“Die evangelische Position ist ein Irrtum”


Andreas Theurer, Bild: SÜDWEST PRESSE

Bis Montag war Andreas Theurer evangelischer Pfarrer der Kirchengemeinde Göttelfingen im Landkreis Freudenstadt. Jetzt ist er suspendiert – weil er zum Katholizismus konvertieren will. Warum eigentlich?

SÜDWEST PRESSE

Andreas Theurer, 45 Jahre alt, bisher evangelischer Pfarrer, ist nicht über Nacht zum Katholiken geworden. Viele Jahre lang, sagt er im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE, hat er mit sich gerungen, hat er versucht, innerhalb der evangelischen Kirche Veränderungen anzustoßen. Aber: “Irgendwann muss man Konsequenzen ziehen.” Knapp 500 Jahre nach der Reformation will Theurer den Protestanten den Rücken kehren und sich in den Schoße Roms begeben. Konsequenzen gezogen hat deshalb auch die Evangelische Landeskirche Württemberg. Sie suspendierte den 45-Jährigen mit sofortiger Wirkung.

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6 Antworten zu “Die evangelische Position ist ein Irrtum”

  1. Josef, Josef, was bist Du bloss für ein komischer Heiliger? Das wisssen doch alle schon. Offensichtlich übersiehst Du aber, dass Dein Verein schon weiter in die Abwärtsspirale eingetaucht ist und Du merkst nichts davon. Du bist ein armer Irrer, aber sei getröstet, Deinesgleichen ist das Himmelsreich, wenn der letzte Furz in die Atmosphäre abdampft. :lol:

  2. Die römische katholische Kirche ist keine zuverlässige Arche. Sie sinkt schon!

  3. Herr Th. sucht ausweislich seiner Äußerungen a) klar definierte, vorgegebene geistige Sicherheit und hält b) persönliche Auszeichnung (Priestertum für Ausgewählte, darunter sich selbst) für unabdingbar. Er wechselt zum katholischen „Institut für Neuevangelisation“ in Augsburg und sollte daher informiert sein.

    Nicht frei von unfreiwilliger Komik ist es daher, angesichts der vergleichsweisen (und oft als Unverbindlichkeit kritisierten) Liberalität der Evangelischen Kirche zu konstatieren: “Wir sollten nicht so selbstverständlich davon ausgehen, dass wir immer recht haben und dass wir die biblische Kirche sind – das ist ein alteingeprägter Reflex”, wenn man einen Blick auf das Lehrgebäude der Katholiken wirft.

    “Extra ecclesiam nulla salus” ist festgeschrieben und nach wie vor gültig:

    „Die heilige römische (katholische) Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet, glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand außerhalb der (katholischen) Kirche – weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter – des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod der (katholischen) Kirche anschließt.“

    „Wer nicht die ganze kirchliche (katholische) Überlieferung annimmt, die geschriebene wie die ungeschriebene, der sei ausgeschlossen (anathema sit, ewig verdammt).“

    „Niemand soll es wagen, [….] die Heilige Schrift im Vertrauen auf eigene Klugheit nach seinem eigenen Sinn zu drehen, gegen den Sinn, den die heilige Mutter, die (katholische) Kirche, hielt und hält – ihr steht das Urteil über den wahren Sinn und die Erklärung der heiligen Schriften zu.“

    „Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen.“ (beim Vatikanum II 1965 bestätigt)

    „So verwerfen und verabscheuen wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen.“

    und endlos so weiter (siehe Neuner/Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung). Da helfen auch Abschwächungsversuche seit dem 19. Jh. nicht, denn so gut wie niemand lebt heute mehr in „Unkenntnis“, nicht einmal Papua Neuguineas oder Amazonas-Indianer, und „eigene Schuld“ besteht immer:

    „Im Glauben müssen wir festhalten, dass außerhalb der apostolischen, römischen Kirche niemand gerettet werden kann. Sie ist die einzige Arche des Heils und jeder, der nicht in sie eintritt, muss in der Flut untergehen. Aber ebenso müssen wir sicher daran festhalten, dass von dieser Schuld vor den Augen des Herrn niemand betroffen wird, der da lebt in unüberwindlicher Unkenntnis der wahren Religion.”

    „Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden. Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenheit über Christus und seine Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen [...] Christus schenkt auch jedem seine Gnade, der sich nach Kräften müht, so dass er die Rechtfertigung und das ewige Leben erreichen kann. Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens oder von der Gemeinschaft der (katholischen) Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus diesem Leben scheidet. Wer nicht in dieser Arche ist, wird in der Sintflut umkommen.“

    und so weiter. Da hört sich der Vorwurf „immer recht haben“ doch recht irreal an.

  4. Ich muss Rolo – leider – Recht geben!

  5. @Uwe Lehnert
    Vernunft und Religiotität schließen sich bekanntermaßen völlig aus. Deshalb kann der Herr Theurer bedauernswerter Weise gar nicht zu dem, von Ihnen angebotenen, Schluss kommen.

  6. Wo er Recht hat, hat er Recht: “Die evangelische Position ist ein Irrtum”. Aber die katholische doch wohl noch viel mehr! Wenn Sie ernsthaft, d.h. von Fakten und Vernunftgründen geleitet, darüber nachdenken, müssten Sie eigentlich auch zu diesem Schluss kommen, Herr Theurer.

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