Archiv der Kategorie: Radikalisierung

USA bestätigen Echtheit von Enthauptungs-Video

Die Videoaufnahmen, auf denen US-Journalist James Foley von einem Dschihadisten enthauptet wird, wurden von den USA als echt bestätigt© REUTERS/Social Media Website

Die letzten Zweifel sind ausgeräumt: Experten des Weißen Hauses in Washington sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Video, das die Hinrichtung des US-Journalisten James Foley zeigt, authentisch ist.

stern.de

Das Weiße Haus in Washington hat die Echtheit des Videos bestätigt, das die Hinrichtung des US-Journalisten James Foley durch Dschihadisten zeigt. Die Geheimdienste hätten das Video untersucht, in dem Foley und sein Kollege Steven Sotloff zu sehen sind, und seien zu dem Schluss gekommen, dass die Aufnahmen authentisch seien, erklärte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Caitlin Hayden. Wie das Weiße Haus ferner mitteilte, will sich US-Präsident Barack Obama um 12.45 Uhr (18.45 Uhr MESZ) äußern.

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What Do Creationists Look Like When They’re in Their Labs…?

In 2012, Dr. Ann Gauger, a “Senior Research Scientist at Biologic Institute” (which is funded by the Intelligent Design-promoting Discovery Institute), spoke about what she thought was population genetics in this video:

By Hemant MehtaFriendly Atheist

Online commenters were quick to dismantle everything she said… but a lot of viewers noticed something else even more interesting:

She wasn’t really in a lab.

She was in front of a green screen.

The Discovery Institute, after being exposed, admitted a stock photo was used, but defended it nonetheless saying her real lab totally looked like the one in the paid-for image:

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Warum junge Deutsche Terror und Tod bringen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Sie kommen aus Berlin oder Dinslaken, doch sie verabscheuen die westliche Gesellschaft. Hunderte Deutsche kämpfen für die Terrorgruppe IS. Die “Welt” sprach erstmals mit einigen von ihnen.

Von Alfred HackensbergerDIE WELT

Das Funkgerät knarrt, dann sind arabische Wortfetzen zu hören. Abu Hamza al-Almani hat gerade Schichtdienst an einem Checkpoint in al-Rai, einer Kleinstadt im Norden Syriens. “Es ist nichts los hier! Ziemlich langweilig, den ganzen Tag hier rumzustehen”, beschwert sich der 23-Jährige, dessen arabischer Nachname – al-Almani – auf seine Herkunft aus Deutschland verweist.

Er hätte lieber ein bisschen “Action”, wie er es formuliert. Die Fotos auf seiner Facebook-Seite lassen erahnen, was er darunter versteht: Hamza mit Pistole, Hamza mit Kalaschnikow oder gemeinsam mit seinen Kumpels in Kampfpose vor einem Pick-up mit Flugabwehrgeschütz.

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Religiosität hemmt die Gewaltbereitschaft

Gebet-islamEntgegen anderslautender Meldungen stellte der Münsteraner Kriminalwissenschaftler Christian Walburg in einem Gutachten fest, dass die Jugend- wie Ausländerkriminalität in Deutschland stetig abnimmt. Ein Interview über Statistiken, Medien und Religion

Interview Cicero-Online

Cicero Online: Mit welchen Mythen zum Thema Migration und Jugenddelinquenz sollte Ihrer Meinung nach aufgeräumt werden?
Christian Walburg: Vor allem mit dem Mythos der Ausländerkriminalität. Das ist keine sinnvolle Kategorie, und Kriminalität lässt sich nicht auf die ausländische Herkunft zurückführen. Zum Beispiel fallen erwachsene Einwanderer – die sogenannte erste Generation – meist nicht häufiger durch Straftaten auf. Damit meine ich allerdings nicht die Verstöße registrierter Ausländer gegen Aufenthaltsbestimmungen: Im Zuge der Flüchtlingswelle ist hier sogar ein Anstieg zu verzeichnen. Flüchtlingsjugendliche und Nachkommen von Gastarbeitern sollten aufgrund unterschiedlichster Lebensumstände nicht in einen Topf geworfen werden.

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Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Ein Vergleich von auferlegten Gruppenidentitäten

Muslimische Frauen: Oft Ziel von anti-islamischen Ressentiments und Angriffen © by Garry Knight auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Dieser und weiteren Fragen geht Cora Alexa Døving nach.

Von Cora Alexa Døving—IslamiQ

Existieren Ähnlichkeiten zwischen stereotypischen Porträts von Minderheiten, ungeachtet des sozialen und historischen Kontextes? Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Ist es insgesamt relevant, den Antisemitismus mit anderen Formen der Intoleranz, Diskriminierung und des Rassismus im Einklang zu betrachten? Diese Fragen bilden einen Teil der vergleichenden Analyse der antisemitischen Texte vom Anfang des 20. Jahrhunderts und antiislamischen Debatten, die heute in Norwegen geführt werden.

