Archiv der Kategorie: Politik

Theologe wirft der EKD ‘christlichen Totalitarismus’ vor

ekd_reformation_magazin300Ziegert im Pfarrerblatt: Der kirchliche Apparat wächst – Bei Gemeinden wird gespart.

kath.net

Scharfe Kritik an Politisierung und Zentralismus in der EKD übt der Theologe Karl Richard Ziegert (Ludwigshafen) im Deutschen Pfarrerblatt (Schifferstadt). Innerhalb der EKD habe sich ein „neuer christlicher Totalitarismus etabliert, der Politik und Theologie, Religion und Gesellschaftserneuerung in einem sein will“, schreibt der frühere Beauftragte für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz. Laut Ziegert propagiert die EKD „ethisch als besonders hochstehend präsentierte politische Positionen, um die Gesellschaft zu perfektionieren“. Sie fordere zum Beispiel nun auch, dem traditionellen Verständnis von Familie die völlige Offenheit der „sexuellen Orientierung“ überzuordnen. Mit ihren „radikalen Gender-Statements“ bezahle die EKD den Preis, den die „politische Klasse“ als eine Gegenleistung für die Rolle der Kirche als politischer Mitspieler einfordere.

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Fox News host to atheists: Accept the ‘culture’ of Jesus in schools when you come to the South

Fox News host Ainsley Earhardt (screen grab)

Fox News host Ainsley Earhardt on Wednesday lashed out at atheists who had asked that Christian plaques be removed from public schools in Texas, saying that they “need to understand the culture” in the South.

By David EdwardsRaw Story

Earlier this year, the Midlothian Independent School District covered Christian plaques at two schools after the Freedom from Religion Foundation (FFRF) threatened to sue. But parents and students protested, and the Midlothian ISD board voted to uncover the plaques.

The FFRF has said that it was considering moving forward with a lawsuit, but the board declined to take up the matter at Monday night’s meeting.

Tiffany Davlin, who organized protests to keep the plaques, told Fox News in a Wednesday interview that the schools should have to keep the plaque because a majority of the parents were Christians and approved of them.

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Margot Käßmann: „Toleranz heißt, Differenzen auszuhalten“

Margot-KässmannWie toleranzfähig können Religionen sein? Warum gibt es Gewalt im Namen von Religionen? Was tun gegen Fundamentalismus? Über diese und weitere komplexe Fragen diskutierten am Dienstagabend mit der evangelischen Theologin Margot Käßmann, dem Ägyptologen Jan Assmann und dem Gesprächsleiter Reinhold Mokrosch gleich drei Professoren von Rang und Namen. Kein Wunder, dass kein einziger Stuhl in der Osnabrückhalle frei blieb.

Von Melanie Heike SchmidtOsnabrücker Zeitung

Die Gründe, warum sich gut 700 interessierte Gäste zum Osnabrücker Friedensgespräch „Die Toleranzfähigkeit der Religionen“ am Dienstagabend durch den nasskalten Wind in die Osnabrückhalle direkt neben dem Schloss gekämpft haben, waren vermutlich mindestens so vielgestaltig wie die Diskussion selbst. Zum einen zogen die hochkarätigen Gäste: „Einmal Margot Käßmann live sehen, das wünsche ich mir schon lange“, gab eine ältere Dame mit Blick auf den vollen Büchertisch mit Werken der bundesweit berühmten evangelischen Theologin und ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden unumwunden zu. Ähnlich gespannt waren viele auf den zweiten Gast, der Ägyptologe Professor Jan Assmann von der Universität Heidelberg/Konstanz. Der Religions- und Kulturwissenschaftler hatte mit seinen Thesen zu monotheistischen Religionen und deren Gewaltpotenzial schon zuvor für Aufsehen gesorgt.

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Jagdverbot NRW: Katzen in den Kochtopf!

alf_katzenWer Katzen schießt, schützt die Natur – und tut was gegen die Massentierhaltung. Das können sich auch populistische Umweltminister mal merken.

