Archiv der Kategorie: Demokratie

John Oliver: Scotland seeks divorce because England has been ‘a little bit of a dick’

John Oliver – screencap from Last Week Tonight

On HBO’s Last Week Tonight, host John Oliver introduced America to the complexities of Scotland’s upcoming vote to make it an independent country, separate from Great Britain.

By Tom Boggioni—RAWSTORY

Explaining that most American’s only know Scotland from Shrek movies and the Mel Gibson film Braveheart, Oliver explained that “nothing screams freedom quite like a millionaire Australian anti-Semite.”

Oliver detailed Scotland’s contentious relationship with England by first explaining that it is currently a member of the United Kingdom — which is not a country, but a “complicated political and complicated union”– formed in 1707.

“So Scotland and England have been involved in something of a 300-year-old arranged marriage,” he explained, “And look, I will be the first one to acknowledge, England has been a little bit of a dick since the honeymoon. In 1746, we actually banned the kilt, just because we knew they liked it.  And then, we chose ‘God Save the King’ as the U.K.’s national anthem, a song which, at one point, had a verse referencing ‘rebellious Scots to crush.’ Although, to be fair, we later realized that was wrong and replaced it with a line about pissing on the Welsh.”

Oliver mocked the name of the campaign designed to keep Scotland a part of the UK, “Better Together,” saying “it sounds like what people say  to convince themselves to stay in a dead marriage.”

Agreeing with some pro-independence commentators, Oliver conceded, “Scots know how to run a country.”

“When they got to choose a national animal they selected, and I swear this is true, a unicorn.” he said. “Who knew you were allowed to do that? Pick a fictional animal. Yeah, America is probably kicking itself for choosing the bald eagle now, aren’t you? You could have picked a wookie in a top hat, or whatever the f*ck Grimace is.”

Pointing to a picture of Grimace — a purple triangular McDonald’s cartoon character — Oliver stated, “He looks like a magic genie granted a wish to Gorbachev’s birthmark.”

Oliver concluded the segment pleading with Scotland to not secede by eating haggis, listening to bagpipe music and introducing a dancing unicorn.

Watch the video below, from Last Week Tonight:

AfD – die christliche Alternative für Deutschland?

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Nach ihrem Erfolg bei der Europawahl 2014 zieht die Alternative für Deutschland (AfD) in zwei weitere Landtage ein: Thüringen und Brandenburg. Ist die AfD eine Partei für konservative Christen? Aussagen von AfD-Mitgliedern zur Familien- und Migrationspolitik decken sich mit Überzeugungen Evangelikaler. Doch wo verläuft die Grenze zu rechtsnationalem Gedankengut?

Von Thomas Klattevangelisch.de

Es sei eine bösartige Unterstellung der Medien, die Alternative für Deutschland nicht nur als evangelikal, sondern gleichzeitig als rechtsnational bezeichnen zu wollen, sagt der Parteivorsitzende Bernd Lucke*. “Wir haben Grundsatzbeschlüsse der Partei, dass wir uns von jeder Form der Ausländerfeindlichkeit oder Islamfeindlichkeit oder des Antisemitismus abgrenzen. Das wird einfach nicht zur Kenntnis genommen.”

Lucke wehrt sich auch gegen Behauptungen, wie sie etwa in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aufgestellt wurden, dass seine Partei ein Sammelbecken für Evangelikale sei. Er selbst gehört der reformierten Kirche in Hamburg an, die wiederum eine Gliedkirche der EKD ist. Seine AfD sei die Partei der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes in der Mitte der Gesellschaft.

Ist die AfD zunächst nur zur Rettung des Euro gegründet worden, so ringt sie nun um ein Parteiprogramm, das alle gesellschaftlich-politischen Themen umfasst. Die AfD in ihren vielfältigen und zum Teil widersprüchlichen Äußerungen politisch einzuordnen, fällt von außen immer noch schwer.

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Initiative gegen Sexualkundeunterricht in Polen gescheitert

kirche_polenDer Entwurf sah für die «öffentliche Förderung oder Billigung» von Sexualverhalten in Gegenwart von Kindern unter 15 Jahren eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren vor.

kath.net

In Polen ist eine Volksinitiative gegen Sexualkundeunterricht an Schulen gescheitert. Die Abgeordneten des Parlaments wiesen am Freitag mit 264 gegen 169 einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bürgerkomitees «Stoppt Pädophilie» ab. Der Entwurf sah für die «öffentliche Förderung oder Billigung» von Sexualverhalten in Gegenwart von Kindern unter 15 Jahren eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren vor.

