Archiv der Kategorie: Christentum

Das Leben ist der Güter höchstes nicht

John Wayne, The Shootist, 1976

John Wayne, The Shootist, 1976

Eine zornige Untersuchung: Was wirklich hinter dem Widerstand gegen die Sterbehilfe steckt. Haltet euch aus unserem Leben heraus, ihr Lebensschützer!

Von Wolfgang BroscheThe European

Der kühne Freitod von Udo Reiter erinnerte mich in seiner lakonischen Konsequenz an einen berühmten Film, den Schwanengesang eines Stars und eines Genres.

Don Siegels „The Shootist“ ist sicher nicht der größte aller Western, aber der erschütterndste. John Wayne, die reaktionäre, raue und zärtliche alte Kanaille, trat mit diesem Film von der Leinwand ab. Er hätte es besser nicht tun können als in der Rolle eines alten Gunman, der seit Wochen von Unterleibsschmerzen geplagt wird. Der Arzt, den er aufsucht, kann ihm nur hilflos die Diagnose Krebs mitteilen und drückt ihm dann ein Fläschchen Laudanum in die Hand. „Hätte ich“, raunt der Arzt, „Ihren Mut, dann wüsste ich, was ich täte, um den mörderischen Schmerzen und dem Verrecken zu entgehen!“

Schnell spricht sich herum, dass der einst gefürchtete Shootist ein todkranker Mann ist. Die Geier warten schon: jüngere Gunmen versammeln sich in der Stadt und warten auf ihre Chance. Wayne schaut sich ein paar Tage in der herbstlichen Stadt um, macht eine letzte Bekanntschaft mit einer stolzen und klugen Witwe, hilft ihr, ihren Sohn wie ein Vater auf den richtigen Lebensweg zu bringen, trinkt die letzten Schlucke Laudanum, die schließlich nicht mehr helfen und bestellt die lauernden Aasgeier in den Saloon.

Es sei sein Geburtstag, sagt er dem Barkeeper, der ihm den letzten Whisky einschenkt, den wolle er feiern. Und er feiert ihn auf seine Art, erledigt die schießwütigen Rotzlöffel, die seine Nachfolge antreten wollen, nebenbei noch ein paar tolldreiste Gangster und wird selbst tödlich getroffen. Noch einmal hat er als Towntamer die Stadt gerettet und ist dabei auf seine Weise gegangen. Das war sein Tod, der Tod als Gunman, der seine Zeit gehabt hat!

John Wayne selbst hatte nicht das Glück, so zu sterben wie in diesem Film. Einmal schon, in den 60ern, hatte er den Krebs besiegt. Ein Jahr nach „The Shootist“ kam er zurück, der Krebs. Man behandelte den Duke zu Tode, schnitt hier und da was weg und der große starke Mann verreckte zwischen Amputationen und Morphium. „Feo, fuerte y formal“ steht auf Waynes Grabstein – er war stolz, er war stark, er hatte Würde … bei all dem Reaktionären, das seine Filme auch hatten, immer ging es in ihnen um die Würde des Individuums. Darum sei ihm dieses Epitaph gegönnt.

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Kretschmann verteidigt kirchliches Arbeitsrecht

kretschmann150Der baden-württembergische Ministerpräsident hält es für in Ordnung, dass die Kirchen Menschen anderer Religion nicht als Arbeitnehmer beschäftigen müssen. Die Muslime im Land sollten sich seiner Meinung nach ähnlich organisieren wie die Christen.

evangelisch.de

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verteidigt das kirchliche Arbeitsrecht. Auch dass die Kirchen beispielsweise Menschen anderer Religion nicht anstellen müssen, gehe in Ordnung, schreibt Kretschmann in dem von ihm mit herausgegebenen Buch “Wie viel Religion verträgt der Staat?” “Auch die grüne Fraktion würde jemanden entlassen, wenn sie feststellen sollte, dass er bei einer anderen Partei ist”, betonte der Politiker.

