Archiv der Kategorie: Bildung

Scholl-Latour: Wie dreist die westliche Allianz Russland austrickste

scholl_latourIn seinem letzten Buch rechnet die kürzlich verstorbene Reporter-Legende Peter Scholl-Latour mit der Politik des Westens ab. Nach dem Kalten Krieg hätten die USA und ihre Partner die Chance auf einen echten Neustart mit Russland vergeben, indem sie ihre eigenen Versprechen in den Wind schlugen.

Von Linda WursterFOCUS ONLINE

Kurz vor seinem Tod beendete Reporter-Legende Peter Scholl-Latour sein Buch „Der Fluch der bösen Tat“. Auf Basis seiner jahrelangen Erfahrungen und Erlebnisse in den Ländern des Orients analysiert er das Scheitern des Westens – und kommt zu gewohnt kontroversen Schlüssen. In einer Serie fasst FOCUS Online Scholl-Latours Positionen zusammen.

Teil 3: Der Umgang mit Russland nach dem Ende des Kalten Krieges

Er habe keineswegs eine „sentimentale Russland-Vorliebe“ betont Scholl-Latour zu Beginn seiner Ausführungen über Russland. Trotzdem zählt er in seinem Buch die Fehler auf, die der Westen seiner Meinung nach im Umgang mit Russland gemacht hat – und sieht darin einen Teil der Erklärung für das schwierige Verhältnis.

Scholl-Latour verweist zunächst auf die Leistungen des russischen Militärs im Kampf gegen Nazi-Deutschland. Mit dem Vormarsch von Stalingrad bis nach Berlin habe die Rote Armee unter ungeheuerlichen Verlusten die wesentliche Voraussetzung für den Sieg der Alliierten geschaffen. Doch durch die „ideologische oder wie auch immer begründete Verdrängungsstrategie der Atlantischen Allianz“ seien sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die Rolle eines Kriegsverlierers versetzt worden.

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Deepak Chopra: Richard Dawkins is a bad scientist and his arrogance pisses me off

Image: The Raw Story

A new book details the years-long, highly acrimonious feud between self-help guru Deepak Chopra and evolutionary biologist and skeptic Richard Dawkins.

By David FergusonThe Raw Story

According to Salon.com, Tom Roston’s book The Quantum Prophets: Richard Dawkins, Deepak Chopra and the spooky truth about their battle over God, explains that the longstanding rivalry between the two men began at the 2002 TED Conference and culminated in a public debate in 2013. In an interview with Roston, Chopra explained that Dawkins’ “arrogance” continues to bother him.

“With Dawkins, I am just pissed off. I am pissed off by his arrogance and his pretense of being a really good scientist. He is not,” Chopra told Roston. “And he is using his scientific credentials to literally go on a rampage.”

When Roston said that this kind of resentment is surprising coming from a man who purports to teach millions of others the secrets of inner peace, Chopra, surprisingly, agreed.

“I totally agree,” he said. “It’s my last challenge. It may be a very strange psychological issue.”

Roston went on to say that perhaps Chopra’s resentment of Dawkins and his attacks on people of faith around the world is based in the history of their respective countries.

Chopra’s parents grew up under British colonialism, which Chopra called “two hundred years of enslavement.” It instilled in him a mistrust of high-handed British pomp and snobbery and of “these Oxford and Cambridge pseudo intellectuals. India has a habit of aping them. There are more fans of Dawkins in India than anywhere else. It’s the postcolonial hangover.”

Dawkins has accused Chopra of being a swindler whose practice of “mind-body wellness” bilks millions of people around the world by dazzling them with “magical language” and “bullshit.”

The two men debated in Pueblo, Mexico in 2013, both coming away calling themselves the winner.

“I have to let it go,” Choprah told Roston this year. “I have to recognize it. Mexico should have been the finish.”

Watch the debate from Pueblo in 2013, embedded below via YouTube:

Scholl-Latour zur Ukraine-Politik: „Der Schuldspruch war schon gefällt“

scholl_latourIn seinem letzten Buch rechnet die kürzlich verstorbene Reporter-Legende Peter Scholl-Latour mit der Politik des Westens ab. Im Ukraine-Konflikt hält er eine russische Verletzung des Völkerrechts durch die Annexion der Krim keineswegs für ausgemacht – und bewertet Russlands Vorgehen defensiv statt expansiv.

