Archiv der Kategorie: Soziales

Der missbrauchte Islam

Bild: nationalreview.com

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Ein einfaches, aber falsches Weltbild hat derzeit mächtig Auftrieb: Der demokratiefeindliche, gewalttätige Islam habe die Politik fest im Würgegriff. Das Gegenteil ist richtig: Die Religion ist Beute politischer Banditen geworden.

Von Frank VollmerRP ONLINE

Es scheint so etwas wie ein Allheilmittel für die ach so dummen Muslime zu sein. An allen Ecken des politischen Spektrums wird es derzeit feilgeboten: Der Islam brauche eine Aufklärung, ist zu lesen oder zu hören, die Politik müsse sich aus dem Würgegriff einer gewaltversessenen Religion befreien. In dem Rat, der meist aus Europa oder Amerika kommt, schwingt stets der Unterton mit: Macht es wie wir! Wir wissen, was gut für euch ist!

Der Anlass ist verstörend: die bestialischen Gräuel des “Islamischen Staats” in Nahost und die antisemitischen Pöbeleien von Muslimen bei Demonstrationen in Deutschland. Die empörenden Szenen bestätigen vielen ihre alte Vermutung: Das also ist die hässliche Fratze des Islam, eines immer noch mittelalterlichen Wüstenkults mit einer blutrünstigen heiligen Schrift. Welch ein Unterschied zu unseren pazifistischen, rationalen, angeblich tief christlich geprägten Gesellschaften im Westen.

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“Ich halte es für berechtigt, von religiöser Belästigung zu reden”

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Im Interview mit Tink.ch spricht Rainer Ponitka, Sprecher des Internationalen Bunds der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), über die für ihn belästigende Tragweite der Religion, Einschränkungen für Nichtgläubige in der Arbeitswelt und die Abschaffung von obligatorischem Religionsunterricht.

Von Sandro Buchertink.ch

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten ist ein Zusammenschluss nichtreligiöser Menschen, mit dem Ziel die allgemeinen Menschenrechte, allen voran die Weltanschauungsfreiheit, sowie die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen.

Tink.ch: Herr Ponitka, sie setzen sich für die Säkularisierung ein. Wo sind aus Ihrer Sicht heute die grössten Baustellen der Trennung von Kirche und Staat?

Rainer Ponitka: Eine Baustelle sind Konkordate und Kirchenverträge, die Religionsgemeinschaften gegenüber anderen Vereinen privilegieren und ihnen Einkünfte aus dem öffentlichen Steueraufkommen sichern. Auch beim staatlich finanzierten Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und nicht zuletzt beim kirchlichen Sonderarbeitsrecht, durch das sich Mitarbeiter der kirchlichen Wohlfahrtsverbände bei Verletzung ihrer sogenannten Loyalitätsobliegenheiten mit Kündigung bedroht sehen, liegen Baustellen.

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Waffen sollen Leben retten—ist wie Vögeln für die Jungfräulichkeit!

religion_warDeutschland liefert viel mehr Waffen als erwartet an die Kurden im Irak. Kanzlerin Angela Merkel sieht darin einen wichtigen Schritt, um Menschenleben zu retten und weitere Massenmorde zu verhindern.

Von Birgit BaumannderStandard.at

Zehn Tage lang haben deutsche Militärexperten und Regierungsmitglieder im Fundus der Bundeswehr gestöbert, beraten und überlegt, wie man die Kurden im Irak am besten für ihren Kampf gegen die Terrorgruppe “Islamischer Staat” ausrüsten könnte.

Herausgekommen ist eine lange Liste von Waffen – viel länger, als erwartet worden war. Die Peschmerga-Armee von Kurden-Präsident Massud Barzani bekommt ?8000 Sturmgewehre G3, ?8000 Sturmgewehre G36, ?40 Maschinengewehre MG3, ?8000 Pistolen P1, ?30 “Milan”-Panzerabwehrwaffen mit 500 Raketen, ?200 Panzerfäuste (Typ “3”), ?40 schwere Panzerfäuste, ?10.000 Handgranaten und ?100 Signalpistolen.

