Archiv der Kategorie: Radikalisierung

Schüsse bei Filmfestspiele in Cannes: “Ich tue dies im Namen meines Gottes”

Festnahme des Verdächtigen (Bild: Getty)

Festnahme des Verdächtigen (Bild: Getty)

Mit Schreckschusspistole, Granaten-Attrappe und einem Klappmesser hat ein 42-Jähriger bei den Filmfestspielen in Cannes für großen Schrecken gesorgt: In Panik stürmten zahlreiche Gäste von einer Fernsehbühne – unter ihnen Oscar-Preisträger Christoph Waltz.

Focus Online

Nach Schüssen aus einer Schreckschusspistole ist bei den Filmfestspielen in Cannes am Freitagabend eine Fernsehbühne geräumt worden. Zahlreiche Gäste flohen von der Bühne am Prachtboulevard Croisette, darunter auch die beiden Festival-Jurymitglieder Christoph Waltz und der Franzose Daniel Auteuil.

Ein 42-Jähriger, der die beiden Schüsse abgefeuert habe, wurde festgenommen. Verletzte gibt es nicht. Den Angaben zufolge hatte der Mann auch eine Granaten-Attrappe und ein Klappmesser bei sich.

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Former Drone Pilot Talks Candidly About Attacks

Defence Images (CC BY-NC 2.0)

A veteran Air Force drone pilot has opened up about his unsettling experiences killing alleged militants and probable civilians from an air-conditioned trailer in the American West.

by Alexander Reed Kelly - truthdig

Brandon Bryant, 27, operated drones for several years. He now lives in Montana where he sleeps on the couches of friends and acquaintances while attending college. He has been diagnosed with post-traumatic stress disorder.

In an interview aired Friday on NPR, Bryant described what happened after he was ordered to strike a group of insurgents who had not attacked American soldiers.

“We fired the missile, and 1.2 seconds after the missile fires, it sonic booms,” Bryant said. “And so the sonic boom gets there before the missile does. And the guy in the rear hears this, and he runs forward to the two guys in the front, and then the missile hits. And after the smoke clears, there’s a crater there. You can see body parts of the people.

“But the guy who was running from rear to the front, his left leg had been taken off above the knee, and I watched him bleed out,” Bryant continued. “The blood rapidly cooled to become the same color as the ground, because we were watching this in infrared. Then I eventually watched the guy become the same color as the ground that he died on.”

Serbien: Bischöfe drohen Regierung mit dem Tod

Bild: AP

Zwei Bischöfe haben in Serbien einen handfesten Skandal ausgelöst: Die Geistlichen drohten der Regierung in Belgrad und dem Parlament mit dem Tod, unter anderem mit einer symbolischen Totenmesse. Medien und Regierungsvertreter reagieren mit Empörung.

SpON

Es muss ein gespenstischer Auftritt gewesen sein: Die serbischen Bischöfe Amfilohije und Atanasije lasen am Freitag bei einer Demonstration von Nationalisten in Belgrad eine Totenmesse für die Regierung und das gesamte Parlament.

Sie beließen es nicht bei dem symbolischen Akt, sondern drohten Regierungschef Ivica Dacic direkt mit einem ähnlichen Schicksal wie dem vor zehn Jahren ermordeten ersten demokratischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic.

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NSU-Prozess: Wie christlicher Glaube in den Gerichtssaal hineinwirkt

Das Kreuz mit den Religionen

Das Kreuz mit den Religionen

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und christdemokratische Politiker haben sich am Mittwoch gegen die Forderung eines türkischen Abgeordneten gewandt, das Kreuz im Gerichtssaal des Münchner Prozesses gegen die Mitglieder der deutschen Terrororganisation “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) zu entfernen. “Das Kreuz gehört dahin, wo es hängt: in den Gerichtssaal”, sagte DBK-Sprecher Matthias Kopp laut deutscher katholischer Nachrichtenagentur KNA.

kathweb

CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvize Günter Krings sagte, das Kreuz symbolisiere Nächstenliebe und Toleranz und sei Ausdruck der christlich-abendländischen Wurzeln. “Es ist gut und richtig, auch im Gericht daran erinnert zu werden”, so Krings. Der CSU-Abgeordnete Johannes Singhammer erklärte gegenüber der “Bild Zeitung”: “Es gilt die deutsche Rechtsordnung, das Kreuz bleibt.”

