Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Was für ein Dreck, der Gottesstaat lebt …
[...]Einrichtungen der katholischen Kirche dürfen Angestellten fristlos und ohne vorherige Abmahnung kündigen, wenn sie den Papst beleidigen. Das hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg mit einem am Montag bekanntgewordenen Urteil entschieden. In dem konkreten Fall ging es um einen Krankenpfleger in einem von der Caritas getragenen Krankenhaus im Bodenseekreis. Der Mann hatte im Internet unter einem Pseudonym den Papst diffamierende, von ihm selbst als Satire bezeichnete Texte veröffentlicht.[...]

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Basel: Scientology plant riesigen „Tempel“

Scientology Headquarter Berlin, Quelle: Brightsblog

4000 Quadratmeter gross ist die Parzelle, die sich zwei Scientologen in Basel unter den Nagel gerissen haben. Auf dem Grundstück soll eine neue Scientology-Kirche errichtet werden.

20 Minuten online

Die Scientology-Sekte will in Basel eine ihrer neuen Kirchen aufbauen. Zwei Scientologen haben im Frühling eine viertausend Quadratmeter grosse Parzelle in Grenznähe gekauft, wie der «Sonntag» berichtet. Dazu gehört ein Bürogebäude an der Burgfelderstrasse 211, ein Bürogebäude mit Verbindungsbau an der Kaysersbergstrasse 3 sowie eine Werkstatt, eine Tankstelle, ein Wohnhaus und eine Transformatorenstation.

Eine der neuen Besitzer-Firmen ist die in Basel domizilierte Burgfelder Immobilien AG, deren Verwaltungsratspräsident Patrick Schnidrig ist auch Präsident der Scientology-Kirche Basel. Der andere Eigentümer, die Zürcher Estoniola AG, gehört dem Scientologen Heinrich Renggli. Schnidrig bestätigt telefonisch, dass die Idee bestand, auf diesem Grundstück eine Scientology-Kirche einzurichten.

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Libyen: Religion hat in der Politik nichts zu suchen

Vizepräsident Ghoga: "Keine Entschuldigung für ungesetzliche Tötungen - ohne Ausnahme", AFP

Der Diktator ist tot, doch was kommt jetzt im befreiten Libyen? Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der Vizepräsident des Nationalen Übergangsrats, Abdul Hakim Ghoga, welche Chancen er der Demokratie und der Scharia einräumt.

SpON

SPIEGEL ONLINE: Das alte Regime ist weggefegt, doch schon kratzt die wahrscheinliche Hinrichtung des flüchtenden Diktators Gaddafi am Image der Revolutionäre. Amnesty International ist empört, Regierungschef Mahmud Dschibril kritisiert die Täter…

Ghoga: …ich verurteile jeden Verstoß gegen die Menschenrechte, für ungesetzliche Tötungen gibt es keine Entschuldigung – ohne Ausnahme. Wir haben acht Monate gegen eine brutale Diktatur, gegen die Gaddafi-Tyrannei gekämpft, eben weil uns die Menschenrechte vorenthalten worden waren.

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Schamforschung: Religiös unverschämt

Gläubige im Kölner Dom (Bild: AP)

Nicht nur nach Ansicht von Karl Barth, dem Schweizer Theologen, ist Scham eine wichtige menschliche Eigenschaft. In einer individualisierten, selbstsüchtigen Gesellschaft scheint die Scham aber langsam verloren zu gehen. Kann die Religion helfen? Wie viel hat sie mit Scham zu tun?

Von Susanne KraheDeutschlandradio Kultur

„Wie konntest du nur?! Du solltest dich was schämen!“

Scham. Etwas, das besser verborgen geblieben wäre, wird aufgedeckt. Die Pulsfrequenz steigt.

„Ab in die Ecke mit Dir. Schäm Dich!“

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Segenspater: Exorzist wider Willen

Quelle: cineclub.de

In Oberösterreich sehen manche Flüche und allerlei dunkle Mächte hinter ihren Problemen. Sie vertrauen auf geheimnisvolle Kräfte eines fast 90-jährigen Paters. Die katholische Kirche lässt ihn gewähren.

Von Bernhard LichtenbergerDie Presse

Mit geschlossenen Augen hält er die Hände über das Foto eines Hauses. Streit habe es in der Familie gegeben und Alkoholismus, daher hat sich Christina (Name von der Redaktion geändert) an Pater Bernhard gewendet. Der Benediktiner murmelt ein Gebet, schlägt mit der Faust auf das Bild – einmal, zweimal, dreimal. Er habe die dunklen Energien aus dem Haus gezogen, sagt Christina.

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B16 verurteilt Hexerei

Papst Benedikt XVI. hat Kirche, Gesellschaft und Politik der afrikanischen Länder aufgerufen, gemeinsam gegen das Phänomen der Hexerei vorzugehen.

OÖnachrichten.at

Vor allem Kinder und ältere Menschen seien Opfer bestimmter „Rituale“, sagte Benedikt am Samstag im Vatikan bei einem Treffen mit afrikanischen Bischöfen aus Angola und Sao Tome. Das sei nicht hinnehmbar, verurteilte er solche Praktiken.Benedikt XVI. ging nach Angaben von Radio Vatikan auch auf seinen Besuch vom 18. bis 20. November im westafrikanischen Benin ein. Bei seiner zweiten Afrikareise werde er das Schlussdokument der Afrikasynode von 2009 vorstellen. Außerdem feiert er mit den Gläubigen den Beginn der katholischen Mission in dem westafrikanischen Land vor 150 Jahren.