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Jewish Lev Tahor Sect, Where Child Abuse Is Allegedly a Way of Life, Gets Kicked Out of Guatemalan Town

Lev Tahor’s rabbi and convicted felon Schlomo Helbrans. Image. Friendly Atheist

When we last featured the mega-Orthodox Jewish group Lev Tahor, a Canadian cult, on this site, it was over credible allegations of systematic child abuse.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

For instance:

[A] member told police about beatings with sticks, crowbars, whips and belts… A witness said he saw a woman struck in the face because she refused to wear the burqa-like outfit for women that has led some media to deride the group as the Jewish Taliban. Girls who were 13 or 14 were disciplined by being held in house basements while girls who were 14 and 15 were married to adult men, the police documents said. Children were also taken from their biological parents [and assigned permanently to other families in the sect] if the sect’s leader deemed they were not taught properly.

Lev Tahor’s spiritual leader, Rabbi Shlomo Helbrans (pictured), has a record that we’d call odd for a self-proclaimed man of God, if it wasn’t for the fact that crimes against children are rife within patriarchal religions and sects.

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Diakoniechef gegen schärferes Strafrecht bei Sterbehilfe

sterbenIn der Diskussion um die gesetzliche Regelung der Sterbehilfe hat sich Diakoniepräsident Ulrich Lilie gegen ein schärferes Strafrecht ausgesprochen.

Von Thomas Schillerevangelisch.de

“Es muss weiterhin Freiräume geben”, sagte der Chef der bundesweiten Diakonie dem Evangelischen Pressedienst. Ärzte, Pflegende und Angehörige müssten ihre persönliche Verantwortung für sich, vor den anderen und vor Gott wahrnehmen. “Das ist ein gutes protestantisches Prinzip”, sagte der Theologe. Die Handelnden hätten die konkrete Verantwortung, die staatlichen und kirchlichen Richtlinien in die beste Lösung für die Beteiligten zu übersetzen. “Das Strafrecht kann diese Dilemma-Situation nicht lösen”, erklärte Lilie.

Der Spitzenvertreter des evangelischen Sozialverbands sprach sich aber strikt gegen eine Institutionalisierung der Sterbehilfe aus. “Jede organisierte, erst recht jede kommerzialisierte Form von Sterbehilfe ist zu verhindern”, sagte Lilie. Diese Grenze dürfe auch bei einer gesetzlichen Neuregelung nicht überschritten werden.

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Standesbeamtin bekommt Recht: Muss Homosexuelle nicht verheiraten

Religiöse Ansichten nicht angemessen berücksichtigt: Britische Standesbeamtin, die eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare verweigert hatte und entlassen worden war, hat vor Arbeitsgericht Recht bekommen.

kath.net

Eine britische Standesbeamtin, die eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare verweigert hatte und deswegen entlassen worden war, hat vor dem Arbeitsgericht Recht bekommen. Der Arbeitgeber habe ihre religiösen Ansichten nicht angemessen berücksichtigt, entschied eine Berufungsinstanz laut der Zeitung «Sunday Times». Die Klägerin, die 54-jährige Margaret Jones aus Bedford, wolle indessen nicht mehr auf ihre Stelle zurückkehren.

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„Dodo Hahne“: EKD redet über Hilfe zum Selbstmord anstatt über ihre Geschwister

800px-Peter_Hahne1Kritik an der Passivität der Kirchen in Deutschland angesichts der Ereignisse in Syrien und im Nordirak haben am 31. August Gäste der Sendung „Peter Hahne“ geübt. Sie stand unter dem Thema „Flüchtlingselend im Irak – Helfen jetzt nur noch Waffen?“.

kath.net

Moderator Peter Hahne zitierte eingangs den Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, wonach die Krise in Syrien und im Irak zum größten humanitären Notfall unserer Zeit geworden ist. Derzeit seien die Hälfte des gesamten syrischen Volkes und rund 430.000 Jesiden auf der Flucht. Nach Worten des Diplominformatikers und syrisch-orthodoxen Christen Namroud Yahkup (Aschaffenburg) verbrennt unter dem Wüten der islamistischen Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) gerade die Wiege des Christentums. Erstmals in der Geschichte des Irak höre man dort kein Glockenläuten mehr.

