Archiv der Kategorie: Politik

Streisand Slams Israel’s Ultra Orthodox

Bild: getty

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Entertainer Barbra Streisand waded into one of Israel’s touchiest issues Monday on the first major stop of her tour of the country – Jewish religious practices that separate men and women.

By MAX J. ROSENTHALHUFF POST Religion

Speaking at the Hebrew University of Jerusalem on Monday, where she received an honorary doctorate, she took aim at cases of ultra-Orthodox Jews targeting women, even as she warmly praised the country.

“I realize it’s not easy to fully grasp the dynamics of what happens in a foreign land,” she said.

But “it’s distressing to read about women in Israel being forced to sit in the back of the bus or when we hear about `Women of the Wall’ having metal chairs thrown at them when they attempt to peacefully and legally pray.”

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CSU und SPD für ein “deutsches Google” – Blödsinn

Bild: picture alliance / dpa – Karl-Josef Hildenbrand

In der Debatte um die Überwachung des Internets durch Geheimdienste hat die Piraten-Politikerin Anke Domscheit-Berg Vorschläge aus CSU und SPD für ein “deutsches Google” zurückgewiesen. Das sei “kompletter Quatsch”. Das Internet sei ein globaler, virtueller Raum.

Moderation: Dieter KasselDeutschlandradio Kultur

Alles, was im Internet nationalstaatlich ausgerichtet werden solle, sei Unsinn. “Ich kann diese Vorschläge überhaupt nicht verstehen, davon abgesehen, dass man niemals Bürgerinnen und Bürger dazu kriegen wird, einen bestimmten deutschen Dienst zu benutzen”, sagte sie. Notwendig sei hingegen “viel mehr Aufklärung”.

So ergebe zum Beispiel das Nutzen aller Google-Dienste das Gesamtprofil einer Person. Sie würde deswegen raten, auf Suchmaschinen wie startpage.com auszuweichen, die die Bewegungen im Netz nicht speicherten, sagte Domscheit-Berg.

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«Verbote von religiösen Symbolen sind kontraproduktiv»

Andreas Kley ist Professor für Öffentliches Recht sowie für Staats- und Rechtsphilosophie an der Universität Zürich. (Bild: PD)

Religiöse Symbole provozieren Debatten und Gerichtsurteile. Staatsrechtler Andreas Kley plädiert im Interview für religiöse Toleranz.

Von Michael MeierBasler Zeitung

Nach der Kopftuch-Debatte von Heerbrugg wartet man auf den Bundesgerichtsentscheid im Fall von zwei albanischen Mädchen in Bürglen TG. Ihnen hatte die Schule das Kopftuch verboten. Wie wird das höchste Gericht entscheiden?
Ich glaube nicht, dass es ein Kopftuchverbot unterstützt. Das ginge in Richtung eines laizistischen Staates, der die Religion bekämpft. Das Kopftuch bedeutet ja keine funktionelle Störung des Schulunterrichts. So wenig ein chinesisches Mädchen den Unterricht stört, so wenig tut das ein Mädchen mit Kopftuch.

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#occupygezi: Die andere Seite der Medaille

Szenen der Gezi-Demonstrationen in Istanbul am Taksim Platz © Gregg Carlstrom @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Ein Ende der Proteste in der Türkei steht weiterhin in den Sternen. Um die paar Bäumchen im Gezi-Park geht es schon lange nicht mehr. Obwohl Ministerpräsident Erdoğan bewiesen hat, dass er mit der Lage nicht umgehen kann, gibt es aufseiten der Demonstranten zahlreiche Nutznießer, denen es um vieles geht, nur nicht um Demokratie.

Von Emran FerozMiGAZIN

Ein Ende der Proteste in der Türkei steht weiterhin in den Sternen. Um die paar Bäumchen im Gezi-Park geht es schon lange nicht mehr. Obwohl Ministerpräsident Erdoğan bewiesen hat, dass er mit der Lage nicht umgehen kann, gibt es aufseiten der Demonstranten zahlreiche Nutznießer, denen es um vieles geht, nur nicht um Demokratie.

