Tagesarchiv: November 8, 2012

Red Chair: CNN-Interview mit Richard Dawkins

Kreationisten wissen nichts!

Evolutionary biologist Richard Dawkins on his experience with Darwinism and why creationists “don’t know anything.”

TRANSCRIPTION:
I think we should look at the history of religion, be fascinated by it, just if you look at the history of art and so on. But I don’t think that religion has anything useful to teach us.
One of the main reasons why people are religious is because they are persuaded by the apparent design of living things and that’s completely destroyed by Darwin. If you actually read any book by a biologist about evolution, it’s hard to see how you could fail to be persuaded of it, the evidence is just absolutely pact. There is no doubt about it. It’s not a controversial issue. History is completely certain. It’s as certain as the fact that the earth and the other planets, orbit the sun.
More than 40% of the American population, if opinion polls to be believed, think that the world is less than 10,000 years old and that’s a shocking figure. It shows deep profound ignorance. It sounds very laudable to teach the controversy, to teach both theories. But there aren’t two theories, there is only one theory around, there is only one game in town as far as theory of science is concerned. Of course you get negative reactions from creationists, but who cares about creationists, they don’t know anything.
I think it was my father who first introduced me to Darwin and Evolution. I was immensely moved by it and it did start a rollercoaster in a way and then I started to become really quite antireligious after that. I went through a sort of middle ground of what you might call Deism. I think I gave up Christianity before I finally gave up the idea of a sort of creative designer of some kind.
Darwin made it possible to be an intellectually fulfilled atheist. Before that you could be an atheist, he was for example, but it was quite difficult because you had no good explanation for why living things look so well designed, Darwin provided that.
There are other reasons for being religious like moral reasons or people sometimes feel they have a personal relationship with God or with Jesus or with Mohammed or whatever it is and that kind of reason for being religious would not in itself be undermined by Darwinism, but it’s quite wrong to believe that science reduces humanity, that science somehow gives you a bleak, cold, empty, barren view of the universe and of life, quite the contrary, sounds as enriching and fulfilling.
What’s going to happen when I die, if I met god in the unlikely event after I died, I think the first thing I would say is well, which one are you? Are you Zeus? Are you Thor? Are you Baal? Are you Mithras? Are you Yahweh? Which god are you? And why did you take such great pains to conceal yourself and to hide away from us?

Menschenrechtler kritisieren Merkels Aussage zu verfolgten Christen

Menschenrechtler kritisieren Merkels Aussage zu verfolgten Christen (dapd)

Menschenrechtler halten die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für abwegig, wonach das Christentum die am meisten verfolgte Religion der Welt ist. Es gebe keine Daten und Fakten, die dies belegen könnten, sagte der Deutschland-Direktor von Human Rights Watch, Wenzel Michalski, auf dapd-Anfrage am Dienstag in Berlin.

WAZ

Menschenrechtler halten die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für abwegig, wonach das Christentum die am meisten verfolgte Religion der Welt ist. Es gebe keine Daten und Fakten, die dies belegen könnten, sagte der Deutschland-Direktor von Human Rights Watch, Wenzel Michalski, auf dapd-Anfrage am Dienstag in Berlin. Eine derartige Aussage sei “total sinnlos”, denn “wer Opfer von Verfolgung ist, der spürt die Qual immer gleich, egal, welcher Religionsgemeinschaft er angehört”.

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Die undifferenzierte Betrachtung der “Vorhaut” durch den Neuen Atheismus

Nikolaus Schneider (2006), Bild: wikipedia/public domain

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat “aggressiv-religionskritische” Töne in der Beschneidungsdebatte beklagt.

aktuell – evangelisch.de

Neben sachlichen und kundigen Wortmeldungen habe es häufig auch polemische und verkürzende Beiträge gegeben, sagte Schneider vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Sonntag in Timmendorfer Strand. Er habe Briefe erhalten, die von Intoleranz und Aggressivität gegenüber Judentum und Islam sowie gegen Religion generell geprägt waren, berichtete der rheinische Präses.