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Rechtsextreme bedrohen Linken-Politikerin

Katharina König, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de

Die Thüringer Linken-Politikerin Katharina König ist am Samstag auf ihrer Wahlkampftour in Saalfeld massiv von Rechtsextremen bedroht worden. Nach Angaben der Thüringer Polizei vom Sonntag bedrängten zwei Personen aus dem rechten Spektrum König und ihr Team derart, dass diese sich gezwungen sahen, ihren Infostand wieder abzubauen.

evangelisch.de

Später seien weitere Rechtsextreme dazugekommen. Dank einiger Fotos, die Königs Team von den Rechten machte, seien zwei Tatverdächtige im Alter von 30 und 32 Jahren identifiziert worden, hieß es. Sie seien einschlägig polizeilich bekannt. Der Staatschutz ermittele.
König engagiert sich seit Jahren massiv im Kampf gegen Rechtsextremismus in Thüringen. Die 36-Jährige ist die Tochter des Jenaer Stadtjugendpfarrers Lothar König, dem die sächsische Justiz Landesfriedensbruch im Zusammenhang mit Protesten gegen rechte Aufmärsche vorwirft. Katharina König sitzt seit 2009 für die Linken im Thüringer Landtag. Dort gehörte sie unter anderem dem NSU-Untersuchungsausschuss an.

Warum bedrohte Christen(Menschen) jetzt Hilfe brauchen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Heute wird das Bundeskabinett wohl Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak beschließen. Den Schrecken selber aber werden die Waffen nicht vertreiben – die Christen in der Region fürchten, dass sich die Gewehre am Ende auch gegen sie richten. Deshalb zählt zur Hilfe auch, verfolgte Christen großzügig in Deutschland aufzunehmen.

Von Matthias DrobinskiSüddeutsche.de

Ein arabisches “N” malen sie den Christen auf die Hauswand, die Männer, die da angeblich im Namen Gottes das Land heimsuchen. Nasrani, Nazarener, so heißen die Christen im Koran. Und wen die Killer des Islamischen Staates als Nazarener brandmarken, der muss seinem Glauben abschwören oder eine Kopfsteuer zahlen. Oder er stirbt. Oft genug helfen weder Schwur noch Geld, oft genug machen die muslimischen Nachbarn von gestern mit, in dieser Mischung aus Angst und Gier, die auch die Nazis nutzten, um die Juden auszurauben und zu ermorden.

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Israel auf dem Weg in den “Faschismus”?

Der Haaretz-Journalist Gideon Levy muss in Israel um sein Leben fürchten. Bild: Ludwig Watzal

In Berlin soll es am 14. September 2014 eine Solidaritätsveranstaltung gegen “Judenhass” und für den Staat Israel geben, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen und sprechen will.

Von Ludwig Watzal—BETWEEN THE LINES

Anlass seien die jüngsten Fälle von antisemitischen Äußerungen bei Demonstrationen gegen den mörderischen Einsatz der israelischen Armee gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifens. Bei diesem Einsatz hat die israelische Besatzungsarmee über 2 100 Palästinenser/innen getötet, davon fast 80 Prozent Frauen, Kinder und ältere Menschen. Fast 500 000 wurden in die Obdachlosigkeit gebombt. Eine Spur der Zerstörung und Verwüstung wurde von der “moralistischen Armee der Welt” (Ehud Barak) hinterlassen. Bei diesem Amoklauf der “moralischsten Armee der Welt” kamen auch 65 israelische Soldaten ums Leben.
Dieses Massaker hat aber in Deutschland zu einer der bizarrsten Debatten geführt, und zwar gegen Antisemitismus. Dagegen hat nun der Zentralrat der Juden in Deutschland zu einer öffentlichen Kundgebung in Berlin aufgerufen. Angebrachter und glaubwürdiger wäre jedoch, zu Demonstrationen gegen die rechtsnationalistische Regierung in Israel aufzurufen. In Israel werden bei Demonstrationen immer wieder Nazi-ähnliche Parolen wie “Tod den Arabern” oder “Araber ins Gas” von zehntausenden skandiert. Wäre hier nicht Handlungsbedarf angesagt?

