Archiv der Kategorie: Politik

Integration auf dem Rücken der Kinderrechte?

beschneidungAm Mittwoch, dem 29. Oktober 2014, legte die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz (SPD), dem Bundestag den 10. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor.

MOGiS e.V.

Unter anderem nahm sie darin auch Stellung zum Ende 2012 in Kraft getretenen Beschneidungserlaubnisparagraphen 1631d BGB, der Vorhautamputationen ohne medizinische Indikation an minderjährigen Jungen aus jeglichem Grunde dem Erziehungsrecht der Eltern unterstellt hat.
“Die Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit.
Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal.”

Dies deckt sich mit den ihrerseits bereits im Zuge der Gesetzesverabschiedung gemachten Statements zu diesem Thema. Auch sonst hat sich in der Bewertung des Gesetzes in den vergangenen zwei Jahren bei Frau Özoguz nicht viel getan, obgleich der Bericht durchaus auch bedenkliche Zahlen zitiert:

weiterlesen

Tempelberg: Fatah-Partei ruft zum “Tag des Zorns” auf

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Nach der Erschießung eines Attentäters in Jerusalem ruft Palästina zu einem “Tag des Zorns” auf. In der Nacht gab es neue Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

stern.de

Nach der Schließung des Tempelbergs in Jerusalem durch die israelische Polizei am Donnerstag hat die palästinensische Fatah-Partei zu einem “Tag des Zorns” aufgerufen. In einer Mitteilung der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa schrieb die Palästinenserorganisation, man betrachte derartige Übergriffe auf den Tempelberg als “Erklärung eines religiösen Krieges gegen das palästinensische Volk”. Die Fatah rief die Palästinenser dazu auf, sich auf dem Tempelberg zu versammeln und dort zu bleiben.

weiterlesen

Prominentes AfD-Mitglied: “Ziehe meinen Hut vor Hools”

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Verzweifelt kämpft AfD-Chef Bernd Lucke gegen das Image seiner Partei, ein Sammelbecken für Rechte und Verschwörungstheoretiker zu sein. Allein, seine Parteibasis unterstütz ihn in diesem Vorhaben nicht.

Huffington Post

Jetzt ein neuer Skandal: Das prominente Hamburger AfD-Mitglied Tatjana Festerling gestand in einen Beitrag für die Website “Journalistenwatch”, dass sie an der Kölner Hooligan-Demonstration teilgenommen hatte, wie das “Hamburger Abendblatt” berichtet.

Festerling ist seit Gründung der AfD in Hamburg für die Partei aktiv, wird im Gründungsprotokolll der AfD Hamburg-Mitte erwähnt und kandidierte bei den Bezirkswahlen 2013.

“Heute Abend ziehe meinen Hut vor den Hools, vor Euch!”, schrieb sie in dem Beitrag.

“Für Eure Disziplin, mit der Ihr – immerhin rund 5.000 Hools – durch die Straßen gezogen seid. Eure Parolen waren nicht originell, aber schnell zu merken und in keinster Weise rassistisch, rechtsextrem oder Gewalt auffordernd: 1. Wir wollen keine Salafistenschweine 2. Wir sind das Volk!”, sagte sie an die Adresse der Hooligans gerichtet.

weiterlesen

Nahost: Religionskrieg um den Tempelberg

Jehuda Glick reklamierte mit Feuereifer den Anspruch Israels auf den Felsendom. Bei einem Attentat trug er schwere Verletzungen davon. / Bild: (c) APA/EPA/MIRI TSACHI (MIRI TSACHI)

Das Attentat auf einen radikalen Prediger könnte in Jerusalem zu schweren Unruhen führen. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei das muslimische Heiligtum.

