Archiv der Kategorie: Soziales

Sie sollte eine keusche, hörige Tochter werden

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Ein Tabubruch: Sie wollte nicht zwangsverheiratet werden und kehrte einer Parallelgesellschaft den Rücken. Seit Jahren hat Aliyah keinen Kontakt mehr zu ihrer muslimischen Familie.

Von Güner BalciDIE WELT

Heute schicke ich Aliyah ein paar Fotos von ihren besten Freundinnen. Es ist ungewiss, ob sie sie jemals wieder treffen wird. Seit zwei Jahren hat Aliyah keinen Kontakt mehr zu ihrem alten Leben. Damals, als ich sie an einem geheimen Treffpunkt abholte und zum Flughafen fuhr, immer auf der Hut, ob uns auch niemand von ihrer Familie oder ihren Bekannten sehen würde, wussten wir beide nicht, wohin die Reise gehen würde. Ich weiß noch, wie sie unsicher im Auto saß, den Kopf gesenkt, die Hände ineinander gepresst. Einige Wochen zuvor hatte sie angerufen und mir mitgeteilt, dass sie nun doch flüchten würde, vor ihrer Familie. Sie wusste, dass ich ihr helfen würde, wir hatten schon einmal darüber gesprochen, vor Jahren hatte ich ihr meine Hilfe zugesagt.

Aliyah ist geflohen, weil sie weder den, von ihrer Mutter für sie auserwählten Cousin, noch einen anderen kurdischen Mann, der ihren Eltern gepasst hätte, heiraten wollte. Sie hat sich in einen jungen Griechen verliebt. Mit ihm wollte sie zusammenleben. Doch weil ihre Familie diese Beziehung niemals akzeptiert hätte, mussten sie beide untertauchen. Andere Menschen und ich haben ihnen dabei geholfen. Heimlich. Sie leben heute an einem geheimen Ort. Doch nicht nur die beiden, auch Dimis Eltern mussten alles aufgeben und in einen anderen Ort ziehen. Auch sie wurden bedroht.

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Carolin Kebekus: “Ich kann meine Penisse an einer Hand abzählen”

Bild:kebekus.youtube

Bild:kebekus.youtube

Ihre Karriere begann als Praktikantin bei den “Freitagnacht News”. Jetzt moderiert sie den Deutschen Comedypreis. Wir haben Carolin Kebekus getroffen um über Mett, Männer und Menschenköpfe zu reden.

Von Antje HildebrandtDIE WELT

Hilden, eine verschlafene Kleinstadt bei Düsseldorf. Die Stadthalle bebt, Bier schwappt aus Plastikbechern. Männer mit tätowierten Oberarmen und Frauen mit rustikalem Schuhwerk verlangen lautstark nach “Zugaaabe!” Zwei Stunden lang hat Carolin Kebekus, 34, die Stadthalle gerockt. Fußball, Diätwahn, Schönheitsterror, die katholische Kirche, das sind ihre Themen.

“Pussyterror” heißt diese One-Woman-Show, ein Medley aus Sketchen, und Deutschlands lustigste Frau, Trägerin des Comedy-Preises 2013, spielt alle Rollen selber, vom pubertierenden Teenie bis zum Opa. Eine Powerfrau, zierlich aber zäh, nur 1,64 Meter groß. Nach dem Live-Act sinkt sie in der Garderobe auf einen Stuhl. Zeit für ein Mettbrot – und ein paar Fragen.

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“Linke”-Chef Riexinger: Kirche an ihrem Verhalten messen

Bernd Riexinger, Bild:FB

Bernd Riexinger, Bild:FB

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat die Kirchen zu mehr Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit aufgerufen.

evangelisch.de

“Ich würde erwarten, dass engagierte Kirchenleute Partei ergreifen für die Schwächeren in der Gesellschaft. Über Theologie kann man trefflich streiten, aber das Verhalten in der Gesellschaft wäre für mich ein wesentlicher Maßstab für die Beurteilung der Kirchen”, sagte der Politiker am Montagabend in der Evangelischen Akademie Bad Boll. Widerspruch erntete der “Linke”-Chef vom württembergischen evangelische Landesbischof Frank Otfried July.