South Park, Scientology & der Sinn von Satire

Nicht jeder versteht Satire © Comedy Central

Es gibt Gruppierungen, für die das Wort “zwielichtig” schon nicht mehr ausreicht. Scientology ist wohl die bekannteste Bewegung, die ihre kruden Ansichten in die Welt hinausposaunt. Dass sich dahinter nicht nur Spinner verbergen, die gegenseitig ihre Thetan-Stufen messen, sondern eine höchstkriminelle Vereinigung, wurde vor kurzem erst wieder deutlich. Aber nicht nur diese Sekte hat den Sinn von South Park nicht verstanden, sondern auch annehmbare Religionsgemeinschaften tun sich damit schwer.

moviepilot

Der Aufreger der Woche behandelt diesmal die offensichtliche Humorlosigkeit religiöser oder pseudoreligiöser Vereinigungen, wenn die Satire ihnen ans Bein pinkelt.

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Der Vatikan toleriert die Knaus-Ogino-Methode

Empfängnisverhütung gehört für die katholische Kirche zu den ewigen Unwörtern. Der Geschlechtssakt hat nach vatikanischem Dogma allein der Fortpflanzung zu dienen. Hilfsmittel zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften gelten dem Vatikan bis heute als widernatürlich und verwerflich.

WDR

Nur einer einzigen Methode zur Empfängnis-“Regelung“ hat je ein Papst seinen Segen erteilt. Am 29. Oktober 1951 spricht  Pius XII. vor einer Versammlung katholischer Hebammen. Dabei erklärt er die gezielte Feststellung der unfruchtbaren Tage der Frau zum Zwecke folgenlosen ehelichen Verkehrs für tolerierbar. Bekannt geworden ist die päpstlich genehmigte Verhütung als Knaus-Ogino-Methode oder, in Folge ihrer Unzuverlässigkeit, als „Römisches Roulette“.

Sensation für die Fachwelt

Benannt ist die Verhütungsmethode nach zwei Gynäkologen, dem Grazer Hermann Knaus und seinem japanischen Kollegen Kiusako Ogino. Unabhängig voneinander erforschen beide Mitte der 1920er-Jahre die Fruchtbarkeit von Frauen. Knaus stellt bei Kaninchen fest, dass die gebärfreudigen Nager auch unfruchtbare Tage haben. Diese Beobachtung überprüft er am Menschen – mit demselben Ergebnis. Für die Fachwelt eine Sensation, denn bislang galten Frauen als jederzeit empfängnisfähig.

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Gottes Komplizen: Papst, Bundeswehr, Islam und Judentum

Prof. Dr. Walter Homolka (Ph.D. King’s College London, D.H.L. Hebrew Union College - Jewish Institute of Religion New York) geb. 1964, ist deutscher Rabbiner, Rektor des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam und Honorarprofessor an ihrer philosophischen Fakultät. Er ist Mitglied des Executive Board der World Union for Progressive Judaism Jerusalem, Vizepräsident der European Union for Progressive Judaism, Chairman der Leo Baeck Foundation, Mitglied im Gesprächskreis Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken und Vorsitzender des Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerks. Foto: Joachim Fieguth

ND: Herr Prof. Homolka, Sie wurden soeben mit dem Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis geehrt. Diesen Preis vergibt das Islam-Archiv Soest, um den Dialog zwischen den Religionen, vor allem zwischen Muslimen, Juden und Christen zu fördern. Womit haben Sie ihn sich verdient?
Homolka: Das Abraham Geiger Kolleg hat sich über Jahre hinweg dafür eingesetzt, dass das Zusammenleben von Muslimen, Juden und Christen selbstverständlich wird. So forschen wir u.a. zu der Frage, welche Verbindungen es zwischen Judentum und Islam gibt. Das ist, wie ich glaube, auch der Auftrag unseres Namensgebers Abraham Geiger, der als Begründer der modernen Islamwissenschaften gilt.

ND:Welche Verbindungen zwischen Judentum und Islam gibt es?
Homolka:Verwandtschaftliche. Sie gehen auf die Bibel zurück, auf die hochdramatische Geschichte von Ismail und seinem Halbbruder Isaak. Diese Geschichte verweist uns darauf, dass schon zu jener Zeit die Frage, wer der erbberechtigte Sohn Abrahams ist, Isaak oder Ismail, eine Rolle spielte. Ist nun das Judentum oder der Islam dem Erbe Abrahams treu? Die Bibel und der Koran geben darauf unterschiedliche Antworten. Aber wichtig ist es zunächst, darauf hinzuweisen, dass es eine Verwandtschaft, ein brüderliches Verhältnis gibt. Zum Christentum gibt es für uns Juden eine gewachsene Freundschaft – obwohl das trinitarische Dogma (die Lehre vom dreieinigen Gott – d.R.) die Trennungslinie zwischen Judentum und Christentum deutlicher markiert als zwischen Judentum und Islam. Das gemeinsame Bekenntnis zu dem einen Gott ist für Juden und Muslime die Grundlage für eine starke Verbindung zueinander. Daraus ergibt sich eine konkrete politische Aufgabe für uns Juden in Deutschland: Muslimen, die ähnlich wie das Judentum im 19. Jahrhundert um ihre Emanzipation kämpfen müssen, dabei behilflich zu sein, sich zu integrieren und in der Gesellschaft Anerkennung zu finden.

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Bad Religion: Zwischen Punk und Evolutionstheorie

Der Sänger der Band "Bad Religion", deren Logo ein Kreuz in einem Verbotsschild zeigt, Greg Graffin, beschreibt in seinem Buch seine Faszination für die Evolutionstheorie Foto: Riva Verlag / Ricapar (Wikipedia)

Greg Graffin ist nicht nur Sänger der Punk-Band „Bad Religion“, sondern auch Dozent für Evolutionsbiologie. In seinem neuen Buch will er deutlich machen, dass man auch glücklich sein kann, wenn man nicht an Gott glaubt. In dem überraschend langweiligen Buch erklärt der Punk-Rocker auch seinen Lebenssinn: die Evolutionstheorie.

pro Medienmagazin

Aufgewachsen ist Greg Graffin, mittlerweile 46, wohlbehütet in einer amerikanischen Vorstadt. Es ging ihm immer gut, „Ich hatte mächtig Glück“, diese Formulierung fällt sehr oft in seinem Buch „Anarchie und Evolution“, das nun auf Deutsch im „Riva-Verlag“ erschienen ist. Kein Grund also, an einen Gott zu glauben. Der Mann, dem es prima geht, hat als Teenager beschlossen, nicht mehr an Gott zu glauben. Und seither konzentriert sich sein Weltbild auf die Evolutionstheorie von Charles Darwin.