Von Heiko Werningtaz.de

Mit der Tierliebe ist es schon eine seltsame Sache. Während Millionen Katzen sorgsamst umhätschelt werden, findet die Mehrheit ihrer Halter nichts dabei, im Supermarkt Schnitzel, Chickenwings oder Whiskas zu kaufen.

Und während Tierschützer mit absurdem Aufwand für das Wohl jedes geriatrisch auffälligen Dackels kämpfen oder mit Millionenbeträgen einzelne Tiere aus Kriegsgebieten heraushauen, kämpfen sie hierzulande dafür, dass Katzen auch weiterhin unbeschwert im Freien herumtollen und dabei eine ansehnliche Blutspur hinter sich herziehen dürfen.

Tatsächlich sind Katzen ein relevantes Problem im Naturschutz, ganze Tierarten haben die Eben-nicht-Stubentiger auf dem Gewissen. Aber sie verrichten ihr unheilvolles Tun keineswegs nur auf abgelegenen Inseln, sondern auch vor unserer Haustür. Neueren Studien zufolge fallen ihnen jährlich allein in den USA 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden Säugetiere zum Opfer, die Zahl der getöteten Reptilien und Amphibien ist vermutlich noch um einiges höher.

 

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Berliner Polizist soll Abschiebehäftling getreten haben

Ausweiskontrolle, Bild: youtube

Ausweiskontrolle, Bild: youtube

In Berlin ermittelt das Landeskriminalamt gegen einen Polizisten, der einen Abschiebehäftling getreten haben soll.

evangelisch.de

Gegen den Polizeibediensteten im Abschiebegewahrsam von Berlin-Köpenick sei “ein Verfahren wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet” worden, sagte ein Polizeisprecher der in Bielefeld erscheinenden “Neuen Westfälischen” (Mittwochsausgabe). Der Vorfall in der Anstalt habe sich bereits am 15. September ereignet.

Das mutmaßliche Opfer habe ein Beschwerdeschreiben verfasst, sagte der Polizeisprecher dem Blatt. Das Schreiben sei über die Beschwerdestelle zum Landeskriminalamt geschickt worden, das nun die Ermittlungen führe. Das Abschiebehäftling sei bereits in sein Heimatland abgeschoben worden.

Verwaltungsgericht Berlin: Senat muss jüdischer Gemeinde mehr Geld geben

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Der Streit um Zuschüsse zwischen dem Berliner Senat und der jüdischen Gemeinde Berlin dauerte über ein Jahr. Jetzt hat das Verwaltungsgericht ein Urteil gefällt: Die Gemeinde bekommt mehr Geld. Während man in der jüdischen Gemeinde von einem Erfolg spricht, will der Senat das Urteil sorgfältig prüfen.

MiGAZIN

Der Berliner Senat muss die Jüdische Gemeinde in der Bundeshauptstadt finanziell stärker unterstützen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin am Montag entschieden. Demnach bekommt die Gemeinde für die Jahre 2013 und 2014 rund 6,5 Millionen statt der bisher 5,7 Millionen Euro an jährlichen Staatsleistungen. In den kommenden Jahren soll es wegen Tarifanpassungen weitere Steigerungen geben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten kündigten an, den Richterspruch zu prüfen.

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Bremen will Bestattungsrecht lockern

Themenbild. SRF

Die Bremische Bürgerschaft will am heutigen Mittwoch über ein Gesetz beschließen, nach dem in Bremen erstmals in Deutschland die Asche Verstorbener auch auf privaten Grundstücken verstreut werden darf.

evangelisch.de

Wird der Entwurf angenommen, würde das kleinste Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Lockerung des Friedhofszwanges und des Bestattungsrechts in Deutschland übernehmen.

Allerdings muss der ausdrückliche Wille des Verstorbenen schriftlich und beglaubigt festgehalten sein. Außerdem soll eine Person zur “Totenfürsorge” benannt werden, die darüber wacht, ob die wunschgemäße Bestattung auch tatsächlich eingehalten wird.

