Archiv der Kategorie: Gesundheit

Langzeitstudie: Cannabis-Konsum macht Schüler nicht dumm

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia commons/Bogdan (CC BY-SA 3.0)

Es gibt zahlreiche Cannabis-Studien, die zeigen, dass Kiffen den IQ schrumpfen lässt. Nun haben britische Forscher herausgefunden, dass daran nicht die Droge Schuld ist. Vielmehr führt die Lebensweise der Konsumenten zu den Leistungseinbußen.

FOCUS ONLINE

Gelegentlicher Cannabis-Konsum führt nicht zu schlechteren Ausbildungsergebnissen oder zu Einbußen intellektueller Fähigkeiten. Das wollen britische Forscher in einer groß angelegten Studie der Universität London nun herausgefunden haben. In der Studie wurde die Langzeitwirkung von Cannabis untersucht. Gemessen wurde der IQ von 2612 Kindern im Alter von 8 Jahren und erneut im Alter von 15 Jahren.

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Pfarrer in Triest gesteht Missbrauch und erhängt sich

missbrauch_katholIn Triest hat sich der Priester einer slowenischen Gemeinde erhängt, nachdem er den früheren Missbrauch an einer Dreizehnjährigen zugegeben hatte. Wie die Zeitung “Corriere della Sera” (Mittwoch) berichtet, tötete sich der 48-jährige Pfarrer Maks Suard am Dienstag kurz vor einem Termin mit dem Triester Bischof Giampaolo Crepaldi, der ihm seine Suspendierung aus dem pastoralen Dienst und die Weiterleitung des Vorgangs an den Vatikan mitteilen wollte.

kathweb

Am Samstag hatte ihm Suard laut Bericht den Missbrauch an dem zur Tatzeit 13-jährigen Opfer gestanden und um einige Ruhetage gebeten, um sich auf seine Amtsniederlegung vorzubereiten. Am Dienstag hätten dann Crepaldi und der Mesner den Beschuldigten erhängt in seinem Pfarrhaus aufgefunden.

Der Bischof zeigte sich laut “Corriere” bestürzt und betroffen über den Vorfall. Wann der Missbrauch geschehen sein soll, ist bisher unklar, ebenso die Identität des mutmaßlichen Opfers.

Sterbehilfe: Katholisches Sedieren bis zum bitteren Ende

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Münchner Kardinal und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sprach sich erneut gegen die organisierte Sterbehilfe aus. Stattdessen müsse die Palliativmedizin gestärkt werden. Ende 2015 will der Bundestag die Sterbehilfe neu regeln.

evangelisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sein Nein zur organisierten Sterbehilfe bekräftigt. “Wir brauchen keine Anleitung zum Töten, sondern wir brauchen eine Anleitung zum menschenwürdigen Sterben”, sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwoch in Mühldorf am Inn. Daher müsse die Palliativmedizin gestärkt werden.

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Pat Robertson: Brittany Maynard Shouldn’t Kill Herself Because “God Can Heal Anything”

Image: Friendly Atheist

Brittany Maynard (left) is the 29-year-old with brain cancer who has chosen to kill herself in a few days so that she can die with dignity before the disease takes away everything that she believes makes life worth living.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

Pat Robertson commented on her story last night — you know you were waiting for his opinion — explaining how she should totally not kill herself because God will heal her… and how her decision is just a symptom of death-loving liberals:

… It’s amazing; the so-called liberals are a culture of death, they want to kill babies, they want to kill the terminally ill, they don’t seem to honor life

We should fight for life. It is a slippery slope… She has brain cancer, but brain cancer can get healed, God can heal anything.

If God cared so much, maybe he shouldn’t have given her the brain cancer to begin with…? Just a thought.

To repeat, there is no known cure for what Maynard has and the only options to extend her life would “destroy the time” she has left (her words).

Right Wing Watch points out that a woman once claimed Robertson faith-healed her brain tumor, though doctors made clear it wasn’t cancer. No alternative explanations were offered.