July verwies auf zahlreiche diakonische Projekte und mahnte den Parteichef: “Ich würde mir wünschen, dass Sie die Kirchen nicht nur selektiv wahrnehmen.” Auf Riexingers Forderung nach einer strikten Trennung von Staat und Kirche und einer Abschaffung der Kirchensteuer antwortete der Landesbischof, der Parteivorsitzende sei “etwas ideologieverhaftet”: Schließlich gehörten in Baden-Württemberg rund 80 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an. Zudem leisteten die Kirchen entscheidende Beiträge für das Zusammenleben der Gesellschaft.

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Verfahren Diakonie gegen Porno-drehende Erzieherin erneut vor Gericht

justiz_grossDer Rechtsstreit zwischen der Diakonie Neuendettelsau und einer wegen Pornofilm-Drehs fristlos entlassenen Erzieherin wird an diesem Mittwoch fortgesetzt.

evangelisch.de

Vor dem Arbeitsgericht Augsburg findet in der Außenstelle Donauwörth ein sogenannter Kammertermin statt. Ob es bei der Verhandlung zu einem Vergleich oder Urteil kommt, ist noch unklar. Die geschasste Erzieherin wird ihrem Anwalt zufolge selbst an der Verhandlung teilnehmen.

Die 38-jährige Erzieherin wurde von der Diakonie entlassen, weil sie in ihrer Freizeit unter anderem in Pornofilmen mitgespielt und die dann im Internet veröffentlicht hat. Die Frau pocht nicht mehr auf Wiedereinstellung, sondern fordert nun eine Abfindung. Das Sozialwerk will aber auf keinen Fall zahlen. Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht scheiterte am 2. Juli.

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Bildung: An die Stelle der Katholiken sind die Muslime getreten

Lehrerpult © flickr.com, Corey Leopold, CC 2.0

Der Mythos vom Bildungsarmut des katholischen Arbeitermädchens vom Lande ist entlarvt. Tatsächlich bedingen soziale Unterschiede den Bildungserfolg, nicht die Religionszugehörigkeit. Dennoch verkaufen sich Bücher über die „Bildungsunwilligkeit“ von Muslimen gut – zu Unrecht!

Von Dr. Marcel HelbigMiGAZIN

Zu den bekanntesten Kunstfiguren der deutschen Bildungsforschung gehört das „katholische Arbeitermädchen vom Lande“. Religion, soziale Herkunft, Geschlecht und Region – diese Faktoren waren nach Analysen von Hansgert Peisert und Ralf Dahrendorf in den 1960er Jahren entscheidend für eine Benachteiligung im Bildungssystem. Heute spricht die Forschung nicht mehr von einem katholischen Bildungsdefizit. An die Stelle der Katholiken sind aber aus Sicht einiger Autoren die Muslime getreten.

Religionszugehörigkeit hat eine lange Tradition in der sozialwissenschaftlichen Forschung als Einflussfaktor für Bildungserfolg. Für Deutschland existieren bisher aber keine Analysen auf Basis großer Datensätze, die sich auf die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit von der Religionszugehörigkeit ihrer Familie beziehen. In einer gerade erschienenen Studie widmen wir uns dem Thema religionsbedingter Bildungschancen von Schülerinnen und Schülern im Vergleich zur Situation der 1960er Jahre. Ferner nimmt unsere Studie auch religionsbedingte Bildungsunterschiede in 19 europäischen Ländern in den Blick. Insgesamt greifen wir bei unseren Analysen auf Daten von fast 400.000 Kindern und Jugendlichen aus fünf Datensätzen zurück.

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‘Miss Hitler 2014′ — Young Women Compete In World’s Most Disgraceful Beauty Contest

Second Prize, Image: Addicting Info What self-respecting Nazi wants to walk the streets without this season’s must-have: a pendant combining the classic German Iron Cross and Third Reich heraldry?

This isn’t satire. The “Miss Hitler 2014″ pageant is a real thing. Young women are right now competing for the “Miss Ostland 2014″ crown by posting sexy Nazi selfies to the “Adolf Hitler” fan page on VKontakte (Russian Facebook).

By Kerry-AnnAddicting Info

Reichskommissariat Ostland is the 1941 Baltic territory Nazi occupation under which over 1 million Jews were killed.

