…Hare Hare – Rama Rama und der Guru ist kein Armer…


Hare-Krishna-Jünger in der Leipziger Innenstadt. Bild: Vaishnava108. Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Wer kennt sie nicht, die in indischer Kluft in deutschen Fußgängerzonen Bücher verteilenden, singenden und tanzenden Jünger Krishnas, die seit Jahrzehnten mit ekstaktischer Hartnäckigkeit Menschen für den Sprengel ihres indischen Gottes fischen? Das Hare Krishna-Mantra, das die glatzköpfigen Mönche auf unseren Strassen intonieren, ist in die Pop-Kultur eingegangen und vielen etwa aus dem Musical Hair oder aus Liedern von George Harrison und Boy George vertraut. Wenn Sektenbeauftragte der christlichen Kirchen die Abwanderung ihres Klientels in diverse religiöse Konkurrenzunternehmen beklagen, dann wird auch diese Gruppe immer wieder erwähnt. Auch in der skandalisierenden Berichterstattung der Regenbogenpresse über das Sektenphänomen spielen die Hare Krishnas, obwohl es ruhiger um sie geworden ist, oft noch eine gewisse Rolle. Nicht selten haben die Kritiker recht. Die Geschichte der Bewegung handelt von Mord, Macht und Missbrauch. Doch es gibt auch Versuche, sich zu ändern.

Von Dietmar GottfriedTelepolis

Skandale haben die Geschichte der “International Society for Krishna Consciousness” (ISKCON) immer begleitet. Betrügerische Verkaufspraktiken und finanzielle Unregelmäßigkeiten, der Vorwurf der Gehirnwäsche an Anhängern, sexueller Missbrauch und Frauenfeindlichkeit – die Liste der behaupteten und oft auch realen Vergehen der Kinder Krishnas ist lange. Doch in den letzten Jahrzehnten haben die Anhänger dieser Gruppe begonnen, sich von ihren Jugendsünden zu befreien. Es hat in der Bewegung eine Art Glasnost und Perestroika stattgefunden.

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*Der Titel des Posts wurde dem Lied “Heyooh Guru” von Udo Lindenberg entnommen.

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