Tagesarchiv: November 18, 2012

Halal-Kondome – ein Flirt mit dem Islam?

Scharia-konforme Kondome? Russischer Sexshop-Betreiber flirtet mit dem Islam © RIA Novosti. Natalia Seliwerstowa

Viel Lärm um Gleitgel und Gummis. Ein russischer Online-Unternehmer war ausgezogen, um das Sexlife der russischen Muslime und Musliminnen aufzupeppen. Diese fanden den Vorstoß entbehrlich. Der erste islamische Internet-Intimversand Russlands – ein Rohrkrepierer?

Von Angelika WohlmuthRIA Novosti

Viel Lärm um Gleitgel und Gummis. Ein russischer Online-Unternehmer war ausgezogen, um das Sexlife der russischen Muslime und Musliminnen aufzupeppen. Diese fanden den Vorstoß entbehrlich. Der erste islamische Internet-Intimversand Russlands – ein Rohrkrepierer?

Islam und Sinnlichkeit

Eher lustfeindlich steht er da – der Islam in den Augen der Ungläubigen. Im Frühling 2010 wollte der Amsterdamer Abdelaziz Aouragh das Bild zurechtrücken und eröffnete einen Internet-Erotikladen für moslemische Paare – mit durchschlagendem Erfolg. Sein angeblich erster Online-Sexshop mit Rücksicht auf die religiösen Regeln des Islam brach innerhalb weniger Tage unter dem ungeahnten Andrang zehntausender Erotikdurstiger zusammen. El Asira (dt. „Gesellschaft“) siedelte zunächst auf einen neuen Server um und ist mittlerweile im Internet-Nirvana verschwunden.

Nun prescht ein Russe in dieselbe Marktlücke– und stößt auf Granit.

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Kabarettist Bruno Jonas meidet heute Satire über Religion

Bruno Jonas, Bild: public domain

Anders als zu Beginn seiner Karriere meidet der deutsche Kabarettist Bruno Jonas (59) bei der Satire heute das Thema Religion. Er verzichte inzwischen darauf, religiöse Inhalte satirisch zu bearbeiten, wenn er annehmen müsse, falsch verstanden zu werden, sagte Jonas der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag-Ausgabe).

Tiroler Tageszeitung

„Nicht weil ich Angst habe, sondern weil es dann sinnlos ist, darüber Witze zu machen.“

Er sei sich ziemlich sicher, dass John Cleese und Eric Idle von der Comedy-Gruppe Monty Python die Jesus-Satire „Das Leben des Brian“ heute nicht mehr machen würden. „Und ich vermute, dass die heute keinen Mohammed-Film machen würden, weil sie um die Wirkung wissen, die dieser Film in der muslimischen Welt hervorrufen würde.“

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Lukas-Schule: Homophobe Lehrer dürfen bleiben – Kreationismus auch?

Die Webseite der Lukas-Schule

Die evangelische Lukas-Schule in München hat zugegeben, dass Homosexuelle im Unterricht als “abartig” dargestellt wurden – personelle Konsequenzen will die Landeskirche aber nicht ziehen.

QUEER.DE

Die “Süddeutsche Zeitung” hatte Ende Oktober berichtet, in der Schule werde gelehrt, dass Homosexuellen der Teufel droht (queer.de berichtete). Daraufhin hat die Landeskirche Ermittlungen angekündigt und 900 Eltern angeschrieben und um weitere Informationen gebeten. Am Donnerstag stellte Oberkirchenrat Detlev Bierbaum die Ergebnisse vor. In dem Bericht heißt es, dass “missverständliche Äußerungen gemacht worden [sind] zum Bereich der Homosexualität”. Allerdings habe es sich dabei um “Einzelfälle” gehandelt. In der Schule herrsche “kein Klima der Angst”. Insgesamt hätten als Reaktion auf die Debatte nur zwei Elternpaare ihre Kinder abgemeldet.

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Krankenhäuser: “Orte der Verkündigung des Himmelreichs”

Eine Seelsorgerin im Gespräch mit einer Patientin in einem Aargauer Spital (Bild: Reformierte Landeskirche Aargau)

Führende Vertreter der katholischen Kirche haben im Vatikan die grosse Bedeutung von Spitälern für die Glaubensvermittlung herausgestellt. Überall dort, wo Menschen angehört und mit all ihren körperlichen und seelischen Leiden umfassend betreut würden, entstünden “Orte der Verkündigung des Himmelreichs”, sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Donnerstag in seiner Predigt zur Eröffnung des 27. Internationalen Kongresses des päpstlichen Gesundheitsrates.

kipa-apic

Bertone hob während der Messe im Petersdom zudem hervor, dass ethische Massstäbe in der Medizin heute nötiger denn je seien. Es bestehe die “grosse Gefahr”, dass der Mensch zum blossen Mittel der Forschung werde, das keinerlei Würde besitze, so der Kardinalstaatssekretär. Zugleich verwies er auf den engen Zusammenhang zwischen körperlicher Gesundheit und geistlichem Heil. Die Hoffnung auf eine Heilung oder Genesung von physischen Leiden beinhalte unausgesprochen stets auch die Hoffnung auf Heil.

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Vatileaks: Informatikexperte legt Berufung ein

Bild: vatileaks.com

Der italienische Computertechniker Claudio Sciarpelletti, der vor einer Woche zu zwei Monaten Haft auf Bewährung wegen Begünstigung bei dem schweren Diebstahl von Vatikan-Dokumenten verurteilt worden ist, hat Berufung gegen das Urteil eingereicht.

derStandard

Das vatikanische Presseamt bestätigte am Freitag entsprechende Berichte italienischer Medien. Der 48-jährige Sciarpelletti hatte seine Unschuld beteuert. Der vatikanische Staatsanwalt Nicola Picardi hatte eine viermonatige Haftstrafe gefordert, das eigentliche Strafmaß wurde jedoch gemildert, unter anderem, weil der Programmierer unbescholten war und sich bei den Ermittlungen kooperativ gezeigt hatte. Der 48-jährige Informatikexperte muss die Prozesskosten übernehmen und darf weiter für den Vatikan arbeiten. Seit 20 Jahren war er im Staatssekretariat, der Regierung des Kirchenstaates, für die Instandhaltung der Computer verantwortlich

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Patrick Henry College: Elite Universität für religiöse Fundamentalisten

Patrick Henry College, USA, Bild: pateos.com

Am Patrick Henry College bilden christliche Evangelikale den Führungsnachwuchs der USA aus. Ihre Mission lautet: Die “gottlose Nation” vor den Demokraten retten.

Von Amrai CoenZEIT ONLINE

Diese Geschichte beginnt mit einer Sünde. Sie handelt von einer kleinen, noch unbekannten Universität in den Vereinigten Staaten, einer Hochschule, deren Absolventen die amerikanische Politik erobern sollen; von ihren Studenten wird sie »Gottes Harvard« genannt.

Als deutsche Journalistin melde ich mich vor ein paar Wochen telefonisch bei der Universität und mache einen Besuchstermin aus. 36 Stunden bevor ich losfliege, bekomme ich eine Mail des Uni-Sprechers: In der Vergangenheit habe man schlechte Erfahrungen mit der Presse gemacht, vor allem mit der deutschen. Der Direktor wolle nicht mit mir sprechen, und er wolle auch nicht, dass seine Studenten mit mir sprechen.

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