Archiv der Kategorie: Radikalisierung

Wieso wegen des Islamismus die Religion an sich infrage stellen?

Religion verschwindet nicht aus der modernen WeltIn Europa wächst die Angst vor dem Islam und die Ablehnung alles Religiösen. Klare Differenzierung zwischen den Religionen und Gläubigen tut jedoch not.

Von Gudula WalterskirchenDie Presse

Im Zuge der Debatte um den islamistischen Terror wähnen sich jene im Aufwind, die Religion an sich abschaffen wollen. Angesichts der unglaublichen Brutalität, mit denen die IS-Terroristen unter dem Banner des Islam wüten, werden gleich alle anderen Religionen mit in einen Topf geworfen und verworfen. Da werden Uralt-Argumente wie die Kreuzzüge vorgebracht, deren letzter vor mehr als 600 Jahren (!) stattgefunden hat, und die längst nicht mehr Leitlinie der christlichen Kirchen sind. Sogar das Grüß Gott wollen radikale Atheisten abschaffen.

Die Gleichsetzung mit dem Islamismus ist völlig unzulässig, ebenso die Umkehrung von Tätern und Opfern: Etwa 100Millionen Christen werden derzeit weltweit verfolgt, mehr als alle anderen Anhänger eine Kreuzzüge er Religion. Laut Weltverfolgungsindex trauriger Spitzenreiter ist Nordkorea, gefolgt von Somalia, Syrien und dem Irak. Sie werden vertrieben, vergewaltigt, beraubt, unterdrückt, gefoltert oder gar ermordet. Islam bedeutet wörtlich Unterwerfung, das Gottesgebot steht über allem, „Ungläubige“ haben sich diesem ebenso zu unterwerfen.

weiterlesen

Forget about Iran. In Washington, everyone’s speaking ISish

Fighters from the Islamic State seen marching in their stronghold of Raqqa, Syria, June 2014. (photo credit: AP/Militant Website, File)

Remember the danger posed by Tehran’s drive to the bomb, and Obama’s pledge to foil it? Well, nobody else in the US seems to.

By Avi IssacharoffTHE TIMES OF ISRAEL

For several days now, American news networks have been intensively, almost obsessively, covering the Islamic State and the war declared on the terror group by US President Barack Obama.

Chilling clips produced by the jihadist group in order to deter the US are being aired over and over again. The terror group’s strategy appears to be paying off, at least in terms of the amount of media interest it has elicited in America.

If an alien were to land in Washington today and follow media reports on the Islamic State phenomenon — as well as witness the level of interest the group has created in the White House, Congress and the Senate — it might well conclude, mistakenly, that we are dealing with an evil empire the likes of which humanity has never seen, one which represents the only threat to the stability of the world in general, and to the Middle East in particular.

read more

Schlacht um Ain al-Arab

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Im Zuge der seit dem 15. September andauernden Angriffe des Islamischen Staats (IS) auf den nordsyrischen Kurdenkanton Kobanê sind nach der Evakuierung von mehr als 100 Dörfern über 60.000 Menschen über die am Freitag geöffnete Grenze in die Türkei geflüchtet. Im Gegenzug kamen nach Angaben der Kurdenmiliz etwa 1000 Kurden aus der Türkei in das vom Westen, Osten und Süden her attackierte Areal, um den Vormarsch der Terrorgruppe aufzuhalten.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Auch nach der Flucht von zehntausenden Menschen sollen sich im umkämpften Kanton Kobanê noch mehrere Hunderttausend Kurden und Christen aufhalten – die Hälfte davon syrische Binnenflüchtlinge. Erobern die Dschihadisten die Kantonshauptstadt Ain al-Arab, dann droht den Männern die Enthauptung und den Frauen Zwangsprostitution und Sklaverei.

Die Angriffe werden der Kurdenmiliz YPG zufolge unter anderem mit Mörsern und schweren Maschinengewehren durchgeführt, die angeblich türkische Uniformierte den Salafisten am Samstagmorgen zwischen den Dörfern Qeremox und Eny El-Bat lieferten. An an einer anderen Stelle sollen solche Lieferungen bereits am in der Nacht vom 15. auf den 16. September stattgefunden haben.

weiterlesen

Heinrich Himmler—”Der Anständige”: Spießer und Massenmörder privat

Bild: Realworks

“Immer hat man selbst alles richtig gemacht” – Ein umstrittener Film über Heinrich Himmler
Ein Spießer und Esoteriker, der zum Massenmörder wurde: Heinrich Himmler, der “Reichsführer SS”, war einer der mächtigsten Führer des NS-Staats und verantwortlich für den Tod von Millionen Menschen. Als Chef von Waffen-SS, Gestapo und Polizei, war er der Organisator der fabrikmäßigen Vernichtung der europäischen Juden. Himmlers Briefe, Fotos und Notizen bilden die Grundlage des Films “Der Anständige”.