Afrika: Boko Haram verübt Massaker an Christen

boko_haramTerrormilizen der islamistischen Boko Haram haben im Osten Nigerias eine katholische Kirche überfallen und Häuser von Christen besetzt. Dutzende Christen seien getötet und Kirchengebäude niedergebrannt worden.

kath.net

Terrormilizen von Boko Haram haben im Osten Nigerias eine katholische Kirche überfallen und Häuser von Christen besetzt. Dutzende Christen seien getötet und Kirchengebäude niedergebrannt worden, erklärte ein Sprecher des Bistums Maiduguri laut der nigerianischen Zeitung «The Punch» (Onlineausgabe Freitag). Die Kämpfer hätten Männer geköpft sowie Frauen zum Übertritt zum Islam gezwungen und zwangsverheiratet.

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Eine Bastille für die Bestie Mensch

Das Monster baut sich seine eigenen Mauern: Man Rays Sade-Porträt nach zeitgenössischen Beschreibungen. / Bild: Beck Verlag

Er wurde als Monster und Staatsfeind behandelt, war Dutzende Jahre hinter Gitter: Das abenteuerliche Leben und das radikale Werk des Marquis de Sade sind auch 200 Jahre nach seinem Tod mit nichts vergleichbar.

Von Anne-Catherine SimonDie Presse

Im Oktober 1763 hat ein junger attraktiver Adeliger in einer Absteige außerhalb von Paris ein Rendezvous mit einer Gelegenheits-Prostituierten, das bald zum Gerichtsfall werden wird. Vor der verängstigten Jeanne Testard schändet er zwei Hostien, ein Kelch wird als Sperma-Gefäß zweckentfremdet, die junge Frau bekommt eine Einladung zum gegenseitigen Auspeitschen sowie wie zur Darmentleerung auf ein Kruzifix. Sie schlägt beides aus, muss sich aber noch obszöne Verse anhören.
Dieser erste amtsbekannte „Akt der Ausschweifung“ des Marquis de Sade gehört nicht zu den Dingen, die einem geistesgeschichtlich zum Jahr 1763 als Erstes einfallen. Bekannter ist zum Beispiel, dass „Wolferl“ Mozart wenige Tage davor der Kaiserin Maria Theresia auf den Schoß gehüpft ist, oder dass Kant in jenem Jahr seine Schrift „Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes“ veröffentlicht hat. In Frankreich verteidigt derweil Jean-Jacques Rousseau sein neues Werk „Emile oder über die Erziehung“, in dem er postuliert: Der Mensch ist von Natur aus gut.
Der Mensch gut? Gott beweisbar? Da konnte Donatien Alphonse François de Sade nur lachen.

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Syrien: Bischof von Aleppo sieht auch positive Entwicklung

Aleppo, Bild: wikimedia.org/CC 3.0 Unported,

Georges Abou Khazen im “Radio Vatikan”-Gespräch: Assad-Regime gilt bei vielen mittlerweile als das kleinere Übel, auf lokaler Ebene laufen Versöhnungsinitiativen

kath.net

Mit westlichen Waffenlieferungen nach Syrien ist niemandem gedient. Das sagte der Apostolische Vikar (Bischof) von Aleppo in Syrien, Georges Abou Khazen, im Gespräch mit Radio Vatikan. Stattdessen solle der Westen in Syrien bei der Versöhnung helfen. Der Kirchenmann sah auch Anzeichen einer positiven Entwicklung in seinem Heimatland: Das Assad-Regime gelte bei vielen mittlerweile als das kleinere Übel, auf lokaler Ebene laufen Khazens Angaben zufolge Versöhnungsinitiativen, Rebellen geben ihre Waffen ab. Am Rande des internationalen Rimini-Treffens zeichnete der Apostolische Vikar von Aleppo ein Bild der derzeitigen Lage.

