Archiv der Kategorie: Soziales

Italienische Pfarrer auf Abwegen: Bunga-Bunga in Albenga

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Der eine baggert Ehefrauen an, der andere posiert nackt im Internet: Im norditalienischen Bistum Albenga-Imperia scheinen einige Pfarrer auf Abwegen. Nun will der Papst einen Helfer in die sündige Diözese schicken.

Von Hans-Jürgen SchlampSpON

Albenga ist eine kleine Stadt an der Küste Liguriens im Nordwesten Italiens. Rund 23.000 Menschen leben dort, es gibt eine Kathedrale mit Grundmauern aus dem 11. Jahrhundert und einen Bischof, der seit einem Vierteljahrhundert die Messen liest – gerne in lateinischer Sprache. Bischof Mario Oliveri heißt der Geistliche, und derzeit hat er andere Sorgen als seine Messe und außerdem ungewohnte Gesprächspartner: Staatsanwälte und aufgeschreckte Emissäre aus Rom.

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Religiotie: Erhat Toka aus Osnabrück wirft Dieter Nuhr Hetze vor

Aufruf zum Boykott: Erhat Toka will am Samstag gegen den Auftritt von Dieter Nuhr in Osnabrück protestieren. Die Plakate sind gedruckt.Foto: Elvira Parton

Wenn der Kabarettist Dieter Nuhr am Samstag in Osnabrück auftritt, werden Muslime vor der Stadthalle gegen ihn demonstrieren. Erhat Toka, der Initiator des Protests, bezeichnet den Comedian als „Hassprediger“, der Hetze gegen den Islam betreibe.

Von Rainer Lahmann-LammertOsnabrücker Zeitung

Er hat Anzeige wegen „Beschimpfung von Religionsgemeinschaften“ erstattet und ruft zum Boykott der Veranstaltung auf. Dieter Nuhr will sich erst in der kommenden Woche gegenüber unserer Redaktion äußern.

„Wenn sich jemand über den Islam lustig macht, habe ich nichts dagegen“, sagt Erhat Toka, und gibt mit einem Lächeln zu verstehen, dass er keine Spaßbremse sein will. Aber Dieter Nuhr wirft er vor, dass er unter dem Deckmantel der Satire eine „blöde, dumme Hetze“ gegen eine Minderheit betreibe. Erhat Toka sitzt in seiner Kampfsportschule an der Iburger Straße, sein schwarzer Rauschebart fällt auf sein blütenweißes Hemd. Vor drei Jahren hat der Mann mit deutschem Pass und türkischen Wurzeln für eine muslimische Partei bei der Kommunalwahl kandidiert, ohne Erfolg. Am Runden Tisch der Religionen wird ihm gelegentlich eine Nähe zu islamischen Hardlinern nachgesagt. Gerne gibt er sich als Fan des türkischen Staatspräsidenten Erdogan zu erkennen.

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Jeder dritte US-Amerikaner beim FBI aktenkundig

usaTaktik der Polizei und Null-Toleranz-Politik haben in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt.

Von Rainer SommerTELEPOLIS

Wie das Wall Steet Journal berichtet (auch hier zu lesen) liegt mittlerweile beim FBI über annähernd jeden dritten US-Amerikaner eine Akte auf.

Over the past 20 years, prompted by changing police tactics and a zero-tolerance attitude toward small crimes, authorities have made more than a quarter of a billion arrests, the Federal Bureau of Investigation estimates. Nearly one out of every three American adults are on file in the FBI’s master criminal database.” (WSJ)

Verantwortlich sei die geänderte Taktik der Polizei und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber geringfügigen Vergehen, die laut FBI in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt habe. So würden Aktionen, die vor 20 Jahren allenfalls mit Nachsitzen bestraft worden wären – wie zu viel Make-up oder eine freche Antwort an die Lehrer – heute zusehends im Polizeigewahrsam enden. 2012 wurden rund 260.000 Schüler der Polizei übergeben.

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Racial Profiling: “Ihr seid hier nicht in Afrika”

March to end racial profiling © longislandwins @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Vor zwei Jahren wurde Derege Wevelsiep Opfer von Polizeigewalt. Eigentlich eine klare Sache. Dass es zu einem Prozess kommt, grenzt dennoch fast an ein Wunder. Der Fall wirft einmal mehr die Frage auf, inwiefern struktureller Rassismus in der Polizeiarbeit eine Rolle spielt.

