Monatsarchiv: Oktober 2012

Felix Baumgartner: Red Bulls Hitler-Verschnitt

Felix Baumgartner bei seinem Testsprung aus fast 22 Kilometern Höhe (Quelle: dpa)

A klaner Hitler

Von Hans RauscherderStandard.at

Felix Baumgartner kandidiert für Frank Stronach? Könnte man meinen, nach dem Interview, das er der Kleinen Zeitung gegeben hat: “Wir würden eine gemäßigte Diktatur brauchen, wo es ein paar Leute aus der Privatwirtschaft gibt, die sich wirklich auskennen”. Passt, oder? Stronach mit seiner herrischen Art, in der Privatwirtschaft kennt er sich auch aus.

Baumgartner will trotzdem nicht, obwohl sein Stratosphärenköpfler ihm einen gewaltigen Bekanntheitsgrad verschafft hat. Denn: “Nein, man hat das am Beispiel Schwarzenegger gesehen: Du kannst in einer Demokratie nichts bewegen”.

weiterlesen

Lässt Gott seine Diener psychsisch leiden?

Foto: Michael Kleinrensing

Acht Stunden. Zehn Stunden. Zwölf Stunden. Der Zeitumfang ist nicht die Antwort auf den Fragebogen des Erzbistums Paderborn, der jüngst in den Briefkasten von Dechant Dieter Osthus flatterte.

Von Mike FiebigWAZ

Die Studie soll erheben, in welcher psychischen und physischen Verfassung sich die heimischen Priester befinden. Osthus sieht in diesem Zusammenhang weitreichendere Probleme, vor denen nicht nur die Geistlichen im Einzelnen, sondern die gesamte Institution Kirche steht.

Dieter Osthus könnte lamentieren. Über zu wenig Personal. Über immer größer werdende Zuständigkeitsgebiete. Über stetig steigende Anforderungen an die Geistlichen. Er betreut vier Gemeinden in Hagen, ist noch dazu Dechant. Insofern wäre der vom Hagener Pastoralpsychologen Christoph Jacobs entworfene Fragebogen, der die emotionalen Befindlichkeiten der Priester abklopft, eine willkommene Gelegenheit zu lauterer Kritik.

weiterlesen

Kirchenaustritt: Katholische Bischöfe pöbeln?

Nicht pastoral, sondern juridisch”: Pfarrer Jürgen Rentrop. Foto: rm-

Wer aus der katholischen Kirche austritt, bekommt jetzt ein geharnischtes Schreiben, das ihn auf die Rechtsfolgen seines Schrittes hinweist. Viele Pfarrer distanzieren sich von dem Musterbrief. Auch Dechant Jürgen Rentrop missfällt der Tonfall.

RP ONLINE

Der Kirchenaustritt “ist eine schwere Verfehlung gegenüber der kirchlichen Gemeinschaft “. So belehrt ein “Pastorales Schreiben” der katholischen Kirche Gemeindemitglieder, die ihren Kirchenaustritt beim Amtsgericht erklärt haben. Der Brief – Folge eines Dekrets der Deutschen Bischofskonferenz – schlägt in vielen Gemeinden hohe Wellen. Manche Pfarrer wollen den Musterbrief nicht unterschreiben. So weit will Dr. Jürgen Rentrop, Pfarrer der Gemeinde St. Josef und Martin und Dechant für Langenfeld/Monheim, nicht gehen, aber auch er kritisiert: “Der Tonfall ist nicht pastoral, sondern juridisch. Wir werden deshalb ein eigenes Begleitschrieben formulieren.”

weiterlesen

Mit Koran und Kalaschnikow gegen das Assad-Regime

Bild:Qantara.de

Laut einer aktuellen Studie der “International Crisis Group” ist der bewaffnete Widerstand gegen das Assad-Regime von militanten Islamisten unterwandert. Darüber sprach Kersten Knipp mit Peter Harling, Projekt-Direktor der “International Crisis Group” für Irak, Libanon und Syrien.

