Zuviel Fußball in den Medien

© BR/Max Kohr

Fünf Millionen gehen regelmäßig in die Kirche, aber nur 700.000 ins Stadion. Dennoch wird über Fußball weitaus mehr berichtet – zu unrecht, kritisierte die Ex-Landesbischöfin Käßmann.

DWDL.de

Mit zwei kurzen Sendungen ist sie am Reformationstag sowie am Buß- und Bettag im ZDF zu sehen, dennoch findet Margot Käßmann religiöse Themen in den Medien unterrepräsentiert. „Es ist eine Verachtung der Realität, dass in den Medien solche Themen so wenig vorkommen“, sagte Käßmann im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

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Feministischer Rechtspopulismus

Quelle. nrhz

Neue Rheinische Zeitung

Offener Brief an Alice Schwarzer
Von Pfarrerin Dr. Sabine Plonz

Sehr geehrte Frau Schwarzer,

als politisch engagierte Bürgerin, die den Aufbruch der zweiten Frauenbewegung als Schülerin erlebte, habe ich großen Respekt vor Ihrer historischen Leistung – zumal mir in den letzten Jahren die große Mühsal früherer Frauengenerationen im Kampf um die heute erlangten Rechte sehr bewusst geworden ist. Als sozial-wissenschaftlich kompetente Theologin, als Wissenschaftlerin und Beschäftige der evangelischen Kirche kann ich Ihrer Auffassung, dass „wir“ hierzulande völlige Gleichheit von Frauen und Männern hätten und alles in schönster Ordnung sei, keineswegs zustimmen. Diese Meinung äußerten Sie in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ am 12.10.2010, auf die ich mich im Folgenden kritisch beziehe.

Gott ist ein Weichei

Geister aller Länder vereinigt euch - auch in Deutschland freuen sich die Kinder auf Halloween. Foto:DDP

Wie das Christentum durch Kürbisse bedroht wird!

Philipp Mißfelder hält Halloween für einen Angriff auf christliche Werte. So werde die Zeit der Besinnung verdängt.

WELT  ONLINE

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Mißfelder, sieht im Feiern von Halloween einen Angriff auf christliche Werte und Traditionen. In der „Bild am Sonntag“ schreibt Mißfelder: „Wir sind in der Pflicht, christliche Traditionen gegen den Zeitgeist zu verteidigen, mag er noch so locker daherkommen.“ Der von Kürbissen geprägte Karnevalsersatz verdränge die Zeit der Besinnung um den Reformationstag und Allerheiligen.

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„Null Religion“ scheitert

Bild: (c) Clemens Fabry

Tagung „Gott in der Schule?“. Der Laizismus ist nichts für Europa, sagen ausgerechnet französische Historiker. Selbst in Frankreich sei der Traum ausgeträumt.

Von Anne-Catherine Simon - Die Presse

Soll der Staat den Religionsunterricht beeinflussen? Ist ein Kreuz im Klassenzimmer religiöse Diskriminierung? Was tun mit Schleier tragenden Schülerinnen? Seit Jahren sind Europas Schulen ein zentraler Kampfplatz, wenn es um den Platz der Religion in der Öffentlichkeit geht. Fragwürdige Lehrer und fragwürdige Inhalte im islamischen Religionsunterricht haben etwa in Österreich immer wieder für Skandale gesorgt – und viele gaben dem österreichischen Modell die Schuld: weil es allen staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften das Recht auf einen eigenen Religionsunterricht gewährt, gleichzeitig aber keinen Einfluss auf die Unterrichtsinhalte nimmt.

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Religiöser Fundamentalismus- eine Bedrohung der Demokratie

Gerd Schröder auf dem Sommerfest des vorwärts-Verlages im September 2010. Foto: Dirk Bleicker

Im Zuge der Integrations-Debatte wird das Verhältnis von Religion und Politik neu diskutiert. Jetzt warnt Alt-Kanzler Gerhard Schröder vor einem Überschwappen des christlichen Fudamentalismus in den USA nach Deutschland.