Von Linda WursterFOCUS ONLINE

Kurz vor seinem Tod beendete Reporter-Legende Peter Scholl-Latour sein Buch „Der Fluch der bösen Tat“. Auf Basis seiner jahrelangen Erfahrungen und Erlebnisse in den Ländern des Orients analysiert er das Scheitern des Westens – und kommt zu gewohnt kontroversen Schlüssen. In einer Serie fasst FOCUS Online Scholl-Latours Positionen zusammen.

Teil 2 – Der Konflikt um die Ukraine

Wehmütig erinnert sich der Autor am Anfang seines Buches an das vergangene Jahr, als eine kriegerische Konfrontation auf europäischem Boden nicht vorstellbar erschien. Nun jedoch sei in der Ukraine der „absurdeste Territorialkonflikt“ überhaupt entbrannt.

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Wenn Tierrechtler dogmatisch werden

picture alliance

Auch Wissenschaftler sind nicht frei von Dogmatismus. Gerade in der aktuellen Diskussion um Tierrechte ist eine Art Ideologisierung darwinistischer Positionen zu beobachten.

Von Timo SteinCicero

Auf den Stufen vor dem Berliner Bahnhof Friedrichstraße sitzt sie. Beziehungsweise steht sie. Und hackt. Die einbeinige Krähe kämpft mit den Überresten einer Stulle. Eine Taube wackelt herbei, hält ehrfürchtig Abstand. Einbeinige Krähe schlägt zweibeinige Taube. Eine zweite Taube taucht auf. Immer noch kein Eingreifen. Sie stehen zu zweit da und gucken blöd. Einbeinige Krähe schlägt zwei zweibeinige Tauben. Und wir reden hier von Bahnhofstauben, also den verruchten, zotteligen, nimmersatten, eigentlich mit allen Wassern gewaschenen Tauben.

Schließlich sind es fünf bescheuert glotzende Bahnhofstauben, die der einbeinigen Krähe das Futter überlassen. Einbeinige Krähe schlägt fünf zweibeinige Tauben. Die Gleichung ließe sich beliebig fortsetzen. Und während ich mich frage, wie viel dämliche Bahnhofstauben es wohl braucht, um einer einzigen einbeinigen Krähe das Futter streitig zu machen, schießt ein dicker Spatz ins Bild und pflückt sich wieselflink eine Brotkrume heraus. Die Krähe zuckt kurz. Die Tauben gucken weiter blöd.

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Intoleranz: Wenn Religion Angst macht

Pro-Köln-Anhänger demonstrieren am 8.5.2009 in Leichlingen. Pro Köln wendet sich unter anderem gegen den Bau von Moscheen in Deutschland. (dpa / picture alliance / Rolf Vennenbernd)

Die US-amerikanische Philosophin Martha Nussbaum untersucht in ihrem neuen Buch die Hintergründe der neuen religiösen Intoleranz. Ihr Fokus liegt auf Europa und den USA, wo sie eine zunehmende, irrationale Angst vor dem Islam, aber auch anderen Religionen wie dem Judentum ausmacht.

Von Kersten KnippDeutschlandfunk

In diesen Wochen jagen Kämpfer der Terrororganisation “Islamischer Staat” Hunderttausende sogenannter “Ungläubiger” vor sich her: Jesiden, Christen, Schiiten und teils auch jene Sunniten, die ihrer extremistischen Lesart der Religion nicht folgen wollen. Mit kaum für möglich gehaltener Brutalität gehen die Terroristen gegen ihre Opfer vor: Sie durchkämen ganze Landstriche, vertreiben deren dort seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden ansässigen Bewohner, enteignen sie, stellen sie vor die Wahl, sich entweder zu radikalen Spielformen des sunnitischen Islams zu bekennen oder die Gegend zu verlassen. Tausende dieser “Ungläubigen” ereilt ein noch schlimmeres Schicksal: Sie werden auf oft bestialische Weise getötet. Die fast schon vergessene “Enthauptung” hat durch die Berichterstattung über den “Islamischen Staat” im deutschen Sprachgebrauch inzwischen wieder eine prominente Position eingenommen. Die religiöse Intoleranz feiert unter der Herrschaft der Terrororganisation “Islamischer Staat” kaum mehr für möglich gehaltene Triumphe.

