Der menschliche Körper ist dem Papst ein Greuel


Eine von vielen Fragen des Buches: Ist Krankheit eine Strafe für sündiges Verhalten oder soll sie zur seelischen Einkehr bewegen?

Warum suchen Millionen von Menschen trotz des medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritts im 19. und 20. Jahrhundert ihre Führung in Gott? Frenetischer Jubel für den Papst auf dem Petersplatz in Rom. Kondomverbot, Pillenverbot, Masturbationsverbot, Prostitutionsverbot, keine Anerkennung der homosexuellen Ehe, Zölibat. Himmel oder Hölle? Mit welchen strategischen Schachzügen schafft es die katholische Kirche sich trotz unpopulärer Dogmen seit dem Zeitalter der Aufklärung hartnäckig zu behaupten?

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Diese Fragen und mehr versucht Claudia Bignion in ihrem Buch zu beantworten. “Der Papst und der menschliche Körper” ist eine Dokumentation der wichtigsten Enzykliken, dogmatischen Bullen, Ansprachen und weiterer Verlautbarungen des Vatikans. Alle Themen rund um den menschlichen Körper werden von der Autorin beleuchtet, natürlich auch Homosexualität. Die Materialiensammlung bringt u.a. einen Auszug aus Kardinal Ratzingers “Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen” aus dem Jahr 2003. Danach würden homosexuelle Praktiken “zu den Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstoßen” gehören. Bignion beleuchtet darüber hinaus, wie die greisen Männer im Vatikan zur Charles Darwins Evolutionstheorie stehen und warum sich Pius XII. im Nationalsozialismus kaum für die Juden eingesetzt hat.

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4 Antworten zu “Der menschliche Körper ist dem Papst ein Greuel

  1. Es war schon immer so in der Menschheitsgeschichte so: Wenn Religiosität zur Neurose verkommt, dann kommt sie in der Gestalt von Kirche auf uns zu.

  2. Der Vatikan entpuppt sich als die größte Irrenanstalt der Welt.
    Und die Menschheit schaut zu. Schlimmer noch, sie lässt es zu. Wie lange noch ?

  3. Für manche Menschen hat das Irreale nun mal eine größere Anziehungskraft, als das Gewöhnliche und das allzu Normale. Menschen mit diesen durch die Tradition begründeten Voraussetzungen (vergl. Gehirnwäsche) sind deshalb für Verschwörungstheorien jeder Art – dazu zählt auch der Glaube an ein fiktives, göttliches Wesen – besonders anfällig. Die geistige Übereinstimmung zwischen Esoterikern und Religioten ist unverkennbar. Diese beiden Gruppen ziehen es eben vor, ihre eigene Realität zu erschaffen bzw. erschaffen zu lassen. Für sie ist ihr fremdbestimmtes Dasein der Inbegriff von Freiheit und erspart ihnen eigenständiges Denken. Gefangen in diesem selbsterbauten Gefängnis entgehen ihnen die unzähligen, subtilen Lenk- und Beherrschungsmechanisen der sie dominierenden Führungsclique. Ein uraltes Herrschaftssystem, welches bis in unsere Zeit immer noch bestens funktioniert. Der schlagende Beweis für die unbeschränkt manipulierbare Spezies “homo religiosus” und des “homo esotericus”. Gleichzeitig ein unverkennbarer Hinweis für abhanden gekommenes, selbstkritisches, analytisches Denkvermögen bei diesen beiden Menschentypen.

  4. Wahnhaft. Diese Vorstellungen dieser Leute sind einfach wahnhaft.