Archiv der Kategorie: Gesundheit

Lebensmarsch: Bundestagsabgeordneter von ZDF-Mitarbeitern geschlagen

Hubert Hüppe (2013), Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de/KlausJürgenHövener

Marsch für das Leben: MdB Hubert Hüppe wurde von ZDF-Mitarbeitern geschlagen, von einer weiteren Person wurde er mit einem Farbbeutel attackiert.

kath.net

Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (Foto) war auf dem Marsch für das Leben in Berlin von zwei Mitarbeitern der ZDF-Satiresendung „Heute-Show“ geschlagen worden. Dies teilte der CDU-Politiker kath.net mit. Außerdem war er von einer weiteren Person mit einem Farbbeutel attackiert worden. Der nordrhein-westfälische Abgeordnete ist stellvertretender Vorsitzender der „Christdemokraten für das Leben“ und war von 2009 bis 2013 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

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Tiny Implants Could Give Humans Self-Healing Superpowers

A concept drawing explains the goals of the ElectRX program. Credit: DARPA

Wolverine, Ghost Rider, the Incredible Hulk — all of these characters have at least one awesome trait in common: the ability to heal themselves. And now, the Pentagon wants to give ordinary people this superhuman capability.

By Elizabeth PalermoLiveScience

A new military-sponsored program aims to develop a tiny device that can be implanted in the body, where it will use electrical impulses to monitor the body’s organs, healing these crucial parts when they become infected or injured.

Known as Electrical Prescriptions, or ElectRx, the program could reduce dependence on pharmaceutical drugs and offer a new way to treat illnesses, according to the Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), the branch of the U.S. Department of Defense responsible for developing the program. [5 Crazy Technologies That Are Revolutionizing Biotech]

“The technology DARPA plans to develop through the ElectRx program could fundamentally change the manner in which doctors diagnose, monitor and treat injury and illness,” Doug Weber, program manager for DARPA’s biological technologies office, said in a statement.

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“donum vitae” warnt vor Einschnitten bei Schwangerenkonfliktberatung

Schwangere verweigert Tumortherapien, stirbt und wird dafür Heilig gesprochenVor dem Auftakt seines Bundeskongresses in Mainz hat der Schwangeren-Beratungsverein “donum vitae” vor einer Ausdünnung der Anlaufstellen für schwangere Frauen gewarnt.

evangelisch.de

Die Nachfrage nach Gesprächen in den Beratungsstellen steige noch immer an, sagte die “donum vitae”-Bundesvorsitzende Rita Waschbüsch am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zu dem Jahrestreffen der Organisation werden am Samstag rund 250 Teilnehmer erwartet. Auf der Rednerliste stehen unter anderen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der frühere Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier.

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Verletzung von Kinderrechten in Deutschland – Wie viel darf´s denn sein?

beschneidung

MOGiS e.V.

“Zu der in § 1631d Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelten Beschneidung von Jungen äußerte sich der ehemalige Marburger Universitätsprofessor Dieter Rössner. Die Regelung sei ein „religionspolitisches Basta“ gewesen. Der Gesetzgeber habe vorschnell gehandelt und die empirischen Hintergründe nicht ausreichend ermittelt.

Dies stellten freilich in der anschließenden Diskussion sowohl der am Gesetzgebungsverfahren beteiligte ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Jerzy Montag als auch der Richter am Bundesgerichtshof (BGH) und Abteilungsreferent Prof. Henning Radtke in Frage. Radtke mahnte insgesamt „etwas mehr Nüchternheit in der Diskussion“ an. Über das elterliche Erziehungsrecht würden irrationale religiöse Gründe rationalisiert, so Dieter Rössner. Die Regelung stehe in eindeutigem Widerspruch zum Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung. Schließlich sei es entwürdigend, wenn aus religiösen Motiven dem Einzelnen für sein ganzes Leben lang eine Kennzeichnung seiner Religionszugehörigkeit beigebracht werde.

