Archiv der Kategorie: Gesundheit

Das Leben ist der Güter höchstes nicht

John Wayne, The Shootist, 1976

John Wayne, The Shootist, 1976

Eine zornige Untersuchung: Was wirklich hinter dem Widerstand gegen die Sterbehilfe steckt. Haltet euch aus unserem Leben heraus, ihr Lebensschützer!

Von Wolfgang BroscheThe European

Der kühne Freitod von Udo Reiter erinnerte mich in seiner lakonischen Konsequenz an einen berühmten Film, den Schwanengesang eines Stars und eines Genres.

Don Siegels „The Shootist“ ist sicher nicht der größte aller Western, aber der erschütterndste. John Wayne, die reaktionäre, raue und zärtliche alte Kanaille, trat mit diesem Film von der Leinwand ab. Er hätte es besser nicht tun können als in der Rolle eines alten Gunman, der seit Wochen von Unterleibsschmerzen geplagt wird. Der Arzt, den er aufsucht, kann ihm nur hilflos die Diagnose Krebs mitteilen und drückt ihm dann ein Fläschchen Laudanum in die Hand. „Hätte ich“, raunt der Arzt, „Ihren Mut, dann wüsste ich, was ich täte, um den mörderischen Schmerzen und dem Verrecken zu entgehen!“

Schnell spricht sich herum, dass der einst gefürchtete Shootist ein todkranker Mann ist. Die Geier warten schon: jüngere Gunmen versammeln sich in der Stadt und warten auf ihre Chance. Wayne schaut sich ein paar Tage in der herbstlichen Stadt um, macht eine letzte Bekanntschaft mit einer stolzen und klugen Witwe, hilft ihr, ihren Sohn wie ein Vater auf den richtigen Lebensweg zu bringen, trinkt die letzten Schlucke Laudanum, die schließlich nicht mehr helfen und bestellt die lauernden Aasgeier in den Saloon.

Es sei sein Geburtstag, sagt er dem Barkeeper, der ihm den letzten Whisky einschenkt, den wolle er feiern. Und er feiert ihn auf seine Art, erledigt die schießwütigen Rotzlöffel, die seine Nachfolge antreten wollen, nebenbei noch ein paar tolldreiste Gangster und wird selbst tödlich getroffen. Noch einmal hat er als Towntamer die Stadt gerettet und ist dabei auf seine Weise gegangen. Das war sein Tod, der Tod als Gunman, der seine Zeit gehabt hat!

John Wayne selbst hatte nicht das Glück, so zu sterben wie in diesem Film. Einmal schon, in den 60ern, hatte er den Krebs besiegt. Ein Jahr nach „The Shootist“ kam er zurück, der Krebs. Man behandelte den Duke zu Tode, schnitt hier und da was weg und der große starke Mann verreckte zwischen Amputationen und Morphium. „Feo, fuerte y formal“ steht auf Waynes Grabstein – er war stolz, er war stark, er hatte Würde … bei all dem Reaktionären, das seine Filme auch hatten, immer ging es in ihnen um die Würde des Individuums. Darum sei ihm dieses Epitaph gegönnt.

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Italienische Pfarrer auf Abwegen: Bunga-Bunga in Albenga

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Der eine baggert Ehefrauen an, der andere posiert nackt im Internet: Im norditalienischen Bistum Albenga-Imperia scheinen einige Pfarrer auf Abwegen. Nun will der Papst einen Helfer in die sündige Diözese schicken.

Von Hans-Jürgen SchlampSpON

Albenga ist eine kleine Stadt an der Küste Liguriens im Nordwesten Italiens. Rund 23.000 Menschen leben dort, es gibt eine Kathedrale mit Grundmauern aus dem 11. Jahrhundert und einen Bischof, der seit einem Vierteljahrhundert die Messen liest – gerne in lateinischer Sprache. Bischof Mario Oliveri heißt der Geistliche, und derzeit hat er andere Sorgen als seine Messe und außerdem ungewohnte Gesprächspartner: Staatsanwälte und aufgeschreckte Emissäre aus Rom.