Von SUSANNE KNAULDie Presse.com

Unter den ultranationalistischen Predigern und Feuerköpfen, an denen in Israel kein Mangel herrscht, galt Jehuda Glick als der radikalste. Der großgewachsene Rotschopf, vor neun Jahren aus den USA eingewandert, erhob den Tempelberg in Jerusalem zu seinem Lebenszweck, wie er jüngst in einem Interview eingestand: „Der Tempelberg ist die Quelle meines Lebens und auch die Quelle meines Lebensunterhalts.“

Zahllose Male war er in seiner Mission, sich einen Platz auf dem Plateau des Felsendoms – des muslimischen Heiligtums – zu erstreiten, festgenommen worden. Nichts konnte ihn abhalten, mit einem Hungerstreik an der Klagemauer erzwang er die Aufhebung seiner Verbannung.
Sein Eiferertum könnte Glick nun zum Verhängnis werden – und Israel in eine neue Krise stürzen.

weiterlesen

Extremisten und Islam-Gegner: Religionskritik mit der Axt

Antiislamisches Schild bei einer Demonstration von Hooligans: Islam ist nicht nur Terror picture alliance

Terroristen und Islam-Kritiker führen ihre medialen Deutungsschlachten jetzt auch auf der Straße. Doch statt die Klischees weiter zu bestätigen, braucht es eine Debatte über eine Vernunftreligion.

Von Tahir ChaudhryCicero

Die barbarischen Akte der ISIS-Terroristen stellen eine deutliche Gefahr für muslimisches Leben und Denken in aller Welt dar. Doch wenn Muslime beteuern, dass es keinerlei Schwierigkeiten im Umgang mit Extremisten in ihren eigenen Reihen gebe, klingt das nach einem Tumorpatienten, der die Hilfe eines Arztes in Frage stellt. Auch wenn das Herz noch funktioniert, wird diese Einstellung auf kurz oder lang zum Tod des Patienten führen. Muslime sollten daher nicht leugnen, dass es ein Problem gibt, dürfen aber gleichzeitig den Patienten nicht sogenannten Islam-Kritikern überlassen, die mit der Axt auf ihn losgehen, um den Tumor aus dem Körper zu entfernen.

weiterlesen

UN-Gremium: Israel für exzessive tödliche Gewalt verantwortlich

Bild: bilder.t-online.de

Bild: bilder.t-online.de

Laut einem Bericht hat unter anderem der Krieg im Gazastreifen im Sommer dieses Jahres zu unverhältnismäßig vielen zivilen Opfern geführt. Israel müsse daher auch rückwirkend Menschenrechtsverletzungen seiner Soldaten prüfen.

evangelisch.de

Ein UN-Ausschuss hat Israel schwere Verletzungen der Menschenrechte in den Palästinensergebieten vorgeworfen. Immer wiederkehrende Berichte über “exzessive” tödliche Gewalt bei Operationen der Sicherheitskräfte gegen palästinensische Zivilisten seien besorgniserregend, erklärte der UN-Menschenrechtsausschuss am Donnerstag in Genf.

Das UN-Expertengremium unter dem Vorsitz des britischen Völkerrechtlers Nigel Rodley hielt in einem turnusmäßigen Report über Israel fest, dass der Militäreinsatz im Sommer in Gaza zu einer “unverhältnismäßig” großen Zahl ziviler Opfer geführt habe, darunter Kinder. Das Komitee verurteilte die Zerstörung medizinischer Einrichtungen und Schulen und die anhaltende Blockade Gazas durch die Israelis.

weiterlesen

EKD stärkt interreligiösen Dialog in Indonesien—auf Staatskosten?

Jochen Bohl, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de

Stellvertretender Ratsvorsitzender Jochen Bohl begleitet Bundesaußenminister Steinmeier auf Südostasienreise

Logo der EKD

Gemeinsam mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist der stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Jochen Bohl, am Donnerstag (30. Oktober) zu einer Reihe von Gesprächen und Begegnungen nach Südostasien aufgebrochen. Landesbischof Bohl ist Mitglied einer siebenköpfigen Delegation, die den Außenminister auf einer fünftägigen Reise nach Indonesien und Südkorea begleitet.