„Bildungsplan-Gegner spielen mit Ängsten“

Die Demo gegen „sexuelle Vielfalt” im Schulunterricht war am Sonntag gut besucht Foto: Sobel Karolina / Facebook-Seite „Demo für alle”

Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat den Gegnern des Bildungsplans Angstmacherei vorgeworfen. Am Wochenende hatten tausende Aktivisten in Stuttgart gegen den Plan demonstriert. Auch der Philologenverband fand deutliche Worte.

pro Medienmagazin

Das Ministerium bezeichete die Behauptungen auf der „Demo für alle“ am Sonntag als „falsch und absichtlich irreführend“. Parolen einer „Sexualisierung der Schule“ oder der „Zerstörung der Familie“ durch den Bildungsplan gingen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. „Die Initiatoren spielen bewusst mit den Ängsten von Eltern, um ihrer Ideologie zu entsprechen und ihre Anhänger anzuheizen“, erklärte ein Sprecher. Der Wert von Ehe und Familie sei einer der Grundpfeiler des Bildungsplans. Kritiker sollten sich im Internet informieren, wo die Erarbeitung der Pläne durch Pädagogen nachvollziehbar sei.

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Pfarrer von Bagdad: „Schlimmer als unter Saddam“

Für Andrew White ist der zu frühe Truppenabzug der USA für die Tragödie der Christen im Irak mitverantwortlich Foto: Mirjam Holmer

Der britische Pfarrer Andrew White hat die Lage der Christen im Irak als „millionenmal schlimmer als unter Saddam Hussein“ bezeichnet. Die Amerikaner hätten das Land zu früh verlassen.

pro Medienmagazin

Der als „Pfarrer von Bagdad“ bekannt gewordene anglikanische Geistliche erklärte auf einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Washington, was derzeit im Irak passiere, könne die „schlimmste Christenverfolgung in der Geschichte“ sein. „Der Grund, warum wir diese Tragödie erleben ist, dass ihr gekommen und dann zu früh gegangen seid“, sagte er mit Blick auf die USA. „Wir waren noch nicht bereit für euren Abzug“, erklärte White und ermutigte die Zuhörer, für Politiker zu stimmen, die gegen den Truppenabzug gewesen seien.

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World’s Oceans Set Another All-Time Heat Record

Source: NOAA’s National Climatic Data Center

For the third month this year, the world’s oceans set a record for the warmest they have ever been since at least 1880, the National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) reported on Monday.

The Daily Catch

September had the highest global average sea surface temperatures of any month on record since instrument record-keeping began, with a global average temperature of 61.1 degrees Fahrenheit. This was warm enough to set another milestone that had already been set two previous times this year; the average global sea surface temperature was so warm in September that it broke the all-time record for the highest departure from average for any month since 1880, at 1.19 degrees Fahrenheit above average.

This broke the previous record of 1.17 degrees Fahrenheit warmer than average set just one month ago, in August, and the previous record before that: 1.15 degrees Fahrenheit above average, set in June.

These records are equivalent to a political candidate winning election but also setting a record for the largest margin of victory ever.

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“Linke”-Chef Riexinger: Kirche an ihrem Verhalten messen

Bernd Riexinger, Bild:FB

Bernd Riexinger, Bild:FB

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat die Kirchen zu mehr Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit aufgerufen.

evangelisch.de

“Ich würde erwarten, dass engagierte Kirchenleute Partei ergreifen für die Schwächeren in der Gesellschaft. Über Theologie kann man trefflich streiten, aber das Verhalten in der Gesellschaft wäre für mich ein wesentlicher Maßstab für die Beurteilung der Kirchen”, sagte der Politiker am Montagabend in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Widerspruch erntete der “Linke”-Chef vom württembergischen evangelische Landesbischof Frank Otfried July.

July verwies auf zahlreiche diakonische Projekte und mahnte den Parteichef: “Ich würde mir wünschen, dass Sie die Kirchen nicht nur selektiv wahrnehmen.” Auf Riexingers Forderung nach einer strikten Trennung von Staat und Kirche und einer Abschaffung der Kirchensteuer antwortete der Landesbischof, der Parteivorsitzende sei “etwas ideologieverhaftet”: Schließlich gehörten in Baden-Württemberg rund 80 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an. Zudem leisteten die Kirchen entscheidende Beiträge für das Zusammenleben der Gesellschaft.