Der Parlamentarier Mahmut Tanal hatte das Kreuz beim NSU-Prozess in München als “Verletzung des laizistischen Rechtsstaates” bezeichnet. Das christliche Symbol sei ein Zeichen der “Bedrohung” für Nichtchristen, sagte Tanal, Abgeordneter der laizistischen Oppositionspartei CHP und Mitglied der türkischen Beobachter-Delegation, laut türkischen Medien am Dienstag. Er forderte seine Entfernung.

NSU-Prozess: Kruzifix im Gerichtssaal ist Bedrohung für alle “Nicht-Christen”

Foto: dpa

Ein türkischer Beobachter beim NSU-Prozess verlangt vom Oberlandesgericht München, dass das Kruzifix aus dem Verhandlungssaal entfernt wird. Das Kruzifix verstoße gegen die Prinzipien des säkularen Rechtsstaates – und sei eine „Bedrohung“ für alle Nichtchristen.

DER TAGESSPIEGEL

Nach dem Auftakt des NSU-Prozesses hat ein türkischer Politiker das Oberlandesgericht in München aufgefordert, das Kruzifix aus dem Verhandlungssaal zu entfernen. Das christliche Symbol stelle einen Verstoß gegen die Prinzipien des säkularen Rechtsstaats dar, sagte der Parlamentsabgeordnete Mahmut Tanal laut Presseberichten vom Dienstag.

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Äthiopien: Christliche Gruppierungen fordern Todesstrafe für Homosexuelle

Bild: gaystarnews.com

In Äthiopien fordern christliche Gruppierungen, dass die Regierung die Todesstrafe für Homosexuelle einführt. Vor allem evangelikale Gruppen wie etwa “United for Life Ethiopia” stellen sich hinter dieser Forderung.

ShortNews

Die Evangelikalen betreiben regelrechte Hetze gegen Schwule oder Lesben. Diese würden sich inzwischen dermaßen fürchten, dass viele von ihnen sogar aus dem Land flüchten.

Die Forderung nach der Todesstrafe kam auf, nachdem vor einer Woche während eines religiösen Workshops in Adis Abeba die Polizei mitteilte, dass Homosexuelle (und deren Angehörigen) sich im letzten Jahr an 117 Jungen sexuell vergangen hätten.

Ethiopia to introduce death penalty for gays soon, say religious groups

Als Firefox getarnter Staatstrojaner: Mozilla mahnt Gamma ab

Mozilla hat das Überwachungssoftware-Unternehmen Gamma International abgemahnt.

Von Annika Kremergulli.com

Der Grund: Gammas Spionage-Software FinFisher/FinSpy – die auch von der deutschen Bundesregierung als neuer “Staatstrojaner” angekauft wurde – maskiert sich, um einer Entdeckung zu entgegen, mitunter als Mozillas Firefox-Browser. Darin sieht Mozilla einen Missbrauch seiner Marke, gegen den das Projekt nun vorgeht.

Mozilla hat das Überwachungssoftware-Unternehmen Gamma International abgemahnt. Der Grund: Gammas Spionage-Software FinFisher – die auch von der deutschen Bundesregierung als neuer “Staatstrojaner” angekauft wurde – maskiert sich, um einer Entdeckung zu entgegen, mitunter als Mozillas Firefox-Browser.

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Menschenopfer in Chile: Sektenmitglieder sollen Baby verbrannt haben

mexiko-lexikon.de

Ermittler in Chile werfen vier Personen ein grausames Verbrechen vor: Die Sektenmitglieder sollen in einem Endzeitritual ein drei Tage altes Baby bei lebendigem Leib verbrannt haben. Unter den Verdächtigen ist auch die Mutter. Sie soll das Menschenopfer befürwortet haben.

SpON

Die Polizei in Chile hat vier Personen festgenommen, die in einem Sektenritual ein Baby bei lebendigem Leib verbrannt haben sollen. Der Sektenführer war offenbar davon überzeugt, das Ende der Welt stehe bevor und das Mädchen sei der Antichrist.

