Archiv der Kategorie: Ökonomie

Georgien: Muslime streiten mit Christen um eine Bibliothek

islam_christentumDie georgische Gemeinde Adigeni im Süden des Landes ist in dieser Woche von Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen erschüttert worden, schreibt die “Nesawissimaja Gaseta” am Freitag.

RIANOVOSTI

Zum Stein des Anstoßes wurde ein altes Gebäude im Dorf Moche, in dem die Behörden eine Bibliothek einrichten wollten. Die dort lebenden Muslime protestierten jedoch, weil an dieser Stelle früher eine  Moschee gestanden haben soll. Zudem behaupten sie, dass die Behörden dieses Gebäude ursprünglich in ein Einkaufs- und Unterhaltungszentrum verwandeln wollten. Am Mittwoch kam es zu Handgreiflichkeiten mit mehreren Verletzten. Die Polizei musste eingreifen und nahm mehr als zehn Personen wegen Rowdytums und Widerstands gegen die Staatsgewalt fest.

Am Donnerstag kam es in Adigeni erneut zu Zusammenstößen mit Muslimen, die die Freilassung ihrer Glaubensbrüder forderten.

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Historikerin: Trennung von Kirche und Staat in Europa verlief blutig

religion_warDie Trennung von Staat und Kirche in Europa während des 19. und frühen 20. Jahrhunderts verlief offenbar weniger friedlich als bislang allgemein angenommen.

Von Karsten Packeiserevangelisch.de

Vielerorts hätten fromme Katholiken ebenso wie antiklerikale Kräfte zu Gewalt gegriffen, sagte die Mainzer Historikerin Eveline Bouwers dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bei Auseinandersetzungen um Vorrechte der katholischen Kirche seien in Ländern wie Belgien auch Menschen zu Tode gekommen.

Die Wissenschaftlerin hat sich im Rahmen eines Forschungsprojekts intensiv mit Glaubenskämpfen in den katholischen Staaten Europas befasst, speziell mit den Regionen Bayern, Flandern und Bretagne. Konflikte zwischen katholischer Kirche und Staatsmacht gab es nach ihren Erkenntnissen nicht nur während des “Kulturkampfes” im protestantisch geprägten Deutschen Kaiserreich, sondern auch in katholisch Staaten.

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Vatikan ermittelt gegen Priester in Chile

Von links nach rechts: José Aldunate, Felipe Berríos, Mariano Puga Quelle: site.adital.com.br

Befürwortung gleichgeschlechtlicher Ehe und Kirchenkritik sorgen in Chile für Aufregung. “Kongregation für die Glaubenslehre” ermittelt.

Von Hans Weberamerika21

Aufgrund von Kritiken an der Kirche werden die chilenischen Priester Felipe Berríos, José Aldunate und Mariano Puga derzeit durch die “Kongregation für die Glaubenslehre” untersucht. Dieses Vatikanorgan hat die Ermittlungen aufgenommen, nachdem der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Santiago, Kardinal Ricardo Ezzati, eine Sammlung kritischer Äußerungen der Geistlichen an die Kongregation weitergeleitet hatte.

In den vergangenen fünf Monaten hatten Berríos, Aldonante und Puga Interviews gegeben, in denen sie die Rolle des Klerus bezüglich der Bildungsreform der Regierung Bachelet sowie seine Weigerung, über Schwangerschaftsabbruch zu diskutieren und die Haltung gegenüber der Ehe homosexueller Paare in Frage stellten.

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Das Leben ist der Güter höchstes nicht

John Wayne, The Shootist, 1976

John Wayne, The Shootist, 1976

Eine zornige Untersuchung: Was wirklich hinter dem Widerstand gegen die Sterbehilfe steckt. Haltet euch aus unserem Leben heraus, ihr Lebensschützer!

Von Wolfgang BroscheThe European

Der kühne Freitod von Udo Reiter erinnerte mich in seiner lakonischen Konsequenz an einen berühmten Film, den Schwanengesang eines Stars und eines Genres.