Dass am Taksim-Platz und anderswo demonstriert wurde, war und ist berechtigt. Dass Medien, vor allem westliche, gerne mit Demonstranten in fernen Ländern, sympathisieren, hat sich spätestens seit dem sogenannten Arabischen Frühling gezeigt. Auf ähnliche Weise werden nun die jüngsten Ereignisse in Istanbul und anderen Städten romantisiert. Besonders auffallend ist hierbei ein weiteres Mal, wie sehr seitens der Medien ein schwarz-weiß Denken gefördert wird.

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Paläoklima: Das ganze Holozän

Eine Forschergruppe von den Harvard und Oregon State Universitäten hat in Science die erste globale Temperaturrekonstruktion für die vergangenen 11,000 Jahre publiziert – das ganze Holozän. Die Ergebnisse besprechen wir hier in Teil 3 unserer kleinen Paläoklima-Serie.

Von Stefan RahmstorfKlimaLounge

Abb. 1. Blaue Kurve: Globale Temperaturrekonstruktion aus Proxydaten von Marcott et al., Science 2013. Gezeigt ist die RegEM-Version – nennenswerte Unterschiede zwischen den Varianten mit verschiedenen Mittelungsmethoden gibt es allerdings ohnehin nur gegen Ende, wo die Zahl der Proxyreihen abnimmt, wo der Verlauf aber aus instrumentellen Messungen gut bekannt ist. Rote Kurve: Globale Temperatur aus Messdaten (HadCRU). Grafik: Klaus Bittermann.

Im ersten Teil haben wir die neue Klimarekonstruktion des PAGES 2k Projekts für die vergangenen 2000 Jahre diskutiert. Aber was kam davor? Reicht der langfristige Abkühlungstrend noch weiter in die Vergangenheit zurück?

Über die letzten Jahrzehnte haben zahlreiche Forscher in mühsamer Kleinarbeit viele Datenreihen z.B. aus Sedimentbohrungen in der Tiefsee gewonnen, analysiert, datiert, kalibriert usw. Nun haben Shaun Marcott und Kollegen erstmals 73 solcher Datenreihen aus aller Welt zu einer globalen Temperaturrekonstruktion für das Holozän zusammengefügt. Oder genau genommen zu vielen: sie haben rund zwanzig verschiedene Mittelungsmethoden ausprobiert und außerdem 1000 Monte-Carlo-Simulationen mit zufälligen Datierungsfehlern der einzelnen Datenreihen durchgeführt, um die Robustheit ihrer Ergebnisse zu belegen.

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Israels Oberrabbinat erklärt, dass das Saugen mit dem Mund bei der Beschneidung vorzuziehen ist

Die Kosher Nostra meldet über die Sprachrohre JEWISH TELEGRAPHIC AGENCY und HAARETZ, daß in Deutschland das Saugen des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund erwünscht ist.

Criticomblog

Die Praxis des Saugens des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund (Metzitzah B’peh) wird in Deutschland aufgrund einer Klage geprüft, die gegen einen Berliner Rabbi wegen angeblicher Körperverletzung während einer Beschneidung (Brit Mila) eingereicht wurde.

Israels Oberrabbinat hat sich in der Frage der Praxis eines in Deutschland umstrittenen Beschneidungsrituals eingeschaltet und erklärt, daß das Saugen des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund zu bevorzugen ist.

Die Praxis, bei der das Blut der Beschneidungswunde oral gesaugt wird, wird in Deutschland geprüft, da gegen einen Berliner Rabbi wegen angeblicher Körperverletzung während einer Beschneidung Klage eingereicht wurde.