Von Philipp WehnerMiGAZIN

Derege Wevelsieps Geschichte hat für viel Aufsehen gesorgt. Mehrere Tausend Menschen gingen im November 2012 in Frankfurt auf die Straßen, um gegen Polizeigewalt im Allgemeinen und die Gewalt gegen Wevelsiep im Speziellen zu demonstrieren. Erst fünf Monate später ist sich die Staatsanwaltschaft überhaupt sicher, dass Wevelsiep am Abend des 17.10.2012 Unrecht geschehen ist.

Nach zwei langen Jahren wird sein Fall nun am 30. Oktober und 6. November 2014 vor Gericht verhandelt. Einer der vier beschuldigten Polizisten muss sich wegen Körperverletzung und Beleidigung im Amt verantworten. Die Anzeige gegen die übrigen drei aufgrund von Hausfriedensbruch, Nötigung und Freiheitsberaubung wurde fallengelassen, weil die Staatsanwaltschaft keinen Tatverdacht sah.

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Papst fordert Abschaffung von lebenslanger Freiheitsstrafe

Bild bearb. BB

Bild bearb. BB

Franziskus fordert vor Strafrechtsexperten auch menschenwürdige Haftbedingungen.

kath.net

Papst Franziskus hat eine Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe gefordert. Diese sei eine “heimliche Todesstrafe”, sagte der Papst am Donnerstag vor Mitgliedern der Internationalen Vereinigung für Strafrecht im Vatikan. Zugleich kritisierte er, dass die Todesstrafe weiterhin “auf dem ganzen Planeten” angewendet wird.

Franziskus ist seit seinem Amtsantritt vor anderthalb Jahren bereits mehrfach mit Häftlingen zusammengetroffen. Seine Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013) und Johannes Paul II. (1978-2005) hatten sich zwar ebenfalls für eine Abschaffung der Todesstrafe eingesetzt, nicht direkt jedoch für einen Verzicht auf die lebenslange Freiheitsstrafe. Der Weltkatechismus (Katechismus der Katholischen Kirche/KKK) schließt die Todesstrafe in “schwerwiegendsten Fällen” zum Schutz des Gemeinwohls nicht grundsätzlich aus. Zu lebenslänglicher Haft äußert er sich nicht.

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“Religionskonflikte sind kein Thema”

CMH Moschee in Jehlam, Pakistan. Bild: Theusmanhabib/CC-BY-SA-3.0

In Pakistan kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen muslimischen Glaubensrichtungen. Auch in Deutschland leben mehrere zehntausend Anhänger der verfeindeten Parteien. Doch offene Konflikte gibt es kaum. Eine Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum versucht nun, eine Erklärung für die vermeintliche Toleranz im Ausland zu finden.

Von Thorsten StegemannTELEPOLIS

In Pakistan leben derzeit rund 170 Millionen Muslime, in absehbarer Zeit könnten es mehr als in Indonesien (200 Millionen) sein. Seit Einführung des “Blasphemie-Gesetzes” im Jahr 1986 haben Nicht-Muslime hier einen schweren Stand. Doch auch innerhalb der religiösen Mehrheit sind Anschläge und gewaltsame Auseinandersetzungen mittlerweile an der Tagesordnung – und das nicht nur wegen der Taliban und anderer Extremistengruppen.

1989 wurden in Pakistan 67 “konfessionelle Zwischenfälle” mit 18 Todesopfern gezählt, 2010 kamen bei 57 Anschlägen 509 Menschen ums Leben. Allein zwischen dem 1. Januar und dem 27. Oktober 2013 forderten 91 Attentate 443 Menschenleben.Christophe Jaffrelot

Opfer von Gewalt, Übergriffen und gesellschaftlicher Ächtung sind nicht selten die Ahmadiyya. Die Mitglieder der im 19. Jahrhundert von Mirza Ghulam Ahmad gegründeten Glaubensgemeinschaft werden von den meisten anderen muslimischen Gruppen strikt abgelehnt. Diese befehden sich jedoch auch untereinander, allen voran Schiiten und Sunniten, die über die rechtmäßige Nachfolge des Propheten Mohammed streiten.