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Vorbild Mohammed

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Wenn im Namen des Islam Grausamkeiten begangen werden, heißt es immer,die Terroristen pervertierten eine friedliche Religion. Stimmt das wirklich?

Von Leon de WinterDIE WELT

Langsam werden wir in eine Diskussion gezogen, die wir vermeiden wollten. Es ist eine Diskussion, die die westliche Welt eigentlich seit der Aufklärung mehr oder weniger beerdigt hatte. Jetzt ist sie wieder da mit voller Wucht. Die industrielle Revolution gab uns die Werkzeuge, um Herr unseres eigenen Schicksals zu werden, und trotz schlimmster Rückfälle in die Barbarei während des 20. Jahrhunderts schritten wir voran zu Individualisierung, Säkularisierung, Wohlstand. Auf dem Weg ist uns die Vorstellung abhanden gekommen, dass wir wachsam und entschlossen sein müssen, wenn wir die Werte und Überzeugungen bewahren und aufrechterhalten wollen, die uns voran gebracht haben. So entstand die Idee, dass wir keine Feinde mehr haben. Wir konnten uns leisten, unentschlossen zu sein. Aber wir gingen noch weiter. Beschämt von den Massakern des 20. Jahrhunderts begannen wir, an den Ideen der Aufklärung zu zweifeln, die uns so weit gebracht hatten.

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Salafismus: Eine Provokation für den Rechtsstaat

KoranSalafisten werben in deutschen Großstädten ungeniert für ihre radikalen Ansichten – und rekrutieren Kämpfer für den Dschihad. Die Demokratie sollte sich gegen diesen Fundamentalismus wehren.

Von Alexander MarguierCicero

Vor einigen Tagen in einer Berliner Einkaufsstraße: Fünf oder sechs junge Männer mit langen Bärten stehen feixend hinter einem Stand und versuchen, Korane unters vorbeilaufende Volk zu bringen. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn es sich nur um fromme Menschen handelte, die versuchten, für ihre Religion zu werben. Aber ganz so einfach ist es eben nicht. Denn bei den Jungs handelt es sich um Aktivisten der salafistischen „Lies!-Stiftung“, die seit Jahren eine Kampagne für die fundamentalistische Lesart des Islam führt. Ein Mitarbeiter des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz ließ sich im März über den Zweck dieser Kampagne wie folgt zitieren: „Ziel ist es, Anhänger für den Salafismus zu rekrutieren und damit diese Form des religiös motivierten Extremismus in Deutschland weiterzuverbreiten.“ Im Internet waren Videos mit jungen Leuten zu sehen, die von Deutschland aus in Richtung Syrien aufgebrochen waren, um sich dort zu Dschihad-Kämpfern ausbilden zu lassen; sie trugen Rucksäcke der „Lies!“-Aktion. Rund 400 Kombattanten des „Islamischen Staates“ seien aus Deutschland, sagte Angela Merkel beim Cicero-Foyergespräch.

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Rechtsextreme bedrohen Linken-Politikerin

Katharina König, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de

Die Thüringer Linken-Politikerin Katharina König ist am Samstag auf ihrer Wahlkampftour in Saalfeld massiv von Rechtsextremen bedroht worden. Nach Angaben der Thüringer Polizei vom Sonntag bedrängten zwei Personen aus dem rechten Spektrum König und ihr Team derart, dass diese sich gezwungen sahen, ihren Infostand wieder abzubauen.

evangelisch.de

Später seien weitere Rechtsextreme dazugekommen. Dank einiger Fotos, die Königs Team von den Rechten machte, seien zwei Tatverdächtige im Alter von 30 und 32 Jahren identifiziert worden, hieß es. Sie seien einschlägig polizeilich bekannt. Der Staatschutz ermittele.
König engagiert sich seit Jahren massiv im Kampf gegen Rechtsextremismus in Thüringen. Die 36-Jährige ist die Tochter des Jenaer Stadtjugendpfarrers Lothar König, dem die sächsische Justiz Landesfriedensbruch im Zusammenhang mit Protesten gegen rechte Aufmärsche vorwirft. Katharina König sitzt seit 2009 für die Linken im Thüringer Landtag. Dort gehörte sie unter anderem dem NSU-Untersuchungsausschuss an.