Von Rüdiger SuchslandTELEPOLIS

“Alle bekommen Orden und Auszeichnungen, nur Papi nicht. Wenn er nicht wäre, dann wäre alles anders!” Er hat’s nicht leicht gehabt, der Heinrich Himmler. Das wusste seine Tochter Gudrun schon als Kind. Bis heute steht sie im Bann des Verbrecher-Vaters, eine Unverbesserliche, die als Mitarbeiterin und Leitfigur der Organisation “Stille Hilfe”, NS-Tätern juristisch und finanziell unter die Arme greift.

Man weiß nicht genau, was, neben den Taten selbst, von denen hier die Rede ist, das Abstoßendste an dem ist, was dieser Film zeigt: Die Beiläufigkeit, mit der Himmler offenbar selbst seine Taten abtat, die sich in Sätzen wie diesem äußert: “Ich bin dieser Tage in Auschwitz und Lemberg, bin gespannt, wie es dort mit dem Telefonieren sein wird!”

weiterlesen

Münster: Katholen wollen ihre “Gottseibeiuns-Fete” mit öffentlichen Geldern bezahlen

Bild: tilly

Bild: tilly

Seit jeher werden Kirchentage von Bund, Land und Kommune bezuschusst. Auch in Münster stößt das jetzt auf Widerstand, zum Ärger von Oberbürgermeister Markus Lewe. Doch er gilt als befangen – hat er doch zuvor im Bistum gearbeitet.

Von Michael KrögerSpON

Wenn Rainer Maria Woelki am 20. September sein Amt als Erzbischof von Köln antritt, dürfen sich die Kölner auf ein großes Fest freuen. Allein für Bier, Suppe und Würstchen auf dem Roncalli-Platz hat das Bistum 38.000 Euro eingeplant – hinzu kommen die Kosten für die Großbildleinwand, die vielen Plakate, für Ordner und für die anschließende Müllbeseitigung.

Bei anderen Großveranstaltungen sind die Glaubenshüter deutlich knausriger. Dazu gehören zum Beispiel die Kirchentage, zu denen das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) jährlich im Wechsel mit den Protestanten zusammenruft. Die Vereinigung versteht sich als Interessenvertretung der katholischen Laien, tritt also unabhängig von der Kirche auf. Entsprechend bezahlte die katholische Kirche lediglich rund die Hälfte der knapp zehn Millionen Euro, die die Katholikentage bislang kosteten. Rund ein Sechstel wird durch Eintrittsgelder und Spenden gedeckt. Den Rest müssen regelmäßig Bund, Länder und Kommunen zuschießen.

weiterlesen

Tantiemen für Goebbels

Joseph Goebbels, Bild: Süddeutsche.de

Der Siedler-Verlag muss an die Rechteverwalterin des Nazi-Verbrechers Joseph Goebbels mehrere Tausend Euro zahlen. Sie darf mit ihm weiterhin Geld verdienen. Warum?

Von Willi WinklerSüddeutsche.de

Letztlich ist es nur Geld. Es geht um eine Summe von 6307,87 Euro, das entspricht ungefähr einem mittelgroßen Lottogewinn, und der BAT wird auch wissen, wie weit man in der Ministerialbürokratie aufgestiegen sein muss, um auf ein solches Gehalt zu kommen.

Der Betrag entspricht dem einprozentigen Anteil am Gesamterlös aus dem Verkauf der 2010 erschienenen Goebbels-Biografie von Peter Longerich.

weiterlesen

George Weigel: Rechtfertigung für Papst Benedikts Regensburger Rede

George Weigel Blog, Screenshot: BB

George Weigel Blog, Screenshot: BB

Benedikt XVI. habe in seiner Regensburger Rede zwei Schlüsselfragen angesprochen: Kann der Islam Argumente für religiöse Toleranz und für die Trennung von Politik und Religion finden? Diese Themen seien heute höchst aktuell, schreibt George Weigel.

kath.net

In seiner „Regensburger Rede“ hat Papst Benedikt XVI. zwei Schlüsselfragen angesprochen, deren Antworten den „Bürgerkrieg innerhalb des Islam“ ebenso entscheidend beeinflussen werden wie die weltweiten Bedrohungsszenarien. Das schreibt der Theologe und Papst-Biograph George Weigel auf dem Blog First Things.

weiterlesen

Zur Erinnerung. Am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung.

Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung.

B16

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er (der Kaiser) sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“

B16 selbst zitiert den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350-1425), der während eines Gesprächs mit islamischen Gelehrten, diese Aussagen getroffen haben soll.

Islamisten und Faschisten: „Sie teilen den Hass“

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Zu einem Tag gegen den Hass rufen die deutschen Islamverbände für Freitag, 19. September, auf. Zu spät, zu halbherzig, nicht glaubwürdig – das sagt der deutsch-ägyptische Politologe und Buchautor Hamed Abdel-Samad. Islam, Krieg und Terror – für Abdel-Samad gibt es hier einen engen Zusammenhang:

Von Tibor PeszaHNA.de

Seiner Ansicht nach ist der politische Islam genauso faschistisch wie es die Nazis waren. HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa sprach mit ihm.

Herr Abdel Samad, warum sagen Sie, dass der Islam dort, wo er politisch wird, faschistisch ist?

Hamed Abdel Samad: Weil die Parallelen mit Händen zu greifen sind. Der politische Islam wie auch der italienische Faschismus und der deutsche Nationalsozialismus sind auf den Trümmern des ersten Weltrkieges entstanden. Beide teilten das Gefühl der Erniedrigung. Aber auch den Traum von der Weltherrschaft.

weiterlesen

Wenn Dummheit zur materiellen Gewalt wird: Ärzteteam in Guinea ermordet

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Ebolaviren, Bild: wikimedia.org/PD

Ein Ärzteteam, das Bewohner in Guinea über Ebola aufklären sollte, ist offenbar getötet worden.

evangelisch.de

Insgesamt acht Leichen seien aus der Sickergrube eines Dorfes nahe der Stadt Nzerekore im Süden Guineas gezogen worden, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstagabend in der Hauptstadt Conakry. Er sprach von einem kaltblütigen Mord. Die Täter sind vermutlich Bewohner des Dorfes. Auch drei Journalisten, die die Mediziner begleitet hatten, seien getötet worden. Sie hatten berichtet, von den Dorfbewohnern angegriffen und mit Steinen beworfen worden zu sein, bevor der Kontakt zu ihnen abbrach.

Das Dorf liegt nicht weit vom ersten Ausbruchsort der derzeitigen Ebola-Epidemie entfernt. Die Bewohner machen Ärzte und Politiker mitverantwortlich für die Epidemie. Dem Gesundheitsminister des Landes, Remy Lamah, war es jüngst beim Versuch, in den Ort zu reisen, nicht gelungen, die Straßensperren zu überwinden. Ärzte waren wiederholt angegriffen und vertrieben worden.

weiterlesen

Zentralrat der Muslime verurteilt Extremismus

Aiman_MazyekAm Freitag finden bundesweit Veranstaltungen gegen Rassismus und Extremismus statt. Anlass sind antisemitische Übergriffe und islamistische Aktionen – beides hat der Zentralrat der Muslime verurteilt.

stern.de

Anlässlich eines bundesweiten Aktionstages am Freitag hat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, Hass gegen Juden und Terror im Namen des Islam verurteilt. “Wir wollen nicht schweigen, wenn hierzulande aus Rassismus Brandanschläge auf Moscheen und Synagogen verübt werden”, sagte Mazyek der “Bild”-Zeitung.

Man dürfe auch nicht schweigen, “wenn Menschen den muslimischen Glauben missbrauchen, um Unrecht zu begehen. Das sind in Wahrheit Terroristen und Mörder, die den Islam in den Dreck ziehen und den Menschen – auch ihren eigenen Glaubensbrüdern – Hass und Leid bringen, in Syrien, im Irak und an anderen Orten.”

weiterlesen

Wie „Jugend-TV.net” die Schwächen von YouTube entlarvt

Bild. Getty

Das Konzept von YouTube ist so einfach wie problematisch. Die Plattform bietet Video-Unterhaltung zu allen erdenklichen Themen. Nutzer können nicht nur konsumieren, sondern auch aktiv Inhalte beisteuern. Jederzeit, anonym, kaum kontrolliert. Ein soziales Mitmachmedium in einer Spaßgesellschaft. Das möchten jedenfalls viele Menschen glauben.

