Archiv der Kategorie: Bildung

“The Principle”: Wenn sich die Sonne um die Erde dreht

Bild: de.wallpaperpics.net

Ist die Erde der göttlich bestimmte Fixpunkt des Universums? Ein Dokumentarfilm aus den USA befeuert die längst widerlegte Theorie. Hinter dem Film stecken dubiose Gestalten, Mitwirkende distanzieren sich schon vor dem Start.

Von Marc PitzkeSpON

Kate Mulgrew ist eine Science-Fiction-Ikone. Von 1995 bis 2001 spielte sie Captain Kathryn Janeway in der TV-Kultserie “Star Trek: Raumschiff Voyager”. Als dessen Kommandeurin legte sie 70.000 Lichtjahre zurück und traf Aliens und Asteroiden. Seither hat die US-Schauspielerin zwar viele andere, anspruchsvollere Rollen gemeistert, zurzeit etwa in der Netflix-Hitshow “Orange Is the New Black”. Doch bis heute identifizieren die Fans sie mit “Voyager” – als Autorität für interstellare Belange, fiktive wie reale.

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Gender-Blödsinn an der HU: „Mitarbeita“, „Doktoxs“

Bild: wien.gv.at

Türöffna, m@n, Studirx – die Vorschläge der Arbeitsgruppe für ʺFeministisch Sprachhandelnʺ der Berliner Humboldt-Universität sorgen für Empörung und Häme. Experten bleiben gelassen: Die deutsche Sprache wird auch diese Attacke politischer Korrektheit überstehen.

FOCUS ONLINE

Eine Broschüre mit „antidiskriminierenden“ Sprachempfehlungen, die eine Arbeitsgruppe für „Feministisch Sprachhandeln“ an der Berliner Humboldt-Universität herausgegeben hat, schlägt unter anderem vor, den „Drucker“ („er!) künftig als „Drucka“ zu bezeichnen, damit Frauen sich nicht mehr diskriminiert fühlen. Wem das nicht gefällt, der ersetzt männliche Endungen einfach durch ein Sternchen oder ein „X“: Aus dem „Doktor“ wird so der „Doktox“, bei der Visite erscheinen künftig mehrere „Doktoxs“. Auch mit dem „@“-Zeichen könnten Irritationen auf Frauenseite verhindert werden, wenn beispielsweise aus „human“ „hum@n“ werde.

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Elektrosmog: 7 Fragen zu Funkstrahlen

power lines 200064Die Strahlung von Mobilfunkmasten, Handys und anderen Quellen ist Vielen unheimlich. Müssen wir uns Sorgen machen? Macht Elektrosmog krank? Ein Überblick über die wichtigsten Fakten.

von Jan OsterkampSpektrum.de

Schaden Funkstrahlen der Gesundheit?

Strahlung kann Zellen, Erbgut oder Gewebe schädigen – wie stark, hängt dabei aber ganz wesentlich davon ab, wieviel Energie die “Strahlen” transportieren. Sie ergibt sich aus der Wellenlänge oder Frequenz der elektromagnetischen Wellen, die auf die biologische Strukturen einwirken. Infrarotstrahlen (Wellenlängen von 780 Nanometern bis 1 Millimeter) werden dabei von uns als angenehm warm empfunden, das kurzwelligere, also energiereichere UV-B-Licht dagegen (Wellenlänge 280 bis 315 Nanometer) verbrennt die Haut und sollte besser durch Sonnencremes blockiert werden. Hochenergetische Wellen wie die radioaktiver Gammastrahler (unter 50 Picometern Wellenlänge) zerstören biologische Moleküle wie etwa die DNA gründlich, sie ionisieren Atome in einzelne Kernen und Elektronen. Und die Handystrahlen – oder genauer, all die elektromagnetischen Wellen aus WLAN-Stationen, Bluetoothempfänger, Mobilfunkmasten oder dem Handy an unserem Ohr?

