Archiv der Kategorie: Demokratie

Tunesien-Wahl: Säkulare Allianz sieht “gute Anzeichen”

Lange Schlangen bildeten sich vor den Wahllokalen in Tunis. / Bild: (c) Reuters

Die säkularen Gruppen hoffen auf einen Wahlsieg über die islamistische Ennahda-Partei, die bei der letzten Wahl gesiegt hatte.

Die Presse.com

Nach der Parlamentswahl in Tunesien sehen die säkularen Kräfte “gute Anzeichen” für einen Sieg gegen die Islamisten. Das sagte der Vorsitzende der Allianz Nidaa Tounes, Beji Caid Essebsi, nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend vor Journalisten in der Hauptstadt Tunis. Die islamistische Ennahda-Partei teilte mit, sie werde sich nicht vorzeitig zu möglichen Resultaten äußern.

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For Israel and the US, trouble in paradise

US President Barack Obama, right, speaks with Prime Minister Benjamin Netanyahu during a bilateral meeting at the White House in Washington, DC, October 1, 2014 (photo credit: AFP/ Jim WATSON)

While Netanyahu has likened himself and Obama to an ‘old couple,’ recent rhetoric leaves little room for doubt — they’re fantasizing about divorce.

ByRebecca Shimoni StoilThe Times of Israel

WASHINGTON — Ask anyone on the record in Washington, and they’ll tell you there is no crisis. During his visit here this week, Defense Minister Moshe Ya’alon said as much – even while he was snubbed by Secretary of State John Kerry and Vice President Joe Biden.

Lobbyists say it when they’re asked about the slow resupply of Israel with arms during and following the war in Gaza over the summer.

Earlier this month Prime Minister Benjamin Netanyahu and President Barack Obama were at pains to show their friendliness – literally hours before the administration issued an unusually harsh condemnation of Israeli building plans in a contested Jerusalem neighborhood.

You’d think the special friendship was as ironclad as ever, and it’s business as usual. Only it isn’t.

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„heute-Show“ darf nicht mehr im Bundestag drehen

Screengrab youtube

Screengrab youtube

Die „heute-Show“ gilt gemeinhin als politische Satiresendung. Der Bundestag sieht das allerdings ganz anders. Dort wurde dem beliebten ZDF-Format nun ein Drehverbot erteilt. „Sogar Andrea Nahles darf da rein“, ist der Außenreporter fassungslos.

FOCUS ONLINE

Die ZDF-“heute-Show” ist für ihre bissigen politischen Witze und ihre fiesen Fragen auf Parteitagen berüchtigt. Trotzdem sieht der Deutsche Bundestag in dem Format keine politische Sendung. Deshalb darf die “heute-Show” nun nicht mehr in dem Gebäude drehen.

Bei der “heute-Show” handele es sich um “keine politisch-parlamentarische Berichterstattung” zitiert Moderator Oliver Welke Ernst Hebeker, Pressesprecher des Bundestags. Das brachte Welke in der jüngsten Sendung auf die Palme: “Ja, ich meine, was machen wir denn sonst hier, außer politische Berichterstattung? Ohne Scheiß jetzt, jeder darf drehen im Bundestag. KIKA dreht im Bundestag. ‘Bauer sucht Frau’ dreht im Bundestag. Aber wir dürfen nicht rein.”

Religiotie: Protest gegen Bildungsplan in Baden-Württemberg

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Themenbild, Demo in Stuttgart

Mehr als 1.200 Menschen haben am Sonntag in Stuttgart gegen den baden-württembergischen Bildungsplan protestiert.

evangelisch.de

Es war die vierte Demonstration gegen das Vorhaben der grün-roten Landesregierung, die im neuen Bildungsplan unter anderem für die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” werben will. An zwei Gegendemonstrationen beteiligten sich nach Polizeiangaben insgesamt rund 200 Menschen.

Dem neuen Bildungsplan zufolge sollen Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität künftig in der Schule intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Der Bildungsplanentwurf wurde nach den ersten Protesten bereits überarbeitet, hält dabei aber an den Grundprinzipien fest. Der Plan soll 2016 umgesetzt werden.

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Drohung des Bundeskanzleramtes: Wir veröffentlichen den Brief, in dem uns Altmaier mit Strafanzeige droht

Droht Leakern mit Anzeige: Kanzleramtschef Altmaier. Bild: kuxma. Lizenz: Creative Commons BY-SA 3.0.