Kakao hilft gegen den geistigen Abbau

Kakaofrucht, Botanischer Garten Lund, Schweden

Kakaofrucht, Botanischer Garten Lund, Schweden, Bild: BB

Kakao gegen Altersdemenz: Die im Kakao enthaltenen Flavanole wirken dem geistigen Abbau entgegen, wie eine Studie nun zeigt. Ältere Probanden schnitten nach drei Monaten der regelmäßigen Einnahme von Flavanolen in Gedächtnistests wieder so gut ab wie 30 Jahre jüngere. Zudem verbesserte sich die Funktion in einem für die Erinnerungsbildung wichtigen Hirnareal, wie Forscher im Fachmagazin “Nature Neuroscience” berichten.

SCINEXX.de

Kakao enthält zahlreiche pflanzliche Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. So hemmen die in auch in dunkler Schokolade enthaltenen Flavanole Stresshormone, wirken vorbeugend gegen Gefäßkrankheiten und machen Schnecken schlauer.

Adam Brickman von der Columbia University in New York und seine Kollegen haben nun eine weitere Wirkung überprüft: Schon bei Mäusen hatten sie festgestellt, dass regelmäßige Bewegung und ein Flavanol-haltiges Futter die Funktion des Gyrus dentatus verbesserte, einem Areal im Hippocampus, das für die Bildung neuer Erinnerungen wichtig ist. Den Zellen in diesem Areal wuchsen vermehrt neue Ausläufer, die Zahl der feinen Kapillaren nahm zu und auch die geistigen Leistungen der Tiere verbesserten sich, wie die Forscher berichten.

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Bischof Manzke: Organisierte Sterbehilfe verfassungswidrig

Bild: tilly

Bild: tilly

Organisierte Sterbehilfe widerspricht nach Überzeugung des schaumburg-lippischen Bischofs Karl-Hinrich Manzke dem Grundgesetz.

evangelisch.de

Dieses ziele unmissverständlich auf den Lebensschutz ab, betonte Manzke in einem Beitrag für die evangelische Kirchenzeitung “ELAN”. Durch die organisierte Suizidbeihilfe werde die Selbsttötung zu einer “Behandlungsvariante, die öffentlich beworben werden kann”. Sterbende, die Hilfe zum Suizid verlangten, bräuchten stattdessen menschliche Zuwendung und Begleitung.

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Dröge Kritik am “Social Freezing”

Themenbild

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Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge hat das als “Social Freezing” bezeichnete Einfrieren weiblicher Eizellen zur Familienplanung scharf kritisiert.

evangelisch.de

“Was hier unter dem Etikett des Sozialen verkauft wird, ist für mich ein Zeichen einer höchst problematischen Entwicklung”, sagte Dröge am Samstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Die Konzerne Apple und Facebook ermöglichten mit der Firmenpolitik, ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen zu finanzieren, “gerade nicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern beanspruchen die vollständige Arbeitskraft junger Frauen für sich”, betonte Dröge. Dahinter stecke das Interesse, die Frauen an die Unternehmen zu binden. Ziel sei, dass die Frauen auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit “ihre Lebenszeit inklusive Familienplanung der Firma zur Verfügung stellen”.

Dröge kritisierte den “Anspruch des Arbeitsmarktes, allumfassend über die menschliche Zeit zu bestimmen”. Zeit sei “keine freie Verfügungsmasse, auch nicht für Unternehmen, sondern sie ist uns geschenkt”, betonte der Bischof. Die Zeit müsse “aus dem ständigen Kreislauf der Vermehrung von Kapital” herausgenommen werden.

“Wir brauchen Arbeit, von der wir leben und mit der wir leben können”, forderte Dröge. Die Arbeit müsse dem Leben und nicht das Leben allein der Arbeit dienen: “Nehmt eure Zeit vom Markt!”

Das Leben ist der Güter höchstes nicht

John Wayne, The Shootist, 1976

John Wayne, The Shootist, 1976

Eine zornige Untersuchung: Was wirklich hinter dem Widerstand gegen die Sterbehilfe steckt. Haltet euch aus unserem Leben heraus, ihr Lebensschützer!