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Islamisierung britischer Schulen – Arabisch als Pflichtfach, Verschleierungspflicht für Lehrerinnen

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Großbritannien erwachte am Morgen und mußte feststellen, daß sechs staatliche Schulen heimlich „islamisiert“ worden waren. So geschehen in Birmingham, wo die Mädchen abgesondert hinten in der Klasse sitzen, die Lehrerinnen Schleier tragen und alle Schüler Arabisch lernen müssen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

In diesen Tagen ist Sir Michael Wilshaw, Englands oberster Schulinspektor persönlich in Birmingham im Einsatz, um ein heißes Eisen anzufassen. Sein Amt, dasOffice for Standards in Education, Children’s Services and Skills (Ofsted), muß ein Problem zu lösen, das die britische Öffentlichkeit in Unruhe versetzt hat. Sechs staatliche Schulen Birminghams, der mit mehr als einer Million Einwohnern zweitgrößten Stadt Englands, wurden stillschweigend islamisiert. Islamisiert wurden Kleiderordnung, interne Verhaltensregeln und der Lehrplan. Wie britische Zeitungen berichten, hatten Mädchen hinter den Jungen am Ende der Klasse zu sitzen. Weibliche Lehrkräfte hatten ausnahmslos verschleiert zu erscheinen. Auch für christliche Schüler gab es an den Schulen nur islamischen Religionsunterricht.

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Biologische Komplexität: Evolution ohne Selektion

Bild: Max-Planck-science-gallery.de

Nach Ansicht mancher Forscher können auch ohne Selektionskräfte komplexere biologische Strukturen und Lebewesen entstehen – quasi als Nebeneffekt von zunächst unbedeutenden Fehlentwicklungen.

Von Carl ZimmerSpektrum.de

Als Charles Darwin (1809 – 1882) die Grundidee seiner Evolutionstheorie skizzierte, war er noch keine 30 Jahre alt. An die Öffentlichkeit trat er damit erst 1858, und im Jahr darauf erschien sein berühmtes Buch “On the Origin of Species by Means of Natural Selection” (Über den Ursprung der Arten).

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Britische Intellektuelle: Großbritannien kein christliches Land

Großbritanniens Premier David Cameron hat das Land, das er regiert, als christlich bezeichnet – und damit den Widerspruch von 50 britischen Intellektuellen herausgefordert. Sie sagen, Cameron würde damit die Spaltung der Gesellschaft schüren.

Mehr als 50 britische Intellektuelle haben Premierminister David Cameron wegen dessen Aussage, das Königreich sei ein christliches Land, kritisiert. In einem offenen Brief, der am Montag in der britischen Zeitung “Daily Telegraph” veröffentlicht wurde, werfen sie ihm vor, mit dieser Haltung “Entfremdung” zu schüren. Zu den Unterzeichnern des Briefes zählen die Bestseller-Autoren Sir Terry Prachett und Ken Follett, der Chemie-Nobelpreisträger Harold Kroto sowie weitere Wissenschaftler, Journalisten, Akademiker und Philosophen. Einer der Hauptunterzeichner ist Jim Al-Khalili, Präsident der Britischen Humanistischen Vereinigung.

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Gottlos glücklich – Das Hasenfest war ein voller Erfolg

hasenfest_titelUnter dem Motto “Gut ohne Gott: Miteinander braucht keine Religion” feierten mehrere säkulare und humanistische Organisationen das Hasenfest 2014 als einen Aktionstag für eine offene Gesellschaft und gegen religiöse Intoleranz.

hpd

Nicht Bibel und Koran mit ihren weithin bekannten widersprüchlichen und inhumanen Aussagen, sondern universelle menschliche Fähigkeiten wie Vernunft, Liebe und Verantwortungsbewusstsein sollten die Grundlage für ein gelungenes Zusammenleben im 21. Jahrhundert darstellen. Dies war die Grundaussage des Hasenfests 2014, das mit einem kollektiven Kirchenaustritt 2011 seinen Anfang nahm und mittlerweile jährlich in zahlreichen Städten durchgeführt wird.

Die Aktionen reichten von Infoveranstaltungen (Frankfurt: Menschenrechtsverletzungen an Atheisten; Mainz: Spendenmöglichkeiten an nichtreligiöse gemeinnützige Organisationen), Filmvorführungen (Bochum) bis hin zu kollektiven Kirchenaustritten (u.a. München, Trier, Saarbrücken). Und natürlich wurde gegen das Tanzverbot demonstriert.

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Kann man auch an eine Politik glauben, statt an einen Gott?