Ein zentrales Anliegen der Reise ist für den stellvertretenden Ratsvorsitzenden der interreligiöse Dialog in Indonesien. In Jakarta trifft Bohl mit Vertretern der dortigen muslimischen Mehrheit zusammen. „Der Dialog zwischen den Religionen ist für das friedliche Zusammenleben der Menschen in Indonesien unverzichtbar“, betonte Bohl im Vorwege der Reise. „Er dient dazu, die moderaten Kräfte im Land zu stärken und Eskalationen zu verhindern.“ Der zum Teil seit Jahrzehnten erfolgreich geführte Dialog und das selbstverständliche Miteinander von Christen und Muslimen im Alltag dürften durch die Ausbreitung eines islamistisch geprägten Islam, wie sie sich derzeit insbesondere in der Region Aceh zeige, nicht aufs Spiel gesetzt werden, so der sächsische Landesbischof.

In Indonesien ist die Religionsfreiheit in der Verfassung verankert. Offiziell werden vom Staat fünf Religionen anerkannt: Islam, Christentum, Hinduismus, Buddhismus und Konfuzianismus. 85 Prozent der Bevölkerung sind muslimisch. Die Mehrheit von ihnen lebt einen lokal geprägten und moderaten Islam.

Die evangelische Kirche ist mit ihren Missionswerken seit vielen Jahrzehnten in der Region aktiv und durch die Kontakte zu ihren Partnerkirchen ein wichtiger Ansprechpartner für die Entwicklungszusammenarbeit.

In Südkorea stehen Begegnungen mit der christlichen Kirche in Seoul auf dem Programm.

Hannover, 30. Oktober 2014

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt

Survey Shows We’re All Wrong About the Relative Percentages of Muslims and Christians in Our Countries

What percent of people in the U.S. are Muslims?
Christians?
Think about it…
The answers are 1% and 78%, respectively. A new survey released by the Ipsos Mori social research institute shows that not only did we not know that, we weren’t even close.

By Hemant Mehta—Friendly Atheist



There were several other questions, too, and The Guardian has those results. When the 14 countries surveyed were ranked according to most accurate (least ignorant) overall, the U.S. came in 13th. So… umm… we’re not last! WOO!

read more

Schweden erkennt Palästina als Staat an

Schweden, Freiheit für Palästina, Bild: BB

Schweden, Freiheit für Palästina, Bild: BB

Es war eine der ersten Ankündigungen der neuen Regierung, nun wird sie in die Tat umgesetzt: Schweden erkennt Palästina als eigenständigen Staat an.

SpON

Das Thema stand ganz oben auf der Agenda, gleich in seiner Antrittsrede Anfang Oktober sagte Schwedens Premierminister Stefan Löfven: “Der Konflikt zwischen Israel und Palästina kann nur durch eine Zwei-Staaten-Lösung gelöst werden, ausgehandelt in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Völkerrechts.”

weiterlesen

Wien: Abdullah-Zentrum beschwert sich

König Abdullah, Bild: BB

König Abdullah, Bild: BB

Der saudiarabische Generalsekretär des Dialogzentrums vermisst Solidarität. Der Außenminister will sich nicht zum “Watschenmann” machen lassen.

Von CHRISTIAN ULTSCHDiePresse.com

Nein, so hat sich das Faisal bin Abdulrahman bin Muammar nicht vorgestellt. Der saudiarabische Generalsekretär des König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog in Wien ist höchst unzufrieden. Er hätte sich mehr Rückendeckung von seinen österreichischen Gastgebern erwartet.