Von Lars Haferkampvorwärts.de

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel christliche Fundamentalisten im Kanzleramt empfängt und hinterher erklärt, sie nehme die Evangelikalen in Deutschland als besonders „intensiv evangelische Christen“ war, warnt ihr Amtsvorgänger genau davor. Religiöse Fundamentalisten, die sich für „erleuchtet“ halten, seien für Argumente nicht mehr zugänglich, erklärte Alt-Kanzler Gerhard Schröder bei einem Besuch der privaten Universität Bucerius Law School in Hamburg. Damit seien sie eine Bedrohung für die Demokratie. Schröder nannte als Beispiel christlich fundamentalistische Gruppen in den USA, wie etwa die „Tea-Party-Bewegung“. Es sei nicht ausgeschlossen, das diese Bewegung auch in Deutschland Fuß fasse.

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Wahl Dodo des Monats Oktober 2010

Dodo des Monat Oktober 2010

Es ist wieder einmal soweit, ein illustres Feld von Kandidaten, bei weitem nicht alle konnten berücksichtigt werden, hat sich versammelt.

  1. Viadrina, „Die Viadrina wird zur Ayurveda-Universität.“
  2. Andrea Nahles, „Die roten Religionskollaborateure.“
  3. Robert Zollitsch, „Staatliche Neutralität.“
  4. Eberhard Schockenhoff, „Unsinniges von Gott.“
  5. Angela Merkel, „Wo ich nicht hingehör.“
  6. Horst Seehofer, „Oberbayrisches Großmaul.“
  7. Opus Angelorum, „Hebammen und Katzen sind besessen.“
  8. Beit Din,“Parallelgesellschaft am GG vorbei.

Die Wahl läuft bis zum 05.11.2010 18:00, der Gewinner wird am 06.11.2010, hier auf dem Blog, in einer Laudatio gewürdigt. Viel Spaß!

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Der Mensch stammt nicht vom Affen ab

Quelle: commonsensatheism.com

Der Biologe und Schriftsteller Richard Dawkins über sein Buch „Die Schöpfungslüge“, eine gefährdete Bildung und abergläubische Politiker

freiepresse.de

Freie Presse: Herr Dawkins, warum hat es die Evolutionstheorie so schwer?

Richard Dawkins: Ernst Meyer*, einer der Väter des Neodarwinismus, schlägt als Erklärung den Essenzialismus vor. Das ist die Vorstellung, dass alle reellen Dinge nur fehlerhafte Annäherungen an perfekte ideelle Vorlagen sind. Jedes wirklich gezeichnete Dreieck ist nicht perfekt, stellt also eine quasi „fehlerhafte“ Variante des idealen Dreiecks dar. So kann man sich aber die Tier- und Pflanzenwelt nicht vorstellen: In Wahrheit sind beispielsweise alle lebenden Kaninchen eigene, gültige Wesen, die sich mit der Zeit ändern. Sie sind keine unperfekten Versionen eines Ideal-Kaninchens. Das ist eine Erklärung dafür, warum Evolution so schwer zu fassen ist. Ich bin allerdings nicht ganz so überzeugt von dieser Idee. Ich denke, Menschen sind generell sehr beeindruckt von der schieren Komplexität der lebenden Welt. Weil nun aber viele komplexen Dinge wie Fernseher oder Handys selbstverständlich einen Designer haben, denken sie naiverweise, dass alles, was komplex ist, einen Designer haben muss. Es brauchte erst einen Darwin um zu begreifen, dass das nicht der Fall sein muss.

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Streit um Kreuz und Kopftuch

Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger

Warum es Streit um Kreuz und Kopftuch gibt?

MIGAZIN

Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger zieht Parallelen zwischen heute und der Zeit nach dem Westfälischen Frieden. Symbole der Gegenseite dienten dazu, sich abzugrenzen und die Identität der eigenen Gruppe zu beschwören.

