Archiv der Kategorie: Politik

Jeder dritte US-Amerikaner beim FBI aktenkundig

usaTaktik der Polizei und Null-Toleranz-Politik haben in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt.

Von Rainer SommerTELEPOLIS

Wie das Wall Steet Journal berichtet (auch hier zu lesen) liegt mittlerweile beim FBI über annähernd jeden dritten US-Amerikaner eine Akte auf.

Over the past 20 years, prompted by changing police tactics and a zero-tolerance attitude toward small crimes, authorities have made more than a quarter of a billion arrests, the Federal Bureau of Investigation estimates. Nearly one out of every three American adults are on file in the FBI’s master criminal database.” (WSJ)

Verantwortlich sei die geänderte Taktik der Polizei und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber geringfügigen Vergehen, die laut FBI in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt habe. So würden Aktionen, die vor 20 Jahren allenfalls mit Nachsitzen bestraft worden wären – wie zu viel Make-up oder eine freche Antwort an die Lehrer – heute zusehends im Polizeigewahrsam enden. 2012 wurden rund 260.000 Schüler der Polizei übergeben.

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Racial Profiling: “Ihr seid hier nicht in Afrika”

March to end racial profiling © longislandwins @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Vor zwei Jahren wurde Derege Wevelsiep Opfer von Polizeigewalt. Eigentlich eine klare Sache. Dass es zu einem Prozess kommt, grenzt dennoch fast an ein Wunder. Der Fall wirft einmal mehr die Frage auf, inwiefern struktureller Rassismus in der Polizeiarbeit eine Rolle spielt.

Von Philipp WehnerMiGAZIN

Derege Wevelsieps Geschichte hat für viel Aufsehen gesorgt. Mehrere Tausend Menschen gingen im November 2012 in Frankfurt auf die Straßen, um gegen Polizeigewalt im Allgemeinen und die Gewalt gegen Wevelsiep im Speziellen zu demonstrieren. Erst fünf Monate später ist sich die Staatsanwaltschaft überhaupt sicher, dass Wevelsiep am Abend des 17.10.2012 Unrecht geschehen ist.

Nach zwei langen Jahren wird sein Fall nun am 30. Oktober und 6. November 2014 vor Gericht verhandelt. Einer der vier beschuldigten Polizisten muss sich wegen Körperverletzung und Beleidigung im Amt verantworten. Die Anzeige gegen die übrigen drei aufgrund von Hausfriedensbruch, Nötigung und Freiheitsberaubung wurde fallengelassen, weil die Staatsanwaltschaft keinen Tatverdacht sah.

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An der Sexualität retardieren die Bibel-Frommen

Handschellen mit Plüschfütterung Foto: Joe Wolf, flickr | CC-BY-SA 1.0

Ein Schulbuch für Sexualerziehung vermischt bei manchen Aufgaben religiöse Gegenstände wie Bibel und Kruzifix mit Dildos und Handschellen. Dieser Mix von Religion und Sex ist ein bewusster Teil der „Gender-Ideologie“, erklärt ein Experte.

pro Medienmagazin

Eheringe, Handschellen, Vibrator, Lederpeitschen, Herren-Tanga, Kopftuch, Kreuz und Bibel, Teddybär und weiteres Sexspielzeug. Aus diesen Gegenständen sollen Jugendliche um das 14. Lebensjahr Dinge auswählen, die für sie unbedingt zur Sexualität dazugehören. Auf die Frage, was nach dem Ende einer Beziehung gegen den Trennungsschmerz helfen könne, sollen die Jugendlichen unter anderem zwischen Schokolade, einem Gebetskreuz und einem Dildo wählen.

„Die Kombination aus religiösen Utensilien und Sexspielzeug entspringt dem Denkmuster des Gender Mainstreaming“, erklärt dazu der Jugendforscher Martin Voigt am Donnerstag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er zitiert aus einem Buch der Journalistin Dale O’Leary, die 1995 auf der UNO-Weltfrauenkonferenz beobachtete, wie das Konzept des Gender Mainstreaming verabschiedet wurde.