Penibel ließ der Vertraute des saudiarabischen Königs unlängst Vorfälle auflisten, in denen seine internationale Organisation Kritik einstecken musste – und nicht vom Außenministerium verteidigt wurde. Besonders in Rage geriet er dem Vernehmen nach, als Sebastian Kurz am Rande der UN-Generalversammlung Ende September auch noch erklärte, das Dialogzentrum in Wien dürfe kein Feigenblatt für Saudiarabien sein. „Kein Kommentar“, heißt es dazu im Abdullah-Zentrum. Ein Dementi ist das auch nicht. Das Außenamt meinte zur „Presse“ nur: „Wir bleiben dabei: Das Zentrum darf kein Alibi sein.“

weiterlesen

Dodo Käßmann im Reformationswahn

Margot-KässmannDer Reformationstag soll nach Ansicht der evangelischen Theologin Margot Käßmann ein gesetzlicher Feiertag werden.

evangelisch.de

Sie hoffe, dass nicht nur zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Martin Luther (1483-1546) im Jahr 2017 der 31. Oktober ein solcher Feiertag werde. “Ich fände es schon richtig, wenn das nicht einmalig wäre”, sagte die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Donnerstagsausgabe).

weiterlesen

de Maizière: Deutsche Extremisten sind unsere Söhne und Töchter

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) © bearb. MiG

Beim Kampf gegen die Terrororganisation IS stehe Deutschland in besonderer Verantwortung. 450 Radikale aus Deutschland hätten sich dem IS angeschlossen. Diese Menschen seien „in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine“, so der Minister.

MiGAZIN

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht Deutschland in besonderer Verantwortung beim Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS), weil in deren Reihen mindestens 450 Extremisten aus Deutschland kämpfen. „Die deutschen Kämpfer sind nun mal auch Teil des Konflikts, den wir zu lösen haben“, sagte de Maizière in einem Interview mit dem Magazin stern. „Es sind unsere Söhne und Töchter. Ein Großteil wurde hier geboren. Sie sind in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine. Wir tragen für deren Radikalisierung Verantwortung“.

weiterlesen

Islamismus in Bangladesch: Todesurteil für Parteichef

Parteichef Moulana Motiur Rahman Nizami (Mitte) bei seiner Verhaftung in Dhaka 2010.

1971 sagte sich Bangladesch von Pakistan los. Tausende starben im Unabhängigkeitskrieg. Einer der Verantwortlichen wurde jetzt verurteilt.

taz.de

Der Vorsitzende der größten islamistischen Partei in Bangladesch ist für Verbrechen während des Unabhängigkeitskriegs von 1971 zum Tode verurteilt worden. Das Urteil fällte ein dreiköpfiges Sondertribunal am Mittwoch. Dem 71-jährigen früheren Minister Motiur Rahman Nizami waren unter anderem Völkermord, Mord, Folter, Vergewaltigung und die Zerstörung von Eigentum vorgeworfen worden. Die Verteidigung kündigte einen Einspruch gegen das Urteil an.

Nizami selbst nahm den Spruch der Richter im voll besetzten Gerichtssaal in Dhaka emotionslos entgegen. Seine Partei Jamaat-e-Islami lehnte das Urteil ab und rief zu einem landesweiten Generalstreik für Donnerstag, Sonntag und Montag auf. Freitag und Samstag ist Wochenende in Bangladesch. In Dhaka patrouillierten bereits zur Urteilsverkündung am Mittwoch verstärkt Polizei und paramilitärische Einheiten, um Unruhen wie bei früheren Prozessen gegen islamistische Parteiführer zu verhindern. Nizami war bereits im Januar wegen Waffenschmuggels mit Indien zum Tode verurteilt worden.

 

weiterlesen

Sterbehilfe: Katholisches Sedieren bis zum bitteren Ende

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Münchner Kardinal und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sprach sich erneut gegen die organisierte Sterbehilfe aus. Stattdessen müsse die Palliativmedizin gestärkt werden. Ende 2015 will der Bundestag die Sterbehilfe neu regeln.

evangelisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sein Nein zur organisierten Sterbehilfe bekräftigt. “Wir brauchen keine Anleitung zum Töten, sondern wir brauchen eine Anleitung zum menschenwürdigen Sterben”, sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwoch in Mühldorf am Inn. Daher müsse die Palliativmedizin gestärkt werden.

weiterlesen

Kentucky Shocked Creationist’s Tax-Funded Ark Museum Will Discriminate On Basis Of Religion

Image: Facebook/Ark_Encounter

Image: Facebook/Ark_Encounter

Ken Ham, president of a Christian ministry and the Creation Museum got millions in tax-break assurances from Kentucky, but now the State is shocked that he plans to discriminate based on religion. Will those tax breaks disappear?

