Tagesarchiv: April 7, 2012

Das Christentum und der Untergang der antiken Kultur

Rolf Bergmeier: Schatten über Europa. Der Untergang der antiken Kultur. 290 Seiten, Alibri Verlag, Aschaffenburg 2012.

Die Frage nach den Wurzeln der europäischen Kultur ist höchst aktuell und gerade auch zwischen Humanisten und Christen sehr umstritten. Das Buch des Althistorikers Rolf Bergmeier, der Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung ist, über den Untergang der antiken Kultur könnte aus humanistischer Sicht einen wichtigen Beitrag zu dieser Debatte liefern. Leider vergibt er diese Chance durch eine oftmals zu einseitige und polemische Darstellung.

Von Michael Schmidtdiesseits.de

Gerne wird vor allem von christlich orientierten Politikern das Bild von einer seit der Antike gewachsenen christlich-abendländischen Kultur gebraucht. Mittlerweile wird scheinbar politisch korrekt, historisch aber angesichts seiner über 2000 Jahre anhaltenden Ausgrenzung äußerst fragwürdig, auch das Judentum in diese Kontinuitätslinie einbezogen. Dass es mehr Brüche als Kontinuitäten im Übergang von der antiken zur christlichen Kultur gab und viele kulturelle Errungenschaften der Antike, die als unsere gemeinsamen europäische Wurzeln gelten, zunächst im Zuge des Aufstiegs des Christentums beseitigt wurden, ist das Thema des Buchs von Rolf Bergmeier.

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Namibia: Afrikanische Kultur, Klappsmühlen, Dämonen und die Brights

Düne 45, Sossusvlei-Namibia, Bild: dasreiseblog.de

Namibia ist für seine Landschaft berühmt, für die weit offenen Flächen, die spektakulären Dünen und Küstenszenen. Ich möchte einen Vergleich zwischen der geologischen und der intellektuellen Landschaft ziehen.

Von Jochen Becker, Windhoek – Allgemeine Zeitung

Zwei kürzlich gemachte intellektuelle Äußerungen sollen diese typisch namibischen Erscheinungen illustrieren. Seit Wochen folge ich der Diskussion über die Exkommunizierung des Paters Petrus. Dieser katholische Priester hatte sich auf Übersinnliches spezialisiert. Gert Petrus von der Heiligen-Marias-Hilfe-Christengemeinde in Khomasdal glaubte, er sei von Mitgliedern seiner Gemeinde verhext worden. Deshalb entschloss er sich zu Gegenmaßnahmen, die ihm den „nom de guerre“ des „Tokolosche bekämpfenden Priesters“ erwarben.

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Gottes Auftrag: Frauen dürfen beten und arbeiten, nicht leiten

Zu Ostern fordert der Papst Gehorsam von denjenigen Gläubigen ein, die sich für Frauen im Priesteramt stark machen. Den Ausschluss von Frauen hatte er schon mehrfach als unabänderlich dargestellt.

WELT ONLINE
Papst Benedikt XVI. hat sein Nein zu Priesterinnen und zur Abkehr von Doktrinen der römisch-katholischen Kirche bekräftigt. In der traditionellen Gründonnerstagsmesse forderte das Kirchenoberhaupt Gehorsam von Priestern und Laien ein, die bei der Ordination von Frauen und beim Zölibat gegen den Vatikan Stellung bezogen haben.

Der Papst reagierte damit auf eine Gruppe katholischer Geistlicher in Österreich, die sich in einem„Aufruf zum Ungehorsam“ über „endgültige Entscheidungen des kirchlichen Lehramts„ hinwegsetze.

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The Show must go on: Karfreitagsprozession

Bild: rosenheim24.de

Die Osterfeierlichkeiten in Rom werden heute mit dem traditionellen Kreuzweg fortgesetzt. Papst Benedikt XVI. verfolgt die Prozession, mit der Gläubige an die Leidensstationen Jesu erinnern. Die Meditationen dazu wurden von einem italienischen Ehepaar verfasst.
Eine kurze Ansprache Benedikts beendet die beliebte Zeremonie, die als eine der schönsten Andachten im römischen Kirchenjahr gilt.

ZEIT ONLINE

In der Altstadt von Jerusalem hat unterdessen die traditionelle Prozession durch die Via Dolorosa begonnen. Angeführt von Franziskaner-Mönchen empfinden dabei hunderte von Gläubigen den Leidensweg Jesu nach. Einige trugen große Holzkreuze ein Stück der Strecke, andere kleine Nachbildungen. Tausende Menschen säumen traditionell den Weg der Prozession.

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