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Der Islam ist nicht Schuld am Prügeln
Jahrelang wurde Katja Schneidt von ihrem türkischen Freund geschlagen und gegängelt. Das Buch Gefangen in Deutschland ist ihre Geschichte – und der Blick in eine Parallelgesellschaft. Schneidt erklärt news.de, warum der Islam keine Schuld hat.
Von Isabelle Wiedemeier – News.de
Auszug daraus:
[...]Was so fesselt an «Gefangen ist Deutschland» ist nicht nur die Spannung, wie die Frau den Absprung schaffen wird, es ist nicht nur der Voyeurismus, den uns Schneidt erlaubt und mit dem sie uns ihre bittere Beziehung miterleben lässt. Es ist der tiefe Blick in eine Gesellschaft, die wir alle von außen kennen. Aber fast niemand von innen. Die Nähe der Frauen zueinander, die sich gegenseitig stützen gegen die Gewalt ihrer Männer. Die Geborgenheit, die Katja Schneidt in Mahmuds Familie erlebt hat. Das Gefühl der Nähe in der Moschee, das die Autorin in keiner christlichen Kirche je gespürt hatte.
Falsche Übersetzungen machen Islam zum Buhmann
Nichts liegt ihr ferner, als Öl ins Feuer der Islampolemik à la Sarrazin zu gießen: «Der Islam ist eine friedliche Religion, die die Frau in keinster Weise benachteiligt. Ich finde es unfair, etwas zur Verantwortung zu ziehen, was nichts damit zu tun hat. Was da passiert, hat nur einen Hintergrund: gelebte Tradition.» 20 Jahre ist Katja Schneidts Beziehung mit Mahmud inzwischen her, sie hat sich viel mit dem Islam beschäftigt. Davon, dass Männer ihre Frauen züchtigen dürften, stehe in der arabischen Originalfassung des Koran zum Beispiel nichts. Weil es für viele arabische Worte keine deutsche Entsprechung gibt, sind Übersetzungen Interpretationen – und da wird aus «strafen» im weitesten Sinne auch mal «züchtigen».





































































































