Tagesarchiv: November 1, 2012

David Bloor: Relativismus ohne Heuchelei, Mr. Dawkins

foto: standard/christian fischer
David Bloor fand heraus, dass auch der Erfinder der Concorde-Flügel Relativist war.

Der Wissenschaftsforscher David Bloor gilt als einer der großen Relativisten seiner Zunft – Zuletzt schrieb er ein Buch über die Debatte, was Flügeln Auftrieb verleiht

Von Klaus TaschwerderStandard.at

Bei Päpsten ist der Relativismus schlecht angeschrieben – kein Wunder, möchten sie doch als absolut unfehlbar gelten. Entsprechend warnte Papst Benedikt XVI. vor einigen Jahren vor der “Diktatur des Relativismus, die nichts als definitiv anerkennt”. Neben dem moralischen Relativismus, den Josef Ratzinger da anprangert, gibt es auch noch den wissenschaftlichen Relativismus.

Gegen den machte sich zuletzt etwa der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins stark, der unheilige “Papst der Atheisten”: “Zeigen Sie mir in 10.000 Meter Höhe einen Relativisten, und ich zeige Ihnen einen Heuchler”, meinte Dawkins einmal. Anders gesagt: Dass Flugzeuge fliegen, sei die beste Widerlegung von Relativisten, die davon ausgehen, dass die Wahrheit von Aussagen oder Theorien immer nur bedingt sei.

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Allerheiligen: Ein Gruß der Protestanten an die Katholiken

Von HVD

Missionswerke sind Verschiebebahnhöfe von Geldern der Freimaurer

Bild: kaftan.de

Der Teufel weiß, wo auch die Frommen zu packen sind, nämlich an ihrer Liebe zum Geld. Man muss nur mit einer Banknote rascheln, dann spitzen sie die Ohren, aber auch schnell den Mund zum Bruderkuss, und sind gefügig wie ein Stallhase, dem man eine Möhre unter die Nase hält.

Von Norbert Homuth - hauszellengemeinde.de

Diese Unart machen sie die Unterwanderer zunutze und können so alle Missionswerke nach Belieben einspannen für den Bau der Synagoge Satans. Hauptumschlagplatz und Verschiebebahnhof für Freimaurer-Gelder ist das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche. Darum haben sich die meisten frommen Missionswerke artig dort angeschlossen. Sie werden durch die Freimaurerclubs wie Rotary, Lions, Kiwanis, Inner Wheel u. a. finanziell “motiviert”, sich dem Zeitgeist zu öffnen und gesellschafts- und geschäftsfähig zu werden.

Wenn das Rote Kreuz bekennt, “seit 30 Jahren gemeinsame Wege” mit dem Rotary-Club zu gehen1, ist das nicht verwunderlich, denn der Rot-Kreuz-Gründer Henry Dunant war Freimaurer2. Wenn aber die evangelikale Chrisoffel Blindenmission (CBM) den Lions-Club als  “Partnerorganisation der CBM” bezeichnet3, ist das schon erschreckend.

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Die Gemeinsamkeiten von Halloween und Allerheiligen

Ein Engel befreit fünf Arme Seelen aus dem Fegefeuer; Stundenbuch der Catherine von Cleves, Morgan Library & Museum public domain

Die katholische Kirche kämpft um ihren Feiertag Allerheiligen
Halloween oder “All Hallows eve”

Bluttriefende Vampir-Gesichter, Sensenmann-Kostüme und schaurige Skelette im Tangoschritt: Dem Horrorfest Halloween sind keine Fantasiegrenzen gesetzt. Am Vorabend zu Allerheiligen am 1. November sind karnevalistisch angehauchte Partys angesagt – sehr zum Verdruss der Kirchen.

Von Andreas Ottodomradio.de

Die evangelische Kirche sieht ihren Reformationstag bedroht, die katholische das Gedenken an ihre Heiligen und Verstorbenen. Bei allem gibt es aber auch in den Kirchen Bestrebungen, das so unpassend wirkende Halloween-Treiben mit Allerheiligen zu verbinden. Weil Halloween viel mehr mit dem Fest zusammenhängt, als mancher glaubt.

