Archiv der Kategorie: Kultur

Eine Bastille für die Bestie Mensch

Das Monster baut sich seine eigenen Mauern: Man Rays Sade-Porträt nach zeitgenössischen Beschreibungen. / Bild: Beck Verlag

Er wurde als Monster und Staatsfeind behandelt, war Dutzende Jahre hinter Gitter: Das abenteuerliche Leben und das radikale Werk des Marquis de Sade sind auch 200 Jahre nach seinem Tod mit nichts vergleichbar.

Von Anne-Catherine SimonDie Presse

Im Oktober 1763 hat ein junger attraktiver Adeliger in einer Absteige außerhalb von Paris ein Rendezvous mit einer Gelegenheits-Prostituierten, das bald zum Gerichtsfall werden wird. Vor der verängstigten Jeanne Testard schändet er zwei Hostien, ein Kelch wird als Sperma-Gefäß zweckentfremdet, die junge Frau bekommt eine Einladung zum gegenseitigen Auspeitschen sowie wie zur Darmentleerung auf ein Kruzifix. Sie schlägt beides aus, muss sich aber noch obszöne Verse anhören.
Dieser erste amtsbekannte „Akt der Ausschweifung“ des Marquis de Sade gehört nicht zu den Dingen, die einem geistesgeschichtlich zum Jahr 1763 als Erstes einfallen. Bekannter ist zum Beispiel, dass „Wolferl“ Mozart wenige Tage davor der Kaiserin Maria Theresia auf den Schoß gehüpft ist, oder dass Kant in jenem Jahr seine Schrift „Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes“ veröffentlicht hat. In Frankreich verteidigt derweil Jean-Jacques Rousseau sein neues Werk „Emile oder über die Erziehung“, in dem er postuliert: Der Mensch ist von Natur aus gut.
Der Mensch gut? Gott beweisbar? Da konnte Donatien Alphonse François de Sade nur lachen.

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Hinduismus: Der Elefantengott hat Geburtstag

Ganeshas Schönheit beruht auf seiner Intelligenz. (AFP / Indranil Mukherjee)

Ganesha ist klein und dick, hat einen Elefantenkopf und sitzt auf einer Lotusblüte. Wegen seiner Intelligenz und Stärke gilt die Gottheit als Überwinder von Hindernissen und Garant für Glück und Erfolg. Zehn Tage lang feiern viele Millionen Hindus nun ihren Geburtstag.

Von Margarete BlümelDeutschlandfunk

Ganeshas Vater Shiva ist für den Erhalt und die Zerstörung der Welt verantwortlich. Als Mahadeva – “großer Gott” – hat er einen eigenen Kult und gilt als Herr über alle Welten und alle Wesen, sagt die Indologin Manjiri Bhalerao aus Pune:

“Auch Ganesha wird ein eigener Kult zugesprochen. Anders als Shiva, wird er aber in den altindischen Schriften, den Veden, noch nicht genannt. Erst im dritten Jahrhundert findet Ganesha Erwähnung in den Texten.”

Das hinduistische Pantheon ist überaus komplex. So gibt es etwa Gottheiten wie Shiva, die zugleich für die Zerstörung und für die Erneuerung der Welt verantwortlich sind.

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Islamophobie und Antisemitismus: Die neuen alten Juden

moscheeWarum „Islamophobie“ in Europa nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden kann. Weder im Wesen noch im Ausmaß. Ein Gastbeitrag.

Von James KirchickFrankfurter Allgemeine

Vor dem Hintergrund, dass heftige Angriffe auf jüdische Glaubensgemeinschaften in ganz Europa zunehmen, lohnt es sich, eine der albernen Behauptungen noch einmal anzuschauen, die sich im Laufe der vergangenen zehn Jahre in der öffentlichen Diskussion festgesetzt hat: Muslime sind „die neuen Juden“.

