Archiv der Kategorie: Radikalisierung

Bülent Arinc: Frauen sollen nicht lachen und mehr Koran lesen

Der türkische Vizeministerpräsident Bülent Arinc fordert Sittsamkeit – Frauen sollen in der Öffentlichkeit nicht lachen und ihre Attraktivität zur Schau stellen Foto: AFP

Der türkische Vizepremier Bülent Arinc fürchtet den Sittenverfall und fordert die Rückkehr in dunkle Zeiten: Frauen sollen nicht öffentlich lachen, weniger telefonieren und dafür mehr im Koran lesen.

Von Cigdem ToprakDIE WELT

Es stört ihn, wenn Frauen in der Öffentlichkeit laut lachen. “Tugendhaftigkeit ist ein hohes Gut”, erklärte soeben der türkische Vizeministerpräsident Bülent Arinc – und fordert ein Verbot öffentlich zur Schau gestellter Fröhlichkeit von Frauen. Während Männer zu ehelicher Treue verpflichtet seien, sollten sittsame Frauen nicht vor jedermann ihre Attraktivität zur Schau stellen.

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7 Things to Consider Before Choosing Sides in the Middle East Conflict

Bild: Public Domain

Bild: Public Domain

Are you “pro-Israel” or “pro-Palestine”? It isn’t even noon yet as I write this, and I’ve already been accused of being both.

Huffington Post – Ali A. Rizvi

These terms intrigue me because they directly speak to the doggedly tribal nature of the Israeli-Palestinian conflict. You don’t hear of too many other countries being universally spoken of this way. Why these two? Both Israelis and Palestinians are complex, with diverse histories and cultures, and two incredibly similar (if divisive) religions. To come down completely on the side of one or the other doesn’t seem rational to me.

It is telling that most Muslims around the world support Palestinians, and most Jews support Israel. This, of course, is natural — but it’s also problematic. It means that this is not about who’s right or wrong as much as which tribe or nation you are loyal to. It means that Palestinian supporters would be just as ardently pro-Israel if they were born in Israeli or Jewish families, and vice versa. It means that the principles that guide most people’s view of this conflict are largely accidents of birth — that however we intellectualize and analyze the components of the Middle East mess, it remains, at its core, a tribal conflict.

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18-Jähriger wirft Molotow-Cocktails auf Wuppertaler Synagoge

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Drei Täter haben in der Nacht mehrere Brandsätze auf den Eingang der Wuppertaler Synagoge geschleudert. Die Polizei nahm einen 18-Jährigen fest — zwei Verdächtige konnten flüchten. Eine Zeugin hatte den Anschlag beobachtet und die Polizei gerufen.

WAZ

Brandanschlag auf die Neue Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen: Drei Täter haben am frühen Dienstagmorgen mehrere Molotow-Cocktails in den Eingang des jüdischen Gotteshauses geworfen. Eine Anwohnerin hatte gegen 2.15 Uhr die Feuerwehr alarmiert.

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Rechtspopulismus: Akif Pirinçci provoziert Mordaufruf

Akif Pirincci hat es gern etwas lauter. Bild: imago / teutopress

Ein Bestsellerautor hetzt auf Facebook gegen eine Professorin und erntet Beifall. Die härtesten Kommentare sind aber schon wieder gelöscht.

Von Simone Schmollacktaz.de

 

„Noch vor dreißig Jahren hätte man so eine Alte in den Knast gesteckt und sie solange dort behalten, bis sie verrottet wäre. Heute werden die Eltern der Kinder, welche diese Arschfick-Affine ganz offiziell verderben darf, von unserer ebenfalls arschgefickten Regierung gezwungen, mit ihren Steuergeldern ihr monatlich einen Gehalt (sic!) in Höhe eines Chefarztes zu zahlen – sonst kommen sie ins Gefängnis.“ Wer schreibt so etwas?

 

Akif Pirinçci. Der ist Schriftsteller. Und Bestsellerautor. Mit seinem neuen Buch „Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“ hat er eine Hass-Debatte angefacht.

 

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Als Deutschland 1914 in den Dschihad zog

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Das Deutsche Kaiserreich rief mit der Türkei mehrere hundert Millionen Muslime zum “Heiligen Krieg” gegen Engländer und Franzosen auf.

