Archiv der Kategorie: Politik

Gewalt gegen Lebensschützer: Volker Beck ist ‘geistiger Brandstifter’

Volker Beck, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/MathiasSchindler

Evangelische Kirche und CDU verurteilen Gewalt gegen Lebensschützer. AfD-Abgeordnete von Storch: Volker Beck ist “geistiger Brandstifter” – Beck hatte Teilnehmer in die Nähe des Rassismus gerückt.

kath.net

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat die Gewalt gegen Teilnehmer beim Marsch für das Leben am 20. September in Berlin verurteilt. Zwar habe die EKD eine differenziertere Position in der Frage von Abtreibung als die Ausrichter, weshalb sie die Demonstration auch nicht durch eine Grußbotschaft unterstützt habe. Dennoch verteidige sie das Recht der Teilnehmer diese Meinung zu vertreten: „Dass Demonstranten angegriffen wurden, ist ein Verstoß gegen die Demonstrationsfreiheit“, sagte deren Sprecher Volker Jastrzembski auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Auch Lebensschützer müssten das Recht haben, ihre Position ohne Einschränkungen zu vertreten. Ähnlich äußerte sich CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Die Angriffe zeigten wieder einmal, „dass gerade diejenigen, die für sich Toleranz und die Achtung ihrer Meinung einfordern, umgekehrt nicht bereit sind zu akzeptieren, dass es zu bestimmten ethischen Grundfragen Menschen gibt, die anders denken“. Dass die Partei „Die Linke“ 1.500 Euro für Aktionen gegen den Marsch zur Verfügung gestellt habe, spreche für sich.

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Religiöse kämpfen gegen “Vorurteile”

(v.l.) Rolf Schieder und Wolfgang Thierse (SPD) sprachen über die Lage der Religionsgemeinschaften in der deutschen Gesellschaft Foto: pro

In der Gesellschaft wird die Rolle der Religion zunehmend in Frage gestellt. Das haben Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen am Montag bei einer Tagung in Berlin erklärt. Muslime, Protestanten, Katholiken, Juden und Freikirchler riefen ihre Glaubensgeschwister deshalb zu mehr gesellschaftlichem Engagement auf.

pro Medienmagazin

In der Gesellschaft gären antireligiöse Vorurteile. Das erklärte der evangelische Theologe Rolf Schieder von der Humboldt-Universität zu Berlin bei der Tagung „Religion ist (nicht) Privatsache“ der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Beschneidungsdebatte vor zwei Jahren habe ein „enormes Unverständnis“ für religiöse Rituale offenbart. Es herrsche ein „grundlegendes kulturelles Unbehagen“ in Fragen des Glaubens vor. „Religionskonflikte werden zu einem Kulturkampf“, folgerte Schieder. Er kritisierte einen Mangel an religiöser Selbständigkeit in Deutschland. Der Staat kümmere sich in Form des Religionsunterrichts sogar um die religiöse Erziehung. Schieder wünscht sich deshalb eine „Selbstaktivierung der Gläubigen“.

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Wieso wegen des Islamismus die Religion an sich infrage stellen?

Religion verschwindet nicht aus der modernen WeltIn Europa wächst die Angst vor dem Islam und die Ablehnung alles Religiösen. Klare Differenzierung zwischen den Religionen und Gläubigen tut jedoch not.

Von Gudula WalterskirchenDie Presse

Im Zuge der Debatte um den islamistischen Terror wähnen sich jene im Aufwind, die Religion an sich abschaffen wollen. Angesichts der unglaublichen Brutalität, mit denen die IS-Terroristen unter dem Banner des Islam wüten, werden gleich alle anderen Religionen mit in einen Topf geworfen und verworfen. Da werden Uralt-Argumente wie die Kreuzzüge vorgebracht, deren letzter vor mehr als 600 Jahren (!) stattgefunden hat, und die längst nicht mehr Leitlinie der christlichen Kirchen sind. Sogar das Grüß Gott wollen radikale Atheisten abschaffen.