Unsere Berichterstattung zur weltweiten Totalüberwachung und der Rolle des BND schadet dem Staatswohl. Das behauptet der Chef des Bundeskanzleramtes in einem Brief an den Geheimdienst-Untersuchungsausschuss und droht Leakern mit Strafanzeige. Wir teilen diese Einschätzung nicht – und veröffentlichen den Brief.

Von Andre MeisterNETZPOLITIK.ORG

Heute Mittag haben wir erfahren, dass das Bundeskanzleramt “NSA-Aufklärern” mit Strafanzeige droht. Jetzt liegt uns der Inhalt dieses Briefs vor – den wir selbstverständlich veröffentlichen.

Der Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier listet darin vier Pressemeldungen auf, darunter Das große Speichern (Spiegel), Codewort Eikonal – der Albtraum der Bundesregierung (Süddeutsche) und unsere Berichte Aussagegenehmigung: Wir veröffentlichen die Liste an Sachen, die BND-Mitarbeiter dem Parlament nicht sagen dürfen und Internes Protokoll: BND-Präsident und Kanzleramts-Chef hatten “große Sorge” vor Aufklärung zu BND-Aktivität.

Alle vier Berichte berufen sich auf eingestufte Unterlagen – und das Kanzleramt bemängelt, dass diese öffentlich geworden sind. Dass diese Informationen nun der Öffentlichkeit bekannt sind, schade dem “Staatswohl” und “der Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland”. Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Sensburg sowie Bundestags-Präsident Lammert werden daher aufgefordert, den Ausschuss zu “sensibilisieren”. Gibt es weiterhin Leaks, droht das Kanzleramt mit “Strafanzeige gegen Unbekannt”.

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Schleswig-Holstein: Katholischer Feudalismus plant Volksinitiative

DerverzweifelteJesusFür Gottesbezug in der Verfassung – Pressesprecher des Erzbistums Hamburg: Zur Zeit bereite man die Umsetzung der Kampagne vor. „Unsere Kirchen und Gemeindehäuser werden dabei eine wichtige Rolle spielen“.

kath.net

Nach der Ablehnung des Gottesbezuges in der neuen Landesverfassung Schleswig-Holsteins durch den Kieler Landtag gehen Protestanten und Katholiken getrennte Wege: Die katholische Kirche plant eine Volksinitiative, um das Thema erneut auf die Tagesordnung des Parlaments zu bringen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland will dagegen die Entscheidung akzeptieren. Dennoch hofft der Pressesprecher des Erzbistums Hamburg, Manfred Nielen, auf breite Unterstützung durch die evangelische Bevölkerungsmehrheit. „Ich bin zuversichtlich, die notwendigen Unterschriften zusammenzubekommen. Wir planen keine katholische Aktion“, sagte Nielen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Zur Zeit bereite man die Umsetzung der Kampagne vor. „Unsere Kirchen und Gemeindehäuser werden dabei eine wichtige Rolle spielen“, so Nielen. Er geht davon aus, dass auch viele Protestanten einen Gottesbezug in der Landesverfassung begrüßen. „Schließlich ist Schleswig-Holstein das Bundesland mit der größten protestantischen Bevölkerungsmehrheit“, so Nielen. 53 Prozent der 2,8 Millionen Einwohner sind evangelisch, sechs Prozent katholisch. Nielen rechnet damit, dass auch Juden und Muslime die Kampagne unterstützen. Notwendig sind 20.000 Unterschriften. Dann müsste der Landtag die Gottesfrage erneut debattieren. Hielte das Parlament an seiner Entscheidung fest, könnte nach einem Volksbegehren mit mindestens 80.000 Unterschriften ein Volksentscheid folgen.

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Nordkirche lehnt Volksinitiative zum Gottesbezug in der Verfassung ab

Bild: schleswig-holstein.de

Die Nordkirche wird das politische Votum des Landtages akzeptieren, keinen Gottesbezug in die Landesverfassung aufzunehmen.

evangelisch.de

Die evangelische Nordkirche wird keine Volksinitiative für den Gottesbezug in der Verfassung von Schleswig-Holstein auf den Weg bringen. Ein solches Vorhaben “steht für uns derzeit nicht zur Debatte”, sagte der Schleswiger Bischof Gothart Magaard am Samstag dem epd. Damit wird sich die Nordkirche nicht an der geplanten Volksinitiative des katholischen Erzbistums beteiligen.