Religiöse Konflikte um Minarette, Kreuze und Kopftücher sind aus Historikersicht kein neues Phänomen. Auch in früheren Epochen und Kulturen habe sich Streit an der „symbolischen Markierung des öffentlichen Raumes“ durch Kirchbauten, Glockengeläut oder Prozessionen entzündet, sagte Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger am Dienstagabend in Münster. Die Forscherin des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) eröffnete die Ringvorlesung „Integration religiöser Vielfalt“ mit einem Vortrag über die konfessionellen Konflikte nach dem Westfälischen Frieden von 1648.

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Wie Jesus Sozialdemokrat wurde


Helmut Schmidt(SPD):

Misstraue jedem Politiker, jedem Regierungs- oder Staatschef, der seine Religion zum Instrument seines Machtstrebens macht.

Parteisprecherin SPD:

„Die Parteispitze macht sich die Ziele einer Gruppe, die ausschließlich auf eine grundsätzliche Veränderung des Verhältnisses zwischen Staat und Religionsgemeinschaften hin zu einer strikten Trennung gerichtet sind, ausdrücklich nicht zu eigen.“

Bleibt die Frage, wie wurde die Thematik Religion, Christentum in der SPD behandelt, welche Stellung bezog sie, die mittlerweile älteste demokratische Kraft in Deutschland, zu den Aspekten Religion und Politik, Staat und Gesellschaft? Welchen Stellenwert hatte und hat, in der deutschen Sozialdemokratie, der Glaube bei der Gestaltung eines demokratischen, freiheitlichen und sozial-gerechten Gesellschaftssystems?

Im Eisenacher Programm, welches am 8.August 1869, als Gründungsprogramm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei beschlossen wurde steht unter Punkt III.5:

5. Trennung der Kirche vom Staat und Trennung der Schule von der Kirche.

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Jesus ist kein Kulturstifter

Quelle: wikipedia.org

Der Theologe und Jesus-Forscher Klaus Berger hat sich in einem Beitrag im aktuellen „Focus“ gegen eine christliche Leitkultur ausgesprochen. Bedenklich sei, so Berger, dass mit diesem Begriff, „Bestände an Macht und Vorherrschaft zu Prinzipien hin ideologisiert werden“. Berger fragt deswegen, ob eine christliche Leitkultur zur Konsequenz habe, dass die Gesamtheit der Muslime Weihnachtsbäume kaufen müsste.

pro Medienmagazin

Aus Sicht des Theologen wollte Jesus keine Kultur stiften: „Es hilft nicht viel, einfach zu erklären, Rechtsstaat und Rechtsverständnis hätten wir dem Christentum zu verdanken.“ Im Alten Testament seien zwar Verfassungsentwürfe enthalten, von Menschenrechten sei in der Bibel und bei den Kirchenvätern keine Rede. „Statt vergeblicher Versuche, die Verfassung zu taufen, sollte man den Blick darauf lenken, dass Judentum, Christentum und Islam ein historisch sehr wirksames gemeinsames Verständnis von Gerechtigkeit haben“, fordert Berger.

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Medien fördern Religionskämpfe

Medienschelte im Bundestag: Thomas Schirrmacher sprach zum Thema Religionsfreiheit. Foto: Bucer-Seminar

Die Medien schlagen Kapital aus den Spannungen zwischen den Religionen, findet Thomas Schirrmacher, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz. Gemeinsam mit anderen Sachverständigen, wie dem Autor Navid Kermani, sprach er am Mittwoch vor dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestags. Seine Kritik begründete er mit der Berichterstattung über den radikalen amerikanischen Pastor Terry Jones. Im September wollte dieser öffentlich einen Koran verbrennen.

pro-Medienmagazin

Die Medien seien einer der größten Störfaktoren, wenn es um die Gleichstellung der Religionen gehe, sagte Schirrmacher bei der Sitzung zum Thema „Religionsfreiheit und europäische Identität“. Wer etwa eine geplante Koranverbrennung ständig zum Thema mache, trage nicht zum Religionsfrieden bei. „Ob sich Religionsfreiheit durchsetzt, wird auch eine Frage der Medienberichterstattung sein“, erklärte Schirrmacher.