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Tierversuche: Das muss uns die Gesundheit des Menschen wert sein

Bild: animalequality.de

Bild: animalequality.de

Es ist ein klassisches ethisches Dilemma. Um die Funktionsweise des Lebens besser zu erforschen, wird Leben beeinträchtigt oder zerstört. Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung leider unverzichtbar sind.

Von Gerhard Heldmaier und Stefan TreueFrankfurter Allgemeine

Die täglichen Berichte über das Leid der Ebola-Erkrankten und deren Angehöriger zeigen, wie hilflos Wissenschaft, Medizin und Politik dieser Epidemie gegenüberstehen. Impfstoffe werden geprüft, stehen aber bis jetzt nicht zur Verfügung, Ebola-spezifische Medikamente zur Behandlung von akut Erkrankten existieren nicht. Es gibt sie nicht, weil uns grundlegende Kenntnisse fehlen. Wir wissen nicht, wie diese Viren in Zellen eindringen, wie sie zerstören und dabei unsere körpereigene Abwehr überlisten und mit welcher Behandlung sie im Körper vernichtet werden könnten. Möglicherweise müssen ganz neue therapeutische Wege beschritten werden. Durch Behandlung mit Erbgutschnipseln (siRNA) gelang kürzlich die Heilung von Rhesus-Affen, die mit dem Ebola-ähnlichen Marburg-Virus infiziert worden waren. Es wird jedoch noch viele Studien mit Tieren und schließlich auch an Menschen erfordern, bis eine erfolgreiche Therapie zur Verfügung steht.

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An der Sexualität retardieren die Bibel-Frommen

Handschellen mit Plüschfütterung Foto: Joe Wolf, flickr | CC-BY-SA 1.0

Ein Schulbuch für Sexualerziehung vermischt bei manchen Aufgaben religiöse Gegenstände wie Bibel und Kruzifix mit Dildos und Handschellen. Dieser Mix von Religion und Sex ist ein bewusster Teil der „Gender-Ideologie“, erklärt ein Experte.

pro Medienmagazin

Eheringe, Handschellen, Vibrator, Lederpeitschen, Herren-Tanga, Kopftuch, Kreuz und Bibel, Teddybär und weiteres Sexspielzeug. Aus diesen Gegenständen sollen Jugendliche um das 14. Lebensjahr Dinge auswählen, die für sie unbedingt zur Sexualität dazugehören. Auf die Frage, was nach dem Ende einer Beziehung gegen den Trennungsschmerz helfen könne, sollen die Jugendlichen unter anderem zwischen Schokolade, einem Gebetskreuz und einem Dildo wählen.

„Die Kombination aus religiösen Utensilien und Sexspielzeug entspringt dem Denkmuster des Gender Mainstreaming“, erklärt dazu der Jugendforscher Martin Voigt am Donnerstag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er zitiert aus einem Buch der Journalistin Dale O’Leary, die 1995 auf der UNO-Weltfrauenkonferenz beobachtete, wie das Konzept des Gender Mainstreaming verabschiedet wurde.

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BKA meldet weiteren Fall von Kinderpornografie im eigenen Haus

Foto: dpa/Fredrik Von Erichsen

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach eigenen Angaben einen weiteren Fall von Kinderpornografie in seinen Reihen.

evangelisch.de

Die Staatsanwaltschaft Bonn habe gegen einen BKA-Mitarbeiter “ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes von kinderpornografischem Material” geführt, teilte die Behörde in Wiesbaden am Mittwoch mit. Dieser Fall stehe aber nicht im Zusammenhang mit der Kinderpornografie-Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy. Im Zuge der Affäre war bekanntgeworden, dass neben Edathy auch ein BKA-Beamter auf der Kundenliste eines kanadischen Kinderporno-Rings stand.

