Archiv der Kategorie: Politik

Im Jahr 2030 bräuchten wir eine zweite Erde

Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)

Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)

Der Mensch tötet mehr Tiere und verbraucht mehr Ressourcen, als der Planet regenerieren kann, besagt ein Bericht der Naturschutzorganisation WWF. Auch die Deutschen leben weit über ihre Verhältnisse.

stern.de

Der Mensch ist das wohl gierigste Wesen der Erde: Seit 1970 tötet er jedes Jahr mehr Tiere, holzt mehr Bäume ab und verbraucht mehr Rohstoffe, als die Natur regenerieren kann. “1,5 Erden sind derzeit nötig, um den aktuellen Ressourcenverbrauch zu decken”, heißt es in einem Bericht, den die Naturschutzorganisation WWF am Dienstag vorgestellt hat. Damit treibe die Menschheit ihren eigenen Planeten in einen “gefährlichen Burn-Out.”

weiterlesen

Neil deGrasse Tyson Explains His Problematic George W. Bush Misquote

A couple of weeks ago, I posted about some questionable statements Neil deGrasse Tyson makes in his presentations.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

One of them in particular invoked something President George W. Bush supposedly said after 9/11 (beginning at 1:35):

… Here’s what happens. George Bush, within a week of [the 9/11 terrorist attacks] gave us a speech attempting to distinguish we from they. And who are they? These were sort of the Muslim fundamentalists. And he wants to distinguish we from they. And how does he do it?

… He says, “Our God” — of course, it’s actually the same God, but that’s a detail. Let’s hold that minor fact aside for the moment. Allah of the Muslims is the same God as the God of the Old Testament. So, but let’s hold that aside. He says, “Our God is the God” — he’s loosely quoting Genesis, biblical Genesis — “Our God is the God who named the stars.”

To be clear, according to Tyson, a week after 9/11, Bush said “Our God is the God who named the stars” in order to distinguish us (the good guys) from the fundamentalist Muslims (the bad guys).

He followed that up with a line about how two-thirds of the stars actually have Arabic names (cue audience laughter). Not only are we united in that way, we owe a great debt to Arabic scientists of the past.

The problem was: There’s no evidence Bush actually said that right after 9/11. They only time he says anything close to it is from 2003, after the explosion of the Space Shuttle Columbia, as a phrase intended to unite us all. Watch the 2:45 mark:

read more

Wahl Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Der Monat September ist Geschichte und eine Füllen von obskuren, irrationalen, fundamentalistischen Aussagen, Meinungen, aus Politik und Religion, haben sich angesammelt. Die Kandidaten sind letztlich eine Auswahl aus dem ganzen Müll, der  im Laufe eines Monats produziert wird. Hier sind die Kandidaten:
  1. Reinhard Marx, “will Gesundheitspolitik mit dem Strafgesetzbuch regeln.”
  2. WDR, “manipuliert Ukraine-Konflikt mit altem Panzerbild.”
  3. Volker Kauder, “…christlich-völkisches Geburtsrecht.”
  4. Christine Lieberknecht, “mit Bibelversen gegen die AfD.”
  5. Yasmin Fahimi, “erklärt den Islam.”
  6. Karin Bertholdes-Sandrock, “warnt vor Homosexuellen an Schulen.”
  7. Jean-Claude Hollerich, “droht mit Kulturkampf in Luxemburg.”
  8. Malu Dreyer, “wünscht sich gemeinsames Abendmahl.”
  9. Günther Jauch, “gerät der Dschihad-Talk aus dem Ruder.”
  10. Papst Franz, “beschwört den Teufel.”
  11. Peter Frey, “Eklat im ZDF-Fernsehrat.”
  12. Deutsche Bischofskonferenz, “Aufklärung der Missbrauchsfälle kommt nicht voran.
  13. Aiman Mazyek, “Kopftuchurteil ist Rückschlag für Integration.”
  14. Wolfgang Thierse, “Kirche ist Anwalt der Ausgegrenzten.”
  15. Bundesarbeitsgericht, “Kirchliche Einrichtungen dürfen Kopftuch verbieten.”
  16. “Marsch für das Leben”, “Gott macht Müll.”
  17. Martin Walser, “im Gotteswahn.”
  18. Volkshochschule Mainz, “Esoterische Angebote im Programm.”
  19. Stadtrat Leipzig, ” 700 Millionen € Schulden, 1 Million für die Katholen.”