Sajida Fazal, Doktorandin am Centrum für religionswissenschaftliche Studien der Ruhr-Universität Bochum, will durch eine Interviewreihe herausfinden, ob und wie sich das Verhältnis der Glaubensgemeinschaften verändert, wenn ihre Mitglieder im Ausland leben. Sie hat bereits pakistanische Muslime in Bonn, Berlin, Stuttgart, Hamburg und Frankfurt befragt, Gespräche in München sollen noch folgen.

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Menschenrechtsgericht verurteilt Deutschland

justiz_grossVerdeckte Ermittler heuern einen bis dahin völlig unbescholtenen Bürger an, ein Drogengeschäft zu organisieren. Als er einwilligt, wird er verhaftet – und kommt für Jahre hinter Gitter.

evangelisch.de

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat Deutschland wegen unfairer Behandlung eines angeblichen Drogenhändlers verurteilt. Der Mann war 2007 von verdeckten Ermittlern angesprochen worden, die sich über ihn Kontakte in Kreise der organisierten Kriminalität im Raum Aachen verschaffen wollten. Der Mann, ein Gastwirt, war zu diesem Zeitpunkt keiner Straftat verdächtig. Die Fahnder überredeten ihn jedoch, für sie ein bestimmtes Drogengeschäft zu organisieren – woraufhin der Wirt mitsamt den eigentlichen Verdächtigen verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

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An der Sexualität retardieren die Bibel-Frommen

Handschellen mit Plüschfütterung Foto: Joe Wolf, flickr | CC-BY-SA 1.0

Ein Schulbuch für Sexualerziehung vermischt bei manchen Aufgaben religiöse Gegenstände wie Bibel und Kruzifix mit Dildos und Handschellen. Dieser Mix von Religion und Sex ist ein bewusster Teil der „Gender-Ideologie“, erklärt ein Experte.

pro Medienmagazin

Eheringe, Handschellen, Vibrator, Lederpeitschen, Herren-Tanga, Kopftuch, Kreuz und Bibel, Teddybär und weiteres Sexspielzeug. Aus diesen Gegenständen sollen Jugendliche um das 14. Lebensjahr Dinge auswählen, die für sie unbedingt zur Sexualität dazugehören. Auf die Frage, was nach dem Ende einer Beziehung gegen den Trennungsschmerz helfen könne, sollen die Jugendlichen unter anderem zwischen Schokolade, einem Gebetskreuz und einem Dildo wählen.

„Die Kombination aus religiösen Utensilien und Sexspielzeug entspringt dem Denkmuster des Gender Mainstreaming“, erklärt dazu der Jugendforscher Martin Voigt am Donnerstag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er zitiert aus einem Buch der Journalistin Dale O’Leary, die 1995 auf der UNO-Weltfrauenkonferenz beobachtete, wie das Konzept des Gender Mainstreaming verabschiedet wurde.

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Abbas’s Fatah honors Jerusalem hit-and-run terrorist

A bird's eye view of the Arab neighborhood of Silwan in East Jerusalem (photo credit: Nati Shohat/Flash90)

A bird’s eye view of the Arab neighborhood of Silwan in East Jerusalem (photo credit: Nati Shohat/Flash90)

Silwan branch of PA leader’s party praises ‘hero who ran over settlers'; mother says her son was mentally unstable, it was an accident.

By Elhanan MillerThe Times of Israel

Mahmoud Abbas’s Fatah movement published a poster Thursday celebrating Palestinian terrorist Abdel Rahman Al-Shaludi, who killed three-month-old Chaya Zissel Braun and injured eight other Israelis in a hit-and-run car attack in Jerusalem the previous day.

“The Silwan branch of Fatah honors the heroic martyr Abdel Rahman Al-Shaludi, who executed the Jerusalem operation which led to the running over of settlers in the occupied city of Jerusalem,” read the notice, posted on Fatah’s official Facebook page.

Shaludi, a nephew of slain Hamas explosives expert Mohiyedine Sharif, was believed to be a Hamas supporter based on his militant Facebook posts. But the new Fatah poster may indicate an organizational affiliation with the rival Palestinian organization.

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Merkel: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDeutschland sollte die Chancen der Zuwanderung nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel stärker nutzen. Das Land habe die Möglichkeit, „ein tolles Integrationsland“ zu sein, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz ihrer Partei zum Thema Zuwanderung. Migration müsse als Chance verstanden werden.