Jüdische Organisation: Europa ist «reif» für Islamisten-Terroranschlag

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Der Europäische Jüdische Kongress stellt fest: In den vergangenen Wochen haben Zehntausende radikale Islamisten bei Kundgebungen in Europa einen «Heiligen Krieg» (Dschihad), die Ermordung von Juden sowie die Einführung der Scharia verlangt.

kath.net

Der Europäische Jüdische Kongress (EJC) sieht Teile Europas «reif» für einen Anschlag der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS). In den vergangenen Wochen hätten Zehntausende radikale Islamisten bei Kundgebungen in Europa einen «Heiligen Krieg» (Dschihad), die Ermordung von Juden sowie die Einführung des islamischen Strafrechts, der Scharia, verlangt, erklärte EJC-Präsident Moshe Kantor am Montag in Brüssel. Auch zunehmende Angriffe auf jüdische Einrichtungen zeigten, dass es darum gehe, «einen Religionskrieg auf dem Kontinent zu entfachen».

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«Über Gott reden, nicht über Demokratie»

Ein islamistischer Fundamentalist im Irak zerstört eine Marienstatue. Bild: 20min.ch/mehr

Es sei höchste Zeit, dass Europa endlich über Religionskonflikte spreche anstatt nur über Demokratie und Menschenrechte, sagt der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser.

Von Désirée Pomper20min.ch

Herr Ganser*, mit dem Aufkommen radikaler islamistischer Terrorgruppen wie der IS, Boko Haram oder Al-Shabab, die Jagd auf religiöse Minderheiten machen, ist der Religionskonflikt wieder entflammt. In Europa aber, so scheint es, wird das Thema Religion tabuisiert.
Genau. Wir stellen die Frage nach Gott nicht. Wir reden lieber über Demokratie und Freiheit. Dschihadisten aber wollen über Gott sprechen! Das Problem ist, dass wir von unserer historischen Entwicklung her an einem anderen Punkt sind. Wir haben den Religionskrieg hinter uns. Darüber sind wir hinweg. Religionskriege sind in der Schweiz kein Thema mehr. Aber wir müssen uns dieser Diskussion dringend wieder stellen.

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Kirche und Staat: Oh Gott

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDie religionspolitische Ordnung in Deutschland ist aus den Fugen geraten. Die Großkirchen stören sich daran bislang wenig. Und wenn, dann reagieren sie in bester altbundesrepublikanischer Mentalität.

Von Professor Dr. Hans Michael HeinigFrankfurter Allgemeine

Seit einigen Jahren wird in Feuilletons und Philosophenkreisen die „Wiederkehr der Götter“ beschworen. In der Tat gibt es spürbares Interesse an der Religion und ihrem sperrigen Verhältnis zum modernen Denken. Doch man darf beweifeln, ob damit der Trend zu einer postsäkularen Gesellschaft einhergeht. In der harten Religionsempirie bilden sich weder eine flächendeckende Abkehr vor der Religion noch eine daran anschließende Rückkehr zu ihr ab. Die Mitte Europas ist längst zu einer religiös gemäßigten Zone geworden, auch wenn es Unterschiede zwischen Ost und West, Stadt und Land gibt. Die Volkskirchen erodieren und bleiben doch präsent. Parallel rückt der Islam mit allen seinen komplizierten Facetten in das öffentliche Bewusstsein. Orthodoxe Christentümer und fernöstliche Religionsformen treten hinzu.

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Globuli ins Süßwarenregal!

Homöopathische Mittel ins Süßwarenregal / Kennzeichnung gem. Lebensmittel-Informationsverordnung

Von Lorenz MeyeropenPetition

Mit dieser Petition soll eine Einordnung homöopathischer Globuli als Süßwaren erreicht werden mit den nach sich ziehenden rechtlichen Folgen wie Kennzeichnungspflicht mit Nährwertdeklaration. (Süßwaren sind mitverantwortlich für Übergewicht und fördern die Entstehung von Karies.)

Begründung:

Immer mehr Menschen leiden unter den sogenannten Zivilisationserkrankungen wie Adipositas und Karies, was besonders auf die Zufuhr von zuckerhaltigen Süßwaren und Naschartikel zurückzuführen ist. Abgesehen vom menschlichen Leid entstehen der Gesellschaft so gewaltige Schäden.

