Tagesarchiv: Mai 10, 2012

Spiritueller Master an der Uni Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Wappen, wikipedia

Ein Pilotstudiengang der Religionswissenschaftler widmet sich der Spiritualität / Exkurse auch in die Hirnforschung.

Von Volker HasenauerBadische Zeitung

Keine Buchhandlung ohne Esoterik-Ecke, überfüllte Selbstfindungskurse, Zen-Meditationen, Exerzitien: Der Markt spiritueller und esoterischer Angebote ist weit gefächert. Die Suche nach geistlicher Orientierung bewegt immer mehr Menschen. Ein bundesweit einzigartiger Studiengang an der Universität Freiburg nähert sich den Phänomenen Spiritualität und Sinnsuche nun wissenschaftlich und praktisch-kontemplativ zugleich. An diesem Freitag startet das “Kontaktstudium Interkulturalität und Spiritualität”. Eingeschrieben haben sich 50 Teilnehmer.

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Institut West-Östliche Weisheit

Die Evolution der Fledertiere aus Sicht von “Wort und Wissen”

Bild: ag-evolutionsbiologie.de

Was wissen wir über die Entstehung der Fledermausflügel?

Autoren: Hansjörg Hemminger, Martin Neukamm, Andreas BeyerAG Evolutionsbiologie

Die Fledertiere treten im Eozän fast ohne fossile Übergangsformen auf – für Kreationisten ein Argument gegen Evolution. Auch Reinhard Junker, Geschäftsführer von “Wort und Wissen”, macht seine Evolutionskritik an der Fluganpassung dieser Säugerordnung fest. Er stellt es so dar, als hätten alle Anpassungen an das Fliegen gleichzeitig stattfinden müssen, als sei der Bauplan der Fledertiere im Sinne eines “intelligenten Designs” nicht reduzierbar komplex. Weiterhin behauptet er, die Taxonomie der Fledermäuse mache die evolutionäre Entstehung ihrer Echoortung unwahrscheinlich. Seine Kritik enthält jedoch gravierende Fehler, und er verschweigt wichtige Informationen. Erstens ist die Evolution des Echoortungssystems nicht so unplausibel wie er es darstellt. Zweitens ist es gelungen, die entwicklungsgenetischen Mechanismen weitgehend aufzuklären, die aus den Vordergliedmaßen eines Säugetiers Flügel entstehen lassen: Sowohl die Bildung von Flughäuten als auch die funktionale Verlängerung der Fingerknochen kann durch relativ einfache Veränderungen der Genregulation hervorgerufen werden. Beteiligte Untermerkmale wie Muskeln, Nerven, Blutgefäße usw. können automatisch mitwachsen und sich reorganisieren. Weitreichende morphologische Veränderungen, die einen Gleitflug ermöglichen, könnten sich also vergleichsweise einfach und rasch vollzogen haben, was auch das Fehlen fossiler Übergangsformen erklären würde. Weitergehende Spezialisierungen (z.B. Erwerb der Echoortung, der leichten Knochen usw.) sind als das Ergebnis schrittweiser Optimierung der Funktion bestehender Strukturen interpretierbar.

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Islamistischer Polizist arbeitete für Verfassungsschutz

Der Duisburger Kommissar, der wegen seiner islamistischen Überzeugung vom Polizeidienst suspendiert worden ist, soll 2009 auch für den Verfassungsschutz gearbeitet haben. Gegen den 31-Jährigen läuft ein Disziplinarverfahren, weil er privat Info-Stände angemeldet hatte, an denen nicht nur der Koran, sondern radikale Schriften verbreitet worden waren. Foto: dapd

Der Duisburger Kommissar, der wegen seiner salafistischen Überzeugung vom Polizeidienst suspendiert worden ist, soll nach Informationen der WAZ Mediengruppe im Jahr 2009 für den NRW-Verfassungsschutz gearbeitet haben. Gegen den 31-Jährigen läuft ein Disziplinarverfahren.

Von David SchravenDERWESTEN

Der wegen seines extremistischen Islamismus vom Polizeidienst suspendierte Kommissar aus Duisburg hat nach Recherchen der WAZ Mediengruppe für den NRW-Verfassungsschutz gearbeitet. Zumindest im Jahr 2009 habe Ali K. etwa sechs Monate beim „mobilen Observationskommando“ der Verfassungsschützer gearbeitet, heißt es aus Kreisen des NRW-Verfassungsschutzes.

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Der Glaube im Parteiprogramm

Die Parteien streiten darüber, wie eng Staat und Kirche verbunden sein sollen. (Bild: Stock.XCHNG / Robert Aichinger)

Wie sich die Parteien zum Verhältnis von Staat und Religion positionieren

Von Andreas MainDeutschlandfunk

Die Piratenpartei schlägt im Wahlkampf bewusst laizistische Töne an. Auch andere Parteien fordern eine klarere Trennung zwischen Staat und Kirche. Doch eine Änderung des Grundgesetzes ist nicht in Sicht.

Am weitesten gehen die Piraten, die noch nicht im Bundestag vertreten sind. Noch nicht. Aber die Piratenpartei in Berlin setzte im jüngsten Landtagswahlkampf massiv auf laizistische Positionen. Ähnlich weit geht die Partei “Die Linke”. Ihr religionspolitischer Sprecher ist Raju Sharma:

“Wir haben Verflechtungen, die rechtlich noch zugelassen sind. Aber der Grundsatz in unserer Verfassung ist eben, dass Staat und Kirche getrennt sind, was nicht nur für diejenigen, die nicht glauben, von Vorteil ist, sondern auch für die Gläubigen und auch die Kirchen eine echte Chance ist. Nicht umsonst hat Papst Benedikt XVI., als er im letzten September in Freiburg war, in seiner Rede gesagt, dass eine Entweltlichung der Kirche auch eine Chance ist, zum Glauben wieder zu finden.”

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