Archiv der Kategorie: Recht

PKK-Chef Öcalan stellt Ultimatum an die Türkei

Abdullah Öcalan (1997), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Die IS-Terrormiliz hat die kurdische Stadt Kobane fest in der Umklammerung – nun droht PKK-Chef Abdullah Öcalan der Türkei: Wenn Ankara den Grenzort im Stich lasse, drohe ein Ende des Friedensprozesses zwischen Kurden und Türken.

SpON

Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan setzt die türkische Regierung unter Druck: Sollte die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) in der überwiegend von Kurden bewohnten syrischen Grenzstadt Kobane ein Massaker verüben, werde seine Kurdische Arbeiterpartei PKK den Friedensprozess mit der türkischen Führung beenden. “Ich rufe jeden in der Türkei, der nicht will, dass der Friedensprozess und der Weg zur Demokratie zusammenbricht, auf, für Kobane Verantwortung zu übernehmen”, erklärte Öcalan.

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Erneuter Vandalismus gegen Katholiken in Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

Der „kleine Gruß” der „Anti”-Faschisten richtet sich gegen die freie Meinungsäußerung von Menschen, die für ein Recht auf Leben eintreten.

Ein Gastkommentar von Peter Winnemöllerkath.net

Wenn ich doch nicht immer so eine Unke wäre. Sagte ich doch kürzlich noch, dass man sich nicht darauf beschränken sollte, vor rechter Gewalt zu warnen und selbige im Auge zu behalten. Auch die linke Variante der Gewalt ist durchaus präsent. Die Schändung der Herz Jesu Kirche in Berlin hat nun noch eine Fortsetzung gefunden. Wie eine Internetseite von selbsternannten Antifaschisten (die ich hier bewusst nicht verlinke) aus Berlin berichtet, hat man nun eine Apotheke verwüstet, deren Eigentümer aus Gewissensgründen keine „Pille danach” verkauft.

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Suche nach mutmaßlichen Kriegsverbrechern: Eine Liste mit 80 Namen

galerie Das Simon-Wiesenthal-Zentrum forscht weltweit nach Nazi-Tätern.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem hat Deutschland eine Liste mit den Namen von 80 möglicherweise noch lebenden Mitgliedern der gefürchteten Nazi-Einsatzgruppen übergeben.

tagesschau.de

Wie das Zentrum weiter mitteilte, werden die unter Leitung von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich gebildeten Einsatzgruppen für die Ermordung von mehr als einer Million Juden in der Sowjetunion, in Polen und in Osteuropa verantwortlich gemacht.

Die Listen seien Justizminister Heiko Maas und Innenminister Thomas de Maizière mit der Aufforderung zur Strafverfolgung übergeben worden. Das Bundesjustizministerium teilte mit, es habe die Namen an die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg weitergeleitet.

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‘Blankes Entsetzen’ über Entwicklungen bei Sterbehilfe

sterbenLandeskomitee-Vorsitzender Schmid: Kirche muss Vorreiter in der Begleitung von Sterbenden sein – Zum belgischen Fall eines Strafgefangenen mit Todeswunsch: „Damit wird die Todesstrafe durch die Hintertür eingeführt.“

kath.net

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid, hat sich angesichts der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf Sterbehilfe besorgt geäußert. „Der kürzlich bekannt gewordene Fall eines 50-jährigen Strafgefangenen in unserem Nachbarland Belgien, der nach 30 Jahren im Gefängnis seinem Leben ein Ende setzen wollte und dies vor Gericht durchsetzen konnte, löst bei mir blankes Entsetzen aus“, so Schmid: „Damit wird die Todesstrafe durch die Hintertür eingeführt.“

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Dodo Marx: Familiensynode wird keine Entscheidungen fällen

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz, ist einer der Unterzeichner des Aufrufs

Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, warnt vor zu hohen Erwartungen an die bevorstehende Familiensynode im Vatikan.

evangelisch.de

Die am Sonntag beginnende Bischofssynode sei erst ein Anfang, sagt Marx der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Donnerstagsausgabe). Es werde nicht gelingen, zum Beispiel für den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen eine Regelung zu finden. Hierzu sei die Synode gar nicht befugt.