Von Marcel BohnensteffenThe Huffington Post

Doch bei YouTube ist eben längst nicht alles Spaß. Täglich werden Millionen Beiträge mit pornografischem, gewaltverherrlichendem Material oder feindlichen Parolen hochgeladen. Die schier grenzenlose Offenheit des Systems, die sich aus der Breite der Meinungsfreiheit ergibt, ist höchst anfällig für Missbrauch.

Der Anbieter ist gar nicht imstande, sämtliche seiner Inhalte zu prüfen, so schnell verbreiten sie sich im Netz. Eine Gruppe, die sich diese Schwäche zunutze macht, ist eine Sekte aus der Schweiz. Nach allem, was man weiß, steht eine Gruppe um den radikalen Prediger Ivo Sasek hinter dem Sender „Jugend-TV.net”.

weiterlesen

Witz: Wahhabiten-“Gelehrte” erlassen Fatwa gegen IS-Terroristen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Terrorismus sei das Gegenteil dessen, was der Islam verkörpere: Mit dieser Begründung haben saudische Religionsgelehrte eine Fatwa gegen die Terrormiliz IS erlassen. Sie unterstützen damit Amerika.

Frankfurter Allgemeine

Hochrangige saudi-arabische Religionsgelehrte haben in einer Fatwa, einem Rechtsgutachten, den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gutgeheißen. Terrorismus sei ein „abscheuliches Verbrechen“ und das Gegenteil dessen, was der Islam verkörpere, begründete der Rat der Höchsten Religionsgelehrten nach Angaben der saudi-arabischen Nachrichtenagentur Spa am Mittwoch seine Entscheidung. Demnach gab der Rat auch den Plänen der saudischen Regierung seinen Segen, die Vereinigten Staaten im Kampf gegen die IS-Milizen zu unterstützen.

weiterlesen

Ukraine: Mit Nazis gegen Putin

Links das Emblem des Bataillon Asow und rechts 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“

Links das Emblem des Bataillons Asow und Rechts 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“

Das ZDF lässt Hakenkreuze auf den Helmen des Asow-Bataillons unkommentiert.

Von Armand PresserJüdische Allgemeine

Am Montag, den 8. September, berichtete das ZDF in der Nachrichtensendung »Heute« über die neuesten Entwicklungen im Ukraine-Konflikt. Dabei wurden Soldaten des Asow-Bataillons gezeigt, die für die ukrainische Regierung die Stadt Mariupol beschützen sollen. An ihrer Montur und ihren Helmen waren deutlich Hakenkreuze und SS-Runen zu sehen.

Dies blieb völlig unkommentiert im Beitrag des öffentlich-rechtlichen Senders. Wo ist die journalistische Sorgfaltspflicht des ZDF geblieben? Wo bleibt der Aufschrei aller 77 gesellschaftlich relevanten Mitglieder, die im Fernsehrat vertreten sind? Dürfen die derzeitigen Leitlinien der deutschen Außenpolitik durch eine eindeutige Kommentierung in einem Fernsehbeitrag ad absurdum geführt werden? Die Antwort lautet anscheinend eindeutig: Nein.

weiterlesen

Juristentag debattiert Klitorisvorhautbeschneidung

beschneidung

Ein Thesenpapier und ein eine Thesenverkürzung

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Diese Woche treffen sich Rechtswissenschaftler aus der gesamten Bundesrepublik im Kongresszentrum Hannover, wo der 70. Deutsche Juristentag stattfindet. Beschlüsse, die auf Juristentagen behandelt werden, nehmen Politiker und Beamter später häufig als Vorlage für Gesetze, weshalb das Treffen auch bei der Publikumspresse auf Interesse stößt. Vor allem dann, wenn die Rechtswissenschaftler über kontroverse Themen sprechen.

Ein Thesenpapier der Berliner Strafrechtsprofessorin Tatjana Hörnle, das den Titel “Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft” trägt, machte deshalb bereits im Vorfeld Schlagzeilen: Der Grund dafür war vor allem, dass sich die Juristin darin versucht, die 2012 erlaubte Geschlechtsteilbeschneidung bei Jungen mit dem Verbot bei Mädchen und Frauen zu vereinbaren.