As Vocativ reports:

“Russian and Ukrainian Nazis and the people who love them, are voting for their favorite pictures of proud, beautiful anti-Semitic women posted to the site’s ‘Adolf Hitler’ group page. Boasting more than 7,000 followers, the page describes itself as a group of Russians and Ukrainians who pay tribute to Hitler, history’s best-known goose-stepping genocidal maniac.”

So, who are the women putting themselves forward as contestants?

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The “Bible Belt” is the Porn Belt: Surprised?

Image: Why I still talk to Jesus-Inspite of everything

Smut in Jesusland: “The honest truth is that we all have our failings, Christian or not, liberal or conservative. None of us live up to our best intentions or deepest values. What’s shameful is not the fact that people find sex arousing and seek it out, even when they feel compelled to do so on the sneak. The problem is hypocrisy and the way that it distorts public policies and parenting, causing real harm to real people. For over a decade, conservatives forced abstinence-only education on young people, insisting that hormone-ravaged teens could ‘just say no’ when they themselves can’t.”

By Valerie TaricoWhy I still talk to Jesus-In spite of everything/FrankSchaeffer

studies consistently demonstrate that people in [red-state] conservative religious [regions] search for adult materials online far more often than people in blue states.

Ever since Freud first started publishing his theories, psychologists have had a fascination with what he called “defense mechanisms“:

  • Denial means simply refusing to acknowledge that some event or pattern is real.
  • Repression involves pushing uncomfortable thoughts and feelings to the far recesses of the subconscious mind.
  • Reaction formation is saying or doing the opposite of what you really want but won’t allow yourself to express.
  • Projection means assuming that others share the impulses, feelings, and vices that you find unacceptable in yourself…

In October, two Toronto researchers, Cara MacInnis and Gordon Hodson, published a study in which they used Google Trends to analyze porn searches. Individual search records are protected by privacy laws, but it is possible to compare the popularity of search terms across various regions or states, which is what they did.

Specifically, MacInnis and Hodson linked state level information from Gallup polls asking about religious and political attitudes together with a variety of sex and porn-related search terms… their findings are Gallup polls in keeping with information from other sources: Business professor Benjamin Edelman at Harvard found that states with more traditional views of sex and gender have higher rates of paid porn subscriptions—meaning people who are willing to put porn on a credit card…

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Religion und Glaube: 7 Dinge, die nur Atheisten verstehen

Die atheistische Bedrohung

Die atheistische Bedrohung

Atheisten kennen dieses Problem: Kaum sagen sie offen, dass sie nicht an Gott glauben, kommen jede Menge Fragen. Wieso bist du dir so sicher? Was ist, wenn du falsch liegst? Was ist mit dir passiert? Ständig will sie jemand davon überzeugen, dass sie falsch liegen. Und das nervt. Deshalb haben sich die YouTuber von “The Atheist Voice” die gängigsten Vorurteile über Atheisten vorgenommen. Hier stellen sie einiges klar:

The Huffington Post

  1. “Wir haben Moral. Sie kommt nur nicht aus einem heiligen Buch. Ich hoffe, dass die Bibel nicht der einzige Grund ist, warum ihr nicht jeden umbringt, der euch über den Weg läuft.”
  2. “Ich glaube nicht an Gott aber an viele andere Dinge. Es gibt vieles, was meinem Leben Sinn verleiht. Freunde, Familie, meine Arbeit, die ich lebe.”

  3. “Atheisten hassen Gott nicht. Sie glauben nur nicht an ihn. Wir hassen übrigens auch keine Einhörner.”

  4. “Wenn ich falsch liege und es doch einen Gott gibt, wird mir gar nichts passieren. Wieso wäre Gott sauer auf mich, wenn ich nach meinen eigenen Antworten suche, statt alles zu glauben?”

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Kripo-Chef: Lasst die Leute doch einfach kiffen!

Jetzt schon werden Cannabis-Konsumenten in Deutschland nicht strafrechtlich verfolgt – illegal ist der Konsum dennoch. Foto: imago stock&people

Als Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) vertritt André Schulz (44) bundesweit 15000 Kripoleute. Er macht sich im KURIER-Interview dafür stark, dass Drogenkonsum in Deutschland künftig straffrei sein soll.