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ROSINA “schmeckt” die Kometengase

© ESA / Rosetta / NAVCAM

© ESA / Rosetta / NAVCAM Gasjets von 67P am 2. September 2014 Bei diesem Rohbild der Halsregion des Kerns von 67P wurde die Helligkeit stark angehoben, um den Gasjet nahe der Bildmitte sichtbar zu machen. Das Bild entstand aus einer Entfernung von 56 Kilometern mit der Navigationskamera.

Schon rund 40 000 Massenspektren konnte der “Rosetta Orbiter Sensor for Ion and Neutral Analysis” oder kurz ROSINA seit Erreichen des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko aufzeichnen. Die Daten zeigen, dass derzeit die Gasdichte im Umfeld des Kerns noch sehr gering ist.

Von Tilmann AlthausSpektrum.de

Sie schwankt zudem mit der 12,4-stündigen Rotation des Kerns. Als Hauptbestandteile wies ROSINA wie erwartet Wasserdampf, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid nach. Je nachdem, wo sich die Raumsonde Rosetta relativ zum Kern aufhält, gibt es starke Schwankungen in der Zusammensetzung der Hauptgase. Mal ist Kohlenmonoxid annähernd so häufig wie Wasserdampf, dann fällt der Gehalt auf nur noch zehn Prozent. Neben den Hauptgasen stieß ROSINA bereits auf Spurenstoffe wie Ammoniak, Methan und Methanol.

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A Debate on School Prayer Between an Expert and an Idiot

The Lubbock Avalanche-Journal in Texas published a debate on the topic of school prayer in today’s paper. On one side, they have Arnold Loewy, the Chair of Criminal Law at Texas Tech School of Law.
On the other side, they have Donald May who wouldn’t know the law if it were spelled out right in front of him. Which it is.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

Arnold Loewy (left) and Donald May, Image: Friendly Atheist

Let’s start with the sensible Loewy:

How, you might ask, can removing prayer from school possibly be good news for religious people? Well, in the first place, the Court did not remove prayer, it only removed school-sponsored prayer. There is a huge difference. Students are free to pray in school anytime they wish so long as they don’t disturb the class in doing so. So, if a group of two, 10 or 100 want to meet at school during lunch, recess, before or after school, or at any other free time and offer a prayer, they are free to do so.

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9/11-Skepsis erreicht den Mainstream

Bild: heise.de

Das amerikanische Parlamentsfernsehen sowie ein renommierter NSA-Whistleblower entdecken die 9/11-Truth-Bewegung.

Von Paul SchreyerTELEPOLIS

Der US-Fernsehsender C-Span, eine Art amerikanisches “Phoenix”, dokumentiert Politdebatten im Parlament und ist außerdem bekannt für seine Talksendungen mit Politgästen, bei denen die Zuschauer direkt anrufen und sich äußern können. C-Span sendet seit über 30 Jahren, besitzt eine Reichweite von etwa 100 Millionen Menschen und gilt als ebenso unspektakulär wie vertrauenswürdig.

Die Möglichkeit, anzurufen und live kritische Fragen zu stellen, wird von den Zuschauern des Senders intensiv genutzt. In der Vergangenheit kam es dabei immer wieder auch zu themenfremden “Störanrufen”, vor allem rund um die offenen Fragen zu 9/11. Regelmäßig nutzten Zuschauer die Gelegenheit, die in den Sender eingeladenen Politiker, unabhängig vom Tagesthema, explizit zu WTC 7 zu befragen – bekanntlich dem dritten Turm, der am 11. September 2001 in Manhattan einstürzte, ohne von einem Flugzeug getroffen worden zu sein.

Die Menge und die Kontinuität der Anfragen zu diesem Thema irritierten dabei nicht nur die interviewten Gäste, sondern schließlich auch die Verantwortlichen des Senders selbst. Nach eigener Aussage brachte dies C-Span nun vor einigen Wochen dazu, einen Vertreter der führenden 9/11-Skeptikervereinigung “Architects and Engineers for 9/11 Truth” direkt in die Sendung “Washington Journal” einzuladen. Dieser Einladung kam der Kopf der Gruppe, der Architekt Richard Gage, am 1. August diesen Jahres nach, präsentierte dabei seine Erkenntnisse und Überlegungen zum Zusammenbruch des World Trade Centers – und konnte nun seinerseits von Zuschauern live dazu befragt werden.