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Merkel: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDeutschland sollte die Chancen der Zuwanderung nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel stärker nutzen. Das Land habe die Möglichkeit, „ein tolles Integrationsland“ zu sein, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz ihrer Partei zum Thema Zuwanderung. Migration müsse als Chance verstanden werden.

WESTFALENPOST

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den rund vier Millionen Muslimen in Deutschland den Rücken gestärkt und für mehr Offenheit gegenüber Zuwanderern geworben: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“, so wie es der frühere Bundespräsident Christian Wulff gesagt habe, erklärte Merkel in Berlin. „Ein Angriff auf eine Moschee ist ein Angriff auf unsere Grundwerte.“

Die Kanzlerin nannte es ein wichtiges Signal, dass sich die muslimischen Verbände in Deutschland in einem Aufruf gegen Hass und Gewalt gestellt hätten. Erst vor sechs Tagen hatte ein Islamist aus NRW per Video der Kanzlerin gedroht. Dass eine Religion missbraucht werde, gebe es überall, sagte Merkel.

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So erbittert streitet Baden-Württemberg über Lehrplan zur sexuellen Vielfalt

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410Seit Monaten erregen Pläne der grün-roten Landesregierung die Gemüter, in Baden-Württemberg sexuelle Vielfalt auf den Lehrplan zu schreiben. Der Vorsitzende des dortigen Philologenverbands warnte vor einer “Pornografisierung” des Unterrichts. Der zuständige Bildungsminister wehrt sich.

Nach seiner Kritik an einer angeblichen Pornografisierung des Schulunterrichts gerät der Landeschef des Philologenverbandes, Bernd Saur, unter Druck. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) warf Saur am Dienstag in einem offenen Brief unverantwortlichen und unfairen Umgang mit dem Thema Akzeptanz sexueller Vielfalt vor. “Mit ihrem Kommentar tragen Sie wesentlich zu einer Verschärfung des öffentlichen Diskurses bei”, schreibt Stoch, der auch oberster Dienstherr des Ulmer Gymnasiallehrers ist.

Minister gibt sich empört

Saur hatte im “Focus” unter der Überschrift “Schamlos im Klassenzimmer” davor gewarnt, Kinder “nicht vertretbaren Übergriffen durch entfesselte, öffentlich komplett enttabuisierte Sexualpädagogen” auszusetzen. Stoch schrieb, er sei empört über Art und Weise der Kritik.

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BKA meldet weiteren Fall von Kinderpornografie im eigenen Haus

Foto: dpa/Fredrik Von Erichsen

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach eigenen Angaben einen weiteren Fall von Kinderpornografie in seinen Reihen.

evangelisch.de

Die Staatsanwaltschaft Bonn habe gegen einen BKA-Mitarbeiter “ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes von kinderpornografischem Material” geführt, teilte die Behörde in Wiesbaden am Mittwoch mit. Dieser Fall stehe aber nicht im Zusammenhang mit der Kinderpornografie-Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy. Im Zuge der Affäre war bekanntgeworden, dass neben Edathy auch ein BKA-Beamter auf der Kundenliste eines kanadischen Kinderporno-Rings stand.

In dem neuen Fall habe das BKA “nach Bekanntwerden umgehend alle möglichen dienstrechtlichen Maßnahmen ergriffen”, hieß es. Weitere Verfahrensschritte würden derzeit geprüft. In welchem Bereich der Mitarbeiter beschäftigt war und mit welchem Ergebnis das Ermittlungsverfahren beendet wurde, blieb offen. Die Staatsanwaltschaft Bonn war zunächst nicht zu erreichen.

Norwegen: Kirche sucht ein neues Image

Norwegens größte Stabkirche in Heddal. (dpa/picture alliance/Klaus Nowottnick)

Seit 1536 war die evangelisch-lutherische Konfession Staatsreligion in Norwegen. Durch eine Verfassungsänderung im Jahr 2012 wurde die Staatskirche aufgehoben und die Kirchenaufsicht fiel weg. In ihrem Ablösungsprozess vom Staat will die Kirche nun auch ihren Ruf als Moralbehörde loswerden.