Von Wolfgang BroscheThe European

Der kühne Freitod von Udo Reiter erinnerte mich in seiner lakonischen Konsequenz an einen berühmten Film, den Schwanengesang eines Stars und eines Genres.

Don Siegels „The Shootist“ ist sicher nicht der größte aller Western, aber der erschütterndste. John Wayne, die reaktionäre, raue und zärtliche alte Kanaille, trat mit diesem Film von der Leinwand ab. Er hätte es besser nicht tun können als in der Rolle eines alten Gunman, der seit Wochen von Unterleibsschmerzen geplagt wird. Der Arzt, den er aufsucht, kann ihm nur hilflos die Diagnose Krebs mitteilen und drückt ihm dann ein Fläschchen Laudanum in die Hand. „Hätte ich“, raunt der Arzt, „Ihren Mut, dann wüsste ich, was ich täte, um den mörderischen Schmerzen und dem Verrecken zu entgehen!“

Schnell spricht sich herum, dass der einst gefürchtete Shootist ein todkranker Mann ist. Die Geier warten schon: jüngere Gunmen versammeln sich in der Stadt und warten auf ihre Chance. Wayne schaut sich ein paar Tage in der herbstlichen Stadt um, macht eine letzte Bekanntschaft mit einer stolzen und klugen Witwe, hilft ihr, ihren Sohn wie ein Vater auf den richtigen Lebensweg zu bringen, trinkt die letzten Schlucke Laudanum, die schließlich nicht mehr helfen und bestellt die lauernden Aasgeier in den Saloon.

Es sei sein Geburtstag, sagt er dem Barkeeper, der ihm den letzten Whisky einschenkt, den wolle er feiern. Und er feiert ihn auf seine Art, erledigt die schießwütigen Rotzlöffel, die seine Nachfolge antreten wollen, nebenbei noch ein paar tolldreiste Gangster und wird selbst tödlich getroffen. Noch einmal hat er als Towntamer die Stadt gerettet und ist dabei auf seine Weise gegangen. Das war sein Tod, der Tod als Gunman, der seine Zeit gehabt hat!

John Wayne selbst hatte nicht das Glück, so zu sterben wie in diesem Film. Einmal schon, in den 60ern, hatte er den Krebs besiegt. Ein Jahr nach „The Shootist“ kam er zurück, der Krebs. Man behandelte den Duke zu Tode, schnitt hier und da was weg und der große starke Mann verreckte zwischen Amputationen und Morphium. „Feo, fuerte y formal“ steht auf Waynes Grabstein – er war stolz, er war stark, er hatte Würde … bei all dem Reaktionären, das seine Filme auch hatten, immer ging es in ihnen um die Würde des Individuums. Darum sei ihm dieses Epitaph gegönnt.

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Italienische Pfarrer auf Abwegen: Bunga-Bunga in Albenga

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Der eine baggert Ehefrauen an, der andere posiert nackt im Internet: Im norditalienischen Bistum Albenga-Imperia scheinen einige Pfarrer auf Abwegen. Nun will der Papst einen Helfer in die sündige Diözese schicken.

Von Hans-Jürgen SchlampSpON

Albenga ist eine kleine Stadt an der Küste Liguriens im Nordwesten Italiens. Rund 23.000 Menschen leben dort, es gibt eine Kathedrale mit Grundmauern aus dem 11. Jahrhundert und einen Bischof, der seit einem Vierteljahrhundert die Messen liest – gerne in lateinischer Sprache. Bischof Mario Oliveri heißt der Geistliche, und derzeit hat er andere Sorgen als seine Messe und außerdem ungewohnte Gesprächspartner: Staatsanwälte und aufgeschreckte Emissäre aus Rom.

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Tierversuche: Das muss uns die Gesundheit des Menschen wert sein

Bild: animalequality.de

Bild: animalequality.de

Es ist ein klassisches ethisches Dilemma. Um die Funktionsweise des Lebens besser zu erforschen, wird Leben beeinträchtigt oder zerstört. Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung leider unverzichtbar sind.