Während sich dieser Artikel gegen eine grundlegende Analogie zwischen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit (und ebenso gegen eine Analogie zwischen der strukturellen Position der Juden im neunzehnten Jahrhundert und Muslimen heute) stellt, argumentiert er für die Bedeutung einer vergleichenden semantischen Analyse der negativen Stereotypen des „Muslims“ und des „Juden.“

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ISIS militants claim to have killed US journalist James Foley

James Wright Foley

James Wright Foley

Militants from Islamic State (Isis) claimed to have killed an American journalist long held captive in Syria in retaliation for ongoing US airstrikes against its forces in Iraq.

The Guardian – Spencer Ackerman

A propaganda video circulated on Tuesday showed a masked Isis fighter beheading a kneeling man dressed in an orange jumpsuit who is purported to be James Wright Foley, a photojournalist who went missing in Syria in 2012.

The masked executioner spoke in English, with a hint of a British accent, and said that the slaying came in response to the airstrikes ordered by President Barack Obama against Isis 12 days ago.

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Sue Blackmore: A hundred walked out of my lecture

Sue Blackmore, Image: richarddawkins.net

I’m still shaken by yesterday’s lecture and its aftermath. Oxford in the 21st century was, I’d fondly assumed, the epitome of somewhere I could speak freely and fully, and expect people to listen and then argue and disagree if they wished to. Apparently not.

By Sue BlackmoreRichard Dawkins-Foundation

I was invited to give a lecture on memes by the “Oxford Royale Academy”, an institution that has nothing to do with the University of Oxford but hosts groups of several hundred 17-18 year-olds for two weeks of classes and, I guess, some kind of simulation of an ‘Oxford experience’. I was told they were of 45 nationalities and I assumed many different religions. So I prepared my lecture carefully. I tried it out the day before on my husband’s grandson, a bright mixed-race 16 year-old from Paris, and added pictures of the latest craze for ‘Fatkini posts’ and more videos, including my favourite Gangnam Style parody (Python style), but I wasn’t going to avoid the topic of religious memes – religions are an example, par excellence, of memeplexes that use wicked tricks to ensure their own survival. I simply made sure that my slides included many religions and didn’t single one out.

Looking back I should have seen trouble coming early on. I began with a pile of stuffed animals on the desk that I use to illustrate natural selection. Many laughed at my ‘dangerous predator’ eating them but at the word ‘evolution’ a young man in the second row began swaying side to side and vigorously shaking his head. I persevered, trying to put over the idea that evolution is inevitable – if you have information that is copied with variation and selection then you must get (as Dan Dennett p50 puts it) ‘Design out of chaos without the aid of mind’. It is this inevitability that I find so delightful – the evolutionary algorithm just must produce design, and once you understand that you have no need to believe or not believe in evolution. You see how it works. So I persevered.

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Ebola-Ausbruch: EU-Agentur Frontex setzt Abschiebeflüge aus

Bild: fra.europa.eu

Wegen des Ebola-Ausbruchs in Westafrika hat die EU-Grenzbehörde Frontex ihre Abschiebeflüge in die betroffene Region ausgesetzt.

evangelisch.de

Die Agentur erachte die Gegend derzeit als zu unsicher, sagte eine Frontex-Sprecherin am Montag in Warschau. Frontex ist dafür zuständig, für europäische Länder Sammel-Abschiebeflüge zu organisieren, wenn diese das wünschen. In Absprache mit Österreich sei kürzlich ein Flug nach Nigeria abgesagt worden, erläuterte die Sprecherin.

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Tantra-Massageverband wehrt sich gegen Vergnügungs-Steuer

tantraEs ist ein Streit, der ganz Deutschland beschäftigt: Fallen Tantra-Massagen wirklich unter die Vergnügungssteuer – wie zum Beispiel Pornofilme, Gewaltspiele und Sexliveauftritte? Der Tantra-Massageverband verneint dies.

FOCUS ONLINE

Der deutschlandweit für Aufsehen sorgende Streit um die Besteuerung von Tantramassagen geht weiter. In einem Brief fordert der Tantramassage-Verband vom Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne), die Dienstleistung nicht mit dem Instrument zu besteuern, “das in Stuttgart für Pornofilme, Gewaltspiele, Wettbüros und Sexliveauftritte vorgesehen ist”.