Don Siegels „The Shootist“ ist sicher nicht der größte aller Western, aber der erschütterndste. John Wayne, die reaktionäre, raue und zärtliche alte Kanaille, trat mit diesem Film von der Leinwand ab. Er hätte es besser nicht tun können als in der Rolle eines alten Gunman, der seit Wochen von Unterleibsschmerzen geplagt wird. Der Arzt, den er aufsucht, kann ihm nur hilflos die Diagnose Krebs mitteilen und drückt ihm dann ein Fläschchen Laudanum in die Hand. „Hätte ich“, raunt der Arzt, „Ihren Mut, dann wüsste ich, was ich täte, um den mörderischen Schmerzen und dem Verrecken zu entgehen!“

Schnell spricht sich herum, dass der einst gefürchtete Shootist ein todkranker Mann ist. Die Geier warten schon: jüngere Gunmen versammeln sich in der Stadt und warten auf ihre Chance. Wayne schaut sich ein paar Tage in der herbstlichen Stadt um, macht eine letzte Bekanntschaft mit einer stolzen und klugen Witwe, hilft ihr, ihren Sohn wie ein Vater auf den richtigen Lebensweg zu bringen, trinkt die letzten Schlucke Laudanum, die schließlich nicht mehr helfen und bestellt die lauernden Aasgeier in den Saloon.

Es sei sein Geburtstag, sagt er dem Barkeeper, der ihm den letzten Whisky einschenkt, den wolle er feiern. Und er feiert ihn auf seine Art, erledigt die schießwütigen Rotzlöffel, die seine Nachfolge antreten wollen, nebenbei noch ein paar tolldreiste Gangster und wird selbst tödlich getroffen. Noch einmal hat er als Towntamer die Stadt gerettet und ist dabei auf seine Weise gegangen. Das war sein Tod, der Tod als Gunman, der seine Zeit gehabt hat!

John Wayne selbst hatte nicht das Glück, so zu sterben wie in diesem Film. Einmal schon, in den 60ern, hatte er den Krebs besiegt. Ein Jahr nach „The Shootist“ kam er zurück, der Krebs. Man behandelte den Duke zu Tode, schnitt hier und da was weg und der große starke Mann verreckte zwischen Amputationen und Morphium. „Feo, fuerte y formal“ steht auf Waynes Grabstein – er war stolz, er war stark, er hatte Würde … bei all dem Reaktionären, das seine Filme auch hatten, immer ging es in ihnen um die Würde des Individuums. Darum sei ihm dieses Epitaph gegönnt.

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China: Christen sind die Guten, alles andere Scheiße

Mit Christen in China beschäftigt sich das neue Buch von Liao Yiwu “Gott ist rot” Foto: S. Fischer Verlag

Christen in China haben es nicht leicht. Nach wie vor gehören sie zur größten verfolgten Minderheit im Land. Der Autor Liao Yiwu geht in seinem Buch „Gott ist rot“ auf Spurensuche und lässt die Christen vor Ort zu Wort kommen.

Von Johannes Weilpro Medienmagazin

Autor Liao Yiwu hat für sein Buch Christen getroffen, die beschreiben, wie schwer es ist, ihren Glauben in China zu leben. Die einzige Hoffnung, an die sie sich klammern, ist dabei Gott. Vor allem unter dem Diktator Mao Zedong kam der Atheismus auf und die feste Ordnung der Gemeinden wurde zerstört. Vor 1982 hatten wenige Christen gewagt, sich öffentlich zu Gott zu bekennen. Zusammenkünfte von Christen wurden von anderen Menschen angezeigt. Das sei heute zum Glück besser geworden.

Geschichten der Hoffnung

Trotz allem sind es Geschichten der Hoffnung, die Yiwu gesammelt hat. Der Autor saß für seine regimekritischen Geschichten selbst vier Jahre in Haft und wurde schwer misshandelt. Heute lebt der mit mehreren Auszeichnungen und Preisen dekorierte gebürtige Chinese in Berlin.