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Verlorene Zuflucht

Reblogged from Der zweite Knall:

Religion ist ein allenfalls ziemlich ungeeigneter Ort um Zuflucht zu suchen, aber viele Leute scheinen dort Trost zu finden, und so viel wie ich auch gegen diese Fehlentwicklung zu sagen hätte, erkenne ich an, dass es eine lange Zeit in Anspruch nimmt, sich völlig aus dieser Welt zu lösen, wenn überhaupt.

Man muss sich vorstellen, wie verzweifelt müssen sich diejenigen fühlen, die Geborgenheit am Busen der Religion suchen, und dann, auf Grund ihres Geschlechts, diskriminiert werden.

und doch ist der Endzweck des Gebotes Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. (1. Timotheus 1:5)

domestic-violence-woman

So gut wie jede Religion die ich kenne, hat Frauen benachteiligt und tut es noch, einige mehr als andere. Alles auf der Grundlage der Auslegung von obskuren und archaischen religiösen Texten, aus einer Zeit, als Männer nicht viel mehr Wissen hatten, als Weinbergschnecken. Und wir sollten uns darüber klar sein, es sind Männer (in 99,9% der Fälle), die die Verursacher dieser Diskriminierung sind.

Es liegt mir fern zu behaupten, zu wissen, wie Frauen fühlen, die diskriminiert werden, sondern versuche nur den Ursachen auf den Grund zu gehen. Ich kann nur erahnen, wie mies es sich anfühlen muss.

Es ist schockierend und entmutigend, tagtäglich zu sehen, wie religiös inspirierte Männer auf der ganzen Welt, Frauen mit Verachtung behandeln, sogar so weit gehen, sie zu misshandeln, zu verstümmeln und zu töten, weil einige der Frauen unwesentliche Handlungen begangen haben, die als Nichteinhaltung einer religiösen Lehre angesehen werden.

Erst neulich war zu lesen, dass die Zahl der inhaftierten Frauen in Afghanistan in den letzten 18 Monaten um 50% angestiegen ist. Ihre “Straftaten”, die von Flucht vor gewalttätigen Ehemännern und Zwangsehen, bis hin zu Opfer von sexuellem Missbrauch zu sein reichen, gelten als “moralische Verbrechen.” Welche Art von kranker Mentalität verwandelt die Opfer von sexuellen Übergriffen in einen moralischen Verbrecher?

Ein vorgeschlagenes Gesetz zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (EVAW) wurde von religiös inspirierten Politikern, mit der Argumentation, dass einige Abschnitte unislamisch seien, blockiert. Das ist unbegreiflich und völlig frei von Verstand oder rationalem Denken. Afghanistan ist rückständig, aber diese Vorgänge geschehen auch in vielen anderen Ländern, die als fortschrittlich angesehen werden, auch zivilisiert, nach modernen Standards.

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PBC: Christliche Grundsätze in Gefahr?

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Sicherlich etwas enttäuschend war für den Kreisverband der “Partei Bibeltreuer Christen” (PBC) der Auftritt eines ihrer echten politischen Schwergewichte in der Stadthalle. Nicht etwa, weil er nichts zu sagen gehabt hätte, ganz im Gegenteil. Allerdings ließ der Besuch des Vortrags von Werner Münch doch zu wünschen übrig: Es kamen nur etwa 40 Besucher.

Von Hans-Jürgen KommertSchwarzwälder Bote

Der frühere CDU-Politiker Sachsen-Anhalt für die CDU zunächst Finanzminister und von 1991 bis 1993 sogar Ministerpräsident) zog sich 2005 aus der CDU zurück, weil er in der großen Partei “Profillosigkeit” erkannte und Angela Merkel vorwarf, ihr Hauptinteresse liege an der Festigung ihrer eigenen Macht.