In dem neuen Fall habe das BKA “nach Bekanntwerden umgehend alle möglichen dienstrechtlichen Maßnahmen ergriffen”, hieß es. Weitere Verfahrensschritte würden derzeit geprüft. In welchem Bereich der Mitarbeiter beschäftigt war und mit welchem Ergebnis das Ermittlungsverfahren beendet wurde, blieb offen. Die Staatsanwaltschaft Bonn war zunächst nicht zu erreichen.

Polnischer Ordensmann wegen Missbrauchsverdachts angeklagt

kirche_polenEr soll laut Anklage auch kinderpornografisches Material sowie ohne Genehmigung eine Pistole und Munition besessen haben

kathweb

Wegen Kindesmissbrauchs hat die Staatsanwaltschaft Warschau Anklage gegen einen polnischen Missionar erhoben. Die Übergriffe auf sechs Minderjährige unter 15 Jahren sollen sich in der Dominikanischen Republik zwischen 2009 und 2013 ereignet haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Zudem werde dem katholischen Ordensmann P. Wojciech Gil vorgeworfen, in den Jahren 2000 und 2001 zwei Kinder in Polen missbraucht zu haben. Gil gehört den Michaeliten (Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael) an.

Der Pater soll der Anklage zufolge in dem Karibikstaat auch kinderpornografisches Material sowie ohne Genehmigung eine Pistole und Munition besessen haben. Er bestreitet laut Staatsanwaltschaft die Anschuldigungen. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft. Der Ordensmann war im Februar bei Krakau festgenommen worden.

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Sterbehilfe: Und wenn du schön stirbst, so stirbst du doch

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Der Freitod des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter hat die Debatte um selbstbestimmtes Sterben neu entfacht. Doch wie stehen Mediziner und Theologen zu dem heiklen Thema? Ein aktueller Überblick.

Von Matthias KamannDIE WELT

Kommt ein Mann zum Arzt: “Herr Doktor, auch die zweite Chemotherapie hat meinen Krebs nicht besiegt, was soll ich tun?” – “Nun”, sagt der Arzt, “es gibt zwei Möglichkeiten.” Ab hier jedoch funktioniert das Witzemuster nicht mehr. Denn zur Wahl stehen das Hospiz und der Eintritt in einen Sterbehilfeverein. In beiden Fällen ist die Schlusspointe zum Heulen: Der Mann stirbt.

Ans Witzeerzählen zu denken liegt aber nahe in der Debatte über ein Verbot oder eine Regulierung der bislang erlaubten Beihilfe zum frei verantwortlichen Suizid. Denn dieser Streit wird zumal in Talkshows anekdotisch geführt. Ständig gibt es Einzelfallgeschichten von Leuten, die zum Arzt kommen und dann auswählen müssen. Zudem enden fast alle jener Geschichten mit einem Lächeln. Erfreut erzählen Sterbehilfegegner, wie beseligt Hospizpatienten versterben. Genauso zufrieden, so berichten Sterbehelfer, scheiden ihre Klienten aus dem Leben.

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Die Vegan-Lüge: So gesund sind die Produkte wirklich

Thinkstock

Vegan sein ist trendy, sexy und gesund. Aufgerüttelt durch Berichte über Massentierhaltung und Quälerei, entscheidet sich inzwischen eine ganze Generation für die vegane Alternative im Supermarkt.

Von Andrea MaierHuffington Post

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe veganer Fertigprodukte, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Viele Verbraucher gehen automatisch davon aus, dass sie etwas Gesundes kaufen – schließlich ist es ja vegan. Doch das ist ein Trugschluss, wie Analysen von Verbraucherzentralen und Ökotest jetzt belegen.

Naturnah leben?

Verbraucherschützerin Silke Schwartau gibt zu bedenken, dass es sich bei vielen veganen Fertiglebensmitteln nicht um naturreine Produkte handelt. Um den gewünschten Geschmack und die richtige Konsistenz zu erzeugen, müssen zahlreiche künstliche Zusatzstoffe wie Aromen und chemische Bindemittel beigefügt werden.

