Archiv der Kategorie: Christentum

Hopfen und Malz – Gott erhalt’s! Die christliche Kultur des Bieres

Bild: BR.de

Bier ist eine tragende Säule in der christlichen Kultur: In den Klöstern des Mittelalters wurde fleißig gebraut – schließlich galt für die körperlich schwer arbeitenden Mönche die Regel: ‘Flüssiges bricht das Fasten nicht!’

Bayern2

Schon in den Klöstern des Mittelalters wurde fleißig gebraut. Schließlich galt für die körperlich schwer arbeitenden Mönche die goldene Regel “Liquida non frangunt ieunum” – Flüssiges bricht das Fasten nicht.

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Martin Walser im Gotteswahn?

Martin Walser, Bild: wikimedia.org/CC-3.0/AmreiMarie

Der Schriftsteller Martin Walser (87) hat sich für einen Gottesbezug in der Präambel der künftigen Landesverfassung Schleswig-Holsteins ausgesprochen.

evangelisch.de

“Man kann das nicht entbehren”, sagte Walser am Freitagabend auf einer Veranstaltung im Landeskirchenamt der Nordkirche in Kiel. Wer den Gottesbezug nicht wolle, müsse sagen, “was da dann sonst stehen könnte”. Der Bezug auf Gott verdeutliche ein Vertrauen über die Grenzen des Menschen hinaus, betonte Walser.

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Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan

Bild: youtube

Bild: youtube

Vor der Reise von Papst Franziskus nach Albanien sind nach einem unbestätigten Medienbericht die Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan verschärft worden. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA unter Berufung auf “einschlägige Kreise” am Freitag berichtete, sei die Bewachung des Petersplatzes “verdoppelt” worden. Hinweise auf eine konkrete Terrorbedrohung gebe es jedoch nicht.

derStandard.at

Bereits zur Generalaudienz des Papstes am Mittwoch sei der Platz von der vatikanischen Polizei sowie Kräften der Sondereinheit DIGOS verstärkt überbewacht worden. Eine Bestätigung des Vatikan zu dem Bericht war am späten Freitagnachmittag nicht zu erhalten.

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Münster: Katholen wollen ihre “Gottseibeiuns-Fete” mit öffentlichen Geldern bezahlen

Bild: tilly

Bild: tilly

Seit jeher werden Kirchentage von Bund, Land und Kommune bezuschusst. Auch in Münster stößt das jetzt auf Widerstand, zum Ärger von Oberbürgermeister Markus Lewe. Doch er gilt als befangen – hat er doch zuvor im Bistum gearbeitet.

Von Michael KrögerSpON

Wenn Rainer Maria Woelki am 20. September sein Amt als Erzbischof von Köln antritt, dürfen sich die Kölner auf ein großes Fest freuen. Allein für Bier, Suppe und Würstchen auf dem Roncalli-Platz hat das Bistum 38.000 Euro eingeplant – hinzu kommen die Kosten für die Großbildleinwand, die vielen Plakate, für Ordner und für die anschließende Müllbeseitigung.

Bei anderen Großveranstaltungen sind die Glaubenshüter deutlich knausriger. Dazu gehören zum Beispiel die Kirchentage, zu denen das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) jährlich im Wechsel mit den Protestanten zusammenruft. Die Vereinigung versteht sich als Interessenvertretung der katholischen Laien, tritt also unabhängig von der Kirche auf. Entsprechend bezahlte die katholische Kirche lediglich rund die Hälfte der knapp zehn Millionen Euro, die die Katholikentage bislang kosteten. Rund ein Sechstel wird durch Eintrittsgelder und Spenden gedeckt. Den Rest müssen regelmäßig Bund, Länder und Kommunen zuschießen.

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Saudi-Arabien: Erneut Übergriff der Polizei gegen Christen

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

In Saudi-Arabien ist es wieder zu einem Übergriff der “Religionspolizei” (“Komitee zur Förderung der Tugend und zur Bekämpfung des Lasters”) gegen Christen gekommen.

kathweb

Wie die Nachrichtenagentur “Mideast Christian News” (MCN) berichtet, wurde in der Ölstadt Khafji an der Grenze zu Kuwait ein Haus umstellt, der Eigentümer – ein Inder – und 26 weitere Personen mit “Migrationshintergrund” wurden verhaftet, weil sie zu einem christlichen Gebetsgottesdienst zusammengekommen waren. Unter den Festgenommenen waren auch Frauen und Kinder. Bibeln und Musikinstrumente wurden konfisziert. Ein Nachbar hatte den Religionspolizisten den Tipp gegeben, dass es im Haus des Inders im Stadtteil Al-Aziziya christliche Gebetstreffen gebe.