“Hat Deutschland noch eine Politik nach christlichen Grundsätzen?” lautete die für viele provokante Frage des Abends. Münch traf zunächst die sehr triviale Feststellung, es gebe auf der Erde kein Paradies. Doch “der freiheitlich-säkulare Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht erfüllen kann”, stellte der Referent fest. In vielen Grundgesetzen weltweit stünden christliche Grundüberzeugungen als Grundlagen – doch wo sei die Bereitschaft, für diese Werte auch einzustehen? Forschung und Entwicklung schritten rasch voran – allein die gesellschaftlichen Werte folgten dieser Entwicklung nicht.

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Franz warnt vor Feindseligkeit gegen die Religion in Frankreich

Bild. tagesspiegel.de

Das Prinzip der Laizität eines Staates darf nach den Worten von Papst Franziskus nicht zur Feindseligkeit gegen die Religion führen.

kathweb

Bei einer Audienz für französische Parlamentarier warnte er am Samstag im Vatikan davor, die Religionen von den gesellschaftlichen Debatten auszuschließen. Zugleich nannte es der Papst erfreulich, dass die französische Gesellschaft christliche Werte wiederentdecke, die im Sinne des Gemeinwohls eine klare Sicht der Menschenwürde verkörperten.

Die Kirche in Frankreich wolle weiter zur Diskussion um das Menschen- und Gesellschaftsbild beitragen, sagte der Papst. “Dieser Beitrag bezieht sich nicht nur auf den menschlichen und sozialen Bereich, sondern auch auf den Bereich der Politik, der Wirtschaft und der Kultur”, hob er hervor.

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Ungarn: Gottloses Budapest

Bild: wikipedia

Die Säkularisierung schreitet auch in Ungarn immer weiter voran, trotz der klerusfreundlichen und frömmelnden Politik der Orbán-Regierung sowie dem Gottesbezug in der Verfassung.

PESTER LLOYD

Glauben lässt sich offenbar nicht mehr erzwingen. Allerdings gehen die aktuellen Zahlen auf den Stand der Volkszählung von Mitte 2011 zurück, der missionarische Eifer hat sich danach ja nochmals verstärkt.

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Schorlemmer: Die Garnisonskirche in Potsdam ist kein Friedenssymbol

Bild: wikipedia

Schon lange schwelt der Streit um den Wiederaufbau der Garnisonkirche – nun haben die Gegner prominente Unterstützung erhalten.

rbb-Nachrichten

Die Wiedererrichtung der 1968 als Kriegsruine abgerissenen evangelischen Militärkirche wäre “ein ganz falsches Signal an die Welt”, schreibt der evangelische Theologe und frühere DDR-Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer am Freitag in den “Potsdamer Neuesten Nachrichten”. Er hoffe deshalb auf ein Scheitern der Finanzierung.

Schorlemmer: Wiederaufbau ist nicht gerechtfertigt

Statt eine Militärkirche neu zu errichten, müsse die evangelische Kirche wieder hörbarer eine klare Position zu Waffenexporten, Militäreinsätzen im Ausland und anderen Fragen von Krieg und Frieden beziehen, fordert Schorlemmer. Die Garnisonkirche sei dafür nicht geeignet: “Diese Kirche war kein Friedenssymbol und kann durch aufwendigen Wiederaufbau keins werden.”

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Genitalverstümmelung an Mädchen: CDU-Politiker will Straf-Freiheit für Täter

Siegfried Kauder / Pressefoto

Seine Fraktion will unbedingt Bewährungsstrafen ermöglichen und sicherstellen, dass die Täter nicht abgeschoben werden. Auch sollen sie weiterhin mit Hilfe der ärztlichen Schweigepflicht vor Strafverfolgung geschützt werden…

TaskForce

Wenn es nach dem CDU-Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder geht, sollen Täter, die ihre Töchter in Deutschland einer Genitalverstümmelung unterwerfen, in Zukunft keine Gefängnisstrafe fürchten müssen: „Wir wollen nicht die Eltern ins Gefängnis bringen, sondern diejenigen, die eine weibliche Beschneidung vornehmen“, erklärte Kauder im April auf einer Pressekonferenz.