Die Gleichsetzung mit dem Islamismus ist völlig unzulässig, ebenso die Umkehrung von Tätern und Opfern: Etwa 100Millionen Christen werden derzeit weltweit verfolgt, mehr als alle anderen Anhänger eine Kreuzzüge er Religion. Laut Weltverfolgungsindex trauriger Spitzenreiter ist Nordkorea, gefolgt von Somalia, Syrien und dem Irak. Sie werden vertrieben, vergewaltigt, beraubt, unterdrückt, gefoltert oder gar ermordet. Islam bedeutet wörtlich Unterwerfung, das Gottesgebot steht über allem, „Ungläubige“ haben sich diesem ebenso zu unterwerfen.

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Deutscher Juristentag erteilt “NSU Gesetz” klare Absage

Deutsche Gesetze © MiG

Das NSU Gesetz von Justizminister Heiko Maas löst beim Deutschen Juristentag Kopfschütteln aus. Das sei reine Symbolik, kritisierten Experten das Gesetzesvorhaben.

MiGAZIN

Die Mängellisten in NSU Untersuchungsausschüsseden Berichten der NSU Untersuchungsausschüsse sind lang. Die Sicherheitsbehörden stehen ebenso wie der Gesetzgeber auf der Sollseite. Getan hat sich bis heute allerdings nicht viel. Und das, was als Umsetzung der Empfehlungen der Untersuchungsausschüsse präsentiert wurde, überzeugt nicht.

So haben rund 2.500 Juristen am 70. Deutschen Juristentag den neuen NSU Gesetze von Justizminister Heiko Maas (SPD) eine klare Absage erteilt. Die Pläne des Justizministeriums wurden bei einer Abstimmung von der ganz überwiegenden Mehrheit der Juristen abgelehnt.

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Bundestagsabgeordneter kritisiert ZDF-Mitarbeiter

Hubert Hüppe war der einzige Bundestagsabgeordnete beim „Marsch für das Leben” Foto: Klaus Jürgen Hövener, Wikipedia | CC-BY-NC 2.0

Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) hat am Samstag erklärt, Mitarbeiter des ZDF hätten ihn beim „Marsch für das Leben“ körperlich „angegangen“. Sie hätten für die Satiresendung „heute-show“ gearbeitet.

pro Medienmagazin

Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Internen Lebensrechtgruppe „Christdemokraten für das Leben“, hatte am Samstag gemeinsam mit über 5.000 Menschen in Berlin gegen Abtreibung und Euthanasie demonstriert. Gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur kath.net berichtete er anschließend: „Ich wurde von Mitarbeitern des ZDF körperlich angegangen, das heißt: weggestoßen.“ Zuvor habe er andere Demonstranten darauf hingewiesen, dass das ZDF-Team nicht etwa für eine Informationssendung, sondern für die Satiresendung „heute-show“ unterwegs sei.

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Lebensschutz: Holi Powder statt Holy Shit

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

In Berlin sorgte ein Marsch der Lebensschützer aus dem Spektrum rechts von der CDU für Proteste.

Von Peter Nowak—TELEPOLIS

Selbst Gottes selbsternannter Stellvertreter gab seinen Segen und schickte ein Grußwort zum Marsch für das Leben, der am Samstag mit dem Motto “Für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie” zum zehnten Mal durch Berlin gezogen ist. Neben Franziskus schickten auch zahlreiche niedrigere Chargen in der Kirchenhierarchie und Politiker von  CDU/CSU Grußadressen. In der protestantischen Kirche sorgte der Marsch hingegen für Streit.