Die Nordkirche habe im Vorfeld stets betont, dass sie das politische Votum des Landtages zur Landesverfassung akzeptieren werde, sagte der Bischof. “Ich werde diese Haltung nach dem Nein des Landtags zum Gottesbezug in der Verfassung nicht aufgeben.” Er werde sich auch nicht für eine Unterstützung einer Initiative durch die Nordkirche stark machen.

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Verfassung ohne Gottesbezug: Pfaffen wollen Volksentscheid

DerverzweifelteJesusMehr Transparenz, Minderheitenschutz und Bürgerrechte: Der Landtag in Kiel beschließt eine stark reformierte Landesverfassung. Ein Gottesbezug in der Präambel findet nach einer Grundsatzdebatte trotz Werbens von Regierungschef Albig keine Mehrheit.

Von Wolfram HammerLNOnline

Schleswig-Holstein hat eine neue Landesverfassung. Der Landtag segnete sie gestern mit 61 von 66 Stimmen ab. Die Bindung der Politik und Politiker an eine „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ taucht darin allerdings nicht auf. Im Plenum fand sich gestern keine Zweidrittelmehrheit für einen Gottesbezug in der Präambel. Nur 33 Abgeordnete stimmten dafür. Jetzt wollen erste Kirchenvertreter den Weg der Volksinitiative gehen – und damit ausnutzen, dass die neue Verfassung auch die Hürden für die direkte Demokratie deutlich senkt.

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Schleswig-Holstein: Kein Gottesbezug—Gottesknechte jammern

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Dodo Torsten Albig, Ministerpräsident

Schleswig-Holsteins neue Landesverfassung wird keinen Gottesbezug in der Präambel haben. Zwei Gesetzesvorschläge mit Bezug auf Gott fanden am Mittwoch im Kieler Landtag nach zweieinhalbstündiger Debatte keine Mehrheit.

evangelisch.de

Mit großer Mehrheit angenommen wurde dagegen ein gemeinsamer Entwurf ohne Gottesbezug von CDU, SPD, Grünen, FDP, Piraten und den Abgeordneten des SSW. Von den 66 anwesenden Abgeordneten stimmten 61 zu, drei votierten dagegen. Es gab zwei Enthaltungen. In ersten Reaktionen bedauerten die evangelische Nordkirche und die katholische Kirche die Entscheidung.

Abgelehnt wurden die beiden Anträge mit Gottesbezug, darunter ein Entwurf der CDU-Fraktion. Hier stimmten 29 Abgeordnete zu, 35 votierten dagegen bei zwei Enthaltungen. Auch ein gemeinsamer Antrag von einzelnen Abgeordneten von CDU, SPD, Grünen und SSW fand mit 33 Ja und 33 Nein-Stimmen nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Mitinitiator war hier der Grünen-Politiker Andreas Tietze, der auch Präses der Nordkirchen-Synode ist.

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“Nachvollziehbar, dass sie in den Heiligen Krieg ziehen”

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Junge Männer, die aus Österreich zur Terrorgruppe IS gehen, fühlen sich heimatlos, sagt Soziologe Jens Dangschat.

Von Katharina MittelstaedtderStandard

STANDARD: Vielfalt ist ein schönes Schlagwort. Aber wird sie nicht vor allem von Menschen diskutiert, die von den Schwierigkeiten der Vielfalt ohnehin nicht betroffen sind?

Dangschat: Was gute Integration ist, wird von oben und außen von Menschen definiert, die in eher homogenen Wohngebieten leben, die mit Menschen aus der eigenen sozialen Gruppe arbeiten und deren Kinder nicht in Schulen in sozialen Brennpunkten gehen. Geht es konkret darum, sich mit Andersdenkenden auseinanderzusetzen, etwa Fragen zu diskutieren, wie sich die eigenen Kinder ernähren sollen, ist die Toleranzgrenze dann oft gerade auch in den gebildeten Mittelschichten schnell ausgereizt. Es stimmt mich sehr bedenklich, dass die vermeintlich tolerante Mittelschicht die Stadt immer mehr nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und kontrollieren will. Alles andere soll zwar Platz haben, einem aber bitte nicht täglich über den Weg laufen und eher am Stadtrand unterkommen.

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John Oliver: Scotland seeks divorce because England has been ‘a little bit of a dick’

John Oliver – screencap from Last Week Tonight

On HBO’s Last Week Tonight, host John Oliver introduced America to the complexities of Scotland’s upcoming vote to make it an independent country, separate from Great Britain.