Vor einem Jahrzehnt bekam diese Behauptung neue Popularität, als Frankreich in Schulen das Tragen auffälliger religiöser Symbole  – darunter auch den islamischen Gesichtsschleier – verbat. In Dänemark lösten im darauffolgenden Jahr Zeitungscartoons, die den Propheten Mohammed porträtierten, Unruhen aus. Der gleichzeitige Aufstieg rechtspopulistischer Parteien, die oft antimuslimische Botschaften verbreiteten, verstärkte die Sicht- und Erzählweise, dass Muslime eine bedrohte Minderheit seien.

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Horkheimer-Nachlass jetzt auch online

Horkheimer war zusammen mit Theodor W. Adorno einer der Begründer der kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Er wurde am 14. Februar 1895 in Stuttgart geboren und ist am 7. Juli 1973 in Nürnberg gestorben. (picture alliance / dpa)

Die Digitalisierung verändert das wissenschaftliche Arbeiten. Das zeigt ein Beispiel der Frankfurter Universität. Seit Kurzem haben Forscher und Philosophie-Interessierte online Zugang zum umfangreichen Nachlass des Philosophen Max Horkheimer, der als Mitbegründer der sogenannten Frankfurter Schule gilt.

Von Peter LeuschDeutschlandfunk

“Wir glauben, dass die sozialwissenschaftliche Erkenntnis doch gewisse Möglichkeiten bietet, dem Unheil wirksam zu begegnen, das in Europa schon vielen Menschen das Leben gekostet hat”,

erklärt Max Horkheimer 1954 auf einem Vortrag über die Aufgaben und die Verantwortung einer kritischen Soziologie. Konkret bezieht er sich hier auf seine Forschungen während der Emigration zum autoritären Charakter.

“Wir vermuten nicht länger, sondern kennen die psychologischen Kräfte, die einen Menschen anfällig für nationalsozialistische oder andere totalitäre Anschauungen machen.”

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Sterbehilfe: Die Zeiten kategorischer Verbote sind vorbei

sterbenFür eine politische und juristische Anerkennung des Rechts auf einen selbstbestimmten Tod. Es ist Zeit, ethisch, politisch und rechtlich anzuerkennen, dass der Respekt vor individueller Selbstbestimmung auch das Recht auf einen selbstbestimmten Tod einschließt.

Von Michael QuanteFrankfurter Rundschau

Angestoßen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der jede Form der organisierten Sterbehilfe unter Strafe stellen will, entwickelt sich derzeit eine breite Diskussion. In den Verhandlungen zur Bildung der Großen Koalition herrschte, wie Wolfgang Bosbach (CDU) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Januar sagte, Einigkeit darüber, dass ein Gesetzentwurf zum Verbot der gewerbs- oder geschäftsmäßigen Sterbehilfe „aus der Mitte des Parlaments kommen sollte“. Deshalb werde sich der Deutsche Bundestag jetzt „ernsthaft“ mit dem Problem befassen und eine gesetzliche Regelung vorschlagen, die „eine möglichst breite, fraktionsübergreifende Akzeptanz finden“ könne.

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Israel: Keine orthodoxe Bevormundung mehr erwünscht

Israels Oberrabbiner David Lau. Für die Pflege der Religion sind dann die Männer mit den großen Hüten und den langen Bärten zuständig, glauben viele Israelis. (dpa/picture alliance/Maurizio Gambarini)

In Israel bestimmt das orthodoxe Oberrabbinat über Familienstands- und sonstige religiöse Fragen. Reformjüdische Gemeinden werfen dem Rabbinat den Missbrauch einer staatlich gesicherten Vormachtstellung vor und fordern nun die gesetzliche Gleichstellung der verschiedenen Strömungen des Judentums.