Das ist für sich genommen nicht zwingend ungesund, stimmt aber nicht mit dem Idealbild vieler Veganer überein, sich besonders naturnah zu ernähren.

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„Bildungsplan-Gegner spielen mit Ängsten“

Die Demo gegen „sexuelle Vielfalt” im Schulunterricht war am Sonntag gut besucht Foto: Sobel Karolina / Facebook-Seite „Demo für alle”

Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat den Gegnern des Bildungsplans Angstmacherei vorgeworfen. Am Wochenende hatten tausende Aktivisten in Stuttgart gegen den Plan demonstriert. Auch der Philologenverband fand deutliche Worte.

pro Medienmagazin

Das Ministerium bezeichete die Behauptungen auf der „Demo für alle“ am Sonntag als „falsch und absichtlich irreführend“. Parolen einer „Sexualisierung der Schule“ oder der „Zerstörung der Familie“ durch den Bildungsplan gingen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. „Die Initiatoren spielen bewusst mit den Ängsten von Eltern, um ihrer Ideologie zu entsprechen und ihre Anhänger anzuheizen“, erklärte ein Sprecher. Der Wert von Ehe und Familie sei einer der Grundpfeiler des Bildungsplans. Kritiker sollten sich im Internet informieren, wo die Erarbeitung der Pläne durch Pädagogen nachvollziehbar sei.

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J. Craig Venters “Leben aus dem Labor”: Gott ist da unnötig

Monster aus Menschenhand – Fiktion künstlich erschaffenes Leben: Frankstein-Figur Foto: Afp

Der amerikanische Biochemiker J. Craig Venters meint, im Labor könne jede Art Leben entworfen werden.

Badische Zeitung

Im Jahr 2010 hat J. Craig Venters Forschungsgruppe die erste lebensfähige künstliche Zelle hergestellt. Technik und wachsendes Wissen, behauptet der amerikanische Biochemiker im Buch “Leben aus dem Labor”, eröffnen die Möglichkeit, nahezu jede Art von Leben zu entwerfen. Das besteht für Venter aus biologischen Maschinen, angetrieben von DNA, der Software alles Lebendigen. “Wir gehen von einem Computer-Digitalcode aus, gestalten eine neue Lebensform, synthetisieren mit chemischen Methoden ihre DNA und fahren sie dann hoch, so dass eine neue Lebensform entsteht”, schreibt er: “Die Menschheit steht im Begriff, in eine neue Phase der Evolution einzutreten.”

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Ebola und die Quacksalber

Ebola-Virus, Bild: wikimedia.org/PD

Kein Ereignis der Weltgeschichte, das nicht seine eigenen Verschwörungstheorien bekäme.

Von merdeisterderFreitag

Endlich! Eine Katastrophe, die perfekte Katastrophe um all unsere Verschwörungstheorien zu entstauben und der Welt ein weiteres Mal zu zeigen. Denn, liebe Leute, Infektionskrankheiten gibt es nicht! Oder zumindest kein Ebola, klare Kiste. Der Beweis? Ist es nicht offensichtlich? Überall wo die Helfer des Roten Kreuzes auftauchen, gibt es auch Ebola! Das zumindest scheint die Logik von Rosina Kaiser zu sein, die auf ihrer Facebook-Seite die Übersetzung eines Textes von Nana Kwame, einem Ghanaer, der Ebola für eine große Verschwörung hält. Die Logik hinter der Annahme folgend, erzeugen Regenschirme Regen und verursachen Airbags Unfälle. Denn immer wenn Menschen mit Regenschirmen rumlaufen, regnet es und immer, wenn ein Airbag ausgelöst wurde, gab es einen Unfall. Wenn man Ursache und Wirkung einfach vertauscht, eröffnen sich der eigenen Weltsicht ungeahnte Möglichkeiten. Confirmation Bias Gone Wild!