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China: Christen sind die Guten, alles andere Scheiße

Mit Christen in China beschäftigt sich das neue Buch von Liao Yiwu “Gott ist rot” Foto: S. Fischer Verlag

Christen in China haben es nicht leicht. Nach wie vor gehören sie zur größten verfolgten Minderheit im Land. Der Autor Liao Yiwu geht in seinem Buch „Gott ist rot“ auf Spurensuche und lässt die Christen vor Ort zu Wort kommen.

Von Johannes Weilpro Medienmagazin

Autor Liao Yiwu hat für sein Buch Christen getroffen, die beschreiben, wie schwer es ist, ihren Glauben in China zu leben. Die einzige Hoffnung, an die sie sich klammern, ist dabei Gott. Vor allem unter dem Diktator Mao Zedong kam der Atheismus auf und die feste Ordnung der Gemeinden wurde zerstört. Vor 1982 hatten wenige Christen gewagt, sich öffentlich zu Gott zu bekennen. Zusammenkünfte von Christen wurden von anderen Menschen angezeigt. Das sei heute zum Glück besser geworden.

Geschichten der Hoffnung

Trotz allem sind es Geschichten der Hoffnung, die Yiwu gesammelt hat. Der Autor saß für seine regimekritischen Geschichten selbst vier Jahre in Haft und wurde schwer misshandelt. Heute lebt der mit mehreren Auszeichnungen und Preisen dekorierte gebürtige Chinese in Berlin.

Es ist vor allem ein Buch von Menschen, die durch den Staat vin ihrem Denken beeinflusst und von klein auf „roter Gehirnwäsche“ unterzogen wurden. Von daher bietet das Buch einen Einblick in das chinesische Denken und macht das Handeln der Christen dort nachvollziehbarer.

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Dodo Thierse predigt in Gedächtniskirche

thierse_zdf“Reformation und Politik” lautet das Thema des Gottesdienstes, über das Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a.D., diesen Sonntag in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche predigt.

Berlin Online

Seit der Reformation sind Christen nach und nach vorsichtiger, auch selbstkritischer geworden in der Bestimmung des Verhältnisses von Religion und Politik.

“Die Unterscheidung zwischen beiden ist von großer Aktualität angesichts der missbräuchlichen Inanspruchnahme von Religion zur Begründung von politischer Macht und gar von Gewalt”, macht Thierse im Vorfeld deutlich. Trotzdem kann Religion keine reine Privatsache sein, sie hat unweigerlich auch eine soziale und politische Dimension. “Sie ist für das ethische Fundament gelingender Demokratie unersetzlich, gerade auch deshalb, weil sie auf die Grenzen von Politik verweist, Totalitätsansprüchen widerspricht”, betont Thierse.

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Christentum: Glaube ist Urvertrauen—Bullshistic

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Ich habe lange einen Weg gesucht, Glaube und Vernunft zu verbinden. Nach einer Rundreise durch verschiedene Religionen und Philosophien habe ich ihn gefunden.

Von Thomas JakobZEIT ONLINE

Glauben ist für mich so etwas wie ein kultiviertes Urvertrauen. So wie ein Baby Urvertrauen zu seiner Mutter hat, weil es sich bewährt hat, weil es den Charakter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung hat, weil es seine beste Chance ist. Das gilt selbst dann, wenn dieses Vertrauen nicht in jedem Einzelfall berechtigt ist.

Es gibt Menschen, die ein solches Urvertrauen von Natur aus haben. Auch Atheisten und Agnostiker sehe ich darunter. Solche Naturtalente brauchen keinen ausformulierten Glauben, aber alle anderen fahren besser mit einer soliden und reifen Religion.

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Italienische Pfarrer auf Abwegen: Bunga-Bunga in Albenga

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Der eine baggert Ehefrauen an, der andere posiert nackt im Internet: Im norditalienischen Bistum Albenga-Imperia scheinen einige Pfarrer auf Abwegen. Nun will der Papst einen Helfer in die sündige Diözese schicken.