Bild: heise.de

Ja, natürlich, kann man. – Aber – ist das dann eigentlich auch eine Religion?

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Kann eine Politik Religion sein?

Ja, eine Politik bzw. ein politisches Konzept oder eine politische Richtung kann auch Religion sein. So sieht es jedenfalls der russische Philosophieprofessor Michail Ryklin. Er schrieb ein Buch darüber: Kommunismus als Religion.

Darin beschreibt und erklärt er die Faszination des Kommunismus für die westliche “Intelligenzija”, etwa Walter Benjamin, André Gide, Lion Feuchtwanger, Bert Brecht, und andere. Zwar sei die Partei, die in Russland mit dem Oktoberumsturz an die Macht kam, eine “Partei von Atheisten” gewesen[1] und der Atheist Lenin habe “den Glauben an Gott für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der revolutionären Partei”[2] und jeden Nicht-Materialisten für einen potenziellen Feind gehalten.[3]Aber jenseits des Theismus, so Lenin, habe es auch keine Religion gegeben.

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Dem Ursprung des Sternenstaubs auf der Spur

NASA photo showing shock wave from star known as Kappa Cassiopeiae / Bild: Reuters

Wenn es im All staubt, entstehen Winde. Astrophysiker der Universität Wien haben ein neues Modell entwickelt, um Sternenstaub zu erforschen.

Von Alice GrancyDie Presse

Wir alle sind aus Sternenstaub, heißt es. Tatsächlich stammen wesentliche Elemente des menschlichen Körpers aus dem Inneren von Sternen. Sternenstaub ist insgesamt wichtiger Bestandteil der Materie unseres Sonnensystems. Ein Blick in den Sternenhimmel ist aber nicht nur ein Blick in die Entstehungsgeschichte des Menschen und der Erde. Kosmischer Staub ist zentral für die Evolution des Universums: Er ist für den Massenverlust sonnenähnlicher Sterne bedeutsam und damit für deren weitere Entwicklung.

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Menschenaffen: Unsere haarigen Vettern

Martha Robbins, Christophe Boesch Menschenaffen Aus dem Englischen von Eva Schweikart Verlag: Hirzel, Stuttgart 2013 ISBN: 9783777622323 24,90 €

“Ich war verschwitzt, dreckig, nass und völlig außer Atem. Das Frühstück aus Bohnen und Kartoffeln lag noch schwer im Magen, obwohl wir bereits zwei Stunden unterwegs waren. Wie auf einer Achterbahn ging es in einem fort bergauf und bergab in den sich scheinbar endlos hinziehenden Hügeln des Bwindi-Impenetrable-Nationalparks in Uganda.”

Von Andreas JahnSpektrum.de

Hautnah lässt uns Martha Robbins an ihrer Feldforschung teilnehmen. Genau das ist die Intention des Buchs “Menschenaffen”, das die Verhaltensforscherin vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie zusammen mit ihrem Kollegen Christophe Boesch herausgegeben hat. In elf Kapiteln beschreiben zehn Primatenforscher, was sie erlebten, während sie in den Regenwäldern Afrikas nach Schimpansen, Bonobos und Gorillas suchten. Aus ihren gesammelten Tagebucheinträgen ist ein spannendes Dokument geworden, das die “Begegnungen mit unseren nächsten Verwandten” wiedergibt.

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Odenwaldschule unter Kinderporno-Verdacht

Odenwaldschule Goethehaus, Bild: wikimedia.org

Der reformpädagogischen Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim droht ein neuer Skandal: Ein Lehrer steht im Verdacht, Kinderpornos gesammelt zu haben.

evangelisch.de

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt habe bei der Durchsuchung seiner Wohnung auf dem Internatsgelände entsprechendes Material sichergestellt, bestätigte die Schule am Samstag. Der Lehrer sei fristlos gekündigt worden.

Nach einem Bericht des “Mannheimer Morgens” waren die Ermittler durch einen Hinweis der australischen Polizei auf den Mathematik-, Physik- und Chemielehrer aufmerksam geworden. Demnach soll die Internet-Adresse dort im Zuge von Ermittlungen gegen einen internationalen Kinderporno-Ring aufgetaucht sein. Odenwaldschüler seien nicht betroffen, heißt es in der schriftlichen Erklärung der Schule. Der Lehrer sei seit 2011 in dem Internat beschäftigt gewesen.