Aber das ist nicht der einzige “Beweis” den die Autoren anbringen. Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes (warum eigentlich nur vom Roten Kreuz?) würden nämlich in ihrer Arbeit behindert und zum Teil angegriffen. Das täten die Menschen, um sich vor den “Injektionen” zu schützen, denn “die Afrikaner” (sic!) seien ja nicht “so dumm“, dass sie nicht wüssten, was ein Virus ist und das Viren Infektionserkrankungen hervorrufen könnten. Nein, das wüssten sie sehr wohl und weil sie WISSEN, dass die Erkrankungen nicht von einem Virus hervorgerufen würden, wehrten sie sich gegen die Mitarbeiter des Roten Kreuz.

Dass Menschen nicht wissen, was es mit Viren auf sich hat, hat weniger mit “Dummheit” zu tun als mit mangelnder Information (im günstigeren Fall) oder mit Falschinformation (im ungünstigeren Fall). Mangelnde Aufklärung war von Beginn an ein Problem für die HelferInnen in den betroffenen Gebieten und die WHO hat schon früh für Programme zur Aufklärung geworben.

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I’m a Hazmat-Trained Hospital Worker: Here’s What No One Is Telling You About Ebola

Photo Credit: DmitriMaruta/Shutterstock.com/bearb.:BB

Photo Credit: DmitriMaruta/Shutterstock.com/bearb.:BB

It is a superior virus that has evolved and fine-tuned its mechanism of transmission to be near-perfect. That’s why we’re all so terrified. We know we can’t destroy it. All we can do is try to divert it, outrun it.

By Abby NormanAlternet

I’ve worked in health care for a few years now. One of the first things I took advantage of was training to become FEMA-certified for hazmat ops in a hospital setting. My rationale for this was that, in my home state of Maine, natural disasters are almost a given. We’re also, though you may not know it, a state that has many major ports that receive hazardous liquids from ships and transport them inland. In the back of my mind, of course, I was aware that any hospital in the world could potentially find itself at the epicenter of a scene from The Hot Zone. That was several years ago. Today I’m thinking, by God, I might actually have to use this training. Mostly, though, I’m aware of just that — that I did receive training. Lots of it. Because you can’t just expect any nurse or any doctor or any health care worker or layperson to understand the deconning procedures by way of some kind of pamphlet or 10-minute training video. Not only is it mentally rigorous, but it’s physically exhausting.

PPE, or, personal protective equipment, is sort of a catch-all phrase for the suits, booties, gloves, hoods and in many cases respirators worn by individuals who are entering a hot zone. These suits are incredibly difficult to move in. You are wearing several layers of gloves, which limits your dexterity to basically nil, the hoods limit the scope of your vision — especially your peripheral vision, which all but disappears. The suits are hot – almost unbearably so. The respirator gives you clean air, but not cool air. These suits are for protection, not comfort. Before you even suit up, your vitals need to be taken. You can’t perform in the suit for more than about a half hour at a time — if you make it that long. Heat stroke is almost a given at that point. You have to be fully hydrated and calm before you even step into the suit. By the time you come out of it, and your vitals are taken again, you’re likely to be feeling the impact — you may not have taken more than a few steps in the suit, but you’ll feel like you’ve run a marathon on a 90-degree day.

Getting the suit on is easy enough, but it requires team work. Your gloves, all layers of them, are taped to your suit. This provides an extra layer of protection and also limits your movement. There is a very specific way to tape all the way around so that there are no gaps or “tenting” of the tape. If you don’t do this properly, there ends up being more than enough open pockets for contamination to seep in.

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Kripo-Chef: Lasst die Leute doch einfach kiffen!

