“Schule braucht keine Religion”


Bild: dpa

Die Frage eines konfessionsgebundenen Religionsunterrichts – christlich wie islamisch – hat nach einem entsprechenden Aufruf auch unsere Leser beschäftigt.

Frankfurter Neue Presse

R. Drephal würde der Diskussion gerne die Grundlage entziehen:
“Religionsunterricht in unseren Schulen sollten wir abschaffen. Religion ist eine private Angelegenheit und hat mit unserem Bildungsauftrag nichts zu tun. Genau wie die Kirchensteuer ein alter Zopf ist, in anderen Ländern gibt es so etwas auch nicht. Für mich unverständlich ist, dass sogar in Berufsschulen Religionsunterricht abgehalten wird. Es wäre in der heutigen Zeit wichtiger, wenn anstatt Religion für diese Stunden Deutsch und Mathe auf dem Stundenplan stehen würde.

Es wäre ein Witz, wenn jetzt noch Islamunterricht eingeführt wird, was ist denn dann mit allen anderen Religionsarten? Wir dürfen nicht allen Forderungen von Religionsgemeinschaften nachgeben; gibt es in der Türkei oder in Marokko auch christlichen Unterricht an den Schulen? Ich habe da große Zweifel.”

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3 Antworten zu ““Schule braucht keine Religion”

  1. Da hatte ich es besser. Als bekannt wurde ich sei überhaupt nicht getauft, wurde ich in Bayern ab Herbst 1951 aus dem Reli-Unterricht gefeuert. Dabei war das so lustig. Der Kaplan hatte auf seinem schwarzen Talar immer viele Wichsflecken vom Taschenbillard. Wir haben oft auf die Zahl der Flecken gewettet.

    So habe ich den Glauben meiner Mutter übernommen. Als Berliner Fleischerstochter hat sie fest daran geglaubt 7 Pfund Rinderknochen geben eine gut Brühe. Sie ist nie enttäuscht worden.

  2. Ich wäre für einen Religionsunterricht, in dem Schüler etwas *über* Religionen lernen würden anstatt nur die Inhalte eines Glaubens eingetrichtert bekämen.

    Aber wie lehrt man in einer Veranstaltung die Eigenschaften und Eigenheiten vieler Religionen ohne dabei jede einzelne lächerlich aussehen zu lassen? Das will ja keiner. Der Anteil Kirchenmitglieder in Deutschland würde so innerhalb von ein paar Jahren in einstellige Prozentbereiche absacken.

  3. Viele Schüler haben gar nichts gegen den Religionsunterricht. Weil man da nämlich eine erholsame Schlaf- und Enspannungspause hat und vor allem, nicht mitdenken muss.