
Rolf Bergmeier: Schatten über Europa. Der Untergang der antiken Kultur. 290 Seiten, Alibri Verlag, Aschaffenburg 2012.
Die Frage nach den Wurzeln der europäischen Kultur ist höchst aktuell und gerade auch zwischen Humanisten und Christen sehr umstritten. Das Buch des Althistorikers Rolf Bergmeier, der Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung ist, über den Untergang der antiken Kultur könnte aus humanistischer Sicht einen wichtigen Beitrag zu dieser Debatte liefern. Leider vergibt er diese Chance durch eine oftmals zu einseitige und polemische Darstellung.
Von Michael Schmidt – diesseits.de
Gerne wird vor allem von christlich orientierten Politikern das Bild von einer seit der Antike gewachsenen christlich-abendländischen Kultur gebraucht. Mittlerweile wird scheinbar politisch korrekt, historisch aber angesichts seiner über 2000 Jahre anhaltenden Ausgrenzung äußerst fragwürdig, auch das Judentum in diese Kontinuitätslinie einbezogen. Dass es mehr Brüche als Kontinuitäten im Übergang von der antiken zur christlichen Kultur gab und viele kulturelle Errungenschaften der Antike, die als unsere gemeinsamen europäische Wurzeln gelten, zunächst im Zuge des Aufstiegs des Christentums beseitigt wurden, ist das Thema des Buchs von Rolf Bergmeier.










































































