Warum die Kirche lesbische Erzieherin entlassen darf


Tanja Junginger vor der Kita, in der sie ab September nicht mehr arbeiten darf ©dpa

Es mag unaufgeklärt wirken, aber für Kirchen-Mitarbeiter gilt in Deutschland der “Dritte Weg”. So darf etwa die katholische Kirche einen bestimmten Lebenswandel verlangen – wie lange noch?

Von Matthias KamannWELT ONLINE

Was bei staatlichen Arbeitgebern und in der Privatwirtschaft undenkbar wäre, geschieht in der katholischen Kirche immer wieder: Angestellte werden wegen ihres Ehelebens oder ihrer geschlechtlichen Neigungen entlassen oder gar nicht erst eingestellt.

Nun traf es die Erzieherin Tanja Junginger aus Ulm: Nachdem eine Zeitarbeitsfirma im vergangenen Jahr die heute 35-Jährige an einen römisch-katholischen Kindergarten in Neu-Ulm vermittelt hatte und sie dort dann wegen guter Arbeit eine bis zum 31. August 2012 befristete Stelle antreten konnte, wird diese nun nicht verlängert, weil Tanja Junginger lesbisch ist und das auch gegenüber dem Arbeitgeber offen bekannt hat.

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Eine Antwort zu Warum die Kirche lesbische Erzieherin entlassen darf

  1. Ein weiterer Beweis, wie sich vom Volk gewählte Politiker von einer mafiotischen Kirchenlobby durch den Bundestag treiben lässt; der letzte Kniefall vor den heiligen 3 Königen im Bundestag vor der Einheitsfront aus Katholizismus, Islam und orthodoxem Judentum war der dringliche Beschneidungschwur der Politik, um an Säuglingen und jugendlichen Knaben -wie in der Bronzezeit- weiter herumschnippeln zu können, weil ein orientalischer grausamer Gott das so will.

    Was in der “Welt online” so harmlos als 3. Weg bezeichnet wird, ist der politische Skandal, dass die Politik bei uns soviel Schiss vor der Kirchemafia hat, das sie europäisches Arbeitsrecht und EU Antidiskriminierungsrecht -entgegen den vertraglichen Zusagen im EU Vertrag- den deutschen und Arbeitnehmern von ausserhalb der EU in einer marktbeherrschenden Klerikaleirtschaft vorenthält…Caritas und Diakonie sind mit Hilfe des Bundestages zu EU-rechtsfreien Räume zum “Wohle der Mission Christi” gemacht worden:

    Diese Steigbügelhalter der Kirchen in der Politik sind sich mit den Kirchenfunktionären scheinbar einig: “Leiden sollen die Arbeitnehmer in der Klerikalwirtschaft schon auf Erden, denn sie haben ja das Kreuz genommen.” oder wie es die Bundesmutti Merkel kürzlich bei ihrem Kotau vor den Evangelikalen ihrer Christenpartei ausdrückte, ( ….nicht EU Recht ;-) …. ) sondern Gott habe das letzte Wort!

    Leider sind die von den Kirchen um ihre Arbeitnehmerrechte gebrachten Kindergärtnerinnen nicht aus anderen EU Ländern, dann wäre dieser Klerikalspuk schnell beendet; ein Prozess würde wegen der Diskriminierung anderer EU-Mitglieder sofort im Luxemburger EU Gericht landen; und wir bekämen wieder mal mitgeteilt dass wir sehr schlechte Europäer sind. ;-)

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