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Freidenker Kalender 2012 – Die Erde dreht sich ohne Gott!

Der Freidenker Kalender 2012:
Die Erde dreht sich ohne Gott!

12 Monatsblätter mit Zitaten zu Religion und Kirche von

  • Ludwig Feuerbach
  • Johann Most
  • Friedrich Nietzsche
  • Karlheinz Deschner
  • Karl Marx
  • Lenin
  • Paul Lafargue
  • Peter Hacks
  • Kurt Tucholsky
  • Richard Dawkins
  • Heinrich Heine
  • Theodor Lessing

16 Seiten (+Schutzfolie +Kartonrücken);
DIN A 4; 4-farbig; 170 g/qm Bilderdruckpapier;
Drahtspiral-Bindung mit Aufhänger;
Verkaufspreis 8.– Euro; ab 5 Stück 6.– Euro;

Ansicht der 12 Monatsblätter

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B16: „Abwesenheit Gottes ist Ursache von Gewalt und Konzentrationslagern“

Quelle: ksta.de

Der Papst ist gestern mit einem von Trenitalia (staatseigenen Unternehmen) zur Verfügung gestellten Zug für eine interreligiöse Begegnung und eine Pilgerfahrt in Assisi angekommen. Anwesend waren auch einige Ungläubige. Trotz der Einladung zum Dialog griff der Papst sie in der Basilika Santa Maria degli Angeli (Heilige Maria der Engel) an: Laut Papst ist Gewalt eine Konsequenz der Leugnung von Gott.

Von Gabriella BertuccioliHumanistischer Pressedienst

Die UAAR (Union der rationalistischen Atheisten und Agnostiker Italiens) erwidert mit einer Pressemeldung: „Er hat das schlechte Gewissen“: Es sollte einen Tag der Reflexion und des Dialogs sein. Aber Benedikt XVI., der auch vier Ungläubige eingeladen hatte, hat das Treffen von Assisi in den x-ten Angriff gegen Atheisten verwandelt.

„Die Abwesenheit Gottes“, behauptete der Papst, sei Ursache von Gewalt und sogar von Konzentrationslagern, denn die Leugnung des Göttlichen „verdirbt die Menschen, lässt sie das Maß verlieren, lässt sie die Menschlichkeit verlieren“. Im Gegensatz dazu sei der Gebrauch von Gewalt im Namen der Religion nur „ein beleidigender Missbrauch des christlichen Glaubens“.

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Warum Christen zu Muslimen konvertieren

Quelle: idea.de

Vor 50 Jahren unterzeichneten Deutschland und die Türkei das „Anwerbeabkommen“ für türkische Gastarbeiter. Seither hat auch die Zahl der deutsch-türkischen Ehen zugenommen. Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Wiesbaden) zufolge waren im Jahr 2010 von insgesamt 18,2 Millionen Ehepaaren gut 1,2 Millionen (7 Prozent) deutsch-ausländische Ehepaare. Dabei hatte bei 14 Prozent dieser Paare ein Partner die türkische Staatsangehörigkeit; das war die häufigste Kombination. Was bedeutet das für die Religion der Ehepartner?

idea.de

Nach Beobachtung des Direktors des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland, Muhammad Salim Abdullah (Soest), treten in solchen Ehen deutlich mehr Christen zum Islam über als umgekehrt. Aber nicht allein aufgrund von Eheschließungen wechselten Menschen die Religion, erklärte Abdullah gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Den Ausschlag gebe häufig die Vorstellung des Dreieinigen Gottes im Christentum, die manchen unlogisch erscheine.

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Homo-Ehe im Pfarrhaus – darf das sein?

Quelle: welt.de

„Noch nie so einen Aufruhr in unserer Kirche erlebt“: Eine Internetabstimmung zur Frage, ob homosexuelle Paare im Pfarrhaus zusammenleben sollen, sorgt unter württembergischen Protestanten für große Aufregung.

Badische Zeitung

Bei der Umfrage auf der Homepage des Evangelischen Gemeindeblattes für Württemberg hätten sowohl Befürworter dieses Zusammenlebens als auch Gegner Zählmaschinen eingesetzt, um das Ergebnis zu ihren Gunsten zu beeinflussen, sagte Chefredakteurin Petra Ziegler.

Außerdem sei in sozialen Netzwerken und in Massenmails für eine Abstimmung geworben worden. Beide Parteien hätten sich immer mehr hochgeschaukelt. Innerhalb von zehn Tagen sei bei der Umfrage 400.000 mal abgestimmt worden, bei anderen Internetumfragen des Gemeindeblattes hätte es dagegen bisher nur mehrere hundert Stimmen gegeben. Auch wenn die Abstimmung manipuliert und keineswegs repräsentativ sei, zeige sie, dass dieses Thema höchst emotional sei, betonte Ziegler. „Noch nie habe ich einen solchen Aufruhr in unserer Kirche erlebt.“ Die Umfrage ist nach Ansicht der Chefredakteurin ein Zeichen dafür, dass in den Kirchengemeinden eine breite Diskussion über das biblische Verständnis zur Homosexualität nötig ist. Sie warb für Studientage in den Gemeinden zu diesem Thema, damit Missverständnisse geklärt werden können.

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Weihnachts-Mission im Schuhkarton

Die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" will Kindern in ärmeren Ländern Freude bereiten. Zweifellos gelingt das auch, wie bei diesem Mädchen in Rumänien. Doch sind die Geschenkkartons auch langfristig entwicklungspolitisch sinnvoll? Foto: Geschenke der Hoffnung e.V.

