Archiv der Kategorie: Ökonomie

Schlägerei im Parlament der Jüdischen Gemeinde – „Fick Dich, Du Arschloch“

Bild: brightsblog

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Ohnehin ist die Lage in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin stark angespannt. Nun ist ein neuer, beispielloser Tiefpunkt erreicht. Eine Sitzung des Gemeindeparlaments endete mit einer Schlägerei. Gemeindemitglieder wurden gewürgt.

Von Claudia KellerDER TAGESSPIEGEL

In einer Sitzungspause des Parlaments der Jüdischen Gemeinde gingen am Donnerstagabend einige Gemeindemitglieder sowie Mitglieder der Regierungspartei um den Vorsitzenden Gideon Joffe auf die Opposition los und würgten einige Repräsentanten. Diese verteidigten sich. Es fielen Sätze wie „Fick Dich, Du Arschloch“. Tische wurden aufeinander geschubst, immer mehr Gemeindemitglieder stürmten nach vorne in die Sitzungsrunde.

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Pfadfinder erlauben homosexuelle Jugendliche

Bild: t-online.de

Monatelang rangen die Pfadfinder um eine Entscheidung: Ab 2014 sollen nun auch homosexuelle Kinder in der amerikanischen Jugendorganisation zugelassen werden. Eine Einschränkung bleibt aber bestehen.

Süddeutsche.de

Die US-Pfadfinder erlauben künftig offen homosexuelle jugendliche Mitglieder in ihren Reihen. Das haben 1400 Chefs von Pfadfindergruppen aus dem ganzen Land bei einem Treffen in Grapevine in Texas entschieden. Die Frage hatte die Organisation über Monate tief gespalten. Vor allem konservative kirchliche Gruppierungen hatten die Aufnahme bekennender Schwuler abgelehnt.

Die Versammlung der Pfadfinder in Grapevine beschloss eine Änderung der Statuten: Jugendlichen soll demnach die Mitgliedschaft nicht mehr nur wegen ihrer sexuellen Orientierung verwehrt werden.

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Atheists Rising: Arizona Lawmaker Says “Don’t Bow Your Heads”

Photo Credit: James Steidi/Shutterstock.com

Watch: Asked if she “thanks the lord,” Oklahoma survivor tells Wolf, “actually, I’m an atheist.”

By Mary Elizabeth WilliamsAlternet/Salon

You’d think by now CNN would have learned to stop treating their assumptions and as truths. But when Wolf Blitzer made a casual comment Tuesday, it turned out to be a teachable moment both for the newsman and television viewers.

Speaking live to a survivor of the deadly tornado in Moore, Okla., Blitzer declared the woman “blessed,” her husband “blessed,” and her son “blessed.” He then asked, “You’ve gotta thank the Lord, right? Do you thank the Lord for that split-second decision?”

But as she held her 18-month-old son, Rebecca Vitsmun politely replied, “I’m actually an atheist.” A flummoxed Blitzer quickly lobbed back, “You are. All right. But you made the right call,” and Vitsmun graciously offered him a lifeline. “We are here,” she said, “and I don’t blame anyone for thanking the Lord.” Nicely done, Rebecca Vitsmun.

cont’d

Dem Papst fehlen Frau und Kinder

Kaum ist ein neuer Papst positiv aufgenommen worden, meldet sich schon wieder Kritik: Dem Papst fehle eine eigene Familie und er sollte “um die 40″ sein, meint Adelsexperte Seelmann-Eggebert.

kna.de

Dem Papst fehlt aus Sicht des ARD-Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebert die Familie für eine moderne Amtsführung. “Dem Papst fehlen Frau und Kinder, mit denen sich Gläubige identifizieren könnten”, sagte Seelmann-Eggebert der “Zeit”-Beilage “Christ & Welt”. Im Vergleich dazu finde jede neue Generation in den europäischen Königshäusern eigene Bezugspersonen. “Am wichtigsten ist für eine Monarchie die Kontinuität”, so der Journalist.