Die Wahl ist bis zum 07. Oktober 2014, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.10., hier auf dem Blog, gewürdigt. Viel Spaß!

Weiterlesen

Neue Liberale für klare Trennung von Kirche und Staat

Silvia Canel war zunächst FDP-Mitglied und hat jetzt die neuen Liberalen mitgegründet, die sich klar zum Verhältnis von Kirche und Staat positioniert haben Foto: TruthDetective – Eigenes Werk / Wikipedia | CC-BY-SA 3.0

Deutschland ist seit dem Wochenende um eine Partei reicher. Auf einem Parteitag in Hamburg haben sich die „Neuen Liberalen“ gegründet, die zum Teil aus ehemaligen Mitgliedern der FDP bestehen. Dabei haben sie sich auch zur Stellung von Kirche und Staat positioniert.

pro Medienmagazin

Auf ihrem Parteitag beschäftigten sich die Neuen Liberalen unter anderem mit einem Antrag des Mitglieds Andreas Scholz, der eine konsequente Trennung von Kirche und Staat fordert. Dabei geht es den Neuen Liberalen darum, in der Gesellschaft darauf zu achten, keine Religionsrichtung einer anderen vorzuziehen und keiner mehr Rechte als einer anderen einzuräumen.

Staat als Handlanger der Kirchen?

Im Antragstext des Parteitages zu der Thematik heißt es: „Gerade die letzten Vorgänge um den tausendfachen Kindesmißbrauch (sic!) und den Limburger Bischof, in der katholischen Kirche haben gezeigt, dass auch in diesen, sich christlich nennenden, Organisationen Vorgänge stattfinden, die eine Bevorzugung dieser Religionsgemeinschaften nicht rechtfertigen.“

weiterlesen

Journalisten und Medien: Des Terrors nützliche Idioten

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Überall rüsten bärtige Männer zum Kampf und die Medien tragen die Botschaft brav in die Welt. Der Journalismus läuft Gefahr, zu einer Außenstelle der Terrorpropagandisten zu werden.

Von Alexander KisslerCicero

Es war ein herrlicher Spätsommersonntag in Deutschland, der Oktober will golden werden. Doch die Seele wird auf November gedimmt, die Welt stehe am Abgrund. So wird es mir minütlich in die Ohren gehämmert. Wer in diesen Tagen auch nur einen Blick wirft auf Smartphone oder Tablet, wer Zeitung liest, Fernsehen schaut, Radio hört, dem wird beklommen zumute. In fast jeder Ecke dieser schönen Welt rüsten bärtige Männer zum Kampf gegen unser aller Leben. Den Tod wollen sie, die Freiheit hassen sie, Liebe kennen sie nicht.

Ja, ich weiß, es ist furchtbar bestellt um diese schöne Welt an immer mehr Stellen. Ja, es wird gemordet und gemetzelt, kein Gott will sich erbarmen. Doch steht die Welt am Abgrund? Und falls sie es tut: Ist sie dem Abgrund näher als anno 1917 oder 1944 oder inmitten des zu schlimmsten Bestialitäten sich auftürmenden Dreißigjährigen Krieges? Nein, das ist sie nicht. Wohl aber wird uns, wird mir jede Gräueltat brühwarm ins Haus geliefert, reicht die stets sich erneuernde Blutspur bis in unsere Wohnzimmer und Schlafstuben. Und, schlimmer noch: Auch die bloße Ankündigung eines Gräuels zählt zum Standard im Nachrichtengeschäft. Der Journalismus läuft Gefahr, sich in eine Außenstelle der Terrorpropagandisten zu verpuppen.

weiterlesen

Erdogan für Pflichtfach „Sunnitische Religion“

Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)

Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Forderung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), islamisch-sunnitischen Religionsunterricht als Pflichtfach zu streichen, zurückgewiesen.

religion ORF.at

Wenn der verpflichtende Islamunterricht als Pflichtfach in den Lehrplänen an türkischen Schulen abgeschafft werde, werde „die Lücke von Drogen, Abhängigkeit und Gewalt gefüllt“, sagte Erdogan nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu vom Montag. Der EGMR in Straßburg hatte die Türkei in einem Urteil Mitte September aufgerufen, den Schülern im Land die Möglichkeit zu geben, sich vom bisherigen Pflichtfach Religion befreien zu lassen, ohne dass die Eltern ihre Religionszugehörigkeit offenlegen müssten. Der Staat müsse in religiösen Dingen neutral bleiben.

weiterlesen

Amerikas ärgste Terrorfeinde sind Weiße

Image: The Observer

Seit fast 150 Jahren terrorisiert der Ku-Klux-Klan weite Teile der USA. Zweimal wurde er zerschlagen, formierte sich aber wieder. Eine N24-Reportage über die Putschpläne von Amerikas Rechtsradikalen.