Berliner Kurier

KURIER: Die US-Regierung hat den Drogenkrieg als verloren bezeichnet. Wie ist das in Deutschland?

André Schulz: Wir denken, dass es intelligentere Lösungen gibt, als sie im Rahmen der Drogenpolitik angewendet werden.

Welche?

Wir fragen uns: Bringt ein Drogenverbot etwas? Sind Drogenkonsumenten wirklich Kriminelle? Muss man sie mit dem Strafrecht verfolgen? Oder sind das Bereiche, die nicht strafbar sein sollten und um die man sich zwar kümmern muss, auch unter dem Aspekt des Kinder- und Jugendschutzes. Aber wo das Strafrecht außen vor bleiben sollte. Wir fragen uns, ob eine komplette Prohibition sinnvoll ist.

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Familiensynode im Vatikan: B16 soll Hardliner abgewiesen haben

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Wie hält es die katholische Kirche künftig mit Homosexuellen, Geschiedenen, Single-Müttern? Konservative Hardliner wehren sich heftig gegen Reformbestrebungen – und sollen angeblich Benedikt XVI. um Hilfe gebeten haben. Der wies sie ab.

SpON

Die Intrigen in seinem Umfeld hätten ihn zermürbt, hieß es beim Rücktritt Papst Benedikts XVI., als über die Beweggründe des greisen Pontifex für diesen außerordentlichen Schritt spekuliert wurde.

Im Februar 2013 entsagte Joseph Ratzinger seinem Amt und erklärte, er wollte der Kirche fortan durch ein Leben im Gebet dienen. Glaubt man jedoch der italienischen Zeitung “La Repubblica”, ist es mit der Ruhe nicht weit her.

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Schwule Kinder und die Versprechen des Priester-Vaters—Bullshistic

Bild: Huffington Post

Manchmal frage ich mich, ob meine Kinder einmal schwul werden.
Keine Ahnung, ob es anderen Eltern ebenso geht. Aber ich denke doch relativ häufig über diese Möglichkeit nach.
Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen in meinem Familien- und Freundeskreis schwul sind. Homosexualität ist Teil meiner Gene und meines Umfelds.

 

Von John PavlovitzThe Huffington Post

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich als Pfarrer um Schüler kümmere und hier in den USA immer wieder Horrorgeschichten höre und erlebe, wenn offen oder heimlich homosexuelle Kinder ein Mitglied der Kirche werden möchten.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Christ mit vielen Leuten zu tun habe, die Homosexualität als das Widerwärtigste überhaupt empfinden und ihre Meinung bei jeder nur denkbaren Gelegenheit kundtun.

Wie dem auch sei: Ich denke häufig über die sexuelle Orientierung meiner Kinder nach. Und deswegen möchte ich, als Pfarrer und als Vater, Ihnen und meinen beiden Kindern gegenüber einige Versprechen ablegen…

1. Falls meine Kinder schwul werden, sollen es alle erfahren.

Meine Kinder werden ganz gewiss nicht unser bestgehütetes Familiengeheimnis.

Ich werde es nicht vermeiden, sie in Gesprächen mit anderen Menschen zu erwähnen. Ich werde keine Codesprache oder vage Ausdrücke verwenden. Ich werde niemandem diesbezüglich etwas vormachen und auch keine Rücksicht darauf nehmen, ob mein Gesprächspartner schon älter ist, an diesem Thema Anstoß nimmt oder es ihm unangenehm ist. Kind zu sein ist an sich schon schwer genug und viele homosexuelle Kinder fühlen sich ihr ganzes Leben lang furchtbar unangenehm. Ich werde meine Kinder keinem unnötigen Druck aussetzen, nur damit ein Cousin dritten Grades mit fehlgeleiteten Aggressionen es an Thanksgiving ein bisschen einfacher hat.

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Vatikan und Homosexuelle: Dem Erdbeben folgt ein echter Supergau

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Aus dem Schlusspapier der Familiensynode des Vatikans wurden alle netten Worte über Homosexuelle komplett gestrichen. Ein Supergau für das Verhältnis der katholischen Kirche zu Schwulen und Lesben. Kommentar

von David BergerThe Huffington Post

Von einem „Erbeben” war in der vergangenen Woche noch in nahezu allen Medien die Rede: Die Kirche gehe auf „Homosexuelle zu”, habe „ihr Herz für Homos” entdeckt, heiße Schwule und Lesben nun „willkommen”.