Von Ruth KinetDeutschlandfunk

Nach der Gründung des Staates Israel setzte das israelische Parlament ein orthodoxes Oberrabbinat ein, das für alle in Israel lebenden Juden bei zivilrechtlichen Fragen wie Eheschließungen und -scheidungen, bei Erbangelegenheiten und bei der Anerkennung eines Übertritts zum Judentum zuständig ist. Reformjüdische Gemeinden in Israel lehnen es aber zunehmend ab, dass das orthodoxe Oberrabbinat für auch für sie zuständig ist und fordern von der Politik eine andere gesetzliche Lösung:

“Ich bin heute noch mehr der Idee verpflichtet denn je, dass es in Israel eine Gleichstellung geben muss zwischen den verschiedenen Strömungen des Judentums.”

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Jesus liebt dich sogar, wenn du besoffen „Call of Duty“ spielst

Bild von Raphael Schön

Jesus liebt bekanntlich nicht nur mich, sondern auch dich und sowieso alles und jeden. Der Godfather aller verpeilten Hippies hat neuerdings aber auch ein ganz großes Herz für jene, die gerne mal eine Runde Call of Duty zocken.

Von Raphael Schönvice.com

Das sagt zumindest Mikee Bridges, der Gründer von Gamechurch.com. Unter dem Motto „Jesus loves Gamers“ beziehungsweise „Jesus loves you“ wird auf Comic-Conventions und Gaming-Events wie der E3 oder der Gamescom versucht, die anvisierte Zielgruppe Nerd für das Christentum, oder besser gesagt Jesus, zu begeistern.

In der Praxis sieht das dann so aus: auf einem kleinen Stand gibt es kostenlos Sticker mit Jesus-Motiv, Ansteck-Pins mit Jesus-Bild und eine an den Geschmack von Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsspanne im Millisekunden-Bereich angepasste Mini-Bibel. Als ich auf der Gamescom am Stand vorbeiging, dachte ich im ersten Moment an ganz nett gemachte Satire. Ein GameChurch-Anhänger, der hinter einem Tisch voller GameChurch-Merchandise saß, antwortete auf mein skeptisches „Is this serious?“ trocken mit „Yes, of course“. Scheiße, dachte ich, die meinen das ernst. Gleichzeitig fühlte ich mich auf dieselbe Art davon angezogen wie von Leuten, die Videospiel-Charaktere heiraten.

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Warum Totenruhe doch kein Menschenrecht ist

Ganzkörperreliquie Pater Pios, Bild: wikimedia.org/PD

Zumindest nicht für Promis: Die unglaublichen Schicksale berühmter Leichen zeigen, dass die Totenruhe für Prominente nur eingeschränkt gilt. Steht “R. I. P.” am Ende doch für “Rest in Pieces”?

Von Ulrich BaronDIE WELT

In seiner 1893 erschienenen Erzählung “The Damned Thing” hat der große Zyniker Ambrose Bierce zwei bemerkenswerte Maximen formuliert. Die erste lautet “One does not allways eat what is on the table.” Das steht im Widerspruch zu allen elterlichen Ermahnungen, nach denen was auf den Tisch kommt, auch gegessen werden muss. Im Rahmen dieser Geschichte ist es aber durchaus einleuchtend, weil darin das Objekt einer Leichenschau auf dem Tisch liegt.

Statt dann so genau hinzuschauen wie die Gerichtsmedizinerkrimis und -Filme von heute, diagnostiziert der Erzähler lakonisch: “A man though naked may be in rags”, wobei man sich den englischen Ausdruck “to be in rags”, also zerlumpt sein, in das Bild eines Körpers übersetzen muss, der von einer unbekannten Bestie zerfetzt worden ist.

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Ulf Schlüter: “Das hier ist nicht das christliche Abendland”

Superintendent Ulf Schlüter ist die Religionsfreiheit wichtig.Foto: Oliver Schaper

Dortmund diskutiert über das Kopftuch und die Äußerungen von CDU-Politikerin Gerda Horitzky. In unserer Interviewserie erläutern Experten ihre Sicht rund um das Verhältnis von Christentum und Islam in der Stadt. Heute erklärt Ulf Schlüter, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, warum Christen Identitätsprobleme haben.