Von Gerhard Heldmaier und Stefan TreueFrankfurter Allgemeine

Die täglichen Berichte über das Leid der Ebola-Erkrankten und deren Angehöriger zeigen, wie hilflos Wissenschaft, Medizin und Politik dieser Epidemie gegenüberstehen. Impfstoffe werden geprüft, stehen aber bis jetzt nicht zur Verfügung, Ebola-spezifische Medikamente zur Behandlung von akut Erkrankten existieren nicht. Es gibt sie nicht, weil uns grundlegende Kenntnisse fehlen. Wir wissen nicht, wie diese Viren in Zellen eindringen, wie sie zerstören und dabei unsere körpereigene Abwehr überlisten und mit welcher Behandlung sie im Körper vernichtet werden könnten. Möglicherweise müssen ganz neue therapeutische Wege beschritten werden. Durch Behandlung mit Erbgutschnipseln (siRNA) gelang kürzlich die Heilung von Rhesus-Affen, die mit dem Ebola-ähnlichen Marburg-Virus infiziert worden waren. Es wird jedoch noch viele Studien mit Tieren und schließlich auch an Menschen erfordern, bis eine erfolgreiche Therapie zur Verfügung steht.

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An der Sexualität retardieren die Bibel-Frommen

Handschellen mit Plüschfütterung Foto: Joe Wolf, flickr | CC-BY-SA 1.0

Ein Schulbuch für Sexualerziehung vermischt bei manchen Aufgaben religiöse Gegenstände wie Bibel und Kruzifix mit Dildos und Handschellen. Dieser Mix von Religion und Sex ist ein bewusster Teil der „Gender-Ideologie“, erklärt ein Experte.

pro Medienmagazin

Eheringe, Handschellen, Vibrator, Lederpeitschen, Herren-Tanga, Kopftuch, Kreuz und Bibel, Teddybär und weiteres Sexspielzeug. Aus diesen Gegenständen sollen Jugendliche um das 14. Lebensjahr Dinge auswählen, die für sie unbedingt zur Sexualität dazugehören. Auf die Frage, was nach dem Ende einer Beziehung gegen den Trennungsschmerz helfen könne, sollen die Jugendlichen unter anderem zwischen Schokolade, einem Gebetskreuz und einem Dildo wählen.

„Die Kombination aus religiösen Utensilien und Sexspielzeug entspringt dem Denkmuster des Gender Mainstreaming“, erklärt dazu der Jugendforscher Martin Voigt am Donnerstag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er zitiert aus einem Buch der Journalistin Dale O’Leary, die 1995 auf der UNO-Weltfrauenkonferenz beobachtete, wie das Konzept des Gender Mainstreaming verabschiedet wurde.

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BKA meldet weiteren Fall von Kinderpornografie im eigenen Haus

Foto: dpa/Fredrik Von Erichsen

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach eigenen Angaben einen weiteren Fall von Kinderpornografie in seinen Reihen.

evangelisch.de

Die Staatsanwaltschaft Bonn habe gegen einen BKA-Mitarbeiter “ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes von kinderpornografischem Material” geführt, teilte die Behörde in Wiesbaden am Mittwoch mit. Dieser Fall stehe aber nicht im Zusammenhang mit der Kinderpornografie-Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy. Im Zuge der Affäre war bekanntgeworden, dass neben Edathy auch ein BKA-Beamter auf der Kundenliste eines kanadischen Kinderporno-Rings stand.

In dem neuen Fall habe das BKA “nach Bekanntwerden umgehend alle möglichen dienstrechtlichen Maßnahmen ergriffen”, hieß es. Weitere Verfahrensschritte würden derzeit geprüft. In welchem Bereich der Mitarbeiter beschäftigt war und mit welchem Ergebnis das Ermittlungsverfahren beendet wurde, blieb offen. Die Staatsanwaltschaft Bonn war zunächst nicht zu erreichen.

