Archiv der Kategorie: Kultur

München: Der gestürzte Buddha

(Foto: dpa)

Kunst oder Blasphemie? Die gekippte Buddha-Statue auf dem Viktualienmarkt verärgert einige Buddhisten. Sie empfinden die Kunstaktion als religiösen Affront – das Kulturreferat hingegen sucht gerade die Diskussion und erklärt den Sinn des Kunstwerks.

Von Christina Maria BerrSüddeutsche.de

Eigentlich liegt er am Rand des Treibens, der goldfarbene Buddha auf dem Viktualienmarkt. Nur wer zufällig den Weg zwischen Pschorr-Biergarten, Nymphenburger-Sekt-Stand und einem Gemüsehändler wählt, kommt an der dann durchaus auffälligen Kunstinstallation vorbei.

500 Kilogramm wiegt der sitzende, meditierende Buddha, der wie umgeworfen am Boden befestigt ist. “Made in Dresden” steht auf der Unterseite und so lautet auch der Titel des Werks von Han Chong. Der Buddha ist ein Teil der vom Kulturreferat veranstalteten Aktion “A Space Called Public – hoffentlich öffentlich”, das sich mit dem Stadt-Bild zwischen Klischee und Kommerz auseinandersetzen möchte.

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Atheists Rising: Arizona Lawmaker Says “Don’t Bow Your Heads”

Photo Credit: James Steidi/Shutterstock.com

Watch: Asked if she “thanks the lord,” Oklahoma survivor tells Wolf, “actually, I’m an atheist.”

By Mary Elizabeth WilliamsAlternet/Salon

You’d think by now CNN would have learned to stop treating their assumptions and as truths. But when Wolf Blitzer made a casual comment Tuesday, it turned out to be a teachable moment both for the newsman and television viewers.

Speaking live to a survivor of the deadly tornado in Moore, Okla., Blitzer declared the woman “blessed,” her husband “blessed,” and her son “blessed.” He then asked, “You’ve gotta thank the Lord, right? Do you thank the Lord for that split-second decision?”

But as she held her 18-month-old son, Rebecca Vitsmun politely replied, “I’m actually an atheist.” A flummoxed Blitzer quickly lobbed back, “You are. All right. But you made the right call,” and Vitsmun graciously offered him a lifeline. “We are here,” she said, “and I don’t blame anyone for thanking the Lord.” Nicely done, Rebecca Vitsmun.

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Alternative-Rock “Alice In Chains”: The Devil Put Dinosaurs Here

Glauben heißt nicht wissen

Von Ben HiltropWeser Kurier

Glaube gegen Wissenschaft: Anhänger des Kreationismus stellen die Evolutionstheorie in Frage und predigen eine wortwörtliche Interpretation der Heiligen Schrift.

Glaube gegen Wissenschaft: Anhänger des Kreationismus stellen die Evolutionstheorie in Frage und predigen eine wortwörtliche Interpretation der Heiligen Schrift. Diese christliche Glaubensabsplitterung geht davon aus, dass Gott vor rund 6.000 Jahren in nur sieben Tagen die Erde erschuf sowie Adam und Eva die ersten Menschen waren. Für Jahrmillionen alte Dinosaurierknochen haben sie auch eine Antwort parat: Der Teufel höchstpersönlich hat sie vergraben, um die Menschheit und ihren Willen zu prüfen. Die Alternative-Rockband Alice In Chains setzt sich auf “The Devil Put Dinosaurs Here” mit der Ideologie dieser Glaubensvertreter auseinander, die um jeden Preis versuchen, ihre Schäfchen unter Kontrolle zu halten.

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Straßburger Urteil: Gericht lässt Kruzifixe an Schulen wieder zu

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Schränkt ein christliches Kreuz im Klassenzimmer die Religionsfreiheit von Schülern und Eltern ein? Nicht unbedingt, hat jetzt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden – und damit seine frühere Entscheidung revidiert.

Von Oliver TrenkampSpON

Der Satz ist eindeutig: “Die Entscheidung, Kruzifixe in Klassenzimmern anzubringen, fällt in den Beurteilungsspielraum des Staates.” Die große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte entschied mehrheitlich, mit 15 von 17 Stimmen, dass christliche Kreuze in Klassenzimmern keine Grundrechte verletzen – weder das Recht auf Bildung, noch das Recht auf Religionsfreiheit.