Das war der gemeinsame Ton, den alle großen internationalen Zeitungen bis hin zu kleinen homosexuellen Szene-Nachrichtenblogs in Deutschland anschlugen. Kritische und warnende Stimmen, die darauf hinwiesen, man solle angesichts netter Worte nicht Erfolge sehen, wo keine zu verzeichnen sind, wollte man nicht hören. Es war ganz einfach journalistisch wesentlich einfacher eine Revolution zu verkaufen als Stillstand. Und schließlich wäre eine solche Neuerung nach den Jahrhunderten kirchlich motivierter Homosexuellenverfolgung ja auch so schön gewesen …

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Der Kirchgang ist kein Glücksfaktor

Bild: heise.de

Theologe sieht keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Glaube und Glück

kath.net

Die Deutschen sind dort am glücklichsten, wo der Gottesdienstbesuch statistisch betrachtet am geringsten ist. Das ergibt ein Vergleich des aktuellen „Deutschen Glücksatlas“ und der jüngsten EKD-Statistik. Der Glücksatlas wurde von der Deutschen Post in Auftrag gegeben. Danach liegt der deutschlandweite durchschnittliche Glücksindex derzeit bei 7,0 – und damit etwa auf gleicher Höhe, wie in den Vorjahren. Am glücklichsten sind die Norddeutschen. An der Spitze rangiert mit einem Index von 7,30 Schleswig-Holstein, gefolgt von Hamburg mit 7,18 und Niedersachsen mit 7,15. Gerade in dNorddeutscheniesen Bundesländern ist der durchschnittliche Gottesdienstbesuch am geringsten. In der Nordkirche gehen 2,5 Prozent der Kirchenmitglieder an einem normalen Sonntag in die Kirche; nur in Bremen und Oldenburg sind es mit jeweils 2,4 Prozent noch weniger. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Gottesdienstbesuch in der EKD-Mitgliedskirchen liegt bei 3,6 Prozent. Am höchsten ist er mit 6,8 Prozent in der sächsischen Landeskirche. Aber in dieser Region gehören die Bürger mit einem Glücksindex von 6,76 zu den Unzufriedensten. Nur in Thüringen (6,71), Mecklenburg-Vorpommern (6,67), Sachsen-Anhalt (6,64) und Brandenburg (6,60) ist die Lebenszufriedenheit noch geringer. In den östlichen Bundesländern gehören lediglich 15 Prozent der Bevölkerung einer Kirche an.

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Bischöfe uneinig über Umgang mit Homosexuellen und Scheidung

REUTERS/Yves Herman

REUTERS/Yves Herman

Auf der Familiensynode im Vatikan haben sich die Bischöfe auf keinen breiten Konsens beim Umgang mit Homosexuellen und Geschiedenen einigen können. Das ging aus dem am Samstagabend vorgestellten Abschlussdokument der Familiensynode hervor.

FOCUS ONLINE

Offiziell geht die Familiensynode am Sonntag mit der Seligsprechung von Papst Paul VI. zu Ende. Zu der Messe mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz wird auch dessen Vorgänger, der emeritierte Papst Benedikt XVI., erwartet.

Die Kirchenoberen hatten zwei Wochen lang teils kontrovers beraten. In dem am Samstag vorgestellten Dokument fanden drei strittige Punkte zum Umgang der Kirche mit   Homosexuellen und Geschiedenen nur eine einfache, nicht die eigentlich angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit, um die Haltung der gesamten Synode widerzuspiegeln.

Religiöser Fanatismus: „Die 72 Jungfrauen im Paradies sind eine Chiffre“

Ein verschleierte Muslima filmt die Rede von Salafistenprediger Pierre Vogel bei einer Kundgebung radikaler Muslime im Juni in Offenbach. (BILD: imago/epd)

Christoph Grotepass ist Sektenexperte in Nordrhein-Westfalen. Im Interview spricht er über religiöse Fanatiker, die Verführung junger Menschen durch Islamisten und jenen Punkt, an dem besorgte Eltern tätig werden müssen.