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Alternative-Rock “Alice In Chains”: The Devil Put Dinosaurs Here

Glauben heißt nicht wissen

Von Ben HiltropWeser Kurier

Glaube gegen Wissenschaft: Anhänger des Kreationismus stellen die Evolutionstheorie in Frage und predigen eine wortwörtliche Interpretation der Heiligen Schrift.

Glaube gegen Wissenschaft: Anhänger des Kreationismus stellen die Evolutionstheorie in Frage und predigen eine wortwörtliche Interpretation der Heiligen Schrift. Diese christliche Glaubensabsplitterung geht davon aus, dass Gott vor rund 6.000 Jahren in nur sieben Tagen die Erde erschuf sowie Adam und Eva die ersten Menschen waren. Für Jahrmillionen alte Dinosaurierknochen haben sie auch eine Antwort parat: Der Teufel höchstpersönlich hat sie vergraben, um die Menschheit und ihren Willen zu prüfen. Die Alternative-Rockband Alice In Chains setzt sich auf “The Devil Put Dinosaurs Here” mit der Ideologie dieser Glaubensvertreter auseinander, die um jeden Preis versuchen, ihre Schäfchen unter Kontrolle zu halten.

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Scientology-Stand verärgert Geschäftsleute

Scientology-Kreuz

Scientology-Kreuz

Die Sekte Scientology kennt fasst jeder, das Buch “Dianetics” vielleicht nicht: Unter dem Titel wirbt die Sekte mit einem Informationsstand in der Sonnenstraße. Die Geschäftsleute dort stört nicht nur der “Tarnname”, sondern auch die aggressiven Art der Werbung. Die vermiese nämlich ihr Geschäft.

Von Christina SchönstetterSüddeutsche.de

“Die Fakten über Drogen” verspricht ein Aufsteller auf einem Informationsstand in der Sonnenstraße. Dazu gibt es eine ganze Reihe Broschüren und Flyer, die engagierte Freiwillige an Passanten verteilen. “Dianetics” steht in großen Lettern auf dem Logo des Stands. Eine Aktion gegen Drogenmissbrauch, eine gute Sache. Was viele der Leute, denen ein Flyer in die Hand gedrückt wird, nicht wissen: Der Infostand wird von Scientology betrieben.

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Ver.di: Evangelische Kirche will Tarifverträge abschließen

Die Gewerkschaft Ver.di feiert einen Erfolg im Streit mit den Kirchen. Die evangelische Diakonie in Niedersachen will künftig Tarifverträge abschließen. 30.000 Beschäftigte bekommen mehr Geld.

SpON

Ver.di spricht bereits von einer bundesweit wegweisenden Entscheidung, die Kirchen bremsen noch: In Niedersachsen haben die Gewerkschaft und die evangelische Diakonie vereinbart, künftig Tarifverträge abzuschließen. Ver.di fordert, dass diese künftig den sogenannten Dritten Weg ersetzen. Darunter versteht man rein kircheninterne Verhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen.

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Eine Esoterik-Welle schwappt durch das Land

Foto: picture alliance

Der Glaube an Übersinnliches und Irrationales ist weiter verbreitet als man bisher dachte. Zwar herrscht in Einzelfällen oft rationale Ernüchterung, die Esoterik ist aber auf einem Siegeszug.

Von Hans ZippertDIE WELT

Jeder zweite Westdeutsche glaubt, laut einer Umfrage, an Wunder. Diese Zahl deckt sich mit der erwarteten Wahlbeteiligung im September. Wer an die Wirkung von Wahlen glaubt, glaubt auch an Wunder.

Die Westdeutschen sind dabei sehr viel wundergläubiger als die Ostdeutschen, die ja schon ihr Wunder erlebt haben und dementsprechend gelangweilt sind. Jeder vierte Westdeutsche glaubt an die Wiedergeburt, hofft aber inständig, nicht als Ostdeutscher wiedergeboren zu werden.

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“Ich habe noch nie versucht, Homosexuelle vom Teufel zu befreien”

(Bild: picture alliance / dpa)

Dominik Wullers ist Ende 20 und überzeugter Christ. Kein leichtes Leben, findet er. Denn immer wieder begegnet er Vorurteilen, wenn er von seinem Glauben spricht. Der Grund: Den Menschen sei der Glaube systematisch aberzogen worden.