Lange galt Halloween als ein Brauch, der einem keltisch-heidnischen Totenkult entstammt – und damit in schroffer Konkurrenz zum Christentum steht. Experten wie der Bonner Volkskundler Alois Döring halten diese Sicht aber für einen Mythos. Vielmehr lasse Halloween “Spuren des christlichen Allerheiligenfestes” erkennen. Schon der Name Halloween verweise auf den christlichen Ursprung, auf “All Hallows eve” oder “All Hallows evening”, was zu Deutsch Allerheiligenabend bedeutet. Allerdings, so Döring, habe sich Halloween im Laufe der Zeit immer weiter von seinem Ursprung entfernt.

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Mormonentum total

Die Mormonen sind derzeit in aller Munde durch US-Präsidentschaftskandidat Mitt Rommney. Über seine Erlebnisse als Mormone berichtet ein Aussteiger im Interview mit “Spiegel Online”.
Foto: More Good Foundation (CC-BY-NC)

Durch den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney sind die Mormonen derzeit in aller Munde. Im Interview mit “Spiegel Online” erzählt Aussteiger Holger Rudolph von den “Machenschaften” der Sekte und seine Erlebnisse. Dabei entsteht ein Bild von Indoktrination, Gleichschaltung und der Angst, die eigene Persönlichkeit zu verlieren.

pro Medienmagazin

Viele Wissenschaftler und Theologen versuchten, so Rudolph, das Wort Sekte im Zusammenhang mit den Mormonen zu vermeiden, weil es deren Anhänger stigmatisiere. Aus Rudolphs Sicht beschreibe das Wort den Zustand der Religionsgemeinschaft sehr gut. Er selbst bekennt, dass er im “religiösen Höhenflug” nach einer sehr schwierigen Kindheit mit 19 Jahren den Mormonen beigetreten sei: “Ich habe die Struktur der Gruppe gebraucht, auch die Zugehörigkeit und Anerkennung.”

Erst 14 Jahre später verließ er in einer exponierten Stellung als Präsident einer Mormonen-Gemeinde die Glaubensgemeinschaft. Als Gründe für den Ausstieg nennt er nicht nur die körperliche und finanzielle, sondern auch die psychische Belastung: “Die Mormonen haben mein Leben, mein Fühlen, mein Denken komplett bestimmt.” Erst später habe er angefangen, dieses Weltbild zu hinterfragen.

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Wahl Dodo des Monats Oktober 2012

Dodo des Monat Oktober 2012

Wahl zum Dodo des Monats Oktober 2012. Die besonderen Bonmots religiös verbrämter Ewiggestrikeit ist in der Auswahl zu finden. Viel Spaß.

  1. Wolfgang Thierse, “Beleidigung religiöser Gefühle wie rassistische Äußerungen behandeln.”
  2. Ingo Rust, “Besondere Rechte der Kirchen nicht als Privilegien bezeichnen.”
  3. Werner Arber, “Ehrfurcht ist Brücke zu Gott.“
  4. Reinhard Junker, “Die mentale Retardierung von ‘Wort und Wissen’.”
  5. Stephan Kramer, “Beschneidung ist ein religiös konstitutives, körperlich…
  6. Peer Steinbrück, “Die Rechristinianiserung des Peer Steinbrück – Igitt!
  7. Udo di Fabio, “Ex-Verfassungsrichter Udo di Fabio für Autonomierechte der Kirchen.”
  8. Lukas-Schule München, “Schwule sind des Teufels.”
  9. Navid Kermani, “Religion ist Pflicht!
  10. Gerhard Lebok, “Die ‘Neue Gruppe der Weltdiener` und ihre Sektenkinder.”
  11. Stephan Schaede, “Gott ist als eine Person mit einer Biografie zu denken.”

Die Wahl ist bis zum 07. November 2012, 18:00 befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08. November mit einer Laudatio, hier auf dem Blog, geehrt.
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