Von Florian StarkDIE WELT

Berichte über Schüsse und eine Messerattacke auf das Weiße Haus haben gerade wieder gezeigt, dass die größte Gefahr für die Sicherheit des US-Präsidenten aus Amerika selbst kommt. Nicht umsonst hat sich die Zahl der Drohungen gegen den Inhaber des höchsten Staatsamtes verdreifacht, seit es mit Barack Obama von einem Afroamerikaner bekleidet wird.

Für die selbst ernannten “Patrioten” des Ku-Klux-Klans (KKK) war Obamas Wahl der ultimative Sündenfall, der mit der Niederlage der sklavenhaltenden Südstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg 1865 begann. Der amtierende Präsident der Demokratischen Partei personifiziert für die Klansleute alles, was sie für den Niedergang Amerikas verantwortlich halten: Einwanderung, Schwulenemanzipation, Gesundheitsreform. Immobilien- und Wirtschaftskrise sind der ideale Nährboden für den Klan, neue Kampfgenossen zu rekrutieren. Wie, zeigt der Informationssender N24 in seiner Reportage “USA Top Secret: Der Ku-Klux-Klan” am Mittwoch und Donnerstag.

weiterlesen

Burbach: Abu Ghraib in NRW

Screenshot: youtube

Screenshot: youtube

Die Ermittlungen gegen die Wachleute in Burbach und Gießen dauern an. Durch die Berichterstattung haben sich weitere Betroffene gemeldet.

FOCUS ONLINE

Besonders das Ausmaß der Gräueltaten überrascht. Der Geschäftsführer und Mitbegründer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, sagt im Interview mit FOCUS Online: „Für mich ist schockierend, dass diese Vorfälle sich über zwei Wochen hingezogen haben sollen. Wenn es wiederholt vorkommt, ist das eine ganz neue Dimension.“

Die Taten zeigten, dass die Kontrollinstanzen versagten. Burkhardt sagt: „Wer kontrolliert diese Firma und warum gab es offensichtlich keine Person, die das Vertrauen der Flüchtlinge hatte? Ich sehe hier die Landesregierung in der Pflicht: Sie muss die Arbeit der privaten Betreiber kontrollieren.“

Evangelische Schulen als wichtige Impulsgeber für das gesamte Schulwesen

In Stuttgart hat der 6. Bundeskongress Evangelische Schule begonnen.

Logo der EKD „Das hohe Interesse an evangelischen Schulen ist ungebrochen, sie sind ein Zeichen des zivilgesellschaftlichen Engagements der evangelischen Kirche“, sagte Birgit Sendler-Koschel, die Dezernentin für Bildungsfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), beim 6. Bundeskongress Evangelische Schule am Montag in Stuttgart. „Evangelische Schulen sind Ausdruck unseres vielfältigen pluralistischen Schulwesens und können wichtige Impulsgeber für das gesamte Schulwesen sein“, betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann. Noch bis Dienstag diskutieren rund 300 Expertinnen und Experten aus Bildung, Kirche und Politik im Stuttgarter ‚Haus der Wirtschaft‘ über aktuelle Fragen der Schulgestaltung wie Inklusion oder innovative Bildungskonzepte.

Die EKD-Verantwortliche für Bildungsfragen, Oberkirchenrätin Birgit Sendler-Koschel (Hannover), betonte, dass das hohe Interesse an evangelischen Schulen anhalte, gerade auch bei konfessionell nicht gebundenen Eltern und Schülern, und weitere Schulen eröffnet würden – trotz des demographischen Wandels. „Unsere Schulen tragen zur Bildungsgerechtigkeit bei. Wir wollen mit ihnen eine Region strukturell, kulturell, geistig und geistlich bereichern.“ Dafür, so ihre Forderung, sei allerdings auch eine ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung erforderlich.

