Tagesarchiv: Mai 6, 2012

Religiöse Menschen zeigen weniger Mitleid als Atheisten

Bild: urbandesire.de

Nach einer Studie von US-Sozialpsychologen lassen sich Atheisten und wenig Religiöse eher von Gefühlen, stark Religiöse eher von Prinzipien leiten

Von Florian RötzerTelepolis

Eigentlich sollte man ja annehmen, dass religiöse Menschen gegenüber ihren Mitmenschen großzügiger und mitfühlender sein sollten. Nach einer Studie von US-Sozialpsychologen könnte dies allerdings ein, vielleicht auch von Religiösen gerne gepflegtes Vorurteil sein. Ausgerechnet Atheisten und Agnostiker, die in den USA einen besonders schlechten Ruf haben, aber auch kaum religiöse Menschen scheinen nach Experimenten gegenüber ihren Mitmenschen großzügiger zu sein und mehr Mitleid oder Empathie für sie zu entwickeln als sehr religiöse Menschen.

Wie die Psychologen herausgefunden haben wollen, sind die stark Religiösen offenbar eher mit von Ideologie geleiteten Menschen vergleichbar.

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Studie

“Der König liest, das Volk soll lauschen“

Kultcomic-Zeichner Ralf König las im Cinema spielfilmreif seine Geschichten.Foto:
(lim)

Gurkensuppe statt Sohn als Opfer

Von LISA MEIERKORDMünsterländische Zeitung

„Der König liest, das Volk soll lauschen“ – Diese „Anordnung“ ist auf der Kinoleinwand im Cinema zu lesen. Doch diesmal wird hier nicht ein Film gezeigt. Dabei hätte der erwartete König auch das zu bieten. Vielmehr ist „der König“ gekommen, um persönlich aus seinen Comics vorzulesen.

Der Kölner Comiczeichner- und Autor Ralf König wird mit einem herzlichen Applaus empfangen und steigt direkt mit einer Kracher-Geschichte ein: „Götterspeise“ ist die Opferung von Abrahams Sohn Isaak, die letztendlich glimpflich verläuft, da Abrahams Frau Sara das Kommando übernimmt und Gott statt ihres Sohnes Isaak lieber eine Gurkensuppe opfern will: „Der Suppentopf steht in zwei Stunden auf dem Altar! Sei pünktlich, sonst wird´s kalt!“

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Wenn Atheisten beten

Atheist werden ist nicht leicht. Eigentlich liegt es eher nahe, irgendwie religiös zu sein. Obwohl meine Eltern beide nicht besonders gläubig waren (mein Vater ein jüdischer Agnostiker mit Sympathien für das Christentum, meine Mutter eine anglikanische Agnostikerin mit einer Schwäche für Astrologie), war ich als Kind ein frommer Christ.

Von Alan Posenerstarke-meinungen.de

Allerdings rang ich als Neunjähriger mit folgendem Problem: Wenn ich der Sohn Gottes wäre, und ich wüsste, dass mein vorübergehender Tod die Welt erlösen würde – na, dann würde ich mich doch opfern. Ein viel größeres Opfer, schien es mir, hatten unsere tapferen britischen Soldaten gebracht, die fürs Vaterland oder für ihre Kameraden ihr Leben hingegeben hatten, ohne Gewissheit des ewigen Lebens und ohne Gewissheit, dass ihr Opfer etwas nutzen würde.

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Religion und Fanatismus

Die Mitarbeiter des Christlichen Bildungswerks Markdorf sind offen für das Gespräch über Religion und Glauben (von links): Wolfgang Schäfer, Hanna Kröger-Möller, Ulf Ekhard und Pfarrerin Christiane Quincke. Bild: Büsche

„Macht Theologie Terror?“ So heißt ein Vortrag, zu dem das Christliche Bildungswerk Markdorf am kommenden Mittwoch, 9. Mai, um 20 Uhr ins „Haus im Weinberg“ einlädt. Seine Thesen zu diesem Thema wird Herbert Koch vorstellen.

Südkurier

Der Superintendent im Ruhestand aus Garbsen bei Hannover ist Verfasser etlicher Bücher, die sich mit dem Bild des zürnenden, des strafenden Gottes, aber auch mit Opferrolle von Jesus befassen; kurz: mit der Funktion von Gewalt in Gesellschaften und Religionen.

„Gott mit uns“ habe das Koppelschloss jener Wehrmachtssoldaten geziert, die die Kriegspropaganda spätestens für die Rückzugsgefechte aus der atheistischen Sowjet-Union zu „Endkämpfern“ für die heiligen Werte des christlichen Abendlandes umprägte. Dabei wurde ausgeblendet, dass auch Stalin sich im Krieg auf die russisch-orthodoxe Kirche besann.

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Mexiko: Die Mayas und das Geschäft mit dem Weltuntergang

Nachfahren der Maya feiern an der Pyramide in Chichén Itzá. Der heilige Mayakalender endet am 21. Dezember. Bild: WELT ONLINE

Aufstieg und Fall der Maya bleiben so rätselhaft wie die Einzelheiten ihres Götterkults. Der heilige Mayakalender endet am 21. Dezember. Die vorhergesagte Apokalypse wird Scharen von Besuchern locken.

Von Alan PosenerWELT ONLINE

Selbst wenn man tausend Bilder gesehen hat, verschlägt es einem den Atem, wenn man vor der großen Pyramide in Chichén Itzá steht.

Zunächst ist es die schiere Schönheit, die berührt, der Wille zur strengen Form, der imponiert. Ein stärkerer Kontrast zur bunten, eklektischen, lauten, liebenswerten Schlampigkeit der modernen mexikanischen Städte lässt sich kaum vorstellen.

Hat man sich gefangen und ruft man sein angelesenes Wissen über die Maya ins Gedächtnis, verstärkt sich das Staunen nur.

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