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Norwegen reguliert Vorhautbeschneidung

Beschneidungsbesteck, Bild: wikimedia.org

Der norwegische Gesundheitsminister Bent Høie hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der regelt, dass Vorhautbeschneidungen künftig nur noch in Kliniken und Arztpraxen und von dafür ausgebildeten und staatlich lizenzierten Personen durchgeführt werden dürfen. Diese Regelung soll sowohl für Kinder als auch Erwachsene gelten.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Høie, der der Konservativen Partei angehört und mit einem Mann verheiratet ist, orientiert sich in diesem Entwurf an der Rechtslage im benachbarten Schweden, wo seit 2001 ähnliche Einschränkungen gelten. Dort erhalten auch rituelle Beschneider, so genannte “Mohalim”, eine Lizenz, wenn sie ausreichend Fachkunde nachweisen. In Deutschland erlaubt der Absatz 2 des 2012 neu in das Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommenen Paragrafen 1631d religiösen Zeremonienmeistern, die keine Ärzte sind, Beschneidungen nur in den ersten sechs Monaten nach der Geburt.

Anlass für den norwegischen Gesetzentwurf war unter anderem eine Forderung des Krankenschwesternverbandes: Dessen Vorsitzende Astrid Grydeland Ersvik wollte medizinisch nicht notwendige Vorhautbeschneidungen vor dem 15. oder 16. Lebensjahr ganz abschaffen, um die körperliche und seelische Unversehrtheit von Zustimmungsunfähigen zu schützen. Außerdem sieht sie Knaben diskriminiert, wenn die Vorhautbeschneidung erlaubt, aber die Schamlippen- und Klitorisbeschneidung verboten ist.

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Jugendweihe beliebter als Konfirmation und Firmung

Jugendfeier in Hannover 2012, Bild: wikimedia.org

Zum feierlichen Start ins Erwachsenenleben ist die Jugendweihe in Berlin beliebter als Konfirmation und Firmung. Wie eine dpa-Umfrage bei den beiden größten Trägervereine ergab, bereiten sich derzeit rund 4200 Jugendliche auf ihre anstehende Zeremonie vor.

Berliner Kurier

Sprecher beider Vereine sagten außerdem, dass der Anteil von Jugendlichen, die zur Jugendweihe gehen, weiter ansteige. So nehmen allein beim Humanistischen Verband dieses Jahr 10,2 Prozent der Berliner Schüler des aktuellen Jahrgangs an der Zeremonie teil. 2011 waren es 8,3 Prozent. Humanistischer Verband und Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V. konkurrieren in Berlin um die Ausrichtung von Jugendweihen.

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Karfreitagsfilm: Das Leben des Brian

Bekehrt Dawkins Menschen zu Jesus?

dawkinsDer wohl bekannteste Atheist Richard Dawkins hat eine Autorin dazu inspiriert, sich zu bekehren. Dawkins Buch „Der Gotteswahn“ fand sie „so schlecht informiert“, dass sie die Wahrheit über Jesus anderswo suchte – und eine Kehrtwende machte. Der Atheist reagierte via Twitter.

pro Medienmagazin

Die amerikanische Autorin und Akademikerin Judith Babarsky las auf Empfehlung Dawkins Buch “Der Gotteswahn“ (Originaltitel “The God Delusion“). Doch anstatt sich aufgeklärt zu fühlen, empfand sie das Lesen als Zeitverschwendung. Auf dem Blog deadphilosopherssociety.com zitiert Babarsky aus einer Amazon-Rezension zum Buch, mit der sie übereinstimme: „Ich begann es zu lesen, weil ich eine logische, skeptische, ja wissenschaftliche Kritik über Religion erwartete. Stattdessen fand ich [...] Erzählstränge mit abwertenden Adjektiven, die vorgeben, Argumente zu sein, eine unglaubliche arrogante Einstellung sowie eine Haltung moralischer Bedeutungsgleichheit, unfähig zwischen Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Religionen zu unterscheiden. [...] Das ist keine akademische Analyse, das ist schlechter Journalismus.“

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