Weiterlesen

Agent Storm: Inside al Qaeda for the CIA

Image: CNN, Screengrab:BB

Image: CNN, Screengrab:BB

Two worlds. Two identities and the ever-present, very real risk of death.
That was the life of Morten Storm, a radical Islamist turned double agent, who’s now lifting the lid on some of the world’s best-kept secrets.

By Nic Robertson, Ken Shiffman, Keith Lovely Jr. and Dana FordCNN

His life is the stuff of spy novels, and he talks about it in his book: “Agent Storm: My Life Inside al Qaeda and the CIA,” co-authored by CNN terrorism analyst Paul Cruickshank and Tim Lister. Both men are CNN contributors.

He also recently sat down with CNN Senior International Correspondent Nic Robertson.

I had these different names. I had different personalities,” Storm said. “I was Morten Storm, Murad Storm, Abu Osama, Abu Mujahid.”

He was so trusted by senior al Qaeda leaders he once fixed one up with a European wife, all the while — Storm claims — working for Western intelligence agencies.

“For half a decade, I moved back and forth between two worlds and two identities — when one misplaced sentence could have cost me my life,” he writes in the book. “Traveling between atheism and hardline Islam, English and Arabic.”

“It’s some kind of schizophrenic lifestyle,” he said.

read more

Deutsche Geiseln flehen Berlin um Hilfe an

Die Islamistengruppe Abu Sayyaf droht mit der Enthauptung der deutschen Geiseln, sollte Deutschland die Militäraktionen der USA und ihren Verbündeten gegen den Islamischen Staat in Syrien und dem Irak weiterhin unterstützen Foto: DIE WELT

Das entführte Segler-Paar richtet sich per Radiobotschaft an Berlin und Manila. Das Golf-Emirat Katar hat offenbar Kontakt zu der islamistischen Terrorgruppe aufgenommen und verhandelt eine Lösung.

DIE WELT

Die von Islamisten auf den Philippinen entführten Deutschen haben die Bundesregierung um Hilfe angerufen. Im Radio appellierten die beiden an die deutsche und philippinische Regierung, alles für ihre Freilassung zu tun. Der Arzt Stefan O. sagte einem Rundfunksender DXRZ in Zamboanga City, er hoffe, “dass meine Regierung alles in ihrer Macht stehende tut, um mich freizubekommen”. Sein Gesundheitszustand bereite ihm Sorge, fügte der 74-Jährige hinzu, sie hätten seit ihrer Gefangennahme auf feuchten Böden schlafen müssen. “Ich fürchte um mein Leben”, sagt er.

Seine Begleiterin, die 55 Jahre alte Henrike D., bat auch die philippinische Regierung um Hilfe. Das Leben im Dschungel sei sehr gefährlich und schwierig. “Die Situation hier ist sehr stressig”, sagte sie dem Radiosender. “Wir wissen nicht, wie lange wir das durchhalten.” Die philippinische Polizei stufte die Rundfunkbotschaft als authentisch ein.

weiterlesen

Ministerpräsidentin Dreyer wünscht sich gemeinsames Abendmahl

Foto: epd-bild / Meike Böschemeyer

Es werde Zeit, das Verbindende und nicht das Trennende zwischen den Konfessionen in den Vordergrund zu stellen, schreibt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin auf einer Internetseite zum Reformationsjubiläum 2017.

evangelisch.de

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wünscht sich ein gemeinsames Abendmahl für alle Christen. “Ich hoffe es vor allem für die vielen Menschen in Familien mit verschiedenen Konfessionen, die unter dem Ausschluss leiden”, schreibt die Katholikin in einem Beitrag für die Internetseite “www.2017gemeinsam.de”. Ein gemeinsames Abendmahl “wäre ein sichtbares Zeichen christlicher Gemeinschaft und Verbundenheit über alle theologischen Unterschiede hinweg”.

weiterlesen

Russen sprechen Patriarch Kyrill I. moralische Autorität ab

patriarch_darthIn der Bevölkerung halten nur ein Prozent das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt für eine moralische Leitfigur.

kath.net

Der Moskauer Patriarch Kyrill I. (Foto) genießt in Russland einer Umfrage zufolge fast keine Autorität. In der Bevölkerung halten nur ein Prozent das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt für eine moralische Leitfigur, wie eine am Mittwochabend veröffentlichte Erhebung des Meinungsforschungsinstituts FOM ergab. Auf dem ersten Platz landete Staatspräsident Wladimir Putin mit 36 Prozent, vor Außenminister Sergej Lawrow mit 6 Prozent.