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Die Bahai – Sekte?

Die Gärten der Bahai in Haifa, Israel, Foto: brightsblog

Die Bahai-Gemeinde in Kassel gibt es seit über 30 Jahren – Ihre Religion ist im Iran verboten

HNA.de

In der nordhessischen Metropole traf sie auf zwei weitere Bahai, wie sich die Anhänger der Religion nennen. 1979 war die Gemeinschaft auf neun Gläubige angewachsen, ein Geistiger Rat wurde gegründet. Heute gibt es 45 Bahai in und um Kassel. Die zentralen Thesen der Religion fasst Ingrid Kieven zusammen: „Die Bahai-Religion möchte religiöse Vorurteile abbauen. Die Einigkeit zwischen Völkern und Religionen hat letztendlich den Weltfrieden zum Ziel“, sagt sie. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau solle gelebt werden.

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Nahost-Synode: Vatikanisches Babylon

Papst Benedikt XVI. eröffnete die Nahost-Synode mit einem feierlichen Gottesdienst im Petersdom in Rom

Stefan von Kempis hat für Radio Vatikan die Nahost-Synode der katholischen Kirche beobachtet. DW-WORLD.DE sprach mit ihm über die Resultate – und den mangelnden Zusammenhalt der christlichen Strömungen im Nahen Osten.

DW-WORLD.DE: Herr von Kempis, zu welchem Schluss sind die Bischöfe mit Blick auf Israel und die palästinensischen Gebiete gekommen?

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Kondome des Zorns

Quelle: news ORF.at

Die katholische Kirche im Schweizer Luzern geht derzeit mehr als ungewöhnliche Wege in der Jugendarbeit. Am Montag wurde mit der Verteilung von 3.000 Gratiskondomen an Jugendliche begonnen – ein Alleingang der Luzerner gegen die eigene Diözese (Basel) und umso mehr gegen den Vatikan.

news ORF.at

Projektverantwortlicher Florian Flohr betonte, man wolle niemanden verärgern – weder Gläubige noch kirchliche Amtsträger. Vielmehr wolle man auf „Leute zugehen, die nicht im Traum daran denken, mit der Kirche über solche Themen zu reden“. Auch habe man „überwiegend“ positive Rückmeldungen gehabt.

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Merkel: Islamisten sind intensiv islamische Muslime

Wolfgang Baake, Jürgen Werth und Theo Schneider haben gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Bedeutung der evangelikalen Christen diskutiert. Foto: Bundesregierung

Nur keine Panik, hat sie so nicht gesagt. Aber ihre Definition von evangelikalen Bibelfundis ist auch nicht schlechter.

Merkel: Evangelikale sind „intensiv evangelische Christen“

Da muss man sich doch Sorgen machen, angesichts der in die Kamera gegrinsten irrationalen Frömmigkeit.

Da gewinnen Leitkulturdebatten und christliche Traditionen eine völlig neue Dimension. Deutschland auf dem Weg in den christlich-fundamentalistischen Gottesstaat!

pro-Medienmagazin

Bundeskanzlerin Angela Merkel fürchtet nicht den Islam, sondern ein zunehmendes Nachlassen des christlichen Glaubens in Deutschland. Das sagte die Kanzlerin in einem Gespräch mit Vertretern der Deutschen Evangelischen Allianz, die ihren Sitz in Bad Blankenburg in Thüringen hat.