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NSU-Morde: Bundesregierung im UN-Kreuzverhör

dpa

Am Donnerstag muss sich Deutschland den kritischen Fragen des UNO-Menschenrechtsrates stellen. Im Fokus: die rassistischen Morde der NSU-Terrorzelle.

Von Andreas Zumachtaz

Die Bundesregierung muss sich am Donnerstag bei der UNO in Genf in einer öffentlichen Anhörung kritischen Fragen zur Lage der Menschenrechte in Deutschland stellen. 97 Länder haben Anmerkungen und Nachfragen zu dem Menschenrechtsbericht eingereicht, den Deutschland im Dezember letzten Jahres an die UNO übermittelt hatte. Hauptthema ist die Mordserie der rechtsradikalen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) und die Frage, warum die Behörden den rassistischen Hintergrund dieser Morde jahrelang nicht erkannt haben.

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Metropolit Hilarion: Westen für Bischofsentführung verantwortlich

Bild: wikipedia

Metropolit Hilarion, Außenamtschef des Moskauer Patriarchates: Es sei nicht zu rechtfertigen, wenn westliche Regierungen «Mördern, Entführern und Extremisten» Waffen lieferten

kath.net

Die russisch-orthodoxe Kirche gibt westlichen Regierungen eine Mitschuld an der Entführung zweier syrischer Bischöfe. Durch die Unterstützung der Rebellen in Syrien habe der Westen zu dem Geschehen beigetragen, sagte der Außenamtschef des Moskauer Patriarchates, Metropolit Hilarion (Foto), am Dienstag. Die Regierungen sollten diese Unterstützung einstellen.

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R. Marx: ‘Religiös motivierte Gewalt ist Blasphemie’

Kardinal_Reinhard_MarxEiner der Vorgänger des Erzbischofs von München und Freising zum Thema:

Michael Kardinal v. Faulhaber, Erzbischof von München und Freising

Die Kanonen des Krieges sind Sprachrohre der rufenden Gnade Gottes. Krieg ist der Triumph der sittlichen Weltordnung

Vor dem Hintergrund des Terror-Anschlags in der US-amerikanischen Stadt Boston hat Kardinal Reinhard Marx religiös motivierte Gewalttaten als „Blasphemie“ und „Perversion Gottes selbst“ bezeichnet.

kath.net

Der Erzbischof zeigte sich erschüttert von den Medienberichten: „Was haben wir in den letzten Tagen wieder schreckliche Bilder gesehen aus einer Stadt, die von Todesangst geprägt war. Spuren des Todes, und das offenbar im Namen der Religion“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Sonntagabend, 21. April, bei einem Gottesdienst, den er mit Geistlichen Gemeinschaften im voll besetzten Liebfrauendom feierte.

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Saudi-Arabien: Leopard-Panzer sind besser als Kirchen

“Als Wiege der heiligen Stätten des Islam können wir nicht die Errichtung von Gotteshäusern anderer Religionen gestatten”

kathweb

Saudi-Arabien will weiterhin keine nicht-islamischen Gebetsstätten zulassen. Als “Wiege der heiligen Stätten des Islam” könne das Königreich nicht die Errichtung von Gotteshäusern anderer Religionen gestatten, zitierte die deutsche katholischen Nachrichtenagentur KNA am Mittwoch aus der Ansprache des saudischen Justizministers Mohammed al-Issa vor Europa-Abgeordneten in Brüssel. Dabei verteidigte al-Issa, dass Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte in Saudi-Arabien gewahrt würden. Die Gerichte handelten transparent und seien bereit, sich überprüfen zu lassen.

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Pius-Brüder verlangen mehr Dogma und weniger Menschlichkeit vom Papst

logo_fsspxMit der demonstrativen Bescheidenheit von Franziskus kann sich die Piusbruderschaft offenbar nicht anfreunden.

Deutschlandradio Kultur

Der Generalobere des ultra-traditionalistischen Ordens, Bischof Bernard Fellay, hat in einem Rundschreiben den Papst kritisiert. Franziskus Ankündigung, sich stärker um die Armen kümmern zu wollen, dürfe nicht dazu führen, dass es nur noch um Menschen gehe. Es bringe nichts, so der Bischof, sich dem Dienst am Menschen zu verschreiben, wenn man ihnen das Wichtigste vorenthalte – und das sei nun einmal das Dogma der katholischen Kirche. Es ist nicht das erste Mal, dass die Piusbrüder den neuen Papst angreifen. Auch dass er Vertreter der protestantischen Kirche zu einer Privataudienz empfangen hat, emfanden sie als unzumutbar.