Es ist eine Kehrtwende, die Richter wiedersprechen damit einer Entscheidung vom November 2009.

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“Viele junge Araber haben sich völlig von der Religion abgewandt”

arab_atheist_allianceArabischer Atheismus: Eine wachsender Gegentrend, der sich die Revolution zurückholt?

Von Thomas PanyTELEPOLIS

Sie sind klar in der Minderheit, aber sie existieren: Atheisten in arabischen Ländern. Mit dem Aufkommen von sozialen Netzwerken haben sie eine Plattform gefunden, um der Zensur zu entgehen. Zwischen 2009 und 2010 wurde das Arab Atheist Network. Auf Facebook findet sich beispielsweise die Arab Atheist Alliance. Die Gegnerschaft der militanten Glaubenseiferer ist groß und die Atheisten haben in manchen Ländern bei Entdeckung die Todesstrafe zu befürchten.

Laut einem saudi-arabischen Atheisten bieten Twitter und Facebook die Gelegenheit, Treffen zu organisieren: “Auch wenn sie wirklich kaum zu bemerken sind, wenn Sie sich einmal zu einem solchen Treffen begeben, werden Sie schockiert sein, wie viele es sind und welche Gesellschaftsschichten sie repräsentieren.”

Es sei unwahrscheinlich, dass die westlichen Medien davon Notiz nehmen, aber es scheint ganz so, als ob der arabische Atheismus derzeit eine Erneuerung erfahre, beobachtet der in den USA lebende arabische Autor und Professor für politische Wissenschaft As’ad AbuKhalil in seiner Kolumne für die Zeitung Al-Akhbar. Auch er verweist darauf, dass sich das Phänomen längst im Internet zeige, wo entsprechende Seiten immer populärer würden.

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Atheists Fight Gideon Bibles With Books By Christopher Hitchens

Photo: Reuters/Brian Snyder

What’s a prominent secular organization to do when a request to remove Bibles from state-owned property is unsuccessful?

By Christopher ZaraInternational Business Times

American Atheists, the feisty group of nonbelievers known for its outspoken billboard campaigns and arguments with Bill O’Reilly, decided to fight fire with fire — or, rather, fight scripture with Hitchens.

The group announced on Friday that it’s planning to ship piles of popular atheist books to the Georgia Department of Natural Resources for display in all state park cabins. The decision follows a brewing controversy that escalated after a visitor to a state park in north Georgia found a Gideon Bible in a cabin he’d rented there. As it turns out, the visitor was Ed Buckner, who served as president of American Atheists between 2008 and 2010.

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Alain de Botton: “Religion für Atheisten”

Bild: NASA

Wenn man Alain de Bottons neues Buch liest, bekommt man den Eindruck, die katholische Kirche höchstpersönlich habe die DIN-Norm erfunden – so begeistert schaut er auf ihre Institutionen, die die Welt sortieren und einordnen. Leben möchte man in seiner Welt aber trotzdem nicht.

Von Adolf Stock - Deutschlandradio Kultur

Was verbindet McDonald’s mit der katholischen Kirche? Beide sagen wo’s langgehen soll: McDonald’s dem Personal in der Frittenbude und die katholische Kirche den Priestern und Katholiken.

“Dem Angestellten wird genauestens vorgeschrieben, wo er sein Namensschildchen tragen muss, mit welchem Lächeln er jeden Kunden beglücken soll und wie viel Gramm Mayonnaise auf jedes Brötchen-Oberteil zu schmieren ist. (…) Ihre Edikte, die im Detail festlegen, welche Weinsorten bei der Heiligen Kommunion verwendet werden sollen und welche Farbe die Schuhe der Priester haben sollen, beweisen, wie penibel die Kirche darüber wachte, dass sich jeder Priester an die vorgegebenen Standards hielt.”

Beim Lesen von Alain de Bottons neuestem Buch könnte man meinen, die katholische Kirche habe die DIN-Norm persönlich erfunden.

