Archiv der Kategorie: Recht

Wahl Dodo des Monats Oktober 2014

Dodo des Monats Oktober 2014

Dodo des Monats Oktober 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und mit den kürzer werdenden Tagen steigt die Anzahl religiöser Aktivitäten aller möglichen Konfessionen. Die Politik will dem nicht nachstehen. War es früher der Feudaladel, der die Untertanen den Verführeren der Kirchen zutrieb, sind es heute die Politiker, die weltfremd die schwindenden Einflusssphären religiöser Besitznahme hektisch übertönen. Hier sind die Kandidaten für den Monat Oktober:
  1. Hape Kerkeling, “Religiotie…
  2. Bernd Saur, “…mit philologischer Pornografie gegen den Bildungsplan.”
  3. Norbert Lammert, “lässt die “heute-Show” nicht im Bundestag drehen.”
  4. TU München, “UFO-Alarm im Hörsaal 200.”
  5. Erzbistum Hamburg, “katholischer Feudalismus plant Volksinitiative.”
  6. Peter Gauweiler, “Verkauf des säkularen Staates.”
  7. Reinhard Marx, “tagträumerisch über katholische Menschlichkeit.”
  8. Papst Franz, “päpstlicher Kreationisten-Müll.”
  9. Hannelore Kraft, “falscher Posten für die Gottesmagd.”
  10. Karl-Hinrich-Manzke,”verwechselt Grundgesetz mit Bibel.”
  11. König Abdullah-Zentrum Wien, “Islamistischer Extremismus im Kaffeehaus-Flair.”
  12. Winfried Kretschmann, “schwer leidend an ecclesiogener Neurose.”
  13. Wolfgang Thierse, “Der letzte Kreuzzügler der SPD.”
  14. Erhat Toka, “Humorloser Angehöriger von Allahs Bodenpersonal.”
  15. Margot Käßmann, “im Reformationswahn.”
  16. Thomas de Maizière, “besitzt Moscheen und hat zum Islam konvertierte Kinder.”
  17. Aydan Özoguz, “macht das Pimmelschnippeln bei kleinen Jungs politisch sakrosankt.
  18. Nikolaus Schneider, “braucht einen Freund, sollte sich einen Hund kaufen, nicht Gott.
  19. Tatjana Festerling, “zieht den Hut vor den Hools.”
  20. Frank-Walter Steinmeier, ” assistiert evangelischen Bischof in Asien, auf Staatskosten.”
  21. Ludwig Schick, “sinnfreies vom Erz-Apostel.”

 

Die Wahl ist bis zum 07. November, 18:00 Uhr, befristet. Der Gewinner wird am 08. November, hier auf dem Blog, gewürdigt werden. Mehrfachauswahl ist möglich.

Viel Spaß.

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EU-Operation Triton: “Das Massensterben wird weitergehen”

Lebensgefährliche Reise nach Europa: Nicht immer werden Flüchtlinge, so wie hier, gerettet (AFP / Marina Militare Italiana)

Europareferent von Pro Asyl fordert europäischen Seenotrettungsdienst.

Karl Kopp im Gespräch mit Dieter KasselDeutschlandradio Kultur

Am 1. November startet die EU-Operation “Triton”, die Flüchtlinge im Mittelmeer abfangen soll. Damit betreibe die EU in erster Linie Grenzschutz, kritisiert Karl Kopp von der Menschenrechtsorganisation “Pro Asyl”. So würden weiter massenhaft Menschen sterben.

Dieter Kassel: Als Reaktion auf das schlimme Unglück von Oktober 2013, bei dem vor der Küste der Insel Lampedusa 366 Flüchtlinge ums Leben kamen, hat die italienische Regierung eine Operation mit dem Namen “Mare Nostrum” ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Operation patrouilliert die italienische Marine im Mittelmeer und rettet Flüchtlinge, die mit oft seeuntauglichen Booten versuchen, das europäische Festland zu erreichen. Die Operation ist erfolgreich, auch wenn es weiterhin immer wieder schlimme Zwischenfälle und Tote gegeben hat auf dem Mittelmeer. Sie ist aber nicht nur erfolgreich, sondern aus Sicht der Italiener auch viel zu teuer. Italien zahlt nämlich die zehn Millionen, die Mare Nostrum in etwa pro Monat kostet, allein. Die EU will sich nicht beteiligen, weil sie auf “Triton” setzt. Das ist eine neue Mission, die morgen ihre Arbeit aufnimmt, aber Triton hat eine andere Aufgabe. Triton soll Grenzen sichern, die Flucht übers Mittelmeer also verhindern. Wir wollen darüber jetzt reden mit dem Europareferenten von Pro Asyl, Karl Kopp. Schönen guten Morgen, Herr Kopp!