Es ist vor allem ein Buch von Menschen, die durch den Staat vin ihrem Denken beeinflusst und von klein auf „roter Gehirnwäsche“ unterzogen wurden. Von daher bietet das Buch einen Einblick in das chinesische Denken und macht das Handeln der Christen dort nachvollziehbarer.

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Jeder dritte US-Amerikaner beim FBI aktenkundig

usaTaktik der Polizei und Null-Toleranz-Politik haben in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt.

Von Rainer SommerTELEPOLIS

Wie das Wall Steet Journal berichtet (auch hier zu lesen) liegt mittlerweile beim FBI über annähernd jeden dritten US-Amerikaner eine Akte auf.

Over the past 20 years, prompted by changing police tactics and a zero-tolerance attitude toward small crimes, authorities have made more than a quarter of a billion arrests, the Federal Bureau of Investigation estimates. Nearly one out of every three American adults are on file in the FBI’s master criminal database.” (WSJ)

Verantwortlich sei die geänderte Taktik der Polizei und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber geringfügigen Vergehen, die laut FBI in den letzten 20 Jahren zu mehr als einer Viertelmilliarde an Verhaftungen geführt habe. So würden Aktionen, die vor 20 Jahren allenfalls mit Nachsitzen bestraft worden wären – wie zu viel Make-up oder eine freche Antwort an die Lehrer – heute zusehends im Polizeigewahrsam enden. 2012 wurden rund 260.000 Schüler der Polizei übergeben.

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Vergottete Politiker verkaufen den säkularen Staat

Bild: tilly

Bild: tilly

Politiker von Union, SPD und Grünen im Bundestag haben die bewilligten Ausgaben für das Reformationsjubiläum verteidigt.

evangelisch.de

Der Reformator Martin Luther (1483-1546) sei bei all seiner Widersprüchlichkeit eine wichtige Figur der deutschen Geschichte, sagte der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) am Donnerstag in Berlin bei einem Symposium zum 500. Reformationsjubiläum 2017. Die von der Bundesregierung bereitgestellten rund 42 Millionen Euro für Projekte zu dem Ereignis seien lediglich “ein Zehntel einer Autobahn-Auffahrt”, erklärte CSU-Parteivize Peter Gauweiler. Vielmehr müsse es Kritik daran geben, dass vom Bund nicht mehr Geld fließe.

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Menschenrechtsgericht verurteilt Deutschland

justiz_grossVerdeckte Ermittler heuern einen bis dahin völlig unbescholtenen Bürger an, ein Drogengeschäft zu organisieren. Als er einwilligt, wird er verhaftet – und kommt für Jahre hinter Gitter.

evangelisch.de

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat Deutschland wegen unfairer Behandlung eines angeblichen Drogenhändlers verurteilt. Der Mann war 2007 von verdeckten Ermittlern angesprochen worden, die sich über ihn Kontakte in Kreise der organisierten Kriminalität im Raum Aachen verschaffen wollten. Der Mann, ein Gastwirt, war zu diesem Zeitpunkt keiner Straftat verdächtig. Die Fahnder überredeten ihn jedoch, für sie ein bestimmtes Drogengeschäft zu organisieren – woraufhin der Wirt mitsamt den eigentlichen Verdächtigen verhaftet und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

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Tierversuche: Das muss uns die Gesundheit des Menschen wert sein

Bild: animalequality.de

Bild: animalequality.de

Es ist ein klassisches ethisches Dilemma. Um die Funktionsweise des Lebens besser zu erforschen, wird Leben beeinträchtigt oder zerstört. Warum Tierversuche in der Grundlagenforschung leider unverzichtbar sind.