Alain de Botton ist in einem atheistischen Umfeld großgeworden. Seine Eltern waren säkularisierte Juden, sein Vater war Banker in der Schweiz. Der professionelle Geldverwalter hielt den Glauben an Gott für eine bemitleidenswerte Behinderung. Dagegen hat der Sohn rebelliert. “Wir haben schlecht säkularisiert”, lautet de Bottons Credo. Lasst uns mal schauen, was die Religionen den Atheisten zu bieten haben!

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Salafisten zerstören 80 Mausoleen in Tunesien

Bild. dapd

Salafisten haben in Tunesien etwa 80 Schreine der Sufisten niedergebrannt und verwüstet. Die regierende islamistische Ennahda-Partei lässt die Radikalen häufig ohne Strafverfolgung davon kommen.

Von Detlef UrbanDeutschlandfunk

Die 30 Männer singen und beten schon seit zwei Stunden, ein rhythmischer Gesang. Es sind Sufis von der Bruderschaft Tijaneia, ihr Treffpunkt ist ein mit edlen Kacheln und Fayencen ausgestattetes Mausoleum in der Medina, der Altstadt von Tunis. Verehrt wird hier Sidi Ibrahim, ein Heiliger, zu Lebzeiten Diplomat, Dichter und Gelehrter. Sein Sarg steht im Nebenraum, doch der Heilige selbst wird nicht angebetet. Die Männer chanten bis zur Ekstase. Tausende Male wiederholen sie den Namen Allahs in verschiedenen Varianten: All-Erbarmer, All-Barmherziger, All-Mächtiger.

Der Sufismus verbreitete sich in Tunesien und im Maghreb ab dem 12. Jahrhundert. Es ist der religiös-kulturelle Humus, auf dem sich ein liberaler Volksislam in Tunesien bilden konnte. Scheich Ibrahim Riahi, ein Nachkomme des hier verehrten Sidi Ibrahim, war bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer einer großen Geschäftsbank. Er hat wie viele Sufisten ein asketisches Aussehen, ist fromm, doch äußerst weltgewandt.

“Der Sufismus in Tunesien ist ein guter Gegenpol zum religiösen Extremismus. Ganz allgemein gibt es gegenwärtig eine Tendenz in der islamischen Welt zur Intoleranz und zum religiösen Extremismus. Der Sufismus aber ist von seinem Wesen her Nächstenliebe, wie auch Liebe zu Gott und zu den Propheten.”

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Walter Witt: “Die Bibel ist ein Märchenbuch”

BibelRentner inspirierte Plakataktion „Die Bibel ist (k)ein Märchenbuch“.

kath.net

Der bekennende Atheist Walter Witt hat in Hamburg eine öffentliche Diskussion über die Bibel ausgelöst: Seit zehn Jahren verbreitet der ehemalige Postbeamte seinen Leitsatz „Die Bibel ist ein Märchenbuch“ auf Plakaten, Hauswänden und Fußwegen. Er verschickte auch mehrmals im Jahr Postkarten mit dem Satz an christliche Werke wie zum Beispiel Bibel TV.

Inzwischen schreiben viele Passanten dazu ihre Kommentare auf die Plakate. Einer reagierte mit der Frage „Wie kommst du da drauf?“ und bat um Argumente. Ein anderer verwies auf den 2. Petrusbrief (1,16), wo es heißt: „Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.“

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Schüsse bei Filmfestspiele in Cannes: “Ich tue dies im Namen meines Gottes”

Festnahme des Verdächtigen (Bild: Getty)

Festnahme des Verdächtigen (Bild: Getty)

Mit Schreckschusspistole, Granaten-Attrappe und einem Klappmesser hat ein 42-Jähriger bei den Filmfestspielen in Cannes für großen Schrecken gesorgt: In Panik stürmten zahlreiche Gäste von einer Fernsehbühne – unter ihnen Oscar-Preisträger Christoph Waltz.

Focus Online

Nach Schüssen aus einer Schreckschusspistole ist bei den Filmfestspielen in Cannes am Freitagabend eine Fernsehbühne geräumt worden. Zahlreiche Gäste flohen von der Bühne am Prachtboulevard Croisette, darunter auch die beiden Festival-Jurymitglieder Christoph Waltz und der Franzose Daniel Auteuil.