Von Dominik WullersDeutschlandradio Kultur

Die Wut übermannt mich, wie häufig nach den christlichen Feiertagen. Ich bin Katholik, aber eher im Geheimen. Denn wenn ich mit Freunden oder Kollegen über meinen Glauben spreche, ernte ich verständnislose und angewiderte Blicke. Darum habe ich mir das schon lange abgewöhnt und schweige lieber.

Mit Ende 20 braucht mich das nicht wundern. Der Glaube meiner Generation hatte nie eine Chance. Gründlich aberzogen von den 68ern. Immer mehr Menschen wissen nichts mehr über das Christentum. Sind aber absolut dagegen. Und Gott, den gebe es eh nicht.

Besonders stört mich dieser Glaube an das Nichts in meinem beruflichen Umfeld an der Universität. Da rühmt sich einer, dass er seine Kinder so anti-religiös wie nur möglich erziehe. Für jede schlechte Note im Religionsunterricht belohne er sie daheim mit einem Euro. Und die Kollegen spenden Beifall. Grandiose Idee.

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Österreichs Fundamentalchristen: Gloria-Komplott

Screenshot brightsblog

Screenshot brightsblog

Aus der Schweiz wurden die Gestalter eines radikal-klerikalen Internetsenders vertrieben. Nun sammelt sich die katholische Fundamentalistentruppe in Wien

Von Joel Bedetti | Pascal SiggZEIT ONLINE

Das Haus Große Sperlgasse 33 in der Wiener Leopoldstadt wirkt unspektakulär: ein Betonklotz, eingepfercht zwischen Altbauten. Einzig das hellrote Gitter vor dem Eingang sticht ins Auge. Es ist nicht ohne Grund angebracht. Wer hier eingelassen wird, betritt eine Parallelwelt, die Welt der katholischen Fundamentalisten. Das Haus ist Sitz des Österreichablegers von Human Life International (HLI), einer weltweiten Organisation von militanten Abtreibungsgegnern – und ein Zentrum für die Verbreitung von katholischem Glaubensfuror.

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Zwangsautoerotischer Dodo als göttlicher Eheberater

weihbischof-andreas-launChristen, die in einer zweiten, nur zivilen Verbindung leben! Ein kath.net-Klartext von Weihbischof Andreas Laun, Salzburg.

kath.net

Die Frage, ob Katholiken, die geschieden und dann staatlich eine neue Verbindung eingegangen sind, zur heiligen Kommunion gehen können oder nicht, ist eines der „heißen Themen“ in der öffentlichen Meinung geworden und manchmal nehmen sogar Menschen dazu Stellung, die gar nicht gläubig sind und nicht einmal Mitglieder der Kirche!

Diskutiert wird darüber meistens als eine Frage der Barmherzigkeit: Wäre die Kirche doch barmherziger, würde sie „es“ erlauben, sagt man! Eng verbunden damit ist die Forderung nach „Mahlgemeinschaft“ mit den Protestanten, manchmal fordert man sogar den Zugang zur heiligen Kommunion für Nicht-Christen! Wäre die Kirche dazu „endlich“ barmherzig genug, wäre viel Gutes davon zu erwarten, meinen jene, die sich von der Erfüllung dieser (und auch anderer) Forderungen eine große, wunderbare Reform der Kirche versprechen!

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Kirchenaustrittsgebühr: Berliner Senat ohne Bistumsleitung handlungsunfähig?

Foto:dpa

Erst in dieser Woche erfuhr die Öffentlichkeit, dass das überschuldete Land Berlin immer noch den Kirchenaustritt subventioniert.

Von Mechthild KüpperFrankfurter Allgemeine

An dem Tag, als nach sechs Jahren Pause der Berliner Senat gemeinsam mit der Bistumsleitung tagte, beschloss die Regierung einen Gesetzesentwurf, der den Kirchenaustritt gebührenpflichtig macht.