Bis zum 19. Oktober wird Papst Franziskus mit Kardinälen, Bischöfen, Priestern und Laien über das katholische Verständnis von Ehe, Familie und Sexualität und über die Alltagspraxis katholischer Gläubiger diskutieren. Deutschland wird von Kardinal Marx sowie der Referentin für Ehe und Familie im Erzbistum Berlin, Ute Eberl, repräsentiert.

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Behörden ließen Islamisten jahrelang ausreisen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Die Bundesregierung will gewaltbereite Islamisten an der Ausreise nach Syrien oder Irak hindern. Laut bayerischem Landeskriminalamt hatten die Sicherheitsbehörden jahrelang nichts dagegen, wenn Extremisten Deutschland verließen – im Gegenteil.

Frankfurter Allgemeine

Sicherheitsbehörden haben nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) jahrelang die Ausreise gewaltbereiter Islamisten aus Deutschland gebilligt oder unterstützt. Grundgedanke dabei sei der „Schutz unserer Bevölkerung“ gewesen, sagte der Leiter der Abteilung polizeilicher Staatsschutz und Terrorismusbekämpfung des LKA, Ludwig Schierghofer, dem WDR-Magazin „Monitor“. Die Überlegung sei gewesen, „Personen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie Anschläge begehen werden, außer Landes zu bringen“, so der Beamte.

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Woelki warnt vor «falschen Hoffnungen» in Bezug auf Geschiedene

Rainer Maria Woelki (2011), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Kölner Kardinal Woelki: Eine generelle Gleichbehandlung mit Nichtgeschiedenen werde es «wahrscheinlich niemals» geben.

kath.net

Der neue Kölner Kardinal Rainer Maria Kardinal Woelki hat vor «falschen Hoffnungen und Erwartungen» in Bezug auf das Thema Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene gewarnt. Denn es gehe schließlich auch um das Gebot Jesu, dass die Ehe unauflöslich ist, sagte er in Neuss. Zugleich betonte er, dass sich auch wiederverheiratete Geschiedene «als vollgültige Mitglieder der Gemeinde» sehen sollen. «Es geht dabei nicht nur um die Sakramente.» Am Sonntag beginnt in Rom eine außerordentliche Bischofssynode zum Thema Familie, bei der es auch um diese Frage geht.

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Wolfgang Benz: “Was früher Talmud-Hetze war, ist jetzt Koran-Hetze”

Wolfgang Benz, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Antisemitismusforscher über gefährliche Ausgrenzung, hartnäckige Vorurteile, falsche Maßnahmen und den “Bodensatz” in der Gesellschaft.

Interview | Peter Mayr, Marie-Theres EgyedderStandard.at

STANDARD: Österreich und Deutschland planen gesetzliche Maßnahmen gegen radikalen Islamismus. Ist das ein richtiger Schritt?

Benz: Das schürt die Feindbilder. Wobei es gar keinen Zweifel daran geben kann, dass man Extremisten das Handwerk legen muss. Kriminelle Handlungen können nicht hingenommen werden. Ich glaube aber nicht, dass man dazu die Gesetze verschärfen muss.

STANDARD: Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich befürchtet eine “Lex Islam”.

Benz: Offizielle Vertreter haben Angst davor, dass die Mehrheitsbevölkerung sämtliche Muslime pauschal in Verdacht nimmt. Ausnahmegesetze sind gefährlich, weil sie Unschuldige zu Feinden definieren. Es müsste mit dem normalen Strafrecht gehen.

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Missbrauch an der Odenwaldschule – Der Kinderschänder und der Gutmensch

Darf man die Rechte der wirklichen Opfer ignorieren? Menschen erfinden, die es nie gab? Ja, man darf, wenn ein so starker Film wie „Die Auserwählten“ über den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule erzählt.