Ein 42-Jähriger, der die beiden Schüsse abgefeuert habe, wurde festgenommen. Verletzte gibt es nicht. Den Angaben zufolge hatte der Mann auch eine Granaten-Attrappe und ein Klappmesser bei sich.

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Einfluss der Kirchen: Gottes Tippgeber und Medien-Amigos

Bild: ap

Journalisten beraten Kirchen im Umgang mit Medien. Der Deutsche-Journalisten-Verband kritisiert das und sieht Interessenkonflikte.

Von Ulli Schauentaz

Dass Peter Limbourg die deutschen Bischöfe in publizistischen Fragen berät, verriet die Deutsche Welle, als der Chef des Nachrichtensenders N-24 zum neuen Intendanten gewählt wurde. Doch Limbourg will nicht über seine Tätigkeit bei der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz sprechen, jedenfalls nicht gegenüber der taz. Wer ist drin, was machen die Journalisten da als Berater? Auch die Deutsche Bischofskonferenz will das auf Anfrage nicht verraten.

Fast fünf Jahre ist es her, dass eine Pressemitteilung der Bischöfe das Gremium erwähnte. Im Herbst 2008 lies es sich wohl nicht vermeiden. Denn ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut und der MDR-Onlinechef Georg Maas hielten ihre Vorträge zu den Medienstrategien der Kirche nicht in einem kleinen Konferenzraum, sondern vor der Vollversammlung der Bischöfe. Nachfragen führen bei einzelnen öffentlich-rechtlichen Sendern Namen zu Tage.

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Südafrika: 23 Jungen sterben bei Beschneidung

Bild: dpa(Symbolfoto)

Drama in Südafrika: Bei der traditionellen Beschneidung von Jungen sind in der Provinz Mpumalanga innerhalb von nur zwei Wochen 23 Jugendliche gestorben.

Berliner Kurier

In 22 Fällen sind mittlerweile Mordermittlungen eingeleitet worden. Die Todesumstände des 23. Opfers werden von den Behörden noch überprüft.

Der Beschneidungsritus gilt bei den meisten südafrikanischen Völkern als Einstieg der Jugendlichen ins Erwachsenenleben. Jährlich werden zehntausende Jugendliche beschnitten.

Wegen des oft unsachgemäß durchgeführten Eingriffs mit zahlreichen Verletzungen und Todesfällen wird die Praxis in Südafrika mittlerweile kontrovers diskutiert.

Auch der Unglaube ist letztlich nur ein Glaube

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Um Halbglaubende und Nichtglaubende ins Gespräch zu bringen, ist eine Rückbesinnung auf das Zweite Vatikanische Konzil und dessen kritisch-konstruktiven Dialog mit dem Atheismus auch 50 Jahre danach noch immer lohnend.

Von JAN-HEINER TÜCKDie Presse

Schon länger ist bekannt, dass das Verblassen des Gottesglaubens in der späten Moderne nicht zum Absterben von Religion geführt, sondern neue Formen von Religiosität freigesetzt hat. Die blühende Landschaft von Wellness und Esoterik war in den vergangenen Jahren ein Indiz dafür, dass der Abschied von Gott religiöse Praktiken keineswegs ausschließt.

Weichere Varianten der Gottlosigkeit schienen den kämpferischen Atheismus beerbt zu haben. Auf den Trümmern der atheistischen Systeme breitete sich eine „religionsfreundliche Gottlosigkeit“ (J. B. Metz) aus, die das Bedürfnis nach religiösem Wohlgefühl bediente, ohne sich um die intellektuelle Möglichkeit des Gottesglaubens näher zu kümmern. Bekennende Atheisten waren rar geworden. Dies hat sich geändert.

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Atheisten-Happening in London: Gottesdienst ohne Gott

Auch viele Menschen, die nicht an einen Gott glauben, sehnen sich nach jenen Ritualen, die eine Kirchengemeinde zusammenschweißen. Das zeigt ein Beispiel aus Großbritannien: In London finden regelmäßig Sonntagsversammlungen für Ungläubige statt – mit Gesang und Predigt, aber ganz ohne Gott.