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Gott ist desinteressiert

Quelle: wikipedia

Münchner Erzbischof Marx bei Festabend zu Ehren Norbert Blüms: Der christliche Gott interessiere sich für Recht und Gerechtigkeit, für Güte und Erbarmen: „Er stellt sich auf die Seite derer, die getreten worden sind. Er regt sich über Armut auf“

KATH.NET

Nach dem Scheitern von Kapitalismus und Sozialismus muss nun nach Einschätzung des Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Marx, eine neue Fortschrittsidee auf Basis des christlichen Menschenbildes entwickelt werden. „In einem weltweiten Wettbewerb um das bessere Leben und um die Gestaltung der Gesellschaft soll Europa die Produktionsschmiede von guten Ideen sein. Das spricht dem Christentum eine entscheidende Rolle zu“, sagte Marx am späten Montagabend vor rund 350 Teilnehmern einer Festveranstaltung zum 75. Geburtstag des früheren langjährigen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm. „Die Ressourcen des Christentums für die Entwicklung unseres Landes sind noch nicht ausgereizt“, so Marx in seiner halbstündigen Rede in der CDU-Bundesgeschäftstelle in Berlin.

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Vatikanische Bigotterie

Tariq Aziz, Quelle: wikimedia.org

Gestern war es in den Nachrichten, Tariq Aziz, ehemaliger Außenminister und Vize-Premierminister des Irak, enger Vertrauter von Saddam Hussein,  wurde zum Tode verurteilt.

Sieben Jahre war Aziz, mit Zustimmung der irakischen Regierung, in Haft bei den Amerikanern. Im Sommer diesen Jahres wurde er den irakischen Behörden übergeben. Verurteilt, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, mehrfachen Mordes zu 15 Jahren Haft, erfolgte nun die Verhängung der Todesstrafe, wegen seiner Rolle, bei der Verfolgung der Islamischen Darwa-Partei.

Jener Partei bei der Großajatollah Mohammed Baqir as-Sadr eine entscheidende Rolle spielte, unterstützt von Ajatollah Khomenei aus dem Iran. 1980 erfolgte die Ermordung von as-Sadr durch Husseins Regime.

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Zensur der Bibel

Valentin Abgottspon, Walliser Lehrer und Kruzifix-Gegner, will jetzt auch die Bibel zensieren. Im Hintergrund der Kirchturm von Stalden VS. (Keystone)

wegen Pornografie und Gewalt

Von Thomas LeyBlick.ch

Die Duldsamkeit frommer Christen im Land steht vor harten Prüfungen. Nicht genug, dass atheistische Lehrer und Eltern Kruzifixe aus den Schulen verbannen wollen. Oder dass die Freidenker-Vereinigung Gipfelkreuze abschaffen will (BLICK berichtete).

Nun will eine Gruppe Bibel-Kritiker das Buch der Bücher zensurieren oder in der Schule erst 16-Jährigen zugänglich machen. Wegen angeblich gewalttätiger, pornografischer und inzestuöser Geschichten. Entsprechende Gesuche wurden an allen kantonalen Obergerichten deponiert.

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Lasst die Natur machen

Blick auf ein Korallenriff in der Nähe der karibischen Insel Bonaire (Bild: AP Archiv)

Für den Evolutionsbiologen Josef H. Reichholf ist die These, dass täglich mehrere Dutzend Arten aussterben, nur eine Annahme, „die sich aber auf Unkenntnis des Artenbestandes der Erde bezieht“. Hingegen sei in den letzten zehn Jahren „so gut wie keine einzige bekannte Art ausgestorben“.

Von Stephan KarkowskyDeutschlandradio Kultur

Stephan Karkowsky: Halbzeit auf der UN-Artenschutzkonferenz in Japan. Noch bis Freitag wird dort über das Aussterben der Arten diskutiert und über die Vorzüge der Vielfalt, der sogenannten Biodiversität. Doch warum eigentlich? Lasst die Natur doch machen, fordert der Evolutionsbiologe Professor Josef H. Reichholf schon lange. Sie brauche dazu kein ökologisches Gleichgewicht, sondern ein stabiles Ungleichgewicht. Herr Reichholf, sollte man sich denn dann diese Großkonferenzen mit 8000 Ökoexperten demnächst sparen?