Bei homöopathischen Produkten handelt es sich um als Arzneimittel getarnte Streuzuckerprodukte ohne Wirkstoffgehalt. Als Trägerstoff der sogenannten „Globuli“ und damit einzige Substanz dienen in der Regel Saccharose (HAB 2006) oder Xylitol, das als Zuckeraustauschstoff (E 967) verwendet wird.
Mit dieser Petition soll eine Einordnung der Zuckerkügelchen als Süßwaren erreicht werden.

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In Deutschland gilt auch US-Recht

justiz_grossWarum Edward Snowden nicht nach Deutschland kommen darf? Hier droht Auslieferung statt Asyl. Denn für die Bundesregierung ist die Partnerschaft mit den USA wichtiger als Recht und Verfassung. Eine bittere Erkenntnis.

Von Josef FoschepothSüddeutsche.de

Edward Snowden darf weitere drei Jahre in Russland bleiben und auch frei ins Ausland reisen. Sollte er je deutschen Boden betreten (was Snowden selbst und viele Deutsche sich wünschen) – nach welchem Recht würde man diesen Whistleblower hier behandeln? Als in den vergangenen Monaten über Aufenthaltsmöglichkeiten für Snowden diskutiert wurde, wurden drei Optionen genannt.

Erstens, das Asylrecht – es schied aus, weil ein Antrag auf Asyl nur von einer Person gestellt werden kann, die sich bereits im Lande aufhält. Eine zweite Möglichkeit wäre, Snowden nach dem Aufenthaltsgesetz aufzunehmen, das einem Ausländer “aus völkerrechtlichen oder dringenden humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis” ermöglichen kann. Dies lehnte die Bundesregierung ab. Auch die dritte Möglichkeit lehnte sie ab: Den Whistleblower nur für eine Zeugenvernehmung durch den parlamentarischen NSA-Untersuchungsausschuss ins Land zu lassen.

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Legendary music producer Brian Eno: “Funding Israel is like funding the KKK”

Music producer Brian Eno answers questions during a news conference in St. Petersburg November 29, 2010. REUTERS/Alexander Demianchuk.Alexander Demianchuk/Reuters

Acclaimed producer and musical artist Brian Eno has written a letter accusing Israel of ethnic cleansing and asking why the United States would continue to support what he considers “a ragingly racist theocracy.”

The Raw Story

The letter was sent as an email to a number of friends, including frequent collaborator David Byrne, who decided to publish it on his website. Byrne incDavid Byrneluded a lengthy response by friend Peter Schwartz, who criticizes Israel but includes greater historical context for the crisis.

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Gröbenzell: Gemeinderat legt sich mit Katholischer Kirche an

Katholische St. Johann Baptist Kirche in Gröbenzell
Bild: Wiki Commons / Richard Huber / CC-BY-SA-3.0

Der Gemeinderat von Gröbenzell hat mit 13 zu 10 Stimmen ein Diskriminierungsverbot für katholische Einrichtungen beschlossen. Dies berichtet das “Oberbayerische Volksblatt”.

QUEER.DE

In der nichtöffentlichen Sitzung war darüber diskutiert worden, dass die Gemeinde 75 Prozent des Defizits der katholischen Kindereinrichtungen trägt. Die Mehrheit wollte das nicht mehr hinnehmen, solange homosexuelle oder geschiedene Beschäftigte mit einer Entlassung rechnen müssen. Bürgermeister Martin Schäfer von der Wählergemeinschaft UWG soll nun mit der katholischen Kirche vor Ort verhandeln.

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Israels Staatspräsident Schimon Peres beendet seine Amtszeit

Schimon Peres (2009), Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0-br/Elza Fiúza

Am Sonntag geht die Amtszeit von Israels Staatspräsident Schimon Peres offiziell zu Ende. Der fast 91-jährige Friedensnobelpreisträger geht auf dem Höhepunkt seiner politischen Karriere, endlich auch im eigenen Land für 50 Jahre im Dienst Israels anerkannt.

Von Andrea Krogmanndomradio.de

Fast hätte er seine Amtszeit mit einem großen Hoffnungssymbol beenden können: Die Bilder des gemeinsamen Besuches mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Vatikan gingen um die Welt. Doch es sollte anders kommen: Während das weltweit älteste Staatsoberhaupt an diesem Donnerstagabend mit einer letzten Rede vor der Knesset auf die Errungenschaften Israels zurückblickt, hat der israelisch-palästinensische Konflikt eine neue blutige Spitze erreicht. Der gewünschte Frieden scheint so weit entfernt wie seit Jahren nicht mehr.

