Archiv der Kategorie: Kultur

Rocker Tom Petty: ‘No one’s got Christ more wrong than the Christians’

image of Tom Petty steve white photos / Shutterstock.com

Veteran rocker Tom Petty isn’t pulling any punches with his new song “Playing Dumb.”

By David FergusonThe Raw Story

In an interview with Billboard magazine, Petty said that he wrote the song about the decades of child sex abuse in the Catholic church and the elaborate lengths that priests and their leaders have gone to cover up the crimes.

“I’m fine with whatever religion you want to have,” Petty said, “but it can’t tell anybody it’s OK to kill people, and it can’t abuse children systematically for God knows how many years.”

Petty went on to say that he doesn’t understand why people continue to donate to the church, which has paid out millions of dollars in legal settlements to the victims of child-molesting priests.

“If I was in a club, and I found out that there had been generations of people abusing children, and then that club was covering that up, I would quit the club. And I wouldn’t give them any more money,” he said.

“Religion seems to me to be at the base of all wars,” said the Florida-born singer and guitarist. “I’ve nothing against defending yourself, but I don’t think, spiritually speaking, that there’s any conception of God that should be telling you to be violent. It seems to me that no one’s got Christ more wrong than the Christians.”

Petty’s career has spanned more than 30 years, spawning multiple gold and platinum records, including the hit singles “Refugee,” “Don’t Come Around Here No More” and “Won’t Back Down.” He has performed as a solo artist, with his band the Heartbreakers and as a member of the supergroup The Traveling Wilburys alongside rock legend Roy Orbison, ELO founder Jeff Lynne and George Harrison of the Beatles.

Jesus Did Not Become the God-Klingon

Image: centerforinquiry.net

Yesterday the president signed an executive order barring federal contractors from discriminating against LGBT folks, and happily did not add a religious exemption, and we expressed our appreciation:

Center for Inquiry/The Morning Heresy

Too often religious beliefs are used as an excuse to avoid obeying laws that apply to everyone else, as the regrettable Supreme Court decision in the Hobby Lobby case illustrates. … [This] is a welcome step in the right direction, toward a secular government in which religion can’t be used as a shield for prejudice and unequal treatment.

Our reaction’s been noted by the Washington Times and the Christian Post.

RNS’s David Gibson calls Obama’s decision to allow religious contractors to use religious beliefs as a hiring criteria (which we’re not happy about) a “split-the-baby” solution. And usually, atheists love those kinds of solutions.

The Navy vs. whales? The militarization of dolphins? It’s covered on the latest Point of Inquiry with guest Joshua Horwitz.

CFI-Indiana’s chief and the head of our Secular Celebrant program, Reba Boyd Wooden, is a guest on the State of Belief radio show, guest-hosted by RNS’s Kevin Eckstrom. They talk about, of course, our big win for Secular Celebrants in Indiana. And if you want to be a Secular Celebrant, now’s your chance. Well, in August is your chance.

New Jersey’s Sen. Cory Booker introduces the Access to Birth Control (ABC) Act, which requires pharmacists to actually do their jobs and dispense birth control to women with prescriptions despite any religious objections.

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Der neue Bildersturm der Steinzeit-Islamisten

Bild: HUFFPO Religion

Bild: HUFFPO Religion

Im Irak und in Syrien verbreiten radikalsunnitische Dschihadisten Schrecken und zerstören systematisch Kulturschätze und Heiligtümer. Jetzt drohen die Fanatiker sogar der Kaaba in Mekka.

Von Sonja ZekriSüddeutsche.de

Wenn es nicht nur ein Propagandatrick ihrer Gegner ist, um die Gotteskrieger unmöglich zu machen, wenn es also stimmt, dann ist es unter allen verrückten Ideen die wahnsinnigste: Die Kalifatsgründer des “Islamischen Staates” in Syrien und Irak möchten die Kaaba vernichten.

Diejenigen, die an der Kaaba beten, natürlich auch, aber vor allem eben: die Kaaba, heiligstes Heiligtum für jeden Muslim, Lebens- und Pilgerziel für Millionen von Menschen jedes Jahr. Haus Gottes.

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Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus

Antisemitismus © MiG

Der moderne Antisemitismus beerbt ältere Formen der Judenfeindschaft. Wurzelnd im christlichen Antijudaismus löst sich der neuzeitliche Judenhass von religiösen Motiven ab, gipfelt im NS-Vernichtungsantisemitismus und wirkt bis in die Gegenwart fort.