Dazu mag auch beigetragen haben, dass der Marsch für das Leben schon längst neben christlichen Fundamentalisten das Spektrum rechts von der Union anzieht. Auch Politiker der Alternative für Deutschland gehören zu den Unterstützern. Schließlich streitet die rechtskonservative “Zivile Koalition” nicht nur beim Marsch für das Leben gegen die Abtreibung im europäischen Rahmen. Sie hat in Deutschland Unterschriften für ein schließlich von der EU-Kommission abgelehntes Verbot der Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen gesammelt. Die Sprecherin der Zivilen Koalition Beatrix von Storch wird als Afd-Europaabgeordnete die Anliegen der Lebensschützer vertreten. Storch wird in ihren Kreisen dafür gefeiert, dass sie in der rechtskonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit einen geplanten Auftritt der Künstlerin Conchita Wurst im Europaparlament als überflüssig bezeichnete. Die Junge Freiheit gehört bereits seit Jahren zu den publizistischen Unterstützern der Märsche für das Leben.

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Kirchensteuer: Wer nicht zahlt, soll halt die Kirche verlassen

Katholik Matthias Matussek und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Katholik Matthias Matussek und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Die Kirchenaustritte nehmen zu. Auch weil viele neuerdings merken, dass auch auf Kapitalerträge Kirchensteuer fällig wird. Soll man diese abschaffen? Matthias Kamann und Matthias Matussek streiten.

DIE WELT

Matthias Kamann: Ich weine diesen Leuten keine Träne nach. Kirche ist Gemeinde, und die beruht auch auf finanziellen Gaben. Wer sich daran nicht beteiligen will, soll halt gehen.

Matthias Matussek: Meist garnieren sie aber ihren Austritt mit Unzufriedenheit. Kürzlich sagte mir eine Stadträtin, sie sei wegen Tebartz-van Elst ausgetreten. “Aber Sie sind doch Protestantin”, sagte ich. “Ist doch egal”, sagte sie. Die meisten sind noch nicht ausgetreten, weil sie es vergessen haben, so wie bei einem Zeitungs-Abo. Aber natürlich halte ich die Kirchensteuer für Teufelszeug.

Kamann: Es ist nicht teuflisch, sondern gerecht, den Gemeindebeitrag auf Basis der individuellen Leistungsfähigkeit zu erheben, die sich an der jeweiligen Steuerpflicht ablesen lässt.

Matussek: Kirchensteuer, das ist moderner Ablasshandel. Das ist – zumindest bei uns Katholiken – Sakramente nur gegen Vorkasse. Das halte ich für Perversion. Und Sie als Protestant müssten erst recht Sturm laufen!

Kamann: Wieso Vorkasse? Die Apostelgeschichte lässt keinen Zweifel, dass Christen an die Gemeinde Geld abzugeben haben. Dort müssen Hananias und Saphira sterben, weil sie vom Geld aus dem Verkauf eines Ackers etwas für sich behalten haben.

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Forget about Iran. In Washington, everyone’s speaking ISish

Fighters from the Islamic State seen marching in their stronghold of Raqqa, Syria, June 2014. (photo credit: AP/Militant Website, File)

Remember the danger posed by Tehran’s drive to the bomb, and Obama’s pledge to foil it? Well, nobody else in the US seems to.

By Avi IssacharoffTHE TIMES OF ISRAEL

For several days now, American news networks have been intensively, almost obsessively, covering the Islamic State and the war declared on the terror group by US President Barack Obama.

Chilling clips produced by the jihadist group in order to deter the US are being aired over and over again. The terror group’s strategy appears to be paying off, at least in terms of the amount of media interest it has elicited in America.

If an alien were to land in Washington today and follow media reports on the Islamic State phenomenon — as well as witness the level of interest the group has created in the White House, Congress and the Senate — it might well conclude, mistakenly, that we are dealing with an evil empire the likes of which humanity has never seen, one which represents the only threat to the stability of the world in general, and to the Middle East in particular.