Zu Weihnachten werden bunte Schuhkartons um den Globus geschickt: Nette Geschenke aus reichen Ländern für arme Kinder. Doch sind die Almosen wirklich sinnvoll? Kritiker sagen, oft könnten Kinder in anderen Kulturen mit den Geschenken gar nichts anfangen. Missionstraktate in den Kartons werden ebenfalls mit Vorbehalten gesehen. Sinnvoller wäre eine langfristige Entwicklungshilfe, die die Wirtschaft vor Ort unterstützt.

Von Thomas Klattevangelisch.de

Es ist so einfach: Man nehme einen Schuhkarton, fülle ihn mit schönen Sachen, schmücke und bemale ihn und mache ein Gummiband herum. Dann bringe man die gute Gabe mit der empfohlenen Spende von sechs Euro für das Porto zu einer der mittlerweile rund 4000 Sammelstellen in Deutschland. Dort lächeln dem fröhlichen Geber vielleicht sogar schon dankbare Kindergesichter von den Werbeplakaten entgegen. „Operation Christmas Child“ oder auf deutsch „Weihnachten im Schuhkarton“ heißt das weltweite Schenken. Innerhalb von 20 Jahren ist aus einer kleinen Schenk-Idee eine internationale Hilfs-Organisation erwachsen. Doch mit effektiver Entwicklungsarbeit habe das alles kaum etwas zu tun, sagen Kritiker.

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Schicks Halloween Bullshistic

Schick: ‘Allerheiligen und Allerseelen sind lebensdienliche Feiertage’

Bamberger Erzbischof: Der Spuk und Klamauk, die Geister- und Gespensterdarstellungen von Halloween schürten Ängste und zerstörten Sachwerte. Allerheiligen dagegen diene der Lebensfreude.

kath.net

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ruft dazu auf, am 31. Oktober und 1. November nicht Halloweenpartys und -umzüge zu veranstalten, sondern diese Feiertage zu nutzen, um über den Sinn des Lebens nachzudenken. Der Spuk und Klamauk, die Geister- und Gespensterdarstellungen von Halloween schürten Ängste und zerstörten Sachwerte. Allerheiligen dagegen diene der Lebensfreude. „Wir dürfen unsere christliche Kultur nicht von heidnischer Unkultur verdrängen lassen“, warnte am Donnerstag (27.10.11) der Bamberger Oberhirte.

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Die Apostel fahren »Phaeton«

Quelle: autoplenum.de

Der griechische Gott Helios, der den Beinamen Phaeton trug, soll einen Wagen mit vier Pferden gefahren haben. Eine ganze Menge für die damalige Zeit. Offensichtlich Grund genug für Bischöfe der christlichen Kirchen, sich mit ihren Dienstwagen von der Masse abzusetzen.

Von Ralf Michalowsky – Fraktion der LINKEN im Landtag von NRW

Der evangelische Pressedienst (epd) berichtet in diesen Tagen über den hohen CO2-Ausstoß der „heiligen“ Karossen, nennt die Fahrzeugtypen, verliert aber kein Wort über die Autoklasse. Ralf Michalowsky, kirchenpolitischer Sprecher der Fraktion der LINKEN im Landtag von NRW: „Schon bei der ‚benebelten Fahrt‘ der Bischöfin Margot Käßmann im Februar 2010 war ein Phaeton im Spiel. Nun erfahren wir, dass mindestens zwei weitere Bischöfe, Overbeck und Meister, mit diesem 240-PS-Sechszylinder ihre Botschaft verbreiten.“

„Inzwischen ist es auch kein Geheimnis mehr, dass die deutschen Bischöfe ihre Gehälter in Höhe von 12.000 Euro monatlich aus den Haushalten der Bundesländer beziehen. Alle Steuerzahler, auch die nichtkonfessionellen, zahlen damit für das Leben in Saus und Braus des göttlichen Spitzenpersonals, das aber seine ‚Schäfchen‘ gern zur Mäßigung und zum Konsumverzicht auffordert“, äußert Michalowsky.

„Wenn die Kirchensteuerzahler es tolerieren, dann können die Bischöfe meinetwegen Ferrari fahren und das aus Kirchensteuereinnahmen (ca. 9 Mrd. Euro pro Jahr) bezahlen. Keineswegs wäre es jedoch hinnehmbar, dass die immerhin 30 % Konfessionslosen diesen Protz über ihre Steuern mitbezahlen.“

Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Frankreich: Bistum muss jede Spur von Taufe aus Akten löschen
[...]Zur Begründung führte das Gericht an, bei der Taufe handele es sich um ein privates Ereignis, und solche persönlichen Informationen dürften nicht in öffentlich zugänglichen Unterlagen enthalten sein. Eine französische Diözese ist von einem Gericht dazu verurteilt worden, jede Erwähnung der Taufe eines Klägers aus den Registern zu streichen. Dies könne etwa dadurch geschehen, dass die Eintragung im Taufregister durch nicht löschbare schwarze Tinte übermalt werde, zitierte die französische katholische Tageszeitung «La Croix» am Donnerstag aus dem Urteil Zur Begründung führte das Gericht an, bei der Taufe handele es sich um ein privates Ereignis, und solche persönlichen Informationen dürften nicht in öffentlich zugänglichen Unterlagen enthalten sein. Anderenfalls verstoße das Bistum gegen das Recht auf Privatleben. Die Richter gaben laut «La Croix» dem Bistum 30 Tage Zeit, um das Urteil auszuführen. Die verurteilte Diözese Coutances in Nordfrankreich kündigte an, in Berufung zu gehen. Bis dahin muss sie das Urteil nicht umsetzen. Ein Kirchenrechtler des Bistums sagte, das Urteil widerspreche der bisherigen Rechtsprechung. Sollte es Schule machen, könnten Pfarreien in ganz Frankreich betroffen sein.[...]

