Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Brustkrebs: Licht behindert Therapie

Brustkrebs-Schleife

Brustkrebs-Schleife

Viele Brustkrebsbehandlungen scheitern, weil die Tumorzellen gegen den Wirkstoff resistent werden. Diese Reaktion könnte einen überraschenden Auslöser haben.

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Etwa bei der Hälfte aller Brustkrebspatientinnen, die mit dem Wirkstoff Tamoxifen behandelt werden, entwickelt der Tumor Resistenzen gegen das Mittel: Der Behandlungserfolg wird dadurch erschwert. Steven Hill von der Tulane University und seine Kollegen hegen nun einen überraschenden Verdacht, was diese Resistenzen zumindest teilweise auslösen könnte: nächtliches Licht am Krankenbett. Dieses hemme die körpereigene Produktion des Hormons Melatonin und sorge so dafür, dass die Krebszellen sich unvermindert teilen und widerstandsfähig werden können, so die Mediziner: Sie hatten Menschliche Brustkrebszellen in Ratten implantiert und die Tiere dann wechselnden Lichtverhältnissen ausgesetzt.

weiterlesen

Gefälschtes Show-Ranking: ZDF-Kontrolleure fordern schärfstes Schwert

Die Manipulation des Rankings der ZDF-Sendung “Deutschlands Beste!” soll vom Fernsehrat gerügt werden
Foto: ZDF/Max Kohr

Die Manipulation zweier ZDF-Shows hat voraussichtlich weitere Konsequenzen. Der Fernsehrat soll nach Vorschlag des Fachausschusses eine Missbilligung aussprechen, was in 51 Jahren ZDF-Geschichte extrem selten vorkam. Auch neue Regeln für Umfragen sind geplant.

pro Medienmagazin

Der Skandal bei den ZDF-Shows „Deutschlands Beste!“ wird von den internen Kontrolleuren voraussichtlich so scharf gerügt wie selten in der Sendergeschichte. „Der Programmausschuss empfiehlt dem Fernsehrat, die beiden Shows zu missbilligen, weil gegen Programmrichtlinien verstoßen wurde“, sagte die Ausschusschefin Christine Bergmann am Freitag nach einer Sitzung in Berlin.

ZDF-Redakteure hatten bei dem Show-Zweiteiler vom 2. und 3. Juli laut Sender ein Umfrage-Ranking gefälscht und eingeladene Gäste hochgestuft. Unterhaltungschef Oliver Fuchs war zurückgetreten, zwei Redakteurinnen wurden abgemahnt. „Das ZDF hat mit seinen internen Untersuchungen und den bereits gezogenen Konsequenzen selbst einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Aufarbeitung geleistet“, sagte Ex-Bundesfamilienministerin Bergmann. Der Ausschuss erwarte auch konkrete Vorschläge für Transparenz bei solchen Sendungen.

weiterlesen

Sexueller Missbrauch: Bischöfe kennen Kirchenrecht zu wenig

missbrauch_katholDie Ahndung von sexuellem Missbrauch wird nach Auffassung des Vatikans oft durch unzureichende Kenntnisse der Bischöfe im katholischen Kirchenrecht behindert. «Das Problem sind nicht so sehr die Instrumente, die zur Verfügung stehen, sondern eher ihre Kenntnis und korrekte Anwendung», sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Kardinal Francesco Coccopalmerio, dem «Osservatore Romano» vom Freitag, 25. Juli.

kipa-apic

Oft gerieten Bischöfe «in Schwierigkeiten», weil sie nicht ausreichend über kirchliche Strafverfahren informiert seien. Seine Behörde arbeite seit fünf Jahren daran, das kirchliche Strafrecht «klarer und vollständiger» zu gestalten, um «wirksamere Instrumente» bereitzustellen, so der Kardinal.

weiterlesen

ISIS Destroys Jonah’s Tomb In Mosul, Iraq

Pic: AFP/youtube

Pic: AFP/youtube

The militant group ISIS is continuing its rampage of holy places by destroying the tomb of Jonah, a place thought to be the burial site of the prophet believed by Abrahamic faiths to have been swallowed by a whale or fish.

By Yasmine HafizHuffington Post

Civil defense officials in Mosul, Iraq, told CNN that ISIS operatives planted explosives around the mosque containing the tomb then detonated it remotely on Thursday.

A video posted to YouTube, the authenticity of which has not yet been confirmed, shows the destruction of the Sunni Mosque of the Prophet Younis, which is the Arabic name for Jonah. Though ISIS claims to adhere to the Sunni branch of Islam, they have nonetheless targeted multiple Sunni shrines, blowing up or bulldozing any place they deem “unIslamic.”

read more

 

Christopher Street Day: “Und wie hast du es deinen Eltern gesagt?”

