streitbarer Kämpe im Kampf gegen religiösen (eben vor allem christlichen) Schmarrn und Machtanspruch ist, der in seiner Jugendfantasy Philosophie, Kosmophysik, Fantasy-Äktschn keck mit einem Krieg gegen den Himmel verquickt.
  • Zweitens überraschte mich dann unangenehm, dass Pullman bei Band drei von »His Dark Materials« mich irgendwie verfehlt hat, denn »The Amber Spyglass« war nicht so rund, süffig und spannend wie die ersten beiden Teile (trotz des – ooops … hoppala – Nebenbeitdruffgehen von GOtt). Ich hab den Band bis heute nicht fertig gelesen.

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Quacksalber-Politik und Kriegskosten

technokratische Weltsicht (CC-by.2.0 von wahlkampf09)

Die Politik der Bundesregierung ist längst eine Sonderabteilung des Showgeschäfts geworden. Bei Wahlen und Umfragen wird nicht mehr die Glaubwürdigkeit des politischen Handelns sondern die wechselhafte Anziehungskraft der Polit-Darsteller abgefragt.  Sonst wären telegene, in ihren Ressorts aber inkompetente Nasen wie von der Leyen und zu Guttenberg niemals beim Wahlvolk auch noch populär.

Seit acht Jahren schon obliegt den Schaufensterhelden der Bananen-Republik Deutschland die undankbare Aufgabe, dem ungläubigen „Volk“ die ungeliebte Kriegsbeteiligung am Hindukusch als sinnvoll zu verkaufen. Es gelingt ihnen nicht. Seit Jahren sticht die Ablehnung dieses Bundeswehreinsatzes in repräsentativen Umfragen stabil bei 70-80 % der Bürger.

Umso notwendiger muss offenbar über Zweck, Opferzahlen, kleine Erfolge und Kriegskosten gelogen werden, was das Zeug nur hergibt. Bekanntlich stirbt im Krieg die Wahrheitsliebe immer zuerst. Selbst die Bundestags-Abgeordneten, die wegen des Parlamentsarmee-Vorbehalts in „Credo quia Absurdum“-Haltung diesem Bockmist alljährlich mehrheitlich zustimmen, möchten das ganze Ausmaß der Fehlinformationen über Afghanistan offenbar lieber nicht wissen. Den Rest des Beitrags lesen »

Künstliches Leben

dpa

Von Anke BrodmerkelBerliner Zeitung

Gen-Pionier Venter erzeugt Bakterium mit im Labor zusammengesetztem Erbgut / Veränderte Zellen könnten Treibstoff produzieren / Jens Reich sieht keine ethischen Probleme

Dem US-Genetiker Craig Venter ist es gelungen, ein Bakterium mit einem künstlichen Genom auszustatten und es so zu neuem Leben zu erwecken. Seine Arbeit, die am Donnerstag Abend auf der Website der Wissenschaftszeitschrift Science vorgestellt wurde, ist ein riesiger Fortschritt auf dem Gebiet der synthetischen Biologie. Ziel dieser noch jungen Disziplin ist es, maßgeschneiderte Organismen herzustellen, die über neue Fähigkeiten verfügen.

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Der Jesus des kleinen Mannes

Eurythmische Zeichnungen

Ob Waldorfpädagogik oder anthroposophische Medizin, ob biologisch-dynamische Landwirtschaft oder organische Architektur – Rudolf Steiner war einflussreich und umstritten zugleich.

Deutsche Welle

Ein Blender, ein moderner Goethe, ein Reformer oder ein Rassist – wer war Rudolf Steiner wirklich? Der Mann, der 1861 in Kraljevec, damals Österreich-Ungarn, heute Kroatien, geboren wurde, wagte es, zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Welt noch einmal neu zu denken. Lassen sich Geist und Welt versöhnen? Wie sind wir als Individuen in das Weltganze hineingestellt? Das waren Fragen, die Rudolf Steiner bewegten. Sein ganzheitliches Menschenbild prägt in vielfältigen Formen auch heute unseren Alltag.

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Gott im Grundgesetz

bayern.eu

Schon etwas älter, aber hochaktuell!

