Prag: Kirche protestiert gegen antireligiöse Agitation im Parlament


Bild: prag-reiseinfo.de

Kardinal Duka, Ökumenischer Rat sowie Föderation Jüdischer Gemeinden rügen Missbrauch des Parlaments für parteipolitische und antireligiöse Agitation

kathweb

Hohe Vertreter von Christentum und Judentum in Tschechien haben den Missbrauch des Parlaments für parteipolitische, antiklerikale und antireligiöse Agitation gerügt. Im jetzt eingetretenen “politischen Kampf” seien “der moralische Aspekt und das eigentliche Thema, die Wiedergutmachung vom kommunistischen Regime begangenen Unrechts, völlig in den Hintergrund getreten”, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Vorsitzenden der Tschechischen Bischofskonferenz, Kardinal Dominik Duka, des (protestantischen) Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen, Joel Ruml, sowie des Präsidenten der Föderation Jüdischer Gemeinden, Jiri Danicek.

Die parlamentarische Abstimmung über das seit vielen Jahren von den Bischöfen und einem Teil der bürgerlichen Parteien angestrebten Kirchenrestitutions- und -finanzierungsgesetzes soll im Herbst stattfinden.

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3 Antworten zu Prag: Kirche protestiert gegen antireligiöse Agitation im Parlament

  1. haben den Missbrauch des Parlaments für parteipolitische, antiklerikale und antireligiöse Agitation gerügt.

    Ich habe immer geglaubt im Parlament macht man Politik und in der Kirche Religion. Wie man sich doch irren kann

  2. Ich möchte mal bemerken, dass der parlamentarische Vorstoss die Frage der Ablösung ziemlich vorbildlich regelt: ab dem Jahr 2040 wird die Kirche keine Ansprüche auf Staatsleistungen für verstaatlichte Güter mehr haben.

  3. Wenn die Polit-Religioten ihren Relizauber permanent in die Politik und ins Parlament einbringen, brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn sie an eben diesem Ort Widerspruch erfahren. Aufgekärte Parlamentarier – und vorallem das nichtreligöse Volk – lassen sich nun mal nicht den Mund verbieten.