Foto: hpunktwerbung – Fotolia

Am 26. Juli ist Christopher Street Day in Stuttgart – dieses Jahr vor dem Hintergrund der der Debatte um den Bildungsplan der Landesregierung. Nicht alle sind damit einverstanden, dass in der Schule mehr über Homosexualität gesprochen wird. Gerade im ländlichen, evangelisch-frommen Württemberg ist das Leben für lesbische und schwule Jugendliche immer noch schwer: Wie soll man zu sich stehen, wenn der Glaube und die Neigung sich scheinbar im Widerspruch zueinander befinden?

Von Anne Kampfevangelisch.de

Seit mehr als 20 Jahren ringen evangelikale und liberale Christen in der württembergischen evangelischen Landeskirche um ihre Haltung zur Homosexualität, zuletzt als es 2010/11 um gleichgeschlechtliche Paare im Pfarrhaus ging. Bisher verläuft die Argumentation am biblischen Zeugnis entlang: Unter Berufung auf die Bibelstellen 3. Mose 18,22 und Römer 1, 26-27 formulieren evangelikale Gemeinden ihre Bedenken gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen.

Die Diskussion ist also nicht neu, aber mit der Bildungsplan-Debatte hat sich der Schauplatz von der Kirche in die Schule verlagert, und als Hauptargument wird dabei nicht die Bibel herangezogen, sondern der Schutz der Kinder vor angeblicher “Propaganda” und “Umerziehung”. 192.000 Menschen haben die Petition gegen den Bildungsplan der grün-roten Landesregierung unterschrieben.

weiterlesen

CBS airs violently anti-Christian song

In the early hours of Thursday morning, “The Late Late Show with Craig Ferguson” on CBS featured a guest musical performance with vehemently anti-religious lyrics, including a line wishing the mother of Jesus “would’ve had an abortion.”

Kristeen Young was host Craig Ferguson’s guest, performing her song, “Pearl of a Girl,” which takes all three of the world’s major, monotheistic religions to task for allegedly repressing women.

weiterlesen

Lyrics:

I never knew I was a girl until they stopped to tell me

I never knew I was disturbed until they dropped three volumes on me

But in the Bible/Torah/Quran there are really no good roles for me except concubine and wash woman

I used to be the sad one now I just wanna stab them it’s so severe its brutal….

They’ve needed to have the law so they can legally bind us

They’ve needed to have the church so they can morally ground us

They’ve needed most of the dough they must be so scared of us

So their stories are of ghosts I only wish the virgin would’ve had an abortion.

Sudan: Aufschrei der Katholen

Das Grabmal des Mahdi, Omdurman, Bild: globetrotter.de

Die im Sudan zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag ist auf ihrer Flucht am Donnerstag in Italien eingetroffen und wurde vom Papst zu einer Audienz empfangen. Währenddessen zieht die Religionspolitik des ostafrikanischen Landes bereits neue Kritik auf sich. Kirchliche Organisationen verurteilen den Baustopp, den die Regierung über christliche Kirchen verhängt hat. 

katholisch.de

“Wir sind Bürger des Sudan, und laut der Verfassung stehen uns Religionsfreiheit und ein Platz zum Beten zu”, so Kori El Ramli, Generalsekretär des “Konzils sudanesischer Kirchen”. Auch Andy Dipper von der Organisation “Christian Solidarity Worldwide” wertet das Verbot als eine Verletzung der Glaubens- und Religionsfreiheit, ebenso wie die wiederholte Zerstörung und Beschlagnahmung von Kirchenland. Die Kritik folgt der Ankündigung von Religionsminister Shalil Abdallah, keine neuen Genehmigungen für den Bau von Kirchen ausstellen zu wollen. Zur Begründung gab er an, Christen seien im Land eine Minderheit, und es gebe es bereits “genug Kirchen”.

weiterlesen

Plagiatsfall: “Massive Interventionen” für eine “schlechte Verliererin”

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Annette Schavan (Bild: Wikimedia Commons/Laurence Chaperon, CC-BY-SA 3.0)

Wollte ein Netzwerk Annette Schavan retten? Der Dekan, der das Plagiatsverfahren gegen die damalige Bildungsministerin betrieb, kritisiert in seinem Abschlussbericht Einflussversuche durch Politiker und Wissenschaftler.