WESTFALENPOST

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den rund vier Millionen Muslimen in Deutschland den Rücken gestärkt und für mehr Offenheit gegenüber Zuwanderern geworben: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“, so wie es der frühere Bundespräsident Christian Wulff gesagt habe, erklärte Merkel in Berlin. „Ein Angriff auf eine Moschee ist ein Angriff auf unsere Grundwerte.“

Die Kanzlerin nannte es ein wichtiges Signal, dass sich die muslimischen Verbände in Deutschland in einem Aufruf gegen Hass und Gewalt gestellt hätten. Erst vor sechs Tagen hatte ein Islamist aus NRW per Video der Kanzlerin gedroht. Dass eine Religion missbraucht werde, gebe es überall, sagte Merkel.

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So erbittert streitet Baden-Württemberg über Lehrplan zur sexuellen Vielfalt

20140405_demofueralle_stuttgart_Bildungsplan_2014-567x410Seit Monaten erregen Pläne der grün-roten Landesregierung die Gemüter, in Baden-Württemberg sexuelle Vielfalt auf den Lehrplan zu schreiben. Der Vorsitzende des dortigen Philologenverbands warnte vor einer “Pornografisierung” des Unterrichts. Der zuständige Bildungsminister wehrt sich.

Nach seiner Kritik an einer angeblichen Pornografisierung des Schulunterrichts gerät der Landeschef des Philologenverbandes, Bernd Saur, unter Druck. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) warf Saur am Dienstag in einem offenen Brief unverantwortlichen und unfairen Umgang mit dem Thema Akzeptanz sexueller Vielfalt vor. “Mit ihrem Kommentar tragen Sie wesentlich zu einer Verschärfung des öffentlichen Diskurses bei”, schreibt Stoch, der auch oberster Dienstherr des Ulmer Gymnasiallehrers ist.

Minister gibt sich empört

Saur hatte im “Focus” unter der Überschrift “Schamlos im Klassenzimmer” davor gewarnt, Kinder “nicht vertretbaren Übergriffen durch entfesselte, öffentlich komplett enttabuisierte Sexualpädagogen” auszusetzen. Stoch schrieb, er sei empört über Art und Weise der Kritik.

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Gericht entzieht “Zwölf Stämme”-Eltern Sorgerecht

zwoelf_staemme_klosterzimmernDie Eltern von sechs Kindern der umstrittenen Sekte “Zwölf Stämme” verlieren ihr Sorgerecht.

evangelisch.de

Bei einem weiteren Kind im Alter von eineinhalb Jahren konnte hingegen eine Gefährdung des Kindeswohls nicht nachgewiesen werden, wie das Ansbacher Familiengericht am Mittwoch weiter mitteilte. Dieses Kind befindet sich bereits seit Dezember 2013 wieder in der Obhut seiner Eltern.

Die Richter hatten den Eltern im September 2013 vorläufig das Sorgerecht entzogen. Hintergrund sind Gewaltvorwürfe. Die Eltern sollen ihre Kinder aus religiösen Gründen “gezüchtigt” haben. Bei einem Polizeieinsatz waren in Wörnitz im Kreis Ansbach sowie am deutschen Hauptsitz der Sekte in Hinterzimmern im Kreis Donau-Ries 40 Kinder in Gewahrsam genommen worden.

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Norwegen: Kirche sucht ein neues Image

Norwegens größte Stabkirche in Heddal. (dpa/picture alliance/Klaus Nowottnick)

Seit 1536 war die evangelisch-lutherische Konfession Staatsreligion in Norwegen. Durch eine Verfassungsänderung im Jahr 2012 wurde die Staatskirche aufgehoben und die Kirchenaufsicht fiel weg. In ihrem Ablösungsprozess vom Staat will die Kirche nun auch ihren Ruf als Moralbehörde loswerden.

Von Ingrid NorbuDeutschlandfunk

Ralf Rückert, Pfarrer aus dem Hessen, hat es wie viele deutsche Geistliche nach Norwegen verschlagen. Seit einigen Jahren beobachtet er dort den Trennungsprozess von Staat und Kirche.