Telepolis – Gerhard Piper

Am 1. August 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. Während die großen Schlachten von Verdun bis Tannenberg in Europa hinreichend bekannt sind, wurde das Kriegsgeschehen in Nordafrika und im Nahen Osten nur im Kreis von Orientexperten aufgearbeitet. So ist kaum bekannt, dass das Deutsche Kaiserreich im Verbund mit der Türkei damals mehrere hundert Millionen Muslime zum “Heiligen Krieg” gegen Engländer und Franzosen aufrief. Der deutsche Auslandsgeheimdienst “Abteilung IIIb” und die “Nachrichtenstelle für den Orient” waren für Attentate, Sprengstoffanschläge und Umsturzversuche zuständig. Für diesen staatlichen Terrorismus ist in Deutschland nie ein Politiker, Militär oder Geheimdienstler zur Rechenschaft gezogen worden. Angesichts der heutigen terroristischen Bedrohung durch den modernen Islamismus ist dies umso fragwürdiger.

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Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem—monetärer Mummenschanz

Einzug der Ritter, Bild: youtube

Einzug der Ritter, Bild: youtube

Konservativ, katholisch, elitär verbunden. Das sind die Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Ihre Aufgabe: Sammeln und im Nahen Osten die Fahne der Christenheit hochhalten. Auch jetzt, auch im Krieg.

Von Ewald HetrodtFrankfurter Allgemeine

Zu den großen, aber exklusiven Clubs dieser Welt zählt der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Mit Millionenbeträgen unterstützen rund 30.000 Katholiken in mehr als 30 Ländern karitative Einrichtungen ihrer Kirche in Israel, Palästina und Jordanien. Peter Gattineau aus Wiesbaden gehört dazu. „Wer wirklich helfen will, braucht Geld“, sagt er.

Geld spielte schon bei der Entstehung des Ordens eine gewisse Rolle. Wenn der katholische Adel nach Jerusalem pilgerte, ließ er sich den Ritterschlag am Grab des Auferstandenen etwas kosten. Davon profitierte der lateinische Patriarch, mit dem Rom seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in Jerusalem vertreten ist. Im Jahr 1868 gründete Papst Pius IX. für die Grabesritter aus aller Welt den Laienorden in seiner heutigen Form. 20 Jahre später wurden Frauen zugelassen. Die deutsche Statthalterei des Ordens erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg einen Aufschwung.

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Federal judge throws out DC ban on handguns as unconstitutional

Image: rawstory.com

A federal judge on Saturday overturned Washington D.C.’s ban on carrying handguns outside the home, saying it was unconstitutional.

The Raw Story

“There is no longer any basis on which this Court can conclude that the District of Columbia’s total ban on the public carrying of ready-to-use handguns outside the home is constitutional under any level of scrutiny,” Judge Frederick Scullin said in an opinion.

“Therefore, the Court finds that the District of Columbia’s complete ban on the carrying of handguns in public is unconstitutional,” he added in his 19-page ruling.

The court ordered the city to allow residents to carry handguns outside their homes and to let non-residents carry them as well.

Scullin made the ruling in the PALMER et al v. DISTRICT OF COLUMBIA et al case, which has been dragging on for five years.

In 2008, the Supreme Court struck down D.C.’s all-out ban on handguns on the basis that it violated the right to bear arms guaranteed by the U.S. Constitution’s Second Amendment.

An appeals court in 2011 required handguns to be registered.

Es gibt ja genug Gründe, uns Juden nicht zu mögen

jesus_schaukel “Wir” haben die Vielweiberei abgeschafft, Jesus ans Kreuz genagelt, den Kommunismus und den Ödipuskomplex erfunden. Und jetzt beklagen wir uns auch noch, weil “Feuerwerkskörper” auf Israel fliegen!

Von Henryk M. BroderDIE WELT

Ein flüchtiger Bekannter, der früher ein Versandantiquariat betrieb, hat sich vor Kurzem mit einer Mail bei mir in Erinnerung gebracht: “Henryk, 435 Tote? Reicht Euch das nicht? 18 israelische Soldaten ebenfalls tot? Warum konnte Dein Netanjahu das nicht vermeiden? Geopfert auf dem Altar des Friedens oder des Krieges?”

