Archiv der Kategorie: Kultur

Religiotie: Erhat Toka aus Osnabrück wirft Dieter Nuhr Hetze vor

Aufruf zum Boykott: Erhat Toka will am Samstag gegen den Auftritt von Dieter Nuhr in Osnabrück protestieren. Die Plakate sind gedruckt.Foto: Elvira Parton

Wenn der Kabarettist Dieter Nuhr am Samstag in Osnabrück auftritt, werden Muslime vor der Stadthalle gegen ihn demonstrieren. Erhat Toka, der Initiator des Protests, bezeichnet den Comedian als „Hassprediger“, der Hetze gegen den Islam betreibe.

Von Rainer Lahmann-LammertOsnabrücker Zeitung

Er hat Anzeige wegen „Beschimpfung von Religionsgemeinschaften“ erstattet und ruft zum Boykott der Veranstaltung auf. Dieter Nuhr will sich erst in der kommenden Woche gegenüber unserer Redaktion äußern.

„Wenn sich jemand über den Islam lustig macht, habe ich nichts dagegen“, sagt Erhat Toka, und gibt mit einem Lächeln zu verstehen, dass er keine Spaßbremse sein will. Aber Dieter Nuhr wirft er vor, dass er unter dem Deckmantel der Satire eine „blöde, dumme Hetze“ gegen eine Minderheit betreibe. Erhat Toka sitzt in seiner Kampfsportschule an der Iburger Straße, sein schwarzer Rauschebart fällt auf sein blütenweißes Hemd. Vor drei Jahren hat der Mann mit deutschem Pass und türkischen Wurzeln für eine muslimische Partei bei der Kommunalwahl kandidiert, ohne Erfolg. Am Runden Tisch der Religionen wird ihm gelegentlich eine Nähe zu islamischen Hardlinern nachgesagt. Gerne gibt er sich als Fan des türkischen Staatspräsidenten Erdogan zu erkennen.

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Dieter Nuhr wegen Islamsatire angezeigt

Dieter Nuhr, Bild:deutsche-kabarettisten.de

Der Kabarettist Dieter Nuhr bekommt es wegen ironischer Bemerkungen zum Islam mit der Justiz zu tun.

evangelisch.de

Ein Osnabrücker Muslim hat Anzeige gegen den Künstler erstattet, wie ein Polizeisprecher am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Der Vorwurf lautet “Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften”. Das Strafgesetzbuch sieht dafür Gefängnis bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.

Nuhr hatte mit seinen Auftritten wiederholt Proteste unter Muslimen ausgelöst. In einem Youtube-Video, in dem mehrere Auftritte des Kabarettisten zusammengeschnitten sind, sagt er über das islamische Frauenbild: “Im Islam ist die Frau zwar frei, aber in erster Linie frei davon, alles entscheiden zu müssen.” Lacher erntet er auch mit dem Satz: “Wenn man nicht wüsste, dass der Koran Gottes Wort ist, könnte man meinen, ein Mann hätte ihn geschrieben.” Darüber hinaus äußert er sich in vielen Szenen satirisch-ironisch über radikale Islamisten wie Osama bin Laden.

Rituelle Beschneidung: An vorderster Stelle

Beschneidung jüdisch: Szerne aus dem amerikanischen Serie »Bubala please« © JMB

Das Jüdische Museum beleuchtet in »Haut ab« Haltungen zur rituellen Beschneidung in Judentum, Islam und Christentum.

Von Michael WuligerJüdische Allgemeine

Als ob das Land keine anderen Probleme hätte, steigerte sich Deutschland vor zwei Jahren in einen Akt kollektiver Erregung hinein. In Politik, Medien und Internetforen wurde heftig über die rechtliche und moralische Zulässigkeit der rituellen Beschneidung von jüdischen und muslimischen Jungen gestritten – oft mit explizit antisemitischer Tendenz, obwohl Beschneidungen hierzulande, rein von der Zahl der Betroffenen her, eigentlich eine primär islamische Angelegenheit sind.

Die neue Ausstellung Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung, die diese Woche im Jüdischen Museum Berlin eröffnet, will diese Debatte nicht fortführen, schreibt Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Hauses, in ihrem Geleitwort zum Katalog der Schau. Man wolle stattdessen »dem Thema … Tiefe geben« und einen Beitrag zu der Frage leisten, »wie kulturelle Differenzen wahrgenommen und von der säkularen Gesellschaft bewältigt werden«.