Von Hans-Jürgen SchlampSpON

Albenga ist eine kleine Stadt an der Küste Liguriens im Nordwesten Italiens. Rund 23.000 Menschen leben dort, es gibt eine Kathedrale mit Grundmauern aus dem 11. Jahrhundert und einen Bischof, der seit einem Vierteljahrhundert die Messen liest – gerne in lateinischer Sprache. Bischof Mario Oliveri heißt der Geistliche, und derzeit hat er andere Sorgen als seine Messe und außerdem ungewohnte Gesprächspartner: Staatsanwälte und aufgeschreckte Emissäre aus Rom.

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Diözese Rottenburg: Bürger stört sich an christlichem Wanderweg

Martinusweg-Schild

Martinusweg-Schild

Petitionsausschuss des Baden-Württemberger Landtags muss klären, ob Beschilderung christlich orientierter Wanderwege gesetzeskonform ist – Es handelt sich um Schilder des 1.200 Kilometer langen Martinusweges der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

kath.net

Der Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg wird an diesem Freitag klären, ob die Beschilderung christlich orientierter Wanderwege gesetzeskonform ist. Das berichtete die „Schwäbische Allgemeine Zeitung“ anhand eines Berichtes der „Stuttgarter Nachrichten“. Dies wurde durch einen Bürger veranlasst, der sich an den religiösen Wanderzeichen stört.

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Jeder dritte US-Amerikaner beim FBI aktenkundig

usaTaktik der Polizei und Null-Toleranz-Politik haben in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt.

Von Rainer SommerTELEPOLIS

Wie das Wall Steet Journal berichtet (auch hier zu lesen) liegt mittlerweile beim FBI über annähernd jeden dritten US-Amerikaner eine Akte auf.

Over the past 20 years, prompted by changing police tactics and a zero-tolerance attitude toward small crimes, authorities have made more than a quarter of a billion arrests, the Federal Bureau of Investigation estimates. Nearly one out of every three American adults are on file in the FBI’s master criminal database.” (WSJ)

Verantwortlich sei die geänderte Taktik der Polizei und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber geringfügigen Vergehen, die laut FBI in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt habe. So würden Aktionen, die vor 20 Jahren allenfalls mit Nachsitzen bestraft worden wären – wie zu viel Make-up oder eine freche Antwort an die Lehrer – heute zusehends im Polizeigewahrsam enden. 2012 wurden rund 260.000 Schüler der Polizei übergeben.

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Vergottete Politiker verkaufen den säkularen Staat

Bild: tilly

Bild: tilly

Politiker von Union, SPD und Grünen im Bundestag haben die bewilligten Ausgaben für das Reformationsjubiläum verteidigt.

evangelisch.de

Der Reformator Martin Luther (1483-1546) sei bei all seiner Widersprüchlichkeit eine wichtige Figur der deutschen Geschichte, sagte der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) am Donnerstag in Berlin bei einem Symposium zum 500. Reformationsjubiläum 2017. Die von der Bundesregierung bereitgestellten rund 42 Millionen Euro für Projekte zu dem Ereignis seien lediglich “ein Zehntel einer Autobahn-Auffahrt”, erklärte CSU-Parteivize Peter Gauweiler. Vielmehr müsse es Kritik daran geben, dass vom Bund nicht mehr Geld fließe.

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Vatikan verlangt von Piusbruderschaft keine Kapitulation

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Kommission “Ecclesia Dei”-Sekretär Pozzo: Es gebe „keinen Zweifel“, dass die Lehren des Zweiten Vatikanums unterschiedliche Verbindlichkeit hätten, je nach Art des Dokuments. Piusbruderschaft könnte bei Rückkehr mit Personalprälatur rechnen.