Deshalb muss ihr zufolge bei der Rechtsauslegung darauf geachtet werden, dass nicht alle “Veränderungen an weiblichen Genitalien” als “Verstümmelungen” im Sinne des StGB-Paragrafen § 226a StGB verstanden werden. Wird nur die Klitorisvorhaut entfernt, dann wäre dieser Tatbestand ihrer Ansicht nach nicht erfüllt. Außerdem empfiehlt sie, “den Tatbestand geschlechtsneutral zu fassen, indem die Worte ‘einer weiblichen Person’ durch ‘eines Menschen’ ersetzt werden”.

weiterlesen

70. Deutscher Juristentag: NSU kein Thema, dafür islamische Paralleljustiz

Hannover Congress Centrum in Hannover © Hannover Congress Centrum 2011

Rund 2.500 Experten diskutieren derzeit beim 70. Deutschen Juristentag. Schwerpunktthema ist islamischer Paralleljustiz; NSU ist kein Thema. Immerhin erinnerte Justizminister Maas in seiner Auftaktrede an das „Versagen des Rechtsstaates“.

MiGAZIN

Rund 2.500 Juristen aus ganz Deutschland kommen vom 16. bis 19. September in Hannover zum 70. Deutschen Juristentag zusammen. Eines der zentralen Themen in diesem Jahr ist der Umgang mit islamischer Paralleljustiz unter Zuwanderern im Strafrecht.

Islamische Streitschlichter seien häufig parallel zu staatlichen Strafprozessen aktiv, ohne dass der Richter etwas davon wisse. Eine Einigung der Prozessbeteiligten hinter dem Rücken der deutschen Justiz könne dann dazu führen, dass bestimmte Zeugen nicht mehr aussagen.

NSU kein Thema
Ein Verhalten, das man derzeit vor allem im NSU Prozess vor dem Münchener Oberlandesgericht beobachten kann. Die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und die über ein Jahrzehnt andauernden sogenannten Ermittlungspannen, auch die der Justiz, sind aber kein Thema des Juristentages. Auch bei der letzten Zusammenkunft vor zwei Jahren stand der NSU Komplex nicht auf der Tagesordnung.

weiterlesen

Volker Kauders Kreuzzug

Volker Kauder: Nichts ist wichtiger als Religion (= Christentum)CDU/CSU-Bundestagsfraktion veranstaltete Tagung zum Schutz verfolgter Christen

kath.net

In vielen islamischen Ländern ist es bisher für Muslime nicht möglich, den Glauben zu wechseln. Das berichtete der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, bei einem Kongress seiner Fraktion am 15. September in Berlin. Die Veranstaltung mit 250 Teilnehmern befasste sich mit dem Thema „Menschenrecht Religionsfreiheit – Wie schützen wir verfolgte Christen?“ Kauder zufolge gibt es in zahlreichen muslimischen Staaten das Recht, zum Islam überzutreten, nicht jedoch vom Islam in eine andere Religion. So stehe die Abkehr vom Islam in Pakistan unter Todesstrafe. Der Einsatz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Religionsfreiheit werde fälschlicherweise oft als Kritik am Islam verstanden, so Kauder. Es gehe jedoch nicht um einen Kampf gegen den Islam, sondern um den Kampf für die Glaubensfreiheit. Weltweit würden etwa 100 Millionen Christen diskriminiert. Es gebe heute zunehmend Staaten, die nicht mehr die Macht hätten, Religionsfreiheit zu garantieren. Dies gelte etwa in Nigeria, wo die Terrorgruppe Boko Haram tätig ist, sowie in Syrien und im Irak, wo die Terrormiliz „Islamischer Staat“ ihr Machtgebiet mit Gewalt ausweitet.

weiterlesen

AfD: Von Professoren und Proleten

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Bild: Ziko van Dijk (CC BY SA 3.0)

Die Alternative für Deutschland besteht im Grunde aus zwei Parteien. Die Professoren an der Spitze verlieren längst die Kontrolle über die Proleten. Auch in Bezug auf das Christliche.

Von Sebastian MollThe European

„Sag‘ nicht, wir hätten dich nicht gewarnt!“ Also gut, ich sage es nicht. Man hatte mich gewarnt. Gewarnt, die FDP zu verlassen und mich der Alternative für Deutschland anzuschließen. Ich habe es dennoch getan, jetzt muss ich die Folgen tragen. Dabei möchte ich gar nicht behaupten, dass die Erfahrung völlig sinnlos war. Wer ständig nur von außen alles besser weiß, setzt sich, selbst wenn er Recht haben sollte, zwangsläufig dem Vorwurf der Voreingenommenheit aus. Was auch immer passiert ist oder noch passieren wird, ich kann zumindest sagen, dass ich mir ein eigenes Bild dieser Partei gemacht habe.