Von Sarah BornemannWAZ

Seit Wochen beschäftigt uns eine Debatte ums Kopftuch, die sich auch in den Leserbriefen an die Redaktion niederschlägt. Wie erleben Sie diese Entwicklung?
Als Evangelische Kirche bemühen wir uns seit langem, Dialog, Toleranz und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Trotzdem zeigt sich: die Ressentiments sitzen so tief und sind so leicht zu dynamisieren, dass solche Effekte wie in den letzten Wochen entstehen können. Dass das auch nach fünf, sechs Jahrzehnten noch so ist, in denen hier ganz selbstverständlich auch Muslime leben, ist einerseits erschreckend, andererseits muss man es realistisch zur Kenntnis nehmen und darf es nicht verschweigen.

Germanenwahn: Mit Wotan zum Siegfrieden

Das Schicksal Siegfrieds, hier in Fritz Langs „Die Nibelungen“ von 1924, hatte als „Dolchstoßlüge“ für die politische Kultur der Weimarer Republik verheerende Folgen. Foto: Imago

Der deutsche Germanenwahn reicht zurück ins 19. Jahrhundert, tobte sich im Ersten Weltkrieg ebenso aus im Zweiten Weltkrieg, den Hitler am 1. September 1939 auslöste.

Von Horst Dieter SchlosserFrankfurter Rundschau

Zu den ideologischen Konstanten des deutschen Nationalismus bis 1945 zählte bekanntlich der Versuch, die deutsche Identität von germanischen Wurzeln herzuleiten und darin auch eine Sinnstiftung für Gegenwart und Zukunft zu finden. Dieser Versuch reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und mündete bei immer engerer Verquickung mit einem germanisch-nordisch-arischen Rassenhochmut in den wirren, dafür aber in seiner Handhabung umso brutaleren Eklektizismus der NS-Zeit.

Schon früh trifft man auf abenteuerliche Rekonstruktionen der germanischen Vorzeit und manche problematische Fixierung auf Überlieferungsdetails, deren historischer Kontext schlicht ausgeblendet wurde. Ein in jeder Hinsicht fragwürdiger Umgang mit der Überlieferung erfuhr nicht zuletzt die Nibelungensage. Um den klassischen Epen Homers etwas „Deutsches“ an die Seite zu stellen, erhob man das „Nibelungenlied“ im 19. Jahrhundert gar zum „Nationalepos“. Dabei konnte die eigentlich verstörende Tatsache, dass dieses Epos in einem Blutrausch endet, sogar noch zu einem besonderen Fixpunkt der germanisierenden Gegenwartsdeutung werden.

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All You Need To Know About the 10 Percent Brain Myth, in 60 Seconds

The reality is that we already use 100 percent of our brains _DJ_/Flickr

The new Luc Besson movie Lucy, starring Scarlett Johansson, opens tomorrow in theaters countrywide. It’s based on the immortal myth that we use only 10 percent of our brains.

By Christian JarrettWIRED

Johansson’s character is implanted with drugs that allow her to access 100 percent of her brain capacity. She subsequently gains the ability to learn Chinese in an instant, beat up bad guys, and throw cars with her mind (among other new talents). Morgan Freeman plays neuroscientist Professor Norman, who’s built his career around the 10 percent claim. “It is estimated most human beings use only 10 percent of the brain’s capacity,” he says, “Imagine if we could access 100 percent.”

As it happens, I’ve written a book all about brain myths (Great Myths of the Brain; due out this November). I thought I’d use what I learned to give you a 60-second explainer on the 10 percent myth.