Dem wurde aus dem Teilnehmerkreis entgegengehalten, dass auch hygienische Gründe für eine Beschneidung ausreichend sein müssten. Anders als es das Gutachten von Prof. Tatjana Hörnle fordere, müsse die Motivation der Eltern keine tragende Säule von deren Erziehungskonzept sein. Der Gutachterin wurde auch vorgeworfen, sie überspanne die Anforderungen an die Hygiene, wenn sie Beschneidungen nur in Arztpraxen und Operationssälen zulasse. Schließlich machten Ärzte auch Hausbesuche und leisteten eine hygienisch einwandfreie Notversorgung bei Unfällen.

Hinsichtlich der in § 226a StGB unter Strafe gestellten Verstümmelung weiblicher Genitalien sprach sich die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes Ramona Pisal deutlich gegen die vom vorgelegten Gutachten vorgeschlagene geschlechtsneutrale Formulierung der Vorschrift aus. Frauen und Mädchen seien in besonderer Weise betroffen, hob Pisal hervor. Außerdem plädierte sie für die Anhebung des Strafrahmens. In diesem Kontext betonte Gutachterin Hörnle in Reaktion auf eine Falschmeldung des Berliner Kurier, dass sie nicht die Beschneidung von Mädchen erlauben wolle, sondern sich vielmehr für eine Erhöhung der Strafe ausspreche.”

Man mag sich langsam die Frage stellen, ob es möglich ist, sich mit Verweis auf ein geplantes Jurastudium schon in den unteren Schulklassen vom Biologieunterricht freistellen zu lassen – so absurd sind wieder einmal die Vergleiche, die uns zum Thema Vorhautamputation bei Minderjährigen erreichen – diesmal vom 70. Deutschen Juristentag in Hannover.

Hier ist es allen Ernstes der Hinweis auf eine angebliche “Überspannung der Hygienevorschriften” bei einem Arztpraxenvorbehalt und der Vergleich mit Notversorgung bei Unfällen sowie ärztlichen Hausbesuchen.

Um vorab das eigentlich Selbstverständliche klarzustellen: eine Vorhautamputation ist ein chirurgischer Eingriff und unterliegt damit nach geltenden Vorschriften selbstverständlich dem Vorbehalt, in einer Arztpraxis bzw. Operationssaal ausgeführt zu werden. Des weiteren handelt es sich bei dieser Operation nicht um einen Notfall. Sehr wohl aber gibt es (wie bei jeder Operation) die Gefahr von Komplikationen, die eine Notversorgung erforderlich machen können, die wiederum nur in einer Klinik sicher gewährleistet ist.

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Dröger Rückzug

Distanziert sich vom „Marsch des Lebens“: Der Berliner Bischof Markus Dröge Foto: Andreas Schoelzel

Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge hat seine Unterstützung für den „Marsch des Lebens“ zurückgezogen. Damit folgt er der Bitte seiner Kirchenleitung, die eine „inhaltliche Differenz“ zum Veranstalter sieht.

pro Medienmagazin

Mit dem „Marsch des Lebens“ protestieren die Teilnehmer gegen Abtreibung und Sterbehilfe. Zu der Demonstration am Samstag in Berlin hat der Bundesverband Lebensrecht eingeladen. Kirchenvertreter, darunter Papst Franziskus, und Politiker wie der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder unterstützen die Veranstaltung, die um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt beginnt.

Auch Dröge hatte sich im vergangenen Jahr noch beteiligt.

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Jesuit Mertes fordert neue Debatte über Sexualpädagogik

missbrauch_katholKirche müsse “Sprachlosigkeit bei Sexualität und Missbrauch” begegnen

kathweb

Eine Debatte über Ziele und Methoden der Sexualpädagogik im Schulunterricht hat der Jesuit und Schulleiter Pater Klaus Mertes gefordert. “Die Missbrauchsdebatte der vergangenen Jahre muss auch zu einem tiefgreifenden Nachdenken über unsere Sexualpädagogik führen, das ist bislang viel zu wenig geschehen”, sagte Mertes am Freitag vor Journalisten in Freiburg. So müsse Sexualpädagogik als Querschnittsthema über alle Schulfächer hinweg verstanden werden. “Und wir müssen der vielerorts vorherrschenden Sprachlosigkeit bei den Themen Sexualität und auch Missbrauch begegnen, gerade auch vor dem Hintergrund des Lärms einer über das Internet immer leichter verfügbaren Pornografie.”