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Carolin Kebekus: “Ich kann meine Penisse an einer Hand abzählen”

Bild:kebekus.youtube

Bild:kebekus.youtube

Ihre Karriere begann als Praktikantin bei den “Freitagnacht News”. Jetzt moderiert sie den Deutschen Comedypreis. Wir haben Carolin Kebekus getroffen um über Mett, Männer und Menschenköpfe zu reden.

Von Antje HildebrandtDIE WELT

Hilden, eine verschlafene Kleinstadt bei Düsseldorf. Die Stadthalle bebt, Bier schwappt aus Plastikbechern. Männer mit tätowierten Oberarmen und Frauen mit rustikalem Schuhwerk verlangen lautstark nach “Zugaaabe!” Zwei Stunden lang hat Carolin Kebekus, 34, die Stadthalle gerockt. Fußball, Diätwahn, Schönheitsterror, die katholische Kirche, das sind ihre Themen.

“Pussyterror” heißt diese One-Woman-Show, ein Medley aus Sketchen, und Deutschlands lustigste Frau, Trägerin des Comedy-Preises 2013, spielt alle Rollen selber, vom pubertierenden Teenie bis zum Opa. Eine Powerfrau, zierlich aber zäh, nur 1,64 Meter groß. Nach dem Live-Act sinkt sie in der Garderobe auf einen Stuhl. Zeit für ein Mettbrot – und ein paar Fragen.

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The “Bible Belt” is the Porn Belt: Surprised?

Image: Why I still talk to Jesus-Inspite of everything

Smut in Jesusland: “The honest truth is that we all have our failings, Christian or not, liberal or conservative. None of us live up to our best intentions or deepest values. What’s shameful is not the fact that people find sex arousing and seek it out, even when they feel compelled to do so on the sneak. The problem is hypocrisy and the way that it distorts public policies and parenting, causing real harm to real people. For over a decade, conservatives forced abstinence-only education on young people, insisting that hormone-ravaged teens could ‘just say no’ when they themselves can’t.”

By Valerie TaricoWhy I still talk to Jesus-In spite of everything/FrankSchaeffer

studies consistently demonstrate that people in [red-state] conservative religious [regions] search for adult materials online far more often than people in blue states.

Ever since Freud first started publishing his theories, psychologists have had a fascination with what he called “defense mechanisms“:

  • Denial means simply refusing to acknowledge that some event or pattern is real.
  • Repression involves pushing uncomfortable thoughts and feelings to the far recesses of the subconscious mind.
  • Reaction formation is saying or doing the opposite of what you really want but won’t allow yourself to express.
  • Projection means assuming that others share the impulses, feelings, and vices that you find unacceptable in yourself…

In October, two Toronto researchers, Cara MacInnis and Gordon Hodson, published a study in which they used Google Trends to analyze porn searches. Individual search records are protected by privacy laws, but it is possible to compare the popularity of search terms across various regions or states, which is what they did.

Specifically, MacInnis and Hodson linked state level information from Gallup polls asking about religious and political attitudes together with a variety of sex and porn-related search terms… their findings are Gallup polls in keeping with information from other sources: Business professor Benjamin Edelman at Harvard found that states with more traditional views of sex and gender have higher rates of paid porn subscriptions—meaning people who are willing to put porn on a credit card…

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Burka-Verbot: Verschleierte Frau muss Pariser Oper verlassen

Kenza Drider, snapshot brightsblog, Themenbild

Kenza Drider, snapshot brightsblog, Themenbild

Eine vollständig verschleierte Touristin aus der Golfregion ist während einer Vorstellung in der Oper von Paris aufgefordert worden zu gehen. Die Chorsänger hatten wegen ihr den Einsatz verweigert.

DIE WELT

An der Pariser Oper ist eine vollverschleierte Zuschauerin aus der laufenden Vorführung geschickt worden. Der stellvertretende Direktor der Oper an der Bastille, Jean-Philippe Thiellay, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, die Frau habe in der ersten Reihe direkt hinter dem Dirigenten gesessen und sei bis auf die Augen verschleiert gewesen.

In der Pause der Aufführung von “La Traviata” sei sie aufgefordert worden, den Schleier abzunehmen oder zu gehen, woraufhin ihr Begleiter mit ihr das Opernhaus verlassen habe.

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Der kurdische Widerstand verkörpert das Gute

Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB

Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB

Die Kurden führen einen Stellvertreterkrieg für den Westen gegen die IS-Barbaren. Sie sind ein ernsthafter säkularer Akteur im Nahen Osten geworden, während die Türkei die Werte des Westens verrät.