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Katholisches Gesundschrumpfen?

Das Bistum Hildesheim hat die Fusion seiner Kirchengemeinden sechs Jahre früher als geplant bewältigt. (Themenbild) Bild: NDR

Wer sonntags in die Kirche geht, blickt mancherorts auf leere Bänke. Seit Jahren sinkt in Deutschland die Zahl der Gläubigen. Das Bistum Hildesheim hat auf diese Entwicklung sowie den Rückgang von Priestern bereits vor mehr als zehn Jahren reagiert und begonnen, seine Pfarrgemeinden zusammenzulegen.

NDR.de

Am Sonnabend schließt die Diözese diesen Prozess ab. Dann treten die letzten geplanten Fusionen in Kraft – sechs Jahre früher als ursprünglich geplant. Im Bistum Osnabrück haben die Verantwortlichen vor sechs Jahren reagiert. Dort sollen die Zusammenlegungen 2018 abgeschlossen sein.

Bistum Hildesheim verkleinert sich von 350 auf 119 Gemeinden

Im Bereich des Bistums Hildesheim werden zum 1. November Gemeinden im Untereichsfeld, im Raum Hildesheim, in Bad Salzdetfurth, Gehrden/Barsinghausen, Lehrte, Wedemark, Bremerhaven und Buchholz zusammengelegt. Dann sind von einst 350 Pfarrgemeinden nur noch 119 übrig. Im Durchschnitt gehören dann rund 5.100 Mitglieder zur jeweiligen Gemeinden.

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Integration auf dem Rücken der Kinderrechte?

beschneidungAm Mittwoch, dem 29. Oktober 2014, legte die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz (SPD), dem Bundestag den 10. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor.

MOGiS e.V.

Unter anderem nahm sie darin auch Stellung zum Ende 2012 in Kraft getretenen Beschneidungserlaubnisparagraphen 1631d BGB, der Vorhautamputationen ohne medizinische Indikation an minderjährigen Jungen aus jeglichem Grunde dem Erziehungsrecht der Eltern unterstellt hat.
“Die Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit.
Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal.”

Dies deckt sich mit den ihrerseits bereits im Zuge der Gesetzesverabschiedung gemachten Statements zu diesem Thema. Auch sonst hat sich in der Bewertung des Gesetzes in den vergangenen zwei Jahren bei Frau Özoguz nicht viel getan, obgleich der Bericht durchaus auch bedenkliche Zahlen zitiert:

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Reformationstag: Wie Martin Luther sich die Juden zurechtlegte

luther_1Debatte ohne Ende: War der Autor der Schrift “Von den Juden und ihren Lügen” von 1542 ein Antisemit? Der Theologe Thomas Kaufmann erklärt: Ja, der Reformator war einer. Aus enttäuschter Liebe.

Von Matthias KamannDIE WELT

Der 31. Oktober ist gefährlich. Denn am Reformationstag liegt es nahe, historische Distanz zu vergessen. Geschehnisse vor fast einem halben Jahrtausend, nach der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen gegen den Ablasshandel zu Allerheiligen 1517, sollen heutige Protestanten in ihrem gegenwärtigen Glauben stärken. Dass dies sehr schwierig ist, lässt sich dem neuen Buch von Thomas Kaufmann entnehmen. Es sei eine “unausweichliche Erkenntnis”, schreibt der Göttinger Professor für evangelische Kirchengeschichte und exzellente Lutherkenner, “dass man sich Luthers Theologie ebenso wenig blindlings anvertrauen kann, wie man sich als zurechnungsfähiger Mensch des 21. Jahrhunderts freiwillig den Heilkünsten eines Baders des 16. Jahrhunderts überlassen würde”.

Aber so wenig man dem Bader vertrauen darf, so wenig kann man ihm vorwerfen, dass er Bader war. Anders gesagt: Wenn heute die Gegner des Protestantismus dem Reformator Martin Luther (1483-1546) die Abweichung von ihren Positionen zur Last legen, dann irren sie. Dann “fehlt nur noch der Vorwurf, dass er nicht Auto fahren konnte”, wie jüngst Lutherbiograf Heinz Schilling auf einer Tagung in Berlin den Polemikern vorhielt. Schilling und Kaufmann plädieren für Luthers konsequente Historisierung. Deren Leistungsfähigkeit beweist Kaufmann jetzt in einem Buch über Luthers Verhältnis zu den Juden.