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The destructive myth about religion that Americans disproportionately believe

Bild: bb

Bild: bb

The U.S. is the last remaining highly developed country that hasn’t abandoned this problematic belief

by CJ WerlemanSalon/Alternet

This week, Pew Research Center published the results of a survey conducted among 40,080 people in 40 countries between 2011 and 2013. The survey asked a simple question: Is belief in God essential to morality? While clear majorities say it is necessary, the U.S. continues to be an outlier.

In 22 of the 40 countries surveyed, the majority says it is necessary to believe in God in order to be a moral person. “This position is highly prevalent, if not universal, in Africa and the Middle East,” says the report. No surprise there, but Asian and Latin countries such as Indonesia (99 percent), Malaysia (89 percent), the Philippines (99 percent), El Salvador (93 percent), and Brazil (86 percent) all fell in the highest percentile of respondents believing belief in a god (small G) is central to having good values.

Interestingly, clear majorities in all highly developed countries do not think belief in god to be necessary for morality, with one exception only: the USA.

Only 15 percent of the French population answered in the affirmative. Spain: 19 percent. Australia: 23 percent. Britain: 20 percent. Italy: 27 percent. Canada: 31 percent. Germany 33 percent. Israel: 37 percent.

So what of the U.S.? A comparatively eye-popping 53 percent of Americans essentially believe atheists and agnostics are living in sin. Despite the fact that a research analyst at the Federal Bureau of Prisons determined that atheists are thoroughly underrepresented in the places where rapists, thieves and murderers invariably end up: prisons. While atheists make upward of 15 percent of the U.S. population, they only make up 0.2 percent of the prison population.

With the exception of the U.S. and China, the survey finds that those “in richer nations tend to place less emphasis on the need to believe in God to have good values than people in poorer countries do.” The chart below illustrates this point:

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Der Deutsche Buchmarkt geht an der eigenen Arroganz zugrunde

Themenbild. Buchmarkt.de

Das System Buchmarkt hat seinen Zenit überschritten und den Kontakt zur Außenwelt verloren. Es gibt Gründe, den Wandel zu begrüßen. Warum ich die Petition gegen Amazon nicht unterschreibe.

Von Stefan WeidnerSüddeutsche.de

Eine Leica war einmal die perfekte Kleinbildkamera, mit ihr wurde Fotografiegeschichte geschrieben. Außer dass sie sehr teuer war, ließ sich gegen eine Leica nichts sagen. Dann kam die Digitalfotografie. Verglichen mit den Bildern einer Leica waren alle Digitalfotos lange ein schlechter Witz; Leica setzte weiter auf analog.

Vor ungefähr zehn Jahren begannen auch Profis die Vorteile der Digitaltechnologie zu schätzen. Heute sind gute digitale Kameras besser als die besten analogen. Leica ist der Pleite knapp entronnen und stellt nun auch digitale Kameras her. Aber die Profis haben in der Zwischenzeit fast alle auf japanische Kameras umgesattelt.

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Star Wars stormtrooper in crucifix sculpture ‘blasphemy’ row in Gidea Park

Gallery owner Mark Belda and artist Ryan Callanan with the Stormtroopers

Stormtroopers usually need no defending when under the command of Star Wars villain Darth Vader.

By Sam BlewettRomford Recorder

But an artist has fended off criticism of his “blasphemous” sculpture depicting one of the Galactic Empire soldiers being crucified, which is displayed in the window of a Gidea Park gallery.

Devout Christian Sarah Jenkin reported The Picture Frame Gallery, Main Road, Gidea Park, to Trading Standards for the artwork made by Collier Row artist Ryan Callanan.

“It’s extremely blasphemous and offensive,” said Mrs Jenkin, 48, of Gidea Park. “Some people may find it funny but, as a Christian, I don’t.

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Dumme Fragen zu Schwulen? Mr. Sulu hat coole Antworten

George Takei on Facebook. Screenshot: BB

George Takei on Facebook. Screenshot: BB

Blöde Fragen? Können zu blöden Antworten führen. Oder zu lustigen.