Dabei sind die Eltern i.d.R. die Hauptverantwortlichen dieses Verbrechens, weshalb für sie – wie für alle Anstifter einer Straftat – zu Recht das gleiche Strafmaß vorgesehen ist wie für jene, die die Tat letztlich verüben, nach geltendem Recht (§224, §225, §226 StGB) bis  zu 10 bzw. 15 Jahre Haft.

Aus welchem Grund der Politiker für Täter, die eine derart schwere vorsätzliche Tat gegen ihre Kinder anstiften, das Recht aushebeln und sie vor einer angemessenen Bestrafung schützen will, erklärte er trotz mehrfacher Nachfrage nicht.

Kauder’s Fraktion will dies nun politisch umsetzen, indem sie unbedingt Bewährungsstrafen für Verstümmelungstäter ermöglichen will: Gemeinsam mit der FDP ließ die CDU/CSU von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger einen Gesetzesentwurf auf den Weg bringen, der noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll (Drucksache 17/13707). Der Entwurf sieht vor, für den Tatbestand der weiblichen Genitalverstümmelung den §226a zu schaffen und mit einer Strafe „nicht unter einem Jahr“ zu bewähren.

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Schweiz: Kirchensteuer für Firmen soll abgeschafft werden

Bild: kath.ch

In der Schweiz könnte 2014 das absurde Konstrukt der Kirchensteuer für Firmen abgeschafft werden. Bei einer Abschaffung droht der Züricher Landeskirche ein Wegfall von 50 Millionen Franken. Jetzt droht man auch dem Bistum Chur mit Geldentzug

kath.net

Sagen die Schweizer 2014 Nein zur Kirchensteuer (!) für Firmen? Was die gesamte Weltkirche ohnedies für eine Absurdität hält, könnte bald auch in der Schweiz der Vergangenheit angehören. Wenig überfreut über den drohenden Millionenverlust ist u.a. die staatliche Zürcher Landeskirche. Jetzt droht man, dass man bei der Abschaffung dieser Steuer dem Bischof von Chur das Geld kürzen möchte. Vitus Huonder hatte schon mehrfach klar gemacht, dass er die Abschaffung der Kirchensteuer für Firmen befürworte. Besonders schmerzlich könnte der Wegfall für die Zürich werden. Dort macht die Kirchensteuern von Firmen mit 50 Millionen jährlich rund ein Viertel der Gesamteinkünfte aus. Nach Chur selbst werden übrigens nur 970 000 Franken für sechs Kantone überwiesen.

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SPD: „Die EU ist kein Christenclub“

dapd

Die Europäische Union will neuen Schwung in die stockenden Beitrittsverhandlungen mit der Türkei bringen. Doch die Bundesregierung drückt angesichts der Gewalt in Istanbul auf die Bremse. Die SPD reagiert mit harscher Kritik.

Von Dietmar NeuererHandelsblatt

Der Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe des Bundestages, Johannes Kahrs (SPD), hat vor dem Hintergrund der gewaltsamen Zusammenstöße zwischen der Polizei und Gegnern der islamisch-konservativen Regierung in der Türkei scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert. „Der faktische Abbruch der EU-Beitrittsgespräche vor einigen Jahren durch Angela Merkel und Nicolas Sarkozy hat dazu geführt, dass sich die Türkei anders orientiert hat“, sagte Kahrs Handelsblatt Online. Dadurch seien die deutschen Einflussmöglichkeiten im Rahmen eines laufenden Beitrittsprozesses erheblich geschwunden.