Er wurde nie vom Volk gewählt und war dennoch mehrfach Ministerpräsident, Außenminister, stellvertretender Staatspräsident und schließlich Präsident: Nahezu jedes wichtige politische Amt seines Landes hat Schimon Peres bekleidet. Nach sieben Jahren in seinem letzten und höchsten Amt endet die Ära Peres, der am 2. August seinen 91. Geburtstag feiert. “Stimme des Friedens”, “Friedenstaube” oder ähnlich lauten die Attribute, die Peres zum Ende seiner politischen Karriere zugeschrieben werden. Fakt ist, dass er die Nahost-Politik wie kaum ein anderer über ein halbes Jahrhundert mitgestaltet hat.

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Garnisonskirche Potsdam: »Warum soll die Öffentlichkeit dafür zahlen?«

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

In Potsdam war ein Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche erfolgreich. Ein Gespräch mit Simon Wohlfahrt

Interview: Roland ZschächnerjW

Simon Wohlfahrt ist Sprecher der Bürgerinitiative »Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche«. Informationen: http://www.­­ohne-garnisonkirche.de

Am Montag hat der Wahlleiter der Stadt Potsdam bestätigte, daß 14285 Unterstützer für das Bürgerbegehren und gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche gültig unterzeichnet haben. Wie geht es jetzt weiter?

Wir sind erst einmal froh, daß wir die notwendigen Unterschriften gesammelt haben – rund 1000 mehr als erforderlich. Das ist ein deutliches Zeichen. Wir haben nur dreieinhalb Monate benötigt, wofür wir ein Jahr Zeit gehabt hätten. Das zeigt den großen Widerstand der Potsdamer gegen das Projekt.

Nun wird von den Fraktionen der Linkspartei und »Die andere« in der Stadtverordnetenversammlung eine Sondersitzung am 30. Juli einberufen. Dort wird dann das Bürgerbegehren behandelt. Wir gehen davon aus, daß sich die Mehrheit gegen das Bürgerbegehren aussprechen wird. Wenn das eintritt, kommt es zu einem Bürgerentscheid, bei dem die Potsdamer darüber abstimmen können. Wir hoffen, daß der Termin dafür an die Landtagswahlen im September gekoppelt wird.

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Bürgerentscheid über Potsdamer Garnisonkirche rückt näher

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Während eine Bürgerinitiative bereits 14.000 Unterschriften gegen den Wiederaufbau der Garnisonskirche gesammelt hat, unterstützt die Politik das Projekt weiterhin. In Potsdam läuft alles auf einen Bürgerentscheid hinaus.

evangelisch.de

In Potsdam zeichnet sich ein Bürgerentscheid über den geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche ab. Die Rathauskooperation von SPD, CDU, Grünen, Potsdamer Demokraten und Freien Wählern habe sich auf eine Ablehnung des erfolgreichen Bürgerbegehrens gegen die Garnisonkirche verständigt, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Pete Heuer dem epd am Dienstag in Potsdam. Am 30. Juli ist eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgerbegehren geplant. Wird dabei das Bürgerbegehren abgelehnt, könnte als nächste Stufe ein Bürgerentscheid beantragt werden.

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Kommt Gottesbezug in Kieler Landesverfassung?

Parlamentssaal Kieler Landtag, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0

In der Formulierung «In Verantwortung vor Gott und den Menschen» seien sowohl gläubige Menschen als auch Anhänger einer humanistischen Weltanschauung einbezogen, teilten die Initiatoren am Freitag in Kiel mit.

kath.net

Heiß debattiert wird derzeit im schleswig-holsteinischen Landtag über eine Initiative zur Aufnahme eines Gottesbezugs in die Landesverfassung. In der Formulierung «In Verantwortung vor Gott und den Menschen» seien sowohl gläubige Menschen als auch Anhänger einer humanistischen Weltanschauung einbezogen, teilten die Initiatoren der Initiative am Freitag in Kiel mit. Der Gottesbezug sei auf diese Weise auch im Grundgesetz der Bundesrepublik verankert. «Dahinter sollte eine Landesverfassung für Schleswig-Holstein nicht zurückfallen».

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Feminismus: Die Emanzipation ist durch

Picture Alliance

In einem klugen Buch plädieren zwei Autorinnen gegen die Stilisierung der Frau zum Opfer. Das wiederum gefällt einigen Frauen gar nicht. Was meinen eigentlich die Männer dazu?