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Weltfriedenstreffen Assisi: „Kack.net“ berichtet

 

Quelle: myheimat.de

Greuel über Greuel
Assisi: In der Basilika wird dem Olokun gehuldigt
Ein Götzendiener sang vor den versammelten Religionsvertretern seinem Dämon ein Lied. Gestört hat es die anwesenden Relativisten nicht.

Kreuz.net

Seit heute morgen läuft in Assisi der interreligiöse Greuel. Rund 300 Vertreter aus 31 christlichen Gemeinschaften und zwölf Weltreligionen reisten gemeinsam im Zug von Rom an den Ort des Heiligen Franziskus. Am Vormittag referierten verschiedene Religionsvertreter in der Basilika Santa Maria degli Angeli. Der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., forderte eine Verurteilung aller Kriege. Den US-Kriegstreiber mit seinen jüngsten blutigen Überfällen auf Afghanistan, den Irak und zuletzt auf Libyen nannte er nicht.

Gleichzeitig krepieren die Einwohner im Ghetto von Gaza

Der Primas der anglikanischen Gemeinschaft, Laienerzbischof Rowan Williams, bekundete eine „leidenschaftliche Entschlossenheit, die Welt davon zu überzeugen, daß Menschen nie Fremde sein dürfen“. Der Rabbiner David Rosen sprach als Vertreter des israelischen Großrabbinats. Er hielt ein hochgestochenes Plädoyer für „einen höheren, göttlichen Frieden“. Den brutalen Völkermord des rechtsextremen israelischen Regimes gegen die einheimischen Palästinenser ignorierte der Friedensprediger.

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Kein Recht auf Ethikunterricht

VG Freiburg, wikipedia

Zu den unbekannteren Passagen im Grundgesetz zählt eine Regelung in Artikel 7 Absatz 3, nach der Religionsunterricht „in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen [ein] ordentliches Lehrfach“ ist. Wenig bekannt ist diese Regelung auch deshalb, weil der Absatz 2 des Artikels 7 Eltern die freie Wahl lässt, ob sie ihr Kind in solch einen Religionsunterricht schicken wollen oder nicht. Die meisten Kinder konfessionsloser Eltern freuen sich über die daraus resultierende Zusatzpause, in der sie Hausaufgaben machen oder mit dem Handy spielen können. Eine Mutter aus Baden-Württemberg sieht sich dadurch allerdings diskriminiert.

Von Peter MühlbauerTelepolis

Anna I. hat drei Söhne. Zwei davon gingen bis zu den Sommerferien in die zweite und die vierte Klasse der Karoline-Kaspar-Grundschule im Freiburger Stadtteil Vauban. Im Februar verlangte I. vom baden-württembergischen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, es solle die Grundschule dazu bringen, einen kostenlosen Ethikunterricht für ihre Kinder anzubieten. Das Ministerium lehnte das teure Ansinnen ab und verwies auf eine Verordnung, die solch ein Angebot erst ab der siebten Gymnasial- und der achten Hauptschulklasse vorschreibt.

Gegen diese Ablehnung legte die Freiburgerin im April vor dem örtlichen Verwaltungsgericht Klage ein. In der Begründung dieser Klage argumentiert sie, dass ihr der im Grundgesetz festgeschriebene Gleichheitsgrundsatz und die Trennung von Staat und Kirche einen Anspruch auf einen kostenlosen Ethikunterricht gewähren würden. Außerdem verweist sie darauf, dass an der Grundschule deutlich weniger als die Hälfte der Kinder evangelisch oder katholisch getauft ist.

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Colin Goldner – Auszug aus: Dalai Lama – Fall eines Gottkönigs

Mitarbeitervertretung klagt gegen Diakonie

Arbeitnehmervertreter, die das kirchliche Arbeitsrecht ablehnen, dürfen in der Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK) seit 2010 nicht mehr mitwirken. Das Stuttgarter Amtsgericht soll nun feststellen, ob die veränderte Ordnung der Arbeitsrechtlichen Kommission zulässig ist. iStockphoto

Die Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (AGMAV) der württembergischen Diakonie klagt gegen den Bundesverband der evangelischen Wohlfahrt.

evangelisch.de

Grund ist ein Beschluss des diakonischen Parlaments vom Sommer 2010, nach dem in der bundesweiten Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK) keine Arbeitnehmervertreter mehr mitwirken können, die erklärtermaßen das kirchliche Arbeitsrecht ablehnen. Dies sei eine „Maulkorbregelung“, teilten die Mitarbeitervertreter am Mittwoch in Stuttgart mit.

In der ARK verhandeln Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter über die Gehälter in der Diakonie. Streiks und Aussperrung sind untersagt.

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Kirche „out“ – Moral „in“

"Occupy Berlin": Auch in der Hauptstadt gingen Finanzmarkt-Kritiker auf die Straße. Foto: Bewegungsfoto (flickr)

Moralisches Handeln ist für die meisten Deutschen eine wichtige Maxime. Das hat die erste repräsentative Trendstudie zum Thema ergeben. Die Forscher stellten ihre Ergebnisse am Mittwoch in Berlin vor. Eines davon lautet: Die Kirche ist für die Gesellschaft keine wegweisende Instanz mehr.

pro Medienmagazin

Seit der Finanzkrise diskutieren die Deutschen wieder mehr über Werte. Diese Beobachtung haben die Forscher des Instituts „Rheingold“ gemacht und im Auftrag der „RAL Gütesicherung“ gefragt: Welchen Stellenwert hat die Moral in Deutschland? Interviews mit 1.000 Verbrauchern und Unternehmern haben ergeben, dass 64 Prozent der deutschen Bevölkerung der Meinung sind, Moral sei im alltäglichen Verhalten wichtig.

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Macht und Ohnmacht der Sexualität

Quelle: mainpost.de

Theologie-Professor Hans-Joachim Sander über das öffentliche Interesse an intimen Geständnissen, den Fall Jörg Kachelmann sowie die Missbrauchsfälle und die Sprachlosigkeit in der katholischen Kirche.