kath.net

Guido Pozzo, der Sekretär der Päpstlichen Kommission ‚Ecclesia Dei’, hat in einem Interview mit der französischen Zeitschrift ‚Famille Chrétienne’ mitgeteilt, dass der Vatikan von umstrittenen Piusbruderschaft Pius X. keine Kapitulation verlangen werde. Dies berichtet “Radio Vatikan”. “Der Heilige Stuhl lädt die Piusbruderschaft ein, an seine Seite zu treten in den Rahmen der Lehrfragen, soweit diese für eine dauerhafte Anhänglichkeit an den Glauben sowie an das katholische Lehramt und die Tradition unerlässlich sind.“, teilt Pozzo dann mit. Derzeit gibt es offensichtlich weiterhin Gespräche mit der Piusbruderschaft. Der Sekretär der Päpstlichen Kommission betont dann: “Die Vorbehalte der Piusbruderschaft gegenüber einigen Aspekten und Formulierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und gegenüber einigen daraufhin durchgeführten Reformen, die nicht unverhandelbare Dogmatik- und Lehrfragen betreffen, könnten gleichzeitig untersucht und vertieft werden.“

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Oben-ohne-Protest im Kölner Dom kommt vor Gericht

femen_kölnDas Amtsgericht Köln hat das Hauptverfahren gegen die inzwischen 21-Jährige eröffnet – Die Staatsanwaltschaft Köln hatte im Sommer gegen die in Hamburg lebende Frau Anklage wegen Störung der Religionsausübung erhoben

kath.net

Wegen ihres Oben-ohne-Protests beim Weihnachtsgottesdienst im Kölner Dom muss sich eine Femen-Aktivistin nun vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht Köln hat das Hauptverfahren gegen die inzwischen 21-Jährige eröffnet, wie Gerichtssprecher Marcus Strunk am Donnerstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Köln mitteilte. Die Hauptverhandlung sei auf den 3. Dezember terminiert. Bislang sei nur dieser eine Verhandlungstag angesetzt; Zeugen seien nicht geladen. Die Staatsanwaltschaft Köln hatte im Sommer gegen die in Hamburg lebende Frau Anklage wegen Störung der Religionsausübung erhoben.

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An der Sexualität retardieren die Bibel-Frommen

Handschellen mit Plüschfütterung Foto: Joe Wolf, flickr | CC-BY-SA 1.0

Ein Schulbuch für Sexualerziehung vermischt bei manchen Aufgaben religiöse Gegenstände wie Bibel und Kruzifix mit Dildos und Handschellen. Dieser Mix von Religion und Sex ist ein bewusster Teil der „Gender-Ideologie“, erklärt ein Experte.

pro Medienmagazin

Eheringe, Handschellen, Vibrator, Lederpeitschen, Herren-Tanga, Kopftuch, Kreuz und Bibel, Teddybär und weiteres Sexspielzeug. Aus diesen Gegenständen sollen Jugendliche um das 14. Lebensjahr Dinge auswählen, die für sie unbedingt zur Sexualität dazugehören. Auf die Frage, was nach dem Ende einer Beziehung gegen den Trennungsschmerz helfen könne, sollen die Jugendlichen unter anderem zwischen Schokolade, einem Gebetskreuz und einem Dildo wählen.

„Die Kombination aus religiösen Utensilien und Sexspielzeug entspringt dem Denkmuster des Gender Mainstreaming“, erklärt dazu der Jugendforscher Martin Voigt am Donnerstag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er zitiert aus einem Buch der Journalistin Dale O’Leary, die 1995 auf der UNO-Weltfrauenkonferenz beobachtete, wie das Konzept des Gender Mainstreaming verabschiedet wurde.

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Prominente Prostitution des Glaubens

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Presseerklärung EKD

Bereits zum dritten Mal erscheint zum Reformationstag am 31. Oktober 2014 ein „chrismon spezial“. Zwischen dem 25. und 31. Oktober 2014 liegt das 32-seitige Magazin in einer Auflage von 6,7 Millionen Exemplaren bundesweit über 50 Tages- und Wochenzeitungen bei. Zu Wort kommen neben der Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur. Ergänzt wird das Heft, das im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erscheint, durch die Aktion: „Kennt doch jeder! Mein protestantisches Handgepäck“.

