Tagesarchiv: November 17, 2012

Wiedererweckte Proteine: Ein Hauch von Jurassic Park

Bild: ag-evolutionsbiologie.de

Komplexitätszunahme in einer molekularen Maschine
Wiedererweckte Proteine werfen Licht auf die Evolution

Von Tobias KlösAG Evolutionsbiologie

Es ist ein Hauch von Jurassic Park, was Evolutionsbiologen mit Proteinen, die vor Millionen Jahren aktiv waren, gelungen ist. Evolutionsbiologen haben ursprüngliche Formen einer molekularen Maschine wieder “zum Leben erweckt”. Ermöglicht wurden die Experimente durch die Entwicklung von Methoden zur Rekonstruktion stammesgeschichtlich alter (anzestraler) DNA-Sequenzen und durch die Fortschritte chemischer und molekularbiologischer Techniken. Heute können automatisiert Oligonukleotide synthetisiert und dann stückweise mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zu einem Gen zusammengesetzt werden. Anschließend kann man das Gen exprimieren und die Funktion des ursprünglichen Proteins charakterisieren. Auf diese Weise ließ sich rekonstruieren, in welchen evolutionären Schritten die molekulare Maschine zu ihrer heutigen Komplexität gelangte. In diesem Beitrag werden die neuen Ergebnisse vorgestellt und anschließend die Evolution der komplexen Struktur (V-ATPase) im Ganzen betrachtet.

Weiterlesen

Die okkulten Hintergründe von Waldorf & Co; und etwas Zensur?

Bild: denkladen.de

Es gab eine Rezension zum Buch bei der Südwest Presse,mit dem Hinweis auf die Frankfurter Buchmesse. Stunden später war sie nicht mehr verfügbar, und nein ich habe mich beim Eingeben der URL nicht vertippt.  Die Autorensuche, im Suchfeld der Südwest Presse, war ergebnislos. Da haben die Waldörfler wohl ganz tolerant Druck ausgeübt und die Redaktion hat zensiert. Soviel zur Freiheit der Presse. Im Ländle sind solche Dinge aber durchaus möglich.  Eine Vermutung.

Der Link bringt kein Ergebnis mehr.

Hier nun der Vorankündigungstext vom Denkladen:

Irene Wagners Buch leistet eine umfassende Kritik der sogenannten Praxisfelder der Anthroposophie: der Waldorfpädagogik, des biologisch-dynamischen Landbaus und der anthroposophischen Medizin. Durch zahlreiche Quellenangaben gestützt zeigt sie, dass Rudolf Steiners Ideen bis heute wie ein Schatten über den Aktivitäten der Anthroposophen liegen. Hinkten dessen Auffassungen bereits zur Zeit ihrer Entstehung dem Stand des Wissens hinterher, erscheint es heute völlig schräg, wenn sich Ärzte, Landwirte oder Lehrerinnen auf Steiners esoterische Lehre beziehen. Doch es ist nicht allein die Ablehnung des „Materialismus“ und eines wissenschaftlichen Weltbildes, was Irene Wagner kritisch sieht. Insbesondere in der Pädagogik kommen auch Steiners autoritäre Vorstellungen zum Tragen. Dies untermauert die Autorin nicht nur mit zahlreichen Steiner-Zitaten, sondern auch mit konkreten Beispielen aus der Praxis.

Koch: Christen werden Minderheit in Europa

Kurt Koch, Bild: Rabanus Flavus/wikipedia

Vatikanischer Ökumene-Minister in Interview mit deutscher Tageszeitung: “Eine Illusion zu glauben, die Abendmahlsgemeinschaft stehe unmittelbar vor der Tür”

kath.net

Eine weitgehende Entfremdung Europas vom Christentum hat der Präsident des Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, attestiert. Der christliche Glaube werde am alten Kontinent zwar nicht verschwinden, aber wahrscheinlich keine Mehrheit mehr haben, sagte Koch der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post”. Zugleich bedeute das nicht notwendigerweise den Niedergang: “Haben nicht immer die Minderheiten Geschichte gestaltet?”

Koch äußerte sich außerdem zu Fragen der Ökumene. Demnach würden seines Erachtens nach Themen wie Zölibat und Frauenpriestertum eine zu große Bedeutung zugeschrieben. Auf die entscheidenden Themen habe hingegen Benedikt XVI. aufmerksam gemacht: die Gottesfrage und den Christusglauben.

weiterlesen

Designierter Anglikaner-Primas: Religion darf nicht zum Hobby werden

Justin Welby, Photograph: Owen Humphreys/PA

Justin Welby warnt vor Entwicklung, dass Glaubensgemeinschaften gesellschaftlichen Nutzen nachweisen müssen

kathweb

Der künftige anglikanische Primas, Bischof Justin Welby, hat vor einem Abdrängen von Religion in die Freizeit gewarnt. Religion dürfe nicht zu einer bloßen Privatsache oder zu einem Hobby werden, zitieren britische Zeitungen (Donnerstag) aus einem Vortrag des designierten Erzbischofs von Canterbury. Es habe gravierende gesellschaftliche Auswirkungen, wenn Religion von einer Frage von Wahrheit und Autorität zu einer reinen Freizeitaktivität heruntergestuft würde, betonte Welby in seiner bisherigen Bischofsstadt Durham.

Im politischen Diskurs gebe es ein weit verbreitetes Vorurteil, dass wer einen religiösen Glauben habe, für ernsthafte politische Meinungsäußerungen disqualifiziert sei, so der Bischof weiter. Dabei sei die Vorstellung, dass Religion so weit privatisiert werden könne, dass es keinen Einfluss auf das eigene Verhalten mehr habe, “offenkundig absurd”.

weiterlesen

Fundamentalismus: Hass, getarnt als Religion

Pfarrer Hendrick Jolie. Foto: privat/Frankfurter Rundschau

Christliche Fundamentalisten hetzen auf Kreuz.net gegen Schwule und Andersdenkende. Ein südhessischer Pfarrer soll beteiligt sein.

Frankfurter Rundschau

Die Webadresse Kreuz.net sorgt mit ihren Hasstiraden gegen Schwule und Andersdenkende für Empörung. Unter dem Vorwand, katholische Nachrichten zu veröffentlichen, hetzen radikal Gesinnte gegen Schwule, Anhänger des jüdischen Glaubens und Kirchenreformer. Es ist eine Plattform für christliche Fundamentalisten.

Dem Magazin Spiegel zufolge sollen mindestens zwei Dutzend deutschsprachige kirchliche Autoren mit dem Portal in Kontakt gestanden haben – darunter der Mühltaler Pfarrer Hendrick Jolie. Die Deutsche Bischofskonferenz distanziert sich von Kreuz.net und betont, dass „der Begriff des Katholischen“ von dieser Seite grob missbraucht werde.

weiterlesen