Jetzt schon werden Cannabis-Konsumenten in Deutschland nicht strafrechtlich verfolgt – illegal ist der Konsum dennoch. Foto: imago stock&people

Als Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vertritt André Schulz (44) bundesweit 15000 Kripoleute. Er macht sich im KURIER-Interview dafür stark, dass Drogenkonsum in Deutschland künftig straffrei sein soll.

Berliner Kurier

KURIER: Die US-Regierung hat den Drogenkrieg als verloren bezeichnet. Wie ist das in Deutschland?

André Schulz: Wir denken, dass es intelligentere Lösungen gibt, als sie im Rahmen der Drogenpolitik angewendet werden.

Welche?

Wir fragen uns: Bringt ein Drogenverbot etwas? Sind Drogenkonsumenten wirklich Kriminelle? Muss man sie mit dem Strafrecht verfolgen? Oder sind das Bereiche, die nicht strafbar sein sollten und um die man sich zwar kümmern muss, auch unter dem Aspekt des Kinder- und Jugendschutzes. Aber wo das Strafrecht außen vor bleiben sollte. Wir fragen uns, ob eine komplette Prohibition sinnvoll ist.

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Geburt der Gegenwart: Alles im Fluss

Achim Landwehr Geburt der Gegenwart  Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014 ISBN: 9783100448187 24,99 €

Achim Landwehr
Geburt der Gegenwart
Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014
ISBN: 9783100448187
24,99 €

Der “Kriegs- Mord- und Todt- Jammer- und Noth-Calender” des thüringischen Pfarrers Abraham Seidel (gest. 1680) erfreute sich lange Zeit enormer Beliebtheit. Mehr als 170 Jahre lang, von 1678 bis 1849, fand das Werk Absatz. Das Besondere an ihm war, dass es nicht nur die übliche Auffassung bediente, wonach die menschliche Zivilisation seit den Zeiten des himmlischen Paradieses permanent im Abstieg begriffen sei und unausweichlich aufs Verderben zusteuere. Sondern es stellte auch zeitgenössische politische Ereignisse in den Fokus und wandte den Blick somit der Gegenwart zu.

Von Martin SchneiderSpektrum.de

Der “Calender” markierte damit einen Paradigmenwechsel, wie der Historiker Achim Landwehr im vorliegenden Buch beschreibt. Im 17. Jahrhundert löste man sich langsam von der christlichen Heilsgeschichte, wonach die ferne Vergangenheit eine goldene gewesen sei, während sich nun ein steter Niedergang vollziehe und Gott für die Zukunft den Weltuntergang und das Jüngste Gericht vorherbestimmt habe. Die Reflexion der Gegenwart hatte in diesem Zeitschema fast keinen Platz gehabt – nun jedoch, in der Neuzeit, änderte sich die Situation. Man hatte blutige Konfessions- und Bürgerkriege überstanden, ebenso Wirtschaftskrisen, Klimaverschlechterungen und verheerende Seuchen. Sogar die Türkengefahr und die Pest, zuvor als göttliche Strafgerichte sowie als Aufruf zu Buße und Umkehr gedeutet, wusste man gegen Ende des 17. Jahrhunderts hinter sich. Es stimmte offenkundig nicht, dass alles immer schlechter wird, und auch die Apokalypse ließ trotz vieler Ankündigungen auf sich warten. Somit richtete sich die Aufmerksamkeit der Menschen verstärkt auf das Jetzt.

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Schein-Therapien und der Placebo-Effekt

Wirkung ohne Wirkstoff – Wie funktionierern Placebos? © freeimages

Placebos lindern Schmerzen, hemmen Entzündungen und lösen Asthma – und enthalten doch keinerlei wirksame Bestandteile. Trotzdem wirken diese Schein-Therapien bei vielen Menschen verblüffend gut. Aber warum? Wie funktioniert der Placebo-Effekt?

scinexx.de

“Placebo” – Ich werde gefallen: So nannten schon rund 250 Jahren Mediziner ihre Schein-Arzneien. Sie verabreichten ihren Patienten Pillen aus Brot und Zucker oder Tränke aus gefärbtem Wasser, um diese zu beruhigen, ihnen Linderung bei unheilbaren Krankheiten zu verschaffen oder schlicht, um Geld zu verdienen. Doch schon damals stellte man fest: Die Schummel-Kuren wirken.