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Das Judentum als Einbildung

Buchdeckel (Ausschnitt) einer antisemitischen Schrift, die 1940 in Frankreich unter der Naziherrschaft erschien. Bild: www.bridgemanart.com

Buchdeckel (Ausschnitt) einer antisemitischen Schrift, die 1940 in Frankreich unter der Naziherrschaft erschien. Bild: http://www.bridgemanart.com

Antisemitismus funktioniert unabhängig davon, was Juden tun. Das zeigt ein hervorragendes Buch.

Von Beat MetzlerBasler Zeitung

Molotowcocktails gegen Synagogen, ­geplünderte Koscherläden, «Juden ins Gas»-Parolen – in der Folge des Gaza­kriegs fegte eine Welle des Antisemitismus durch Europa. Der Konflikt hatte die Hassausbrüche ausgelöst. Die Ursachen dafür lagen anderswo.

Ein ähnlicher Reflex spielte bei der Affäre um Geri Müller, hinter der Kommentatoren eine «jüdische Verschwörung» witterten. Schliesslich standen zwei Juden im Verdacht, Müller zu schaden. In Wahrheit handelte es sich um einen gewöhnlichen politischen Streit. Als die CVP mithalf, Christoph Blocher als Bundesrat zu stürzen, wäre niemand auf die Idee gekommen, von einer «christlichen Verschwörung» zu reden.

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Archaeologists Have Made An Incredible Discovery At Stonehenge

Image: BBC/io9

Using powerful ground-penetrating radar, investigators working around Stonehenge have detected a trove of previously unknown burial mounds, chapels, shrines, pits — and most remarkable of all — a massive megalithic monument made up of more than 50 giant stones buried along a 1,082-foot-long c-shaped enclosure.

By George Dvorskyio9

This news is unreal — and it’s resetting virtually everything we thought we knew about Stonehenge. Just a week after finding out that Stonehenge was once a complete circle, archaeologists from Birmingham and Bradford universities, and from the Ludwig Boltzman Institute in Vienna, have shattered the image of Stonehenge as a desolate and lonely place.

After four years of painstaking effort, and by using a magnetometer, a ground-penetrating radar (GPR), and a 3D laser scanner, archaeologists have shown that Stonehenge was once a sprawling complex that extended for miles.

And then there’s the previously unknown “super henge,” a monument located just two miles from Stonehenge. Scans suggest that each buried stone is about three meters (10 feet) long and 1.5 meters (5 feet) wide. The stones are positioned horizontally, not vertically, but it’s conceivable that they originally stood upright like other standing stones. The archaeologists suspect they were brought to the site shortly before 2,500 BC.

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Growing up Christian: a personal story of fear and ignorance

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

A personal story about being a Christian kid

by Makeesha FisherAtheist Republic

I grew up in a conservative evangelical world of the pentecostal variety. We weren’t as extreme as the snake handlers, but I spent a large percentage of my time at Sunday service (sometimes morning and evening), mid-week service, youth group and revival meetings; as well as summer camp, and conferences where there was speaking in tongues, laying on of hands, anointing with oil, prophecies, and more. All things equal, my childhood was good. My parents loved me and I knew it, no one beat me, I had a broad and supportive community, and a deep and sincere faith. I talked to God and I believed God talked to me. I had convictions and behavior guides that kept me grounded and helped me make decisions. I am still friends with members of my youth group and I had great ethics and morals.

The dark side of being a religious child is the fear that is an almost constant companion for many. Most conservative evangelical and fundamentalist Christian kids are taught implicitly and explicitly that “The World” is a threat. “The World” is everything that isn’t “of God”, and when Christians engage in worldly things, they run the risk of being led astray, down a path away from Jesus. Some of the Bible passages that guide this belief are:

Philippians 4:8 Finally, brothers and sisters, whatever is true, whatever is noble, whatever is right, whatever is pure, whatever is lovely, whatever is admirable–if anything is excellent or praiseworthy–think about such things.

1 John 2:15 Do not love the world or anything in the world. If anyone loves the world, love for the Father is not in them.

and John 15:19 If you belonged to the world, it would love you as its own. As it is, you do not belong to the world, but I have chosen you out of the world. That is why the world hates you.