Von Kersten KnippQantara.de

Herr Harling, Sie sind Projekt-Direktor der “International Crisis Group” für Irak, Libanon und Syrien und haben jüngst ein Dokument mit dem Titel “Tentative Jihad: Syria’s fundamentalist Opposition” veröffentlicht. Darin dokumentieren Sie die Präsenz unterschiedlichster islamistischer Gruppen in Syrien. Um wen handelt es sich dabei?

Peter Harling: Zum einen handelt es sich um Kräfte, die überwiegend aus einer konservativen Schicht der syrischen Gesellschaft stammen. Sie stellt den Großteil der heimischen Kämpfer. Der dort entstandene Widerstand ist eher informeller Art und organisiert sich überwiegend selbst. Die Anhänger neigen zu einem äußerst konservativen Weltbild. Und das hat zum Charakter der bewaffneten Oppositionen beigetragen.

Dann gibt es aber auch dezidiert islamistische Gruppen. Beispielsweise die “Jabhat al-Nusra li-Ahl al-Sham” (“Unterstützungsfront für das syrische Volk”). Dieser, steht in dem Papier, gehe es nicht nur um das Ende des Assad-Regimes. Vielmehr wolle sie auch eine militante salafistische Agenda durchsetzen. Außerdem wird sie für Selbstmordanschläge auch in überwiegend von Zivilisten bewohnten Gebieten verantwortlich gemacht. Die Gruppe, schreiben Sie, gleiche eher “Al-Qaida im Irak” als der originären syrischen Opposition. Wie stehen die syrischen Kämpfer zu dieser und anderen dschihadistisch ausgerichteten Gruppen?

Harling: Viele Kräfte sind eher säkular eingestellt. Sie haben an Religion kein allzu großes Interesse. Dennoch haben sie sich in Richtung der bewaffneten islamischen Kräfte bewegt, da sie von ausländischen islamischen Netzwerken Unterstützung erhalten. Diese kommt vor allem aus der Golfregion. Man muss darauf hinweisen, dass sich diese Leute im Kampf befinden. Sie brauchen Waffen und Munition.

weiterlesen

Polit-Bullshistic: Wenn Politiker überall beten können

Andrea Nahles im Fraktionssitzungssaal der SPD zusammen mit ihrem Parteikollegen Dietmar Nietan (re.) und dem Moderator der “Tage der Begegnung”, David Ehl.
Foto: pro

Bekannte Politiker verschiedener Parteien sprechen offen über ihren Glauben. Diese Erfahrung haben zwischen Mittwoch und Freitag rund 180 Jugendliche bei den 21. “Tagen der Begegnung” in Berlin gemacht. Schirmherr der Veranstaltung ist Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Neben ihm kamen die Teilnehmer auch mit Renate Künast, Andrea Nahles oder Hermann Gröhe zusammen.

pro Medienmagazin

Der Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, sagte am Freitag im Gespräch mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen: “Christliche Werte sind nichts für das Bücherregal”. Sie brauchten “einen gelebten Glauben als Fundament”. “Die Werte müssen so authentisch geglaubt werden, dass sie auch andere überzeugen und von anderen nachvollzogen werden können.” Er bedauerte, dass er manchmal nicht genügend Zeit für sein Glaubensleben habe. Er selbst sei evangelisch und seine Frau und seine vier Kinder seien katholisch. Das Engagement in der Gemeinde sei Bestandteil im Familienalltag.

weiterlesen

Walter Veith: Kreationismus, päpstlicher Antichrist und Holocaust-Leugnung

Walter Veith, ein Mann mit einem wahrlich christlich-fundamentalistischen Bibelbild. Er selbst bezeichnet sich als “Kritiker” der Evolutionstheorie. Sein allmächtiger Gott hat die Welt erschaffen. In fragwürdigen, obskuren Film-Produktionen vermittelt Veith seine Sicht auf die Dinge. Der adventistische Gott habe seine Schöpfung so weise gestaltet, dass Tiere und Pflanzen aneinander und an ihre Umwelt mit höchster Vollkommenheit angepasst sind. Danach ist in der heutigen Welt noch alles so wie bei ihrer Schöpfung.