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„Gott macht Müll“—Altmänner-Riege will Gebärmütter kontrollieren

In den Redebeiträgen betonten die Redner, dass jeder Mensch “Gottes erste Wahl” ist Foto: Friederike Lübke

Etwa 5.000 Menschen haben bei dem „Marsch für das Leben“ in Berlin gegen Abtreibung und Euthanasie demonstriert. Gegendemonstranten störten die Veranstaltung mit Lärm und Sprechchören gegen den christlichen Glauben.

pro Medienmagazin

Grün ist die Farbe des Morgens. Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin haben sich mehrere hundert Teilnehmer für den „Marsch für das Leben“ versammelt. Jugendliche, Familien mit kleinen Kindern, Geistliche und Menschen mit Behinderungen halten grüne Luftballons und grüne Plakate in die Luft, auf denen Sprüchen stehen wie „Inklusion statt Selektion“ oder „Abtreibung ist Unrecht“. Der Regen hat gerade erst nachgelassen, die Luft ist schwül. Neben der Bühne warten Polizisten.

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Schlacht um Ain al-Arab

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Im Zuge der seit dem 15. September andauernden Angriffe des Islamischen Staats (IS) auf den nordsyrischen Kurdenkanton Kobanê sind nach der Evakuierung von mehr als 100 Dörfern über 60.000 Menschen über die am Freitag geöffnete Grenze in die Türkei geflüchtet. Im Gegenzug kamen nach Angaben der Kurdenmiliz etwa 1000 Kurden aus der Türkei in das vom Westen, Osten und Süden her attackierte Areal, um den Vormarsch der Terrorgruppe aufzuhalten.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Auch nach der Flucht von zehntausenden Menschen sollen sich im umkämpften Kanton Kobanê noch mehrere Hunderttausend Kurden und Christen aufhalten – die Hälfte davon syrische Binnenflüchtlinge. Erobern die Dschihadisten die Kantonshauptstadt Ain al-Arab, dann droht den Männern die Enthauptung und den Frauen Zwangsprostitution und Sklaverei.

Die Angriffe werden der Kurdenmiliz YPG zufolge unter anderem mit Mörsern und schweren Maschinengewehren durchgeführt, die angeblich türkische Uniformierte den Salafisten am Samstagmorgen zwischen den Dörfern Qeremox und Eny El-Bat lieferten. An an einer anderen Stelle sollen solche Lieferungen bereits am in der Nacht vom 15. auf den 16. September stattgefunden haben.

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Religionsvertreter: Klimakrise gefährdet Überleben der Menschheit

klimawandelDer Weltkirchenrat und 30 führende Vertreter der Weltreligionen verlangen einen ehrgeizigen neuen Vertrag zur Bekämpfung des Klimawandels.

evangelisch.de

Das neue Abkommen müsse eine faire Verteilung der Lasten zwischen armen und reichen Staaten garantieren, forderten der Weltkirchenrat und die Persönlichkeiten am Sonntag in New York mit Blick auf den bevorstehenden Klimagipfel der Vereinten Nationen. Die Klimakrise gefährde das Überleben der Menschheit auf dem Planeten.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und die 30 Führungspersönlichkeiten aus Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus wollten am Sonntag zu einem zweitägigen interreligiösen Klimagipfel zusammenkommen. Die Erklärung des interreligiösen Treffens soll am Dienstag während des Klimagipfels der Vereinten Nationen an Generalsekretär Ban Ki Moon übergeben werden.

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Lebensmarsch: Bundestagsabgeordneter von ZDF-Mitarbeitern geschlagen

Hubert Hüppe (2013), Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de/KlausJürgenHövener

Marsch für das Leben: MdB Hubert Hüppe wurde von ZDF-Mitarbeitern geschlagen, von einer weiteren Person wurde er mit einem Farbbeutel attackiert.

kath.net

Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (Foto) war auf dem Marsch für das Leben in Berlin von zwei Mitarbeitern der ZDF-Satiresendung „Heute-Show“ geschlagen worden. Dies teilte der CDU-Politiker kath.net mit. Außerdem war er von einer weiteren Person mit einem Farbbeutel attackiert worden. Der nordrhein-westfälische Abgeordnete ist stellvertretender Vorsitzender der „Christdemokraten für das Leben“ und war von 2009 bis 2013 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

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Why Greenland’s “Dark Snow” Should Worry You

Box and his team are trying to discover what made this year’s melt season so unusual. Photo by Jason Box

The ice in Greenland this year isn’t just a little dark—it’s record-setting dark. Box says he’s never seen anything like it. I spoke to Box by phone earlier this month, just days after he returned from his summer field research campaign.