Wegen der Arbeitsplätze in der Ölindustrie haben sich in Khafji viele Arbeitsmigranten aus asiatischen Ländern angesiedelt, nicht wenige von ihnen sind Christen. Sie haben keine Möglichkeit, ihren Glauben zu leben. In Saudi-Arabien besteht keine Religionsfreiheit; jeder christliche Gottesdienst (auch in Privathäusern) ist untersagt, ebenso die Einfuhr von Bibeln, Gebetbüchern, Kreuzen oder Ikonen.

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“donum vitae” warnt vor Einschnitten bei Schwangerenkonfliktberatung

Schwangere verweigert Tumortherapien, stirbt und wird dafür Heilig gesprochenVor dem Auftakt seines Bundeskongresses in Mainz hat der Schwangeren-Beratungsverein “donum vitae” vor einer Ausdünnung der Anlaufstellen für schwangere Frauen gewarnt.

evangelisch.de

Die Nachfrage nach Gesprächen in den Beratungsstellen steige noch immer an, sagte die “donum vitae”-Bundesvorsitzende Rita Waschbüsch am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zu dem Jahrestreffen der Organisation werden am Samstag rund 250 Teilnehmer erwartet. Auf der Rednerliste stehen unter anderen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der frühere Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier.

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Dröger Rückzug

Distanziert sich vom „Marsch des Lebens“: Der Berliner Bischof Markus Dröge Foto: Andreas Schoelzel

Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge hat seine Unterstützung für den „Marsch des Lebens“ zurückgezogen. Damit folgt er der Bitte seiner Kirchenleitung, die eine „inhaltliche Differenz“ zum Veranstalter sieht.

pro Medienmagazin

Mit dem „Marsch des Lebens“ protestieren die Teilnehmer gegen Abtreibung und Sterbehilfe. Zu der Demonstration am Samstag in Berlin hat der Bundesverband Lebensrecht eingeladen. Kirchenvertreter, darunter Papst Franziskus, und Politiker wie der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder unterstützen die Veranstaltung, die um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt beginnt.

Auch Dröge hatte sich im vergangenen Jahr noch beteiligt.

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Jesuit Mertes fordert neue Debatte über Sexualpädagogik

missbrauch_katholKirche müsse “Sprachlosigkeit bei Sexualität und Missbrauch” begegnen

kathweb

Eine Debatte über Ziele und Methoden der Sexualpädagogik im Schulunterricht hat der Jesuit und Schulleiter Pater Klaus Mertes gefordert. “Die Missbrauchsdebatte der vergangenen Jahre muss auch zu einem tiefgreifenden Nachdenken über unsere Sexualpädagogik führen, das ist bislang viel zu wenig geschehen”, sagte Mertes am Freitag vor Journalisten in Freiburg. So müsse Sexualpädagogik als Querschnittsthema über alle Schulfächer hinweg verstanden werden. “Und wir müssen der vielerorts vorherrschenden Sprachlosigkeit bei den Themen Sexualität und auch Missbrauch begegnen, gerade auch vor dem Hintergrund des Lärms einer über das Internet immer leichter verfügbaren Pornografie.”

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George Weigel: Rechtfertigung für Papst Benedikts Regensburger Rede

George Weigel Blog, Screenshot: BB

George Weigel Blog, Screenshot: BB

Benedikt XVI. habe in seiner Regensburger Rede zwei Schlüsselfragen angesprochen: Kann der Islam Argumente für religiöse Toleranz und für die Trennung von Politik und Religion finden? Diese Themen seien heute höchst aktuell, schreibt George Weigel.

kath.net

In seiner „Regensburger Rede“ hat Papst Benedikt XVI. zwei Schlüsselfragen angesprochen, deren Antworten den „Bürgerkrieg innerhalb des Islam“ ebenso entscheidend beeinflussen werden wie die weltweiten Bedrohungsszenarien. Das schreibt der Theologe und Papst-Biograph George Weigel auf dem Blog First Things.

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Zur Erinnerung. Am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung.

Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung.

B16

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

B16 selbst zitiert den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350-1425), der während eines Gesprächs mit islamischen Gelehrten, diese Aussagen getroffen haben soll.

Kirchenoberhaupt zweifelt an Existenz Gottes

Justin Welby, hier kurz nach seiner Inthronisation in der Kathedrale von Canterbury (Foto: Reuters)

“Gibt es einen Gott?” Nicht gerade ein Thema, mit dem ein Geistlicher öffentlich hadern sollte. Umso weniger, wenn er Erzbischof und Oberhaupt der Kirche von England ist.