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Die Poesie der Wissenschaft

Richard Dawkins hat für seine Veranstaltung „The Poetry of Science: Discussions of the Beauty of Science“ den Astrophysiker Neil deGrasse Tyson eingeladen. Ein kurzweiliges Gespräch der beiden Wissenschaftler, über Wissenschaft, Ausserirdische, den Hulk und den Blob, der für beide der beste Ausserirdische aller Zeiten ist.
Das Video ist sehr empfehlenswert.

Neuevangelisierung

Quelle: merkur-online.de

Erzbischof Schick von Bamberg und Vorsitzender der Kommission Weltkirche der deutschen Bischofskonferenz dankt dem Papst für diese Initiative

Von Alexander DittrichDer neue Wiensentbote

Benedikt XVI. hat am letzten Sonntag beim Abschlussgottesdienst der Synode über die Lage der Kirchen im Nahen Osten die nächste Bischofssynode für 2012 angekündigt. Sie soll sich mit der Neuevangelisierung befassen. „Das Thema ist außerordentlich wichtig“, so der Erzbischof. „Wir erleben in Europa derzeit einen aggressiven Atheismus und zugleich eine schleichende Säkularisation mit vielen negativen Folgen für die einzelnen Menschen und die Gesellschaften.“ Das Evangelium garantiere die Menschenwürde, erhalte die notwendigen Werte und erziehe zu den unabdingbaren Tugenden. „Wer glaubt ist nie allein, hat Hoffnung und Zuversicht und setzt sich in Liebe für die Mitmenschen ein.“

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Die Perversion einer Utopie

Quelle: evilscale.com

Das Heilsziel eines „Neuen Menschen“ ist den Diktaturen des 20. Jahrhunderts gemein. Es hat religiöse Wurzeln und zeitigt totalitäre Konsequenzen. Im ersten Teil der Reihe befasst sich Albrecht Betz mit der stalinistischen Sowjetunion und ihrer Utopie, deren wichtigster geistiger Wegbereiter Karl Marx war.

Von Albrecht BetzDeutschlandfunk

„Revolutionäre Maßnahmen können für die von ihnen Betroffenen hart sein, die Jakobiner waren nicht zimperlich, die Bolschewiki auch nicht. Wir hätten ja gar nicht bestritten, dass wir in einer Diktatur lebten, der Diktatur des Proletariats. Eine Übergangszeit, eine Inkubationszeit für den neuen Menschen, versteht ihr?“

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Gansheitlichen Ärzten muss man misstrauen

Archivfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

„Gesundheit – im Selbst ruhen“

Der Mediziner(?) Ulrich Bauhofer erklärt im Interview die Grundlagen der Heilkunde Ayurveda

newsclick.de

Einer der führenden Ayurveda-Spezialisten außerhalb Indiens, der Münchner Mediziner Ulrich Bauhofer, referiert demnächst in der Autostadt. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Ayurveda. Mit ihm sprach Cornelia Steiner.

Herr Bauhofer, den Begriff Ayurveda verbinden viele Menschen mit Esoterik. Stimmt das?

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Liberale Kirchenflucht

Warten auf das Ende? Die finnische Kirche verliert gerade hunderte Mitglieder pro Tag. Foto: gernot1610 / photocase.com

In einer Talkshow stellen finnische Kirchenfunktionäre klar, dass Homosexualität eine Sünde sei. Als Reaktion erlebt die Kirche eine nie dagewesene Austrittswelle.

Von Reinhard Wolfftaz.de

Auf der Webseite eroakirkosta.fi kann man mit einem Onlineformular seine Mitgliedschaft in der evangelisch-lutherischen Kirche Finnland aufkündigen. Was dort in den letzten zehn Tagen über 34.000 Finnen gemacht haben. Oder fast so viel wie sonst in einem Jahr.