Von Ingrid NorbuDeutschlandfunk

Ralf Rückert, Pfarrer aus dem Hessen, hat es wie viele deutsche Geistliche nach Norwegen verschlagen. Seit einigen Jahren beobachtet er dort den Trennungsprozess von Staat und Kirche.

“Im Grunde war es so, dass kirchlicherseits viele die Staatskirche abwickeln wollten. Sicherlich passt es in die norwegische Doktrin einer Gleichbehandlung aller Menschen hinein und es gibt in Norwegen auch Menschen, die der Kirche gegenüber eher nicht nur reserviert, sondern sogar feindlich eingestellt sind, die vielleicht sagen, es ist höchste Zeit, dass die Staatskirche keine Staatskirche mehr ist, aber das Interesse lag eigentlich sehr stark bei der Kirche selbst, die sich vom Staat emanzipieren wollte, während die Politiker da Bedenken hatten, weil sie fürchteten, mit der Aufsicht über die Kirche dann eventuell Teile der Kirche in ein sektiererisches Sondereigenleben hinein zu verlieren. Und die Kirche musste zunächst nachweisen, dass sie bereit ist, die Institution auf einer ganz basisdemokratischen Grundlage zu bilden, bevor der Staat bereit gewesen ist, die Kirche in die Selbstständigkeit zu entlassen.”

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US-Erzbischof Chaput: Gesamt der Synodenbotschaften ‘konfus’

Charles Chaput, Bild:Zimbio.com

Charles Chaput, Bild:Zimbio.com

Prominentester Kapuziner Amerikas übt scharfe Kritik an Debatten der Bischofssynode: Aus dem Gesamt der Berichte über die Synode trete “eine konfuse Botschaft” hervor, “und ich denke, Verwirrung ist etwas, was vom Teufel kommt”.

kath.net

Der Erzbischof von Philadelphia, Erzbischof Charles Chaput, hat scharfe Kritik an den Debatten der vatikanischen Bischofssynode geübt. Chaput ist Gastgeber von Papst Franziskus im September 2015 beim katholischen Weltfamilientreffen in der pennsylvanischen Metropole. Chaput, ein Kapuziner, hatte nicht an der Synode teilgenommen. Er ist ein prononcierter Kritiker der US-Gesundheitsreform und der Legalisierung der “Homo-Ehe”.

Bei einer von der US-Zeitschrift “First Things” veranstalteten Vorlesung in New York sagte der Erzbischof laut “Washington Post” (Mittwoch), er sei “sehr beunruhigt” von den vatikanischen Diskussionen über die Lehren der Kirche zu Homosexualität und wiederverheirateten Geschiedenen. Aus dem Gesamt der Berichte über die Synode trete “eine konfuse Botschaft” hervor. “Und ich denke, Verwirrung ist etwas, was vom Teufel kommt”, so Chaput.

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Sterbehilfe: Und wenn du schön stirbst, so stirbst du doch

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Der Freitod des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter hat die Debatte um selbstbestimmtes Sterben neu entfacht. Doch wie stehen Mediziner und Theologen zu dem heiklen Thema? Ein aktueller Überblick.

Von Matthias KamannDIE WELT

Kommt ein Mann zum Arzt: “Herr Doktor, auch die zweite Chemotherapie hat meinen Krebs nicht besiegt, was soll ich tun?” – “Nun”, sagt der Arzt, “es gibt zwei Möglichkeiten.” Ab hier jedoch funktioniert das Witzemuster nicht mehr. Denn zur Wahl stehen das Hospiz und der Eintritt in einen Sterbehilfeverein. In beiden Fällen ist die Schlusspointe zum Heulen: Der Mann stirbt.

Ans Witzeerzählen zu denken liegt aber nahe in der Debatte über ein Verbot oder eine Regulierung der bislang erlaubten Beihilfe zum frei verantwortlichen Suizid. Denn dieser Streit wird zumal in Talkshows anekdotisch geführt. Ständig gibt es Einzelfallgeschichten von Leuten, die zum Arzt kommen und dann auswählen müssen. Zudem enden fast alle jener Geschichten mit einem Lächeln. Erfreut erzählen Sterbehilfegegner, wie beseligt Hospizpatienten versterben. Genauso zufrieden, so berichten Sterbehelfer, scheiden ihre Klienten aus dem Leben.