By Tom Boggioni—RAWSTORY

Explaining that most American’s only know Scotland from Shrek movies and the Mel Gibson film Braveheart, Oliver explained that “nothing screams freedom quite like a millionaire Australian anti-Semite.”

Oliver detailed Scotland’s contentious relationship with England by first explaining that it is currently a member of the United Kingdom — which is not a country, but a “complicated political and complicated union”– formed in 1707.

“So Scotland and England have been involved in something of a 300-year-old arranged marriage,” he explained, “And look, I will be the first one to acknowledge, England has been a little bit of a dick since the honeymoon. In 1746, we actually banned the kilt, just because we knew they liked it.  And then, we chose ‘God Save the King’ as the U.K.’s national anthem, a song which, at one point, had a verse referencing ‘rebellious Scots to crush.’ Although, to be fair, we later realized that was wrong and replaced it with a line about pissing on the Welsh.”

Oliver mocked the name of the campaign designed to keep Scotland a part of the UK, “Better Together,” saying “it sounds like what people say  to convince themselves to stay in a dead marriage.”

Agreeing with some pro-independence commentators, Oliver conceded, “Scots know how to run a country.”

“When they got to choose a national animal they selected, and I swear this is true, a unicorn.” he said. “Who knew you were allowed to do that? Pick a fictional animal. Yeah, America is probably kicking itself for choosing the bald eagle now, aren’t you? You could have picked a wookie in a top hat, or whatever the f*ck Grimace is.”

Pointing to a picture of Grimace — a purple triangular McDonald’s cartoon character — Oliver stated, “He looks like a magic genie granted a wish to Gorbachev’s birthmark.”

Oliver concluded the segment pleading with Scotland to not secede by eating haggis, listening to bagpipe music and introducing a dancing unicorn.

Watch the video below, from Last Week Tonight:

AfD – die christliche Alternative für Deutschland?

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Nach ihrem Erfolg bei der Europawahl 2014 zieht die Alternative für Deutschland (AfD) in zwei weitere Landtage ein: Thüringen und Brandenburg. Ist die AfD eine Partei für konservative Christen? Aussagen von AfD-Mitgliedern zur Familien- und Migrationspolitik decken sich mit Überzeugungen Evangelikaler. Doch wo verläuft die Grenze zu rechtsnationalem Gedankengut?

Von Thomas Klattevangelisch.de

Es sei eine bösartige Unterstellung der Medien, die Alternative für Deutschland nicht nur als evangelikal, sondern gleichzeitig als rechtsnational bezeichnen zu wollen, sagt der Parteivorsitzende Bernd Lucke*. “Wir haben Grundsatzbeschlüsse der Partei, dass wir uns von jeder Form der Ausländerfeindlichkeit oder Islamfeindlichkeit oder des Antisemitismus abgrenzen. Das wird einfach nicht zur Kenntnis genommen.”

Lucke wehrt sich auch gegen Behauptungen, wie sie etwa in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aufgestellt wurden, dass seine Partei ein Sammelbecken für Evangelikale sei. Er selbst gehört der reformierten Kirche in Hamburg an, die wiederum eine Gliedkirche der EKD ist. Seine AfD sei die Partei der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes in der Mitte der Gesellschaft.

Ist die AfD zunächst nur zur Rettung des Euro gegründet worden, so ringt sie nun um ein Parteiprogramm, das alle gesellschaftlich-politischen Themen umfasst. Die AfD in ihren vielfältigen und zum Teil widersprüchlichen Äußerungen politisch einzuordnen, fällt von außen immer noch schwer.

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Initiative gegen Sexualkundeunterricht in Polen gescheitert

kirche_polenDer Entwurf sah für die «öffentliche Förderung oder Billigung» von Sexualverhalten in Gegenwart von Kindern unter 15 Jahren eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren vor.

kath.net

In Polen ist eine Volksinitiative gegen Sexualkundeunterricht an Schulen gescheitert. Die Abgeordneten des Parlaments wiesen am Freitag mit 264 gegen 169 einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bürgerkomitees «Stoppt Pädophilie» ab. Der Entwurf sah für die «öffentliche Förderung oder Billigung» von Sexualverhalten in Gegenwart von Kindern unter 15 Jahren eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren vor.

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Vorbild Mohammed

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Wenn im Namen des Islam Grausamkeiten begangen werden, heißt es immer,die Terroristen pervertierten eine friedliche Religion. Stimmt das wirklich?