Von Carin Pawlak—FOCUS ONLINE

Volker ist neu im Internat. Ein bildhübsches Kind, das sein Kuscheltier umschlungen hält, als es gefragt wird, ob es Sport mag. Volker verneint, und der Mann, zu dem er hochsieht, lächelt ihn gütig an und sagt: „Hier wirst du zu nichts gezwungen.“ Volker wird jahrelang von diesem Mann missbraucht werden, Drogen verfallen und sich später das Leben nehmen, auch, weil die eigene Mutter ihm bis zuletzt nicht glauben mag.

Angst und Scham der Opfer

„Ich wollte sprechen, aber ich konnte nicht“, sagt ein Opfer im Film „Die Auserwählten“. Es ist ein Schlüsselsatz, der erklärt, warum sich die Gefühlswelt der Missbrauchten erst nach Jahrzehnten aufschließen wird. Sie hatten Angst, sie schämten sich. Und keiner nahm sie ernst. Bis auf einen Menschen: Petra Grust. Der ARD-Film hat die Figur der Lehrerin Grust erfunden. Das ist einer der Kritikpunkte im Vorfeld der Ausstrahlung. Ein weiterer: Die Persönlichkeitsrechte zweier Opfer würden verletzt. Zudem verharmlose das Dargestellte die wahren Geschehnisse.

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Salafismus: Wenn die Jugend in den Krieg zieht

Anhänger jubeln in Frankfurt am Main dem umstrittenen Prediger Vogel zu. Der vielfach als islamistisch eingestufte salafistische Prediger hatte zu einer Demonstration unter dem Titel “Islam – die missverstandene Religion !” aufgerufen. picture alliance

Ein Großteil gewaltbereiter Salafisten kommt aus Nordrhein-Westfalen. Das Land hält dagegen. Es setzt auf eine Doppelstrategie aus Repression und Prävention. Doch warum ziehen junge Deutsche in den Krieg? Eine Spurensuche

Von Stefan LaurinCicero

Nirgendwo in Deutschland leben so viele Menschen muslimischen Glaubens wie in Nordrhein-Westfalen. Und nirgendwo in Deutschland ist die Bevölkerungsdichte so hoch wie in NRW. Diesen Umstand nutzen viele gewaltbereite Salafisten. Das Land hält dagegen. Es setzt auf eine Doppelstrategie aus Repression und Prävention. Neben der akuten Gefahrenabwehr werden deswegen auch Projekte unterstützt, die ein Abgleiten von muslimischen Jugendlichen in den Hass verhindern wollen.

Stadtteile wie Dinslaken-Lohberg gibt es viele im Ruhrgebiet. Die Zeche, die früher Tausenden einen Arbeits- und Ausbildungsplatz gab, ist seit 2005 geschlossen und heute ein sogenanntes Kreativquartier. Jobs gibt es seitdem so gut wie keine mehr. Auf dem Marktplatz der Siedlung lungern ein paar Trinker herum. Um die Altpapier- und Glascontainer am Rand häuft sich der Müll. Lohberg ist die Heimat einer der bekanntesten Salafistengruppen Deutschlands. Knapp zehn der mehrere Dutzend Anhänger großen Clique an militanten Gläubigen sind längst in den Irak gezogen. Einer von ihnen, Philipp B., hat im August einen Selbstmordanschlag verübt, bei dem 21 Menschen starben.

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Monty Python’s John Cleese Nails Just How Stupid Fox News Really Is

If you’ve ever happened upon a particularly mind-numbingly stupid edition of a Fox News show – be it the time Eric Bolling mocked a female fighter pilot by asking if she could be considered “boobs on the ground” or when Sean Hannity claimed Halloween was a liberal holiday because it teaches children to “ask for handouts.” – and asked yourself “How is this level of stupidity possible?” Actor and Monty Python alum John Cleese has a simple, yet startlingly accurate assessment: Fox News hosts are so dumb, that they aren’t even smart enough to recognize how dumb they are.

By Jameson ParkerAddicting Info

He says the problem with stupidity is that it breeds further stupidity.