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Wenn Dummheit zur materiellen Gewalt wird: Ärzteteam in Guinea ermordet

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Ebolaviren, Bild: wikimedia.org/PD

Ein Ärzteteam, das Bewohner in Guinea über Ebola aufklären sollte, ist offenbar getötet worden.

evangelisch.de

Insgesamt acht Leichen seien aus der Sickergrube eines Dorfes nahe der Stadt Nzerekore im Süden Guineas gezogen worden, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstagabend in der Hauptstadt Conakry. Er sprach von einem kaltblütigen Mord. Die Täter sind vermutlich Bewohner des Dorfes. Auch drei Journalisten, die die Mediziner begleitet hatten, seien getötet worden. Sie hatten berichtet, von den Dorfbewohnern angegriffen und mit Steinen beworfen worden zu sein, bevor der Kontakt zu ihnen abbrach.

Das Dorf liegt nicht weit vom ersten Ausbruchsort der derzeitigen Ebola-Epidemie entfernt. Die Bewohner machen Ärzte und Politiker mitverantwortlich für die Epidemie. Dem Gesundheitsminister des Landes, Remy Lamah, war es jüngst beim Versuch, in den Ort zu reisen, nicht gelungen, die Straßensperren zu überwinden. Ärzte waren wiederholt angegriffen und vertrieben worden.

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Veganes Leben: “Ernährung ist keine reine Privatsache”

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)

Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)

Passen Sport und Veganismus wirklich zusammen? Ja, sagt Katrin Schäfer, die ein Blog über Laufen und vegane Ernährung schreibt. Im Gespräch mit achim-achilles.de erklärt sie, warum der Verzicht auf tierische Produkte erstrebenswert sein sollte.

SpON

SPIEGEL ONLINE: Frau Schäfer, wir leben in einer Hochphase des Veganismus. Gleichzeitig wird das Thema in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Warum ist das so?

Schäfer: Essen ist ein emotionales Thema. Ernährung hat viel mit Gewohnheiten zu tun und gibt unserem Leben Stabilität. Wenn man jemandem rät, dass er kein Fleisch mehr essen sollte, fühlt dieser sich angegriffen, schließlich stellt man seine Gewohnheiten infrage. Die Menschen scheuen sich vor solchen tiefgreifenden Veränderungen und nehmen dann eine Abwehrhaltung ein.

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EKD-Ratsvorsitzender: Assistenz beim Suizid muss erlaubt sein

sterbenNach Ansicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, darf Hilfe beim Suizid bei der Begleitung Sterbender aus dem engsten Beziehungskreis nicht verboten werden.

evangelisch.de

Man müsse respektieren, “dass Menschen eine Begleitung anbieten, die über die Normen hinausgeht”, sagte Schneider am Donnerstagabend in der ARD-Sendung “Beckmann”. “Die Assistenz beim Suizid, das ist nötig”, ergänzte er. Etwas anderes sei die Tötung auf Verlangen, betonte der Theologe: “Da ist eine Grenze überschritten. Das darf nicht sein.”

Im Bundestag wird derzeit diskutiert, organisierte Formen der Suizidbeihilfe zu verbieten. Damit soll die Arbeit umstrittener Sterbehilfevereine unterbunden werden. Die Assistenz bei der Selbsttötung, etwa durch Überlassung tödlicher Medikamente, ist in Deutschland grundsätzlich nicht verboten. “Das halte ich auch für ganz wichtig”, betonte Schneider. “Wenn Menschen solch eine Entscheidung für sich fällen, dürfen wir sie nicht aus der Gemeinschaft ausstoßen, sondern dann müssen wir wirklich an ihrer Seite sein”, sagte er.

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Zwischen Exorzismus und gescheiterter Psychotherapie

Themenbild, Psychiatrie Uni Mainz, Bild: Foto: Peter Pulkowski

Für psychisch Kranke gibt es in Ländern wie Madagaskar kaum eine Behandlung. Teil 5 unserer Reportage zeigt, was es heißt, wenn der Exorzist zum besten Ansprechpartner wird.

