Archiv der Kategorie: Medien

Gotteswahn Philippinen: Männer lassen sich an Karfreitag kreuzigen

Bild: Die Press.com

Zum Todestag Jesu treiben jedes Jahr Katholiken auf den Philippinen ihre Selbstgeißelung auf die Spitze. Sie lassen sich kreuzigen.

Frankfurter Allgemeine

In einem blutigen Ritual zur Nachempfindung des Todes Jesu haben sich am Karfreitag auf den Philippinen mehrere Katholiken ans Kreuz nageln lassen. Tausende Schaulustige kamen auf ein Feld am Rande der Stadt San Fernando, um die Selbstgeißelung der Männer zu beobachten. Den als Jesus gekleideten Freiwilligen wurden knapp acht Zentimeter lange Stahlnägel durch die Hände gerammt, als sie ans Kreuz genagelt wurden.

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Jugendweihe beliebter als Konfirmation und Firmung

Jugendfeier in Hannover 2012, Bild: wikimedia.org

Zum feierlichen Start ins Erwachsenenleben ist die Jugendweihe in Berlin beliebter als Konfirmation und Firmung. Wie eine dpa-Umfrage bei den beiden größten Trägervereine ergab, bereiten sich derzeit rund 4200 Jugendliche auf ihre anstehende Zeremonie vor.

Berliner Kurier

Sprecher beider Vereine sagten außerdem, dass der Anteil von Jugendlichen, die zur Jugendweihe gehen, weiter ansteige. So nehmen allein beim Humanistischen Verband dieses Jahr 10,2 Prozent der Berliner Schüler des aktuellen Jahrgangs an der Zeremonie teil. 2011 waren es 8,3 Prozent. Humanistischer Verband und Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V. konkurrieren in Berlin um die Ausrichtung von Jugendweihen.

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Heidelberg testet neue Feiertagsregelung

Heidelberg, Bild: wikimedia.org

Seit Mitternacht wird in Heidelberg eine neue Feiertagsregelung getestet.

Deutschlandradio Kultur

Die Absprache zwischen der Kommune, den Kirchen und den Disco-und Clubbesitzern sieht unter anderem vor, dass am gesamten Karfreitag, sowie an Allerheiligen und am Totensonntag keine Tanzveranstaltungen stattfinden. Zum Ausgleich dürfen Diskotheken beispielsweise am Karsamstag öffnen – was bislang in Baden-Württemberg verboten war. Bürgermeister Wolfgang Erichson erklärte, mit der Einigung räumten die Kirchen ein, dass man auch an Ostern oder Weihnachten tanzen könne, während die Club-und Diskothekenbetreiber respektierten, dass es auch stille Feiertage gebe.

Karfreitagsfilm: Das Leben des Brian

Türkische Medien schüren Feindbild von Christen und Juden

Themenbild: Die Presse.com

Eine solche Hetze gegen Minderheiten in den Medien könne in Gewalt umschlagen.

kath.net

Christen und Juden sind nach Einschätzung der Istanbuler Hrant-Dink-Stiftung Hauptziele von Hassparolen in türkischen Medien. Von September bis Dezember des vergangenen Jahres verzeichnete die Stiftung 57 Fälle von Beleidigung, Herabwürdigung oder Hetze gegen Armenier in türkischen Zeitungen. Eine ebenso große Zahl von Hassparolen habe es gegen Juden gegeben, weitere 34 gegen Christen im Allgemeinen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Zwei Drittel der Hetze seien in Meinungsbeiträgen zu finden gewesen, ein Drittel in den Nachrichtenteilen der Zeitungen und in Leserbriefspalten.

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Marko Perkovic: Gott, Familie, Vaterland

Thompson, 2011 bei einem Konzert in Korčula. Bild: Quahadi Añtó / CC BY-SA 3.0

Der Sänger Thompson aus Kroatien will in Berlin ein Konzert geben. Er stößt auf Widerstand, jedoch nicht so sehr beim Veranstaltungsort.

Von Sead Husictaz

„Ora et labora“ – bete und arbeite, so heißen das 2013 erschienene Album und auch die Deutschlandtour von Marko Perkovic, 47, alias Thompson, der am 26. April in der Columbiahalle einen Auftritt plant. Nun klingt das mittelalterliche Benediktinercredo nicht gerade gefährlich, und Thompson ist in Deutschland so bekannt wie Marius-Müller Westernhagen in Kroatien. Er könnte also die hiesige Öffentlichkeit herzlich gleichgültig lassen. Dies mag sich auch das Management der Columbiahalle gedacht haben und stellte seine Räumlichkeiten dem kroatischen Sänger zur Verfügung, der zuvor schon zwei Mal, 2006 und 2009, hier gastiert hatte.