Ebenso, wie es Warnungen aus der einen Richtung gab, mangelte es natürlich auch nicht an Ermutigungen der anderen Seite, ich solle mich doch nicht von diesen plumpen Nazivorwürfen beeindrucken lassen. Diese Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung beherrscht die AfD seit ihrer Gründung. Während Führungspersönlichkeiten wie Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel nach wie vor den Eindruck erwecken, als wüssten sie gar nicht, wie man das Wort ‚rechtsextrem‘ überhaupt schreibt, gibt es in der übrigen Partei zunehmend Funktionäre, die sich zweifellos mit diesem Etikett versehen lassen. Liegt die Wahrheit also vielleicht irgendwo in der Mitte? Nach meinen Erfahrungen ist die Situation eine andere.

weiterlesen

Creationist radio host: Bacon proves that America is a Christian nation

(Credit: bonchan via Shutterstock)

The American Family Association’s Bryan Fischer puts a lot of stock in our tolerance of pork products.

By Joanna Rothkopf—Salon

Bryan Fischer, the Director of Issue Analysis for Government and Public Policy at the American Family Association, hosts a daily radio show called “Focal Point,” described on its website as the “home of muscular Christianity,” which sounds very tough.

On Monday’s show, Fischer presented indisputable proof that the United States is a Christian nation:

“Do you want one single item of proof that America is a Christian nation? And not a Jewish nation? And not an Islamic nation? One single bit of proof is all you need. We freely allow restaurants and grocery stores to sell and to serve bacon. That can only happen in a Christian country. You can’t do that in Israel. I’ve been to Israel. You go into the hotel to eat dinner; you go into a restaurant… you can’t get bacon there! You’re not gonna get it! Because it is a Jewish country. You go to a Muslim country, you are not going to get pork; you’re not going to get bacon; you’re not going to get a ham sandwich anywhere. Why? Because it is a Muslim land. The sheer fact that we clearly allow the consumption of bacon is absolute proof that we are in fact a Christian nation.”

Other than, like, my wanting to be included in what constitutes the United States, that argument has me sold!

Kardinäle gegen Öffnung der Kirche für Geschiedene

Gerhard L. Müller links im Bild

Gerhard L. Müller links im Bild

Fünf hochrangige Kardinäle, darunter der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, der Deutsche Gerhard Ludwig Müller, haben sich gemeinsam gegen Zugeständnisse der Kirche an geschiedene Katholiken ausgesprochen.

nordbayern.de

«Christus verbietet unzweideutig die Scheidung sowie die Wiederheirat», heißt es in dem Vorwort zu einem Buch der Kardinäle, über das am Mittwoch die italienische Zeitung «Corriere della Sera» berichtete. Papst Franziskus hatte mehrmals Zeichen gegeben, den Umgang mit Geschiedenen zu überprüfen.

«In der Wahrheit von Christus bleiben», so der italienische Titel, soll am 1. Oktober erscheinen – wenige Tage vor Beginn eines Bischofstreffens zu Fragen der Familie und Sexualmoral in Rom.

weiterlesen

Islamic State Bans Darwin’s Evolution from School Curriculum in Mosul

foto: ap/militant video Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe "Islamischer Staat"

foto: ap/militant video
Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe “Islamischer Staat”

The Islamic State’s aversion to other religions and ideologies is well-known, and it is on display once again, with the jihadist outfit vowing to keep Charles Darwin’s evolution theory out of textbooks in Iraqi schools.

By Mugdha VariyarInternational Business Times

The Islamic State has issued new rules to schools, which it has publicised through bulletins in mosques and markets in Mosul, a part of which reads – “good news of the establishment of the Islamic State Education Diwan by the caliph who seeks to eliminate ignorance, to spread religious sciences and to fight the decayed curriculum.”

Schools will now have to substitute references to ‘Iraq’ or ‘Syria’ with ‘Islamic State’, and teachers along with students will be segregated on the basis of gender.

While the theory of evolution was reportedly never taught in Iraqi schools, the IS has explicitly banned it, an attitude also often associated with far-right Christian propagandists.

read more