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Christlicher Glaube und Marktwirtschaft gehören zusammen

Bild: tilly

Bild: tilly

Ökonom: Wenn das eine wegfällt, verlieren wir auch das andere.

kath.net

„Der christliche Glaube und die freie Marktwirtschaft gehören untrennbar zusammen. Lassen wir das eine wegfallen, verlieren wir über oder lang auch das andere.“ Diese Ansicht vertrat der Diplom-Ökonom Robert Grözinger (Bath/England) auf einer Veranstaltung der Regionalgruppe Rhein-Main des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) am 29. Oktober in Frankfurt am Main. Der Autor des Buches „Jesus, der Kapitalist“ sprach vor 60 Vertretern aus Kirche und Wirtschaft zum Thema „Das christliche Herz der Marktwirtschaft“. Gastgeber war die Deutsche Bank. Grözinger zufolge sind entscheidende Grundlagen für den Kapitalismus aus dem Judentum und dem Christentum hervorgegangen, etwa die Achtung des Privateigentums sowie die Freiheit und Verantwortung des Einzelnen. Gott habe dem Menschen den Auftrag gegeben, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Dazu seien Effizienzsteigerung und Arbeitsteilung notwendig, um die Welt angesichts der Vielzahl der Menschen bewohnbar zu halten. Dies gelinge am besten durch die Marktwirtschaft.

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Tempelberg: Fatah-Partei ruft zum “Tag des Zorns” auf

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Nach der Erschießung eines Attentäters in Jerusalem ruft Palästina zu einem “Tag des Zorns” auf. In der Nacht gab es neue Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

stern.de

Nach der Schließung des Tempelbergs in Jerusalem durch die israelische Polizei am Donnerstag hat die palästinensische Fatah-Partei zu einem “Tag des Zorns” aufgerufen. In einer Mitteilung der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa schrieb die Palästinenserorganisation, man betrachte derartige Übergriffe auf den Tempelberg als “Erklärung eines religiösen Krieges gegen das palästinensische Volk”. Die Fatah rief die Palästinenser dazu auf, sich auf dem Tempelberg zu versammeln und dort zu bleiben.

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Nahost: Religionskrieg um den Tempelberg

Jehuda Glick reklamierte mit Feuereifer den Anspruch Israels auf den Felsendom. Bei einem Attentat trug er schwere Verletzungen davon. / Bild: (c) APA/EPA/MIRI TSACHI (MIRI TSACHI)

Das Attentat auf einen radikalen Prediger könnte in Jerusalem zu schweren Unruhen führen. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei das muslimische Heiligtum.

Von SUSANNE KNAULDie Presse.com

Unter den ultranationalistischen Predigern und Feuerköpfen, an denen in Israel kein Mangel herrscht, galt Jehuda Glick als der radikalste. Der großgewachsene Rotschopf, vor neun Jahren aus den USA eingewandert, erhob den Tempelberg in Jerusalem zu seinem Lebenszweck, wie er jüngst in einem Interview eingestand: „Der Tempelberg ist die Quelle meines Lebens und auch die Quelle meines Lebensunterhalts.“

Zahllose Male war er in seiner Mission, sich einen Platz auf dem Plateau des Felsendoms – des muslimischen Heiligtums – zu erstreiten, festgenommen worden. Nichts konnte ihn abhalten, mit einem Hungerstreik an der Klagemauer erzwang er die Aufhebung seiner Verbannung.
Sein Eiferertum könnte Glick nun zum Verhängnis werden – und Israel in eine neue Krise stürzen.

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Extremisten und Islam-Gegner: Religionskritik mit der Axt

Antiislamisches Schild bei einer Demonstration von Hooligans: Islam ist nicht nur Terror picture alliance

Terroristen und Islam-Kritiker führen ihre medialen Deutungsschlachten jetzt auch auf der Straße. Doch statt die Klischees weiter zu bestätigen, braucht es eine Debatte über eine Vernunftreligion.

Von Tahir ChaudhryCicero

Die barbarischen Akte der ISIS-Terroristen stellen eine deutliche Gefahr für muslimisches Leben und Denken in aller Welt dar. Doch wenn Muslime beteuern, dass es keinerlei Schwierigkeiten im Umgang mit Extremisten in ihren eigenen Reihen gebe, klingt das nach einem Tumorpatienten, der die Hilfe eines Arztes in Frage stellt. Auch wenn das Herz noch funktioniert, wird diese Einstellung auf kurz oder lang zum Tod des Patienten führen. Muslime sollten daher nicht leugnen, dass es ein Problem gibt, dürfen aber gleichzeitig den Patienten nicht sogenannten Islam-Kritikern überlassen, die mit der Axt auf ihn losgehen, um den Tumor aus dem Körper zu entfernen.