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Bekehrt Dawkins Menschen zu Jesus?

dawkinsDer wohl bekannteste Atheist Richard Dawkins hat eine Autorin dazu inspiriert, sich zu bekehren. Dawkins Buch „Der Gotteswahn“ fand sie „so schlecht informiert“, dass sie die Wahrheit über Jesus anderswo suchte – und eine Kehrtwende machte. Der Atheist reagierte via Twitter.

pro Medienmagazin

Die amerikanische Autorin und Akademikerin Judith Babarsky las auf Empfehlung Dawkins Buch “Der Gotteswahn“ (Originaltitel “The God Delusion“). Doch anstatt sich aufgeklärt zu fühlen, empfand sie das Lesen als Zeitverschwendung. Auf dem Blog deadphilosopherssociety.com zitiert Babarsky aus einer Amazon-Rezension zum Buch, mit der sie übereinstimme: „Ich begann es zu lesen, weil ich eine logische, skeptische, ja wissenschaftliche Kritik über Religion erwartete. Stattdessen fand ich [...] Erzählstränge mit abwertenden Adjektiven, die vorgeben, Argumente zu sein, eine unglaubliche arrogante Einstellung sowie eine Haltung moralischer Bedeutungsgleichheit, unfähig zwischen Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Religionen zu unterscheiden. [...] Das ist keine akademische Analyse, das ist schlechter Journalismus.“

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W00t: Gott im Gehirn des Weihbischofs – Beten ist wie Nichtstun

Bild: evangelisch.de

Der Hamburger katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke (72) hat keine Angst vor der modernen Wissenschaft. Für eine Untersuchung seiner Hirnaktivität während des Betens ließ er sich in einem Magnetresonanztomografen (MRT) durchleuchten. Das Ergebnis war allerdings bescheiden.

evangelisch.de

“Ich finde, die Hirnforschung ist ein hochinteressantes Feld”, sagte Jaschke am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Hamburg. Und die Wissenschaft insgesamt sei “ein wichtiger Aspekt im Leben”. Vorgenommen wurde der Test von dem Münchner Hirnforscher Ernst Pöppel für einen Report der “Bild”-Zeitung zum Osterfest. Das Ergebnis des sogenannten Gottes-Experiments sei, dass im Gehirn keine messbaren Veränderungen während des Betens auftreten, berichtete das Blatt.

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Jesus ist gut für die Polizeikarriere – gut gewendet

Mit seinem Glauben will Bernd Merbitz mehr Menschlichkeit in seinen Dienst einfließen lassen Foto: Marco_Broscheit, flickr | CC-BY 2.0

Von der SED in die CDU, vom Atheisten zum überzeugten Katholiken: Diesen Lebensweg hat Bernd Merbitz, der Polizeipräsident von Leipzig, hinter sich. Die Zeitung Die Welt hat ihn zu seinen Überzeugungen befragt.

pro Medienmagazin

Merbitz sprach erstmals öffentlich über seinen Glauben, als er vor gut 300 Zuhörern für Leipzig als Veranstaltungsort des Katholikentages 2016 werben sollte. In der DDR trotz evangelischer Taufe und katholischer Mutter als Atheist aufgewachsen, fing er nach 1989 an, Fragen zu stellen und wurde neugieriger. Als Christ wäre ihm in der DDR die Karriere im Polizeidienst verwehrt geblieben.

Nach dem Mauerfall wechselte Merbitz auch seine Partei, verließ die SED und trat der CDU bei. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Kampf gegen Rechtsextremismus – trotz Drohungen gegen seine Familie, von denen er sich nicht abbringen lassen will. „Ich höre nicht auf“, sagte er im Gespräch mit der Welt.

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München: Schwarzbau-Kirche bleibt

Die Ost-West-Friedenskirche München, Bild: wikimedia.org

Die Kirche von Väterchen Timofej bleibt den Münchnern erhalten. Die Stadtverwaltung hat dem bekanntesten Schwarzbau der Stadt die Genehmigung erteilt.

Mittelbayrische

Münchens bekanntester Schwarzbau darf bleiben. Die Einsiedelei von Väterchen Timofej am Oberwiesenfeld soll auch weiterhin als Kirche, Kapelle und Museum dienen. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, wird die Stiftung Ost-West-Kirche die Gedenkstätte dauerhaft betreiben.

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»Wir führen auch Enttaufungen durch«

Bild: frei-denken.ch

»Heidenspaß statt Höllenqual« – Atheisten protestieren gegen die Einschränkungen zu Karfreitag. Ein Gespräch mit Petra Daheim

Interview: Gitta DüperthaljW

Petra Daheim ist Landessprecherin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Jedes Jahr der gleiche Ärger: Für Karfreitag wird christliche Besinnlichkeit verordnet – und damit Verzicht auf Tanzen und andere Kulturveranstaltungen. Nichtreligiöse Menschen würden dadurch bevormundet, klagen Atheistenverbände. Was ist denn alles in NRW und anderswo untersagt?