Polnischer Ordensmann wegen Missbrauchsverdachts angeklagt

kirche_polenEr soll laut Anklage auch kinderpornografisches Material sowie ohne Genehmigung eine Pistole und Munition besessen haben

kathweb

Wegen Kindesmissbrauchs hat die Staatsanwaltschaft Warschau Anklage gegen einen polnischen Missionar erhoben. Die Übergriffe auf sechs Minderjährige unter 15 Jahren sollen sich in der Dominikanischen Republik zwischen 2009 und 2013 ereignet haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Zudem werde dem katholischen Ordensmann P. Wojciech Gil vorgeworfen, in den Jahren 2000 und 2001 zwei Kinder in Polen missbraucht zu haben. Gil gehört den Michaeliten (Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael) an.

Der Pater soll der Anklage zufolge in dem Karibikstaat auch kinderpornografisches Material sowie ohne Genehmigung eine Pistole und Munition besessen haben. Er bestreitet laut Staatsanwaltschaft die Anschuldigungen. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft. Der Ordensmann war im Februar bei Krakau festgenommen worden.

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Sterbehilfe: Und wenn du schön stirbst, so stirbst du doch

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Der Freitod des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter hat die Debatte um selbstbestimmtes Sterben neu entfacht. Doch wie stehen Mediziner und Theologen zu dem heiklen Thema? Ein aktueller Überblick.

Von Matthias KamannDIE WELT

Kommt ein Mann zum Arzt: “Herr Doktor, auch die zweite Chemotherapie hat meinen Krebs nicht besiegt, was soll ich tun?” – “Nun”, sagt der Arzt, “es gibt zwei Möglichkeiten.” Ab hier jedoch funktioniert das Witzemuster nicht mehr. Denn zur Wahl stehen das Hospiz und der Eintritt in einen Sterbehilfeverein. In beiden Fällen ist die Schlusspointe zum Heulen: Der Mann stirbt.

Ans Witzeerzählen zu denken liegt aber nahe in der Debatte über ein Verbot oder eine Regulierung der bislang erlaubten Beihilfe zum frei verantwortlichen Suizid. Denn dieser Streit wird zumal in Talkshows anekdotisch geführt. Ständig gibt es Einzelfallgeschichten von Leuten, die zum Arzt kommen und dann auswählen müssen. Zudem enden fast alle jener Geschichten mit einem Lächeln. Erfreut erzählen Sterbehilfegegner, wie beseligt Hospizpatienten versterben. Genauso zufrieden, so berichten Sterbehelfer, scheiden ihre Klienten aus dem Leben.

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Die Vegan-Lüge: So gesund sind die Produkte wirklich

Thinkstock

Vegan sein ist trendy, sexy und gesund. Aufgerüttelt durch Berichte über Massentierhaltung und Quälerei, entscheidet sich inzwischen eine ganze Generation für die vegane Alternative im Supermarkt.

Von Andrea MaierHuffington Post

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe veganer Fertigprodukte, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Viele Verbraucher gehen automatisch davon aus, dass sie etwas Gesundes kaufen – schließlich ist es ja vegan. Doch das ist ein Trugschluss, wie Analysen von Verbraucherzentralen und Ökotest jetzt belegen.

Naturnah leben?

Verbraucherschützerin Silke Schwartau gibt zu bedenken, dass es sich bei vielen veganen Fertiglebensmitteln nicht um naturreine Produkte handelt. Um den gewünschten Geschmack und die richtige Konsistenz zu erzeugen, müssen zahlreiche künstliche Zusatzstoffe wie Aromen und chemische Bindemittel beigefügt werden.

Das ist für sich genommen nicht zwingend ungesund, stimmt aber nicht mit dem Idealbild vieler Veganer überein, sich besonders naturnah zu ernähren.