Huffington Post

George Takei, bekannt durch seine Rolle als Leutnant Hikaru Sulu oder Mr. Sulu in „Raumschiff Enterprise“, ist homosexuell, buddhistisch verheiratet mit seinem Manager Brad Altman, seit 2005 setzt er sich öffentlich für gleichgeschlechtliche Ehen ein. Für das Portal „Buzzfeed“ hat er ziemlich genial auf wenig geniale Fragen zu Schwulen geantwortet.

Warum sind Schwule so gern Flugbegleiter?

Takei: „Wir sind es gewohnt, von Fremden angeschrien zu werden, Dinge durch Engstellen zu drücken und täglich mit Flüssigkeiten bekleckert zu werden.“

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Apokalyptisch: Höllensturz und Hoffnung

Zehn Professoren aus Deutschland glauben, dass unsere Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch steht.

kath.net

„Wir sind zehn Professoren aus Deutschland. Und wir glauben, dass unsere Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch steht. Allen Ernstes. Wir sind national und international anerkannte Topexperten in den Feldern Medizin, Finanzen, Ethik, Psychologie, Biophysiologie, Wirtschaft, Informatik, Rechtswesen und Biophysik. Und wir sehen den Berg, an dem unsere Gesellschaft zerschellen wird, auf uns zu kommen. Das Ende der Welt zu beschwören hat derzeit wieder Konjunktur, das wissen wir. Nichts liegt uns ferner, als uns in den Chor der Kassandras einzureihen, die das Abschmelzen der Polkappen beklagen, die Vergiftung der Meere, die Überbevölkerung … Das alles findet statt. Was uns bevorsteht, ist aber noch viel schlimmer als all das.“

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Antisemitismus: “Es geht um Israel, nicht um die Juden”

Abraham Melzer, 69 Jahre, in Israel aufgewachsen, lebt seit 1958 in Deutschland, zunächst in Köln, seit 1967 in Frankfurt und Neu-Isenburg. Bis 2012 führte er den Joseph-Melzer-Verlag, den sein Vater gegründet hatte.

Der Frankfurter Verleger Abraham Melzer spricht im FR-Interview über Angriffe auf Frankfurter Juden, Antisemiten und Israelfreunde.

Von Milan JaegerFrankfurter Rundschau

Herr Melzer, Ende vergangener Woche wurde bei einer bekannten Frankfurter Jüdin die Scheibe eingeschlagen. Der oder die Täter riefen „Judenschwein“. Flammt der Antisemitismus gerade wieder neu auf?
Dieser Vorfall ist schlimm. Ich bin darüber bestürzt. Ich glaube aber nicht, dass der Antisemitismus neu aufflammt.

Was sagen uns solche Anschläge?
Sie sagen uns, dass die Emotionen hochkochen. Unvernünftige gibt es überall. Es gibt natürlich auch Antisemiten in Deutschland. Ich bin aber der Ansicht, dass die Haltung – ich unterstelle jetzt einmal, dass die Täter aus einem muslimischen Kontext kommen – der Moslems in Frankreich und Deutschland nichts mit Antisemitismus im wissenschaftlichen und fachlichen Sinne des Begriffs zu tun hat. Diese Antihaltung gegenüber Israelis und Juden ist eine Folge des Nahost-Konflikts. Und in diesem geht es nicht um Religion, sondern um das Land. Selbst die Palästinenser im Gazastreifen hassen doch nicht die Juden der Welt. Ich bin empört und verärgert über das Unrecht, das man diesen Leuten antut, wenn man sagt, sie seien Antisemiten. Die Palästinenser waren keine Antisemiten und sie sind heute keine. Sie hassen nicht die Juden, sie hassen die Israelis und dazu haben sie reale Gründe. In meinen Augen ist das ein gewaltiger Unterschied.