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Lebenslange Haft statt Todesstrafe für Muslimbrüder-Chef

Mohammed Badie jubelt über die Umwandlung des Urteils / Bild: (c) APA/EPA (KHALED ELFIQI)

Ein ägyptisches Strafgericht hat Todesurteile für Mohammed Badie und sieben weitere Angeklagte in Haftstrafen umgewandelt. Sechs weitere Muslimbrüder wurden zum Tode verurteilt.

Die Presse.com

Ein ägyptisches Strafgericht hat Todesurteile für den Chef der Muslimbrüder, Mohammed Badie, und sieben weitere führende Islamisten in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Sechs andere Angeklagte verurteilte das Gericht in Abwesenheit zum Tode. Zu ihnen gehört mit Assem Abdel Maged auch ein Anführer der radikalen Al-Gamaa Al-Islamiya.

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«Diese Faszination des Tötens bleibt ein Leben lang in Erinnerung»

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Ein nicht unwesentlicher Teil der IS-Kämpfer stammt aus dem Westen. Weshalb zieht es diese, meist noch sehr jungen Männer, in den Krieg? Thomas Elbert, Psychologe mit Fokus auf Trauma-Forschung gibt Auskunft.

Von Kian RamezaniAARGAUER ZEITUNG

Tausende Europäer und Amerikaner kämpfen in den Reihen des Islamischen Staats. Was treibt die jungen Männer in die Arme der Terroristen? Der Konstanzer Psychologe Thomas Elbert hat viele Konfliktgebiete bereist und mit Kämpfern über ihre Motivation gesprochen. Religion spielt eine Rolle, ist aber nicht allein ausschlaggebend, sagt er im Interview.

Was läuft in unseren Gesellschaften falsch, dass junge Männer sich dem Islamischen Staat anschliessen?

Thomas Elbert: Um das im Detail zu beantworten, müsste man diese Gruppe systematisch befragen können. Wir wissen aber über Gewaltbereitschaft, dass sie vor allem von zwei Faktoren beeinflusst wird: Zum einen eigene Erfahrungen von Gewalt und emotionaler Vernachlässigung in Kindheit und Jugend. Zum anderen die Erziehung zu moralischen Hemmschwellen der Gewalt, die bei Personen anderer Gruppen, anderer Religion oder Ethnie nicht greift.

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Rückschlag für Abtreibungsgegner in Texas

Im vergangenen Jahr demonstrierten zahlreiche Texaner gegen eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes Foto: Ann Harkness / flickr | CC-BY 2.0

Ein Bundesrichter in Austin, Texas, hat ein Gesetz verhindert, das die Schließung zahlreicher Abtreibungspraxen zur Folge gehabt hätte. Abtreibungsgegner legten umgehend Berufung ein.

pro Medienmagazin

Der Bundesrichter Lee Yeakel bewirkt mit seinem Urteil den Erhalt zahlreicher Abtreibungskliniken in Texas. Laut einem neuen Gesetz sollten jene Praxen denselben Anforderungen genügen, die allgemein für chirurgische Tageskliniken galten wie Mindestbreite von Fluren oder hochtechnische Ausstattung von Behandlungszimmern. Davon betroffen waren auch Praxen, die Abtreibungen ohne operative Eingriffe, sondern nur mit Tabletten durchführten.

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Ethiker: Freiwillig sterben wollen ist nicht kriminell

Foto: epd-bild/Stefan Arend

Befürworter der aktiven Sterbehilfe und diejenigen, die das Leben unbedingt schützen wollen, stehen sich in der Diskussion gegenüber. Für Professor Michael Quante ist dieses Schwarz-Weiß-Denken falsch. Er hält das Recht auf Selbstbestimmung für ebenso wichtig wie den Ausbau von Hospizen.

Von Carsten Linnhoffevangelisch.de

Der Bundestag will bis 2015 das Gesetz zur Sterbehilfe reformieren. Um was geht es im Kern?