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„Bildungsplan-Gegner spielen mit Ängsten“

Die Demo gegen „sexuelle Vielfalt” im Schulunterricht war am Sonntag gut besucht Foto: Sobel Karolina / Facebook-Seite „Demo für alle”

Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat den Gegnern des Bildungsplans Angstmacherei vorgeworfen. Am Wochenende hatten tausende Aktivisten in Stuttgart gegen den Plan demonstriert. Auch der Philologenverband fand deutliche Worte.

pro Medienmagazin

Das Ministerium bezeichete die Behauptungen auf der „Demo für alle“ am Sonntag als „falsch und absichtlich irreführend“. Parolen einer „Sexualisierung der Schule“ oder der „Zerstörung der Familie“ durch den Bildungsplan gingen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. „Die Initiatoren spielen bewusst mit den Ängsten von Eltern, um ihrer Ideologie zu entsprechen und ihre Anhänger anzuheizen“, erklärte ein Sprecher. Der Wert von Ehe und Familie sei einer der Grundpfeiler des Bildungsplans. Kritiker sollten sich im Internet informieren, wo die Erarbeitung der Pläne durch Pädagogen nachvollziehbar sei.

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J. Craig Venters “Leben aus dem Labor”: Gott ist da unnötig

Monster aus Menschenhand – Fiktion künstlich erschaffenes Leben: Frankstein-Figur Foto: Afp

Der amerikanische Biochemiker J. Craig Venters meint, im Labor könne jede Art Leben entworfen werden.

Badische Zeitung

Im Jahr 2010 hat J. Craig Venters Forschungsgruppe die erste lebensfähige künstliche Zelle hergestellt. Technik und wachsendes Wissen, behauptet der amerikanische Biochemiker im Buch “Leben aus dem Labor”, eröffnen die Möglichkeit, nahezu jede Art von Leben zu entwerfen. Das besteht für Venter aus biologischen Maschinen, angetrieben von DNA, der Software alles Lebendigen. “Wir gehen von einem Computer-Digitalcode aus, gestalten eine neue Lebensform, synthetisieren mit chemischen Methoden ihre DNA und fahren sie dann hoch, so dass eine neue Lebensform entsteht”, schreibt er: “Die Menschheit steht im Begriff, in eine neue Phase der Evolution einzutreten.”

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Ebola und die Quacksalber

Ebola-Virus, Bild: wikimedia.org/PD

Kein Ereignis der Weltgeschichte, das nicht seine eigenen Verschwörungstheorien bekäme.

Von merdeisterderFreitag

Endlich! Eine Katastrophe, die perfekte Katastrophe um all unsere Verschwörungstheorien zu entstauben und der Welt ein weiteres Mal zu zeigen. Denn, liebe Leute, Infektionskrankheiten gibt es nicht! Oder zumindest kein Ebola, klare Kiste. Der Beweis? Ist es nicht offensichtlich? Überall wo die Helfer des Roten Kreuzes auftauchen, gibt es auch Ebola! Das zumindest scheint die Logik von Rosina Kaiser zu sein, die auf ihrer Facebook-Seite die Übersetzung eines Textes von Nana Kwame, einem Ghanaer, der Ebola für eine große Verschwörung hält. Die Logik hinter der Annahme folgend, erzeugen Regenschirme Regen und verursachen Airbags Unfälle. Denn immer wenn Menschen mit Regenschirmen rumlaufen, regnet es und immer, wenn ein Airbag ausgelöst wurde, gab es einen Unfall. Wenn man Ursache und Wirkung einfach vertauscht, eröffnen sich der eigenen Weltsicht ungeahnte Möglichkeiten. Confirmation Bias Gone Wild!

Aber das ist nicht der einzige “Beweis” den die Autoren anbringen. Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes (warum eigentlich nur vom Roten Kreuz?) würden nämlich in ihrer Arbeit behindert und zum Teil angegriffen. Das täten die Menschen, um sich vor den “Injektionen” zu schützen, denn “die Afrikaner” (sic!) seien ja nicht “so dumm“, dass sie nicht wüssten, was ein Virus ist und das Viren Infektionserkrankungen hervorrufen könnten. Nein, das wüssten sie sehr wohl und weil sie WISSEN, dass die Erkrankungen nicht von einem Virus hervorgerufen würden, wehrten sie sich gegen die Mitarbeiter des Roten Kreuz.