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“Fallt bloß nicht auf” – Berliner Juden sind verunsichert

Neue Unsicherheit: Kantor Amnon Seelig trägt seine Kippa normalerweise auf dem Weg zu und von der Arbeit. Nun überlegt er, ob er sie besser nur in der Synagoge aufsetzen soll . Foto: Amin Akhtar

Mit oder ohne Kippa? Nach antisemitischen Vorfällen bei Gaza-Protesten fragen sich Berliner Juden, ob sie sich als solche zu erkennen geben sollen. Zu ihnen gehört auch Kantor Amnon Seelig.

Von Christine KenscheBerliner Morgenpost

Amnon Seelig kauft den Hummus heute vorsichtshalber an einem anderen Stand. Besucher hat er sonst immer zu dem Wagen um die Ecke geführt, zum “besten Falafelladen im Wedding”, wie er findet. Doch als er neulich dort vorbeiging, hatte der Besitzer einen bestickten Schal aufgehängt. Die Umrisse Israels sind darauf zu sehen, aber Tel Aviv, wo seine Eltern wohnen, existiert auf dieser Karte nicht. Alle Ortsnamen sind auf Arabisch geschrieben. “Wir werden gewinnen”, steht darüber. Ein Palästina ohne Juden.

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“Das Schützenwesen trägt zur Bildung von Identität bei”

War selbst noch nie auf einem Schützenfest | FOTO: CHRISTINE PANHORST

Seit Ende Juni ist es offiziell: Das Schützenwesen ist eingetragenes immaterielles Kulturerbe des Landes Nordrhein-Westfalen und damit schützenswertes Brauchtum.

nw-news.de

Zur Jury im NRW-Bewerbungsverfahren gehörte auch Eva-Maria Seng von der Universität Paderborn. Die Kulturerbe-Expertin erklärt im Gespräch mit NW-Volontärin Christine Panhorst, was immaterielles Kulturerbe genau ist und warum die Schützen den NRW-Listenplatz geschafft haben.

So kann man Schützen auch sehen: Männer in grünen Jacken, die auf Holzvögel schießen und volltrunken im Festzelt Frauenpos zwicken. Warum ist das NRW-Kulturerbe?

Eva-Maria Seng: Erstens weil sich die Schützenverbände darum beworben haben. Zweitens, weil immaterielles Kulturerbe definiert wird als mündlich überlieferte Traditionen oder als Fertigkeiten, gesellschaftliche Gebräuche, Rituale, Künste, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das trifft auf das Schützenwesen in NRW sicherlich zu.

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“Bild” ist Spitzenreiter bei Presserats-Rügen

Gebäudewerbung der Bild-Zeitung in Berlin. Weniger werbend sind die Zahlen des Deutschen Presserats zur auflagenstärksten deutschen Zeitung
Foto: Frank M. Rafik|Flickr | CC-BY-NC-SA 2.0

Die Bild-Zeitung gilt als Bad Boy der deutschen Presselandschaft – offenbar zu Recht. Ein Viertel aller jemals vom Deutschen Presserat ausgesprochenen Rügen richteten sich an das Boulevardblatt.

pro Medienmagazin

618 Rügen hat der Deutsche Presserat, das Kontrollgremium der deutschen Journaille, seit 1986 ausgesprochen. 157 davon kassierten die Bild-Zeitung und ihre Ableger. Dazu gehören etwa die Bild am Sonntag oder der Onlineauftritt des Mediums. Auf dem zweiten Platz liegt das Boulevardblatt B.Z. – mit gerade mal 20 Rügen. Es folgen die Publikationen Coupé, Express und die Tageszeitung (taz). Auch das Sartiremagazin Titanic kassierte Rügen. Ebensoviele wie das Jugendmagazin Bravo: Insgesamt sechs. Diese Daten hat das Medienmagazin Zapp des NDR zusammengetragen, basierend auf einer Veröffentlichung des Presserats selbst.

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