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Philologenverband warnt vor «Pornografisierung» der Schule

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410«Lederpeitschen und Fetische wie Windeln, Lack und Latex» als Lehrplangegenstände – Im «Focus» übte der Vorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg scharfe Kritik an Plänen einiger Bundesländer zur Sexualpädagogik.

kath.net

Der Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, Bernd Saur, hat vor einer «Pornografisierung» der Schule gewarnt. In einem Namensbeitrag für das Magazin «Focus» übte Sauer scharfe Kritik an Plänen einiger Bundesländer zur Sexualpädagogik. Es sei unsäglich, «was Gender-Sexualpädagogen, neoemanzipatorische Sexualforscher und andere postmoderne Entgrenzer» in den Unterricht einbringen wollten. Für Zehn- bis Vierzehnjährige – nach dem Gesetz also Kinder – sei die Sexualität ein hoch sensibler, zutiefst privater und mit einer natürlichen Schamgrenze geschützter Bereich, betonte Saur.

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Ebola und die Quacksalber

Ebola-Virus, Bild: wikimedia.org/PD

Kein Ereignis der Weltgeschichte, das nicht seine eigenen Verschwörungstheorien bekäme.

Von merdeisterderFreitag

Endlich! Eine Katastrophe, die perfekte Katastrophe um all unsere Verschwörungstheorien zu entstauben und der Welt ein weiteres Mal zu zeigen. Denn, liebe Leute, Infektionskrankheiten gibt es nicht! Oder zumindest kein Ebola, klare Kiste. Der Beweis? Ist es nicht offensichtlich? Überall wo die Helfer des Roten Kreuzes auftauchen, gibt es auch Ebola! Das zumindest scheint die Logik von Rosina Kaiser zu sein, die auf ihrer Facebook-Seite die Übersetzung eines Textes von Nana Kwame, einem Ghanaer, der Ebola für eine große Verschwörung hält. Die Logik hinter der Annahme folgend, erzeugen Regenschirme Regen und verursachen Airbags Unfälle. Denn immer wenn Menschen mit Regenschirmen rumlaufen, regnet es und immer, wenn ein Airbag ausgelöst wurde, gab es einen Unfall. Wenn man Ursache und Wirkung einfach vertauscht, eröffnen sich der eigenen Weltsicht ungeahnte Möglichkeiten. Confirmation Bias Gone Wild!

Aber das ist nicht der einzige “Beweis” den die Autoren anbringen. Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes (warum eigentlich nur vom Roten Kreuz?) würden nämlich in ihrer Arbeit behindert und zum Teil angegriffen. Das täten die Menschen, um sich vor den “Injektionen” zu schützen, denn “die Afrikaner” (sic!) seien ja nicht “so dumm“, dass sie nicht wüssten, was ein Virus ist und das Viren Infektionserkrankungen hervorrufen könnten. Nein, das wüssten sie sehr wohl und weil sie WISSEN, dass die Erkrankungen nicht von einem Virus hervorgerufen würden, wehrten sie sich gegen die Mitarbeiter des Roten Kreuz.

Dass Menschen nicht wissen, was es mit Viren auf sich hat, hat weniger mit “Dummheit” zu tun als mit mangelnder Information (im günstigeren Fall) oder mit Falschinformation (im ungünstigeren Fall). Mangelnde Aufklärung war von Beginn an ein Problem für die HelferInnen in den betroffenen Gebieten und die WHO hat schon früh für Programme zur Aufklärung geworben.

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„heute-Show“ darf nicht mehr im Bundestag drehen

Screengrab youtube

Screengrab youtube

Die „heute-Show“ gilt gemeinhin als politische Satiresendung. Der Bundestag sieht das allerdings ganz anders. Dort wurde dem beliebten ZDF-Format nun ein Drehverbot erteilt. „Sogar Andrea Nahles darf da rein“, ist der Außenreporter fassungslos.

FOCUS ONLINE

Die ZDF-“heute-Show” ist für ihre bissigen politischen Witze und ihre fiesen Fragen auf Parteitagen berüchtigt. Trotzdem sieht der Deutsche Bundestag in dem Format keine politische Sendung. Deshalb darf die “heute-Show” nun nicht mehr in dem Gebäude drehen.

