Tagesarchiv: November 20, 2012

Nahtod: Wenn aus Todesangst Frieden wird

Das Licht am Ende des Tunnels

Der Mensch besteht nicht nur aus seinem Körper – dieser Glaube bestimmt beinahe alle Religionen und Kulturen. Doch gibt es wirklich ein Bewusstsein außerhalb unseres materiellen Körpers, eine Seele? Die moderne Hirnforschung sagt nein. Viele Menschen aber, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben, sind sich sicher: Sie haben ihren Körper verlassen.

Von Sylvie KristanARD.de

Christine B. ist nur knapp dem Tod entronnen. Das war vor acht Jahren. Sie war hoch schwanger – nur noch eine Woche bis zum errechneten Geburtstermin – als sie plötzlich anfing, heftig zu bluten. Ihre Plazenta hatte sich vorzeitig gelöst. Sie musste so schnell wie möglich ins Krankenhaus, sonst würde sie in kürzester Zeit verbluten, dessen war sie sich bewusst: “Ich bin in dem Moment, wo ich gesehen habe, wie stark diese Blutungen waren, in große Todesangst gekommen, Panik, und die war wirklich übermächtig. Es war eine übermächtige Todesangst und mir wurde auch bewusst, ich sterbe jetzt.” Auch der eintreffende Notarzt wusste: Ihr Leben hing am seidenen Faden.

weiterlesen

Diakonie: Kein Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen

Eberhard Grüneberg kann Arbeitskämpfe innerhalb der Kirche mit der Philosophie und der Herangehensweise sozialer Kirchenarbeit nicht vereinbaren. Archivfoto: Lutz Prager

Wenige Tage vor der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zum Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen hat sich die Diakonie Mitteldeutschland gegen Arbeitskämpfe innerhalb der Kirche ausgesprochen.

thueringer allgemeine.de

Grüneberg zufolge habe sich der sogenannte Dritte Weg bewährt, bei dem der Dialog im Mittelpunkt stehe. Tarife und Arbeitsbedingungen würden in arbeitsrechtlichen Kommissionen verhandelt. Zugleich räumte er aber ein, dass die Akzeptanz dieses Vorgehens nachgelassen habe. Die Diakonie Mitteldeutschland betreibt in Sachsen-Anhalt und Thüringen nach eigenen Angaben 1600 Einrichtungen mit rund 27.000 Mitarbeitern.

weiterlesen

Lisa Biron in Haft: Anti-Schwulen-Anwältin und Kinderpornographie

Lisa Biron: Kämpferin gegen die Homo-Ehe

Die Anwältin Lisa Biron aus Manchester wurde festgenommen, da sie ein junges Mädchen nach Kanada entführte und sie dort zu sexuellen Handlungen zwang. Sie ließ die Szenen filmen. Mindestens fünf solcher Aufnahmen wurden bisher auf ihrem Computer gefunden. Der Anklageschrift des Bundesbezirksgericht Concord (New Hampshire) zufolge, enthält die Anklage weiters den Vorwurf des Waffen- und Drogenbesitzes.

humanist-news

Ein Zeuge informierte die Polizei, als er auf dem Computer Birons kinderpornographisches Material fand. Die Richterin Landya McCafferty nahm Biron in Sicherheitsgewahrsam, da sie eine akute Fluchtgefahr sah, wenn sie bis zum Ende der Verhandlungen auf freien Fuß gesetzt wäre.

Während des Verhörs gab Biron an, sie hätte eine geladene Waffe unter ihrer Matratze in ihrer Wohnung. Die Waffe wurde nicht gefunden, stattdessen jedoch 200 Patronen für die Pistole.

weiterlesen

Winnetou: Vom Apachen-Häuptling zum Christen

«Winnetou» in einer Szene des gleichnamigen Karl-May-Films.

Winnetou stirbt als Christ. Hadschi Halef Omar kommt zum Glauben, obwohl er seinen Herrn Kara Ben Nemsi eigentlich zum Islam bekehren will. Religion ist ein immer wiederkehrendes Motiv in den Romanen von Karl May. Toleranz und Respekt sind dabei zentrale Werte, die der Schriftsteller vermittelt. Das zeigt eine neue Publikation der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW).

jesus.ch

Sowohl im Orient als auch im «Wilden Westen» finden verschiedene Figuren aus Karl Mays Erzählungen zum christlichen Glauben – nicht zuletzt durch das Zeugnis von Old Shatterhand oder Kara Ben Nemsi, den Alter Ego des Schriftstellers. Anhand der verschiedenen Bekehrungserlebnisse untersucht Heiko Ehrhardt, Mitherausgeber des EZW-Heftes, in seinem Beitrag, welche Rolle das Christliche im Leben und Werk Karl Mays spielt. «Auch wenn Mission geschieht[…] – über allem steht eine gelebte und praktizierte Toleranz», stellt Ehrhardt fest.

Kara Ben Nemsi, wie sich May als Ich-Erzähler in den Orient-Geschichten nennt, und sein muslimischer Diener und Freund Hadschi Halef Omar versuchten, sich jeweils gegenseitig zu bekehren. Letztendlich hätten aber die tolerante Haltung und die Güte des Deutschen den Hadschi überzeugt. Entscheidend sei bei May die gelebte Tat, nicht das gepredigte Wort. Mission geschehe durch das Vorbild des gelebten Glaubens, so Ehrhardt über Mays Glaubensverständnis.

weiterlesen

Dodo Hahne über Gott in Auschwitz

Wo war Gott in den letzten Tagen in der Ostküste in den USA, wo in Fukushima in Japan, wo, als ein Bus voll fröhlicher Kinder ungebremst gegen eine Tunnelwand raste, wo, als ein 12-jähriges Mädchen in einem Wald brutal vergewaltigt und grausam getötet wurde?

Radio Vatikan

Mein Gott, warum ? klagte die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ nach dem schrecklichen Erdbeben in der Türkei? Ja, und die Frage aller Fragen: wo war Gott in Auschwitz? Diese Frage stellt sich immer wieder neu. Peter Hahne, prominenter und profilierter Fernseh-Korrespondent, Bestseller-Autor, Spitzen-Journalist beim ZDF und gelernter Theologe bietet keine Patentantworten an, sondern Lebenshilfe. Er ist Kommunikator für ethische Wertvorstellungen in den modernen Medien in den Bereichen Politik, Gesellschaft und Religion. In der Neuauflage seines Bestsellers „Leid – warum lässt Gott das zu?“ geht Peter Hahne auf diese Thematik ausführlich ein.

Herr Hahne, worin besteht Ihre Hauptbotschaft, wenn Sie reden, wenn Sie schreiben, wenn Sie kommunizieren?

„Eigentlich ist mein Hauptanliegen: Hoffnung machen. Hoffnung, das ist für mich so etwas wie der Sauerstoff des Lebens. Wenn die Hoffnung weg ist, dann bleibt nur Verzweiflung. Deswegen bin ich auch in meinem journalistischen Engagement gegen diese Düsternis, die oft mit dem Tremolo der Betroffenheit verbreitet wird. Wir müssen Hoffnung machen und dazu möchte ich beitragen.“

weiterlesen