Dabei sei Deutschland immer der Anwalt der Türkei in Europa gewesen, Merkel habe das jedoch nach ihren Vorgängern Helmut Kohl und Gerhard Schröder beendet. „Die EU ist aber kein Christenclub sondern eine Wertegemeinschaft“, sagte Kahrs. „Diese Werte werden durch ein laufendes EU-Beitrittsverfahren gestärkt und können von der türkischen Regierung eingefordert werden.“

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Evangelische Theologen-Brüder Stegemann werfen Weltkirchenrat Antisemitismus vor

Die evangelischen Theologen Ekkehard und Wolfgang Stegemann werfen dem Weltkirchenrat Antisemitismus vor.

Deutschlandradio Kultur

Sie schreiben in einem Beitrag für die deutsche Wochenzeitung “Jüdische Allgemeine”, der Ökumenische Rat der Kirchen verurteile die Politik Israels und verschone gleichzeitig dessen Feinde von jeder Kritik. Hier wirke die alte christliche Judenfeindschaft in der Mobilisierung gegen Israel nach. Anlass für die Kritik ist die Abschlusserklärung einer vom ÖRK mitveranstalteten Tagung in Beirut im Mai. Darin werde der palästinensisch-israelische Konflikt als Ursache der Gewalt im Zuge des “arabischen Frühlings” genannt, schreiben die Zwillingsbrüder. Dies sei eine wahnhafte Wahrnehmung der Realität. Wolfgang und Ekkehard Stegemann kritisieren seit Jahrzehnten eine einseitige Darstellung Israels in der Gesellschaft.

Vatikan-Kenner zweifeln an Existenz von Schwulen-Lobby

Bild: AP

Bild: AP

Gibt es ein Netzwerk von Homosexuellen im Vatikan? Eine Aussage von Franziskus legt nahe, dass der Papst selbst von der Gruppe weiß. Kleruskenner sind skeptisch.

Von Annette LangerSpON

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Bei einer Privataudienz mit lateinamerikanischen Ordensleuten soll Papst Franziskus erstmals die Existenz eines homosexuellen Netzwerks im Vatikan bestätigt haben. Die katholische Webseite “Reflexión y Liberación” in Chile veröffentlichte eine heimlich weitergereichte Mitschrift der Unterhaltung vom 6. Juni.

Darin wird der Pontifex folgendermaßen zitiert: “Es ist die Rede von einer Gay-Lobby, und es ist wahr, sie ist da … wir müssen sehen, was wir tun können.”

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Ägypten: Mit haarsträubender Härte gegen Andersdenkende

Muslimbruderschaft in Ägypten

Muslimbruderschaft in Ägypten

Die Fälle, die wegen Blasphemie oder Verächtlichmachen der Religion vor Gericht gebracht werden, häufen sich. Die Opposition gibt dazu keinen Laut.

Die Revolten in der arabischen Welt haben ein großes Problem, war am Montag bei den Telepolis-Gespräch über “Richtig Wählen” zu hören: In Tunesien und Ägypten fanden zwar nach dem Sturz der autokratischen Regimes Wahlen statt, aber beide Länder schafften es nicht, eine Opposition zu installieren, die als relevanter Teil des politischen Systems agiert. Es gibt keine parlamentarische Gegenmacht zur Regierung, welche der Regierung genau auf die Finger schaut und deren Gegenstimme als institutionalisierte Kritik einen festen und wichtigen Platz in der öffentlichen Diskussion einnimmt. Deutlich zu spüren ist dies gegenwärtig in Ägypten am Beispiel der Häufung von Urteilen, die zur “moralischen Wende” passen, die das Großprojekt der islamistischen Regierung darstellt. Es gibt keine laute Kritik von Oppositionsparteien an der Häufung von Verurteilungen und Anklagen wegen Blasphemie.

Die Hoffnung auf atheistische Kräfte, die in arabischen Ländern derart im Aufwind wären, dass sie die Macht aus den Händen der Islamisten zurückholen, die für die Wahlgänge besser organisiert waren und die Revolution im Nachhinein gekapert haben, muss sich gedulden. Einstweilen herrscht ein von der Religion und deren Maßgaben bestimmter Herrschergeist. Das macht sich in Ägypten unter anderem an der Zunahme der Fälle bemerkbar, die wegen Beleidigung, Schmähung oder Verächtlichmachen der Religion vor Gericht kommen.