Von Gideon BotschMiGAZIN

Antisemitismus ist eine verbreitete Bezeichnung für Judenfeindschaft. Ein weiter Begriff des Antisemitismus, wie er in den Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaften üblich ist, umfasst sämtliche Formen von Hass, Vorurteilen und Ressentiments gegen Juden, egal in welchen historischen Kontexten sie auftreten. In diesem Sinne wird Antisemitismus auch in der öffentlichen Debatte wahrgenommen. Demgegenüber untersucht die geschichtswissenschaftliche Antisemitismusforschung ihn zumeist als spezifische Form der modernen Judenfeindschaft. Einer möglichen Universalisierung als quasi zeit-, ort- und kontextloses Phänomen begegnet sie mit Skepsis. Beide Perspektiven können, je nach Fragestellung, sinnvoll sein.

Für den vorliegenden Beitrag wird die historische Terminologie maßgeblich sein, die für ältere oder anders gelagerte Phänomene Begriffe wie Antijudaismus oder Judenfeindschaft verwendet.

Damit sollen historische Kontinuitäten nicht geleugnet werden. Die Judenfeindschaft hat “ihre Wurzeln in religiösen Vorurteilen und Stereotypen, in der christlich-jüdischen Differenz, oder genauer: in der traditionellen Ablehnung des Judentums durch das Christentum und die christliche Welt”. Der moderne Antisemitismus hat sie im 19. Jahrhundert beerbt, in sich aufgenommen und tendenziell abgelöst.

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“Ouverture spirituelle”: Mit Gott in Verbindung treten

Ein Eindruck aus der Ouverture spirituelle der Salzburger Festspiele. Bild: SN/ bild: sn/sf/al-tariqa al-gazoulia

Die Ouverture spirituelle der Salzburger Festspiele öffnet ein reiches Feld der Assoziationen.

Von Karl HarbSalzburger Nachrichten

Die tanzenden Derwische, die sich bis zur Ekstase im Kreis drehen, sind vielerorts ein Begriff. Schließlich ist ja sogenannte Weltmusik ein gern beackertes Feld.

Für die Ouverture spirituelle, mit der am Freitag die Salzburger Festspiele quasi inoffiziell begonnen haben, will man aber nicht diese pittoresk diesseitige Art des Sufismus, der mystischen Ausrichtung des Islam, in den Blickpunkt rücken. Vielmehr soll die spirituelle Versenkung ins spezifische geistliche Ritual erlebbar werden, wie sie die Traditionen vieler Sufi-Orden pflegen.

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Ein Kinderbuch und schwule Pinguine

Zwei homosexuelle Pinguine sind Stoff für ein Kinderbuch, das in Singapur aus den Bücherregalen verschwunden ist. Das deutsche Pendant wird für Kinder ab 3 Jahren empfohlen Foto: Sander Spek / Wikimedia

Das Kinderbuch „And Tango Makes Three“ von Peter Parnell sorgt derzeit in Singapur für Schlagzeilen. Die Regierung hat es verboten, weil darin zwei schwule Pinguine „ihr“ Baby großziehen. Das deutsche Pendant „Zwei Papas für Tango“ von Edith Schreiber-Wicke wird dagegen für Kinder ab drei Jahren empfohlen.

pro Medienmagazin

Der staatlich geprüfte Bücherei-Verband in Singapur bewertete das Buch als unpassend und verbannte es daher aus den Regalen. Die Geschichte richte sich gegen die Werte der Familie, die die Regierung vertritt. Das Buch basiere auf einer wahren Geschichte. Das Online-Portal nydailynews meldet, dass der konservative Informationsminister des Stadtstaats Singapur die Entscheidung, alle Kopien des Titels zu zerstören, unterstütze.

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Umwelt: Das Aus für die Wegwerfgesellschaft?

Knappe Ressourcen, hohe Emissionen, Umweltverschmutzung – mit dem überflüssigen Wegwerfen und Deponieren muss Schluss sein, sagt die EU-Kommission. Sie fordert höhere Recyclingquoten.

Von Irene QuaileDW.de

Die Europäische Kommission hat neue Zielvorgaben für Abfälle vorgeschlagen. Die Recyclingquoten sollen erhöht und der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft ermöglicht werden. Bis zum Jahr 2030 sollen den Plänen zufolge die Europäer 70 Prozent der Siedlungsabfälle und 80 Prozent der Verpackungsabfälle recyceln; ab dem Jahr 2025 soll die Deponierung recycelbarer Abfälle verboten sein.