Die EKD respektiere die grundlegende Bedeutung der Beschneidung für Judentum und Islam, sagte Schneider. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung trage den medizinischen, ethischen und rechtlichen Aspekten Rechnung. “Er lässt die Freiheit der Religionsausübung unberührt, er findet einen Ausgleich zwischen elterlichem Erziehungsrecht und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit und berücksichtigt das Kindeswohl”, hob der Ratsvorsitzende hervor. Trotz weiter offener Fragen trage die geplante gesetzliche Regelung dazu bei, das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen in der bundesdeutschen Gesellschaft zu fördern.

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Wolfgang Thierse: Dodo des Monats Oktober 2012

Dodo des Monat Oktober 2012

Zwei Dodos in einem Jahr. Das hat bisher nur der Purpurträger aus München und Freising geschafft, selbst die Domplatte in Köln bringt das nicht. Der Bundestagsvizepräsident und Mitglied des Zentralkommitees der Katholiken in Deutschland ist ein verbohrter SPD-Kathole. Unter Bebel und Liebknecht wäre der Mann gar nicht in der SPD, wohl eher in der Zentrums-Partei, lassen wir ihn also noch einmal zu Wort kommen:

Wolfgang Thierse

Wir müssen noch mal in dieser Gesellschaft darüber nachdenken, was alles zulässig sein soll. Wir haben Strafbestimmungen gegen die Verletzung persönlicher Ehre; ausländerfeindliche, rassistische Äußerungen stehen unter Strafe, aber die Verletzung von religiösen Gefühlen von Menschen, die doch auch das ganz ernst meinen, die nehmen wir hin und verlangen von ihnen dass sie das alles hinnehmen. Also ich bin sehr dafür, dass wir generell gleich behandeln alle Formen von Ehrverletzung, von Herabwürdigung, von Beleidigung sollten ungefähr gleich behandeln. Das gilt für rassistische Äußerungen und das gilt auch für Beleidigungen religiöser Gefühle.“

Wenn es um seinen imaginären Freund geht, findet Thierse sogar deutliche Worte, politisch bringt er da gar nichts auf die Beine, da blubbert er in seinen Bart, wie eine entwichene Flatulenz in voller Badewanne. Er möchte die Beleidigung religiöser Gefühle genauso bestraft wissen, wie es Personen widerfährt, die rassistische Äußerungen tätigen oder gar den Holocaust leugnen, wie sein Bruder im Glauben Williamson. Eine gewissen Rechtslastigkeit ist Herrn Thierse nicht abzusprechen. Da tobt jahrelang der Nazi-Mob durchs Land, ermordet 10 Menschen und Herr Thierse schwätzt über seine religiösen Gefühle, die er geschützt wissen will. Die Blindheit des rechten Auges scheint ausgeprägter Natur zu sein. Da hören wir nichts von Aufklärung, da werden die Bürger des Landes regelrecht verarscht und die Politelite sorgt sich um ihren schweigenden Gott. Solcherart Realitätsblindheit ist nicht mehr zu übertreffen. Dodo Thierse ist das Exempel, dass Rassismus längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Sein sozialdarwinistischer Genosse Sarrazin hat den Acker bereitet und mit brauner Soße gedüngt.

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Wenn Pfaffen bei Interpol moralisieren

Dominique Mamberti (2010) Bild: wikipedia

Rede des vatikanischen Außenministers Erzbischof Mamberti vor der Interpol-Vollversammlung – “Verbrechen nicht auf Kosten der Menschenrechte bekämpfen”

kathweb

Der Vatikan ruft die Regierungen der Welt dazu auf, der Prävention bei der Verbrechensbekämpfung ein größeres Augenmerk zu geben. Im Kampf gegen Straftaten und Gewalt sei es eine “moralische Pflicht”, für Lebensbedingungen zu sorgen, in denen Verbrechen erst gar nicht entstehen oder sich ausbreiten könnten, sagte der vatikanische Außenminister Erzbischof Dominique Mamberti am Dienstag vor der Vollversammlung der Interpol in Rom. Er äußerte sich vor rund 100 Justizministern und Kriminalbeamten aus der ganzen Welt.

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