By David BadashTheNewCivilRightsMovement

Ken Ham recently made headlines when he debated evolution with Bill Nye, “the science guy,” at Ham’s Creation Museum in Kentucky. Depending on your point of view, Nye won, or Ham won. But in another sense, Ham was the winner because Nye has been much more of a household name, for decades, than Ham.

Until now.

Born in Australia in 1951, Ham is a “young earth creationist” who believes the earth is just 6000 years old and everything anyone needs to know can be learned from the Bible — actual science, he insists, is misleading and wrong. He is the president of Answers in Genesis, a Christian Ministry that runs his Creation Museum, and soon — or, soon he had hoped — Ark Encounter, a Noah’s Ark museum to be based in Kentucky, too.

But as The New Civil Rights Movement reported this summer, Ham’s detractors found that the Ark Encounter, unlike the Creation Museum, isn’t a Christian ministry, and that’s creating a legal employment rights problem for Ham.

read more

„Reformationsgedenken zu sehr auf Luther zentriert“

ekd_reformation_magazin300Historiker kommentiert kirchliche und staatliche Gedenkaktivitäten zum Jubiläum 2017

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Die kirchlichen und staatlichen Aktivitäten zum Reformationsjubiläum 2017 sind aus Historikersicht „ein Musterfall für das schwierige Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit“. In Ausstellungen, Tourismus-, Schul- und Musikprojekten werde die Erinnerung an die religiöse Erneuerungsbewegung sehr stark auf den Wittenberger Reformator Martin Luther (1483-1546) zugespitzt, schreibt Reformationshistoriker Prof. Dr. Matthias Pohlig vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ auf http://www.religion-und-politik.de. Dies sei einer der Gründe dafür, warum Reformationshistoriker ein Problem mit den Jubiläumsaktivitäten hätten.

„Gerade die Luther-Zentriertheit der Lutherdekade ist für eine historische Forschung, die sich seit Jahrzehnten bemüht, die sozialen, politischen und kulturellen Umbrüche um 1500 zu beschreiben, ohne in die Falle einer Geschichte großer Männer zu tappen, ein Problem“, schreibt der Wissenschaftler in dem Beitrag „Vom Fremdeln mit dem Reformationsjubiläum 2017“. Während die Kirche die Identifikationspotenziale der Reformation suche und mit vielen Jubiläumsaktivitäten einem Bedürfnis nach Identitätsstiftung und Selbstvergewisserung nachkomme, bemühten sich Historiker in kleinteiliger kulturhistorischer Forschung „um Dekonstruktion des allzu vertraut Scheinenden“. Die verbreitete Vorstellung von einem „Luther der Moderne, Vorkämpfer von Freiheit und Toleranz“ komme dabei nicht mehr in Frage, genauso wenig wie das im Rahmen der Lutherdekade diskutierte Gegenteil: „Luther ist eben auch nicht der Unmoderne, Repressive, der Intolerante.“

Prof. Pohlig erörtert in seinem Beitrag verschiedene Gründe, warum viele Historiker nach seiner Einschätzung „mit dem Jubiläumshype fremdeln“. So seien nicht-theologische Reformationshistoriker weniger institutionell und gedanklich in die evangelische Kirche integriert als Kirchenhistoriker und teilten insofern nicht das Ziel der Identitätsstiftung, das sich oft mit Jubiläen verbinde. Zudem sähen akademische Historiker in Formaten der Geschichtsvermittlung wie Dokudramas, Geschichtscomics oder historischen Events die Gefahr einer Verflachung oder Verfälschung. „Auswüchse der Lutherdekade“ seien etwa Luther-Raps und -songs bei YouTube, Ratgeberliteratur, kitschige Bücher mit Lutherzitaten oder das Aussenden von Schülern als „Lutherbotschafter“ in andere Länder. Auch darin liege das Fremdeln begründet.