Von Franziska BadenschierSpektrum.de

“Immer wieder kamen diese Wörter aus meinen Mund: ‘Ich mag keine Babys! Ich darf dem Kind keine Milch geben!’ Aber die Wörter kamen nicht von mir. Ich habe nur ausgesprochen, was der Teufel mir gesagt hat.”

Gina sitzt in einer kleinen Strohhütte, anderthalb mal anderthalb Meter groß, man kann darin nicht stehen. Auf ihrem Schoß hockt Dorline und brabbelt. Dorline ist ein Jahr und acht Monate alt, Ginas zweite Tochter. Die erste, Julia, ist vier Jahre alt. “Auch nach der ersten Geburt hat der Dämon etwas mit mir gemacht”, sagt Gina. “Er hat mir den Hals zugeschnürt. Und mein Herz fühlte sich ganz komisch an.”

Teufel statt Babyblues

Ginas Eltern sitzen daneben. “Meine Tochter war verrückt”, erinnert sich der Vater. “Normalerweise ist sie ein gutes Kind, respektvoll und ruhig.” Aber dann fing sie an zu schreien, zu weinen, zu fluchen. Und Dorline stillen wollte sie auch nicht. “Das kam nicht von meiner Tochter”, ist der Vater überzeugt, “sondern von einem Dämon”.

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“Lebensrecht”: Antifeministischer, antiemanzipatorischer und konservativer Dreck

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

Martin Lohmann erhielt eine unverschämte Antwort einer thüringischen Landtagsabgeordeten der Linkspartei. kath.net bat den Lebensrechtler daraufhin um nähere Erläuterungen in einem Interview.

kath.net

Ihren antifeministischen, antiemanzipatorischen und konservativen Dreck können Sie gerne behalten! Wir verbitten uns für die Zukunft weitere Mails Ihres Verbandes und hoffen inständig, dass Ihnen das Bündnis gegen den Marsch für das Leben am 20.September ordentlich in die Suppe spuckt.“ Diese Antwort erhielt Martin Lohmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht und Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV, von einer Abgeordneten des Thüringer Landtages auf seine freundliche Einladung zum Marsch für das Leben am 20. Sept. 2014 in Berlin. kath.net hat daraufhin bei dem Theologen nachgefragt.

kath.net: Herr Lohmann, es sind nur noch wenige Tage bis zum zehnten Marsch für das Leben, der sich ja seit Jahren immer größere Zustimmung erfreut und immer mehr Teilnehmer hat. Jetzt haben wir erfahren, dass es auch ausgesprochen unschöne Reaktionen auf Ihre freundlichen Einladungen gibt. Während sogar der Papst Sie unterstützt und sich mit den Teilnehmern verbindet, hat eine Linken-Politikerin per Mail ziemlich unverschämt antworten lassen. Stimmt das?

Martin Lohmann: Ja, leider. Und Ihr Wort von der Unverschämtheit scheint den Kern zu treffen. Denn diese Antwort auf unsere freundlichen Hinweise und Einladungen war in der Tat restlos schamlos.

kath.net: Was ist passiert?

Lohmann: Wir laden bekanntlich alle Menschen guten Willens zum Lebensmarsch ein, und wir informieren unsere Volksvertreter, auch die im Thüringer Landtag. Eine führende Volksvertreterin der Linkspartei hat meinem Mitarbeiter in unserer Berliner Geschäftsstelle daraufhin so antworten lassen:

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Ethikrat-Vorsitzende für Neufassung des Embryonenschutzgesetzes

justiz_grossDie Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Christiane Woopen, tritt wegen der rasanten Entwicklungen im Bereich der Stammzellforschung für eine Neufassung des Embryonenschutzgesetzes ein.

evangelisch.de

“Es braucht nicht die Stammzellforschung als Einfallstor, um das Embryonenschutzgesetz auf den Prüfstand zu stellen. Aber es ist sicherlich ein Grund mehr, um über dieses Gesetz noch einmal nachzudenken”, sagte sie dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Dienstagsausgabe).