Von Andrea SeibelDIE WELT

Gute Kurden, schlechte Kurden. Kaum eine Minderheit, die verfolgt wird, wie es die Kurden besonders in der Türkei erleben mussten, ist rein und ohne Schuld. Gewalt wird zum einzigen Mittel gegen Gewalt und kann zu unheilbaren Verrohungen führen.

Gerade in den Tagen, in denen mit Schlagstöcken und Macheten bewaffnete Kurden sich mit Islamisten auf deutschen Straßen Schlachten lieferten, wurde das klar. Und doch ist diese Minderheit etwas Besonderes, denn die Bürde, die sie bereit scheint, zu tragen, ist enorm.

Nur von amerikanischen Luftschlägen unterstützt, die nicht immer erfolgreich schienen, kämpfen Kurden schon seit Wochen, damit die syrische Stadt Kobani nicht an den IS fällt. Das ist das Gute an den Kurden.

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“Nightwish”: Richard Dawkins liefert Gastbeitrag zum neuen Album

Bekamen Schützenhilfe von Prof. Richard Dawkins: Nightwish. Bild: rockhard.de

NIGHTWISH bekommen auf ihrem kommenden, noch unbetitelten Album Unterstützung vom bekannten Biologen und Schriftsteller Professor Richard Dawkins:

Von Alexandra MichelsRockHard

der Verfechter des Atheismus ging mit den Symphonic-Metallern ins Studio, um einen Sprechpart für die Platte aufzunehmen, wie die Band nebst Bildmaterial bei Facebook verkündet.

Bereits im vergangenen Jahr äußerte Keyboarder Tuomas Holopainen seine Faszination bezüglich der Schriften des Wissenschaftlers: “Ich weiß jetzt schon, dass mein Enthusiasmus für diese Art der Literatur sich in den nächsten Monaten irgendwie äußern wird. Ich weiß zwar noch nicht genau, wie, aber es wird etwas passieren.”

Stiftung startet Plakat-Kampagne mit Porträts NS-Überlebender

Bild: Ich lebe noch!

Bild: Ich lebe noch!

Mit einer großangelegten Plakatkampagne will die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft um mehr Unterstützung für noch lebende NS-Opfer in Osteuropa werben.

evangelisch.de

Unter dem Motto “Ich lebe noch” werden ab kommendem Montag mehr als 500 Plakate in Berlin zu sehen sein, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Auch an Autobahnen der Region sollen auf großen Leuchttafeln Porträts und Lebensgeschichten von insgesamt sechs Überlebenden gezeigt werden. Nach den Plänen der Stiftung soll die Kampagne auch auf andere Städte im Bundesgebiet ausgeweitet werden. Dazu würden jedoch noch Sponsoren gesucht, sagte Sprecher Wolf Fenner.

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Salman Rushdie slams ‘Islamophobe’ label: It’s right to be hostile to extremism

Salman Rushdie, (andersphoto / Shutterstock.com)

In a speech denouncing the Islamic extremist group ISIS (the Islamic State in Iraq and Syria) and the “hate-filled rhetoric” of Islamic extremism, author Salman Rushdie warned that the world must come to grips with what he called “a new age of religious mayhem” perpetrated by Muslim fanatics.

By David FergusonRaw Story

U.K. news daily The Telegraph reported that Rushdie was addressing the audience at the PEN/Pinter Prize lecture, where he was honored for his achievements in literature. His 1989 book The Satanic Verses was considered blasphemy by hardline Muslims and as a result, Iran’s Ayatollah Khomeini declared a fatwa on Rushdie’s life, meaning that by the dictates of the Muslim faith, the author must be killed.

Rushdie spent several years in hiding from zealots and fanatics who were out to silence him. Now, he said in his speech at the British Library on Sunday night, he sees young British Muslims being seduced by what he called “jihadi-cool” and worries that they will be used as foot soldiers to the nascent ultra-extremist movement forming in Syria and its neighbor Iraq.

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„Plastic Religion“: Wirbel um Barbie-Heilige

Noch vor der geplanten Einweihung in einer kleinen Galerie in Buenos Aires gelangten die Barbie-Heiligen zu unerwartetem Ruhm.

FOCUS ONLINE

Ein Künstlerpaar wollte anhand der Puppen die Ästhetik populären Glaubens darstellen. Drohungen aus mehreren Ländern ließen die beiden Künstler die Ausstellung jedoch absagen.