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Theologe wirft der EKD ‘christlichen Totalitarismus’ vor

ekd_reformation_magazin300Ziegert im Pfarrerblatt: Der kirchliche Apparat wächst – Bei Gemeinden wird gespart.

kath.net

Scharfe Kritik an Politisierung und Zentralismus in der EKD übt der Theologe Karl Richard Ziegert (Ludwigshafen) im Deutschen Pfarrerblatt (Schifferstadt). Innerhalb der EKD habe sich ein „neuer christlicher Totalitarismus etabliert, der Politik und Theologie, Religion und Gesellschaftserneuerung in einem sein will“, schreibt der frühere Beauftragte für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz. Laut Ziegert propagiert die EKD „ethisch als besonders hochstehend präsentierte politische Positionen, um die Gesellschaft zu perfektionieren“. Sie fordere zum Beispiel nun auch, dem traditionellen Verständnis von Familie die völlige Offenheit der „sexuellen Orientierung“ überzuordnen. Mit ihren „radikalen Gender-Statements“ bezahle die EKD den Preis, den die „politische Klasse“ als eine Gegenleistung für die Rolle der Kirche als politischer Mitspieler einfordere.

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Fox News host to atheists: Accept the ‘culture’ of Jesus in schools when you come to the South

Fox News host Ainsley Earhardt (screen grab)

Fox News host Ainsley Earhardt on Wednesday lashed out at atheists who had asked that Christian plaques be removed from public schools in Texas, saying that they “need to understand the culture” in the South.

By David EdwardsRaw Story

Earlier this year, the Midlothian Independent School District covered Christian plaques at two schools after the Freedom from Religion Foundation (FFRF) threatened to sue. But parents and students protested, and the Midlothian ISD board voted to uncover the plaques.

The FFRF has said that it was considering moving forward with a lawsuit, but the board declined to take up the matter at Monday night’s meeting.

Tiffany Davlin, who organized protests to keep the plaques, told Fox News in a Wednesday interview that the schools should have to keep the plaque because a majority of the parents were Christians and approved of them.

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Margot Käßmann: „Toleranz heißt, Differenzen auszuhalten“

Margot-KässmannWie toleranzfähig können Religionen sein? Warum gibt es Gewalt im Namen von Religionen? Was tun gegen Fundamentalismus? Über diese und weitere komplexe Fragen diskutierten am Dienstagabend mit der evangelischen Theologin Margot Käßmann, dem Ägyptologen Jan Assmann und dem Gesprächsleiter Reinhold Mokrosch gleich drei Professoren von Rang und Namen. Kein Wunder, dass kein einziger Stuhl in der Osnabrückhalle frei blieb.

Von Melanie Heike SchmidtOsnabrücker Zeitung

Die Gründe, warum sich gut 700 interessierte Gäste zum Osnabrücker Friedensgespräch „Die Toleranzfähigkeit der Religionen“ am Dienstagabend durch den nasskalten Wind in die Osnabrückhalle direkt neben dem Schloss gekämpft haben, waren vermutlich mindestens so vielgestaltig wie die Diskussion selbst. Zum einen zogen die hochkarätigen Gäste: „Einmal Margot Käßmann live sehen, das wünsche ich mir schon lange“, gab eine ältere Dame mit Blick auf den vollen Büchertisch mit Werken der bundesweit berühmten evangelischen Theologin und ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden unumwunden zu. Ähnlich gespannt waren viele auf den zweiten Gast, der Ägyptologe Professor Jan Assmann von der Universität Heidelberg/Konstanz. Der Religions- und Kulturwissenschaftler hatte mit seinen Thesen zu monotheistischen Religionen und deren Gewaltpotenzial schon zuvor für Aufsehen gesorgt.

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Jagdverbot NRW: Katzen in den Kochtopf!

alf_katzenWer Katzen schießt, schützt die Natur – und tut was gegen die Massentierhaltung. Das können sich auch populistische Umweltminister mal merken.