Seine abstrusen Vorstellungen über das Christentum sind weitreichend. So bekämpfe der Papst, als der Antichrist, von Rom aus, die wahren Christen. Die Antwort, was denn wahre Christen sind bleibt er schuldig. Sein Christengott ist mit hoher Wahrscheinlichkeit adventistisch, katholische Theologie kommt im Weltbild des Herrn Veith nicht vor. Die Jesuiten sind eine Wurzel allen Übels. Verbreiten sie doch mit ihrer Ideologie undurchschaubare Strategien, natürlich im Auftrag des vatikanischen Antichrists. Hochgradig paranoid sieht Veith die Heimtücke der Freimaurer. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und natürlich die Kirchen seien von jesuitisch-freimaurerischen Verschwörungen durchdrungen. Die Verschwörungstheoretiker der Welt klatschen Beifall, die Feindbilder gleichen sich, Iluminaten, Freimaurer und Jesuiten.

Nun fügt Herr Veith, offensichtlich an progressiver Verblödung leidend, einen weiteren Feind der wahren Christen hinzu; das Judentum.

Weiterlesen

Prügelstrafe USA: “School-to-prison Pipeline”

Bild: allmystery.de

USA: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen eine Jugendschutzbehörde, ein Jugendstrafgericht und die Polizei in Mississippi, weil sie eine “School-to-prison Pipeline” unterhalten haben

Von Thomas Pany - TELEPOLIS

Allein die Prügelstrafe mit den sogenannten Paddels ist barbarisch, im 21. Jahrhundert aus europäischer Sicht nur als überwundene finstere Phase zu begreifen. So ist man versucht, den Erfahrungsbericht einer 15-jährigen Austauschschülerin, gefunden in einem entsprechenden Forum, die in Texas infolge einer Auseinandersetzung mit Mitschülern von ihrem Schuldirektor – und später vom Vater der Gasteltern – mit einem Holzpaddel geschlagen wurde, für eine eher erfundene Geschichte zu halten, die möglicherweise bestimmte Phantasien (“nackter Hintern”) bedient. Doch belehrt eine Nachricht vom 25. April dieses Jahres den Leser eines Besseren. Eltern eines Schülers im Bundesstaat Mississippi verklagten eine Schule, weil man ihrem Sohn dort eine Prügelstrafe mit einem Paddel angedeihen ließ, die ihm eine Ohmacht und einen gebrochenen Kiefer einbrachte.

Wie diese Paddel aussehen, dass die Löcher in ihrem Blatt dazu da sind, den Luftwiderstand beim Schlagen zu vermindern, um den Schmerz, der für diese Pädagogik wichtig ist, zu einer “gewollten Erfahrung” zu machen, und dass diese Pädagogik an amerikanischen Schulen in vielen (21) Staaten nicht nur erlaubt ist, sondern die Lehrer, die solches anwenden, gar geschützt werden, erfährt man zusammen mit vielen anschaulichen Beispielen in einem weit über 100 Seiten dicken Bericht von Human Rights Watch (A Violent Education) aus dem Jahr 2008.

weiterlesen

Lukas-Schule München: Schwule sind des Teufels

Homepage der “Lukas-Schule”, Screenshot: QUEER.DE

Die staatlich geförderte Münchner Lukas-Schule der evangelischen Kirche bringt Jugendlichen bei, dass Homosexualität eine Sünde sei – jetzt schreiten Kultusministerium und Landeskirche ein.

QUEER.DE

Nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” erklären Lehrer der Lukas-Schule im Unterricht, dass Homosexuellen der Teufel droht. Zudem würde die Bibel des amerikanischen Fundamentalisten John MacArthur verwendet werden, in der unter anderem die Prügelstrafe gerechtfertigt und die Evolutionstheorie als Lüge bezeichnet wird. MacArthur ist in den USA ein gern gesehener Talkshowgast, der unter anderem auf CNN erklärt hatte, dass Schwule und Lesben “die Familie vernichten” würden.