In the tradition in which I grew up, there was the added component of a belief in the spirit realm. We believed in a literal, and very active satan and demons. We believed that the mind is the devil’s playground and that we needed to use our “spirit” (which was cleansed by the Holy Spirit, one of the three aspects of the Trinity, because of our salvation and baptism) to control our thoughts so we didn’t allow doubt, fear, lust, etc. to enter in.

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Rick Santorum: Let’s call secularism a religion so it can be banned from the classroom

Image: rawstory.com

Former Republican presidential candidate Rick Santorum railed against the exclusion of conservative Christianity from education in an interview with American Family Association radio host Bryan Fischer on Tuesday, Right Wing Watch reported.

By Arturo GarciaThe Raw Story

“I think we should start calling secularism a religion,” Santorum told a grinning Fischer. “Because if we did, then we could ban that, too, because that’s what they’ve done: they’ve hidden behind the fact that the absence of religion is not a religion of itself.”

The former Pennsylvania senator, who partnered with Fischer’s organization in the making of his newest “docudrama,” argued that secularism has “moral teachers” that should classify it as a religion.

“The idea that, if you take religion out of the public square, you take the Bible out of the classroom, that that’s neutral. Well no, that’s not neutral,” Santorum argued. “It’s a different worldview.”

According to Think Progress, Santorum has said that the film, One Generation Away, would attract protests from secularists, saying, “I’m a dog whistle to the left,” and calling it an opportunity to further his call to prioritize the Bible in school curriculums.

Watch Santorum’s remarks to Fischer, as posted online on Tuesday, below.

Evolution in der Ursuppe

Ausschnitt aus einem Video zum Miller-Urey-Experiment; The Community College Consortium for Bioscience Credentials/CC BY 3.0

Erstmals konnten Forscher in einer Computersimulation zeigen, dass unter den atmosphärischen Bedingungen in der Frühzeit der Erde die Entstehung komplexer Moleküle nicht nur möglich, sondern folgerichtig ist.

Von Matthias GräbnerTELEPOLIS

Vor vier Milliarden Jahren war die Erde noch jung und wild. Was dann passierte, davon können heute keinerlei Zeugen mehr berichten. Bekannt sind nur zwei Tatsachen: Dass am Ende einer Millionen Jahre dauernden, chemischen Evolution die Entstehung von Leben stand. Und dass die Atmosphäre der Erde damals aus Methan (CH4), Ammoniak (NH3), Wasser und Wasserstoff bestanden haben muss. In einem damals Aufsehen erregenden Experiment haben Harold Urey und sein Doktorand Stanley Miller 1953 gezeigt, dass sich unter Energiezufuhr aus diesen Stoffen Aminosäuren bilden können – die Bausteine des Lebens. Als Energielieferanten könnten dabei die in der Frühzeit der Erde häufigen atmosphärischen Entladungen in Form von Blitzen gedient haben.

Das Experiment stieß nicht auf ungeteilte Zustimmung, auch wenn andere Forscher mit ähnlichen Versuchen fortfuhren und auf ähnliche Weise weitere komplexe, zur Entstehung des Lebens nötige Moleküle erzeugen konnten. Je nach Variation der Umweltbedingungen waren andere chemische Reaktionen die Folge. Womöglich haben auch UV-Strahlung, Radioaktivität, die Wärme unterseeischer Quellen oder gar die Schockwellen eines Meteoriteneinschlags die für die Entstehung komplexer Verbindungen nötige Energie geliefert?

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Five Dinosaur Myths That You Probably Thought Were True

How much do you know about dinosaurs? If you’re still relying on what you learned in grade school — and saw in Hollywood classics like “Jurassic Park” — you’ve got dinosaurs all wrong.

By Jaqueline HowardHuffington Post

Yes, the scientific understanding of dinosaurs — and dinosaur behavior — has changed drastically in recent years.

“‘Jurassic Park’ fossilized an image of scaly dinosaurs in our imagination,” Brian Switek, dinosaur expert and author of the book My Beloved Brontosaurus, told The Huffington Post in an email. “Despite scores of fluffy and fuzzy dinosaur fossils, many people still prefer the scabrous, reptilian versions they grew up with. Nostalgia’s great, but paleontology has kept altering our perceptions of what dinosaurs were like in the 20 years since Spielberg’s classic film.”