Die 1.000 Befragten durften bis zu fünf Namen nennen. Seitens der Fragesteller wurden den Angaben zufolge keine Vorschläge gemacht. Die statistische Fehlerquote liegt laut dem Institut bei höchstens 3,8 Prozent. Die Umfrage wurde im Juli landesweit durchgeführt.

Jauchs Dschihad-Talk gerät aus dem Ruder

Al-Nu-Moschee Berlin, Bild: BZ

In seiner ersten Sendung nach der Sommerpause wollte Günther Jauch seine Gäste darüber spekulieren lassen, was „unsere“ Muslime wohl so denken. Doch ein radikaler Prediger aus der Berliner Al-Nur-Moschee machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Von Bernd GäblerDER TAGESSPIEGEL

Zwölf Sommerwochen lang gab es keinen Sonntagstalk nach dem ARD-“Tatort“. Nun ist Günther Jauch wieder zurück in seinem großräumigen Berliner Gasometer – und prompt sitzt da auch schon wieder Wolfgang Bosbach. Der  für jedes Thema geeignete Talkshow-Beauftragte der CDU soll diesmal über „Gewalt in Namen Allahs – wie denken unsere Muslime?“ (wie es ohne jede Ironie mit besitzanzeigendem Fürwort heißt) mit dem unorthodox-bodenständigen Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) sowie der „Spiegel“-Reporterin Özlem Gezer und dem NDR-Journalisten Stefan Buchen diskutieren.

Und die Redaktion hat zusätzlich noch einen Clou aufgeboten, der stolz schon während des Eingangsstatements von Günther Jauch eingeblendet wird: einen leibhaftigen Prediger des radikalen Islam, Abdul Adhim Kamouss, der auch in der vom Verfassungsschutz observierten Berliner Al-Nur-Moschee predige.

weiterlesen

Führer – nicht schon wieder!

usa

Der amerikanische Präsident Obama muss es nötig haben. Anders ist es nicht zu erklären, wenn es in seiner letzten öffentlichen Ansprache vor wenigen Tagen lauthals verkündete, dass die USA jetzt unbestritten die Führung in der Welt übernommen hätten (“Amerika führt die Welt”).

Von Willy WimmerTELEPOLIS

Vor fast einer Generation reichte es noch, “Führer der freien Welt” genannt werden zu wollen. Im Unterschied zu der Zeit bis 1990 traf diese Feststellung damals auf eine übergroße Zustimmung. Die Mehrzahl der Menschen im Bündnisgebiet fühlte sich bedroht. Das war verständlich, wenn man an die Panzermassen dachte, die nur wenige Kilometer entfernt standen und bei deren Übungen schon einmal auf den Düsseldorfer Rheinbrücken beim Übungsgeschehen alles durchgespielt werden konnte. Man muss es gar nicht breit ausdiskutieren. Es war so, dass den Menschen hier in Europa der jeweilige amerikanische Präsident und damit die Vereinigten Staaten näher standen, als alles das, was den Osten und damit den Warschauer Pakt verkörperte.

Das ist, bezogen auf das westliche Europa, heute grundlegend anders. Seit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, seit Afghanistan und vor allem seit Irak, seit Abu Ghraib, den Killerdrohnen-Kriegen, dem Krieg in Libyen und dem Anfachen des Bürgerkrieges in Syrien ist das anders. Die Verantwortung für den Sturz einer frei gewählten Regierung in der Ukraine, um einen innerukrainischen Krieg anzuzetteln, haben die dunkle Seite Amerikas und seines Wirkens in der Welt gerade für diejenigen deutlich gemacht, die bis in die Familien hinein die USA nicht fähig gehalten haben, derartiges verursachen zu können.