Von Leon de WinterDIE WELT

Langsam werden wir in eine Diskussion gezogen, die wir vermeiden wollten. Es ist eine Diskussion, die die westliche Welt eigentlich seit der Aufklärung mehr oder weniger beerdigt hatte. Jetzt ist sie wieder da mit voller Wucht. Die industrielle Revolution gab uns die Werkzeuge, um Herr unseres eigenen Schicksals zu werden, und trotz schlimmster Rückfälle in die Barbarei während des 20. Jahrhunderts schritten wir voran zu Individualisierung, Säkularisierung, Wohlstand. Auf dem Weg ist uns die Vorstellung abhanden gekommen, dass wir wachsam und entschlossen sein müssen, wenn wir die Werte und Überzeugungen bewahren und aufrechterhalten wollen, die uns voran gebracht haben. So entstand die Idee, dass wir keine Feinde mehr haben. Wir konnten uns leisten, unentschlossen zu sein. Aber wir gingen noch weiter. Beschämt von den Massakern des 20. Jahrhunderts begannen wir, an den Ideen der Aufklärung zu zweifeln, die uns so weit gebracht hatten.

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Salafismus: Eine Provokation für den Rechtsstaat

KoranSalafisten werben in deutschen Großstädten ungeniert für ihre radikalen Ansichten – und rekrutieren Kämpfer für den Dschihad. Die Demokratie sollte sich gegen diesen Fundamentalismus wehren.

Von Alexander MarguierCicero

Vor einigen Tagen in einer Berliner Einkaufsstraße: Fünf oder sechs junge Männer mit langen Bärten stehen feixend hinter einem Stand und versuchen, Korane unters vorbeilaufende Volk zu bringen. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn es sich nur um fromme Menschen handelte, die versuchten, für ihre Religion zu werben. Aber ganz so einfach ist es eben nicht. Denn bei den Jungs handelt es sich um Aktivisten der salafistischen „Lies!-Stiftung“, die seit Jahren eine Kampagne für die fundamentalistische Lesart des Islam führt. Ein Mitarbeiter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz ließ sich im März über den Zweck dieser Kampagne wie folgt zitieren: „Ziel ist es, Anhänger für den Salafismus zu rekrutieren und damit diese Form des religiös motivierten Extremismus in Deutschland weiterzuverbreiten.“ Im Internet waren Videos mit jungen Leuten zu sehen, die von Deutschland aus in Richtung Syrien aufgebrochen waren, um sich dort zu Dschihad-Kämpfern ausbilden zu lassen; sie trugen Rucksäcke der „Lies!“-Aktion. Rund 400 Kombattanten des „Islamischen Staates“ seien aus Deutschland, sagte Angela Merkel beim Cicero-Foyergespräch.

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Rechtsextreme bedrohen Linken-Politikerin

Katharina König, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de

Die Thüringer Linken-Politikerin Katharina König ist am Samstag auf ihrer Wahlkampftour in Saalfeld massiv von Rechtsextremen bedroht worden. Nach Angaben der Thüringer Polizei vom Sonntag bedrängten zwei Personen aus dem rechten Spektrum König und ihr Team derart, dass diese sich gezwungen sahen, ihren Infostand wieder abzubauen.

evangelisch.de

Später seien weitere Rechtsextreme dazugekommen. Dank einiger Fotos, die Königs Team von den Rechten machte, seien zwei Tatverdächtige im Alter von 30 und 32 Jahren identifiziert worden, hieß es. Sie seien einschlägig polizeilich bekannt. Der Staatschutz ermittele.
König engagiert sich seit Jahren massiv im Kampf gegen Rechtsextremismus in Thüringen. Die 36-Jährige ist die Tochter des Jenaer Stadtjugendpfarrers Lothar König, dem die sächsische Justiz Landesfriedensbruch im Zusammenhang mit Protesten gegen rechte Aufmärsche vorwirft. Katharina König sitzt seit 2009 für die Linken im Thüringer Landtag. Dort gehörte sie unter anderem dem NSU-Untersuchungsausschuss an.

