Tagesarchiv: November 19, 2012

Proteste gegen gleichgeschlechtliche Ehe in Frankreich

Mehr als 100.000 Menschen nahmen an, von katholischen Gruppen organisierten, Protestmärschen gegen die von der französischen Regierung geplante Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen teil.

Mitglieder der ukrainischen FEMEN versuchten mit Sprechchören wie “In gay we trust”, die Demonstration zu stören. Dabei kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen um die Gegner zu trennen. Zwei FEMEN-Aktivistinnen erlitten leichte Verletzungen.

Das “Ossi” muss Glauben lernen!

Themenbild. buchredaktionen.de

Den neuen Ländern fehlt es an christlichen Werten – das hat fatale Folgen, findet unsere Autorin. Polemik einer Zugereisten

Von Nele BeyZEIT ONLINE

Es sind nur sieben Worte. »Vielleicht sollte man denen die NPD vorbeischicken.« Krass, raunt mein Mann, echt krass. Er schiebt mir das iPad mit seiner geöffneten Facebook-Seite herüber. Sven, ein Kumpel aus dem Ruderverein, hat diese sieben Worte gepostet. Es ist sein Kommentar zu einer Nachricht, die wie ein Gespenst durch unseren Kiez spukt: Mitten in Köpenick gibt es ein Flüchtlingsheim. Ausgerechnet in die Räume eines ehemaligen Bürgeramtes hatte der Senat die Neuankömmlinge einquartiert. In einen Plattenbau vis-à-vis dem Bahnhof.

Keiner fragte sie, woher sie kommen. Viele glaubten es schon zu wissen. Sven zum Beispiel. »Sinti und Roma« seien das, sagt er, als wir uns im Ruderclub treffen. In seinem Gesicht spiegelt sich Wut. Diese Leute seien nur gekommen, um den Staat »abzuzocken«, seien Hartz-IV-Betrüger. »Woher willst du das wissen?«, fragte ich. »Na, guck sie dir doch an. Goldkettchen tragen die. Denen geht es doch gut.«

Im Internet wird Sven noch unflätiger. Von »Drecksasylanten« schreibt er auf Facebook. Mein Mann schaut mich an. Ich schaue ihn an. War das der Sven, den wir kannten? Ein netter Kerl, dachten wir. Ende 30, Abitur, BWL-Studium, krisensicherer Job in einer Behörde, geschieden, zwei Kinder. Wenn das Auto nicht anspringt oder der Wasserhahn leckt, Sven hilft.

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Der evangelische Gott versteht kein Transmission Control Protocol(TCP)

TCP-Handshake, Bild: wikipedia

Evangelische Kirche bekommt Internetbeauftragten

DIE WELT

Die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) will sich im Web und in der Social-Media-Szene zeitgemäßer positionieren. Dafür beschloss die Herbstsynode am Samstag in Berlin die Einstellung eines Internetbeauftragten, dessen Stelle nun ausgeschrieben werden kann.

Das Kirchenparlament hatte sich insgesamt vier Tage lang auf seiner regulären Herbsttagung beraten. Stimmberechtigt waren 122 Parlamentarier. Sie vertreten etwa eine Million evangelische Christen in Berlin, Brandenburg sowie in Ost-Sachsen.

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Deus lo vult! – Ist die Religion schuld?

Bild: MMnews

Mao Tse Tung, Josef Stalin, Adolf Hitler waren große Tyrannen und Massenmörder unserer Menschheitsgeschichte. Sie töteten nicht im Namen der Religion! Allein im Ersten und Zweiten Weltkrieg starben insgesamt mehr als 70 Millionen Menschen. Ihr Blut wurde nicht im Namen der Religion vergossen!

Von Tahir ChaudhryMMnews

Beispielsweise gebrauchte das dritte Reich den Krieg vordergründig, um durch Besetzung verschiedener Territorien den Lebensraum zu erweitern und durch die Aneignung von Besitztümern, den durch die Aufrüstung aus den Fugen geratenen Finanzhaushalt zu stabilisieren. Weitere Kriege im 20. Jahrhundert wie in Korea, Kambodscha, Vietnam oder im Irak zeigen abermals, das aus machtpolitischen, ideologischen, strategischen und wirtschaftlichen Gründen getötet wurde.

“Zwar gibt es auch Radikale in anderen Religionen und politischen Ideologien, aber niemand sprengt sich im Namen der Religion in die Luft! Da seid ihr schon einzigartig!”, so der Vorwurf seitens Religionskritiker gegenüber Muslimen. Die Tamilen-Tiger als stramme Leninisten nutzten gleichermaßen diese Technik aus rein weltlicher Motivation und Ideologie heraus, deren metaphysischer Kern das Versprechen der Freiheit in der Zukunft war. In gleicher Weise verfolgen Radikal-islamistische Selbstmordattentäter  eine rein weltliche Zielsetzung, nämlich die Herrschaft über die Welt. Indessen dient Religion lediglich als Hülle für das nationalistisch-kulturelle oder revolutionär-politische Skelett des Ideologen. Dieses Konstrukt bildet sich dort, wo sich Menschen gedemütigt fühlen, wo die Hilflosigkeit und Wut im Angesicht der Macht des Anderen allgegenwärtig ist.

Schlabber-Shirts sind nichts für Gottesknechte

Das klassische T-Shirt für Damen-Priester. Bei zazzle.de erhältlich.

“Gerade in säkularer Welt soll Mann Gottes auch optisch erkennbar sein” – Kirchenrecht: Bischofskonferenz gibt Normen vor

kathweb

Der Vatikan hat seine Priester-Angestellten aufgefordert, im Dienst und in der Öffentlichkeit eine angemessene priesterliche Kleidung zu tragen. Mit einem Rundschreiben von Mitte Oktober, das jetzt bekanntwurde, erinnerte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone seine geistlichen Mitarbeiter an die geltenden kirchlichen Normen. Gerade in einer säkularen Welt sei es wichtig, dass ein Priester als Mann Gottes und Diener der Kirche auch optisch erkennbar sei, hieß es jetzt dazu in römischen Kirchenkreisen.

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