Von Gerhard Heldmaier und Stefan TreueFrankfurter Allgemeine

Die täglichen Berichte über das Leid der Ebola-Erkrankten und deren Angehöriger zeigen, wie hilflos Wissenschaft, Medizin und Politik dieser Epidemie gegenüberstehen. Impfstoffe werden geprüft, stehen aber bis jetzt nicht zur Verfügung, Ebola-spezifische Medikamente zur Behandlung von akut Erkrankten existieren nicht. Es gibt sie nicht, weil uns grundlegende Kenntnisse fehlen. Wir wissen nicht, wie diese Viren in Zellen eindringen, wie sie zerstören und dabei unsere körpereigene Abwehr überlisten und mit welcher Behandlung sie im Körper vernichtet werden könnten. Möglicherweise müssen ganz neue therapeutische Wege beschritten werden. Durch Behandlung mit Erbgutschnipseln (siRNA) gelang kürzlich die Heilung von Rhesus-Affen, die mit dem Ebola-ähnlichen Marburg-Virus infiziert worden waren. Es wird jedoch noch viele Studien mit Tieren und schließlich auch an Menschen erfordern, bis eine erfolgreiche Therapie zur Verfügung steht.

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Leipzig: Wieviel Religion braucht ein Gemeinwesen?

Bild: gbs Hochschulgruppe Jena

Bild: gbs Hochschulgruppe Jena

In Leipzig müssen sich die Veranstalter des Katholikentags für öffentliche Zuschüsse rechtfertigen. Pfarrer Giele erlebt die Debatte aber nicht als christenfeindlich. Er ist im Bistum verantwortlich für den Katholikentag.

domradio.de

domradio.de: “Seht, da ist der Mensch” – so heißt das Motto des 100. Katholikentags in Leipzig. Ist das auch ein Motto, das bewusst alle Nicht-Christen in Leipzig miteinbeziehen will?

Pfarrer Gregor Giele (Verantwortlich im Bistum Dresden-Meißen für den Katholikentag): Das hoffen wir zumindest. Für alle Bibelkundigen ist zunächst einmal klar, dass es eine Aussage von Pilatus aus der Passionsgeschichte ist (Joh 19,5). Es wird also zunächst einmal ein Fokus auf den leidenden Menschen, auf den Menschen am Rand gelegt. Ganz im Sinne unseres jetzigen Papstes Franziskus zu den Menschen am Rand zu gehen.

“Sieh, da ist der Mensch” ist auch die Einladung ganz unvoreingenommen, auf jeden Menschen zu zu gehen – ob arm, ob reich, ob glaubend, ob nichtglaubend. Also ein sehr offener Ansatz, der hoffentlich auch den Leipziger Bürger mit anspricht.

Für mich persönlich ist noch ein ganz anderer Aspekt: Es ist auch eine Hilfe an uns katholische Christen, die wir uns da versammeln, mal selbst zu fragen, sind wir bei den Menschen? Kirche hat ja oft in der öffentlichen Wahrnehmung den Eindruck erweckt, dass wir uns von der Wirklichkeit des modernen Menschen etwas entfernt haben. Da mal eine Positionsüberprüfung vorzunehmen, zu sagen, sind wirklich beim Menschen von heute.

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Merkel: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“

Gottesstaat Deutschland geführt von Bischöfin MerkelDeutschland sollte die Chancen der Zuwanderung nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel stärker nutzen. Das Land habe die Möglichkeit, „ein tolles Integrationsland“ zu sein, sagte Merkel am Mittwoch bei einer Konferenz ihrer Partei zum Thema Zuwanderung. Migration müsse als Chance verstanden werden.