Inzwischen weiß man, dass Placebos reale und physiologisch messbare Veränderungen im Körper auslösen können. Ihre Wirkung geht damit weit über einen rein psychologischen Effekt hinaus. Was aber genau den Placebo-Effekt verursacht, wie er sich manifestiert und warum nicht jeder gleichermaßen anfällig ist, das haben Forscher erst in den letzten Jahren zumindest in Teilen herausgefunden.

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Von wegen Humanismus

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

In Alexander Görlachs Text zur Abtreibung ist viel von Menschlichkeit die Rede. Warum klingt dieser dann so kalt und unempathisch?

Von Julia KorbikThe European

Alexander Görlach ist gegen Abtreibung und sieht die humanistische Gesellschaft in Gefahr, weil ungeborenes Leben als untergeordnet betrachtet wird: „Keine Gemeinschaft wird sich darüber definieren können, wie sie am besten die Geburt des Nachwuchses verhindert.“

Aus Görlachs Text spricht eine gewisse Hilflosigkeit angesichts der Tatsache, dass Frauen schwanger werden und darauf basierend Entscheidungen treffen können, für die sie den an der Zeugung beteiligten Mann nicht um Rat bzw. Erlaubnis fragen müssen. Görlach findet es nicht richtig, dass Frauen über das ungeborene „Leben“ (wenn man es so nennen will) in ihrem Bauch entscheiden dürfen: „Wir befinden uns in einem erbärmlichen Abwärtsstrudel, in dem Menschen sich selbst und mit sich alle anderen als Ware betrachten, mit der man, von Fall zu Fall, nach Belieben verfahren kann.“

Um es ganz klar zu sagen: Wenn eine Frau abtreibt, tut sie das in den meisten Fällen, weil sie gute Gründe hat – und nicht mal eben so, zumal es sich um einen medizinischen Eingriff handelt. In Deutschland sinkt die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche seit 2004 kontinuierlich. 2013 waren es mit 102.800 Abtreibungen 3,8 Prozent weniger als 2012.

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Ausstellung über rituelle Beschneidung von Jungen

beschneidung2012 bezeichnete ein deutsches Gericht die rituelle Beschneidung von Jungen als Körperverletzung und löste damit eine heftige Debatte über die Legalität der Beschneidung aus religiösen Gründen aus. Sie ist Ausgangspunkt für eine Ausstellung im Jüdischen Museum in Berlin, in der das Thema aus jüdischer, muslimischer und christlicher Sicht dargestellt wird.

Von Igal AvidanDeutschlandfunk

Für Juden ist die Beschneidung, Hebräisch “Brit Mila” oder “Bund des Wortes”, ein identitätsstiftendes Gebot. Am achten Tag nach seiner Geburt wird ein Junge durch auf dieses Ritual in die jüdische Gemeinschaft aufgenommen.

Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin, hat nun in einer Ausstellung die religiöse Bedeutung der Beschneidung in den drei monotheistischen Religionen zum Thema gemacht:

“In den Stamm wird man reingeboren durch die Geburt einer jüdischen Mutter und danach kommt noch die Beschneidung als symbolisches und irreversibles Zeichen der Zugehörigkeit zum Glauben. Und Gebot und Glauben vollenden sich in der Beschneidung… Und das ist ein Paradox, das ich sehr interessant finde: Dadurch, dass man was wegnimmt, vollendet man die Schöpfung.”