„Martin Luther hatte eine klare Botschaft ‚Mischt euch ein!‘“ (Frank-Walter Steinmeier), „Mit Gott kannst du nicht handeln“ (Uschi Glas), „Mit der Familie Gottesdienste zu besuchen gibt mir Ruhe und Frieden“ (Gundula Gause). Dies sind nur drei Zitate von prominenten Protestanten, die im aktuellen chrismon spezial erzählen, was ihnen das Evangelischsein bedeutet. Die chrismon-Redaktion fragte Menschen aus dem öffentlichen Leben nach ihrem Glauben. Herausgekommen sind persönliche, überraschende und manchmal auch bewegende Geschichten.

Und wenn uns selbst die Worte fehlen? Wie gut wäre es, im Leben ein kleines Handgepäck mit Texten zu haben, die wir mit in unser Leben nehmen können. Und welche sind das? Das Vaterunser? Die Zehn Gebote? Geh aus, mein Herz? Die chrismon-Redaktion macht im chrismon spezial Vorschläge und ruft Leserinnen und Leser auf, „ihre“ Texte einzusenden, die ein Protestant schon einmal gelesen oder gar auswendig gelernt haben könnte.

„Nicht jedem sind heute Glaube und Kirche in die Wiege gelegt“, so der Präsident des Kirchenamtes der EKD, Hans Ulrich Anke. „Über die Bekenntnisse der Prominenten und die Bandbreite der christlichen Kerntexte und Lieder wird im aktuellen chrismon spezial jedoch eindrucksvoll sichtbar, wie tief der christliche Glaube in unserer Gesellschaft verankert ist – und was dem geschenkt wird, der sich darauf einlässt.“

Ursula Ott, chrismon-Chefredakteurin: „Von wegen die Deutschen sprechen ungern über ihren Glauben. Stimmt nicht! Sie sprechen gern, sie sprechen ehrlich – und man möchte gerne dazugehören.“

Das evangelische Magazin chrismon erscheint in seinen regulären Ausgaben mit einer Auflage von 1,6 Mio. Exemplaren, die den wichtigsten deutschen Tages- und Wochenzeitungen (u. a. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Die Zeit) monatlich beiliegen. Verlegt wird chrismon vom Hansischen Druck- und Verlagshaus (HDV), einer 100-prozentigen Tochter des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP). Die zentrale Medieneinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) trägt unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd), die Rundfunkarbeit der EKD und das Onlineportal evangelisch.de.

Hannover, den 23. Oktober 2014

Pressestelle der EKD

Leipzig: Wieviel Religion braucht ein Gemeinwesen?

Bild: gbs Hochschulgruppe Jena

Bild: gbs Hochschulgruppe Jena

In Leipzig müssen sich die Veranstalter des Katholikentags für öffentliche Zuschüsse rechtfertigen. Pfarrer Giele erlebt die Debatte aber nicht als christenfeindlich. Er ist im Bistum verantwortlich für den Katholikentag.

domradio.de

domradio.de: “Seht, da ist der Mensch” – so heißt das Motto des 100. Katholikentags in Leipzig. Ist das auch ein Motto, das bewusst alle Nicht-Christen in Leipzig miteinbeziehen will?

Pfarrer Gregor Giele (Verantwortlich im Bistum Dresden-Meißen für den Katholikentag): Das hoffen wir zumindest. Für alle Bibelkundigen ist zunächst einmal klar, dass es eine Aussage von Pilatus aus der Passionsgeschichte ist (Joh 19,5). Es wird also zunächst einmal ein Fokus auf den leidenden Menschen, auf den Menschen am Rand gelegt. Ganz im Sinne unseres jetzigen Papstes Franziskus zu den Menschen am Rand zu gehen.

“Sieh, da ist der Mensch” ist auch die Einladung ganz unvoreingenommen, auf jeden Menschen zu zu gehen – ob arm, ob reich, ob glaubend, ob nichtglaubend. Also ein sehr offener Ansatz, der hoffentlich auch den Leipziger Bürger mit anspricht.