Von Christina KüfnerDeutschlandradio Kultur

Eine knappe Stunde noch, dann wird die Conway Hall – ein holzgetäfelter Festsaal im Zentrum von London – zu einem völlig gottlosen Ort. Sanderson Jones steht auf der Bühne und geht mit seinen Musikern noch einmal durch, wie alles ablaufen soll.

Erst die Begrüßung, dann einige Lesungen. Dazwischen Musik und Gesang, zum Schluss eine Ansprache. Vom Ablauf her ist die “Sunday Assembly”, die Sonntagsversammlung für Ungläubige, einem Gottesdienst verblüffend ähnlich. Das sei auch gar nicht verwunderlich, sagt Sanderson Jones während er sein Manuskript sortiert. Denn bis auf die Sache mit Gott laufe in den Kirchen ja eigentlich auch alles richtig.

“Es werden Lieder gesungen und Vorträge gehalten, die einen dazu bringen über sein eigenes Leben nachzudenken. Außerdem ist da dieses tolle Gemeinschaftsgefühl. Nur leider steht im Zentrum von alldem etwas, an das ich einfach nicht glauben kann.”

Sanderson Jones sieht – paradoxerweise – aus wie ein Bilderbuch-Jesus: Knapp zwei Meter groß, blondes langes Haar, dazu ein rauschender Vollbart. Von Beruf ist der 32-jährige Brite Komiker. Zusammen mit einer Kollegin aus der Londoner Comedy-Szene hat er die Sonntagsversammlungen für Atheisten ins Leben gerufen. Nicht, um sich über die Kirche lustig zu machen. Sondern weil er findet, dass man keinen Glauben haben muss, um gemeinsam singen, feiern und nachzudenken zu können.

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Die unbefleckten Bräute Jesu

Foto: Ican

NEU IM KINO: Die Schweizerin Mirjam von Arx öffnet mit ihrem Dokumentarfilm “Virgin Tales” Türen in die abgeschottete Welt evangelikaler Christen in den USA.

Von Gabriele SchoderBadische Zeitung

Eine offizielle Statistik über die Religionszugehörigkeit gibt es in den USA ja nicht, aber die Zahlen, die die Schweizerin Mirjam von Arx im Abspann ihres Films “Virgin Tales” nennt, dürften stimmen: “25 Prozent aller Amerikaner sind evangelikale Christen, 40 Prozent glauben an den Kreationismus”. Erst recht der Eröffnungssatz: “Die evangelikale Bewegung ist die christliche Glaubensrichtung, die am schnellsten wächst.” Deren unterschiedliche Erscheinungsformen verbindet die Bibeltreue bis zur Überzeugung von der Verbalinspiriertheit der Heiligen Schrift, der Gebetskreis sowie die persönliche Glaubensentscheidung.

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Jeder zweite Westdeutsche glaubt an Wunder

Foto: Martin U. K. Lengemann

Ob Wunder oder Geistheiler, Astrologie oder Anthroposophie: Immer mehr Deutsche wenden sich der Esoterik zu. Eine Okkultismusforscherin spricht schon von “beispiellos veränderten Weltbildern”.

Von Joachim HeinzDIE WELT

Esoterische Vorstellungen sind bundesweit auf dem Vormarsch. Jeder vierte Deutsche, berichtet die “Zeit” unter Berufung auf die neuesten Zahlen der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (Allbus), sei inzwischen aufgeschlossen gegenüber Wunder- und Geistheilern. Rund 40 Prozent der Bevölkerung halten der Untersuchung zufolge etwas von Astrologie oder New Age, mehr als die Hälfte äußern Sympathie für Anthroposophie und Theosophie.

Im Westen Deutschlands liegen laut Studie die Zustimmungswerte dabei höher als im Osten. Jeder zweite Westdeutsche glaube an Wunder, ungefähr jeder Vierte an die Wiedergeburt. “Esoterische Vorstellungen gelten zunehmend als normal”, zitiert die “Zeit” den Münsteraner Soziologen Detlef Pollack.