WESTFALENPOST

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den rund vier Millionen Muslimen in Deutschland den Rücken gestärkt und für mehr Offenheit gegenüber Zuwanderern geworben: „Der Islam gehört inzwischen zu Deutschland“, so wie es der frühere Bundespräsident Christian Wulff gesagt habe, erklärte Merkel in Berlin. „Ein Angriff auf eine Moschee ist ein Angriff auf unsere Grundwerte.“

Die Kanzlerin nannte es ein wichtiges Signal, dass sich die muslimischen Verbände in Deutschland in einem Aufruf gegen Hass und Gewalt gestellt hätten. Erst vor sechs Tagen hatte ein Islamist aus NRW per Video der Kanzlerin gedroht. Dass eine Religion missbraucht werde, gebe es überall, sagte Merkel.

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Sears: Hakenkreuz in Mode

Hakenkreuz-Ringe bei Sears, Screenshot Jüdische Allgemeine

Sears und andere verkaufen Produkte mit NS-Symbolen

Von Martin KraussJüdische Allgemeine

Zuletzt war es Mango. Die Modekette offerierte in ihrem Onlinekatalog eine Damenbluse, deren Muster an SS-Runen erinnert. Als »Hemd mit Blitzmuster« hatten es die Verkaufsprofis des in Spanien beheimateten Konzerns vorgestellt und ihm den Namen »Total Look« gegeben. Die Modekette teilte mit, man bedauere »die unglückliche Assoziation, die durch das Design dieser Bluse entstanden« sei.

2013 hatte das Unternehmen auf seiner französischen Website Produkte als »Sklavenarmreif« oder »im Sklavenstil« beworben. In die Schlagzeilen war der Konzern auch gekommen, weil er in der 2013 in Bangladesch eingestürzten Textilfabrik unter scharf kritisierten Arbeitsbedingungen produzieren ließ.

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US-Erzbischof Chaput: Gesamt der Synodenbotschaften ‘konfus’

Charles Chaput, Bild:Zimbio.com

Charles Chaput, Bild:Zimbio.com

Prominentester Kapuziner Amerikas übt scharfe Kritik an Debatten der Bischofssynode: Aus dem Gesamt der Berichte über die Synode trete “eine konfuse Botschaft” hervor, “und ich denke, Verwirrung ist etwas, was vom Teufel kommt”.

kath.net

Der Erzbischof von Philadelphia, Erzbischof Charles Chaput, hat scharfe Kritik an den Debatten der vatikanischen Bischofssynode geübt. Chaput ist Gastgeber von Papst Franziskus im September 2015 beim katholischen Weltfamilientreffen in der pennsylvanischen Metropole. Chaput, ein Kapuziner, hatte nicht an der Synode teilgenommen. Er ist ein prononcierter Kritiker der US-Gesundheitsreform und der Legalisierung der “Homo-Ehe”.

Bei einer von der US-Zeitschrift “First Things” veranstalteten Vorlesung in New York sagte der Erzbischof laut “Washington Post” (Mittwoch), er sei “sehr beunruhigt” von den vatikanischen Diskussionen über die Lehren der Kirche zu Homosexualität und wiederverheirateten Geschiedenen. Aus dem Gesamt der Berichte über die Synode trete “eine konfuse Botschaft” hervor. “Und ich denke, Verwirrung ist etwas, was vom Teufel kommt”, so Chaput.

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Sterbehilfe: Und wenn du schön stirbst, so stirbst du doch

Bild: letzte-hilfe.de

Bild: letzte-hilfe.de

Der Freitod des ehemaligen MDR-Intendanten Udo Reiter hat die Debatte um selbstbestimmtes Sterben neu entfacht. Doch wie stehen Mediziner und Theologen zu dem heiklen Thema? Ein aktueller Überblick.

Von Matthias KamannDIE WELT

Kommt ein Mann zum Arzt: “Herr Doktor, auch die zweite Chemotherapie hat meinen Krebs nicht besiegt, was soll ich tun?” – “Nun”, sagt der Arzt, “es gibt zwei Möglichkeiten.” Ab hier jedoch funktioniert das Witzemuster nicht mehr. Denn zur Wahl stehen das Hospiz und der Eintritt in einen Sterbehilfeverein. In beiden Fällen ist die Schlusspointe zum Heulen: Der Mann stirbt.