Es heiße etwa im Embryonenschutzgesetz, dass bei der Erzeugung eines Embryos nicht beabsichtigen werden dürfe, ihn auf eine andere Frau zu übertragen, sagte Woopen. Faktisch gebe es aber überzählige Embryonen: “Da stellt sich die Frage, was man mit ihnen machen soll und darf.”

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Transwasser und Homöopathie

Image: Carmen/Pinterest

Gentechnisch verändertes Wasser aus den USA wird bald zu uns herüberschwappen – mit unabsehbaren Folgen für unsere Gesundheit und Wunschkultur.

Von Leo Fischertaz.de

Groß war die Aufregung, als herauskam, dass das geplante Freihandelsabkommen TTIP unter anderem auch die Zulassung von Chlorhühnchen aus den USA vorsieht. Viele Verbraucher sind zu Recht besorgt, dass ihre guten deutschen Batteriehühnchen nun mit einer fremdländischen Substanz („chlorine“) in Kontakt kommen, ihren typischen Geschmack verlieren und nach Schwimmbad riechen.

Doch enthält das ohnehin schon streng geheime TTIP-Abkommen noch geheimere Zusatzprotokolle, die unter anderem eine völlige Liberalisierung des Wassers vorsehen. Dabei können auch gentechnisch veränderte Wasser, sogenannte Transwasser oder Wassermischgetränke, in den deutschen Handel gelangen – ohne Kennzeichnungspflicht für den Hersteller.

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Bilanz der biologischen Sicherheitsforschung in Deutschland: Keine besonderen Risiken bei Gentechnik-Pflanzen

Johanna Wanka, Bundes- ministerin für Bildung und Forschung: Die geförderten Projekte zur Sicherheitsforschung “tragen dazu bei, Grüne Gentechnik verantwortungsvoll und im Sinne des Vorsorgeprinzips nutzen zu können.” (Aus dem Vorwort zur BMBF-Broschüre) Foto: BMBF / Laurence Chaperon

Gentechnisch veränderte Pflanzen zeigen im Vergleich zu konventionell gezüchteten kein höheres Risiko für Umweltbeeinträchtigungen. Seit 1987 hat die Bundesregierung zahlreiche Projekte zur biologischen Sicherheitsforschung finanziert. Zwei Jahre nach dem Ende des vorerst letzten Programms ist nun eine Broschüre erschienen, in dem einige Versuchsreihen mit ihren Ergebnissen vorgestellt werden. Einen Schwerpunkt bilden mehrere Projekte zu gentechnisch verändertem Mais. Obwohl die Wissenschaftler keine Hinweise auf besonderen Umweltrisiken finden konnten, wird Deutschland einen Anbau wohl auch in Zukunft verbieten.

transparenz GENTECHNIK

Insgesamt mehr als 300 Forschungsprojekte zur biologischen Sicherheit hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 1987 gefördert, davon etwa die Hälfte zu gentechnisch veränderten Pflanzen. In den letzten drei Programmen seit 2000 ging es ausschließlich um mögliche Umweltauswirkungen verschiedener gv-Pflanzen, etwa bei Mais, Kartoffeln, Raps, Gerste, Zuckerrüben und Gehölzen. Außerdem wurden neue, präzisere molekularbiologische Methoden weiterentwickelt und unter Sicherheitsaspekten getestet. Die Versuche fanden nicht nur im Labor oder Gewächshaus statt, sondern auch im Freiland. Über 60 Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben sich an den Forschungsprojekten beteiligt.

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Initiative gegen Sexualkundeunterricht in Polen gescheitert

kirche_polenDer Entwurf sah für die «öffentliche Förderung oder Billigung» von Sexualverhalten in Gegenwart von Kindern unter 15 Jahren eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren vor.

kath.net

In Polen ist eine Volksinitiative gegen Sexualkundeunterricht an Schulen gescheitert. Die Abgeordneten des Parlaments wiesen am Freitag mit 264 gegen 169 einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bürgerkomitees «Stoppt Pädophilie» ab. Der Entwurf sah für die «öffentliche Förderung oder Billigung» von Sexualverhalten in Gegenwart von Kindern unter 15 Jahren eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren vor.