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Das kreative Universum

Doku über zwei scheinbar gegensätzliche Entwicklungen: Einerseits die Wissenschaftsgläubigkeit – andererseits das wachsende Interesse an Spiritualität, Esoterik, Mystik und Religionen

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Drama bei der Richard Dawkins Foundation

Von Karina BrownCourthouse News Service

Wenn diese Story wahr ist, ist es wirklich ein Drama.

Evolutionary biologist and best-selling author Richard Dawkins claims an employee of his Foundation for Reason and Science embezzled $375,000 from the online store he ran for Dawkins’ charity, by claiming it made only $30,000 in 3 years.

[...]

Dawkins says he found out about the scam this year, when the Foundation decided to wrest control of the store from [Josh] Timonen.

Timonen handed over financial books that detailed his embezzlement, Dawkins says, including $500 meals, trips to Timberline Lodge in Oregon and the Malibu Beach Inn, and $314,000 in “salaries” paid to Timonen and his girlfriend -though Timonen and the Foundation agreed that the $278,000 it was aware of paying him would be his combined salary for running the store and performing his other duties.
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Pflicht zur Neutralität

Quelle: wikipedia

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz hat die Pläne zur Gründung eines Arbeitskreises der Laizisten in seiner Partei verteidigt. „Angesichts von 23 Millionen Menschen, die in Deutschland ohne Konfession sind, ist der Staat zur Neutralität verpflichtet“, sagte Schwanitz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd. Die Initiatoren der Gruppe, die sich für eine strikte Trennung von Staat und Kirche einsetzen, waren zuletzt auch parteiintern kritisiert worden.

freiepresse.de

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Scheibenbäuche – „Darwinfinken“ der Tiefsee

Erste Aufnahme. Der jetzt entdeckte Vertreter der Scheibenbäuche lebt in 7000 Meter Wassertiefe.

Eine neue Fischart haben Forscher im Meer vor Chile entdeckt. Der bislang unbekannte Vertreter der Scheibenbäuche schwamm den Wissenschaftlern in einer Tiefe von gut sieben Kilometern vor die Kamera – in einer Etage des Ozeans, die bis vor einigen Jahren noch als praktisch unbelebt galt.

Der Tagesspiegel

„Unsere Beobachtungen enthüllen eine große Artenvielfalt und Individuenzahl in Tiefen, die einst als völlig fischfrei angesehen wurden“, sagt Alan Jamieson von der Universität Aberdeen. „Damit müssen die bisherigen Vorstellungen zum Leben in extremen Meerestiefen überdacht werden.“

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Merkel handelt unchristlich

Der Berliner Frauenarzt Matthias Bloechle, selbst Vater von fünf Kindern, hat die Präimplantationsdiagnostik (PID) bei drei Paaren angewendet. Anschließend zeigte er sich selbst an, um in einem Modellprozess endlich die Frage zu klären, ob PID in Deutschland verwandt werden darf oder nicht. Nach über vierjährigem Rechtsstreit sprach ihn der Bundesgerichtshof im Juli dieses Jahres frei und stellte klar, dass PID nach dem geltenden Embryonenschutzgesetz in Deutschland erlaubt ist.

Von Claudia EhrensteinWelt am Sonntag

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Die Viadrina wird zur Ayurveda-Universität

Von Nora GantenbrinkBerliner Zeitung

Brandenburg hat so viel mit Indien zu tun, wie Wanne-Eickel mit Kasachstan. Das könnte man glauben – stimmt aber nicht. Denn jetzt ist klar: Die europaweit einzige Professur für die indische Heilkunst Ayurveda geht an die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Die Gastprofessur wird von der indischen Regierung bezahlt und ist auf zwei Jahre angelegt. Auf rund 400 000 Euro belaufen sich die Kosten insgesamt. Wer der indische Professor sein wird, ist noch nicht bekannt. Drei Kandidaten sind in der engeren Wahl. Die Entscheidung kann die Universität selbst treffen.