Wenig später schickte er eine Mail an das Simon Wiesenthal Center und setzte mich ins CC: “Dear Simon Wiesenthal Centre in New York, if you (Israel) kill/murder 500 people (mostly innocent, even babies) in a couple of days, destroy hospitals etc, then please, don’t be surprised how the ,mob’ in the streets reacts.”

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Sexueller Missbrauch: Bischöfe kennen Kirchenrecht zu wenig

missbrauch_katholDie Ahndung von sexuellem Missbrauch wird nach Auffassung des Vatikans oft durch unzureichende Kenntnisse der Bischöfe im katholischen Kirchenrecht behindert. «Das Problem sind nicht so sehr die Instrumente, die zur Verfügung stehen, sondern eher ihre Kenntnis und korrekte Anwendung», sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Kardinal Francesco Coccopalmerio, dem «Osservatore Romano» vom Freitag, 25. Juli.

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Oft gerieten Bischöfe «in Schwierigkeiten», weil sie nicht ausreichend über kirchliche Strafverfahren informiert seien. Seine Behörde arbeite seit fünf Jahren daran, das kirchliche Strafrecht «klarer und vollständiger» zu gestalten, um «wirksamere Instrumente» bereitzustellen, so der Kardinal.

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Europarat rügt Kastration von Sexualstraftätern in Deutschland

justiz_grossDer Europarat hat Deutschland erneut aufgefordert, die freiwillige chirurgische Kastration von Sexualstraftätern abzuschaffen.

evangelisch.de

Die Kastration sei eine “medizinisch nicht notwendige Verstümmelung”, unterstreicht das Antifolterkomitee des Europarats laut Mitteilung von Freitag in einem in Straßburg veröffentlichten Bericht. Laut den Experten stellten seit dem Jahr 2000 29 Straftäter einen Antrag auf Kastration in Form einer Entfernung der Hoden. Elf dieser Anträge wurden bewilligt.

Trotz der Freiwilligkeit lehnen die Menschenrechtler des Europarats die deutsche Praxis ab, weil sie der Ansicht sind, dass die Männer die Folgen des Eingriffs nicht immer überschauen. So sei nicht gesichert, dass die Maßnahme tatsächlich die gewünschten Ergebnisse wie etwa einen niedrigeren Testosteronspiegel bringe.

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Kirche und Mafia: Gleich und Gleich gesellt sich gern

Bild: hiphop 'n'more

Bild: hiphop ‘n’more

Papst Franziskus will die Mafia aus seiner Kirche jagen, doch so einfach ist das nicht. In Süditalien werden Mafiosi und ihre kirchlichen Helfer weiter öffentlich verehrt – wer darüber berichtet, riskiert sein Leben.

Von Hans-Jürgen SchlampSpON

Don Nuccio Cannizzarro ist ein treuer Pfarrer, er steht nicht nur treu zu Gott, sondern offenbar auch zu irdischen Mächten. Er war angeklagt in Reggio Calabria, der Hauptstadt Kalabriens, weil er laut Anklage eng mit der Mafia kooperiert haben soll. Außerdem hat der Priester in einem abgehörten Telefongespräch zugegeben, vor Gericht zugunsten eines Mafiabosses gelogen zu haben. Dennoch wurde Don Nuccio vorige Woche von einem Richter freigesprochen: Die Kooperation mit der Mafia war nicht zu beweisen, die Falschaussage verjährt.

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Evangelikalen “Islam-Kenner” steckt die Luther-Rose in beiden Augen

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Evangelischer Pfarrer: “Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemtismus”.

kath.net

Der evangelikale Islam-Kenner Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl) hat die jüngste Welle antisemitischer Gewalt in Deutschland verurteilt und Kritik am Islam geübt. „Der Antisemitismus ist tief im Koran verankert“, sagte er im Gespräch mit idea. Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemitismus. Bei den antiisraelischen Protesten kommt es nach Meinung Troegers zu „merkwürdigen Allianzen“ zwischen Muslimen und Linksextremisten. Der Antisemitismus beider Gruppen habe zwar völlig andere Wurzeln: „Dennoch bilden sie immer öfter eine Koalition.“ Auch warnt Troeger davor, gegenüber muslimischen Extremisten zu schnell klein beizugeben: „Zu früh nachzugeben, ermuntert muslimische Radikale.“ Gerade Christen müssten jetzt ihre Verbundenheit mit Israel bekunden.