30 Euro werden künftig fällig. Bislang gehörte der Austritt aus der Kirche zu den wenigen Verwaltungsakten, zu denen Berliner Bürger so emphatisch begrüßt und entgegenkommend behandelt wurden, wie sie sich das für ihre übrigen Behördenkontakten nur erträumen können. Nach der gemeinsamen Sitzung zeigten sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Rainer Kardinal Woelki gemeinsam im Bernhard-Lichtenberg-Haus hinter der Hedwigskathedrale.

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Alain de Botton: “Religion für Atheisten”

Bild: NASA

Wenn man Alain de Bottons neues Buch liest, bekommt man den Eindruck, die katholische Kirche höchstpersönlich habe die DIN-Norm erfunden – so begeistert schaut er auf ihre Institutionen, die die Welt sortieren und einordnen. Leben möchte man in seiner Welt aber trotzdem nicht.

Von Adolf Stock - Deutschlandradio Kultur

Was verbindet McDonald’s mit der katholischen Kirche? Beide sagen wo’s langgehen soll: McDonald’s dem Personal in der Frittenbude und die katholische Kirche den Priestern und Katholiken.

“Dem Angestellten wird genauestens vorgeschrieben, wo er sein Namensschildchen tragen muss, mit welchem Lächeln er jeden Kunden beglücken soll und wie viel Gramm Mayonnaise auf jedes Brötchen-Oberteil zu schmieren ist. (…) Ihre Edikte, die im Detail festlegen, welche Weinsorten bei der Heiligen Kommunion verwendet werden sollen und welche Farbe die Schuhe der Priester haben sollen, beweisen, wie penibel die Kirche darüber wachte, dass sich jeder Priester an die vorgegebenen Standards hielt.”

Beim Lesen von Alain de Bottons neuestem Buch könnte man meinen, die katholische Kirche habe die DIN-Norm persönlich erfunden.

Alain de Botton ist in einem atheistischen Umfeld großgeworden. Seine Eltern waren säkularisierte Juden, sein Vater war Banker in der Schweiz. Der professionelle Geldverwalter hielt den Glauben an Gott für eine bemitleidenswerte Behinderung. Dagegen hat der Sohn rebelliert. “Wir haben schlecht säkularisiert”, lautet de Bottons Credo. Lasst uns mal schauen, was die Religionen den Atheisten zu bieten haben!

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Klon-Experte Dodo-Kardinal Marx über marktkonformes Klonen

Kardinal_Reinhard_MarxMünchner Kardinal Marx hebt Unterschied von Uniformität und Einheit hervor – “Katholische Weltkirche kann zeigen, dass es die eine Menschheitsfamilie wirklich gibt”

kathweb

Der Papstberater und Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx hat angesichts jüngster Klonexperimente vor einem Uniformitätsdenken gewarnt. Durch das Klonen bestehe die Gefahr, “den einen idealen, gesunden, schönen und marktkonformen Menschen zu formen”, sagte Marx am Sonntag in seiner Pfingstpredigt im Dom der bayerischen Landeshauptstadt.

Uniformität sei nicht mit Einheit zu verwechseln. Diese bedeute im christlichen Sinne, gerade “die Vielfalt, die Fülle, die Buntheit” der Menschen zu respektieren und “in eine neue Qualität der Gemeinschaft” einzubringen.

Das Pfingstereignis sei so ein “Bild der Einheit in der Vielfalt”, erklärte der Kardinal weiter. Es müsse als Gegenbild zur babylonischen Sprachverwirrung verstanden werden, die zur Zerstreuung und zur Gegnerschaft der Menschen geführt habe.

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C. Lieberknecht: Für was steht heute noch die CDU?