Eine weitere Ursache sieht der Autor in der Skepsis vieler Historiker gegenüber der Rolle des public intellectuals, in die sich noch in den 1980er Jahren viele Fachkollegen gern begeben hätten. Die damalige „sozialhistorische Debattenfreudigkeit“ habe auch den Blick auf die Reformation geprägt: „Das letzte große Jubiläum, das Lutherjahr 1983 zum 500. Geburtstag des Reformators, stand ganz im Zeichen der erbitterten Ost-West-Systemkonkurrenz.“ Luther sei für Diskussionen über sich verändernde soziale und politische Strukturen und eine „frühbürgerliche Revolution“ herangezogen worden. Damit wurde dem Autor zufolge genau die Leitfrage behandelt, die auch zum Gedenken 2017 im Zentrum stehe: „Was hat Luther mit uns zu tun und was wir mit Luther?“ Heute hingegen sei „just zum Jubiläum weit und breit keine integrierende Perspektive zu sehen“. Wenn Kulturwissenschaftler sich zum Beispiel mit Ritualen um 1520 oder mit dem Verhältnis der Reformatoren zur Körperlichkeit beschäftigten, ließen sich kaum übergreifende Perspektiven generieren. „Eine solche integrierende, Kontroversen stimulierende Perspektive wäre aber nötig, wollte die akademische Reformationsforschung die inhaltlichen Leitlinien von 2017 umfassend mitprägen.“

Den Nutzen der Lutherdekade für die geschichtswissenschaftliche Forschung sieht Prof. Pohlig skeptisch. Zwar sei die Zahl der reformationshistorischen Konferenzen und Publikationen nun erheblich angestiegen. „In diesem Rahmen wird, so mein Eindruck, noch sorgloser als sonst Geld für zweifelhafte Tagungen und zusammenhanglose Sammelbände ausgegeben – ein Indiz für eine Eventisierung auch des Wissenschaftsbetriebs.“ Mit Blick auf den „im engeren Sinne wissenschaftlichen Ertrag“ sei das Reformationsjubiläum „irrelevant“.

weiterlesen

Norwegen: Dodo Märtha redet mit den Toten

Prinzessin Märtha Louise

Prinzessin Märtha Louise

Norwegens Monarchie in der Kritik: Prinzessin Märtha Louise sieht Engel und kommuniziert mit den Toten – gegen Geld natürlich. Und Kronprinz Haakon rührt gar an ein sozialdemokratisches Tabu.

Von Per HinrichsDIE WELT

Manche Leute haben einen Talisman im Auto. Andere vertrauen ihrem Schutzengel.

So weit, so gut. Ein bisschen Aberglaube hilft ja manchmal. Aber nur ganz wenige behaupten, sie könnten auch mit Engeln reden. Und wahrscheinlich gibt es kaum Menschen auf der Welt, die eine “Engelschule” betreiben, in der man lernen soll, zu Wesen Kontakt aufzunehmen, die es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gibt. Diesen wenigen Menschen wird man in der Regel sehr verständnisvoll begegnen, sie bestärken und ihnen gut zureden.

Oh, eine Engelschule. Schön! Manche von ihnen dürften ein Leben unter Aufsicht führen.