Von Christoph LinkHerbert Quandt-Stiftung

Der Einfluss christlicher Werte auf die deutsche Verfassungsordnung

I. Christentum und Verfassung

Die Frage nach den christlichen Elementen des deutschen demokratischen Verfassungsstaates scheint auf den ersten Blick Unvereinbares zu verknüpfen: Ist nicht der moderne, freiheitliche Staat gerade durch seine Säkularität und religiös-weltanschauliche Neutralität gekennzeichnet, die ihn erst – mit den Worten des Bundesverfassungsgerichts – zur Heimstatt aller Bürger ohne Unterschied von Religion und Weltanschauung machen? Hat er die darin begründete Freiheitlichkeit nicht gerade dadurch gewonnen, dass er seine Bürger nicht mehr in eine Staatskirche zwang, sie auf eine Staatsreligion (oder Staatsideologie) verpflichtete? Schließlich: Steht nicht das fundamentale Grundrecht der Religionsfreiheit der Verbindlichkeit christlicher Werte ebenso entgegen, wie das Diskriminierungsverbot aus religiösen und weltanschaulichen Gründen? Diese Fragen sind zu ernst, um sie leichthin beiseite zu schieben. Trotzdem ist das Problem vielschichtiger. Den Rest des Beitrags lesen »

Spielfilm: „Du sollst nicht lieben“

Filmplakat "Du sollst nicht lieben"

Filmplakat "Du sollst nicht lieben"

Fundamentalismus, das Kennzeichen „strenger“ Auslegung der Religions-Regeln, gibt es anscheinend in jeder größeren Weltanschauungs-Gruppierung, genannt Religion. Die jüdische Variante kommt bei uns relativ selten vor. Was weit weg lebt, juckt nicht besonders. Doch gerade über Theater und Filme lässt sich diesem Informationsdefizit abhelfen. Der folgend andokumentierte Spielfilm über einen streng orthodoxen Jerusalemer Juden, der sich schwul verliebt, ist keine flache Komödie. Er verdient vielleicht Aufmerksamkeit.

Quelle: Fazit, DeutschlandRadio Kultur

„Du sollst nicht lieben“
Hannelore Heider über ein sensibles Drama

Aarons Leben als orthodoxer Jude in Jerusalem und vierfacher Familienvater ist strengen Regeln unterworfen. Als er eine schwule Beziehung mit einem Mann beginnt, werden diese radikal in Frage gestellt.

Israel/Frankreich/Deutschland 2009; Regie: Haim Tabakman; Darsteller: Zohar Strauss, Ran Danker, Tinkerbell, Tzahi Grad, Isaac Sharry, Avi Grainik Den Rest des Beitrags lesen »

Satire: Islam-Konvertit gesteht

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Der folgend andokumentierte Beitrag auf dem Schweizer Satireblog Lupe gefiel uns so gut, dass wir ihn unserer liebenswerten Leserschaft nicht vorenthalten wollten. Schließlich kennt dies aus der Käse-, Schokoladen-, Banken- und Alpen-Republik Schweiz kommende Juwel noch nicht jederman. – Kuro Sawai

Lupe, der Satireblog

„looser können nur gewinnen, wenn sie konvertieren und die burkapflicht spart extrem viel geld.“ diese und weitere grundehrliche aussagen des präsidenten des islamistischen zentralrates, nicolas blancho, im interview mit „lupe, dem satire-blog“

nicolas blancho: bevor wir beginnen: wo erscheint ihr interview?
lupe: in einem satire-blog, sie können also unverblümt sagen, was sache ist. hier meint eh jeder, alles sei satire und man nimmt die aussagen nicht ernst.
blancho: sie meinen, ich könnte ganz offen und ehrlich antworten?
lupe: genau.
blancho: cool, also los. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Korrumpierbarkeit des Vatikan

Marcial Maciel Degollado

Marcial Maciel Degollado

Der vom Vatikan nur schleppend – wenn überhaupt – aufgearbeitete Missbrauchsskandal bei der katholischen Elite-Organisation „Legionäre Christi“ gestattet tiefe Einblicke in die materielle Korrumpierbarkeit der Kleriker. Das sagt jedenfalls ein langer Hintergrundbericht in der renommierten New York Times (NYT) vom 2. Mai 2010.

Der damalige Kurienkardinal und Glaubenskongregationschef Josef Ratzinger hatte 1998 die beiden Priester-Anwärter, die die Missbrauchsfälle des „Legionäre Christi“-Chefs dem Vatikan vortrugen, selber akribisch befragt. Danach mussten sie miterleben, dass das kircheninterne Verfahren offenbar auf Anordnung Ratzingers viele Jahre lang nicht vom Flecke kam.

Erst 2006, also acht Jahre nach der Missbrauchs-Meldung entschloss sich der nunmalige Benedikt XVI den straffälligen Ordensleiter Marcial Maciel Degollado des Priesteramts zu entkleiden und von seinen Posten ablösen zu lassen. Doch selbst da blieb der Skandalfall intern und wurde der weltlichen Öffentlichkeit vorenthalten. Den Rest des Beitrags lesen »

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