Tagesarchiv: November 14, 2012

Strafanzeige gegen Xavier Naidoo

Xavier Naidoo fragt in seinem Song: “Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist?”
Bild: ProSiebenSat.1

Xavier Naidoo ist nach Ansicht der Linkspartei ein “christlich-homophober Gewaltverherrlicher mit Führerkomplex” – deshalb haben Linkspolitiker den Soulsänger und seinen Kollegen Kool Savas angezeigt. Der Vorwurf: Volksverhetzung und Aufstachelung zur Gewalt.

QUEER.DE

Die Strafanzeige wurde von der Jugendorganisation Solid und der Landesarbeitsgemeinschaft queer.NRW der Linken gestellt. Dabei wird die CD “Gespaltene Persönlichkeit” von Naidoo und Savas kritisiert, die bereits im September erschienen ist (queer.de berichtete). Darin reimen die Künstler in einem Zusatztitel am Ende des Albums bluttrünstig: “Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?

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Ägyptischer Salafist ruft zur Zerstörung von Pyramiden und Sphinx auf

Bild: Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

In Ägypten ruft ein radikaler Gotteskrieger dazu auf, die Überreste der Pharaonen-Zeit zu beseitigen. Pyramiden und Sphinx seien Götzenbilder, die zerstört werden müssten. Angeblich ist der Mann kein Unbekannter: Er soll auch bei der Zerstörung der weltberühmten Buddha-Statuen von Bamian geholfen haben.

Ein islamistischer Fanatiker hat in Ägypten zur Zerstörung der Pyramiden und der Sphinx aufgerufen. Lokalen Medienberichten zufolge sagte der Dschihadist Murgan Salem al-Gohari bei einer Fernsehsendung, die Götzen und Statuen, die Ägypten füllten, müssten vernichtet werden. Wie die arabische Tageszeitung “Al-Sharq Al-Awsat” berichtet, nehmen die Sicherheitsbehörden die Drohung ernst.

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Grüßaugust trifft Spukgestalt

Montage: brightsblog

Wie wir den Medien entnehmen konnten plant der Grüßaugust der Deutschen einen Besuch bei der römischen Spukgestalt, in der Zeit vom 05. bis 06. Dezember 2012. Immerhin ein Staatsbesuch. Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland fährt zum Befehlsempfang zum letzten absolutistisch regierenden Monarchen Europas.

Nichts ist dem Heiligen Stuhl ferner als Demokratie, Mitsprache seiner Untertanen, Menschenrechte, Meinungsfreiheit. Permanent verstösst der Kirchenfürst gegen eben jene Rechte, die ein wesentliches Ergebnis der Aufklärung sind. Frauen sind die Einfallspforte des Teufels, mit der billigen Ausrede, Jesu Jünger waren keine Frauen, also könnten diese auch nicht in der Nachfolge der Apostel stehen, redet man sich raus. Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehen und Partnerschaften sind den Autoerotikern des rudimentären Imperium Romanum ein Greuel. Die, die sich offiziell jedweder Beziehung zum anderen Geschlecht entsagen, sehen sich kompetent in Fragen Partnerschaft, Sexualität, Kinder. Letztere liegen ihnen besonders am Herzen, klein und handlich sind sie hervorragend unter der Soutane zu verstecken und erfahren dort oftmals das wahre Christentum. Knirschend beugt man sich dem öffentlichen Druck, pädophile Priester weltlicher Gerichtsbarkeit übergeben zu müssen. Überzeugt ist das katholische Regime in Rom nicht, ist deren Königreich doch nicht von dieser Welt.

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John Martin Fischer: “Falls die Medizin uns unsterblich macht”

John M Fischer, Bild: philosophy.ucr.edu

US-Philosoph John Martin Fischer über Licht- und Schattenseiten des ewigen Lebens – Öffentlicher Vortrag am Exzellenzcluster “Religion und Politik” der Universität Münster am Montag, 19. November / Pressemeldung mit sendefähigen Hörfunk-Tönen

JuraForum

Viele Menschen wollen ewig leben: Doch der Menschheitstraum von der Unsterblichkeit hat aus philosophischer Sicht Schattenseiten. “Es würde langweilig und einsam, wenn ein unsterblicher Mensch im Diesseits keine Beziehungen zu anderen Unsterblichen hätte”, erläutert US-Philosoph Prof. Dr. John Martin Fischer. “Quälend würde es auch, wenn ein ewig lebender Mensch keine sinnvolle Aufgabe hätte, nicht gesund wäre und keine ewig stabile Persönlichkeit hätte”, so der international renommierte Experte für philosophische Fragen zu Tod und Unsterblichkeit. Er hält am 19. November am Exzellenzcluster “Religion und Politik” einen öffentlichen Vortrag über die Frage “Würden wir ewig leben wollen, wenn wir könnten?”

Obwohl Unsterblichkeit bislang nicht möglich ist, hält der Philosoph aus Kalifornien die Diskussion für zeitgemäß. “Trotz ständiger Bedrohung durch Krankheiten leben die Menschen durch den wissenschaftlichen Fortschritt immer länger. Mein Blick geht in eine mögliche Zukunft, in der die Medizin soweit fortgeschritten ist, dass sie ein Leben ohne Tod erlaubt.” Die Menschen müssten sich früh damit auseinandersetzen, ob sie eine solche Form des ewigen Lebens wünschten und ob Unsterblichkeit Fluch oder Segen sei. Der englischsprachige Vortrag “Immortality” ist um 18 Uhr im Englischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), Raum ES 24, Johannisstraße 12-20 in Münster zu hören. Der Eintritt ist frei.

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Koptischer Generalbischof lobt Merkel für Christenaussage

Bischof Anba Damian, Bild: wikipedia/Cwindusks

Bischof Anba Damian, Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, lobt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren umstrittenen Satz zur Christenverfolgung. “Sie hat deutlicher gesprochen als die deutschen Kirchen. Das war sehr mutig”, sagte der Bischof.

WAZ

Bischof Anba Damian, Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, lobt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren umstrittenen Satz zur Christenverfolgung. “Sie hat deutlicher gesprochen als die deutschen Kirchen. Das war sehr mutig”, sagte der Bischof der Nachrichtenagentur dapd. Merkel hatte in Timmendorfer Strand vor der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland gesagt: “Das Christentum ist die verfolgteste Religion auf der Welt.” Schutz von Christen sei Teil deutscher Außenpolitik.

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Warum lässt ER die Hölle auf Erden zu

Armin Kreiner beim Vortrag im Neuen Museum. Bild: Gommeringer

In seinem Drama “Dantons Tod” lässt Georg Büchner Thomas Payne folgende Worte sagen:

…Das leise Zucken des Schmerzes, und rege es sich nur in einem Atom, macht einen Riss in der Schöpfung von oben bis unten.(3.Akt, 1. Szene)

„Der Glaube an Gott in einer Welt voller Übel und Leid“ lautete das Thema, über das Armin Kreiner beim Ökumenischen Gesprächsforum im Neuen Museum des Schlosses Salem sprach.

Von Hugo GommeringerSüdkurier

Am Anfang seines Vortrags erklärte Kreiner die klassische Theodizee-Frage: „Warum lässt Gott das Leiden zu, wenn er allmächtig und gütig ist?“ Der Referent erinnerte an Georg Büchner, dem zufolge die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes „der Fels des Atheismus“ ist. Kreiner wies neben Epikur und Leibniz auch auf den in der Gegenwart berühmten Atheisten Richard Dawkins und seine Lehre hin.

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