Jüdische Organisation: Europa ist «reif» für Islamisten-Terroranschlag

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Der Europäische Jüdische Kongress stellt fest: In den vergangenen Wochen haben Zehntausende radikale Islamisten bei Kundgebungen in Europa einen «Heiligen Krieg» (Dschihad), die Ermordung von Juden sowie die Einführung der Scharia verlangt.

kath.net

Der Europäische Jüdische Kongress (EJC) sieht Teile Europas «reif» für einen Anschlag der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS). In den vergangenen Wochen hätten Zehntausende radikale Islamisten bei Kundgebungen in Europa einen «Heiligen Krieg» (Dschihad), die Ermordung von Juden sowie die Einführung des islamischen Strafrechts, der Scharia, verlangt, erklärte EJC-Präsident Moshe Kantor am Montag in Brüssel. Auch zunehmende Angriffe auf jüdische Einrichtungen zeigten, dass es darum gehe, «einen Religionskrieg auf dem Kontinent zu entfachen».

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«Über Gott reden, nicht über Demokratie»

Ein islamistischer Fundamentalist im Irak zerstört eine Marienstatue. Bild: 20min.ch/mehr

Es sei höchste Zeit, dass Europa endlich über Religionskonflikte spreche anstatt nur über Demokratie und Menschenrechte, sagt der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser.

Von Désirée Pomper20min.ch

Herr Ganser*, mit dem Aufkommen radikaler islamistischer Terrorgruppen wie der IS, Boko Haram oder Al-Shabab, die Jagd auf religiöse Minderheiten machen, ist der Religionskonflikt wieder entflammt. In Europa aber, so scheint es, wird das Thema Religion tabuisiert.
Genau. Wir stellen die Frage nach Gott nicht. Wir reden lieber über Demokratie und Freiheit. Dschihadisten aber wollen über Gott sprechen! Das Problem ist, dass wir von unserer historischen Entwicklung her an einem anderen Punkt sind. Wir haben den Religionskrieg hinter uns. Darüber sind wir hinweg. Religionskriege sind in der Schweiz kein Thema mehr. Aber wir müssen uns dieser Diskussion dringend wieder stellen.

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Kirche und Staat: Oh Gott

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDie religionspolitische Ordnung in Deutschland ist aus den Fugen geraten. Die Großkirchen stören sich daran bislang wenig. Und wenn, dann reagieren sie in bester altbundesrepublikanischer Mentalität.

Von Professor Dr. Hans Michael HeinigFrankfurter Allgemeine

Seit einigen Jahren wird in Feuilletons und Philosophenkreisen die „Wiederkehr der Götter“ beschworen. In der Tat gibt es spürbares Interesse an der Religion und ihrem sperrigen Verhältnis zum modernen Denken. Doch man darf beweifeln, ob damit der Trend zu einer postsäkularen Gesellschaft einhergeht. In der harten Religionsempirie bilden sich weder eine flächendeckende Abkehr vor der Religion noch eine daran anschließende Rückkehr zu ihr ab. Die Mitte Europas ist längst zu einer religiös gemäßigten Zone geworden, auch wenn es Unterschiede zwischen Ost und West, Stadt und Land gibt. Die Volkskirchen erodieren und bleiben doch präsent. Parallel rückt der Islam mit allen seinen komplizierten Facetten in das öffentliche Bewusstsein. Orthodoxe Christentümer und fernöstliche Religionsformen treten hinzu.

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Globuli ins Süßwarenregal!

Homöopathische Mittel ins Süßwarenregal / Kennzeichnung gem. Lebensmittel-Informationsverordnung

Von Lorenz MeyeropenPetition

Mit dieser Petition soll eine Einordnung homöopathischer Globuli als Süßwaren erreicht werden mit den nach sich ziehenden rechtlichen Folgen wie Kennzeichnungspflicht mit Nährwertdeklaration. (Süßwaren sind mitverantwortlich für Übergewicht und fördern die Entstehung von Karies.)

Begründung:

Immer mehr Menschen leiden unter den sogenannten Zivilisationserkrankungen wie Adipositas und Karies, was besonders auf die Zufuhr von zuckerhaltigen Süßwaren und Naschartikel zurückzuführen ist. Abgesehen vom menschlichen Leid entstehen der Gesellschaft so gewaltige Schäden.

Bei homöopathischen Produkten handelt es sich um als Arzneimittel getarnte Streuzuckerprodukte ohne Wirkstoffgehalt. Als Trägerstoff der sogenannten „Globuli“ und damit einzige Substanz dienen in der Regel Saccharose (HAB 2006) oder Xylitol, das als Zuckeraustauschstoff (E 967) verwendet wird.
Mit dieser Petition soll eine Einordnung der Zuckerkügelchen als Süßwaren erreicht werden.

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