Nach Beschwerden von Eltern haben vergangene Woche Vertreter des bayerischen Kultusministeriums und der evangelischen Landeskirche mit der Prüfung der Vorwürfe begonnen. So sollen Schülerhefte auf kritische Inhalte überprüft werden. Die Untersuchungen sollen sich bis in den November hineinziehen.

weiterlesen

Unitarier: Zwischen Pantheismus und Atheismus

Betendes Mädchen (Bild: Stock.XCHNG – Cris Watk)

Kann es eine Religionsgemeinschaft geben, die alle konfessionellen Grenzen überschreitet? Was vor allem für Anhänger der großen Buchreligionen schwer vorstellbar ist, das versuchen die Unitarier zu verwirklichen. Sie sind eine weltweite Bewegung. Eine kleine Unitarier-Gemeinschaft gibt es auch in Deutschland.

Von Rainer BrandesDeutschlandfunk

“Wir glauben, dass alles, was ist, eine Ganzheit bildet.”

Dieser Satz findet sich in den sogenannten “Grundgedanken” der Deutschen Unitarier – einem Dokument, das zwar kein Glaubensbekenntnis ist, das aber die grundlegenden Glaubensinhalte und Prinzipien der Unitarier festhält, auf die sich alle Mitglieder einigen konnten. Und tatsächlich bildet die Aussage, dass alles, was ist, eine Ganzheit bildet, den Kern unitarischen Denkens. Daher auch der Name: “Unitarier”: Das Wort leitet sich aus dem lateinischen “unitas” ab, was übersetzt “Einheit” bedeutet. Dahinter steckt die Idee, dass es keine Trennung zwischen einem Diesseits und einem Jenseits gibt. Stattdessen glauben Unitarier an allumfassende schöpferische Kräfte, die sich in allen Dingen äußern.

“Viele Unitarier würden ihre Religion als eine Form des Pantheismus verstehen – also die Vorstellung, dass Gott und Welt untrennbar miteinander verbunden sind. Aber diese Unitarier würden auch nicht von Gott – dem Gott – sprechen, sondern sie würden eher sagen, es gibt schöpferische Kräfte, göttliche Kräfte.”

weiterlesen

Polen: Pfaffen geißeln “satanische” Halloween-Bräuche

Bild: lustich.de

Warnung vor Verführung Minderjähriger zum Okkultismus

DIE WELT

Die katholische Kirche in Polen hat Halloween-Feiern als “satanische” Praktiken angeprangert, die die Jugend im Land verderben. Die aus den USA stammenden Halloween-Bräuche, die zunehmend auch bei jungen Europäern Anklang finden, seien die “Frucht der Verbreitung von Okkultismus und Zauberei”, heißt es in einer Botschaft, die am Montag auf der Website der Erzdiözese Warschau veröffentlich wurde. Die Feier in der Nacht zum 1. November habe ihre “Wurzeln in der heidnischen Geisterverehrung und in einem keltischen Todesgott”.

Studie: Die Bundeswehr und der Klimawandel

Braut sich im Nahen Osten und Nordafrika etwas zusammen? Eine Studie der Bundeswehr sieht wegen des Klimawandels Gefahren für Frieden und viele Großprojekte.

Von Christian SchwägerlFrankfurter Allgemeine

Die politische Aufmerksamkeit für den globalen Klimawandel befindet sich auf einem neuen Tiefpunkt. Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf ist das Thema tabu. Bei europäischen Politikern steht die Schuldenkrise im Vordergrund. Und China sorgt sich hauptsächlich um sein Wachstum.

Der klimapolitische Stillstand ruft nun einen neuen Mahner auf den Plan, der auf den ersten Blick wenig mit dem Klimawandel zu tun hat: die deutsche Bundeswehr. Eine bisher unveröffentlichte Bundeswehr-Studie mit dem Titel „Umweltdimensionen von Sicherheit“, die dieser Zeitung vorliegt, warnt vor erheblichen sicherheitspolitischen Risiken, sollte die Welt ihre Sucht nach billigem Erdöl nicht überwinden und der Klimawandel sich ungebremst entfalten.