“Im Grunde war es so, dass kirchlicherseits viele die Staatskirche abwickeln wollten. Sicherlich passt es in die norwegische Doktrin einer Gleichbehandlung aller Menschen hinein und es gibt in Norwegen auch Menschen, die der Kirche gegenüber eher nicht nur reserviert, sondern sogar feindlich eingestellt sind, die vielleicht sagen, es ist höchste Zeit, dass die Staatskirche keine Staatskirche mehr ist, aber das Interesse lag eigentlich sehr stark bei der Kirche selbst, die sich vom Staat emanzipieren wollte, während die Politiker da Bedenken hatten, weil sie fürchteten, mit der Aufsicht über die Kirche dann eventuell Teile der Kirche in ein sektiererisches Sondereigenleben hinein zu verlieren. Und die Kirche musste zunächst nachweisen, dass sie bereit ist, die Institution auf einer ganz basisdemokratischen Grundlage zu bilden, bevor der Staat bereit gewesen ist, die Kirche in die Selbstständigkeit zu entlassen.”

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US-Erzbischof Chaput: Gesamt der Synodenbotschaften ‘konfus’

Charles Chaput, Bild:Zimbio.com

Charles Chaput, Bild:Zimbio.com

Prominentester Kapuziner Amerikas übt scharfe Kritik an Debatten der Bischofssynode: Aus dem Gesamt der Berichte über die Synode trete “eine konfuse Botschaft” hervor, “und ich denke, Verwirrung ist etwas, was vom Teufel kommt”.

kath.net

Der Erzbischof von Philadelphia, Erzbischof Charles Chaput, hat scharfe Kritik an den Debatten der vatikanischen Bischofssynode geübt. Chaput ist Gastgeber von Papst Franziskus im September 2015 beim katholischen Weltfamilientreffen in der pennsylvanischen Metropole. Chaput, ein Kapuziner, hatte nicht an der Synode teilgenommen. Er ist ein prononcierter Kritiker der US-Gesundheitsreform und der Legalisierung der “Homo-Ehe”.

Bei einer von der US-Zeitschrift “First Things” veranstalteten Vorlesung in New York sagte der Erzbischof laut “Washington Post” (Mittwoch), er sei “sehr beunruhigt” von den vatikanischen Diskussionen über die Lehren der Kirche zu Homosexualität und wiederverheirateten Geschiedenen. Aus dem Gesamt der Berichte über die Synode trete “eine konfuse Botschaft” hervor. “Und ich denke, Verwirrung ist etwas, was vom Teufel kommt”, so Chaput.

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Sterbehilfe: Und wenn du schön stirbst, so stirbst du doch

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Der Freitod des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter hat die Debatte um selbstbestimmtes Sterben neu entfacht. Doch wie stehen Mediziner und Theologen zu dem heiklen Thema? Ein aktueller Überblick.

Von Matthias KamannDIE WELT

Kommt ein Mann zum Arzt: “Herr Doktor, auch die zweite Chemotherapie hat meinen Krebs nicht besiegt, was soll ich tun?” – “Nun”, sagt der Arzt, “es gibt zwei Möglichkeiten.” Ab hier jedoch funktioniert das Witzemuster nicht mehr. Denn zur Wahl stehen das Hospiz und der Eintritt in einen Sterbehilfeverein. In beiden Fällen ist die Schlusspointe zum Heulen: Der Mann stirbt.

Ans Witzeerzählen zu denken liegt aber nahe in der Debatte über ein Verbot oder eine Regulierung der bislang erlaubten Beihilfe zum frei verantwortlichen Suizid. Denn dieser Streit wird zumal in Talkshows anekdotisch geführt. Ständig gibt es Einzelfallgeschichten von Leuten, die zum Arzt kommen und dann auswählen müssen. Zudem enden fast alle jener Geschichten mit einem Lächeln. Erfreut erzählen Sterbehilfegegner, wie beseligt Hospizpatienten versterben. Genauso zufrieden, so berichten Sterbehelfer, scheiden ihre Klienten aus dem Leben.

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“Neither a Burqa nor a Bikini”

Muslims are like any other people in the world and do not behave differently

In this fine article by the Pakistani-born author, Zehra Mehdi-Barlas, who works as a media relations manager, she argues that ordinary Muslims live and behave the same way as all other people do. Constantly, the Western world denies the recognition of this fact and demands from the Muslims to “run to the rooftop every day with our first cup of coffee and scream out our condemnation”.

BETWEEN THE LINES—LUDWIG WATZAL

The so-called liberal West has to overcome its hung up on Islam and the Muslim people. The West is again ideology-obsessed with Islam as he has been with communism. Therefore, he fought the Vietnam War and now wages war against the Islamic world. It’s true, in the Quran one can find text passages where war and violence have been mentioned. The overwhelming part of the book, however, deals with concepts of “peace and respect” for others, they far exceed the importance of war, writes the author. At the end of her article, Zehra Mehdi-Barlas poses a question to her Western audience: “Why don’t you see us, the ones who are visible everywhere?”