Emiliano Pool Paolini (31) und Marianela Perelli (35), hatten 33 Puppen als Ikonen der lokalen Religiosität charakterisiert. Von Marienfiguren bis zu volkstümlichen Kultgestalten wie der verstorbenen Correa („Difunta Correa“), die angeblich 1841 noch nach ihrem Dursttod in der Wüste ihren Säugling dank Muttermilch überleben ließ. Am Samstag (11.10.) sollte „The Plastic Religion“ in der POPA, einer alternativen Galerie im Stadtteil La Boca, eingeweiht werden.

Zoff zwischen Biobauern und Veganern

Hier demonstrieren sie noch gemeinsam gegen die Agrarindustrie: Biobauern, Tierschützer, Vegetarier und Veganer. Bild: imago/epd

Beim „Wir haben es satt“-Kongress werden tiefe Gräben in der alternativen Agrarbewegung deutlich. Es geht um die Frage: Dürfen Landwirte Tiere halten?

Von Jost Maurintaz.de

Vegane Aktivisten gehen zunehmend auf Distanz zur Bewegung für eine alternative Landwirtschaft. Das zeigte sich beim ersten „Wir haben es satt“-Kongress, den die Organisatoren der Demonstrationen gegen die Agrarindustrie unter dem selben Motto am Wochenende in Berlin veranstaltet haben. Nach Angaben der Veranstalter besuchten mehr als 400 Teilnehmer den Kongress.

„Wir sind nicht eine Bewegung. Ich fühle mich von euch im Stich gelassen, wenn es um Tierrechte geht“, sagte Erasmus Müller von der veganen Organisation Animal Rights Watch (Ariwa) unter anderem in Richtung des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND). „In dieser Hinsicht sind wir keine Bewegung mehr.“ Für seinen emotionalen Beitrag bei einer Podiumsdiskussion über Tiere in einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft erntete er viel Applaus im Publikum.

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‘It’s gross, it’s racist’: Ben Affleck and Bill Maher clash over criticizing Islam

Actor and director Ben Affleck on ‘Real Time with Bill Maher,’ on Oct. 3, 2014. [YouTube]

Bill Maher and author and neuroscientist Sam Harris battled actor/director Ben Affleck on Real Time on Friday concerning Maher’s recent remarks criticizing Islam.

By Arturo GarciaRaw Story

“Why are you so hostile about this?” Maher asked Affleck.

“It’s gross, it’s racist,” Affleck replied.

“It’s so not,” Maher insisted, though Affleck compared it to using the term, “Shifty Jew.”

“You’re not listening to what we are saying,” Maher insisted.

“You guys are saying, if you want to be liberal, believe in liberal principles,” Affleck said, referencing Maher’s monologue last week. “Like, we are endowed by our forefathers with inalienable rights, all men are created equal.”

Harris, who had complained about criticism of the Muslim religion being dismissed as Islamophobic, countered that liberals should be allowed to criticize bad ideas.

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New Atheism—Old Sexism?

Dominant Male Atheist Leaders Seem to Have a Problem with Women
Many of the most prominent leaders of New Atheism are quick to express sexist ideas.

By Amanda MarcotteAlternet

At first blush, it would seem that an atheist movement would be exactly the sort of thing that would attract many women. After all, much of the oppression of women—from forced veiling to restricting abortion rights—is a direct result of religion. Unsurprisingly, then, feminism has a long tradition of outspoken atheists and religious skeptics within its ranks. Suffragist Elizabeth Cady Stanton preferred “rational ideas based on scientific facts” to “religious superstition.” Major feminist philosopher Simone de Beauvoir argued that belief in God exists in part to “repress any impulse toward revolt in the downtrodden female.” Modern feminist writer Katha Pollitt received the “Emperor Has No Clothes” award from the Freedom From Religion Foundation in 2001, where she said that religion is dangerous because “it connects with very terrible social energies that have lain in civilization for a very long time.”

But despite the natural and cozy fit of atheism and feminism, the much-ballyhooed “New Atheism” that was supposed to be a more aggressive, political form of atheism has instead been surprisingly male-dominated. The reason has, in recent years, become quite apparent: Many of the most prominent leaders of the New Atheism are quick to express deeply sexist ideas. Despite their supposed love of science and rationality, many of them are nearly as quick as their religious counterparts to abandon reason in order to justify regressive views about women.