weiterlesen

Rom räumt Piusbruderschaft mehr Zeit für Antwort ein

Bild: Katholisches Magazin

Der Umgang mit der Piusbruderschaft brauche „Geduld, Ernsthaftigkeit und Durchhaltevermögen“. So heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der päpstlichen Kommission Ecclesiae Dei zum Dialog mit der Bruderschaft. Der Vatikan veröffentlichte den Text an diesem Freitag.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Damit reagiert die Kommission auf die Antwort der Bruderschaft vom 6. September, in der diese ankündigt, für eine angemessene Reaktion auf die Vorschläge des Vatikans mehr Zeit für Reflexion und Studium zu benötigen. Der Vatikan habe durch die Kommission nach drei Jahren des Dialoges über die Lehre der Kirche und insbesondere über Fragen zu einigen Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils im Juni ein Dokument vorgelegt, das eine Normalisierung der Beziehungen in Aussicht stellt. Im Augenblick warte der Vatikan auf eine Antwort, so die offizielle Stellungnahme.

weiterlesen

Oxymoron: Im Thinktank mit dem Dalai Lama

Foto: brightsblog

Clemens Wergin saß einen Konferenz-Tag lang neben dem geistlichen Führer der Tibeter, der sich mit Schalk in den Augen einen “buddhistischen Marxisten” nennt. In Wahrheit ist er wohl eher eine Art erleuchteter Liberaler.

Von Clemens WerginDIE WELT

Der Dalai Lama ist ein Anfasser. Unangenehm ist das nicht. Das Anfassen ist seine Art, einen zwischenmenschlichen Kontakt herzustellen. Als Distanz gewohnter Westler musste ich mich erst einmal daran gewöhnen. Der Zufall (oder die Hausherren des Legatum-Instituts) hatten mich an einem Londoner Konferenztisch fast einen Tag lang zur Linken des 77-jährigen Mönches platziert. Eine bemerkenswerte Erfahrung.

Es hat etwas Kindliches, fast Naives, wie der Dalai Lama die Hand seines Sitznachbarn immer wieder zwischen seine Hände nimmt, eine oben, eine unten. Sich der Ausstrahlung dieses Mannes zu entziehen fällt schwer. Man will es aber eigentlich auch gar nicht. Denn der oberste Führer der tibetischen Buddhisten tut alles, um nicht als überwältigende Autoritätsperson wahrgenommen zu werden.

weiterlesen

Navid Kermani: “Religion ist Pflicht!”

Navid Kermani Frankfurter Buchmesse 2012, Bild: wikipedia

Der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani hat einen “um sich greifenden religiösen Analphabetismus” beklagt. Gläubige aller Religionen sollten mit mehr Ernsthaftigkeit ihren Glauben vorleben, forderte Kermani am Freitagabend in Münster.

domradio.de

“Religion ist Pflicht”, sagte der Deutsch-Iraner. Den Kirchen warf der Autor und diesjährige Preisträger des Kleist-Preises vor, sich mittlerweile mehr als Gewerkschaften zu verhalten. Stattdessen sollten sie wieder stärker Glaubenserlebnisse vermitteln, sagte Kermani auf der Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe “Dialoge zum Frieden”, die an den Westfälischen Frieden von 1648 erinnert.

weiterlesen

Steinigung des Teufels in Mina

Die Säule in Mina symbolisiert den Teufel (Keystone)

Mina – Zum Abschluss der islamischen Pilgerfahrt in Saudi-Arabien haben am Samstag über drei Millionen Muslime aus aller Welt an der rituellen Steinigung des Teufels teilgenommen. Das Ritual in der Ebene von Mina bei Mekka verlief ohne Zwischenfälle.

blick.ch

Aufgeteilt in Gruppen nach ihrer Nationalität drängten sich Männer, Frauen und Kinder, um Steine auf drei Stelen, eine Art Obelisken, zu werfen, die den Teufel verkörpern. Das Ritual erinnert laut der Tradition daran, wie Abraham drei Mal den Teufel mit Steinen bewarf, als dieser ihn davon abzubringen versuchte, seinen Sohn Gott zu opfern.

weiterlesen