Für mich persönlich ist noch ein ganz anderer Aspekt: Es ist auch eine Hilfe an uns katholische Christen, die wir uns da versammeln, mal selbst zu fragen, sind wir bei den Menschen? Kirche hat ja oft in der öffentlichen Wahrnehmung den Eindruck erweckt, dass wir uns von der Wirklichkeit des modernen Menschen etwas entfernt haben. Da mal eine Positionsüberprüfung vorzunehmen, zu sagen, sind wirklich beim Menschen von heute.

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Merkel: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDeutschland sollte die Chancen der Zuwanderung nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel stärker nutzen. Das Land habe die Möglichkeit, „ein tolles Integrationsland“ zu sein, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz ihrer Partei zum Thema Zuwanderung. Migration müsse als Chance verstanden werden.

WESTFALENPOST

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den rund vier Millionen Muslimen in Deutschland den Rücken gestärkt und für mehr Offenheit gegenüber Zuwanderern geworben: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“, so wie es der frühere Bundespräsident Christian Wulff gesagt habe, erklärte Merkel in Berlin. „Ein Angriff auf eine Moschee ist ein Angriff auf unsere Grundwerte.“

Die Kanzlerin nannte es ein wichtiges Signal, dass sich die muslimischen Verbände in Deutschland in einem Aufruf gegen Hass und Gewalt gestellt hätten. Erst vor sechs Tagen hatte ein Islamist aus NRW per Video der Kanzlerin gedroht. Dass eine Religion missbraucht werde, gebe es überall, sagte Merkel.

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Rituelle Beschneidung: An vorderster Stelle

Beschneidung jüdisch: Szerne aus dem amerikanischen Serie »Bubala please« © JMB

Das Jüdische Museum beleuchtet in »Haut ab« Haltungen zur rituellen Beschneidung in Judentum, Islam und Christentum.

Von Michael WuligerJüdische Allgemeine

Als ob das Land keine anderen Probleme hätte, steigerte sich Deutschland vor zwei Jahren in einen Akt kollektiver Erregung hinein. In Politik, Medien und Internetforen wurde heftig über die rechtliche und moralische Zulässigkeit der rituellen Beschneidung von jüdischen und muslimischen Jungen gestritten – oft mit explizit antisemitischer Tendenz, obwohl Beschneidungen hierzulande, rein von der Zahl der Betroffenen her, eigentlich eine primär islamische Angelegenheit sind.

Die neue Ausstellung Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung, die diese Woche im Jüdischen Museum Berlin eröffnet, will diese Debatte nicht fortführen, schreibt Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Hauses, in ihrem Geleitwort zum Katalog der Schau. Man wolle stattdessen »dem Thema … Tiefe geben« und einen Beitrag zu der Frage leisten, »wie kulturelle Differenzen wahrgenommen und von der säkularen Gesellschaft bewältigt werden«.

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So erbittert streitet Baden-Württemberg über Lehrplan zur sexuellen Vielfalt

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410Seit Monaten erregen Pläne der grün-roten Landesregierung die Gemüter, in Baden-Württemberg sexuelle Vielfalt auf den Lehrplan zu schreiben. Der Vorsitzende des dortigen Philologenverbands warnte vor einer “Pornografisierung” des Unterrichts. Der zuständige Bildungsminister wehrt sich.

Nach seiner Kritik an einer angeblichen Pornografisierung des Schulunterrichts gerät der Landeschef des Philologenverbandes, Bernd Saur, unter Druck. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) warf Saur am Dienstag in einem offenen Brief unverantwortlichen und unfairen Umgang mit dem Thema Akzeptanz sexueller Vielfalt vor. “Mit ihrem Kommentar tragen Sie wesentlich zu einer Verschärfung des öffentlichen Diskurses bei”, schreibt Stoch, der auch oberster Dienstherr des Ulmer Gymnasiallehrers ist.