Die Kommission setzte auch Zielvorgaben für die Verringerung von Abfällen im Meer und Ziele für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen. “Während man die Umwelt schützt, fördert man die wirtschaftliche Entwicklung mit neuem Wachstum und neuen Arbeitsplätzen”, sagte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik.

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FIFA-WM, Woche 4: Überlegenheitsfantasien, Nazi-Vergleiche und Kritik an der FIFA

Großmachtfantasien machen sich bei den deutschen Fans breit. Quelle: Screenshot Facebook/Schland-Watch, 11.7.2014

Die letzte WM-Woche läuft, Deutschland ist immer noch im Turnier vertreten und spielt am Wochenende gegen Argentinien um den Titel. Somit gab es auch in den vergangenen Tagen wieder genügend Anlass für einige „Fans“ ihren unverkrampften Nationalismus zum Besten zu geben. Der überdeutliche Halbfinal-Sieg gegen Brasilien bot dabei reichlich Gelegenheit für Kriegsvergleiche und Überlegenheitsfantasien. Auch internationale Prominente ritten mit auf dieser Welle und twitterten fleißig Nazi-Vergleiche. In dieser Woche gab es zudem Kritik am laschen Vorgehen der Fifa gegen Rassismus in den WM-Stadien.

Von Marc LatschNETZ-GEGEN-NAZIS.de

Nationalistische Bilderschwemme

7:1 gegen Brasilien – nicht nur den geneigten Fußballfan versetzte das Halbfinalmatch der deutschen Mannschaft in Ekstase, auch einige Twitter- und Facebook-Benutzer schien der Spielverlauf euphorisiert zu haben. In Kombination mit etwas „unverkrampftem“ Nationalismus bot sich im Internet in etwa folgendes Bild: Weltkriegspanzer bombardieren brasilianische Flaggen, Hermann der Cherusker stößt die Christus-Statue von ihrem Sockel, Deutsche erfreuen sich an sexueller Gewalt gegen Brasilianer und Schwarz-weiß-rote Daumen werden in die Höhe gereckt. Vieles, was während und nach dem Spiel im Internet veröffentlicht wurde orientierte sich an klassischen nationalistischen Stereotypen und überschritt deutlich jedwede geschmackliche Grenze. Großmachtfantasien, die auch an der deutschen Presselandschaft nicht spurlos vorübergingen – anders lässt sich die Titelseite der B.Z. vom Donnerstag kaum erklären.

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Vollverschleiert in die Selbstbestimmung

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Regierung, die Frauen zwingt, ein Stück anzuziehen und einer, die verlangt es auszuziehen? Unser Kolumnist Emran Feroz fragt, wer hier eigentlich Frauen unterdrückt: der Islam oder europäische Gerichte?

Von Emran FerozND

Wer Sara ins Gesicht schaut, sieht nur ihre blauen Augen. Vor rund vier Jahren entschloss sich die 26-Jährige, zum Islam zu konvertieren. Seit jeher trägt sie einen Niqab, eine Vollverschleierung. In Frankreich – das ist nun dank des Europäischen Gerichtshofes sicher – könnte sie für das Tragen des Niqabs mit einer Geldbuße bestraft werden. Nun erwägen weitere europäische Staaten das sogenannte »Burka-Verbot«.

Für Sara, die meint, vor einigen Jahren mit ihren blonden Haaren und blauen Augen nicht deutscher hätte sein können, ist das Urteil ein Affront. »Worin liegt der Unterschied zwischen einer Regierung, die einen zwingt, ein Stück Stoff anzuziehen und einer, die verlangt, ein Stück Stoff auszuziehen?«, fragt sich die junge Deutsche nun zu Recht. Denn das Urteil der Straßburger Richter ist nicht nur übertrieben, sondern fast schon radikalsäkular. Es ist eine Form staatlicher Gewalt, ein Stück Stoff zwanghaft aus der Gesellschaft zu verbannen. De facto darf der Staat nur in das Selbstbestimmungsrecht eines Individuums eingreifen, wenn dabei Rechte anderer verletzt werden. Man kann von einem Niqab halten, was man will, Rechte Dritter verletzt er sicherlich nicht.

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Erster atheistischer Fernsehsender—GO!