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Gesundheit in christlicher Geiselhaft

Hermann Gröhe, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de/Laurence Chaperon

Gesundheitspolitik in Deutschland wird leider unter religiösen Prämissen gestaltet, vor allem wenn Politiker ihre Glaubensinhalte zur politischen Maxime erheben. Planung, Organisation, Steuerung und Finanzierung des Gesundheitssystems ist Aufgabe der Gesundheitspolitik. In Gesetzen und Verordnungen werden die Beziehungen von Verbänden der Krankenkassen, der Krankenhausträger, der Ärzte und Apotheker und der Pharmaindustrie ausgehandelt und geregelt. Der Bürger, Subjekt der Gesundheitspolitik, sollte Nutznießer der politischen Ausgestaltung des Gesundheitsbereichs sein. Die Realität ist eine andere.

Politiker, christliche Moralapostel, egal ob evangelisch oder katholisch, beeinflussen die Gesundheistpolitik mit ihren, teils bigotten, religiösen Vorstellungen. Das geht soweit, dass man Gesundheitspolitik mit dem Strafgesetzbuch verwirklicht. Der mündige Bürger wird kriminalisiert. Gottgefälliges Saufen ist legal, Rauchen ebenso, ökonomische Zwänge, Lobbyismus und jede Menge Geld stehen dahinter. Drogenpolitik ist Gesundheitspolitik die mittels Strafgesetzbuch verwirklicht wird. Über die Unsinnigkeit dieses Konstrukts bestehen seitens der Politik keine Einwände. Politik wird unsinnig. Jeder Erwachsene sollte selbst entscheiden können, ob und welche Drogen er einnehmen will, ohne dafür kriminalisiert zu werden. Die Entmüdigung der gesellschaftlichen Individuen ist signifikant und auf Dauer betrachtet nicht von Erfolg gekrönt.

Geht es um Sexualität und mögliche Folgen ist es ganz aus, obskure moralische Vorstellungen finden Eingang in den Prozess politischer Willensbildung. Ein Beispiel, die Pille-danach. In den meisten europäischen Ländern ist die Notfallkontrazeption rezeptfrei zu haben. Selbst Spanien verweigert sich nicht vernünftiger Gesundheitspolitik. Die Widerstände in Deutschland sind groß, aber nicht weil man Frauen schützen will.
Die Pille danach gilt als das Verhütungsmittel für den Notfall: Nicht nur, wenn das Kondom versagt hat, sondern auch, wenn eine Frau vergewaltigt wurde. Bisher ist das Medikament auf der Basis von Levonorgestrel in Deutschland verschreibungspflichtig. Kritische Situationen in Sachen Verhütung, ob nun nach einer Vergewaltigung, dem Versagen des Kondoms, werden verwaltunsgrechtlich mit dem Rezept geregelt.
Seit mindestens 2003 tobt nun eine Debatte um die Entlassung der Pille-danach aus dem rechtlichen Strafvollzug. Bereits 2010 kam die Weltgesundheitsorganisation zu dem Schluss, dass das Präparat ohne ärztliche Beratung eingenommen werden kann.
Den Bundesrat wollten Länderpolitiker aus der SPD und den Grünen im Frühjahr 2013 nutzen, um die Rezeptfreiheit der Pille danach endlich zu erreichen. Die Regierungen von Baden-Württemberg (Grüne/SPD) und Nordrhein-Westfalen (SPD/Grüne) bereiteten einen entsprechenden Antrag für die rezeptfreie und kostenlose Abgabe von Levonorgestrel vor. Im November stimmte der Bundesrat mehrheitlich für diesen Antrag. Die Bundesregierung wurde darin aufgefordert, eine entsprechende Verordnung zu erlassen.

CDU-Gesundheitsminister Gröhe lehnt ab, Kerl der er ist, maßt er sich an über die Befindlichkeiten von Frauen zu entscheiden. Frauen bevormundend, schränkt er deren Rechte, auf der Grundlage seiner religiösen Überzeugungen ein. Notlagen interessieren ihn nicht.
Im April legte das Bundesgesundheitsministerium dem Bundesrat erneut eine Verordnung vor, in der die Anerkennung von Rezepten aus anderen EU-Mitgliedstaaten geregelt wird. Der Bundesrat hatte diese Umsetzung einer EU-Richtlinie daran gebunden, dass die Frage der Pille danach ebenfalls neu geregelt wird, und die Verordnung deshalb seit November 2013 blockiert. Diese Blockade hob der Gesundheitsausschuss des Bundesrates im Mai auf. Jedoch schob der Bundesrat mit der Mehrheit von elf Ländern sofort einen neuen Antrag zu Levonorgestrel nach.