Unter den Schlagwörtern, mit denen die Beschneidungsdebatte geführt wurde, rangiert die Unversehrtheit des Körpers ganz oben. Dieses Argument erinnert Cilly Kugelmann an die griechische Auffassung vom männlichen Körper, die im klaren Kontrast zur jüdischen Sichtweise stand:

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‘Sterbehilfe für Kinder ist nicht liberal, sondern menschenverachtend’

Bild: evangelisch.de

Hartmut Steeb übt massive Kritik an der Forderung der FDP-Jugendorganisation nach aktiver Sterbehilfe für Kinder: „Wer die Tötung eines Menschen als mögliche Hilfe für einen Menschen bezeichnet, gibt eine Kapitulationserklärung für die Humanität ab.“

kath.net

„Ich bin erschüttert.“ Dies sagte Hartmut Steeb, Generalsekretär der Evangelischen Allianz, über die Forderung der „Jungen Liberalen“, die aktive Sterbehilfe für Kinder zu erlauben. „Ich frage mich, wer uns vor einem solchen ‚Freiheitsverständnis‘ schützt“, stellte Steeb weiter fest. „Zurecht ist in unserem Land die Todesstrafe verboten. Lebensschutz gibt es nur brutto. Alle Hilfen müssen dahin ausgerichtet sein, dass Menschen zum Leben und im Leben geholfen wird. Wer die Tötung eines Menschen als mögliche Hilfe für einen Menschen bezeichnet, gibt damit eine Kapitulationserklärung für die Humanität ab. Das ist nicht liberal sondern menschenverachtend.“

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Bischöfin nennt Experten-Bericht zu Missbrauchsskandal “erschütternd”

Bild: WAZ

Bild: WAZ

Die evangelische Nordkirche hat zahlreiche Fälle sexuellen Missbrauchs durch Pfarrer von einer Expertenkommission aufarbeiten lassen.

evangelisch.de

Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs bezeichnete den Abschlussbericht der aus Rechtsanwälten und Sozialwissenschaftlern bestehenden Kommission bei der Veröffentlichung am Dienstag als “beschämend und erschütternd”.
Demnach führte die nordelbische Kirche von 1993 bis 2012 insgesamt 16 Disziplinarverfahren gegen 14 Pastoren. Ihnen wurden sexuelle Handlungen – von der Belästigung bis zum Missbrauch – an Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen im Rahmen der Seelsorge vorgeworfen. Die Taten geschahen zwischen 1973 bis 2011 und sind in vielen Fällen strafrechtlich verjährt.

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Mit Vorhaut bist du kein richtiger türkischer Mann

beschneidung2012 stritten Politiker und Juristen über religiöse Beschneidungen: Jetzt reden türkische Männer über ihre eigene Erfahrung. Manchmal spielt Erpressung durch dominante Frauen eine Rolle.

Von Igal AvidanDIE WELT

Ein ruhiger Silvesterabend in einer Geburtsstation eines Berliner Krankenhauses. Die türkischstämmige Ärztin schenkt für sich und für die blonde, laszive Krankenschwester Schwenzer bereits Sekt ein. Doch bald ist es mit der ruhigen Nacht vorbei. Ein junger sportlicher Macho in Unterhemd schiebt die hochschwangere Frau Ela mit dem Rollstuhl herein. Auch er trägt einen Namen, der bereits alles sagt: Abraham B. Schneider. Gleich stürzt auch sein Schwager herein, der elegant gekleidete Immobilienmakler Mohammed Habibi Nassir. Noch bevor der Junge zur Welt kommt, fordern beide – von Elas dominanter türkischer Mutter Elif massiv gedrängt –, dass der Junge beschnitten wird. Als dessen Vater Christian Eichelmann, der chaotische Gutmensch mit den kurzen roten Ballonhosen, endlich eintrifft, muss er sich immer heftiger gegen finanzielle Verlockungen und regelrechte Erpressungen seiner Verwandten zur Wehr setzen. Denn als einziger gebürtiger Deutscher der Familie muss er allein “den letzten Schutzwall Europas verteidigen” und zugleich die “Unterdrückung der deutschen Mehrheitsgesellschaft” abwehren.

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