Das Kreuz am Ground Zero ist ein Stein des Anstoßes für die amerikanischen Atheisten, die am 29. Juli einen Fernsehsender an den Start bringen wollen Foto: Wimkimedia / Urban

Am 29. Juli soll der weltweit erste atheistische Fernsehsender an den Start gehen. Deren Macher versprechen einen Sender, der frei von „sämtlichem Aberglaube“ ist.

pro Medienmagazin

„Mit dem Start des atheistischen Fernsehsenders schreiben wir Geschichte“, zitiert das amerikanische Nachrichtenportal Christian Post den Präsidenten der amerikanischen Atheisten, David Silverman. „Es gibt Hunderte von Fernsehsendern, die christliche Inhalte übertragen. Für die Atheisten gab es so etwas bisher noch nicht.“

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Vatikan will weltweite Waffenruhe während des WM-Finales

Bild: Wikimedia Commons/Casa Rosada

Bild: Wikimedia Commons/Casa Rosada

In sozialen Netzwerken warb der Kirchenstaat mit dem Schlagwort #pauseforpeace für eine Atempause an den Konfliktherden dieser Erde, solange hunderte Millionen Menschen am Fernseher das Endspiel verfolgen.

Neue Zürcher Zeitung

Der Päpstliche Rat für die Kultur regte einen Moment des Schweigens vor dem Anstoss im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro an. Sport sei ursprünglich im Rahmen religiöser Feste getrieben worden, sagte Vize-Ratssekretär Melchor Sánchez de Toca y Alameda. “Sport-Veranstaltungen waren Momente des Friedens, wenn Kriege ruhten, wie etwa für den Olympischen Frieden.”

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Warum Religion nichts in der Politik verloren hat

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Das Christentum ist keine Wertebasis für Politik, im Gegenteil. Es war unseren Werten stets ein Feind. Eine Replik auf den Chefredakteur.

Von Alexander WallaschThe European

Stellen wir doch zunächst einmal klar, dass die ominösen Grundwerte des Christentums zu keiner Zeit jemals aus der Kirche selbst heraus Vorgabe für die Gesetzgebung waren. Nicht in säkularen und auch nicht in kirchlichen Staaten. Es ist vielmehr so, dass, was wir an christlichen Werten serviert bekommen, in der Kirchengeschichte von der Kirche selbst als Feind identifiziert und demzufolge massiv bekämpft wurde.

Spezifische christliche Werte? Ach ja, die gibt es ja nicht einmal, denn sie sind Wert für Wert Teil theoretischer Programmpunkte vieler Religionen und Bekenntnisse vieler Kulturen. Mit der nicht ganz unwichtigen Ausnahme, dass es gerade die monotheistischen Religionen waren, die diese Werte auf schäbigste Weise pervertiert, vergewaltigt und verleugnet haben. Der wahrscheinlich in seiner zeitlichen Dimension grausamste Krieg war der, angezettelt und geführt von eben jenen monotheistischen Religionsvertretern, die offiziell angetreten waren, diesen „Weltwerten“ zu huldigen. Die andere in den Arsch getreten haben, ihnen gleichzutun.

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Studie belegt: Deutsche Medien verbreiten Vorurteile über Sinti und Roma

Bild: MiGAZIN

Medien verbreiten Vorurteile über Sinti und Roma. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie “Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit”. Dabei würden Ressentiments auch weniger auffällig weitergegeben, etwa wenn Formulierungen codiert würden.

MiGAZIN

Deutsche Medien verbreiten einer Studie zufolge regelmäßig Vorurteile über Sinti und Roma. Dies gelte sowohl für Qualitätsmedien als auch für Boulevardmedien, heißt es in der Untersuchung „Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit“ des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Forschungsarbeit beleuchtet die Berichterstattung in Presse, Fernsehen, Radio und Internet in Deutschland.

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Bürgerbegehren sammelt 16.000 Unterschriften gegen Garnisonkirche

Bild: buergerbegehrengarnisonkirche.wordpress.com

Das Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche ist beendet.

evangelisch.de

Mehr als 16.000 Unterschriften, die in dreieinhalb Monaten gesammelt wurden, sind am Montag an Stadtwahlleiter Matthias Förster übergeben worden. Für einen Erfolg seien 13.326 gültige Unterschriften von Einwohnern der Stadt notwendig, sagte Förster. Das entspricht zehn Prozent der Wahlberechtigten. Die Bürgerinitiative “Potsdam ohne Garnisonkirche” hätte ein Jahr für die Unterschriftensammlung Zeit gehabt.