Von Mira GajevicMitteldeutsche Zeitung

Bei Sekten denkt man an Scientology oder Gurus, die junge Menschen in ihren Bann ziehen. Inzwischen beschäftigen sich Beratungsstellen wie die Sekten-Info Nordrhein-Westfalen aber nicht mehr nur mit Opfern von Psychogruppen. Ihre Expertise ist auch gefragt, wenn es um junge in Deutschland radikalisierte Islamisten geht.

Herr Grotepass, wie kommt ein in Deutschland aufgewachsener junger Mann dazu, seine Familie töten zu wollen, wenn sie sich gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat stellt?

Indem er bestimmte Werte als absolut setzt und seine Wahrheit über alles andere stellt. Das ist ein durchgängiges Merkmal von religiösen Fanatikern, dass sie ihrer Wahrheit alles andere unterordnen. In Gesprächen mit gemäßigten Muslimen höre ich öfter, dass die Salafisten als Sekte bezeichnet werden. Die streiten das natürlich entrüstet ab, da sie ja meinen, den einzig wahren Islam zu verkörpern. Das wiederum – dass man im Besitz der einzigen Wahrheit ist – hören wir auch von anderen konfliktträchtigen Weltanschauungsgemeinschaften bzw. sogenannten Sekten.

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Geburt der Gegenwart: Alles im Fluss

Achim Landwehr Geburt der Gegenwart  Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014 ISBN: 9783100448187 24,99 €

Achim Landwehr
Geburt der Gegenwart
Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014
ISBN: 9783100448187
24,99 €

Der “Kriegs- Mord- und Todt- Jammer- und Noth-Calender” des thüringischen Pfarrers Abraham Seidel (gest. 1680) erfreute sich lange Zeit enormer Beliebtheit. Mehr als 170 Jahre lang, von 1678 bis 1849, fand das Werk Absatz. Das Besondere an ihm war, dass es nicht nur die übliche Auffassung bediente, wonach die menschliche Zivilisation seit den Zeiten des himmlischen Paradieses permanent im Abstieg begriffen sei und unausweichlich aufs Verderben zusteuere. Sondern es stellte auch zeitgenössische politische Ereignisse in den Fokus und wandte den Blick somit der Gegenwart zu.

Von Martin SchneiderSpektrum.de

Der “Calender” markierte damit einen Paradigmenwechsel, wie der Historiker Achim Landwehr im vorliegenden Buch beschreibt. Im 17. Jahrhundert löste man sich langsam von der christlichen Heilsgeschichte, wonach die ferne Vergangenheit eine goldene gewesen sei, während sich nun ein steter Niedergang vollziehe und Gott für die Zukunft den Weltuntergang und das Jüngste Gericht vorherbestimmt habe. Die Reflexion der Gegenwart hatte in diesem Zeitschema fast keinen Platz gehabt – nun jedoch, in der Neuzeit, änderte sich die Situation. Man hatte blutige Konfessions- und Bürgerkriege überstanden, ebenso Wirtschaftskrisen, Klimaverschlechterungen und verheerende Seuchen. Sogar die Türkengefahr und die Pest, zuvor als göttliche Strafgerichte sowie als Aufruf zu Buße und Umkehr gedeutet, wusste man gegen Ende des 17. Jahrhunderts hinter sich. Es stimmte offenkundig nicht, dass alles immer schlechter wird, und auch die Apokalypse ließ trotz vieler Ankündigungen auf sich warten. Somit richtete sich die Aufmerksamkeit der Menschen verstärkt auf das Jetzt.

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Papst rügt Vorstoß des römischen Bürgermeisters zur Homo-Ehe

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus hat sich wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der Homo-Ehe.

kath.net

Papst Franziskus hat sich wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der Homo-Ehe. Vor der in Rom tagenden weltweiten Bischofssynode zum Thema Familie hat sich der Papst am Samstagvormittag in einem kurzen Redebeitrag kritisch darüber geäußert, dass Marino am selben Tag mehrere schwule und lesbische Paare, die in anderen Ländern eine Ehe eingegangen sind, im römischen Rathaus amtlich registrieren wollte. Die symbolische Registrierung erfolgte wenige Stunden später am Samstagnachmittag.