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Garnisonskirche Potsdam: »Warum soll die Öffentlichkeit dafür zahlen?«

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

In Potsdam war ein Bürgerbegehren gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche erfolgreich. Ein Gespräch mit Simon Wohlfahrt

Interview: Roland ZschächnerjW

Simon Wohlfahrt ist Sprecher der Bürgerinitiative »Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche«. Informationen: http://www.­­ohne-garnisonkirche.de

Am Montag hat der Wahlleiter der Stadt Potsdam bestätigte, daß 14285 Unterstützer für das Bürgerbegehren und gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche gültig unterzeichnet haben. Wie geht es jetzt weiter?

Wir sind erst einmal froh, daß wir die notwendigen Unterschriften gesammelt haben – rund 1000 mehr als erforderlich. Das ist ein deutliches Zeichen. Wir haben nur dreieinhalb Monate benötigt, wofür wir ein Jahr Zeit gehabt hätten. Das zeigt den großen Widerstand der Potsdamer gegen das Projekt.

Nun wird von den Fraktionen der Linkspartei und »Die andere« in der Stadtverordnetenversammlung eine Sondersitzung am 30. Juli einberufen. Dort wird dann das Bürgerbegehren behandelt. Wir gehen davon aus, daß sich die Mehrheit gegen das Bürgerbegehren aussprechen wird. Wenn das eintritt, kommt es zu einem Bürgerentscheid, bei dem die Potsdamer darüber abstimmen können. Wir hoffen, daß der Termin dafür an die Landtagswahlen im September gekoppelt wird.

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Bistum Augsburg: Ein Hauch von Limburg

Bild: tilly

Bild: tilly

Der Altar im Dom von Augsburg ist noch keine 20 Jahre alt. Doch jetzt will das Bistum einen neuen – für 400.000 Euro. Der Dom-Pfarrer durfte nicht mitreden, die Gläubigen sind entsetzt.

Von Stefan MayrSüddeutsche.de

Josef Seitz war 40 Jahre lang Mesner im Augsburger Dom, er engagiert sich bis heute als Lektor, Kommunionshelfer und Sänger im Chor. Aber die neuen Pläne des Bistums ärgern ihn sehr. “Das ist ungeheuerlich, ich komme mir vor wie in Klein-Limburg”, sagt der 79-Jährige. Die Diözese Augsburg will das Südschiff des Domes massiv umgestalten, die Kosten für das Großprojekt betragen etwa 500 000 Euro. Was dabei Seitz und andere Katholiken besonders aufregt: Ein Altar, der erst 19 Jahre alt ist, soll abgebaut und durch einen neuen im Wert von 400 000 Euro ersetzt werden.

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2 New York Infants Get Herpes From Controversial Circumcision Rite

Image: The Jewish Daily Forward

Two more infants in New York City have tested positive for herpes following a controversial circumcision rite.

By Paul BergerThe Jewish Daily Forward

Both babies are believed to have contracted the disease following metzitzah b’peh, a ritual in which the circumciser places his lips on the infant’s penis to suction blood from the circumcision wound.

New York City’s Department of Health and Mental Hygiene sent a health alert to doctors July 22 warning of the suspected cases.

In the first case, the baby had pustular lesions on the penis and genital area. He tested positive for herpes and was admitted to hospital for intravenous treatment.

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Judenhass in Deutschland: Antisemitismus ist keine Lawine

Wolfgang Benz (2013), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz, 73, widerspricht Berichten, wonach der Judenhass in Deutschland stark zugenommen habe.

Von Markus DeckerBerliner Zeitung

Herr Benz, seit der Nahost-Konflikt eskaliert, kommt es zu mehr antisemitischen Ausschreitungen. Sehen Sie eine neue Qualität?

Nein, und ich würde auch gerne die Wortwahl „antisemitische Ausschreitungen“ hinterfragen. Denn nach meiner Information hat es antiisraelische Demonstrationen gegeben. In Berlin wurden am Rande einer antiisraelischen Demonstration antisemitische Parolen gerufen. Aber deshalb jetzt von antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland zu sprechen, halte ich für übertrieben. Es haben sich zum Teil seltsame Leute zusammengerottet, einige haben blödsinnige Parolen gerufen. Das wird von Interessenten mit großem Medienhall als Wiederaufflammen des Antisemitismus dargestellt, als sei es so schlimm wie nie zu vor.