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Epigenetik: Schiebt es nicht auf die Mütter!

image: Mirny et al/MIT

image: Mirny et al/MIT

Welche Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben gesundheitliche Einflüsse auf dessen Vorfahren? Das ist ungeklärt, führt aber zu erregten Diskussionen, warnen Forscher um Sarah S. Richardson von der Harvard University in Cambridge.

Sarah S. Richardson, Cynthia R. Daniels, Matthew W. Gillman, Janet Golden, Rebecca Kukla, Christopher Kuzawa und Janet Rich-EdwardsSpektrum.de

Sei es in der alten Volksmedizin oder in unserer modernen Welt – schon immer wollten wir wissen, welche Erlebnisse einer Schwangeren ihr ungeborenes Kind prägen. Die letzte Welle dieser Diskussion kommt aus der Epigenetik, einem Forschungszweig, bei dem es um vererbbare Veränderungen der DNA geht, die zwar die Genaktivität, nicht aber die Nukleotidsequenz beeinflussen. Diese DNA-Modifikationen sollen eine Rolle dabei spielen, ob unsere Kinder in der Zukunft an Fettleibigkeit und Diabetes erkranken oder mangelnde Stressresistenz entwickeln.

Die Schlagzeilen in der Presse zeigen, wie die neuen Erkenntnisse oft einseitig auf den Einfluss der Mutter reduziert werden. “Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft verändert Baby-DNA” (BBC), “Omas Erfahrungen beeinflussen deine Gene” (Discover) oder “Schwangere Überlebende vom 11. September gaben Trauma an Kinder weiter” (The Guardian). Der Einfluss des Vaters, des Familienlebens und des sozialen Umfelds bleiben hierbei völlig unbeachtet.

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Manipulation und: Selbsttäuschung: Die Macht der Fremdsteuerung

Rainer Sachse Manipulation und Selbsttäuschung Verlag: Springer Berlin, Berlin 2014 ISBN: 9783642548239 19,99 €

„Manipulieren” heißt, einen Menschen zu etwas zu veranlassen, was er eigentlich nicht möchte. Der Begriff war ursprünglich nicht negativ behaftet (lat. manipulus, „etwas in der Hand haben”, übertragen „Kunstgriff”), wird heute aber oft mit unmoralischem Verhalten in Verbindung gebracht.

Von Ruth LachmuthSpektrum.de

Rainer Sachse, Leiter des Instituts für Psychologische Psychotherapie (IPP) in Bochum, vermittelt in seinem Buch einen fundierten Einblick in Formen der Manipulation und entsprechende Abwehrstrategien. Er erläutert wesentliche Aspekte des Beeinflussens Anderer sowie der Selbsttäuschung.

Schnell wird klar: Wir alle manipulieren ständig und werden manipuliert, meist aber in harmloser Form und überwiegend unbewusst. Dieses Verhalten sei verbreitet und normal, schreibt Sachse, es könne sogar als soziale Kompetenz betrachtet werden. Entscheidend sei die Dosis. Manipulation werde dann zum Problem, wenn sie zu häufig eingesetzt werde oder ernsten Schaden bewirke.

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Non-Religious Students Make Up More Than a Third of Harvard’s New Freshman Class

By Hemant MehtaFriendly Atheist

It’s not a scientific survey by any means, but Harvard’s newspaper, The Crimson, asked incoming freshman to fill out a survey in order to assess various demographic trends. More than 70% of students responded. The section about religious beliefs, in particular, is unbelievable:

Image: Friendly Atheist

The percentage of atheists/Agnostics (35.6%) is almost identical to that of Protestants/Catholics (37%). If you included “Other” in our category, as many surveys often do, it’d be even higher.

I’m not claiming that’s representative of anything beyond just Harvard — which isn’t exactly a run-of-the-mill school — but I wonder how many other colleges are seeing similar trends.

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Atheismus, Religion und Wissenschaft: Ein Problemfeld zu klärender Verhältnisse

ewe35Bei der Zeitschrift “Erwägen – Wissen – Ethik” handelt es sich um ein Forum für Erwägungskultur. Günter Kehrer, Professor an der Philosophischen Fakultät, Abteilung Indologie und Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Tübingen, stellt zunächst seine Position zu diesem Thema in einem Hauptartikel zur Diskussion. Hierauf antworten 69 von den Herausgebern als kompetent ausgewählte Wissenschaftler.