Michael Quante: Wir haben eine lange Tradition des Schutzes des menschlichen Lebens. Unsere Gesellschaft aber verändert sich und das Paradigma der Selbstbestimmung ist längst anerkannt. Und dazu gehört auch die Selbstbestimmung über das eigene Lebensende. Das ist der Grundkonflikt.

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Linke gegen Lebensschützer

Marsch für das Leben vor dem Kanzleramt: Jedes Jahr organisieren Lebensschützer eine Demonstration, zu der Tausende kommen Foto: Thomas Schneider: AG Welt|flickr | CC-BY-NC-ND 2.0

In einer Anfrage hat sich die Linksfraktion im Deutschen Bundestag über Lebensschützer in Deutschland erkundigt. Offenbar sorgen sich die Politiker über Zulauf der Szene. Anlass ist der diesjährige „Marsch für das Leben“ am 20. September.

pro Medienmagazin

Die Bundesregierung weiß wenig über die Szene der Lebensschützer in Deutschland. Hinweise darauf, dass Abtreibungsgegner Ärzte oder Frauen bedroht oder bedrängt haben, gibt es offenbar nicht. Das zumindest ist das Ergebnis einer kleinen Anfrage der Linksfraktion zum Thema.

Ende Juli befragten die Abgeordneten Cornelia Möhring, Diana Golze und Karin Binder die Bundesregierung offiziell zu deren Wissen über Abtreibungsgegner. Auch die Haltung von Union und SPD zu Schwangerschaftsabbrüchen ist Thema der Drucksache. Die Politiker wollten wissen, wie viele Teilnehmer die Demonstration „Marsch für das Leben“ hat, die jährlich in Berlin stattfindet und von Lebensschützern organisiert wird.

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The Coming Secular Era

Image: production.patheos.com

The most important changes don’t come in the form of attention-grabbing headlines, but subtle trends that quietly gather momentum until, by the time they finally burst into public view, they’re unstoppable.

By Adam LeeDAYLIGHT ATHEISM

Such is the case with the most important, and paradoxically most underappreciated, trend in American religion today: the long-term, across-the-board decline of Christianity and the corresponding rise of atheism, which has been going on behind the scenes for more than twenty years and is now well underway.

The mainline Protestant churches, once the dominant cultural power in the United States, have already dwindled to shadows of their former selves and are well on their way to extinction. The largest Christian denominations remaining, including Roman Catholic and Southern Baptist, are likewise shrinking and struggling to come up with ways to reverse the decline. Evangelical megachurches, for all the media attention they’ve attracted, represent consolidation, not growth; and minority religions like Mormonism have poured enormous effort into evangelism with little to show for it. Meanwhile, the up-and-coming generation, the Millennials, are the least religious in American history – and unprecedentedly, they’re getting less religious as they get older.

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Horkheimer-Nachlass jetzt auch online

Horkheimer war zusammen mit Theodor W. Adorno einer der Begründer der kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Er wurde am 14. Februar 1895 in Stuttgart geboren und ist am 7. Juli 1973 in Nürnberg gestorben. (picture alliance / dpa)

Die Digitalisierung verändert das wissenschaftliche Arbeiten. Das zeigt ein Beispiel der Frankfurter Universität. Seit Kurzem haben Forscher und Philosophie-Interessierte online Zugang zum umfangreichen Nachlass des Philosophen Max Horkheimer, der als Mitbegründer der sogenannten Frankfurter Schule gilt.

Von Peter LeuschDeutschlandfunk

“Wir glauben, dass die sozialwissenschaftliche Erkenntnis doch gewisse Möglichkeiten bietet, dem Unheil wirksam zu begegnen, das in Europa schon vielen Menschen das Leben gekostet hat”,

erklärt Max Horkheimer 1954 auf einem Vortrag über die Aufgaben und die Verantwortung einer kritischen Soziologie. Konkret bezieht er sich hier auf seine Forschungen während der Emigration zum autoritären Charakter.

“Wir vermuten nicht länger, sondern kennen die psychologischen Kräfte, die einen Menschen anfällig für nationalsozialistische oder andere totalitäre Anschauungen machen.”

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