Bild: wikipedia

Die massivste Kritik an der CDU lautet seit Monaten, man wisse nicht mehr, wo sie stehe. Sie habe sich von ihren Hauptprioritäten – wie beispielsweise der Familie – verabschiedet.

kath.net

Eine Spitzenpolitikerin zeigt genau hier Flagge: Christine Lieberknecht (Erfurt). Sie ist seit 2009 die erste christliche Ministerpräsidentin in Deutschland gewesen (Heide Simonis als Ministerpräsidentin in Schleswig-Holstein von 1993 bis 2005 war konfessionslos). Und: Mit der 55-Jährigen wird erstmals ein Bundesland von einer Pastorin geleitet (einen Pastor als Regierungschef gab es bisher nur mit Heinrich Albertz in Berlin).

Seit fast vier Jahren steht die verheiratete Mutter von zwei Kindern dem Freistaat Thüringen vor. Schon seit der Friedlichen Revolution ist sie politisch in vielen hohen Ämtern aktiv. Zuvor war sie von 1984 bis 1990 Pastorin im Kirchenkreis Weimar. Dass ausgerechnet die CDU die Ministerpräsidentin in Thüringen stellt, war nicht selbstverständlich, denn nach der Landtagswahl 2009 wären auch andere Koalitionen möglich gewesen. Dass die SPD mit der CDU zusammen eine Koalition bildete, hängt – wie es heißt – mit der Persönlichkeit Lieberknechts zusammen, der auch von der Opposition hohe Glaubwürdigkeit zugebilligt wird. Mit der Ministerpräsidentin sprach Helmut Matthies.

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Franz, Merkel und die IOR-Casino-Bank

reuters

Zu Pfingsten empfängt Papst Franziskus Bundeskanzlerin Merkel im Vatikan – und spricht mit ihr unter vier Augen. Danach berichtet die Christdemokratin davon, dass die Regulierung der Finanzmärkte ein “fundamentales Thema” des kommenden G20-Gipfels sein wird. Das Kirchenoberhaupt hatte Reformen verlangt.

n-tv

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Rom von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen worden. Bei dem gut 45-minütigen Treffen der protestantischen Kanzlerin mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche standen Glaubensfragen, die Globalisierung und die Rolle Europas in der Welt im Zentrum. Die Regulierung der Finanzmärkte sei dabei ein zentrales Ziel, sagte Merkel nach dem Gespräch mit dem Papst aus Argentinien, “die Wirtschaft ist dafür da, dass sie den Menschen dient”. Krisen entstünden auch, wenn “soziale Leitplanken” fehlten.

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Bernd Kramer über Esoterik und esoterische Selbstversuche

Bild: tip-berlin.de

Der Berliner Journalist Bernd Kramer wagte einige esoterische Selbstversuche: Er ließ sich reinkarnieren, übte hellsehen und trat sogar als Heiler auf. Jetzt hat er ein Buch geschrieben: “Erleuchtung gefällig?”

tip-Berlin

Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie im Rahmen Ihres Esoterik-Selbstversuchs reinkarniert, also in Ihre angeblich frühere Existenz als Mönch Josef zurückgeführt wurden?
Ich war hin- und hergerissen: Inwiefern lasse ich mich jetzt darauf ein? Diese Reinkarnation funktioniert ja nur, wenn man sich da reinfallen und Bilder hochkommen lässt. Andererseits wollte ich ja nur austesten, wie da vorgegangen wird. Trotzdem war ich dann in diese Mönchs-Geschichte involviert, in die man mich suggestiv hineingelockt hatte.

Warum haben Sie sich überhaupt in die Esoterik-Szene begeben?
Mir war aufgefallen, dass Esoterik ganz beiläufig in immer mehr Lebensbereichen auftaucht. Yoga zum Beispiel wird heute zwar vor allem als Sport oder als Entspannungstechnik begriffen, weist aber immer noch viele esoterische Elemente auf. Als Journalist beschäftige ich mich im Alltag außerdem schwerpunktmäßig mit Bildungsthemen. Und da hatte ich mich gefragt, warum die Arbeitsagentur etwa eine Weiterbildung zum Astrologen fördert oder was Esoterik in Uni-Kursen zu suchen hat.

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Rheinischer Präses: “Gute Auftragslage für die Kirche”

wdr.de

Sparzwänge, Priestermangel, Mitgliederschwund: Die Zeiten für die Evangelische Kirche sind nicht leicht. Manfred Rekowski ist seit März Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Er schaut positiv in die Zukunft und sieht die “Auftragslage” der Kirche als “nach wie vor gut”.