Von Heiko Werningtaz.de

Mit der Tierliebe ist es schon eine seltsame Sache. Während Millionen Katzen sorgsamst umhätschelt werden, findet die Mehrheit ihrer Halter nichts dabei, im Supermarkt Schnitzel, Chickenwings oder Whiskas zu kaufen.

Und während Tierschützer mit absurdem Aufwand für das Wohl jedes geriatrisch auffälligen Dackels kämpfen oder mit Millionenbeträgen einzelne Tiere aus Kriegsgebieten heraushauen, kämpfen sie hierzulande dafür, dass Katzen auch weiterhin unbeschwert im Freien herumtollen und dabei eine ansehnliche Blutspur hinter sich herziehen dürfen.

Tatsächlich sind Katzen ein relevantes Problem im Naturschutz, ganze Tierarten haben die Eben-nicht-Stubentiger auf dem Gewissen. Aber sie verrichten ihr unheilvolles Tun keineswegs nur auf abgelegenen Inseln, sondern auch vor unserer Haustür. Neueren Studien zufolge fallen ihnen jährlich allein in den USA 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden Säugetiere zum Opfer, die Zahl der getöteten Reptilien und Amphibien ist vermutlich noch um einiges höher.

 

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Berliner Polizist soll Abschiebehäftling getreten haben

Ausweiskontrolle, Bild: youtube

Ausweiskontrolle, Bild: youtube

In Berlin ermittelt das Landeskriminalamt gegen einen Polizisten, der einen Abschiebehäftling getreten haben soll.

evangelisch.de

Gegen den Polizeibediensteten im Abschiebegewahrsam von Berlin-Köpenick sei “ein Verfahren wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet” worden, sagte ein Polizeisprecher der in Bielefeld erscheinenden “Neuen Westfälischen” (Mittwochsausgabe). Der Vorfall in der Anstalt habe sich bereits am 15. September ereignet.

Das mutmaßliche Opfer habe ein Beschwerdeschreiben verfasst, sagte der Polizeisprecher dem Blatt. Das Schreiben sei über die Beschwerdestelle zum Landeskriminalamt geschickt worden, das nun die Ermittlungen führe. Das Abschiebehäftling sei bereits in sein Heimatland abgeschoben worden.

Verwaltungsgericht Berlin: Senat muss jüdischer Gemeinde mehr Geld geben

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Der Streit um Zuschüsse zwischen dem Berliner Senat und der jüdischen Gemeinde Berlin dauerte über ein Jahr. Jetzt hat das Verwaltungsgericht ein Urteil gefällt: Die Gemeinde bekommt mehr Geld. Während man in der jüdischen Gemeinde von einem Erfolg spricht, will der Senat das Urteil sorgfältig prüfen.

MiGAZIN

Der Berliner Senat muss die Jüdische Gemeinde in der Bundeshauptstadt finanziell stärker unterstützen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin am Montag entschieden. Demnach bekommt die Gemeinde für die Jahre 2013 und 2014 rund 6,5 Millionen statt der bisher 5,7 Millionen Euro an jährlichen Staatsleistungen. In den kommenden Jahren soll es wegen Tarifanpassungen weitere Steigerungen geben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten kündigten an, den Richterspruch zu prüfen.

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Bremen will Bestattungsrecht lockern

Themenbild. SRF

Die Bremische Bürgerschaft will am heutigen Mittwoch über ein Gesetz beschließen, nach dem in Bremen erstmals in Deutschland die Asche Verstorbener auch auf privaten Grundstücken verstreut werden darf.

evangelisch.de

Wird der Entwurf angenommen, würde das kleinste Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Lockerung des Friedhofszwanges und des Bestattungsrechts in Deutschland übernehmen.

Allerdings muss der ausdrückliche Wille des Verstorbenen schriftlich und beglaubigt festgehalten sein. Außerdem soll eine Person zur “Totenfürsorge” benannt werden, die darüber wacht, ob die wunschgemäße Bestattung auch tatsächlich eingehalten wird.