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Katholischer Theologe: Ehe ist nicht unauflöslich

DerverzweifelteJesusDie katholische Auffassung, dass Jesus die Ehe für unauflöslich erklärt habe, ist nach den Worten des Theologen Hermann Häring falsch.

evangelisch.de

Zwar solle die Ehe nicht aufgelöst werden, doch gebe es eben Fälle, in denen sie zerbreche, sagte er am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Häring warf den zur vatikanischen Familiensynode zusammengetretenen Bischöfen vor, “moralisch mit dem Zeigefinger zu winken”. Das zweiwöchige Treffen endet am Sonntag.

Es sei dringend notwendig, das katholische Familienbild zu modernisieren, sagte Häring. Die Synode habe einen ersten Versuch gemacht, allerdings sei man “noch nicht weit genug gegangen”. Die Kirche müsse sich damit auseinandersetzen, dass ein “Abgrund” zwischen der Lehre und dem bestehe, was die Leute auf der Straße meinten, ergänzte der langjährige Theologieprofessor an der niederländischen Universität Nijmegen. Es sei unerlässlich, anderen Ehemodellen und und Formen der Sexualität, etwa der Homosexualität, “etwas Positives” abzugewinnen.

Erst Korane verteilt, dann für Allah in den Krieg

Foto: YouTube/Screenshot: Die Welt Ein Video-Screenshot von Ahmet C. Der deutsche Salafist verteilte noch im Frühjahr Korane in Wuppertal – später reiste er für den Dschihad in den Irak aus

Mehr als 1,4 Millionen Korane haben Salafisten bislang in Deutschland verteilt, um für ihre radikale Auffassung des Islam zu werben. So mancher Koran-Verteiler zieht später in den Dschihad.

Von Florian FladeDIE WELT

Ahmet C. kann es kaum fassen. Gerade hat ihm eine ältere Dame 40 Euro geschenkt. Eine Nichtmuslima spendet für den geschenkten Koran! “Zwei 20er-Scheine. Subhanallah.” Im Frühjahr 2014 steht Ahmet C. in der Fußgängerzone von Wuppertal. In seinen Händen hält er Korane mit goldener Verzierung, die er an Passanten verteilt. Der 21-jährige Deutschtürke trägt ein weißes T-Shirt. Darauf steht: “Lies! Im Namen deines Herrn, der dich erschaffen hat.”

“Lies!”, so heißt die umstrittene Koranverteilaktion. Fundamentalistische Muslime, sogenannte Salafisten, verschenken seit einigen Jahren deutschlandweit Korane in deutscher Sprache. In Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, an U- und S-Bahnhöfen, vor Einkaufszentren, auch auf Schulhöfen und an Gefängnissen. Zuletzt am vergangenen Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse.

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Hamburg: Hochschule kuscht vor Salafisten

Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Kurden und mutmaßlichen Salafisten in Hamburg-St.Georg beobachtet die Polizei die Lage im Stadtteil. Bild: dpa

Die HAW verbietet eine Asta-Veranstaltung zur Lage in Kurdistan. Die Hochschule befürchtet Angriffe von Islamisten.

Von Kaija Kuttertaz.de

Die Angst vor gewalttätigen Salafisten wirkt sich inzwischen auch auf Hochschulen aus. Wie der Asta der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) am Berliner Tor mitteilte, erlaubte der Hochschul-Kanzler eine für Ende des Monats geplante Reihe mit Reiseberichten aus selbstverwalteten kurdischen Gebieten in Nordsyrien nicht.

Unter dem Titel „Kurdistan – zwischen basisdemokratischer Selbstverwaltung und den Angriffen des Islamischen Staates“, war eine vierteilige Veranstaltungsreihe geplant, bei der der Soziologe Martin Dolzer und die Anwältin Britta Eder von ihrer Reise in die selbstverwaltete Region Rojava berichten sollten. „Wir wollen über die geopolitische Situation und unsere Erlebnisse sprechen“, erklärt Dolzer. Zudem wolle man im wissenschaftlichen Rahmen auch über die aufgebaute Selbstverwaltung und die „Angriffe durch IS-Truppen berichten“.

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