Sperrzone in Fukushima: Mutationen bei Tieren festgestellt

Bild: Wikimedia Commons

Eine beinahe menschenleere Region von mehr als 600 Quadratkilometern Fläche sollte für Tiere und Pflanzen eigentlich eine Idylle sein. Doch für die Region um das 2011 havarierte Kernkraftwerk in Fukushima gilt das nicht.

Von Thiemo BräutigamWirtschaftswoche Green

Unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe haben internationale Forschungsteams damit begonnen, die Auswirkungen der radioaktiven Strahlung auf die umliegenden Ökosysteme zu untersuchen.

Zwar kommen die daraus resultierenden Studien nicht zu einem einheitlichen Ergebnis, doch eine Tendenz ist klar zu erkennen: Für die meisten in der Region lebenden Arten bedeutet der Unfall einen dramatischen Rückgang der Population, massive Schäden am Genpool bis hin zu Albinismus und lebensbedrohlichen Mutationen. Bei manchen Arten kam es wiederum bereits zu Anpassungen und Resistenzen.

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Antisemitismus: “Es geht um Israel, nicht um die Juden”

Abraham Melzer, 69 Jahre, in Israel aufgewachsen, lebt seit 1958 in Deutschland, zunächst in Köln, seit 1967 in Frankfurt und Neu-Isenburg. Bis 2012 führte er den Joseph-Melzer-Verlag, den sein Vater gegründet hatte.

Der Frankfurter Verleger Abraham Melzer spricht im FR-Interview über Angriffe auf Frankfurter Juden, Antisemiten und Israelfreunde.

Von Milan JaegerFrankfurter Rundschau

Herr Melzer, Ende vergangener Woche wurde bei einer bekannten Frankfurter Jüdin die Scheibe eingeschlagen. Der oder die Täter riefen „Judenschwein“. Flammt der Antisemitismus gerade wieder neu auf?
Dieser Vorfall ist schlimm. Ich bin darüber bestürzt. Ich glaube aber nicht, dass der Antisemitismus neu aufflammt.

Was sagen uns solche Anschläge?
Sie sagen uns, dass die Emotionen hochkochen. Unvernünftige gibt es überall. Es gibt natürlich auch Antisemiten in Deutschland. Ich bin aber der Ansicht, dass die Haltung – ich unterstelle jetzt einmal, dass die Täter aus einem muslimischen Kontext kommen – der Moslems in Frankreich und Deutschland nichts mit Antisemitismus im wissenschaftlichen und fachlichen Sinne des Begriffs zu tun hat. Diese Antihaltung gegenüber Israelis und Juden ist eine Folge des Nahost-Konflikts. Und in diesem geht es nicht um Religion, sondern um das Land. Selbst die Palästinenser im Gazastreifen hassen doch nicht die Juden der Welt. Ich bin empört und verärgert über das Unrecht, das man diesen Leuten antut, wenn man sagt, sie seien Antisemiten. Die Palästinenser waren keine Antisemiten und sie sind heute keine. Sie hassen nicht die Juden, sie hassen die Israelis und dazu haben sie reale Gründe. In meinen Augen ist das ein gewaltiger Unterschied.

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NSU-Untersuchungsausschuss Kooperation staatlicher Stellen mit NSU möglich

Das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz

In seinem Abschlussbericht hält der Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss eine „gezielte Sabotage“ und „bewusstes Hintertreiben“ von staatlichen Stellen für möglich. Ein bewusstes Wegschauen oder eine geplante Unterstützung des Trios könne nicht ausgeschlossen werden.

MiGAZIN

Die Sicherheitsbehörden könnten das Untertauchen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) bewusst begünstigt haben. Diesen Vorwurf erhebt der Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages laut Informationen der Stuttgarter Zeitung in ihrem Abschlussbericht. „Die Häufung falscher oder nicht getroffener Entscheidungen und die Nichtbeachtung einfacher Standards lassen aber auch den Verdacht gezielter Sabotage und des bewussten Hintertreibens eines Auffindens der Flüchtigen zu“, zitiert das Blatt aus dem Thüringer Bericht.

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“Fallt bloß nicht auf” – Berliner Juden sind verunsichert

Neue Unsicherheit: Kantor Amnon Seelig trägt seine Kippa normalerweise auf dem Weg zu und von der Arbeit. Nun überlegt er, ob er sie besser nur in der Synagoge aufsetzen soll . Foto: Amin Akhtar

Mit oder ohne Kippa? Nach antisemitischen Vorfällen bei Gaza-Protesten fragen sich Berliner Juden, ob sie sich als solche zu erkennen geben sollen. Zu ihnen gehört auch Kantor Amnon Seelig.

