Tagesarchiv: November 23, 2012

Vom Märchenonkel mit den roten Schuhen

Hmm, da schreibt einer drei Bücher über eine fiktive Gestalt und verkauft die Schwarten auch noch als Tatsachenbericht. Die Schreiberlinge, einschlägiger Medien überschlagen sich und sprechen bereits jetzt von einem Weltbestseller. Eine Jesus-Trilogie schreibt der Märchenonkel. Reine Fiktion, Respekt für diese herausragende Leistung. Man nimmt einen beliebigen Ansatz und sieht zu, wo es einen so hinschreibt. Der letzte Band der Trilogie erscheint in einer Auflage von einer Million Exemplaren. Angesichts von 1,3 Milliarden Katholen weltweit, eine Promilleleistung.

Bei der Sache mit Maria verlässt den Vizegott die Logik. Da weiß er nicht mehr so richtig wie er die Geschichte entwickeln soll, vor allem schlüssig.

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Opfer: Beschneidung wird nicht hinterfragt


„Warum hatte ich dieses Recht nicht“, fragt Önder Özgeday.Foto: Ingo Otto

Önder Özgeday leidet darunter, dass er als zehnjähriges Kind beschnitten wurde. Erst später merkte er, was ihm genommen wurde. Ein Betroffenen-Verein beklagt: Im Gesetzgebungsprozess würden die Opfer nicht gehört. Das Thema würde in der Öffentlichkeit bagatellisiert.

Von Andreas EichhornWAZ

Önder Özgeday kann sich noch gut an den Tag erinnern, an dem er beschnitten wurde. Damals war er zehn. Es war eine kleine Arztpraxis, der türkische Arzt hatte schon viele aus seinem Bekanntenkreis beschnitten. Er musste sich ausziehen, bekam eine Schürze umgebunden, damit er nicht alles mitansehen musste. Denn da er nur örtlich betäubt wurde, bekam er alles bewusst mit. „Da war viel Blut – und die ärztliche Assistentin hat verschreckt geguckt“, erinnert er sich.

Auf dem Heimweg kamen die Schmerzen. Schmerzen, die mit der Zeit nachließen und ihn dennoch bis heute heimsuchen. Heute ist Önder Özgeday 29 und studiert Sozialwissenschaften. In den Wochen nach der Operation musste er jeden Tag ein Pulverbad nehmen. Dennoch entzündete sich sein Glied und es dauerte Monate, bis es endlich abheilte.

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Ist Deutschland eine klerikale Demokratie

Bild: brightsblog

Wir leben in einer klerikalen Demokratie. Die Kirche verputzt zig Extrawürstchen und verbietet uns den Mund, wenn’s ums Lästern geht. Zeit, die Kirche auf Diät zu setzen.

Von Patrick SpäthThe European

In der Bundesrepublik gibt es einen exklusiven Club, dem niemand an den Karren fahren will. Dieser Club genießt den Luxus, von der Umsatz- und Erwerbsteuer befreit zu sein, außerdem zahlt er auf sein gigantisches Vermögen und dessen ebenso gigantische Zinsen keine Kapitalertragsteuer, und für seine läppischen 800.000 Hektar Landbesitz auch keine Grundsteuer. „Will ich auch!“, denken Sie sich jetzt vielleicht. Pech gehabt. Denn der Club heißt Kirche, während Sie und ich zum Staat gehören und blechen müssen.

Hört auf Benedikt XVI.!

Die Aufklärung ist zum Teufel. Wir leben in einer klerikalen Demokratie. Die Trennung von Kirche und Staat ist nichts anderes als ein Ammenmärchen – das aber schleunigst Wirklichkeit werden sollte. Es ist schlichtweg nicht hinnehmbar, dass eine Institution derlei kaiserliche Privilegien genießt. In Zahlen: Steuererleichterungen von bescheidenen 10 Milliarden Euro jährlich. Hinzu kommen sogenannte „Staatsleistungen“ an die Kirche in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro pro Jahr. Und als sei die Kirche pleite (und die BRD nicht), finanziert der deutsche Steuerzahler obendrein den nicht gerade mickrigen Unterhalt von Bischöfen, Priesterseminaren und zahlreichen Lehrstühlen.

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Blasphemie: Christen fordern Absetzung der Serie “Götter wie wir”(ZDF)

Inge und Renate Gott führen durch die Sendung

Seit dem 14. Oktober 2012 strahlt der ZDF auf seinem Spartenkanal ZDF Kultur die Sendereihe “Götter wie wir” aus. In der Sendung kommentieren zwei als Frauen verkleidete Männer biblische Geschichten auf eine sarkastische Art und nennen sich Inge und Renate Gott.

Humanist News

Gläubige Christen protestieren nun gegen dieses Format und fordern die sofortige Absetzung, weil in “jeder dieser Sendungen wird der Jüdisch-Christliche Glaube von Millionen Deutscher Bürger lächerlich gemacht”. Auf dem christlichen Portal “cx Flyer” gibt es dazu eigenes eine Petition, die bereits von über 11.000 Christen (Stand 21.11.2012) unterzeichnet wurde.

Weiters beschweren sich die Herausgeber dieser Petition darüber, dass “Sie (Anm.: gemeint ist der ZDF) sich dies beim Islamischen Glauben nie erlauben würden. Im Gegenteil, diese Mitbürger bekommen sogar wöchentlich eine extra Sendung, um sich darzustellen”.

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