Süddeutsche.de

Gerüttelt wird da an Grundfesten nicht mehr, man kommt ihnen eher mit dem Vorschlaghammer. Als würde Kanzlerin Merkel die Demokratie zu einer minderwertigen Staatsform erklären. Als würde die Queen die Sinnhaftigkeit des Fünf-Uhr-Tees in Frage stellen. Oder Flughafenchef Hartmut Mehdorn öffentlich erklären, dass der Hauptstadtflughafen BER mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu unser aller Lebzeiten seinen Betrieb nicht mehr aufnehmen wird.

Nun also hat der Erzbischof von Canterbury, immerhin das Oberhaupt der Kirche von England und das Ehrenoberhaupt der anglikanischen Kirche weltweit, ernsthafte Zweifel an der Existenz Gottes angemeldet. Aufgedrängt haben sie sich ihm offenbar in einem Moment der Kontemplation über das derzeitige Weltgeschehen. Beim Joggen mit seinem Hund.

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Alexis Tsipras: “Der Papst ist kein Linker, aber er spricht wie einer”

foto: epa / sotiris barbarousi Beten ist Alexis Tsipras' Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele

foto: epa / sotiris barbarousi
Beten ist Alexis Tsipras’ Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele

Die Europäische Linke wurde vom Papst empfangen, der Chef der griechischen Partei Syriza sucht eine Allianz mit Franziskus

Von Peter MayrderStandard.at

Um exakt 9.45 Uhr setzte sich die kleine Delegation in Bewegung. Von der Piazza del Sant’Uffizio ist es nicht weit ins Herz des Vatikans. Der geladene Gast wirkt angespannt. Es ist auch ein besonderer Termin: Zum ersten Mal trifft ein hochrangiger Vertreter der Europäischen Linken den Papst. Noch heikler ist diese Mission, weil es Alexis Tsipras, Chef der griechischen Linkspartei Syriza, ist – also der Gottseibeiuns vieler europäischer Spitzenpolitiker.

Rund zwei Stunden später gibt es einen gelöst wirkenden Tsipras. Dreißig Minuten dauerte die Privataudienz bei Franziskus. Es sei ein historisches Treffen gewesen, stellt Tsipras zufrieden fest. Das wurde auch anderen Ortes offenbar so gewertet: Denn kaum war der Termin für die Zusammenkunft publik geworden, habe es Druck aus Griechenland gegeben, hieß es aus der Delegation. “Die griechische Regierung mag nichts von dem, was ich mache. Sie mag mich nicht”, sagte Tsipras dazu im Gespräch mit dem Standard.

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ZdK-Präsident Glück: Glaube kann nicht länger Gehorsamsglaube sein

jesus_schaukelDer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat keine Angst vor einem Umbruch in der katholischen Kirche.

evangelisch.de

“Immer schon hat die Kirche Veränderungen erlebt, auch solche, die sie kräftig durchgerüttelt haben”, sagte Glück am Donnerstagabend in Köln. Für den ZdK-Präsidenten steht fest, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch in der Kirche und dessen Aufarbeitung zu einer größeren Offenheit in der katholischen Kirche beigetragen hat.

“Für die Kirche ist Glaubwürdigkeit unerlässlich, um dem Wort Gottes Gehör zu verschaffen”, sagte Glück vor rund 120 Zuhörern. Das heißt seiner Ansicht nach auch, dass der Glaube “nicht mehr länger Gehorsamsglaube” sein könne. Glaube müsse sich entwickeln aus Erfahrung zu einem Verantwortungsglauben, sagte Glück in seinem Vortrag zum Thema “Ist die Kirche nur noch eine Randerscheinung?”

Islamisten und Faschisten: „Sie teilen den Hass“

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Zu einem Tag gegen den Hass rufen die deutschen Islamverbände für Freitag, 19. September, auf. Zu spät, zu halbherzig, nicht glaubwürdig – das sagt der deutsch-ägyptische Politologe und Buchautor Hamed Abdel-Samad. Islam, Krieg und Terror – für Abdel-Samad gibt es hier einen engen Zusammenhang:

Von Tibor PeszaHNA.de

Seiner Ansicht nach ist der politische Islam genauso faschistisch wie es die Nazis waren. HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa sprach mit ihm.

Herr Abdel Samad, warum sagen Sie, dass der Islam dort, wo er politisch wird, faschistisch ist?