By Eric HolthausSlate

“I was just stunned, really,” Box told me.

The photos he took this summer in Greenland are frightening. But their implications are even more so. Just like black cars are hotter to the touch than white ones on sunny summer days, dark ice melts much more quickly.

As a member of the Geological Survey of Denmark and Greenland, Box travels to Greenland from his home in Copenhagen to track down the source of the soot that’s speeding up the glaciers’ disappearance. He aptly calls his crowdfunded scientific survey Dark Snow.

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Martin Walser im Gotteswahn?

Martin Walser, Bild: wikimedia.org/CC-3.0/AmreiMarie

Der Schriftsteller Martin Walser (87) hat sich für einen Gottesbezug in der Präambel der künftigen Landesverfassung Schleswig-Holsteins ausgesprochen.

evangelisch.de

“Man kann das nicht entbehren”, sagte Walser am Freitagabend auf einer Veranstaltung im Landeskirchenamt der Nordkirche in Kiel. Wer den Gottesbezug nicht wolle, müsse sagen, “was da dann sonst stehen könnte”. Der Bezug auf Gott verdeutliche ein Vertrauen über die Grenzen des Menschen hinaus, betonte Walser.

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Saudi-Arabien: Erneut Übergriff der Polizei gegen Christen

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

In Saudi-Arabien ist es wieder zu einem Übergriff der “Religionspolizei” (“Komitee zur Förderung der Tugend und zur Bekämpfung des Lasters”) gegen Christen gekommen.

kathweb

Wie die Nachrichtenagentur “Mideast Christian News” (MCN) berichtet, wurde in der Ölstadt Khafji an der Grenze zu Kuwait ein Haus umstellt, der Eigentümer – ein Inder – und 26 weitere Personen mit “Migrationshintergrund” wurden verhaftet, weil sie zu einem christlichen Gebetsgottesdienst zusammengekommen waren. Unter den Festgenommenen waren auch Frauen und Kinder. Bibeln und Musikinstrumente wurden konfisziert. Ein Nachbar hatte den Religionspolizisten den Tipp gegeben, dass es im Haus des Inders im Stadtteil Al-Aziziya christliche Gebetstreffen gebe.

Wegen der Arbeitsplätze in der Ölindustrie haben sich in Khafji viele Arbeitsmigranten aus asiatischen Ländern angesiedelt, nicht wenige von ihnen sind Christen. Sie haben keine Möglichkeit, ihren Glauben zu leben. In Saudi-Arabien besteht keine Religionsfreiheit; jeder christliche Gottesdienst (auch in Privathäusern) ist untersagt, ebenso die Einfuhr von Bibeln, Gebetbüchern, Kreuzen oder Ikonen.

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Juristentag: An «hiesiger Rechtsgemeinschaft» orientieren

justiz_grossAuf absolute Ablehnung stieß bei den Juristen die Überlegung, die kulturelle oder religiöse Prägungen des Täters als Rechtfertigungsgrund heranzuziehen.

kath.net

Auch in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft sollten sich Gesetzgebung und Rechtsprechung nach Auffassung des Juristentages vorrangig an den Vorstellungen der «hiesigen Rechtsgemeinschaft» orientieren. Auf dem 70. Juristentag in Hannover sprach sich eine deutliche Mehrheit der Rechtsexperten dafür aus, hiervon abweichende Vorstellungen nur in Ausnahmefällen zu berücksichtigen.