“If you’re very, very stupid,” he explains, “How can you possibly realize that you’re very very stupid? You’d have to be relatively intelligent to realize how stupid you are.”

He then backed up this claim with some actual scientific data by a researcher named David Dunning at Cornell (if Sean Hannity is reading this, “scientific data” are those number-y things that make you angry). According to Dunning, knowing how good you are at something “requires exactly the same skills” as it would to actually be good at that thing. To put it another way, you could call it the “it takes one to know one” effect.

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Missbrauch: Vatikan ermittelt gegen weiteren Bischof

missbrauch_katholNach dem ehemaligen Nuntius in der Dominikanischen Republik ist nun der Bischof von Kansas City in den USA im Visier, wegen Vertuschung.

Die Presse.com

Das von Papst Franziskus angeordnete harte Vorgehen in Missbrauchssfällen trägt Früchte: Nach der Verhaftung des früheren Nuntius in der Dominikanischen Republik, Jozef Wesolowski, wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen, wird nun gegen Bischof Robert Finn aus Kansas City in den USA ermittelt, wie die Tageszeitung „La Repubblica“ am Mittwoch berichtete. Die Informationen wurde vom vatikanischen Pressesprecher, Pater Federico Lombardi, nicht kommentiert.

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Wegen „Schwulenheiler“: Einstweilige Verfügung gegen NDR

Der NDR darf heimlich gedrehte Szenen nicht mehr ausstrahlen, in denen sich ein schwuler Redakteur von einem Arzt angeblich heilen lassen will Foto: Mktp / flickr | CC-BY-NC-SA 2.0

Ein Hamburger Arzt hat eine einstweilige Verfügung gegen die NDR-Sendung Panorama erwirkt. Die in dem Beitrag „Die Schwulenheiler“ gezeigten – und mit versteckter Kamera gefilmten – Szenen, die den Mediziner zeigen, dürfen ab sofort nicht mehr ausgestrahlt werden.

pro Medienmagazin

Die Sendung Panorama strahlte im Mai heimlich gedrehte Filmszenen aus. Konkret geht es um Szenen in dem Beitrag „Die Schwulenheiler“. Der nach eigener Aussage schwule NDR-Reporter Christian Deker wollte sich von dem Arzt Arne Elsen wegen seiner Homosexualität behandeln lassen. Die Behandlung bestand darin, dass Elsen seinem Patienten den „Geist der Homosexualität“ mit Gebet und Handauflegung austreibt. Danach „versiegelt“ er die möglichen Eintrittsstellen mit Öl.

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Plantu: Französischer Papst-Karikaturist freigesprochen

Die Überschrift lautet: Pädophilie: Der Papst nimmt Stellung – der Junge sagt: “Hört auf euch ficken zu lassen, geht lieber am Sonntag wählen! (Es handelte sich damals um Regionalwahlen in Frankreich)

Urteil: Keine Aufstachelung zu Hass. Ein Pariser Strafgericht urteilte, die Darstellung ziele nicht darauf, die Katholiken oder Kleriker generell zu brandmarken.

kath.net

Der wegen einer Papst-Karikatur angeklagte französische Zeichner Plantu ist vom Vorwurf der Aufstachelung zu Hass freigesprochen worden. Ein Strafgericht in Paris urteilte am Dienstag laut französischen Medienberichten, die Darstellung ziele nicht darauf, die Katholiken oder Kleriker generell zu brandmarken. Der Karikaturist habe lediglich auf die seiner Meinung nach unangemessene Reaktion der Kirche auf Missbrauchsvorwürfe hingewiesen.

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Austria: Unbekannte sperren Bischof ein

Bischof Ägidius Zsifkovics / Bild: APA/ROBERT JAEGER

Nach Vorfall in Großwarasdorf stellt Diözese Eisenstadt fest: „Die Polizei verfolgt sehr konkrete Spuren und hat mitgeteilt, die Staatsanwaltschaft wegen des Delikts der Nötigung einzuschalten“ – Bereits der zweite nötigungsähnliche Vorfall im Ort

kath.net

Bischof Ägidius Zsifkovics (Foto) und andere Geistliche wurden am vergangenen Freitag in einem Pfarrhof absichtlich eingesperrt. Zur Befreiung war ein Polizeieinsatz nötig. Inzwischen wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Das berichtete die „Burgenländische Volkszeitung“. Die Diözese sprach von „einem äußerst bedenklichen Vorfall“.