Mit der derzeitigen Bundesregierung und dem christlichen Gewühl in den Gebärmüttern dürfte eine Änderung in absehbarer Zeit nicht möglich sein.
Zumal noch wirtschaftliche Aspekte eine nicht unbedetende Rolle spielen. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wird in Deutschland pro Jahr 400 000 mal die Diagnose »Notfallkontrazeption« gestellt. Allein für die Beratung können die Ärzte in diesem Fall 7,19 Euro abrechnen, kombiniert mit einer Untersuchung dann 11,45 Euro. Unter dem Strich könnte bei Rezeptfreiheit zumindest ein Teil der bisher gesicherten 2,9 Millionen bzw. 4,6 Millionen Euro wegfallen.
Gesundheit ist Ware, moralische Wertigkeiten, zumal noch christlich determiniert, die Verpackung zur Entmündigung der Bürger, hier der Frauen.

Ebenso bigott ist die von Gröhe geführte Debatte zum Thema Sterbehilfe. Religiöse Dogmen werden politisch festgeschrieben, getreu dem Motto, weil ich die Macht habe und die moralischen Voraussetzungen lege ich fest, wie gestorben wird. Die Menschen haben eigene und vor allem andere Vorstellungen, wie auch durch Umfragen belegt ist. Die politischen Gottesknechte berührt das nicht. Gesundheitspolitik unter christlicher Zwangsverwaltung.

Deepak Chopra: Richard Dawkins is a bad scientist and his arrogance pisses me off

Image: The Raw Story

A new book details the years-long, highly acrimonious feud between self-help guru Deepak Chopra and evolutionary biologist and skeptic Richard Dawkins.

By David FergusonThe Raw Story

According to Salon.com, Tom Roston’s book The Quantum Prophets: Richard Dawkins, Deepak Chopra and the spooky truth about their battle over God, explains that the longstanding rivalry between the two men began at the 2002 TED Conference and culminated in a public debate in 2013. In an interview with Roston, Chopra explained that Dawkins’ “arrogance” continues to bother him.

“With Dawkins, I am just pissed off. I am pissed off by his arrogance and his pretense of being a really good scientist. He is not,” Chopra told Roston. “And he is using his scientific credentials to literally go on a rampage.”

When Roston said that this kind of resentment is surprising coming from a man who purports to teach millions of others the secrets of inner peace, Chopra, surprisingly, agreed.

“I totally agree,” he said. “It’s my last challenge. It may be a very strange psychological issue.”

Roston went on to say that perhaps Chopra’s resentment of Dawkins and his attacks on people of faith around the world is based in the history of their respective countries.

Chopra’s parents grew up under British colonialism, which Chopra called “two hundred years of enslavement.” It instilled in him a mistrust of high-handed British pomp and snobbery and of “these Oxford and Cambridge pseudo intellectuals. India has a habit of aping them. There are more fans of Dawkins in India than anywhere else. It’s the postcolonial hangover.”

Dawkins has accused Chopra of being a swindler whose practice of “mind-body wellness” bilks millions of people around the world by dazzling them with “magical language” and “bullshit.”

The two men debated in Pueblo, Mexico in 2013, both coming away calling themselves the winner.

“I have to let it go,” Choprah told Roston this year. “I have to recognize it. Mexico should have been the finish.”

Watch the debate from Pueblo in 2013, embedded below via YouTube:

Christen-Fundis wollen Macht über die Gebärmütter

Die Linke will Abtreibung als Frauenrecht etablieren Foto: pro

Kurz vor dem diesjährigen „Marsch für das Leben“ macht die Linke gegen Abtreibungsgegner mobil. Aber wie ticken eigentlich die Gegner der Gegner? pro war bei einer Informationsveranstaltung der Partei dabei.