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Verletzung von Kinderrechten in Deutschland – Wie viel darf´s denn sein?

beschneidung

MOGiS e.V.

“Zu der in § 1631d Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelten Beschneidung von Jungen äußerte sich der ehemalige Marburger Universitätsprofessor Dieter Rössner. Die Regelung sei ein „religionspolitisches Basta“ gewesen. Der Gesetzgeber habe vorschnell gehandelt und die empirischen Hintergründe nicht ausreichend ermittelt.

Dies stellten freilich in der anschließenden Diskussion sowohl der am Gesetzgebungsverfahren beteiligte ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Jerzy Montag als auch der Richter am Bundesgerichtshof (BGH) und Abteilungsreferent Prof. Henning Radtke in Frage. Radtke mahnte insgesamt „etwas mehr Nüchternheit in der Diskussion“ an. Über das elterliche Erziehungsrecht würden irrationale religiöse Gründe rationalisiert, so Dieter Rössner. Die Regelung stehe in eindeutigem Widerspruch zum Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung. Schließlich sei es entwürdigend, wenn aus religiösen Motiven dem Einzelnen für sein ganzes Leben lang eine Kennzeichnung seiner Religionszugehörigkeit beigebracht werde.

Dem wurde aus dem Teilnehmerkreis entgegengehalten, dass auch hygienische Gründe für eine Beschneidung ausreichend sein müssten. Anders als es das Gutachten von Prof. Tatjana Hörnle fordere, müsse die Motivation der Eltern keine tragende Säule von deren Erziehungskonzept sein. Der Gutachterin wurde auch vorgeworfen, sie überspanne die Anforderungen an die Hygiene, wenn sie Beschneidungen nur in Arztpraxen und Operationssälen zulasse. Schließlich machten Ärzte auch Hausbesuche und leisteten eine hygienisch einwandfreie Notversorgung bei Unfällen.

Hinsichtlich der in § 226a StGB unter Strafe gestellten Verstümmelung weiblicher Genitalien sprach sich die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes Ramona Pisal deutlich gegen die vom vorgelegten Gutachten vorgeschlagene geschlechtsneutrale Formulierung der Vorschrift aus. Frauen und Mädchen seien in besonderer Weise betroffen, hob Pisal hervor. Außerdem plädierte sie für die Anhebung des Strafrahmens. In diesem Kontext betonte Gutachterin Hörnle in Reaktion auf eine Falschmeldung des Berliner Kurier, dass sie nicht die Beschneidung von Mädchen erlauben wolle, sondern sich vielmehr für eine Erhöhung der Strafe ausspreche.”

Man mag sich langsam die Frage stellen, ob es möglich ist, sich mit Verweis auf ein geplantes Jurastudium schon in den unteren Schulklassen vom Biologieunterricht freistellen zu lassen – so absurd sind wieder einmal die Vergleiche, die uns zum Thema Vorhautamputation bei Minderjährigen erreichen – diesmal vom 70. Deutschen Juristentag in Hannover.

Hier ist es allen Ernstes der Hinweis auf eine angebliche “Überspannung der Hygienevorschriften” bei einem Arztpraxenvorbehalt und der Vergleich mit Notversorgung bei Unfällen sowie ärztlichen Hausbesuchen.

Um vorab das eigentlich Selbstverständliche klarzustellen: eine Vorhautamputation ist ein chirurgischer Eingriff und unterliegt damit nach geltenden Vorschriften selbstverständlich dem Vorbehalt, in einer Arztpraxis bzw. Operationssaal ausgeführt zu werden. Des weiteren handelt es sich bei dieser Operation nicht um einen Notfall. Sehr wohl aber gibt es (wie bei jeder Operation) die Gefahr von Komplikationen, die eine Notversorgung erforderlich machen können, die wiederum nur in einer Klinik sicher gewährleistet ist.