Missbrauchsopfer klagt Stift Admont

Bild:ORF

Nachdem sie von zwei Patres des Stifts Admont sexuell missbraucht worden sind, sind zwei ehemalige Zöglinge im Jänner von der Klasnic-Kommission entschädigt worden. Eines der beiden Opfer klagt jetzt aber auch auf zivilrechtlichem Weg.

steiermark.ORF.at

Der frühere Zögling soll von den beiden Patres vor 45 Jahren unter anderem bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen und auch mehrmals vergewaltigt worden sein. Dafür erhielt der heute 58-Jährige im Jänner von der Klasnic-Kommission 25.000 Euro und 100 Stunden Therapie als Entschädigung.

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Italienischer Faschismus und deutschsprachiger Katholizismus

Wenn man die Situation Südtirols nach dem Ersten Weltkrieg verstehen will, eine Situation, die wir bis heute in den Köpfen der Bewohner und selbst in der Landschaft wie in einem Spiegel verfolgen können, auch als Besucher immer wieder spüren, dann verstehen wir, dass sich Historiker und andere Wissenschaftler mit diesem Phänomen eines verloren geglaubten Glücks (!), das man vielleicht wieder gewinnen hätte können, beschäftigen, ja beschäftigen müssen.

Von Klaus GrunenbergREADERS EDITION

Richard Faber und Elmar Locher haben nun Vorträge einer Tagung in Lana aus dem Jahr 2010 in einem Buch zusammengefasst und es ist wirklich Interessantes daraus entstanden: Aufscheinend historisch – politische Gebilde in den Köpfen der damaligen Macher, gläubig aufgefasster Patriotismus bei den Italienern sowie bei den Tirolern, ein eigenartiges sich Einfinden oder gar Rühmen im Sinne eines aus dem Dunkel der Zeit aufkommenden römischen Reichsgedankens, des Rutenbündelzeichens zum Beispiel, der Faszien also, die dem Faschismus ja ihren Namen geben.

Was man immer aber schon glaubte oder besser innerlich zu fühlen schien, auch in unserer Zeit, dass sich nämlich Katholizismus und Faschismus damals zuweilen gedanklich überschnitten, Schnittflächen, zumindest Schnittpunkte gebildet hätten, das wird sogar sichtbar, indem Sylvia Diebner in ihrem Vortrag anhand einiger Beispiele von „traditionell katholisch konnotierten Themen und deren Verwendung im politisch motivierten Dekor öffentlicher Gebäude im faschistischen Italien „ zeigt, dass z.B. im Geburtsort Mussolinis, in Dovia bei Predappio eine im Jahr 1929 restaurierte Kirche nicht zufällig den Heiligen seiner Elternnamen und derer seiner Frau geweiht wurde.

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Elektronisches Gehirn: US-Militär verkündet Durchbruch bei künstlicher Intelligenz

©grewi.de

Bei der auch als “Labor der verrückten Wissenschaftler” bezeichnete “Defense Advanced Research Projects Agency” (DARPA), handelt es sich eine Einrichtung des US-Verteidigungsministeriums, die Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten durchführt. Während die DARPA erst kürzlich wieder aufgrund der Fortschritte in der Entwicklung menschenähnlicher (Kampf-)Roboter für Aufsehen gesorgt hatte (…wir berichteten), wurde nun bekannt, gaben DARPA-Wissenschaftler nun bekannt, dass ihnen ein wichtiger Schritt hin zur Entwicklung einer “elektronischen Kopie eines menschlichen Gehirns” gelungen sei, das zukünftig autonom agierende Roboter ermögliche.

grenz|wissenschaft-aktuell

Schon seit Jahrzehnten sei “die Entwicklung von Maschinen, die wie Menschen denken.” das Ziel der Wissenschaftler, berichtet das US-amerikanische “National Defense Magazine” (ein Print- und Online-Organ der US-Waffenindustrie). Jetzt sei dieses Ziel in Reichweite.