Bei der “heute-Show” handele es sich um “keine politisch-parlamentarische Berichterstattung” zitiert Moderator Oliver Welke Ernst Hebeker, Pressesprecher des Bundestags. Das brachte Welke in der jüngsten Sendung auf die Palme: “Ja, ich meine, was machen wir denn sonst hier, außer politische Berichterstattung? Ohne Scheiß jetzt, jeder darf drehen im Bundestag. KIKA dreht im Bundestag. ‘Bauer sucht Frau’ dreht im Bundestag. Aber wir dürfen nicht rein.”

AfD-Vortrag: “Alliierte bauten die Gaskammern von Dachau”

Foto: picture-alliance / akg-images Ein Blick in die Gaskammern des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Dachau (Foto aus dem Jahr 1946)

Kruder Geschichtsrevisionismus: Ein AfD-Mann aus Schleswig-Holstein sagt bei einem Vortrag, Hitler habe den Zweiten Weltkrieg nicht geplant. Den Alliierten wirft er “erbarmungslose Propaganda” vor.

DIE WELT

Ein Mitglied des AfD-Kreisverbandes Stormarn (Schleswig-Holstein) hat bei einem Vortrag behauptet, die Gaskammern der Nationalsozialisten im Konzentrationslager Dachau seien erst im Nachhinein von den Alliierten eingerichtet worden — um zu täuschen. Das sagte Dirk Helms am Donnerstagabend bei einem Vortrag auf der AfD-Veranstaltung “Deutsche Selbstwahrnehmung” in Stockelsdorf am Donnerstagabend, wie die “Lübecker Nachrichten” berichteten.

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges ist nach Helms’ Meinung nicht von Hitler geplant gewesen. Die Alliierten hätten eine “erbarmungslose Propaganda” betrieben. Er zitierte auch Carl Schmitt, einen Juristen, der wegen seines Einsatzes für das NS-Regime sehr umstritten ist. Helms erzählte zudem von einem angeblichen KZ-Überlebenden, der Schülern eine ausgedachte Geschichte erzählt habe, jedoch nie ein Konzentrationslager von innen gesehen habe.

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Religiotie: Protest gegen Bildungsplan in Baden-Württemberg

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Themenbild, Demo in Stuttgart

Mehr als 1.200 Menschen haben am Sonntag in Stuttgart gegen den baden-württembergischen Bildungsplan protestiert.

evangelisch.de

Es war die vierte Demonstration gegen das Vorhaben der grün-roten Landesregierung, die im neuen Bildungsplan unter anderem für die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” werben will. An zwei Gegendemonstrationen beteiligten sich nach Polizeiangaben insgesamt rund 200 Menschen.

Dem neuen Bildungsplan zufolge sollen Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität künftig in der Schule intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Der Bildungsplanentwurf wurde nach den ersten Protesten bereits überarbeitet, hält dabei aber an den Grundprinzipien fest. Der Plan soll 2016 umgesetzt werden.

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Religiöser Fanatismus: „Die 72 Jungfrauen im Paradies sind eine Chiffre“

Ein verschleierte Muslima filmt die Rede von Salafistenprediger Pierre Vogel bei einer Kundgebung radikaler Muslime im Juni in Offenbach. (BILD: imago/epd)

Christoph Grotepass ist Sektenexperte in Nordrhein-Westfalen. Im Interview spricht er über religiöse Fanatiker, die Verführung junger Menschen durch Islamisten und jenen Punkt, an dem besorgte Eltern tätig werden müssen.

Von Mira GajevicMitteldeutsche Zeitung

Bei Sekten denkt man an Scientology oder Gurus, die junge Menschen in ihren Bann ziehen. Inzwischen beschäftigen sich Beratungsstellen wie die Sekten-Info Nordrhein-Westfalen aber nicht mehr nur mit Opfern von Psychogruppen. Ihre Expertise ist auch gefragt, wenn es um junge in Deutschland radikalisierte Islamisten geht.

Herr Grotepass, wie kommt ein in Deutschland aufgewachsener junger Mann dazu, seine Familie töten zu wollen, wenn sie sich gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat stellt?