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Dröger Rückzug

Distanziert sich vom „Marsch des Lebens“: Der Berliner Bischof Markus Dröge Foto: Andreas Schoelzel

Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge hat seine Unterstützung für den „Marsch des Lebens“ zurückgezogen. Damit folgt er der Bitte seiner Kirchenleitung, die eine „inhaltliche Differenz“ zum Veranstalter sieht.

pro Medienmagazin

Mit dem „Marsch des Lebens“ protestieren die Teilnehmer gegen Abtreibung und Sterbehilfe. Zu der Demonstration am Samstag in Berlin hat der Bundesverband Lebensrecht eingeladen. Kirchenvertreter, darunter Papst Franziskus, und Politiker wie der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder unterstützen die Veranstaltung, die um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt beginnt.

Auch Dröge hatte sich im vergangenen Jahr noch beteiligt.

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Israel’s oil wars shift to the Golan Heights

Illustrative photo of an oil rig (photo credit: Dwight Burdette/Wikimedia Commons/File)

Environmentalists made headlines two weeks ago when they blocked a controversial oil shale pilot project in the Shfela; largely unnoticed, the same US parent company has won approval for exploratory drilling up north.

By Melanie LidmanThe Times of Israel

What if Moses had made a right turn?

According to the old joke, if Moses had turned right when he led the Jews out of the Sinai Desert after 40 years of wandering, perhaps the Jewish people, rather than the Saudi Arabians, would be sitting on large oil reserves.

But an American oil company is convinced that Moses may not have been wrong after all. It is betting millions of dollars on the hope that Israel actually has enormous amounts of oil inside its borders that could meet most of the country’s needs. The only problem? The oil is either trapped deep inside rock, in a compound known as oil shale, or located hazardously close to Israel’s freshwater reserves.

Environmental activists won an important victory on September 2 when the Jerusalem Regional Planning and Building Committee denied a pilot program for a controversial new technology to extract oil shale in the Judean lowlands (Shfela) near Beit Shemesh, to the west of Jerusalem. But while the country was focused on the south and the war with Gaza over the summer, the Northern Regional Planning and Building Committee quietly approved a pilot for drilling in the Golan Heights.

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Alexis Tsipras: “Der Papst ist kein Linker, aber er spricht wie einer”

foto: epa / sotiris barbarousi Beten ist Alexis Tsipras' Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele

foto: epa / sotiris barbarousi
Beten ist Alexis Tsipras’ Sache nicht. Dennoch sieht er in Papst Franziskus einen Partner zur Verfolgung gleicher Ziele

Die Europäische Linke wurde vom Papst empfangen, der Chef der griechischen Partei Syriza sucht eine Allianz mit Franziskus

Von Peter MayrderStandard.at

Um exakt 9.45 Uhr setzte sich die kleine Delegation in Bewegung. Von der Piazza del Sant’Uffizio ist es nicht weit ins Herz des Vatikans. Der geladene Gast wirkt angespannt. Es ist auch ein besonderer Termin: Zum ersten Mal trifft ein hochrangiger Vertreter der Europäischen Linken den Papst. Noch heikler ist diese Mission, weil es Alexis Tsipras, Chef der griechischen Linkspartei Syriza, ist – also der Gottseibeiuns vieler europäischer Spitzenpolitiker.

Rund zwei Stunden später gibt es einen gelöst wirkenden Tsipras. Dreißig Minuten dauerte die Privataudienz bei Franziskus. Es sei ein historisches Treffen gewesen, stellt Tsipras zufrieden fest. Das wurde auch anderen Ortes offenbar so gewertet: Denn kaum war der Termin für die Zusammenkunft publik geworden, habe es Druck aus Griechenland gegeben, hieß es aus der Delegation. “Die griechische Regierung mag nichts von dem, was ich mache. Sie mag mich nicht”, sagte Tsipras dazu im Gespräch mit dem Standard.

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