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R. Bonnke: Spinnerte “Wunderheilungen und ein Kreuzzug

Foto: Christus für alle Nationen

Die Süddeutsche Zeitung hat in ihrer Mittwochsausgabe in einer Reportage über eine Großveranstaltung des deutschen Missionars Reinhard Bonnke in Nairobi berichtet. Besonders die „Wunderheilungen“ vor Ort sieht das Blatt skeptisch.

pro Medienmagazin

Im Artikel wird geschildert, wie der 73-jährige Bonnke zu mehreren zehntausend Gläubigen predigt: „Diese Woche wird eine Welle der Erlösung über Nairobi fegen“, verkündet Bonnke. Zudem werde es reihenweise Heilungen geben, sogar „Krebsgeschwüre werden schwinden“. Dass Besucher der Gottesdienste nicht sofort gesund werden, zeigt das Zitat eines Mannes, der auch nach Bonnkes Ansprache noch im Rollstuhl sitzt: „Gott wird den richtigen Zeitpunkt finden“, ist er überzeugt, „mein Mut ist gestärkt“. Eine andere Besucherin gibt an, von einer HIV-Infektion geheilt worden zu sein.

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Abdel-Samad fordert rechtliche Schritte gegen religiöse Hetzer

Bild: wikipedia

Der deutsch-ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad fordert ein rechtliches Vorgehen gegen Islamisten, die seinen Tod fordern. Er sagte, dass bisher weder die ägyptische noch die deutsche Regierung juristische Schritte eingeleitet hätten

kath.net

Der deutsch-ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad fordert ein rechtliches Vorgehen gegen Islamisten, die seinen Tod fordern. In einem Interview der «Welt» (Mittwoch) zeigte er sich «bedrückt, dass weder die ägyptische noch die deutsche Regierung bis jetzt juristische Schritte gegen diese Hetzer eingeleitet haben». Der Autor weiter: «Hier endet für mich die Diplomatie!»

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Von Religionskritik zur Diffamierung

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Wann wird Religionskritik zum Instrument zur Ausgrenzung, Diffamierung oder gar Hetze gegenüber Angehörigen einer Religionsgemeinschaft?

Von Nilden VardarDasParlament

Sowohl das Recht auf freie Meinungsäußerung, die der Religionskritik zugrunde liegt, als auch die Religionsfreiheit und der Schutz vor Ausgrenzung und Diffamierung von Religionsgemeinschaften begründen sich in der unveräußerlichen Würde des Menschen, die sich aus unterschiedlichen normativen Quellen speist und im Grundgesetz festgeschrieben ist. Es geht hierbei um den Schutz der Religionsgemeinschaft als ein Kollektiv von Individuen und nicht den Schutz der Religion als abstraktes Konzept. Ob und inwiefern diese beiden zumindest diskursiv voneinander abgrenzbar sind, ist eine weitere Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt. Allein die damit verbundene Begriffsdiskussion unter Berücksichtigung der Bedingungen einer sich zunehmend ausdifferenzierenden „postmodernen“ Gesellschaft würde weit mehr Raum erfordern. Daher ist Ausgangspunkt folgender Überlegungen das Spannungsverhältnis zwischen konstruktiver Religionskritik und Schutz vor Diffamierung. Konstruktiv meint in dem Zusammenhang eine Form der Kritik, die durch die Hinterfragung religiöser Lehren, Praxen und Institutionen zum Abbau von Diskriminierungsmechanismen beiträgt. Offenbart hat sich dieses Spannungsverhältnis in jüngerer Zeit unter anderem im Zusammenhang mit der „Islam-Debatte“.

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