Powerplay im norwegischen Staatsfernsehen

So ist es wohl auch bei Märtha Louise von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, Prinzessin von Norwegen. Sie darf und kann sich zwar frei bewegen, aber alles, was sie tut, geschieht im Licht der norwegischen Öffentlichkeit – sie ist schließlich eine Prinzessin, mit diesem Titel ist sie im Königreich anzusprechen. An die esoterischen Schrullen der ausgebildeten Physiotherapeutin hat sich das Volk mittlerweile gewöhnt.

weiterlesen

Senior American officials refer to Israeli PM as a ‘chickenshit’

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90) bearb.:BB

Prime Minister Benjamin Netanyahu, right, and President Barack Obama embrace at a ceremony welcoming the US leader at Ben Gurion Airport near Tel Aviv, on March 20, 2013 (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
bearb.:BB

As Israel’s relationship with its critical ally enters ‘full-blown crisis,’ The Atlantic reports, senior American officials refer to Israeli PM as a ‘chickenshit,’ hell-bent on career preservation.

The Times of Israel

American anger at the government of Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu is “red hot” and the relationship between Israel and the US is now in a “full-blown crisis,” The Atlantic reported Tuesday.

The piece, by Jeffrey Goldberg, observed the extraordinarily harsh tone now used in increasingly regular and open fashion by Obama administration officials in reference to Jerusalem leaders, chiefly among them Netanyahu. One senior administration official was quoted by the publication as calling the Israeli prime minister “a chickenshit,” referring to what he saw as the premier’s pandering to his political base for fear of electoral defeat, his refusal to make any diplomatic headway with the Palestinians and moderate Arab states, and his fear of initiating wars.

read more

Das linke Islam-Tabu

brennender_koran

Linke überlassen die Religionskritik zunehmend den Rechten – und stabilisieren ungewollt den strukturellen Rassismus

Von Christian BaronND

Linke tun sich schwer damit, den Islam zu kritisieren. Weil vor allem muslimische (Post-) Migranten in Deutschland einer massiven Diskriminierung ausgesetzt sind, entwickeln viele Linke die Neigung, jede Kritik am Islam mit noch schärferen Volten gegen den grassierenden »antimuslimischen Rassismus« zu kontern. So ist das Thema »Islam« aktuell eine Domäne der Nazis, der rechtspopulistischen Rattenfänger (Sarrazin, AfD), der reaktionären Ex-Feministinnen (Alice Schwarzer) und der neoliberalen Komiker (Dieter Nuhr). Deren »Kritik« am Islam hält den strukturellen Rassismus in Deutschland aktiv mit am Laufen.

Linke Religionskritik existiert derzeit nur in Nischendebatten, weil bislang kein Weg gefunden ist, zwischen den brüchigen Fronten der rassistischen Hassprediger und der notwendigen Kritik an machtversessenen Religionen wie dem Islam zu agieren. Warum sollte es sich widersprechen, diejenigen vor Unterdrückung zu schützen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und sich zugleich massiv gegen die in weiten Teilen dieser Welt brutal sich auswirkenden muslimischen Glaubenssätze zu wenden? In einigen Staaten des Nahen Ostens werden Homosexuelle geköpft, scheidungswillige Frauen gesteinigt und alle Nicht-Muslime als unwertes Leben betrachtet. Alles unter plausibler Berufung auf den Koran.

weiterlesen

Sieg Heil, Hitlerchat, Führerbärte: Die Nazi-Klasse von Landsberg

schwule_nazisDie Stadt Landsberg im Saalekreis hat rund 15.000 Einwohner. 29 von ihnen sorgen nun für einen Skandal. Sie begrüßen sich mit dem Hitlergruß, sie tauschen sich in einem WhatsApp-Chat über rechtes Gedankengut aus, sie sind eine Nazi-Klasse. Das passiert in der 9a des Landsberger Gymnasiums.

FOCUS ONLINE

Sie begrüßen sich morgens wie selbstverständlich mitten im Klassenraum mit dem Hitlergruß und schicken sich nachmittags per WhatsApp ausländerfeindliche Parolen zu: Das Treiben der Klasse 9a eines Landsberger Gymnasiums schockt momentan ganz Deutschland. Die Jungen und Mädchen im Alter von gerade einmal 15 Jahren haben offenbar Gefallen an rechten Parolen gefunden, wie die „Bild“ berichtet.