Indem er bestimmte Werte als absolut setzt und seine Wahrheit über alles andere stellt. Das ist ein durchgängiges Merkmal von religiösen Fanatikern, dass sie ihrer Wahrheit alles andere unterordnen. In Gesprächen mit gemäßigten Muslimen höre ich öfter, dass die Salafisten als Sekte bezeichnet werden. Die streiten das natürlich entrüstet ab, da sie ja meinen, den einzig wahren Islam zu verkörpern. Das wiederum – dass man im Besitz der einzigen Wahrheit ist – hören wir auch von anderen konfliktträchtigen Weltanschauungsgemeinschaften bzw. sogenannten Sekten.

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Papst rügt Vorstoß des römischen Bürgermeisters zur Homo-Ehe

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus hat sich wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der Homo-Ehe.

kath.net

Papst Franziskus hat sich wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der Homo-Ehe. Vor der in Rom tagenden weltweiten Bischofssynode zum Thema Familie hat sich der Papst am Samstagvormittag in einem kurzen Redebeitrag kritisch darüber geäußert, dass Marino am selben Tag mehrere schwule und lesbische Paare, die in anderen Ländern eine Ehe eingegangen sind, im römischen Rathaus amtlich registrieren wollte. Die symbolische Registrierung erfolgte wenige Stunden später am Samstagnachmittag.

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Erst Korane verteilt, dann für Allah in den Krieg

Foto: YouTube/Screenshot: Die Welt Ein Video-Screenshot von Ahmet C. Der deutsche Salafist verteilte noch im Frühjahr Korane in Wuppertal – später reiste er für den Dschihad in den Irak aus

Mehr als 1,4 Millionen Korane haben Salafisten bislang in Deutschland verteilt, um für ihre radikale Auffassung des Islam zu werben. So mancher Koran-Verteiler zieht später in den Dschihad.

Von Florian FladeDIE WELT

Ahmet C. kann es kaum fassen. Gerade hat ihm eine ältere Dame 40 Euro geschenkt. Eine Nichtmuslima spendet für den geschenkten Koran! “Zwei 20er-Scheine. Subhanallah.” Im Frühjahr 2014 steht Ahmet C. in der Fußgängerzone von Wuppertal. In seinen Händen hält er Korane mit goldener Verzierung, die er an Passanten verteilt. Der 21-jährige Deutschtürke trägt ein weißes T-Shirt. Darauf steht: “Lies! Im Namen deines Herrn, der dich erschaffen hat.”

“Lies!”, so heißt die umstrittene Koranverteilaktion. Fundamentalistische Muslime, sogenannte Salafisten, verschenken seit einigen Jahren deutschlandweit Korane in deutscher Sprache. In Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, an U- und S-Bahnhöfen, vor Einkaufszentren, auch auf Schulhöfen und an Gefängnissen. Zuletzt am vergangenen Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse.

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Taliban erschießen angebliche Ehebrecherinnen in Afghanistan

Themenbild, Hinrichtung durch Taliban

Themenbild, Hinrichtung durch Taliban

Die radikalislamischen Taliban haben in der westafghanischen Provinzhauptstadt Farah nach offiziellen Angaben drei des Ehebruchs beschuldigte Frauen ermordet.

evangelisch.de

Der Sprecher der Provinzregierung, Dschawid Afghan, sagte am Samstag, die Leichen der Opfer seien am Vorabend gefunden worden. Die Frauen seien zwischen 25 und 30 Jahre alt gewesen. Die Taliban äußerten sich zunächst nicht.

In der südafghanischen Provinz Helmand riss ein Selbstmordattentäter am Samstag zwei Polizisten mit in den Tod. Fünf Soldaten seien zudem verletzt worden, als der Angreifer sein mit Sprengstoff gefülltes Auto in einen Konvoi der Sicherheitskräfte steuerte, sagte der Sprecher der Provinzregierung, Omar Swak.

Angriffe und Anschläge der Aufständischen haben in den vergangenen Monaten wieder deutlich zugenommen. Der Nato-Kampfeinsatz läuft zum Jahresende in knapp zweieinhalb Monaten aus.