Hamed Abdel Samad: Weil die Parallelen mit Händen zu greifen sind. Der politische Islam wie auch der italienische Faschismus und der deutsche Nationalsozialismus sind auf den Trümmern des ersten Weltrkieges entstanden. Beide teilten das Gefühl der Erniedrigung. Aber auch den Traum von der Weltherrschaft.

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Vom Menschen zum Monstrum

Die Erbsündelehre beschränkt den Kreis der Erlösungskandidaten: Tag des Jüngsten Gerichts als Flachrelief an der Fassade des Doms von Orvieto in Umbrien. Foto: imago

Der Philosoph Peter Sloterdijk über den zerborstenen Generationenvertrag, die Erbsünde sowie den Unterschied zwischen einer naiven und sentimentalen Moral.

Interview Michael HesseFrankfurter Rundschau

Herr Sloterdijk, Sie bezeichnen die Menschen der Moderne in Ihrem Buchtitel als „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“. Hinter dem Gedanken der „schrecklichen Kinder“ steckt die Figur der Abtrünnigkeit, das Losreißen von den Eltern. Was hat dieser Bruch mit der Tradition bewirkt?
Ich beschreibe die Moderne als ein umfassendes anti-genealogisches Experiment. Dieses gründet in dem Umstand, dass es keine kulturellen Automatismus mehr gibt, der auf gesicherte Weise von Großeltern zu Kindern zu Enkeln führt. Vielmehr könnte in jedem genealogischen Intervall die ganze Kette reißen. Für die Moderne ist typisch, dass sich das Intervall zwischen Eltern und Kindern bei jeder Wiederholung etwas weiter aufspreizt.

Eltern und Kinder werden einander immer unähnlicher?
Unvermeidlich, auch weil die Lebenswelten sich so rasch verändern. Die Moderne lässt keinen anderen Befund zu. Die herkömmliche Orientierung am Wissen der Alten geht fast völlig verloren, das Alter verliert seine Autorität. Damit beginnt das Zeitalter der immer unähnlicheren Kinder. Manchmal hat man den Eindruck, in einem einzigen generation gap könnte die Welt untergehen. Man staunt, dass die Welt trotz allem noch da ist.

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Diakonie und ver.di unterzeichnen Tarifvertrag für Niedersachsen

Bild: tilly

Bild: tilly

Erstmals wollen die Gewerkschaft ver.di und die Arbeitgeber der evangelischen Diakonie in Niedersachsen am heutigen Freitag einen Tarifvertrag für ein ganzes Bundesland unterzeichnen.

evangelisch.de

Beide Seiten sprachen von einem Durchbruch für rund 37.000 Beschäftigte. Der Vertrag könnte bundesweite Signalwirkung haben, weil die Gehälter in der Diakonie bisher meist in Kommissionen ohne unmittelbare Beteiligung der Gewerkschaften ausgehandelt werden.

Nach jahrelangem erbitterten Streit bis zum Bundesarbeitsgericht hatten sich Diakonie und ver.di in Niedersachsen vor mehr als einem Jahr auf Gespräche geeinigt. Im vergangenen März unterzeichneten sie eine Vereinbarung für eine Sozialpartnerschaft.

Zentralrat der Muslime verurteilt Extremismus

Aiman_MazyekAm Freitag finden bundesweit Veranstaltungen gegen Rassismus und Extremismus statt. Anlass sind antisemitische Übergriffe und islamistische Aktionen – beides hat der Zentralrat der Muslime verurteilt.

stern.de

Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages am Freitag hat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, Hass gegen Juden und Terror im Namen des Islam verurteilt. “Wir wollen nicht schweigen, wenn hierzulande aus Rassismus Brandanschläge auf Moscheen und Synagogen verübt werden”, sagte Mazyek der “Bild”-Zeitung.

Man dürfe auch nicht schweigen, “wenn Menschen den muslimischen Glauben missbrauchen, um Unrecht zu begehen. Das sind in Wahrheit Terroristen und Mörder, die den Islam in den Dreck ziehen und den Menschen – auch ihren eigenen Glaubensbrüdern – Hass und Leid bringen, in Syrien, im Irak und an anderen Orten.”

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Wie „Jugend-TV.net” die Schwächen von YouTube entlarvt

Bild. Getty

Das Konzept von YouTube ist so einfach wie problematisch. Die Plattform bietet Video-Unterhaltung zu allen erdenklichen Themen. Nutzer können nicht nur konsumieren, sondern auch aktiv Inhalte beisteuern. Jederzeit, anonym, kaum kontrolliert. Ein soziales Mitmachmedium in einer Spaßgesellschaft. Das möchten jedenfalls viele Menschen glauben.