Ans Witzeerzählen zu denken liegt aber nahe in der Debatte über ein Verbot oder eine Regulierung der bislang erlaubten Beihilfe zum frei verantwortlichen Suizid. Denn dieser Streit wird zumal in Talkshows anekdotisch geführt. Ständig gibt es Einzelfallgeschichten von Leuten, die zum Arzt kommen und dann auswählen müssen. Zudem enden fast alle jener Geschichten mit einem Lächeln. Erfreut erzählen Sterbehilfegegner, wie beseligt Hospizpatienten versterben. Genauso zufrieden, so berichten Sterbehelfer, scheiden ihre Klienten aus dem Leben.

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Theologe wirft der EKD ‘christlichen Totalitarismus’ vor

ekd_reformation_magazin300Ziegert im Pfarrerblatt: Der kirchliche Apparat wächst – Bei Gemeinden wird gespart.

kath.net

Scharfe Kritik an Politisierung und Zentralismus in der EKD übt der Theologe Karl Richard Ziegert (Ludwigshafen) im Deutschen Pfarrerblatt (Schifferstadt). Innerhalb der EKD habe sich ein „neuer christlicher Totalitarismus etabliert, der Politik und Theologie, Religion und Gesellschaftserneuerung in einem sein will“, schreibt der frühere Beauftragte für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche der Pfalz. Laut Ziegert propagiert die EKD „ethisch als besonders hochstehend präsentierte politische Positionen, um die Gesellschaft zu perfektionieren“. Sie fordere zum Beispiel nun auch, dem traditionellen Verständnis von Familie die völlige Offenheit der „sexuellen Orientierung“ überzuordnen. Mit ihren „radikalen Gender-Statements“ bezahle die EKD den Preis, den die „politische Klasse“ als eine Gegenleistung für die Rolle der Kirche als politischer Mitspieler einfordere.

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Die Vegan-Lüge: So gesund sind die Produkte wirklich

Thinkstock

Vegan sein ist trendy, sexy und gesund. Aufgerüttelt durch Berichte über Massentierhaltung und Quälerei, entscheidet sich inzwischen eine ganze Generation für die vegane Alternative im Supermarkt.

Von Andrea MaierHuffington Post

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe veganer Fertigprodukte, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Viele Verbraucher gehen automatisch davon aus, dass sie etwas Gesundes kaufen – schließlich ist es ja vegan. Doch das ist ein Trugschluss, wie Analysen von Verbraucherzentralen und Ökotest jetzt belegen.

Naturnah leben?

Verbraucherschützerin Silke Schwartau gibt zu bedenken, dass es sich bei vielen veganen Fertiglebensmitteln nicht um naturreine Produkte handelt. Um den gewünschten Geschmack und die richtige Konsistenz zu erzeugen, müssen zahlreiche künstliche Zusatzstoffe wie Aromen und chemische Bindemittel beigefügt werden.

Das ist für sich genommen nicht zwingend ungesund, stimmt aber nicht mit dem Idealbild vieler Veganer überein, sich besonders naturnah zu ernähren.

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Studie: Finanzreform der evangelischen Kirche mangelhaft

Bild: tilly

Bild: tilly

Laut dem Ökonomen Daniel Wolf wird es auch in Zukunft Probleme bei Transparenz und Vergleichbarkeit des Kirchenvermögens geben. Ein realistischer Einblick in die Finanzen sei nach wie vor nicht möglich.

evangelisch.de

Trotz einer Reform des Finanzwesens in der evangelischen Kirche wird es weiter Mängel bei Transparenz und Vergleichbarkeit des Kirchenvermögens geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Neu-Ulmer Wirtschaftsprüfers Daniel Wolf. Er hat jüngst eine Doktorarbeit über die Einführung neuer Bilanzvorschriften in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlicht. Darin kommt der Ökonom zu dem Schluss, dass das Vermögen der Landeskirchen auch nach der Reform “definitiv nicht miteinander vergleichbar sein wird”, sagte Wolf dem Evangelischen Pressedienst (epd). “Ein wesentliches Ziel der Reform wurde somit nicht erreicht.”