Von Christine Jeske - MAIN POST

Hans-Joachim Sander (52), Professor für systematische Theologie an der Universität Salzburg, stammt aus einer Bergarbeiterfamilie im Saarland. Er studierte Katholische Theologie, Mathematik und Geschichte an den Universitäten in Bonn, Trier und Würzburg sowie an der Dormition Abbey in Jerusalem. Nach seiner Habilitation an der Universität Würzburg arbeitete er als Dozent in Würzburg, Bamberg, Eichstätt und Salzburg. 2002 folgte er dem Ruf als Professor für Dogmatik an die Uni Salzburg. Anhand von Beispielen wie den Fällen Jörg Kachelmann oder Dominique Strauss-Kahn sowie mit der Philosophie des Franzosen Michel Foucault (1926 bis 1984) erläutert er die Mechanismen der Sexualität. Sie besteht für ihn aus mehr als nur aus Zärtlichkeit, Intimität und Lust. Ein Gespräch über Macht und Ohnmacht, über Geständniszwang und Sprachlosigkeit, und über die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Bad Wörishofen distanziert sich vom Dodo-Fliege-Kongress
[...]Man werde die Vereinbarung mit Fliege noch einmal erfüllen, den Kongress, der am Freitag beginnt, aber kritisch beobachten, sagte Kurdirektor Alexander von Hohenegg am Mittwoch in Bad Wörishofen. Die jüngste mediale und kirchliche Kontroverse um Fliege werfe „Fragen auf, die eine weitere Verbindung infrage stellen“.Fliege, gegen den ein Disziplinarverfahren der Evangelischen Kirche im Rheinland läuft, wies Vorwürfe gegen ihn zurück. Er stehe keineswegs Scientology nahe, sagte er. Die europäischen Kirchen hätten ihre spirituelle und therapeutische Tradition vernachlässigt. Er selbst sehe sich in der Tradition von Albert Schweitzer und Sebastian Kneipp, die als christliche Heiler in ihrer Zeit auch Missverständnissen ausgesetzt gewesen seien, betonte er. Der Kongress suche auch das Gespräch mit nicht-christlichen Therapeuten und Heilern. Nach Angaben von Fliege haben einige Referenten ihre Teilnahme am Wörishofener Herbst abgesagt, darunter die Naturheilkundlerin und frühere bayerische Grünen-Abgeordnete Barbara Rütting. Fliege erwartet wie im letzten Jahr 350 Dauerteilnehmer und über 1.000 Tagesgäste zum Kongress.[...]

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B16: „Migrationsphänomen von der Vorsehung geschenkte Gelegenheit zur Evangelisierung“

Quelle: hpd.de

Der Papst zu Migrationen und Neuevangelisierung
Benedikt XVI. ruft in seiner Botschaft zum 98. Welttag des Migranten und Flüchtlings die Weltkirche zu einer verstärkten Verkündigung der christlichen Botschaft auf und mahnt die Regierungen zu einem humanen Umgang mit Flüchtlingen

Kath.net

Am heutigen Dienstag veröffentlichte der Vatikan die Botschaft Papst Benedikts XVI. zum 98. Welttag des Migranten und Flüchtlings. Das Thema des Welttages, der am 15. Januar 2012 begangen wird, lautet: „Migrationen und Neuevangelisierung“.

„Heute spüren wir sogar die dringende Notwendigkeit, mit neuer Kraft und in erneuerter Weise die Evangelisierungstätigkeit zu fördern“, so Benedikt XVI., dies „in einer Welt, in der die Aufhebung von Grenzen und die neuen Prozesse der Globalisierung die Personen und Völker einander noch stärker annähern, sowohl durch die Entwicklung der Kommunikationsmittel als auch durch die Häufigkeit und Leichtigkeit, mit denen einzelnen und Gruppen ein Ortwechsel ermöglicht wird“.

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Haseloff: Keine Bedrohung der christlichen Werte

idea.de

Für den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), sind christliche Werte keineswegs überholt, obwohl die Bevölkerung Mitteldeutschlands stark entkirchlicht ist. In Sachsen-Anhalt gehören etwa 14,4 Prozent der 2,3 Millionen Einwohner der evangelischen Kirche an; 3,5 Prozent sind römisch-katholisch und über 80 Prozent konfessionslos. Doch seien die meisten Nicht-Christen in den neuen Bundesländern keine entschiedenen Atheisten, sagte der Landeschef in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

idea.de

Etwa 85 Prozent der Bürger in den neuen Bundesländern identifizierten sich mit christlichen Werten. Haseloff: „Den entschiedenen Atheisten gibt es hier im Osten genauso selten, wie es Christen gibt. Die meisten Leute hier sagen eher: ‚Ich bin gar nischt.’“ Diese Aussage gelte als „normal“ und bedeute, dass man weder in der Kirche noch in einer Partei oder einem Verband organisiert sei.

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Codex Juris Canonici, Codex des Kirchlichen Rechts

Quelle: kirchensite.de

Kirche straft nach eigenem Recht
„Oberhausener Pastor Brachthäuser vom Dienst suspendiert“, titelte die WAZ Mitte August. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hatte sich zu dieser Strafe entschieden, nachdem Ralph Eberhard Brachthäuser, Pastor der Sterkrader Herz-Jesu-Gemeinde, seinen Dienst quittiert und ein Gesprächsangebot des Bischofs schlicht nicht wahrgenommen hatte. Der Bischof griff bei seiner Strafaktion auf den Codex Juris Canonici, den Codex des Kirchlichen Rechts zurück.