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Im Jahr 2030 bräuchten wir eine zweite Erde

Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)

Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)

Der Mensch tötet mehr Tiere und verbraucht mehr Ressourcen, als der Planet regenerieren kann, besagt ein Bericht der Naturschutzorganisation WWF. Auch die Deutschen leben weit über ihre Verhältnisse.

stern.de

Der Mensch ist das wohl gierigste Wesen der Erde: Seit 1970 tötet er jedes Jahr mehr Tiere, holzt mehr Bäume ab und verbraucht mehr Rohstoffe, als die Natur regenerieren kann. “1,5 Erden sind derzeit nötig, um den aktuellen Ressourcenverbrauch zu decken”, heißt es in einem Bericht, den die Naturschutzorganisation WWF am Dienstag vorgestellt hat. Damit treibe die Menschheit ihren eigenen Planeten in einen “gefährlichen Burn-Out.”

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Konvivialistisches Manifest: Zusammenleben für die Zukunft

John Lennon & Yoko Ono at the first day of their Amsterdam Bed-In. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-nl

In einem Manifest fordern 40 Intellektuelle – darunter Eva Illouz, Chantal Mouffe und Eve Chiappello – Fürsorge und Maßhalten im globalen Maßstab.

Von Tim Kaspar Boehmetaz.de

Die romanischen Sprachen haben es in manchen Dingen leichter. Ein lateinischstämmiges Wort wie „convivialisme“ klingt dort viel weniger akademisch als im Deutschen, denn „conviver“, aus dem sich der Begriff herleitet, bedeutet im Französischen schlicht „zusammenleben“. Und um genau diese Frage geht es dem Konvivialismus, der auf eine Gruppe Intellektueller um den Pariser Soziologen Alain Caillé zurückgeht.

Rund 40 Autoren und Autorinnen – darunter Eva Illouz, Chantal Mouffe, Edgar Morin oder Yann Moulier-Boutang, stehen hinter dem „konvivialistischen Manifest“, das jetzt als Büchlein erschienen ist. Mit ihrem Text bringen sie dringende Fragen auf den Punkt: „Wie mit der Rivalität und der Gewalt zwischen den Menschen umgehen? Wie sie dazu bewegen, zusammenzuarbeiten, um sich weiterzuentwickeln, wobei jeder das Beste von sich selbst gibt, sodass es möglich wird, einander zu widersprechen, ohne einander niederzumetzeln? Wie lässt sich die heute grenzenlose und potenziell selbstzerstörerische Anhäufung von Macht über Mensch und Natur verhindern?“

 

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Mysteriöse „Scharia-Polizei“ provoziert in Leipzig

Die Innenstadt von Osten: links das City-Hochhaus mit dem Gewandhaus am Augustusplatz, auf der anderen Platzseite unterhalb der Bildmitte das Opernhaus, in den Ecken rechts die Red Bull Arena (oben) und das Wintergartenhochhaus (unten), 2008. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de/MartinGeisler

Rätselhafte Aktion in Dresden: Auf dem Marktplatz hat eine Gruppe vermummter Männer eine Tötungsszene des IS nachgestellt. Einer der Männer trug eine Warnweste mit der Aufschrift “Scharia-Polizei”. Ein anderer schwang eine Machete.

FOCUS ONLINE

Mysteriöser “Scharia-Polizei”-Vorfall in Leipzig: Eine Gruppe Vermummter habe am Dienstag auf dem Markt “offenkundig den Terror des IS”, dargestellt, teilte die Polizei mit. Einer habe sich als Getöteter auf den Boden gelegt, ein weiterer habe rote Flüssigkeit verteilt, ein Dritter wild eine Machete geschwungen. Die Unbekannten hätten Flyer an Passanten verteilt, einer von ihnen habe eine orange Warnweste mit der Aufschrift “Scharia-Polizei” getragen. Ein Zeuge habe die Polizei alarmiert. Als die Beamten eintrafen, seien die Vermummten jedoch verschwunden gewesen.