„Bildungsplan-Gegner spielen mit Ängsten“

Die Demo gegen „sexuelle Vielfalt” im Schulunterricht war am Sonntag gut besucht Foto: Sobel Karolina / Facebook-Seite „Demo für alle”

Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat den Gegnern des Bildungsplans Angstmacherei vorgeworfen. Am Wochenende hatten tausende Aktivisten in Stuttgart gegen den Plan demonstriert. Auch der Philologenverband fand deutliche Worte.

pro Medienmagazin

Das Ministerium bezeichete die Behauptungen auf der „Demo für alle“ am Sonntag als „falsch und absichtlich irreführend“. Parolen einer „Sexualisierung der Schule“ oder der „Zerstörung der Familie“ durch den Bildungsplan gingen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. „Die Initiatoren spielen bewusst mit den Ängsten von Eltern, um ihrer Ideologie zu entsprechen und ihre Anhänger anzuheizen“, erklärte ein Sprecher. Der Wert von Ehe und Familie sei einer der Grundpfeiler des Bildungsplans. Kritiker sollten sich im Internet informieren, wo die Erarbeitung der Pläne durch Pädagogen nachvollziehbar sei.

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Pfarrer von Bagdad: „Schlimmer als unter Saddam“

Für Andrew White ist der zu frühe Truppenabzug der USA für die Tragödie der Christen im Irak mitverantwortlich Foto: Mirjam Holmer

Der britische Pfarrer Andrew White hat die Lage der Christen im Irak als „millionenmal schlimmer als unter Saddam Hussein“ bezeichnet. Die Amerikaner hätten das Land zu früh verlassen.

pro Medienmagazin

Der als „Pfarrer von Bagdad“ bekannt gewordene anglikanische Geistliche erklärte auf einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Washington, was derzeit im Irak passiere, könne die „schlimmste Christenverfolgung in der Geschichte“ sein. „Der Grund, warum wir diese Tragödie erleben ist, dass ihr gekommen und dann zu früh gegangen seid“, sagte er mit Blick auf die USA. „Wir waren noch nicht bereit für euren Abzug“, erklärte White und ermutigte die Zuhörer, für Politiker zu stimmen, die gegen den Truppenabzug gewesen seien.

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World’s Oceans Set Another All-Time Heat Record

Source: NOAA’s National Climatic Data Center

For the third month this year, the world’s oceans set a record for the warmest they have ever been since at least 1880, the National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) reported on Monday.

The Daily Catch

September had the highest global average sea surface temperatures of any month on record since instrument record-keeping began, with a global average temperature of 61.1 degrees Fahrenheit. This was warm enough to set another milestone that had already been set two previous times this year; the average global sea surface temperature was so warm in September that it broke the all-time record for the highest departure from average for any month since 1880, at 1.19 degrees Fahrenheit above average.

This broke the previous record of 1.17 degrees Fahrenheit warmer than average set just one month ago, in August, and the previous record before that: 1.15 degrees Fahrenheit above average, set in June.

These records are equivalent to a political candidate winning election but also setting a record for the largest margin of victory ever.

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“Linke”-Chef Riexinger: Kirche an ihrem Verhalten messen

Bernd Riexinger, Bild:FB

Bernd Riexinger, Bild:FB

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat die Kirchen zu mehr Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit aufgerufen.

evangelisch.de

“Ich würde erwarten, dass engagierte Kirchenleute Partei ergreifen für die Schwächeren in der Gesellschaft. Über Theologie kann man trefflich streiten, aber das Verhalten in der Gesellschaft wäre für mich ein wesentlicher Maßstab für die Beurteilung der Kirchen”, sagte der Politiker am Montagabend in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Widerspruch erntete der “Linke”-Chef vom württembergischen evangelische Landesbischof Frank Otfried July.

July verwies auf zahlreiche diakonische Projekte und mahnte den Parteichef: “Ich würde mir wünschen, dass Sie die Kirchen nicht nur selektiv wahrnehmen.” Auf Riexingers Forderung nach einer strikten Trennung von Staat und Kirche und einer Abschaffung der Kirchensteuer antwortete der Landesbischof, der Parteivorsitzende sei “etwas ideologieverhaftet”: Schließlich gehörten in Baden-Württemberg rund 80 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an. Zudem leisteten die Kirchen entscheidende Beiträge für das Zusammenleben der Gesellschaft.

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