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Christen müssen sich dem Atheismus stellen

Quelle: profile-deutschland.de

Christen müssen sich nach Ansicht des Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, gemeinsam dem zum Teil aggressiven neuen Atheismus stellen.

Jesus.de

Als Antwort auch auf die Säkularisierung müsse in Deutschland die christliche Botschaft mit neuer Leidenschaft verkündigt werden, sagte Steeb am Freitag dem epd auf dem «Dritten Internationalen Lausanner Kongress für Weltevangelisation» in Kapstadt.

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Islamkritik ist Hysterie

Wolfgang Benz - Foto: TU-Presse/Ulrich Dahl

Der Berliner Antisemitismusexperte Benz nimmt Abschied. In seiner letzten Vorlesung greift er die aktuelle Religionsdebatte auf – und warnt vor überzogener Kritik am Islam.

Von Amory Burchard - Der Tagesspiegel

Der Berliner Antisemitismusforscher Wolfgang Benz warnt vor einer überzogenen Islamkritik, die „Intoleranz gegen alle Muslime“ propagiere und ihrer Religion eine aggressive Grundhaltung unterstelle. „Die Hysterie, die sich ,Islamkritik’ nennt, hat auch Publizisten, Wissenschaftler und Politiker ergriffen“, sagte Benz am Donnerstagabend an der Technischen Universität Berlin (TU). Der scheidende Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) hielt dort seine Abschiedsvorlesung – in Anwesenheit prominenter Vertreter aus Politik und Gesellschaft wie der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, und des Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse (SPD).

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„Menschenzeit“

Quelle: 3sat

Christian Schwägerl ruft die „Menschenzeit“ aus

Der Mensch hat sich die Erde Untertan gemacht. Jetzt beginnt eine entscheidende Epoche unseres Planeten: eine „Menschenzeit“. So lautet der Titel des Buchs von Wissenschaftsjournalist Christian Schwägerl. Und wir müssen uns entscheiden: Wollen wir zerstören oder gestalten?

3sat

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Dawkins „predigte“ im Ringlokschuppen

Quelle: DERWESTEN

„Es gibt keinen Gott“ und „Die Natur, alles Leben ist das Werk der Evolution.“ Auf diesen Nenner lassen sich die provokanten Thesen bringen, die der Biologe und Neo-Darwinist Richard Dawkins im Ringlokschuppen „predigte“.

Von Martin KrampitzDERWESTEN

Dort lauschten mehr als 500 Jünger aus ganz NRW, Niedersachsen, den Niederlanden und Belgien aufmerksam ihrem 69-jährigen „Guru“. Ironie der Geschichte: Dawkins Lesung aus seinem neuen Werk „Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat“ – übrigens die einzige in Deutschland in diesem Jahr – geriet selbst fast zu einer Art Messe, zu einem Gottesdienst.

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Menschenrechtler der Woche: Ovadia Yosef

Ovadia Yosef, Foto: wikimedia.org

Ovadia Yosef:

Gojim sind nur deshalb geboren, um uns zu dienen. Ohne das haben sie keinen Platz in der Welt – nur um dem Volk Israel zu dienen.

Einer der höchsten jüdischen Würdenträger Israels, Rabbi Ovadia Yosef, 90 Jahre alt, hat dem Rest der Welt erklärt, worin der Sinn des Lebens besteht.

Einer der höchsten religiösen Würdenträger Israels, der 90jährige Rabbi Ovadia Yosef, hat Nicht-Juden den Sinn ihres Lebens erklärt: »Gojim sind nur deshalb geboren, um uns zu dienen. Ohne das haben sie keinen Platz in der
Welt – nur um dem Volk Israel zu dienen«, zitierte die Jerusalem Post am Montag aus seiner wöchentlichen Samstagabend-Predigt.

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