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Wahl Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Der Monat September ist Geschichte und eine Füllen von obskuren, irrationalen, fundamentalistischen Aussagen, Meinungen, aus Politik und Religion, haben sich angesammelt. Die Kandidaten sind letztlich eine Auswahl aus dem ganzen Müll, der  im Laufe eines Monats produziert wird. Hier sind die Kandidaten:
  1. Reinhard Marx, “will Gesundheitspolitik mit dem Strafgesetzbuch regeln.”
  2. WDR, “manipuliert Ukraine-Konflikt mit altem Panzerbild.”
  3. Volker Kauder, “…christlich-völkisches Geburtsrecht.”
  4. Christine Lieberknecht, “mit Bibelversen gegen die AfD.”
  5. Yasmin Fahimi, “erklärt den Islam.”
  6. Karin Bertholdes-Sandrock, “warnt vor Homosexuellen an Schulen.”
  7. Jean-Claude Hollerich, “droht mit Kulturkampf in Luxemburg.”
  8. Malu Dreyer, “wünscht sich gemeinsames Abendmahl.”
  9. Günther Jauch, “gerät der Dschihad-Talk aus dem Ruder.”
  10. Papst Franz, “beschwört den Teufel.”
  11. Peter Frey, “Eklat im ZDF-Fernsehrat.”
  12. Deutsche Bischofskonferenz, “Aufklärung der Missbrauchsfälle kommt nicht voran.
  13. Aiman Mazyek, “Kopftuchurteil ist Rückschlag für Integration.”
  14. Wolfgang Thierse, “Kirche ist Anwalt der Ausgegrenzten.”
  15. Bundesarbeitsgericht, “Kirchliche Einrichtungen dürfen Kopftuch verbieten.”
  16. “Marsch für das Leben”, “Gott macht Müll.”
  17. Martin Walser, “im Gotteswahn.”
  18. Volkshochschule Mainz, “Esoterische Angebote im Programm.”
  19. Stadtrat Leipzig, ” 700 Millionen € Schulden, 1 Million für die Katholen.”

Die Wahl ist bis zum 07. Oktober 2014, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.10., hier auf dem Blog, gewürdigt. Viel Spaß!

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Neue Liberale für klare Trennung von Kirche und Staat

Silvia Canel war zunächst FDP-Mitglied und hat jetzt die neuen Liberalen mitgegründet, die sich klar zum Verhältnis von Kirche und Staat positioniert haben Foto: TruthDetective – Eigenes Werk / Wikipedia | CC-BY-SA 3.0

Deutschland ist seit dem Wochenende um eine Partei reicher. Auf einem Parteitag in Hamburg haben sich die „Neuen Liberalen“ gegründet, die zum Teil aus ehemaligen Mitgliedern der FDP bestehen. Dabei haben sie sich auch zur Stellung von Kirche und Staat positioniert.

pro Medienmagazin

Auf ihrem Parteitag beschäftigten sich die Neuen Liberalen unter anderem mit einem Antrag des Mitglieds Andreas Scholz, der eine konsequente Trennung von Kirche und Staat fordert. Dabei geht es den Neuen Liberalen darum, in der Gesellschaft darauf zu achten, keine Religionsrichtung einer anderen vorzuziehen und keiner mehr Rechte als einer anderen einzuräumen.

Staat als Handlanger der Kirchen?

Im Antragstext des Parteitages zu der Thematik heißt es: „Gerade die letzten Vorgänge um den tausendfachen Kindesmißbrauch (sic!) und den Limburger Bischof, in der katholischen Kirche haben gezeigt, dass auch in diesen, sich christlich nennenden, Organisationen Vorgänge stattfinden, die eine Bevorzugung dieser Religionsgemeinschaften nicht rechtfertigen.“

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