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Deutscher Anwaltverein: Rechtsextreme Hintergründe werden aus Gründen des Ansehens nicht ermittelt

Rechtsextreme Hintergründe werden aus Gründen des Ansehens nicht ermittelt © Keith Allison @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Der Deutsche Anwaltverein sieht die Interessen von Opfern rechtsextremer Gewalt immer schlechter vor Gericht vertreten. Opfern werde ein Anwalt nur bei komplexen Sachverhalten genehmigt und Opferanwälte würden schlechter bezahlt als Pflichtverteidiger der Täter.

MiGAZIN

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) sieht die Interessen von Opfern rechtsextremer Gewalt immer schlechter vor Gericht vertreten. Gerichte lehnten zunehmend die Beiordnung eines Opferanwalts in Fällen politisch motivierter Gewalttaten ab, erklärte die DAV-Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt am Freitag in Berlin.

Die 2001 gegründete Stiftung unterstützt bedürftige Gewaltopfer, indem sie die Kosten für Beratung und Vertretung vor Gericht durch einen Rechtsanwalt übernimmt. Im vergangenen Jahr stellte die Stiftung aus Spendenmitteln rund 33.000 Euro zur Verfügung. Geholfen wurde in 21 Fällen mit ausländerfeindlichem Hintergrund.

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Kai Diekmann: „Eine Massen-Absolution gibt es nur über die Medien“

„Eine Massen-Absolution gibt es nur über die Medien“, sagt Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD, im Rahmen des ökumenischen Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“. Immer weniger Menschen gingen zur Beichte in die Kirche und Prominente würden ihre Fehltritte in den Medien vor einem „Millionenpublikum“ preisgeben, „weil unsere Gesellschaft den transparenten Umgang mit Fehlern honoriert.“ Als Beispiel führt der BILD-Chefredakteur die ehemalige Ratsvorsitzende der EKD an: „Selbst im Scheitern war Margot Käßmann für viele noch ein Vorbild.”

EKD

Gegen öffentliche Beichten spricht sich der Jesuitenpater Klaus Mertes aus. „Der Pranger funktioniert nämlich wie das vorgezogene und damit auch angemaßte ‚Jüngste Gericht’”, das Beichtgeheimnis dagegen schütze die Menschen. Geständnisse müssten „nicht notwendig vor laufenden Kameras erfolgen – im Übrigen auch oft im Interesse der Opfer nicht”. Gleichzeitig unterstreicht Mertes, der 2010 als einer der ersten an der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Kirche mitwirkte, dass die öffentliche Verantwortung von Institutionen im Blick behalten werden müsse. „Die Alternative dazu wäre sonst das Totschweigen der Opfer und somit die Fortsetzung der Sünde.”

Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und diskutiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen.

Hannover, 21. Juli 2014

Dr. Eberhard Blanke
Pressesprecher des DNK/LWB

 

Staatsschutz ermittelt wegen antiisraelischen Gewaltaufrufen

Teilnehmer einer propalästinensischen Demonstration in Essen Foto: A9999 Marcel Kusch

Ein Berliner Imam steht in Verdacht in einer Predigt zum Mord an Israelis aufgerufen zu haben.

ND

Nach antiisraelischen Gewaltaufrufen in einem Video ermittelt der Berliner Staatsschutz gegen einen muslimischen Prediger wegen Volksverhetzung. Wegen des Videos, das Medienberichten zufolge in der Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln aufgenommen worden sein und seit Samstag im Internet kursieren soll, sei Anzeige erstattet worden, bestätigte Polizeisprecher Stefan Redlich dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Berlin.

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“Zwölf Stämme”: Pflegeeltern treffen sich zum Erfahrungsaustausch

zwoelf_staemme_klosterzimmernPflegeeltern der Kinder der umstrittenen Sekte “Zwölf Stämme” treffen sich an diesem Samstag erstmals zu einem Erfahrungsaustausch.

evangelisch.de

Das Treffen finde an einem Ort statt, der nicht bekanntgegeben werde, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Donau-Ries dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag. An dem Treffen werden auch Vertreter des Jugendamts Donaus-Ries und des Bayerischen Landesjugendamtes teilnehmen. Sie sollen den Eltern beratend zur Seite stehen, hieß es.

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