Dass Menschen nicht wissen, was es mit Viren auf sich hat, hat weniger mit “Dummheit” zu tun als mit mangelnder Information (im günstigeren Fall) oder mit Falschinformation (im ungünstigeren Fall). Mangelnde Aufklärung war von Beginn an ein Problem für die HelferInnen in den betroffenen Gebieten und die WHO hat schon früh für Programme zur Aufklärung geworben.

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I’m a Hazmat-Trained Hospital Worker: Here’s What No One Is Telling You About Ebola

Photo Credit: DmitriMaruta/Shutterstock.com/bearb.:BB

Photo Credit: DmitriMaruta/Shutterstock.com/bearb.:BB

It is a superior virus that has evolved and fine-tuned its mechanism of transmission to be near-perfect. That’s why we’re all so terrified. We know we can’t destroy it. All we can do is try to divert it, outrun it.

By Abby NormanAlternet

I’ve worked in health care for a few years now. One of the first things I took advantage of was training to become FEMA-certified for hazmat ops in a hospital setting. My rationale for this was that, in my home state of Maine, natural disasters are almost a given. We’re also, though you may not know it, a state that has many major ports that receive hazardous liquids from ships and transport them inland. In the back of my mind, of course, I was aware that any hospital in the world could potentially find itself at the epicenter of a scene from The Hot Zone. That was several years ago. Today I’m thinking, by God, I might actually have to use this training. Mostly, though, I’m aware of just that — that I did receive training. Lots of it. Because you can’t just expect any nurse or any doctor or any health care worker or layperson to understand the deconning procedures by way of some kind of pamphlet or 10-minute training video. Not only is it mentally rigorous, but it’s physically exhausting.

PPE, or, personal protective equipment, is sort of a catch-all phrase for the suits, booties, gloves, hoods and in many cases respirators worn by individuals who are entering a hot zone. These suits are incredibly difficult to move in. You are wearing several layers of gloves, which limits your dexterity to basically nil, the hoods limit the scope of your vision — especially your peripheral vision, which all but disappears. The suits are hot – almost unbearably so. The respirator gives you clean air, but not cool air. These suits are for protection, not comfort. Before you even suit up, your vitals need to be taken. You can’t perform in the suit for more than about a half hour at a time — if you make it that long. Heat stroke is almost a given at that point. You have to be fully hydrated and calm before you even step into the suit. By the time you come out of it, and your vitals are taken again, you’re likely to be feeling the impact — you may not have taken more than a few steps in the suit, but you’ll feel like you’ve run a marathon on a 90-degree day.

Getting the suit on is easy enough, but it requires team work. Your gloves, all layers of them, are taped to your suit. This provides an extra layer of protection and also limits your movement. There is a very specific way to tape all the way around so that there are no gaps or “tenting” of the tape. If you don’t do this properly, there ends up being more than enough open pockets for contamination to seep in.

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Kripo-Chef: Lasst die Leute doch einfach kiffen!

Jetzt schon werden Cannabis-Konsumenten in Deutschland nicht strafrechtlich verfolgt – illegal ist der Konsum dennoch. Foto: imago stock&people

Als Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vertritt André Schulz (44) bundesweit 15000 Kripoleute. Er macht sich im KURIER-Interview dafür stark, dass Drogenkonsum in Deutschland künftig straffrei sein soll.

Berliner Kurier

KURIER: Die US-Regierung hat den Drogenkrieg als verloren bezeichnet. Wie ist das in Deutschland?

André Schulz: Wir denken, dass es intelligentere Lösungen gibt, als sie im Rahmen der Drogenpolitik angewendet werden.

Welche?

Wir fragen uns: Bringt ein Drogenverbot etwas? Sind Drogenkonsumenten wirklich Kriminelle? Muss man sie mit dem Strafrecht verfolgen? Oder sind das Bereiche, die nicht strafbar sein sollten und um die man sich zwar kümmern muss, auch unter dem Aspekt des Kinder- und Jugendschutzes. Aber wo das Strafrecht außen vor bleiben sollte. Wir fragen uns, ob eine komplette Prohibition sinnvoll ist.

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