Von Anna Lutzpro Medienmagazin

In einer Woche werden Christen und Konservative mit weißen Holzkreuzen schweigend durch die Straßen Berlins ziehen. Vier- bis fünftausend Abtreibungsgegner kommen regelmäßig im September zusammen, um darauf aufmerksam zu machen, dass sich jährlich laut Statistischem Bundesamt über hunderttausend Frauen dazu entscheiden, ihre Schwangerschaft vorzeitig abzubrechen. Doch die Lebensrechtler sind nicht allein. Gegendemonstranten gibt es jedes Jahr, 2013 kamen Hunderte aus dem Umfeld eines „Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung“ zusammen. Dabei bleiben die Gegner der Abtreibungsgegner nicht immer friedlich. Immer wieder haben sie den Demonstranten in den vergangenen Jahren zum Beispiel gewaltsam Kreuze entrissen und in die Spree geworfen.

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Vagina-Bakterium produziert neues Antibiotikum

Bakterium Pseudomonas aeruginosa (gelb eingefärbt), Themenbild: idw-online.de

Die Bakterien des menschlichen Körpers produzieren viele medizinisch interessante Stoffe. Jetzt beginnen Forscher, sie zu identifizieren.

Von Lars FischerSpektrum.de

Ein Team um den Mikrobiologen Michael Fischbach von der University of California hat ein bisher unbekanntes Antibiotikum aus Bakterien isoliert, die auf menschlichen Schleimhäuten leben. Die Verbindung namens Lactocilin stammt aus dem Bakterium Lactobacillus gasseri, das normalerweise in der menschlichen Vagina lebt, und ist das erste Biomolekül aus dem menschlichen Mikrobiom, das als Medikament Potenzial hat. Der Fund ist das erste Ergebnis einer systematischen Suche nach solchen Verbindungen, für die Fischbach und sein Team ein Computerprogramm schrieben, das anhand von bekannten Genen ähnliche Gene für potenziell interessante Wirkstoffe im menschlichen Mikrobiom aufspürt. Die Forscher vermuten, dass dort tausende interessante Stoffe auf ihre Entdeckung warten.

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Fleisch vom Fließband – Massentierhaltung und die Folgen

Foto: epd-bild/ Christian Mühlhausen/landpixel

Eine schleichende Industrialisierung geht auch durch Brandenburgs Landwirtschaft. Die Tierhaltung in immer größeren Ställen ist längst Teil der globalen Turboproduktion von Billigfleisch geworden. Wohin entwickeln sich unsere Dörfer und Landschaften? In einem „Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg“ fordern viele Menschen, Tierschutz-, Umwelt- und ökologische Anbauverbände ein Umdenken. „OZON unterwegs“ untersucht, welche Folgen die Sojaimporte, die Fleischexporte, der Antibiotikaeinsatz und die Stickstoffemissionen haben.

OZON Unterwegs/RBB

Hähnchen vom Fließband

Der Brandenburger Landwirt Tobias Winnige öffnete „OZON unterwegs“ seine vor zwei Jahren bei Seelow gebaute Hähnchenmastanlage. Er ist Partner der holländischen Mastgesellsellschaft „Plukon“. Alle 42 Tage werden hier 300.000 gerade geborene Küken eingestallt. Gezüchtet zum ständigen Fressen mit einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von 50 Gramm pro Tag. Während der Dreharbeiten war Tobias Winnige zufrieden. Er musste diesmal keine Antibiotika einsetzen.

Turbofleisch im Weltgetriebe

Schlachtreife Masthähnchen sind heute in Alter und Knochenbau „Kinder“ mit dem Gewicht ausgewachsener Hühner. Die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning spricht von Qualzucht, wenn Tieren das Sättigungsgefühl abgezüchtet wird, schnell vor allem viel Brustfleisch wachsen muss. Francisco Mari hat mit seinem Buch „Das globale Huhn“ die Folgen dieses Fleischwahns untersucht: den gigantischen Sojaanbau in Südamerika, den Export zehntausender Tonnen von Geflügelresten nach Afrika.

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