Wie das Magazin unter Berufung auf Professor James K. Gimzewski von der University of California berichtet, habe das von DARPA finanzierte Projekt eine “winzige Maschine konstruiert, die es Robotern ermöglicht, unabhängig zu agieren.” Im Gegensatz zu traditionellen Systemen sogenannter “künstlicher Intelligenz” (KI = artificial intelligence, AI), die auf konventioneller Computerprogrammierung basiere, sehe dieses System nicht nur so aus wie ein menschliches Gehirn, sondern “denke” auch auf ähnliche Weise.

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Argentinische Kirche schließt Pfarrer wegen Position zu Homo-Ehe aus

Gottesdiener hatte Doktrin des Vatikans öffentlich kritisiert

DIE WELT

Seine Unterstützung für die Homo-Ehe hat einen katholischen Pfarrer in Argentinien den Job und seinen kirchlichen Rang gekostet. Der 55-Jährige hatte an einer Demonstration für die Rechte homosexueller Paare teilgenommen und die Position der katholischen Kirche öffentlich kritisiert, woraufhin ihn das Erzbistum der Stadt Córdoba laut eigener Mitteilung vom Freitag (Ortszeit) aus dem Klerus ausschloss. Gegen die Entscheidung des Erzbistums sei kein Einspruch möglich, hieß es weiter.

Russland: Wenn das Parlament zu Kirche verkommt

Bild:dradio.de

Ein Jahr nach dem Protestauftritt der Punkband «Pussy Riot» wurde jetzt ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das härtere Strafen für die Verletzung von religiösen Gefühlen sowie für die Schändung von Heiligtümern vorsieht

kath.net

Das russische Parlament hat ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das härtere Strafen für die Verletzung von religiösen Gefühlen sowie für die Schändung von Heiligtümern vorsieht. Gut ein Jahr nach dem Protestauftritt der Punkband «Pussy Riot» (Foto) in einer Moskauer Kathedrale sprach sich die Duma am Dienstag dafür aus, die Höchststrafe für die Schändung von Kirchenräumen auf fünf Jahre Haft anzuheben. Für den Gesetzentwurf stimmten 330 Abgeordnete, sieben votierten dagegen. Zum Inkrafttreten der Neuregelungen sind zwei weitere Lesungen im Parlament nötig.

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Hexenjagd in Papua-Neuguinea: Gefoltert, geköpft, verbrannt

Foto: AFP

Erneut sind in Papua-Neuguinea zwei Frauen tagelang gefoltert und dann hingerichtet worden, weil sie jemanden verhext haben sollen. Menschenrechtler kritisieren, der Vorwurf Hexerei werde oft nur als Vorwand genutzt – um Gewalt gegen Frauen zu rechtfertigen.

Von Felicitas Kock- Süddeutsche.de

Zwei Frauen werden verschleppt, weil sie durch Hexerei einen Lehrer getötet haben sollen. Sie werden von einem wütenden Mob auf den Dorfplatz gezerrt, dort festgehalten und tagelang gefoltert. Ihr Martyrium endet mit dem Tod, den Frauen wird der Kopf abgeschlagen. Die Sicherheitskräfte des Dorfes in Papua-Neuguinea, heißt es, hätten der Enthauptung zugesehen, unfähig, etwas gegen die tobende Menschenmasse zu unternehmen. “Wir waren hilflos”, sagen die Polizisten später lokalen Medien – wieder einmal.

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Vatikan unterstützte Millitärputsch gegen Salvador Allende

Bild: 02ElfAbendblatt

Dokumente des US-Außenministeriums belegen: Vatikan bezeichnete Greueltaten der Militärs während und nach dem Putsch 1973 als Propaganda.

Von Marcelo Henriquez Kries02elf Abendblatt

Der stellvertretende Staatssekretär des Vatikans, Giovanni Benelli, hat den Militärputsch gegen die demokratische Regierung des verfassungsmäßigen Präsidenten Salvador Allende im Jahr 1973 auf diplomatischer Ebene unterstützt.

Dies geht aus Kabelmeldungen des US-Außenministeriums hervor, die Wikileaks gemeinsam mit zahlreichen Medien weltweit aufbereitet und veröffentlicht hat.

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