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FCB München—Audienz beim Pappa

fcbmSeit Joseph Ratzinger Papst wurde, pilgern Abordnungen aus dem Freistaat regelmäßig in den Vatikan. Heute – nach ihrem 7:1-Sieg gegen Rom – sind die Fußballer des FC Bayern bei seinem Nachfolger Franziskus. Hoffentlich stellen sie sich besser an als die Sechzger.

Von Hans KratzerSüddeutsche.de

Härte, Gier, Aggressivität. So heißen die wichtigsten Tugenden des FC Bayern. An diesem Mittwoch werden die Fußballer allerdings auch die Demut auspacken müssen, denn sie sind zu einer Privataudienz beim Papst eingeladen. Zum Glück hat dieser den Münchnern längst verziehen, dass ein früherer Präsident steuerlich gesündigt und dass der Spieler Müller nach dem Gewinn des WM-Titels schmutzige Wörter ins Mikrofon geraunzt hat. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge spielte deshalb im Vorfeld den Ball reuig dem Papst zu: “Wir verlangen nicht, dass er uns einen besonderen Segen gibt, dass wir in der Zukunft unbesiegbar sind.”

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Jagdverbot NRW: Katzen in den Kochtopf!

alf_katzenWer Katzen schießt, schützt die Natur – und tut was gegen die Massentierhaltung. Das können sich auch populistische Umweltminister mal merken.

Von Heiko Werningtaz.de

Mit der Tierliebe ist es schon eine seltsame Sache. Während Millionen Katzen sorgsamst umhätschelt werden, findet die Mehrheit ihrer Halter nichts dabei, im Supermarkt Schnitzel, Chickenwings oder Whiskas zu kaufen.

Und während Tierschützer mit absurdem Aufwand für das Wohl jedes geriatrisch auffälligen Dackels kämpfen oder mit Millionenbeträgen einzelne Tiere aus Kriegsgebieten heraushauen, kämpfen sie hierzulande dafür, dass Katzen auch weiterhin unbeschwert im Freien herumtollen und dabei eine ansehnliche Blutspur hinter sich herziehen dürfen.

Tatsächlich sind Katzen ein relevantes Problem im Naturschutz, ganze Tierarten haben die Eben-nicht-Stubentiger auf dem Gewissen. Aber sie verrichten ihr unheilvolles Tun keineswegs nur auf abgelegenen Inseln, sondern auch vor unserer Haustür. Neueren Studien zufolge fallen ihnen jährlich allein in den USA 3,7 Milliarden Vögel und 20,7 Milliarden Säugetiere zum Opfer, die Zahl der getöteten Reptilien und Amphibien ist vermutlich noch um einiges höher.

 

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Verwaltungsgericht Berlin: Senat muss jüdischer Gemeinde mehr Geld geben

Bild: brightsblog

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Der Streit um Zuschüsse zwischen dem Berliner Senat und der jüdischen Gemeinde Berlin dauerte über ein Jahr. Jetzt hat das Verwaltungsgericht ein Urteil gefällt: Die Gemeinde bekommt mehr Geld. Während man in der jüdischen Gemeinde von einem Erfolg spricht, will der Senat das Urteil sorgfältig prüfen.

MiGAZIN

Der Berliner Senat muss die Jüdische Gemeinde in der Bundeshauptstadt finanziell stärker unterstützen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin am Montag entschieden. Demnach bekommt die Gemeinde für die Jahre 2013 und 2014 rund 6,5 Millionen statt der bisher 5,7 Millionen Euro an jährlichen Staatsleistungen. In den kommenden Jahren soll es wegen Tarifanpassungen weitere Steigerungen geben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten kündigten an, den Richterspruch zu prüfen.

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