Von Marcel BohnensteffenThe Huffington Post

Doch bei YouTube ist eben längst nicht alles Spaß. Täglich werden Millionen Beiträge mit pornografischem, gewaltverherrlichendem Material oder feindlichen Parolen hochgeladen. Die schier grenzenlose Offenheit des Systems, die sich aus der Breite der Meinungsfreiheit ergibt, ist höchst anfällig für Missbrauch.

Der Anbieter ist gar nicht imstande, sämtliche seiner Inhalte zu prüfen, so schnell verbreiten sie sich im Netz. Eine Gruppe, die sich diese Schwäche zunutze macht, ist eine Sekte aus der Schweiz. Nach allem, was man weiß, steht eine Gruppe um den radikalen Prediger Ivo Sasek hinter dem Sender „Jugend-TV.net”.

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EKD-Ratsvorsitzender: Assistenz beim Suizid muss erlaubt sein

sterbenNach Ansicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, darf Hilfe beim Suizid bei der Begleitung Sterbender aus dem engsten Beziehungskreis nicht verboten werden.

evangelisch.de

Man müsse respektieren, “dass Menschen eine Begleitung anbieten, die über die Normen hinausgeht”, sagte Schneider am Donnerstagabend in der ARD-Sendung “Beckmann”. “Die Assistenz beim Suizid, das ist nötig”, ergänzte er. Etwas anderes sei die Tötung auf Verlangen, betonte der Theologe: “Da ist eine Grenze überschritten. Das darf nicht sein.”

Im Bundestag wird derzeit diskutiert, organisierte Formen der Suizidbeihilfe zu verbieten. Damit soll die Arbeit umstrittener Sterbehilfevereine unterbunden werden. Die Assistenz bei der Selbsttötung, etwa durch Überlassung tödlicher Medikamente, ist in Deutschland grundsätzlich nicht verboten. “Das halte ich auch für ganz wichtig”, betonte Schneider. “Wenn Menschen solch eine Entscheidung für sich fällen, dürfen wir sie nicht aus der Gemeinschaft ausstoßen, sondern dann müssen wir wirklich an ihrer Seite sein”, sagte er.

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Pat Robertson loses it after Air Force nixes ‘God’ oath for atheists: ‘How can they fly?

CBN’s Pat Robertson (screen grab)

TV preacher Pat Robertson lashed out at a “Jewish radical” on Thursday who he said was responsible for God being removed from the Air Force oath.

By David EdwardsRaw Story

The Air Force announced on Thursday that the words “so help me God” were an optional part of the oath after an atheist airman crossed out the words on his reenlistment paperwork. Military officials had initially refused to accept the paperwork, but Department of Defense General Counsel eventually ruled that the words could be omitted.

Although the American Humanist Association had represented the airman, Robertson on Thursday blamed Military Religious Freedom Foundation President Mikey Weinstein for the movement against religion in the armed services.

“There’s a left-wing radical named Mikey Weinstein who has got a group about people against religion or whatever he calls it, and he has just terrorized the armed forces,” Robertson opined. “You think you’re supposed to be tough, you’re supposed to defend us, and you got one little Jewish radical who is scaring the pants off of you.”

“You want these guys flying the airplanes to defend us when you got one little guy terrorizing them?” he asked. “That’s what it amounts to.”

“You know, we swear oaths. And ‘so help me God,’ well, what does it mean? It means with God’s help, and you don’t have to say you believe in God. You just say, ‘I want some help besides myself [with] the oath I’m taking.’”

The televangelist concluded that the entire situation was “crazy.”

“What is wrong with the Air Force? How can they fly the bombers to defend us if they cave to one little guy?”

Schwule Priester, die strippen: Ein Video provoziert die katholische Kirche

In der katholischen Kirche gibt es viele Sünden und Verbote. Scheidung. Selbstmord. Selbstbefriedigung. Blasphemie. Homosexualität. Dieses neue Protestvideo dürfte deshalb Geistliche und streng Gläubige schockieren: Es zeigt einen Priester, der strippt.

The Huffington Post

Der Clip wirbt für den Orthodox Calender, ein Wandkalender mit homoerotischen Bildern. Die Macher wollen auf den Schwulenhass in der orthodoxen Kirche Osteuropas aufmerksam machen. Und auf die Scheinheiligkeit der Geistlichen, die in der Abgeschiedenheit des Priesterseminars ein ausschweifenden Sexleben haben sollen.

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