Amerika muss in Rechnung stellen, dass dieses Jahr 2014 von zwei Bildern bestimmt gewesen ist: den olympischen Winterspielen in Sotchi und dem damit verbundenen russischen Bekenntnis zu den europäischen Wertvorstellungen, die in einem großartigen Fächer des russischen kulturellen Beitrag zum gemeinsamen Haus Europa mündete. Die damalige Erwartung war, dass es nach dem Ende der Winterspiele zu einem von den USA zu verantworteten Umsturz in Moskau werde kommen können. Stattdessen tragen die USA die Verantwortung dafür, dass Europa sich wieder Gedanken über den nächsten Krieg auf europäischen Boden macht.

weiterlesen

FL County Commissioner walks out to avoid hearing pagan’s ‘satanic’ invocation

David Suhor (YouTube)

A Florida pagan, who has been thwarted in his attempts to deliver the invocation before the Escambia County School Board, was given the opportunity to appear before the Escambia County Board of County Commissioners only to have one member of the board walk out, saying he was “not going to have a pagan or satanic minister pray for me.”

By Tom BoggioniRaw Story

David Suhor, who describes himself as a Agnostic Pagan Pantheist, was given the go-ahead to deliver the  invocation before the board on Thursday and, as he stepped to the podium,  Commissioner Wilson Robertson walked out before Suhor even began, reports ABC3-WEAR.

Robertson, who describes himself as a Christian, told a reporter, “People may not realize it, but when we invite someone a minister to pray they are praying for the county commissioners for us to make wise decisions and I’m just not going to have a pagan or satanic minister pray for me.”

Suhor, whose religion worships nature, explained that he wants others to experience what he feels when attending public meetings.

“In a way I would like for other people to experience what it’s like when I go to a meeting and am asked to pray against my conscience,” he said.

read more

Türkei verbietet Schülern Piercings und Tattoos—erlaubt Kopftücher

Themenbild

Themenbild

Tattoos, Make-up, politische Symbole: Darauf müssen Schüler in der Türkei künftig verzichten. Dafür dürfen Mädchen ab zehn Jahren jetzt Kopftuch tragen.

SpON

Die islamistische Regierung in der Türkei will die Schüler des Landes zu größerer Disziplin anhalten. Deshalb hat die Regierung unter anderem das Tragen von Tattoos und Piercings an Schulen untersagt.

“Schüler müssen an den Schulen jederzeit ihr Gesicht zeigen, dürfen keine Schals, Mützen oder Taschen mit politischen Symbolen tragen, dürfen ihr Haar nicht färben, dürfen weder Tattoos noch Make-up tragen, dürfen keine Piercings tragen, dürfen keinen Bart tragen”, heißt es in den neuen Regeln, die am Wochenende in Ankara veröffentlicht wurden. Dafür bestätigt die Regierung, dass Mädchen ab der fünften Klasse, also in der Regel im Alter von zehn Jahren an, das Kopftuch im Unterricht tragen dürfen.

weiterlesen

US-Denkfabrik: Die Türkei hat sich erfolgreich von EU gelöst

Die Türkei wird immer unabhängiger von anderen Staaten. Die Denkfabrik Startfor sah in ihr schon vor Jahren eine Regionalmacht. (Foto. Flickr/ Istanbul :: Istiklal Cd by tomislav medak CC BY 2.0)

Der Chef-Stratege der US-Denkfabrik Stratfor ist erfreut über die Veränderungen zwischen der Türkei und der EU. Die Türkei gehöre nach Europa aber nicht in die EU. Das Land müsse seinen eigenen Weg gehen.

Deutsch Türkische Nachrichten

Die Türkei hat sich aus der „Falle“ einer EU-Vollmitgliedschaft gerettet. Das eröffnet dem Land ungeahnte Möglichkeiten im Nahen Osten, im Kaukasus und auf dem Balkan. Diese Ansicht vertritt zumindest der Chef des privaten US-Geheimdiensts Stratfor, George Friedman. Auch die jüngst überwundene EU-Krise komme der Türkei zugute. Denn sie sei schlichtweg kein Teil der EU und befinde sich außerhalb der Euro-Zone. Doch das Land gehöre zu Europa.