Sam Harris, a prominent atheist author who has previously been criticized for his knee-jerk Islamophobic tendencies, recently came under fire when he added women to the category of people he makes thoughtless generalizations about. Washington Post religion reporter Michelle Boorstein interviewed Harris, and during the interview she asked him why most atheists are male. “There’s something about that critical posture that is to some degree instrinsically male and more attractive to guys than to women.” He added, “The atheist variable just has this— it doesn’t obviously have this nurturing, coherence-building extra estrogen vibe that you would want by default if you wanted to attract as many women as men.”

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‘Das 21. Jahrhundert kennt keine positiven Utopien’

exzellenzclusterPressemitteilung

Das 21. Jahrhundert kennt nach Einschätzung von Kulturwissenschaftlern in Literatur, Kunst und Politik keine positiven Gesellschaftsutopien mehr. “Die Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel und Digitalisierung werden vielmehr oftmals in apokalyptischer Sprache beschrieben und rhetorisch mit dem Weltuntergang verbunden”, erläutert Literaturwissenschaftler Dr. Christian Sieg vom Exzellenzcluster “Religion und Politik” der Uni Münster. “Angesichts von Wirtschaftskrisen, Kriegen und Umweltkatastrophen sehen wir der Zukunft seit Jahrzehnten skeptisch entgegen.” Positive Zukunftsvisionen seien nicht sehr zahlreich. “Die wenigsten Menschen können den utopischen Meistererzählungen des vorigen Jahrhunderts wie dem Sozialismus oder dem Glauben an Fortschritt durch Technik noch folgen.” Der Forscher kündigte die nächste Ringvorlesung des Clusters zu “Zukunftsvisionen zwischen Apokalypse und Utopie” an.

Die öffentliche Reihe, die das Habilitandenkolleg des Exzellenzclusters organisiert, beginnt am 14. Oktober. Sie widmet sich der Geschichte apokalyptischen und utopischen Denkens von der Antike bis heute. Die Themen reichen von prophetischen Texten aus dem antiken Ägypten über geschichtsphilosophische Zukunftsentwürfe und Richard Wagners “Kunstwerk der Zukunft” bis zum utopischen Frauenbild spanischer Faschistinnen. Auch grüne Utopien der Gegenwart und Kino-Erzählungen wie “Avatar” und “Cloud Atlas” werden unter die Lupe genommen. Die Vorträge sind dienstags von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses, Domplatz 20-22, zu hören.

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Kreative sind wirklich oft nahe am Wahnsinn

Immer wieder wird diskutiert, ob Kreativität und Wahnsinn miteinander verknüpft sind. Sind sie, sagt eine neue Studie. Kreative zeigen häufiger Züge, die ins Psychotische und in die Hypomanie gehen.

Von Fanny JiménezDIE WELT

Die Hypothese, dass Kreativität und Wahnsinn eng miteinander verknüpft sind, geistert schon so lange durch die Kulturgeschichte, dass man gar nicht mehr genau weiß, wer sie eigentlich in die Welt gesetzt hat. Das ist im Grunde aber auch egal, denn entscheidend ist ja, ob sie denn stimmt, diese Hypothese. Trotz vielfältiger Bemühungen ist der Nachweis dessen bisher nicht gelungen.

Zu anekdotenhaft sind die Beweise bisher, berühmte Persönlichkeiten der Vergangenheit oder Einzelfälle der Gegenwart wurden dazu herangezogen. Das liegt einfach daran, dass nur wenige kreativ und wahnsinnig gleichzeitig sind. Zu wenige, um daraus eine für Wissenschaftler akzeptabel solide Datenbasis zu schaffen.

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Plantu: Französischer Papst-Karikaturist freigesprochen

Die Überschrift lautet: Pädophilie: Der Papst nimmt Stellung – der Junge sagt: “Hört auf euch ficken zu lassen, geht lieber am Sonntag wählen! (Es handelte sich damals um Regionalwahlen in Frankreich)

Urteil: Keine Aufstachelung zu Hass. Ein Pariser Strafgericht urteilte, die Darstellung ziele nicht darauf, die Katholiken oder Kleriker generell zu brandmarken.

kath.net

Der wegen einer Papst-Karikatur angeklagte französische Zeichner Plantu ist vom Vorwurf der Aufstachelung zu Hass freigesprochen worden. Ein Strafgericht in Paris urteilte am Dienstag laut französischen Medienberichten, die Darstellung ziele nicht darauf, die Katholiken oder Kleriker generell zu brandmarken. Der Karikaturist habe lediglich auf die seiner Meinung nach unangemessene Reaktion der Kirche auf Missbrauchsvorwürfe hingewiesen.