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Der menschliche Faktor: Politik und Emotion

knock_knock_whosthereOft ist man für die Gegenwart blind. Wird man das Jahr 2014 – Stichworte Ukrainekrise, Syrien, Isis, Südsudan, Boko Haram – später einmal als Katastrophenjahr bezeichnen? Als Wendepunkt, zum Besseren oder zum Schlechteren?

Von David SignerNeue Zürcher Zeitung

Was charakterisiert die momentanen Konflikte? Beim Thema Gegenwartsdiagnosen erinnert man sich an «Das Ende der Geschichte», das Francis Fukuyama im Gefolge von 1989 publizierte. Er nahm an, dass mit dem Mauerfall der Streit der grossen Ideologien Kommunismus und Kapitalismus an sein Ende gekommen sei. Demokratie und Marktwirtschaft hatten gesiegt. Schon bald tauchte mit dem militanten Islamismus jedoch ein anderer Gegner der liberalen Gesellschaftsordnung am Horizont auf.

Kampf der Kulturen

Die neue, multipolare Weltordnung inspirierte Samuel Huntington zum kontroversen, 1996 erschienenen Buch «Kampf der Kulturen». Der Ost-West-Konflikt wurde aus seiner Sicht abgelöst von Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Zivilisationen. Nebst dem Westen waren dies für Huntington vor allem die islamischen Gesellschaften, China, Indien, Russland und Japan.

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Burka-Verbot in Frankreich: Zurück in die Intoleranz—radikalsäkulare Verirrung

Kenza Drider, snapshot brightsblog

Kenza Drider, snapshot brightsblog

Die Richter in Straßburg haben das Burka-Verbot bestätigt und verbannen verschleierte Frauen damit aus dem öffentlichen Leben. Was für ein gesellschaftlicher Rückschritt!

Von Michael ThumannZEIT ONLINE

Was haben sich die Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nur bei diesem Urteil gedacht? Sie haben das Burka-Verbot in Frankreich bestätigt. Jedes europäische Land darf nun ähnliche Vorschriften machen. Es ist ein Urteil aus dem Katalog des Menschenrechtsverächters ausgerechnet von den Wächtern über ebendiese Rechte. Die Ehre des Straßburger Gerichts halten allein zwei Richterinnen hoch, die sich deutlich von dem Urteilsspruch distanzierten.

Das französische Verbot, einen Ganzkörperschleier zu tragen, ist eine radikalsäkulare Verirrung mit dem Ziel, einen Dresscode für die angeblich offene Gesellschaft festzulegen – oder zumindest zu bestimmen, was dem Dresscode widerspricht. Das Urteil gibt Vorurteilen gegen den Islam Auftrieb. Damit befeuert es leider auch rechtsradikale Islamkritik. Es wird nichts verbessern, wohl aber verschlimmern.

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Islam-Rabatt vor Gericht

Jedes Gerichtsurteil gründet auf Wertvorstellungen, die die Gesellschaft vorgibt Foto: ssalonso | CC-BY-NC-SA 2.0

Vor ziemlich genau einem Jahr hat ein Muslim seinen Nachbarn nach einem Streit getötet. Ein Gericht bescheinigte dem Täter verminderte Schuldfähigkeit, da er aufgrund des Fastenmonats Ramadan vor der Tat wenig gegessen hatte. Zeigt der Fall, das deutsche Gerichte einen „Islam-Rabatt“ gewähren, wie manche Medien meinten?

pro Medienmagazin

Am 15. Juli 2013 tötete in der kleinen Gemeinde Wellendingen in Baden-Württemberg ein 39-Jähriger seinen 43-jährigen Nachbarn mit neun Schüssen. Die Tat ist der Höhepunkt eines zweijährigen Streits um Grundstücksgrenzen, Durchfahrtsrechte und Umbaumaßnahmen. Knapp neun Monate später verurteilten die Richter des Landgerichtes Rottweil den geständigen Täter zu zwölf Jahren Gefängnis. Zwar sahen sie in dem Vergehen nicht nur einen „Totschlag“, sondern einen „Mord“, auf den normalerweise lebenslange Haft steht. In ihrem Urteil berücksichtigten sie aber eine verminderte Schuldfähigkeit des Täters: Als gläubiger Muslim hatte Mustafa Y. den Fastenmonat Ramadan beachtet und in den 14 Stunden vor der Tat weder gegessen noch getrunken. Ein Gutachter befand über ihn: „Das Opfer hat ihn und seine Familie beleidigt. Außerdem war er stark dehydriert und unterzuckert, deshalb hat er so extrem reagiert.“