Von Roland PreußSüddeutsche.de

Die Hauptpersonen der Plagiatsprüfung im Fall Annette Schavan hatten immer beharrlich geschwiegen: Der Dekan der Philosophischen Fakultät in Düsseldorf, Bruno Bleckmann, und sein Prodekan Stefan Rohrbacher wehrten Presseanfragen zu Gesprächen zwei Jahre lang stets ab. Informationen gab es von Bleckmann nur in wenigen Mitteilungen und einem verlesenen Statement, als die Uni Düsseldorf der damaligen Bundesbildungsministerin im Frühjahr 2013 den Doktortitel wegen Plagiaten entzog.

Dafür durften sie umso mehr einstecken: Politiker bezeichneten das Plagiatsverfahren als skandalös und dilettantisch, Wissenschaftler attackierten die Düsseldorfer Kollegen.

weiterlesen

Christenträume: Wissenschaftler entdecken—es gibt keine Atheisten

Bild: jesus.ch

Während Atheisten glauben, dass es nichts Göttliches gibt, haben Wissenschaftler nun herausgefunden, dass es Atheisten gar nicht gibt. Laut der Forscher sind metaphysische Gedankenprozesse so tief im menschlichen Gehirn verankert, dass sie nicht auszulöschen sind.

jesus.ch

Die Behauptung, dass jeder Mensch an etwas Höheres glaubt, geht aus Studien verschiedener Wissenschaftler hervor. «Wenn man das menschliche Denken untersucht, muss man erkennen, dass Atheismus physisch gesehen nicht möglich ist», so Graham Lawton aus London, selbst Atheist, in der Zeitschrift «New Scientist». «Die Studien zeigen, dass auch überzeugte Atheisten an religiösen Mustern festhalten.»

Laut den Untersuchungen werde der Mensch bereits gläubig geboren. Von Anfang an suche er nach religiösen Mustern, nach Karma, Gott, Schicksal oder kosmischer Gerechtigkeit. «Die kognitiven Eigenschaften des Gehirns tragen die Veranlagung zu glauben in sich», erklärt der Wissenschaftler Pascal Boyer, Professor der Washington-University in St.Louis, USA. «Doch Menschen sind sich ihrer religiösen Meinungen und Ideen nur teilweise bewusst.»

weiterlesen

Beschneidung—nach Routine-OP: Patient wacht ohne Penis auf

Zwei Skalpellklingenformen, Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0

Den Schock seines Lebens erlitt wohl ein US-Amerikaner: Für eine Routine-Operation in Narkose versetzt, erwachte er in einem wahren Alptraum-Szenario. Statt ihn zu beschneiden, hatten ihm die Ärzte den Penis amputiert.

FOCUS ONLINE

Ein Mann hatte sich für eine Routine-Operation am Unterleib in die Hände der Ärzte in einer Klinik im US-Bundesstaat Alabama begeben und sah sich, als er wieder aufwachte, mehr als nur einer unangenehmen Überraschung gegenüber. Die Ärzte hatten ihm, statt eine Beschneidung vorzunehmen, den Penis amputiert.

Michigan mayor says giving atheists equal treatment is like favoring the Nazis or the KKK

Image: Father leading his son in prayer to receive Jesus via Shutterstock]

A Michigan mayor compared atheists to Nazis and the Ku Klux Klan to defend his decision to exclude secular groups from setting up a “reason station” alongside a “prayer station” on public property, reported the Detroit Free Press.

By Travis GettysThe Raw Story

The American Civil Liberties Union and two secular groups have sued the city of Warren and Mayor Jim Fouts on behalf of an atheist resident who asked to set up the booth in a City Hall atrium.

Fouts has allowed a local Christian church group to hand out religious materials and pray with visitors at City Hall since 2009.

But he rejected a proposal by Freedom From Religion member Douglas Marshall to discuss atheism and free thinking alongside the Christian activists.

The federal lawsuit claims Fouts violated Marshall’s First Amendment rights and seeks a court order allowing him to set up the reason station, along with unspecified damages.

“Defendants have favored and are favoring religion over nonreligion, and religious belief over disbelief, in violation of the Establishment Clause of the First Amendment,” the suit argues.

Fouts said the lawsuit was part of a “continuing saga by a group of people who, in my opinion, promote conflict rather than resolution and understanding.”

The mayor said Marshall intended the reason station to stand in opposition to the prayer station, and he said that was disparaging and antagonistic to the prayer group.

“The city has certain values that I don’t believe are in general agreement with having an atheist station, nor in general agreement with having a Nazi station or Ku Klux Klan station,” Fouts said. “I cannot accept or will not allow a group that is disparaging of another group to have a station here.”