Von Andrea MickeDer Westen

Die Kirche hat ein eigenes Rechtsbuch und eine eigene Gerichtsbarkeit. Stadtdechant Peter Fabritz, Pfarrer von Herz Jesu in Alt-Oberhausen, kennt sich damit aus. Er ist selbst Richter am Bischöflichen Offizialat, dem Gericht des Bischofs, das sich in erster Linie mit Ehenichtigkeitsverfahren befasst. Fabritz sagt: „Das Kirchenrecht ist das älteste abendländische Recht nach dem römischen und unser weltliches Recht ist davon abgeleitet.“

Ein Unterschied des Kirchenrechts zum weltlichen: „Menschen einsperren, ihnen die Bürgerrechte aberkennen, das kann die Kirche nicht. Wer getauft ist, der gehört dazu“, sagt Fabritz. „Die Suspendierung“, bezieht sich Fabritz auf den Fall Brachthäuser, sei eine Beugestrafe. Sie ziele darauf ab, Menschen zur Einsicht zu bringen. So hatte das Bistum auch mitgeteilt, Brachthäuser solle innerhalb der nächsten sechs Monate – so die Auflage des Bischofs – „sein Verhältnis zu der von ihm gewählten Lebensform als Priester im Bistum Essen klären und neu ordnen“. Danach müsse er sich dem Bischof gegenüber erklären, ob er bereit sei, seinen Verpflichtungen als Priester nachzukommen und Beauftragungen und Weisungen des Bischofs zu folgen.

Verstöße gegen Zölibat

Was kann nun zu einer Suspendierung führen? Eine Vernachlässigung der Aufgaben etwa. „Wenn ein Pfarrer einem kranken Gemeindemitglied die Heilige Kommunion nicht bringt, was seine Pflicht ist“, nennt Fabritz ein Beispiel. Die Verletzung der Residenzpflicht ist ein weiterer Aspekt. Fabritz: „Ein Pfarrer muss immer in der Nähe der Kirche wohnen.“ Ungehorsam gegenüber dem Bischof, dem Priester bei ihrer Weihe Gehorsam geschworen haben, Verstöße gegen den Zölibat können zur Suspendierung führen. Oder wenn jemand in seinen Predigten Dinge verkündet, die nicht im Einklang mit dem Glauben der katholischen Kirche stehen. Ein Pfarrer sollte also besser nicht Sonntag für Sonntag verkündigen: Jesus war nicht der Sohn Gottes, sondern nur ein einfacher Mensch.

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Beten in Afrika – wichtig

Besuch in einer anderen Welt: Evangelische Christen aus der Pfalz bei ihren Glaubensgeschwistern in Ghana. Foto: Martin Rothe

Seit gut 30 Jahren sind evangelische Kirchengemeinden der Pfalz mit presbyterianischen Gemeinden in Ghana verbunden. Bei gegenseitigen Besuchen entdecken sie Gemeinsamkeiten – aber auch Irritierendes beim Partner aus dem jeweils anderen Land.

Von Martin Rotheevangelisch.de

Ghana im Sommer 2011: Unweit der Hauptstadt Accra, in der Kleinstadt Akropong, steht eine Presbyterianische Kirche. In der riesigen flachen Halle mit etwa tausend Plastikstühlen haben sich mehrere hundert Gläubige versammelt. Unter Ihnen sind auch zwanzig deutsche Protestanten der Evangelischen Kirche der Pfalz. Sie ist seit den 1980er Jahren partnerschaftlich mit der Presbyterianischen Kirche von Ghana (PCG) verbunden. Mehrere pfälzische Gemeinden pflegen regelmäßig den Austausch mit ihrer jeweiligen Partnergemeinde in Ghana und fördern deren soziale Projekte.

Doch was die deutschen Gäste gerade eben in ihren Ehrensitzen neben dem Altar erlebt haben, lässt sie verstört und fragend blicken. War das jetzt eine Inszenierung? Oder ist hier gerade wirklich etwas Wunderbares passiert?

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Matussek: Zum Reformationstag einen Luther-Verschnitt

Quelle: wikipedia

Als Katholik wünsche ich mir einen erneuten Thesenanschlag: “Liebe Christenheit, hier ist noch mal Euer Augustiner-Bruder Martinus. Ich habe mir überlegt, dass 500 Jahre Trennung genug sind – ich wollte übrigens sowieso nie eine.”

kath.net

Anlässlich des bevorstehenden Reformationstages (31. 10.) fragte idea den katholischen Journalisten Matthias Matussek nach seinen Wünschen an die evangelische Kirche. Er sagte:

„Zum Reformationstag wünsche ich mir als Katholik einen erneuten Thesenanschlag, diesmal vielleicht am (evangelischen) Berliner Dom:

‘Liebe Christenheit, hier ist noch mal Euer Augustiner-Bruder Martinus. Ich habe mir überlegt, dass 500 Jahre Trennung genug sind – ich wollte übrigens sowieso nie eine. Protest als Dauerzustand ist idiotisch. Es gibt auch keinen Grund mehr: Die römische Kirche hat inzwischen vom Ablasshandel Abstand genommen; der Papst geht mittlerweile sogar weiter als wir, denn er fordert die arme Kirche – ja sogar die Abschaffung der Kirchensteuer! Die Sakramente sollen also nicht weiter erkauft werden müssen – echt revolutionär, dieser Mann. Wieso ist das meinen Nachfolgern nicht eingefallen?