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TV-Dokumentation zeigt Glaube ohne Kirche

Die „Religiöse“ Maria (r.) besucht ein Hospiz. Sie sagt: „Wenn es nach dem Tod nichts gäbe, keinen Glaube, keinen Gott, keine Auferstehung, dann wäre so ein Menschenleben wie ein Windstoß – vorbei, Nächster.“ Foto: BR

Ein Jahr lang haben über 10.000 User auf dem Blog des Bayerischen Rundfunks über die Frage „Woran glauben die Menschen heute?“ diskutiert. Vier Arten zu glauben wurden herausgefiltert. Der BR zeigt am Samstag die Dokumentation dazu.

pro Medienmagazin

Woran glauben die Menschen heutzutage? Ein Jahr wurde diese Frage im Internet auf dem BR-Blog www.woranglauben.de diskutiert. Über 10.000 User haben mitgemacht, Hunderte ihr Glaubensbekenntnis geschickt. Aus den zahlreichen Kommentaren haben die BR-Autorinnen Christiane Miethge und Eva Achinger vier große Glaubenslinien herausgefiltert, mit Unterstützung des „Cred-O-Mat“, einem wissenschaftlichen Test für Glaubensfragen.

Jeweils einen Vertreter eines Glaubenstypen, wie etwa der „Religiöse“ oder der „Wissenschaftsgläubige“, haben sie mit der Kamera für ihre Dokumentation begleitet. Der BR zeigt sie am Samstag, den 1. November, um 19.00 Uhr.

„Glaube ist ein sinnstiftendes Vertrauen in eine Überzeugung“

Da Glaube heute sehr individuell ist, versuchten die Autorinnen diese vielen Glaubensformen zu bündeln. Eine wissenschaftliche Analyse der Kommentare sollte dabei helfen. Tatjana Schnell von der Universität Innsbruck entwickelte den „Cred-O-Mat“. Er half, Kategorien zu bilden und gibt den Usern gleichzeitig Rückmeldung, woran sie bewusst oder unbewusst glauben: Liebe, Freiheit, Natur, Gott. Die Definition, die dahinter steckte: „Glaube muss nichts mit Religion zu tun haben, er ist ein sinnstiftendes Vertrauen in eine Überzeugung“.

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UN-Gremium: Israel für exzessive tödliche Gewalt verantwortlich

Bild: bilder.t-online.de

Bild: bilder.t-online.de

Laut einem Bericht hat unter anderem der Krieg im Gazastreifen im Sommer dieses Jahres zu unverhältnismäßig vielen zivilen Opfern geführt. Israel müsse daher auch rückwirkend Menschenrechtsverletzungen seiner Soldaten prüfen.

evangelisch.de

Ein UN-Ausschuss hat Israel schwere Verletzungen der Menschenrechte in den Palästinensergebieten vorgeworfen. Immer wiederkehrende Berichte über “exzessive” tödliche Gewalt bei Operationen der Sicherheitskräfte gegen palästinensische Zivilisten seien besorgniserregend, erklärte der UN-Menschenrechtsausschuss am Donnerstag in Genf.

Das UN-Expertengremium unter dem Vorsitz des britischen Völkerrechtlers Nigel Rodley hielt in einem turnusmäßigen Report über Israel fest, dass der Militäreinsatz im Sommer in Gaza zu einer “unverhältnismäßig” großen Zahl ziviler Opfer geführt habe, darunter Kinder. Das Komitee verurteilte die Zerstörung medizinischer Einrichtungen und Schulen und die anhaltende Blockade Gazas durch die Israelis.

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Schweden erkennt Palästina als Staat an

Schweden, Freiheit für Palästina, Bild: BB

Schweden, Freiheit für Palästina, Bild: BB

Es war eine der ersten Ankündigungen der neuen Regierung, nun wird sie in die Tat umgesetzt: Schweden erkennt Palästina als eigenständigen Staat an.

SpON

Das Thema stand ganz oben auf der Agenda, gleich in seiner Antrittsrede Anfang Oktober sagte Schwedens Premierminister Stefan Löfven: “Der Konflikt zwischen Israel und Palästina kann nur durch eine Zwei-Staaten-Lösung gelöst werden, ausgehandelt in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Völkerrechts.”