Glaubensstreit bei Wikipedia

Eine der umstrittendsten Personen der Menschheitgeschichte: Jesus Christus ist auch bei Wikipedia Zankapfel. Am fünfthäufigsten diskutieren Wikipedianer über ihn
Foto: Marius Prusaczyk

Welche Artikel korrigieren Wikipedia-Autoren besonders häufig? Einen Blick auf die Zahlen der Plattform hat der Blog Fifty Thirty Eight geworfen. Besonders umstritten sind demnach auch zahlreiche religiöse Begriffe und Persönlichkeiten. pro zeigt sie in einer Bilderstrecke.

Slideshow pro Medienmagazin

Missbrauch: Seit 2001 in England 52 Priester entlassen

missbrauch_kathol Die katholische Kirche in England und Wales hat seit 2001 insgesamt 52 des sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochene Priester aus dem Klerikerstand entlassen.

kathweb

Laut dem aktuellen Jahresbericht der zuständigen kirchlichen Kommission klagten zwischen 2003 und 2012 insgesamt 465 Menschen sexuellen Missbrauch durch Kleriker an.

Bei der Bekämpfung von Missbrauch habe die Kirche unverzeihliche Fehler gemacht, sagte der Vorsitzende der Kommission, Danny Sullivan, laut BBC. Es werde wohl noch eine ganze Generation dauern, um das Vertrauen wiederherzustellen. Es sei in der Kirche von England und Wales gängige Praxis, Priester über Rom aus dem Klerikerstand zu entlassen, wenn sie des sexuellen Missbrauchs schuldig gesprochen seien. Wer im Priesteramt verbleiben dürfe, werde darin stark eingeschränkt, so Sullivan.

weiterlesen

Europarat rügt Kastration von Sexualstraftätern in Deutschland

justiz_grossDer Europarat hat Deutschland erneut aufgefordert, die freiwillige chirurgische Kastration von Sexualstraftätern abzuschaffen.

evangelisch.de

Die Kastration sei eine “medizinisch nicht notwendige Verstümmelung”, unterstreicht das Antifolterkomitee des Europarats laut Mitteilung von Freitag in einem in Straßburg veröffentlichten Bericht. Laut den Experten stellten seit dem Jahr 2000 29 Straftäter einen Antrag auf Kastration in Form einer Entfernung der Hoden. Elf dieser Anträge wurden bewilligt.

Trotz der Freiwilligkeit lehnen die Menschenrechtler des Europarats die deutsche Praxis ab, weil sie der Ansicht sind, dass die Männer die Folgen des Eingriffs nicht immer überschauen. So sei nicht gesichert, dass die Maßnahme tatsächlich die gewünschten Ergebnisse wie etwa einen niedrigeren Testosteronspiegel bringe.

weiterlesen

„Medien aktivieren antiisraelische Einstellungen “

Medien können durch einseitige und verzerrte Berichterstattung über Israel antisemitische Gefühle auslösen, sagt Monika Schwarz-Friesel, Professorin an der TU Berlin
Foto: Monika Schwarz-Friesel

In der vergangenen Woche wurden auf mehreren Demonstrationen in Deutschland antisemitische Parolen gerufen. Neu sind diese Sprüche nicht, erklärt die Linguistin und Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel von der TU Berlin im Interview – und mahnt die Verantwortung der Medien an.

pro Medienmagazin

pro: Bei pro-palästinensischen Demonstrationen am vergangenen Wochenende wurden unter anderem in Frankfurt und Berlin antisemitische Parolen skandiert. Wie bewerten Sie das?

Monika Schwarz-Friesel: Diese Parolen sind eindeutig antisemitisch und erfüllen somit den Bestand der Volksverhetzung. Dass Äußerungen, wie sie zuletzt von den Nationalsozialisten artikuliert wurden, nun auf Berlins Straßen zu hören sind, ist unerträglich. Ebenso unerträglich ist es, dass die Staatsanwaltschaft nicht den antisemitischen und volksverhetzenden semantischen Charakter darin erkennt – und damit die hasserfüllten judenfeindlichen Parolen bagatellisiert. Phrasen wie „Kindermörder Israel“ werden von Staatsanwälten nicht einmal als Beleidigung gesehen, dabei ist das ein uraltes judeophobes Sterotyp. Wörter wie „Judenschwein“ und der kollektive Gebrauch von „Jude“ in Zusammenhang mit Attributen wie feige, mörderisch, blutrünstig – dies ist verbaler Antisemitismus und geht über Beleidigungen hinaus.

weiterlesen

DITIB – der verlängerte Arm Erdoğans im Wahlkampf?

Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)

Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)

DITIB behauptet unabhängig zu sein und jegliche parteipolitische Aktivität in den Vereinsräumen zu verbieten. Dabei wird derzeit in DITIB-Lokalen eifrig Wahlkampf für Erdoğan betrieben bei gleichzeitiger Diskriminierung der Erdoğan-Gegner. Wie geht das zusammen?

Von İsmail KulDeutsch Türkisches Journal

Ergreift die DITIB, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V., Partei bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen in der Türkei? Lässt sich der größte Moscheen-Verband türkischstämmiger Muslime in Deutschland für den Wahlkampf von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan instrumentalisieren?

DITIB-Funktionäre verneinen diese Frage. Nichtsdestotrotz gibt es Entwicklungen, die einen stutzig machen.

Einerseits gibt es Meldungen, wonach in DITIB-Lokalen Erdoğan-kritische Fernsehsender aus den Listen gelöscht werden. Eine Art Gleichschaltung der Medien also. Die Gläubigen und Besucher der Moscheen sollen wohl etwas anderes als Erdoğan-Huldigung nicht hören. Fernsehsendern, die nicht auf der Linie Erdoğans stehen, stehen DITIB-Moscheen für Übertragungen anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan nicht zur Verfügung. Wohlgemerkt – für Übertragungen, die religiösen Inhalts sind.

weiterlesen

Vorgeschmack auf das Kalifat

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Finanziert aus Öleinnahmen baut die Miliz Islamischer Staat ein krudes Gemeinwesen in von ihr kontrollierten Gebieten auf. So entsteht zwischen Aleppo und Mossul ein Staat, der mit Schleierzwang und Scharia-Gesetzen von sich reden macht, seinen Bewohnern aber einen wesentlichen Vorteil bietet.

Von Tomas AvenariusSüddeutsche.de

Es ist ein Angebot für frisch verheiratete Muslime mit einem Hang zur Militanz: eine Honeymoon-Tour von Raqqa in Syrien nach Anbar im Irak, in einem Reisebus, in dem auch verheiratete Männer von ihren Ehefrauen getrennt sitzen, in dem islamische Kampflieder gespielt werden und an dem die schwarze Kalifats-Flagge die Karosserie schmückt.

Nein, es ist keine Satire, es ist der Islamische Staat (IS). Die Busse, die seit Wochen in den von der Islamisten-Miliz kontrollierten Gebieten unterwegs sind, befördern vor allem ausländische Dschihadisten. Die meisten wollen offenbar mehr sehen vom Kalifatstaat als nur die Ruinen, in denen sie sich während der Kämpfe gegen die irakische Armee, die syrischen Streitkräfte oder irgendwelche eigentlich mit ihnen verbündeten Islamisten in Syrien verschanzt halten.

weiterlesen

Mehr als 800 Bootsflüchtlinge starben 2014 im Mittelmeer

Ein brennendes Flüchtlingsboot – Szene aus einem “Report Mainz” Video © Report Mainz

Seit Beginn des laufenden Jahres sind Angaben der Vereinten Nationen zufolge bereits mehr als 800 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen; das ist mehr als im Gesamtjahr 2013, im Jahr 2012 waren es 500.

MiGAZIN

Immer mehr Bootsflüchtlinge sterben bei der gefährlichen Passage über das Mittelmeer nach Europa. Seit Beginn des Jahres seien mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen, teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Donnerstag in Genf mit.

weiterlesen

Vatikan prüft Verkürzung von Ehenichtigkeitsverfahren

Headquarter des Konzerns.

Headquarter des Konzerns.

Der Vatikan prüft konkrete Schritte für eine Verkürzung von kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren.

kathweb

Derzeit untersuche der Päpstliche Rat für die Interpretation von Gesetzestexten, ob künftig auch eine gerichtliche Instanz ausreichen könne, um die Ungültigkeit einer Ehe festzustellen, sagte dessen Präsident, Kurienkardinal Francesco Coccopalmerio, dem “Osservatore Romano” (Freitagsausgabe). Eine weitere Option sei, dass nur noch ein Richter über die Ehenichtigkeit entscheide statt wie bislang ein Richterkollegium. Voraussichtlich werde der Ortsbischof auch die Möglichkeit erhalten, unmittelbarer in die Verfahren einzugreifen, um deren Beschleunigung herbeizuführen, so der italienische Kardinal. Bislang lägen jedoch noch keine befriedigenden Ergebnisse vor.

weiterlesen