Von Milosz MatuschekCicero

Neulich bei einem Workshop der Grünen-nahen „Heinrich-Böll-Stiftung“. Die teilnehmenden Hochschullehrer sollten als Vertrauensdozenten und Auswahlkommissionsmitglieder lernen, wie man Stipendienbewerber „diversity-orientiert“ auswählt, also ohne den Verdacht der Diskriminierung nach Gruppenzugehörigkeit. Eine der ersten Übungen bestand darin, Begriffe aus dem Leitbild der Stiftung auszuwählen, die man nicht verstanden hat. Mein Wortungetüm lautete „geschlechterdemokratische Kompetenz“.

Ich kann nur vermuten, was sich dahinter verbirgt. Erklärt hat es während des Seminars nämlich niemand. Meine Vermutung: „geschlechterdemokratisch kompetent“ ist jemand, der die Überzeugung teilt, dass Frauen in unserer Gesellschaft systematisch benachteiligt werden. Eine Kompetenz im Sinne einer Fertigkeit ist das zwar nicht, vielmehr eine Weltanschauung im Mantel der politischen Korrektheit.

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Der Arbeitskreis Grüner Musliminnen widerspricht der Tageszeitung DIE WELT

Screenshot: bb

Screenshot: bb

Auf Welt Online erschien am 28.06.2014 ein Artikel von Till Stoldt, in dem der AK Grüne MuslimInnen erwähnt wird. Hierzu erklären die SprecherInnen des AK Grüne MuslimInnen NRW Ali Bas und Hasret Karacuban:

Islamische Zeitung

„Die Unterstellung, der AK Grüne MuslimInnen sei von Personen eingerichtet worden, die einem KRM-Verband angehörten und vertrete folglich einseitig die Interessen des KRM, ist haltlos. Der Arbeitskreis Grüne MuslimInnen wurde von Mitgliedern der Partei Bündnis 90/Die Grünen NRW gegründet, die sich intensiver mit dem Thema Islam und MuslimInnen in NRW befassen wollten – darunter waren und sind auch Mitglieder, die nicht muslimischen Glaubens sind.

Folglich arbeitet der AK auf Grundlage des Grünen Grundsatzprogramms. Richtig ist, dass der AK Grüne MuslimInnen gerade zur Anfangszeit bemüht war, sich mit verschiedenen muslimischen Organisationen zu vernetzen. Hierunter waren und sind sowohl die dem KRM angehörenden Verbände, die schon seit einigen Jahren Gesprächspartner der Landes- und Bundesregierung sind, als auch viele Vereine, Initiativen und Einzelpersonen wie etwa muslimische Frauenorganisationen, Studierendenvereinigungen, Jugendorganisationen, Umweltvereine usw. Die Pluralität muslimischen Lebens deutlich zu machen und gerade kleinere verbandsunabhängige Initiativen zu unterstützen, war stets eines der Ziele des AK Grüne MuslimInnen.

In unseren Positionspapieren haben wir uns mehrfach kritisch mit der Situation des organisierten Islam in NRW auseinandergesetzt, u.a. in Bezug auf deren teilweise starke Herkunftslandorientierung oder interne Strukturen. Dabei haben wir Wert darauf gelegt, dass eine Struktur geschaffen wird, in der auch unabhängige Gemeinden vertreten sind. Zudem haben wir in Diskussionen mehrfach die Notwendigkeit innermuslimischen Debatten zu gesellschaftlichen Fragen angemahnt, um so verschiedenen muslimischen Perspektiven Raum zu geben und das Weiterentwicklungspotenzial muslimischer Communities auszuschöpfen.

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Bürgerbegehren sammelt 16.000 Unterschriften gegen Garnisonkirche

Bild: buergerbegehrengarnisonkirche.wordpress.com

Das Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche ist beendet.

evangelisch.de

Mehr als 16.000 Unterschriften, die in dreieinhalb Monaten gesammelt wurden, sind am Montag an Stadtwahlleiter Matthias Förster übergeben worden. Für einen Erfolg seien 13.326 gültige Unterschriften von Einwohnern der Stadt notwendig, sagte Förster. Das entspricht zehn Prozent der Wahlberechtigten. Die Bürgerinitiative “Potsdam ohne Garnisonkirche” hätte ein Jahr für die Unterschriftensammlung Zeit gehabt.

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