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Bundeswehrreform und Militärseelsorge

Quelle: idea.de

Welche Auswirkungen hat die Bundeswehrreform für die Militärseelsorge? Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat am 26. Oktober in Berlin bekannt gegeben, dass 31 Kasernen geschlossen und 33 Standorte massiv verkleinert werden. Von 328 Standorten im Inland bleiben 264 mit mehr als 15 Personalstellen erhalten. Die Truppenstärke soll von ursprünglich 250.000 Soldaten auf bis zu 170.000 Berufs- und Zeitsoldaten plus etwa 5.000 freiwillig Wehrdienstleistende sinken. Die Evangelische Militärseelsorge sieht den Veränderungen gelassen entgegen. Wie der Pressesprecher des Evangelischen Kirchenamts für die Bundeswehr, Walter Linkmann (Berlin), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage sagte, seien noch keine Details bekannt.

idea.de

Es könne aber dazu kommen, dass Militärpfarrämter verlegt werden müssten. Da die Soldatenseelsorger von den Landeskirchen für jeweils sechs Jahre „ausgeliehen“ seien, könne man sich relativ reibungslos an die auf sechs bis acht Jahre angelegte Umstrukturierung der Bundeswehr anpassen. Alle Signale aus dem Verteidigungsministerium deuteten darauf hin, dass das Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr bei seinen Planungen bleiben könne.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Pius-Gesindel: Papst MUSS alle Nicht-Katholen in Assisi bekehren :-D
[...]Die traditionalistische Piusbruderschaft hält das für Donnerstag in Assisi geplante Weltfriedenstreffen der Religionen für „äußerst kritikwürdig“. Papst Benedikt XVI. müsse die Vertreter der anderen Religionen fragen, ob sie mit dem Evangelium übereinstimmten, das „die katholische Kirche bewahrt“ oder nicht. Falls der Papst in Assisi diesen Anspruch nicht verkünde, „missachtet er seine Sendung“. Die Piusbruderschaft zeigte sich am Mittwoch in Stuttgart überzeugt, dass es Benedikt XVI. möglich sei, den Wahrheitsanspruch „den verirrten Schafen“ so zu vermitteln, dass „seine Einladung zum Umdenken auf offene Herzen stößt“. Ein Friedenstreffen ohne Lobgesang auf Christus diene der Ideologie der Freidenker, die eine neue Weltreligion ohne Christus begründen möchten.[...]

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Veröffentlicht in Ökonomie, Bildung, Demokratie, Freidenker, Fundamentalismus, Gesellschaft, Gesundheit, Humanismus, Katholizismus, Kultur, Laizismus, Medien, Neue Atheisten, Politik, Protestantismus, Radikalisierung, Recht, Religion, Säkulares, Soziales, Umwelt, Wissenschaften. Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Kommentar schreiben »

Hyper-Scheinheiligkeit der Bischöfe: Weltbild-Porno-, etc.-Angebot längst bekannt

Quelle: liborius.de

Katholische Kirche macht mit Pornos ein Vermögen
„Anwaltshure“ oder „Schlampen-Internat“: Obwohl der „Weltbild“-Verlag der Kirche gehört, verkauft er Porno-Bücher. Bedenken gibt es nicht.

Von Bernhard MüllerWelt online

„Weltbild“ ist der größte deutsche Buchhändler. Was aufgrund des Verkaufsangebots nicht zu erkennen ist und daher viele nicht wissen: Dieser Medienkonzern gehört zu 100 Prozent der katholischen Kirche.

Doch seit Oktober ist Feuer unter dem Dach, nachdem das Fachmagazin „buchreport“ berichtete, die katholische Verlagsgruppe beteilige sich am Geschäft mit Erotik. Man wolle, hieß es daraufhin eilig von Seiten der Bischöfe, den „Vertreib möglicherweise pornografischer Inhalte“ durch den katholischen „Weltbild“-Verlag unterbinden. Vermutlich habe ein Filtersystem versagt.

Doch zahlreiche engagierte Katholiken, die schon seit mehr als zehn Jahren ihre Oberhirten so unermüdlich wie erfolglos auf den Skandal „Weltbild“ aufmerksam machen, sind ob solcher Scheinheiligkeit entsetzt.

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P. Fonda: »In God – We Trust«-teuflische Kombination

Peter Fonda bekennt politisch Farbe. Foto: Ian Langsdon

Da hat einer die Nase so richtig voll: Von seinen Selbstinszenierungs-Kollegen, von den konservativen Kräften in seinem Land und von der Unheil verheißenden Kombination aus Geld und Religion.

n-tv

Hollywoodstar Peter Fonda sorgt sich um die politische Lage in den USA. „Die Konservativen zerstören gerade meine Heimat“, sagte der 72-jährige US-Amerikaner dem Männermagazin „GQ“.

„Die rechten, christlichen Parteien gewinnen an Einfluss.“ Religion dürfe aber einem Land nicht die Politik diktieren, auch nicht die Banken. „Thomas Jefferson hatte recht, als er sagte, man dürfe nicht „In God We Trust“ auf Geldscheine und Münzen drucken.“ Das ist laut Fonda eine „teuflische Kombination“: Geld und Religion als Regenten.

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„Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich“ fordert staatliche Anerkennung

Quelle: profile.ak.fbcdn.net

„Wir glauben“ oder „es ist so“
Die „Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich“ will als Religionsgesellschaft staatlich anerkannt werden und einen weltoffenen und respektvollen Dialog anbieten

Von Wilfried Apfalter, Hermann Geyer und Alexander ReznerDer Standard

Nach Ergebnissen der Europäischen Wertestudie 2008 liegt der Anteil der bekennenden Atheistinnen und Atheisten in Österreich bei etwa vier Prozent der Wohnbevölkerung. Der römisch-katholische Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer berichtet in einem Exklusivinterview (22. April 2011) für die Tiroler Tageszeitung: „Neueren Untersuchungen zufolge hat der bewusste Atheismus in den vergangenen Jahren gerade auch in Tirol stärker zugenommen als in anderen Bundesländern.“

Verwirrung

In der Erzdiözese Wien ist u.a. das Referat für Weltanschauungsfragen für Information und Beratung zuständig: „Unser Aufgabenschwerpunkt sind religiöse Gruppen, (…), Weltanschauungen, sogenannte Sekte(n) und deren Glaube und Lehren.“ Die durch dieses Referat betreute Website (www.weltanschauungsfragen.at) ist ein gemeinsames „Informations- und Beratungsorgan der Referate für Weltanschauungsfragen der katholischen Diözesen in Österreich.“ Auch der Neue Atheismus und die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich wird hier kurz dargestellt: „Die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich will mit ihrer Gründung Verwirrung erzeugen. Ca. 80 Mitglieder. (…)“.

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