Märkte, Sport- und Tanz – alles verboten! Uns wird vorgeschrieben, wie wir diesen freien Tag zu verbringen haben. Die Stadt Köln z.B. hat auf ihrer Webseite alles mögliche verboten: Veranstaltungen mit unterhaltendem Charakter, öffentliche Umzüge etc. Es ist alles einzeln aufgeführt – bis hin zur Briefmarkentauschbörse. Ausgenommen sind Wissenschafts- und Bildungsveranstaltungen; die sind aber anzumelden, weil man dafür eine Sondererlaubnis braucht. In Bayern gab es sogar das Verbot eines Schachwettbewerbs, der sicherlich keine gottesdienstlichen Handlungen stören würde. In Düsseldorf und Köln waren Kindertheateraufführungen untersagt – sie sollten nicht zur Zeit des Gottesdienstes stattfinden.

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Evangelischer Pfarrer will Abendmahl auch an Ausgetretene reichen

Abendmahl_ZombiesEin evangelischer Pfarrer aus Vöhringen hat ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst beantragt.

Deutschlandradio Kultur

Der Pfarrer Jochen Teuffel will damit darauf aufmerksam machen, dass die Kirche Menschen vom Abendmahl ausschließen kann, die ausgetreten sind und keine Kirchensteuer zahlen. Die bayerische Landeskirche bestätigte, das Ersuchen werde auf der nächsten Sitzung des Landeskirchenrats geprüft. Teuffel hatte nach eigenen Angaben einer Frau, die kürzlich aus der Kirche ausgetreten war, in seiner Gemeinde bei Neu-Ulm das Abendmahl gereicht.

Dass die Kirche Menschen vom Abendmahl ausschließe, die sich gegen die allgemeine Kirchensteuer stellten, sei für ihn eine “Automobilclub-Logik”, sagte der Pfarrer dem Evangelischen Pressedienst. Wer den Vereinsbeitrag nicht zahle, dürfe keine Leistungen in Anspruch nehmen. Das stehe im Widerspruch zum Evangelium Jesu Christi.

Katholische Kirche medienwirksamer

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Image ist alles: Papst Franziskus‘ positives Image bietet der Kirche die Chance, eher mit der Osterbotschaft als mit Skandalen wahrgenommen zu werden. Dies hat eine internationale Fernsehanalyse ergeben.

pro Medienmagazin

Die Katholische Kirche dominiert das Medienbild des Christentums. In den Hauptabendnachrichten in Europa, Amerika und Afrika schauten mehr als 90 Prozent aller Berichte auf das Christentum der Katholischen Kirche, fand das Schweizer Forschungsinstitut „Media Tenor“ in einer internationalen Fernsehanalyse für die Jahre 2012 bis 2014 heraus. In einem Drittel der Beiträge ging es um Papst Franziskus. Die Wahl und der Beginn des Pontifikats vom Papst fielen nicht in den Untersuchungszeitraum.

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NSU: Das Zeugensterben geht weiter

NSU: Das Zeugensterben geht weiter © unwiederbringlichbegangenes @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Erneut wurde ein wichtiger NSU-Zeuge tot aufgefunden. Der 39-jährige V-Mann Thomas R. – alias Corelli – soll an einer Diabeteserkrankung gestorben sein. Von offizieller Seite wird ein Fremdeinwirken ausgeschlossen. Er ist schon der siebte Tote im NSU- Komplex.

MiGAZIN

Dem Oberlandesgericht (OLG) München gehen die Zeugen aus. Jedenfalls solche, die zur Aufklärung der immer mysteriöser erscheinenden NSU Morde hätten beitragen könnten. Zuletzt traf es Corelli, wie er beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) geführt wurde. HJ Tommy nannten ihn seine rechten Kameraden.

An einer bisher nicht bemerkten Diabeteserkrankung soll der 39-Jährige allein in seiner Wohnung gestorben sein. Ein Fremdeinwirken schließen die Ermittler einem Spiegel-Bericht zufolge aus. Das BfV habe am Mittwoch vergangener Woche das parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages über den Tod des früheren Topspitzels informiert.

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Tanzverbot am Karfreitag: Dezernent begrüßt Tanzverbot

dancing girls 156547Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) will am Karfreitag Ruhe. Andere wollen das nicht. Sie kündigen für den Feiertag eine Protest-Party auf der Senckenberganlage an.

Frankfurter Rundschau

Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) hat sich für die Einhaltung der Ruheregelung am Karfreitag stark gemacht. „Wir können schließlich nicht bei jeder Gelegenheit die Ankerpunkte unserer Gesellschaft lösen und uns dann wundern und beklagen, wenn unser Wertegerüst Schaden nimmt“, sagte Becker und unterstützte damit die Haltung der Landesregierung, die den stillen Feiertag weiter schützen will.

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