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Dan Brown ist ein Intrigant?

dan_brownOffizielle Internetpräsenz der katholischen Kirche bewirbt unkritisch „Inferno“, neuestes Werk des antichristlichen Autors Dan Brown – Umberto Eco über Brown: Ein Intrigant, der Falschnachrichten verbreitet und sich mit Abfallmaterial bereichert

kath.net

„Geistiges Fastfood“. So bezeichnete der “König des Horrors” Stephen King die Romane von Dan Brown. Mit Verwunderung stellten am Dienstag Besucher von katholisch.de – das sich als offizielle Website der katholischen Kirche in Deutschland versteht – fest, dass dort stundenlang groß der neue Roman von Brown mit dem Namen „Inferno“ unkritisch beworben wurde.

So bringt der Rezensent Michael Richmann in einer nur als oberflächlich zu bezeichnenden Analyse den Lesern das Buch nahe und meint, dass die Kirche in diesem Thriller „allenfalls eine Nebenrolle“ spiele und diesmal „zentrale Glaubensgrundsätze“ „nicht umgedeutet und in Zweifel gezogen“ würden. Das Buch sei „genau das Richtige für den Strand oder eine lange Zugfahrt“.

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“The Wedding of Church and State”

by Roy Zimmerman with Sandy Riccardi

Why Everyone Should Oppose Ten Commandments In Public Schools

ten_commandmentsChristianity is under attack! The sense of Christian victimhood has been ramping up in recent months.

by Paul Brandeis RaushenbushHUFF Post Religion

While conservative Christian intimidation by the rising acceptance of gay marriage has been more in the spotlight, a recent case of Ten Commandments plaques in an Oklahoma public school system has become a new rallying point.

Every classroom in the Muldrow, Oklahoma district has a plaque with the Ten Commandments affixed to the wall. Recently an atheist student named Gage Pulliam contacted the Freedom From Religion Foundation, who then wrote a letter to the district demanding that the plaques be taken down and warning that they represent a violation of the U.S. Constitution.

Pulliam, who originally wanted to remain anonymous and has now revealed his identity, told Patheos that he and his sister have now faced verbal harassment and been threatened with violence. He explains that his intention is not to attack Christianity as local pastors and Christian students have insisted, instead Gage says:

“I want people to know this isn’t me trying to attack religion. This is me trying to create an environment for kids where they can feel equal.”

That seems fair. And he is, of course, completely right that the plaques should be taken down. The establishment clause of the First Amendment is clear in this case.

Posting The Ten Commandments in a public enterprise such as public schools or courtrooms does establish a religious privilege for Christianity (and maybe Judaism… but not really) — especially when unaccompanied by similar central texts from other religious and humanist traditions.

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Die falsche Muttergottes

Reiner Dieckhoff/Magazin Cicero

Das Kölner Museum Schnütgen präsentiert seit 2009 eine falsche Madonna. Nun tritt der zuständige Kulturdezernent ab, ohne für Aufklärung gesorgt zu haben

Von Rolf SchmidtCicero

Die Antwerpener Onze-Lieve-Vrouwe-Kathedraal ist eine Schatzkammer: Neben monumentalen Gemälden des Lokalhelden Peter Paul Rubens sind eine Überfülle von Bildern, Skulpturen in Holz und Stein, Farbfenstern, Wand- und Deckenmalereien, eine kostbar geschnitzte Kanzel, Beichtstühle und aufwendige Grabmäler zu bestaunen.

Es ist eine Kunst, in der das Wuchtige dominiert. Doch es gibt eine stille Ausnahme. Sie steht am Rand des linken Seitenschiffs und misst vom Scheitel bis zur Sohle gerade mal 132 Zentimeter. Eine marmorne Mutter Gottes mit dem Jesuskind. Damit man sie nicht übersieht, macht draußen, im Fenster des Kirchen-Shops, ein riesiges Plakat auf die Statue aufmerksam. Die Antwerpener wissen, was sie an ihrer zarten Madonna haben. Als die japanische Stadt Kobe 1995 von einem Erdbeben heimgesucht wurde, schenkten die Bürger der Schelde-Metropole den Japanern eine Kopie „zur Erinnerung an die Opfer“.

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