Türkei unverzichtbarer Partner der USA

Friedman war am vergangenen Wochenende in der Türkei und sprach auf einer Veranstaltung des Unternehmer-Vereins Anatolische Löwen (ASKON). „Ein türkischer EU-Beitritt wäre eine große Überraschung gewesen – doch keine positive“, zitiert Bloomberg HT den Stratfor-Chef. Die Türkei sei ein unverzichtbarer Partner der USA. Ankara müsse nun Entscheidungen bezüglich der Zukunft seiner Nachbarschaft fällen. Friedman brüstete sich damit, dass er schon 2006 vorhergesehen habe, dass die Türkei zu einer Regionalmacht heranwachsen werde. Er freue sich über die aktuelle Entwicklung, weil er in seiner Analyse bestätigt wurde. Auch zufolge der US-Geheimdienststudie “Global Trends 2030″ werde die Türkei bis 2030 ihren Status als wirtschaftliche, territoriale und militärische Macht weiter ausbauen und eines der einflussreichsten Länder weltweit werden (mehr hier). Die Basis hierfür liege in einem Aufstieg zur Regionalmacht. Allerdings seien auf diesem Weg noch einige Hürden zu überwinden. Es gebe auch Faktoren, die eine Gefahr für einen derartigen Aufstieg darstellen.

weiterlesen

“Warum stört es, wenn eine Frau sich bedeckt?”

Themenbild

Themenbild

Das Kopftuchverbots-Urteil von Erfurt ist für die Berliner Islamwissenschaftlerin auch eine Grenzmarkierung der Mehrheitsgesellschaft.

Von Lothar SchröderRP ONLINE

Das jüngste Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt, wonach eine kirchliche Einrichtung einer muslimischen Mitarbeiterin das Tragen eines Kopftuchs verbieten darf, hat eine Kontroverse ausgelöst. Während CDU-Politiker die Entscheidung begrüßten, nannte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, das Urteil einen “Rückschlag für die Integrationspolitik”. Man müsse die Frage stellen, inwiefern eine solche Rechtsprechung noch zeitgemäß sei, sagte Mazyek der Neuen Osnabrücker Zeitung: “Heutzutage ist es Aufgabe von erfolgreichen Unternehmen, sich weltoffen aufzustellen.” Im konkreten Fall geht es um ein Krankenhaus in evangelischer Trägerschaft. Allerdings appellierte Jörg Kruttschnitt, Vorstand des diakonischen Bundesverbandes, stets mit Blick auf die jeweilige Situation und die verschiedenen Interessen zu entscheiden. “Es gibt definitiv kein Kopftuchverbot in der evangelischen Kirche”, betonte er.

Ist das Gerichtsurteil von Erfurt eine nachvollziehbare Entscheidung?

Amir-Moazami Sie ist zumindest nicht allzu überraschend, zumal nicht zum ersten Mal Kopftücher in öffentlichen Institutionen verboten wurden. Für mich ist diese Art von Urteilen ein Zeichen von Grenzmarkierungen; es sind Signale aus der Mehrheitsgesellschaft. In diesem Fall zeigt eine sich christlich definierende Mehrheitsgesellschaft, wo die Grenzen für eine Sichtbarkeit von Religiosität im öffentlichen Raum bestehen – beziehungsweise: Welche Formen von Religiosität im öffentlichen Raum zulässig sind. Für mich steht dahinter eine Explosion von Diskursen über Muslime in europäischen Gesellschaften, bei der mehr und mehr Muslime zunehmend ins gleißende Licht der Öffentlichkeit und der politischen Institutionen gelangen. Man will zeigen: Bei uns gibt es gewachsene Religiosität, und die muss auch eingehalten werden.

weiterlesen

Datenschützer alarmiert über US-Beamte an deutschen Airports

Screenshot: cbp.gov. BB

Screenshot: cbp.gov. BB

US-Grenzschützer kontrollieren Flugpassagiere schon vor dem Abflug in Europa – und hindern sie immer wieder an der Abreise. Nach SPIEGEL-Informationen haben sich jetzt mehrere Fluglinien beim Bundesinnenministerium beschwert.

SpON

US-Grenzschutzbeamte überschreiten an europäischen Flughäfen offenbar systematisch ihre Befugnisse. Nach SPIEGEL-Informationen werfen mehrere europäische Airlines Bediensteten der US Customs and Border Protection (CBP) vor, noch kurz vor Abflügen in die USA die Herausgabe sensibler Passagierdaten zu verlangen. US-Grenzschützer stellten sogar “regelmäßig Anfragen zu personenbezogenen Daten und Ereignissen, die nicht US-Abflüge betreffen”, heißt es in einem Schreiben der Lufthansa an das Bundesinnenministerium. Airlines und Bundespolizei betrachteten “das Treiben der CBP mit Unverständnis”. (Lesen Sie mehr zum Thema hier im aktuellen SPIEGEL.)

weiterlesen