Saudi-Arabien: SMS bei Grenzübertritt der Gattin


Bestrafung einer Frau, Saudi-Arabien, Bild:eKUDOS.nl

Seit vorige Woche erhält die für eine Frau zuständige männliche Aufsichtsperson automatisch eine SMS, wenn diese Saudi-Arabien verlassen will. Aufgefallen war die neue Überwachungsmethode, weil ein Ehemann während der gemeinsamen Ausreise mit seiner Frau eine Kurzmitteilung von der Einwanderungsbehörde aufs Handy bekam:

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Seine Gattin versuche gerade, am Flughafen Riad das Land zu verlassen. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machte das Tracking weiblicher “Schutzbefohlener” Manal al-Sharif per Twitter. Die saudische IT-Beraterin hatte 2011 die Kampagne “Women2drive” initiiert für das Recht, in Saudi-Arabien auch als Frau Auto fahren zu dürfen.

Hinter der SMS steckt laut al-Sharif ein automatisiertes Messaging-System, das Grenzübertritte weiblicher Staatsangehöriger registriert und automatisch eine Nachricht an ihren gesetzlichen männlichen Vormund verschickt. Ohne dessen Zustimmung, in der Regel der Vater, Bruder oder der Ehemann, dürfen Frauen das Land nicht verlassen. Als Anlass für die neue Überwachungsmethode wird die Flucht einer Saudi-Araberin nach Schweden und deren behaupteter Übertritt zum Christentum vermutet.

Kritik erntete das Vorgehen der Behörden vor allem via Twitter. Der Kurznachrichtendienst hat sich als Medium zur Nachrichtenverbreitung in Diktaturen etabliert – und erfreute sich Ende 2011 eines 300-Millionen-Dollar-Investments des saudi-arabischen Milliardärs Alwaleed bin Talal. Das soll mittlerweile einem Börsenwert von 8 Milliarden Dollar entsprechen

Eine Antwort zu “Saudi-Arabien: SMS bei Grenzübertritt der Gattin

  1. Nach 2 1/2 Jahren in Saudi Arabien habe ich eine sehr gefestigte Meinung über den Islam und islamische Staaten

    Die Führungsklicke kennt und akzeptiert einzig die tumbe Masse der brüllend durch die Straßen ziehenden Idioten, die zu 75% weder lesen noch schreiben kann. Es gibt weder eine islamische Wirtschafts- noch eine Sozialpolitik, nur nicht an Problemen orientierte Fatwas und heilige Koranslogans bestimmen die Politik. Der kulturelle Unterschied ist nicht allein durch Wissenvermittlung für Ungelernte zu überbrücken, die interaktiven Normen der Gesellschaft sind teils viel wichtiger.

    Im Islam werden seit 1300 Jahren Ehen zu 66% mit in der Familie mit nahen Verwandten arrangiert, eine Degeneration aus Inzucht ist unweigerlich die Folge. Die Pharaonen, Ptolemäer, Herodier und die Herrscherclans im Mittelalter werden aus Macht- und Geldgier zu geistig behinderten Idioten. Heute verbieten islamische Fatwas sogar das Impfen gegen Krankheiten wie Masern, Keuchhusten, Kinderlähmung. Die Impfraten in den muslimischen Ländern sind von einst 90% auf unter 40% gefallen, Länder wie Nigeria sind heute Exporteure von Kinderlähmung.