Von Erich Satterhpd.de

Der überwiegende Teil dieser Experten[1] sind Theologen der beiden großen christlichen Konfessionen; aber auch Philosophen, Religionswissenschaftler, Soziologen und Naturwissenschaftler sind ausreichend vertreten. Auf die Kritiken antwortet Kehrer in einem umfangreichen Replik, bei dem er sich auch für den sachlichen und fairen Ton bedankt.

Kehrers Impulsreferat diskutiert zunächst die Mechanismen des weitgehend konfliktfreien Verhältnisses von Religion und Wissenschaft und die offensichtliche Marginalität des Atheismus. Die Forschungspraxis der (Natur)Wissenschaften ist atheistisch: Gott kommt nicht vor.

Während noch vor 200 Jahren viele Naturwissenschaftler auch theologisch argumentierten, hat sich die Gotteshypothese aus der Forschung zurückgezogen. Diesem Vorgang entsprach der stillschweigende allmähliche Verzicht der christlichen mainstream Kirchen auf gehaltvolle Aussagen über Gott und die Welt. In diesem schweigenden konfliktfreien Verhältnis können atheistische Positionen nur schwer Gehör finden. Auch ein mögliches religionskritisches Potential der empirisch und historisch arbeitenden Religionswissenschaften konnte sich nicht entwickeln, da die Position des methodologischen Agnostizismus auf das Stellen der Wahrheitsfrage verzichtet. Es wird befürchtet, dass eine dominierende funktionalistische Betrachtung von Religion sogar eine unspezifische religionsaffirmative Haltung erlaubt.

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Artenexplosion in Afrikas Seen: Das Geheimnis der rasanten Buntbarsch-Evolution

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Bild: Prof. Dr. Axel Meyer.

Rasend schnell haben sich in den Seen Afrikas Tausende neue Buntbarscharten entwickelt. Und ständig entstehen neue Spezies. Forscher haben jetzt eine erste Theorie, was die Evolution der Fische im Eiltempo vorantreibt.

Von Julia MerlotSpON

Buntbarsche gelten als Evolutionswunder: Mit über 2000 bekannten Spezies sind sie eine der artenreichsten Fischfamilien überhaupt. Sie entwickeln sich so schnell, dass man ihnen in einigen Fällen sogar bei der Evolution zuschauen kann. Was die Fische zu solch ungewöhnlichen Anpassungskünstlern macht, haben Forscher nun erstmals umfassend in einer Genanalyse untersucht.

Seit Charles Darwin im 19. Jahrhundert erkannte, dass sich Lebewesen an unterschiedliche Lebensräume anpassen und so neue Arten entstehen, konnte niemand erklären, wie genau das eigentlich funktioniert. Warum entwickeln manche Lebewesen sich schneller weiter als andere? Und warum gelingt es anderen gar nicht, sich an eine veränderte Umwelt anzupassen?

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Can Humanism Survive the Coming Transhumanist Revolution?

Image: The Humanist/Clay Farris Naff

Image: The Humanist/Clay Farris Naff

IF YOU DON’T keep up on your fearmongering Christian commentary, you may have missed this item from the online WorldNetDaily:

By Clay Farris NaffThe Humanist

Secret experiments now underway in the U.S. and elsewhere are sparking fears of a potential extinction-level event hastening the Second Coming of Jesus … [S]cience fiction of the past could become science fact of our immediate future, with human minds connected wirelessly to computers and bionic bodies outperforming top athletes by leaps and bounds. That prospect has some sounding alarm bells about the fulfillment of End-times Bible prophecy…

Well, why not? For two millennia nothing else has done the trick. Still, the eschatology industry is not alone in worrying about the impending technological revolution. Indeed, for humanists, the urgency may be even greater. Bedrock concepts of humanism—equality, individual autonomy, education, and democracy, among others—face seismic upheavals. The very idea of what it means to be human may be overturned.

No less prominent a figure than cosmologist Stephen Hawking recently joined with three other luminaries to warn that artificial intelligence (AI), rapidly proliferating through our most intimate devices, could evolve into a catastrophe for humankind. In an article that appeared in the Independent in May, Hawking and his coauthors Stuart Russell, Max Tegmark, and Frank Wilczek write:

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