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Dodo Käßmann im Reformationswahn

Margot-KässmannDer Reformationstag soll nach Ansicht der evangelischen Theologin Margot Käßmann ein gesetzlicher Feiertag werden.

evangelisch.de

Sie hoffe, dass nicht nur zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Martin Luther (1483-1546) im Jahr 2017 der 31. Oktober ein solcher Feiertag werde. “Ich fände es schon richtig, wenn das nicht einmalig wäre”, sagte die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (Donnerstagsausgabe).

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Religion: Neue Feiertage braucht das Land

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Der 31. Oktober und der 1. November nähern sich: Reformationstag und Allerheiligen sind wichtige christliche Feiertage. Doch im säkularisierten Deutschland haben sie ihre eigentliche Bedeutung längst eingebüßt. Könnte man für Ungläubige nicht andere Feiertage erfinden?

Von Arno OrzessekDeutschlandradio Kultur

“Das ‘christliche Abendland’ war einmal”, titelte kürzlich nicht etwa eine linksliberale Multikulti-Gazette… Sondern das evangelikale Magazin Idea spektrum, Hausblatt strenggläubiger Protestanten.

Dem ist schwer zu widersprechen. Nicht nur die Kirchen leeren sich notorisch – auch der Islam gehört zu Deutschland.

Ja, aber… Reformationstag, Allerheiligen, Allerseelen: Das kommende Wochenende bietet alles auf, um dem zu widersprechen. Wenn es noch einen Rückzugsort des einst allmächtigen Christentums gibt, dann ist es der Kalender.

Die christlichen Feiertage sind in Deutschland das letzte lose Bindeglieder zwischen der säkularen Gesellschaft und ihrer christlichen Vergangenheit. In der einst in der Tat eine eklatante Heiligen-Sucht herrschte. Zuerst waren Märtyrer die Favoriten. Doch schon im frühen Mittelalter verehrten die Gläubigen maßlos viele Engel, Apostel, Evangelisten, Personen des Neuen Testaments, Kirchenleute, Missionare und überhaupt auffällig gute Menschen als Heilige.

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de Maizière: Deutsche Extremisten sind unsere Söhne und Töchter

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) © bearb. MiG

Beim Kampf gegen die Terrororganisation IS stehe Deutschland in besonderer Verantwortung. 450 Radikale aus Deutschland hätten sich dem IS angeschlossen. Diese Menschen seien „in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine“, so der Minister.

MiGAZIN

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht Deutschland in besonderer Verantwortung beim Kampf gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS), weil in deren Reihen mindestens 450 Extremisten aus Deutschland kämpfen. „Die deutschen Kämpfer sind nun mal auch Teil des Konflikts, den wir zu lösen haben“, sagte de Maizière in einem Interview mit dem Magazin stern. „Es sind unsere Söhne und Töchter. Ein Großteil wurde hier geboren. Sie sind in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine. Wir tragen für deren Radikalisierung Verantwortung“.

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Islamismus in Bangladesch: Todesurteil für Parteichef

Parteichef Moulana Motiur Rahman Nizami (Mitte) bei seiner Verhaftung in Dhaka 2010.

1971 sagte sich Bangladesch von Pakistan los. Tausende starben im Unabhängigkeitskrieg. Einer der Verantwortlichen wurde jetzt verurteilt.

taz.de

Der Vorsitzende der größten islamistischen Partei in Bangladesch ist für Verbrechen während des Unabhängigkeitskriegs von 1971 zum Tode verurteilt worden. Das Urteil fällte ein dreiköpfiges Sondertribunal am Mittwoch. Dem 71-jährigen früheren Minister Motiur Rahman Nizami waren unter anderem Völkermord, Mord, Folter, Vergewaltigung und die Zerstörung von Eigentum vorgeworfen worden. Die Verteidigung kündigte einen Einspruch gegen das Urteil an.

Nizami selbst nahm den Spruch der Richter im voll besetzten Gerichtssaal in Dhaka emotionslos entgegen. Seine Partei Jamaat-e-Islami lehnte das Urteil ab und rief zu einem landesweiten Generalstreik für Donnerstag, Sonntag und Montag auf. Freitag und Samstag ist Wochenende in Bangladesch. In Dhaka patrouillierten bereits zur Urteilsverkündung am Mittwoch verstärkt Polizei und paramilitärische Einheiten, um Unruhen wie bei früheren Prozessen gegen islamistische Parteiführer zu verhindern. Nizami war bereits im Januar wegen Waffenschmuggels mit Indien zum Tode verurteilt worden.