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“Gutes” Anthropozän: Die neue Umweltbewegung führt in die Katastrophe

Clive Hamilton, © Allen & Unwin / CC-by-SA-3-0 CC BY-SA

So genannte Ökopragmatiker behaupten, die Menschheit könnte ein “gutes” Anthropozän erschaffen. Sie unterliegen einem fatalen Irrtum, meint der Ethikprofessor Clive Hamilton von der Charles Sturt University in Canberra.

Von Clive HamiltonSpektrum.de

Vor 14 Jahren platzte dem berühmten Atmosphärenforscher Paul Crutzen auf einer wissenschaftlichen Konkurrenz in Mexiko frustriert das Wort Anthropozän heraus – er drückte damit seine Verzweiflung angesichts des riesigen Ausmaßes menschlicher Umweltschäden auf der Erde aus. So umfassend sei der Einfluss der Menschheit, schrieben Crutzen und seine Kollegen, dass der Planet in einer neuen geologischen Epoche angelangt wäre, die durch eine einzige, verstörende Tatsache definiert wird: Die “Beeinflussung der Umwelt durch die Menschen ist heute so umfassend geworden, dass sie mittlerweile auf einer Ebene mit den großen Kräften der Natur steht, die die Funktion der globalen Ökosysteme bestimmen”.

Crutzens Behauptung wird durch zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt; alle drehen sich um die weit reichenden und langfristig nicht umkehrbaren Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Doch so schnell sich die Bezeichnung “Anthropozän” durchsetzen konnte, so schnell revidiert so mancher dessen Bedeutung und verzerrt seine Begleiterscheinungen.

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Karl Löwith: Philosophie ohne Verheißung

Löwith wollte den philosophischen Abstand von der heilsgeschichtlichen Tradition (deutschlandradio.de / Daniela Kurz)

Der Philosoph Karl Löwith(1897-1973) musste 1934 wegen seiner jüdischen Herkunft Deutschland verlassen. Eine jahrzehntelange Irrfahrt führte ihn über Italien nach Japan und schließlich in die USA. Er lehnte deshalb das abendländisch-christliche Geschichtsdenken ab, das auf eine Erlösung in der Zukunft ausgerichtet ist.

Von Astrid NettlingDeutschlandfunk

“Die Philosophie der Neuzeit ist zwar nicht mehr eine Magd der Theologie, aber sie ist umso mehr zum Diener der geschichtlichen Welt geworden. Wenn uns die Zeitgeschichte aber irgendetwas lehrt, dann offenbar dies, dass sie nichts ist, woran man sich halten und woran man sein Leben orientieren könnte. Sich inmitten der Geschichte an ihr orientieren wollen, das wäre so, wie wenn man sich bei einem Schiffbruch an den Wogen festhalten wollte.”

Maßlos ist für Löwith das Geschichtsdenken, weil in ihm ein Geschehen, das selbst ohne Maß ist, zur absoluten Orientierungsgröße für das Denken und Handeln des Menschen erhoben wurde.

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Vegane Kondome und Peitschen aus Fahrradschläuchen

In allen Farben und Formen erhältlich: die Dildos im alternativen Sexshop. Am besten verkaufen sich die schwarzfarbenen. Foto: Paulus Ponizak

Die gebürtige Kanadierin Sara Rodenhizer verkauft veganes Sexspielzeug und bietet Workshops zu Themen wie Menstruation und Oralsex an. Ihr Shop am Mehringdamm ist der einzige seiner Art in Deutschland.

Von Corinne PlagaBerliner Zeitung

Wenn Sara Rodenhizer durch ihren Laden „Other Nature“ geht, die Dildos in die Hand nimmt und anschließend erklärt, wie ein Vaginalkondom funktioniert, wirkt das weder schmuddelig noch beschämend. Ganz im Gegenteil: Die Sexshop-Inhaberin schafft es, ihren Kunden eine vertrauensvolle Atmosphäre zu vermitteln, und das an einem Ort, der gemeinhin eher ein negatives Image hat.

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Mehr dazu:

www.other-nature.de