Verwaltungsgericht Berlin: Senat muss jüdischer Gemeinde mehr Geld geben

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Der Streit um Zuschüsse zwischen dem Berliner Senat und der jüdischen Gemeinde Berlin dauerte über ein Jahr. Jetzt hat das Verwaltungsgericht ein Urteil gefällt: Die Gemeinde bekommt mehr Geld. Während man in der jüdischen Gemeinde von einem Erfolg spricht, will der Senat das Urteil sorgfältig prüfen.

MiGAZIN

Der Berliner Senat muss die Jüdische Gemeinde in der Bundeshauptstadt finanziell stärker unterstützen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin am Montag entschieden. Demnach bekommt die Gemeinde für die Jahre 2013 und 2014 rund 6,5 Millionen statt der bisher 5,7 Millionen Euro an jährlichen Staatsleistungen. In den kommenden Jahren soll es wegen Tarifanpassungen weitere Steigerungen geben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten kündigten an, den Richterspruch zu prüfen.

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Bremen will Bestattungsrecht lockern

Themenbild. SRF

Die Bremische Bürgerschaft will am heutigen Mittwoch über ein Gesetz beschließen, nach dem in Bremen erstmals in Deutschland die Asche Verstorbener auch auf privaten Grundstücken verstreut werden darf.

evangelisch.de

Wird der Entwurf angenommen, würde das kleinste Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Lockerung des Friedhofszwanges und des Bestattungsrechts in Deutschland übernehmen.

Allerdings muss der ausdrückliche Wille des Verstorbenen schriftlich und beglaubigt festgehalten sein. Außerdem soll eine Person zur “Totenfürsorge” benannt werden, die darüber wacht, ob die wunschgemäße Bestattung auch tatsächlich eingehalten wird.

„Bildungsplan-Gegner spielen mit Ängsten“

Die Demo gegen „sexuelle Vielfalt” im Schulunterricht war am Sonntag gut besucht Foto: Sobel Karolina / Facebook-Seite „Demo für alle”

Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat den Gegnern des Bildungsplans Angstmacherei vorgeworfen. Am Wochenende hatten tausende Aktivisten in Stuttgart gegen den Plan demonstriert. Auch der Philologenverband fand deutliche Worte.

pro Medienmagazin

Das Ministerium bezeichete die Behauptungen auf der „Demo für alle“ am Sonntag als „falsch und absichtlich irreführend“. Parolen einer „Sexualisierung der Schule“ oder der „Zerstörung der Familie“ durch den Bildungsplan gingen vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. „Die Initiatoren spielen bewusst mit den Ängsten von Eltern, um ihrer Ideologie zu entsprechen und ihre Anhänger anzuheizen“, erklärte ein Sprecher. Der Wert von Ehe und Familie sei einer der Grundpfeiler des Bildungsplans. Kritiker sollten sich im Internet informieren, wo die Erarbeitung der Pläne durch Pädagogen nachvollziehbar sei.

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Syrien: IS-Terroristen steinigen junge Frau

Szene aus dem IS-Video: Kalte Menschenverachtung Youtube

Szene aus dem IS-Video: Kalte Menschenverachtung
Youtube

Die Bilder sind ein erschütterndes Dokument der Barbarei: Der “Islamische Staat” hat ein Video veröffentlicht, das die Steinigung einer jungen Frau in Syrien zeigt. Ihr Vater ist einer der Mörder.

SpON

Täglich brüstet sich die Terrororganisation “Islamischer Staat” (IS) mit ihren Taten im Internet. Ihre Bilder und Filme sind voll von Hass, Gewalt und religiösem Fanatismus. Doch dieses Video ist an Zynismus und Menschenverachtung kaum zu überbieten.

Die junge Frau wird gleich zu Tode gesteinigt, aber vorher sagt ihr der Peiniger noch, dass sie sich darüber freuen solle. Schließlich sei sie die erste Frau in der Region Hama, die nach der Scharia bestraft werde, offenbar eine besondere Ehre in den Augen der radikalen Islamisten. Sie muss sterben, weil sie außerehelichen Geschlechtsverkehr gehabt haben soll, so sehen es die Regeln vor, die der IS in eroberten Gebieten Syriens und des Irak erlassen hat.

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