Von Arne SchleefDERWESTEN

Ein wichtiges Amt in stürmischen Zeiten: Seit März ist Manfred Rekowski Präses der Evangelischen Landeskirche. Der Theologe, Nachfolger von Nikolaus Schneider, sprach mit der NRZ über Sparzwänge, Priestermangel, Mitgliederschwund – und das Pfingstfest…

Pfingsten steht vor der Tür. Aber statt das Fest zu feiern, fahren viele lieber in den Kurzurlaub. Wissen die Menschen nicht mehr, warum es Feiertage gibt?

Manfred Rekowski: Wir müssen ihnen in Erinnerung bringen, was wir feiern. Die Feiertage haben einen bestimmten Hintergrund. Und es gehört zur christlichen Kultur wahrzunehmen, dass zum Beispiel Karfreitag kein normaler Tag ist. Er steht im Zeichen von Leid und Sterben, etwas, das eben auch zum Leben gehört. Oder nehmen Sie den verkaufsoffenen Sonntag: Wir wollen niemandem den Spaß verderben. Aber wir brauchen Unterbrechungen, gemeinsame Zeit für die Familie und eine Grenze für Arbeit und Gewinnmaximierung.

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Die Religion der Globalisierung

Bild:dradio.de

Das bevorstehende Pfingstfest erinnert nicht nur an den biblischen Bericht von der Zusage des Geistes Gottes an die verunsicherten Jünger Jesu nach dessen Himmelfahrt.

Von Stefan Reis SchweizerNeue Zürcher Zeitung

Dieser Tag, der in der christlichen Tradition als Gründungsdatum der Kirche gilt, hat auch der weltweiten Pfingstbewegung ihren Namen gegeben, die bei aller Vielfalt die unmittelbare Geist- und Christus-Erfahrung in den Mittelpunkt stellt. Die Pfingstgemeinden konfrontieren die traditionellen christlichen Kirchen mit einer radikalen, urchristlich geprägten charismatischen Glaubenspraxis. Der Heilige Geist gilt ihnen als die einzige Referenzgrösse; als sein Wirken werden auch die persönliche Bekehrung und mehrheitlich das Zungenreden, die Prophetie, Heilungen und Wunder begriffen.

Kein religiöses Randphänomen

Die Emotionalität, mit der dies zumeist einhergeht, mag in den modernen Industriegesellschaften Mitteleuropas fremd erscheinen; hierzulande ist die insgesamt schwer zu fassende Pfingstbewegung zudem öffentlich kaum sichtbar. Dennoch wäre es falsch, das Thema einfach den Sektenbeauftragten zu überlassen.

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Einfluss der Kirchen: Gottes Tippgeber und Medien-Amigos

Bild: ap

Journalisten beraten Kirchen im Umgang mit Medien. Der Deutsche-Journalisten-Verband kritisiert das und sieht Interessenkonflikte.

Von Ulli Schauentaz

Dass Peter Limbourg die deutschen Bischöfe in publizistischen Fragen berät, verriet die Deutsche Welle, als der Chef des Nachrichtensenders N-24 zum neuen Intendanten gewählt wurde. Doch Limbourg will nicht über seine Tätigkeit bei der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz sprechen, jedenfalls nicht gegenüber der taz. Wer ist drin, was machen die Journalisten da als Berater? Auch die Deutsche Bischofskonferenz will das auf Anfrage nicht verraten.

Fast fünf Jahre ist es her, dass eine Pressemitteilung der Bischöfe das Gremium erwähnte. Im Herbst 2008 lies es sich wohl nicht vermeiden. Denn ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut und der MDR-Onlinechef Georg Maas hielten ihre Vorträge zu den Medienstrategien der Kirche nicht in einem kleinen Konferenzraum, sondern vor der Vollversammlung der Bischöfe. Nachfragen führen bei einzelnen öffentlich-rechtlichen Sendern Namen zu Tage.

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