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Jüdische Gemeinde ehrt die “Toten Hosen”

tote_hosen_tempelDie Düsseldorfer Punkrock-Band “Die Toten Hosen” und der Musikprofessor Thomas Leander werden am heutigen Mittwoch mit der Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf ausgezeichnet.

evangelisch.de

Die Musiker werden für ihre gemeinsamen Veranstaltungen zum Thema “Entartete Musik” im vergangenen Jahr geehrt. Darüber hinaus würdigt der Preis das jahrzehntelange Engagement der “Toten Hosen” gegen Rassismus.

Mit der Neuberger-Medaille zeichnet die Jüdische Gemeinde Düsseldorf jährlich nichtjüdische Personen für ihre Verdienste um die jüdische Gemeinschaft aus. Zu den früheren Preisträgern gehören Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau (SPD).

Konvivialistisches Manifest: Zusammenleben für die Zukunft

John Lennon & Yoko Ono at the first day of their Amsterdam Bed-In. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-nl

In einem Manifest fordern 40 Intellektuelle – darunter Eva Illouz, Chantal Mouffe und Eve Chiappello – Fürsorge und Maßhalten im globalen Maßstab.

Von Tim Kaspar Boehmetaz.de

Die romanischen Sprachen haben es in manchen Dingen leichter. Ein lateinischstämmiges Wort wie „convivialisme“ klingt dort viel weniger akademisch als im Deutschen, denn „conviver“, aus dem sich der Begriff herleitet, bedeutet im Französischen schlicht „zusammenleben“. Und um genau diese Frage geht es dem Konvivialismus, der auf eine Gruppe Intellektueller um den Pariser Soziologen Alain Caillé zurückgeht.

Rund 40 Autoren und Autorinnen – darunter Eva Illouz, Chantal Mouffe, Edgar Morin oder Yann Moulier-Boutang, stehen hinter dem „konvivialistischen Manifest“, das jetzt als Büchlein erschienen ist. Mit ihrem Text bringen sie dringende Fragen auf den Punkt: „Wie mit der Rivalität und der Gewalt zwischen den Menschen umgehen? Wie sie dazu bewegen, zusammenzuarbeiten, um sich weiterzuentwickeln, wobei jeder das Beste von sich selbst gibt, sodass es möglich wird, einander zu widersprechen, ohne einander niederzumetzeln? Wie lässt sich die heute grenzenlose und potenziell selbstzerstörerische Anhäufung von Macht über Mensch und Natur verhindern?“

 

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“Sunday Assembly”: Atheisten feiern den Zufall

“Sunday Assembly” heißen weltweite Treffen von Atheisten, die einem Gottesdienst ähneln. Einen Ableger der Londoner Muttergemeinde gibt es nun auch in Berlin Foto: pro

Rund 150 Menschen haben sich am Sonntag erstmals zu einem atheistischen Gottesdienst in Berlin getroffen. „Sunday Assembly“ nennt sich die betont gottlose Gemeinschaft. Ihr Motto: „Lebe besser, hilf öfter, staune mehr“ – und das alles ohne Religion.

pro Medienmagazin

„Heute gibt es kostenlose Umarmungen“, sagt Sue Schwerin von Krosigk zur Begrüßung und drückt einen Gast an sich. In wenigen Minuten wird sie zu den rund 150 Gästen im Berliner „Orange Lab“ sprechen, einem hippen Veranstaltungsort nahe des Tiergartens. Sie wird erklären, wie das Leben zu einem besseren werden kann. Wie wichtig es ist, einander zu helfen. Und dass sie es liebt, im Alltag inne zu halten und wie ein Kind über die Schönheit der Welt zu staunen. Manche würden das predigen nennen. Schwerin von Krosigk nicht. Denn mit dem christlichen Glauben ihrer Jugend hat sie längst abgeschlossen. Der Gedanke der Gemeinschaft hingegen gefällt ihr. Deshalb hat sie gemeinsam mit einer Hand voll Mitstreitern die erste „Sunday Assembly“ in Berlin organisiert: ein Treffen für all jene, die gerne singen, über das Leben nachdenken und zugleich auf einen Gottesglauben verzichten möchten. Dabei gleicht „Sunday Assembly“ vielen, vor allem freikirchlichen Gottesdiensten bis ins Detail. Nur, dass Gott selbst darin keinen Platz haben soll.

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