 

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Pfarrer in Triest gesteht Missbrauch und erhängt sich

missbrauch_katholIn Triest hat sich der Priester einer slowenischen Gemeinde erhängt, nachdem er den früheren Missbrauch an einer Dreizehnjährigen zugegeben hatte. Wie die Zeitung “Corriere della Sera” (Mittwoch) berichtet, tötete sich der 48-jährige Pfarrer Maks Suard am Dienstag kurz vor einem Termin mit dem Triester Bischof Giampaolo Crepaldi, der ihm seine Suspendierung aus dem pastoralen Dienst und die Weiterleitung des Vorgangs an den Vatikan mitteilen wollte.

kathweb

Am Samstag hatte ihm Suard laut Bericht den Missbrauch an dem zur Tatzeit 13-jährigen Opfer gestanden und um einige Ruhetage gebeten, um sich auf seine Amtsniederlegung vorzubereiten. Am Dienstag hätten dann Crepaldi und der Mesner den Beschuldigten erhängt in seinem Pfarrhaus aufgefunden.

Der Bischof zeigte sich laut “Corriere” bestürzt und betroffen über den Vorfall. Wann der Missbrauch geschehen sein soll, ist bisher unklar, ebenso die Identität des mutmaßlichen Opfers.

Sterbehilfe: Katholisches Sedieren bis zum bitteren Ende

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Münchner Kardinal und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sprach sich erneut gegen die organisierte Sterbehilfe aus. Stattdessen müsse die Palliativmedizin gestärkt werden. Ende 2015 will der Bundestag die Sterbehilfe neu regeln.

evangelisch.de

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sein Nein zur organisierten Sterbehilfe bekräftigt. “Wir brauchen keine Anleitung zum Töten, sondern wir brauchen eine Anleitung zum menschenwürdigen Sterben”, sagte der Erzbischof von München und Freising am Mittwoch in Mühldorf am Inn. Daher müsse die Palliativmedizin gestärkt werden.

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Kentucky Shocked Creationist’s Tax-Funded Ark Museum Will Discriminate On Basis Of Religion

Image: Facebook/Ark_Encounter

Image: Facebook/Ark_Encounter

Ken Ham, president of a Christian ministry and the Creation Museum got millions in tax-break assurances from Kentucky, but now the State is shocked that he plans to discriminate based on religion. Will those tax breaks disappear?

By David BadashTheNewCivilRightsMovement

Ken Ham recently made headlines when he debated evolution with Bill Nye, “the science guy,” at Ham’s Creation Museum in Kentucky. Depending on your point of view, Nye won, or Ham won. But in another sense, Ham was the winner because Nye has been much more of a household name, for decades, than Ham.

Until now.

Born in Australia in 1951, Ham is a “young earth creationist” who believes the earth is just 6000 years old and everything anyone needs to know can be learned from the Bible — actual science, he insists, is misleading and wrong. He is the president of Answers in Genesis, a Christian Ministry that runs his Creation Museum, and soon — or, soon he had hoped — Ark Encounter, a Noah’s Ark museum to be based in Kentucky, too.

But as The New Civil Rights Movement reported this summer, Ham’s detractors found that the Ark Encounter, unlike the Creation Museum, isn’t a Christian ministry, and that’s creating a legal employment rights problem for Ham.

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Pat Robertson: Brittany Maynard Shouldn’t Kill Herself Because “God Can Heal Anything”

Image: Friendly Atheist

Brittany Maynard (left) is the 29-year-old with brain cancer who has chosen to kill herself in a few days so that she can die with dignity before the disease takes away everything that she believes makes life worth living.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

Pat Robertson commented on her story last night — you know you were waiting for his opinion — explaining how she should totally not kill herself because God will heal her… and how her decision is just a symptom of death-loving liberals:

… It’s amazing; the so-called liberals are a culture of death, they want to kill babies, they want to kill the terminally ill, they don’t seem to honor life

We should fight for life. It is a slippery slope… She has brain cancer, but brain cancer can get healed, God can heal anything.

If God cared so much, maybe he shouldn’t have given her the brain cancer to begin with…? Just a thought.

To repeat, there is no known cure for what Maynard has and the only options to extend her life would “destroy the time” she has left (her words).

Right Wing Watch points out that a woman once claimed Robertson faith-healed her brain tumor, though doctors made clear it wasn’t cancer. No alternative explanations were offered.