Minister gibt sich empört

Saur hatte im “Focus” unter der Überschrift “Schamlos im Klassenzimmer” davor gewarnt, Kinder “nicht vertretbaren Übergriffen durch entfesselte, öffentlich komplett enttabuisierte Sexualpädagogen” auszusetzen. Stoch schrieb, er sei empört über Art und Weise der Kritik.

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Religion und Gewalt: Hollywood näher als dem Propheten

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Indem man Tätern wie den IS-Anhängern ihre Behauptung, sie handelten aus religiösen Motiven, abnimmt, sitzt man willig ihrer Selbstinszenierung auf, so Rainer Kampling. Dem müsse vielmehr vehement widersprochen werden.

Von Rainer KamplingDeutschlandradio Kultur

Spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat sich die Wahrnehmung der Religion tiefgreifend verändert. In der westlichen Welt wurde sie kaum noch als Beweggrund politischer Aktion in Betracht gezogen, vielmehr oftmals als anachronistisches Element der vormodernen Zeit angesehen, das sich im Prozess weltweiter Säkularisierung gleichsam verflüchtigen würde.

Die Bilder des brennenden World Trade Center in New York wurden so auch zu Ikonen einer Zeitenwende: Gewalttätige Akteure im Namen Gottes betraten die Bühne der Politik und erschütterten die gewohnte Ordnung und die bekannten Denkmuster.

Anders als bei sogenannten religiösen Konflikten wie etwa in Nordirland oder Sri Lanka ging es hier nicht um lokale Konflikte, sondern um eine Symbolhandlung gegen das, was für die Täter der Westen war. Ohne jede Achtung vor anderer und eigenem Leben erwiesen sie sich als das, was sie wohl waren: Menschen verachtend.

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Dodo Meisner: Bischofssynode hat Johannes Paul II. ausgeschlossen!

meisner_400qEmeritierter Erzbischof übt Kritik an Organisatoren der Bischofssynode: “Der heilige Papst Johannes Paul II. wurde unbegreiflicherweise gleichsam von den Vorbereitungsgremien der Synode ausgeschlossen. Wie soll man sich das erklären?”

kath.net

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat in einem Kommentar in der “Tagespost” Kritik an der außerordentlichen Bischofssynode in Rom geübt, da bei der Synode keine Vertreter des in Rom existierenden kirchlichen Instituts “Heiliger Johannes Paul II.” dabei sein durften. Dies wirke wie ein Ausschluss des heiligen Papstes von der stattgefundenen Synode. Viele Bischöfe haben aber trotzdem die vom heiligen Papst Johannes Paul II. “theologischen Grunddaten über Ehe und Familie” in der Synode zur Sprache gebracht. “Die Kontinuität in der Lehrverkündigung war und ist immer die Garantie und die Solidität unseres Glaubens”, stellte Meisner fest.

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Gericht entzieht “Zwölf Stämme”-Eltern Sorgerecht

zwoelf_staemme_klosterzimmernDie Eltern von sechs Kindern der umstrittenen Sekte “Zwölf Stämme” verlieren ihr Sorgerecht.

evangelisch.de

Bei einem weiteren Kind im Alter von eineinhalb Jahren konnte hingegen eine Gefährdung des Kindeswohls nicht nachgewiesen werden, wie das Ansbacher Familiengericht am Mittwoch weiter mitteilte. Dieses Kind befindet sich bereits seit Dezember 2013 wieder in der Obhut seiner Eltern.

Die Richter hatten den Eltern im September 2013 vorläufig das Sorgerecht entzogen. Hintergrund sind Gewaltvorwürfe. Die Eltern sollen ihre Kinder aus religiösen Gründen “gezüchtigt” haben. Bei einem Polizeieinsatz waren in Wörnitz im Kreis Ansbach sowie am deutschen Hauptsitz der Sekte in Hinterzimmern im Kreis Donau-Ries 40 Kinder in Gewahrsam genommen worden.

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