Von Christine KenscheBerliner Morgenpost

Amnon Seelig kauft den Hummus heute vorsichtshalber an einem anderen Stand. Besucher hat er sonst immer zu dem Wagen um die Ecke geführt, zum “besten Falafelladen im Wedding”, wie er findet. Doch als er neulich dort vorbeiging, hatte der Besitzer einen bestickten Schal aufgehängt. Die Umrisse Israels sind darauf zu sehen, aber Tel Aviv, wo seine Eltern wohnen, existiert auf dieser Karte nicht. Alle Ortsnamen sind auf Arabisch geschrieben. “Wir werden gewinnen”, steht darüber. Ein Palästina ohne Juden.

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Deutschland liefert trotz des Gaza-Kriegs Rüstungsgüter an Israel

Bild: bilder.t-online.de

Bild: bilder.t-online.de

Deutschland hat auch nach Beginn des Gaza-Krieges noch Rüstungsgüter im Wert von über 600 Millionen Euro an Israel geliefert.

evangelisch.de

Das geht aus einer Antwort von Wirtschafts-Staatssekretär Rainer Sontowski an den Linke-Politiker Jan van Aken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Zwar seien seit Beginn der Angriffe am 8. Juli “keine Genehmigungen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz zum Zweck der Ausfuhrbeförderung nach Israel” erteilt worden. Aber seither habe es bereits zuvor genehmigte Ausfuhren im U-Bootbereich in Höhe von 599,24 Millionen Euro sowie von Waffenzündern im Wert von 908 150 Euro gegeben, teilte das Ressort von Minister Sigmar Gabriel (SPD) mit.

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Christenvertreibungen im Irak: “Islam ist nicht aufnahmefähig für Minderheiten”

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Hamed Abdel-Samad, Bild: bb

Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad macht die radikalen Islamisten der ISIS für eine Welle der Christenvertreibung verantwortlich. Es sei traurige Wirklichkeit, dass die 2000-jährige Geschichte des orientalischen Christentums gerade zu Ende gehe, sagte Abdel-Samad im DLF.

Hamed Abdel-Samad im Gespräch mit Michael KöhlerDeutschlandfunk

Zuletzt hatte ein Ultimatum der Milizen an die Christen in der nordirakischen Millionenstadt Mossul für weltweite Empörung gesorgt. Abdel-Samad betonte, vor den Christen seien schon die orientalischen Juden fast alle vertrieben worden. Diese gewaltsamen Prozesse seien Ausdruck eines Scheiterns der Islamischen Kultur. Sie erweise sich als eine Kultur, die nicht aufnahmefähig sei für Minderheiten, für andere Glaubens- und Denkrichtungen. Letztlich schade sich islamische Welt selbst damit.

“Heuchelei” in Teilen der islamischen Welt

Der Politologe meinte, die ISIS-Milizen hätten einen “Reinigungswahn”, der sich auch gegen islamische Kultstätten richte. Dieser Wahn gehe wie die Vertreibung der Christen und Juden von der arabischen Halbinsel letztlich auf den Propheten Mohammed zurück.

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“Bild” ist Spitzenreiter bei Presserats-Rügen

Gebäudewerbung der Bild-Zeitung in Berlin. Weniger werbend sind die Zahlen des Deutschen Presserats zur auflagenstärksten deutschen Zeitung
Foto: Frank M. Rafik|Flickr | CC-BY-NC-SA 2.0

Die Bild-Zeitung gilt als Bad Boy der deutschen Presselandschaft – offenbar zu Recht. Ein Viertel aller jemals vom Deutschen Presserat ausgesprochenen Rügen richteten sich an das Boulevardblatt.

pro Medienmagazin

618 Rügen hat der Deutsche Presserat, das Kontrollgremium der deutschen Journaille, seit 1986 ausgesprochen. 157 davon kassierten die Bild-Zeitung und ihre Ableger. Dazu gehören etwa die Bild am Sonntag oder der Onlineauftritt des Mediums. Auf dem zweiten Platz liegt das Boulevardblatt B.Z. – mit gerade mal 20 Rügen. Es folgen die Publikationen Coupé, Express und die Tageszeitung (taz). Auch das Sartiremagazin Titanic kassierte Rügen. Ebensoviele wie das Jugendmagazin Bravo: Insgesamt sechs. Diese Daten hat das Medienmagazin Zapp des NDR zusammengetragen, basierend auf einer Veröffentlichung des Presserats selbst.

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Terrormiliz IS: Gewalt als ideologisches Mittel

foto: ap/militant video Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe "Islamischer Staat"

foto: ap/militant video
Abu Bakr al-Baghdadi alias Kalif Ibrahim (Videoaufnahme einer Predigt) ist der Anführer der Gruppe “Islamischer Staat”

Gewalt gehört für die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), die vor allem im Irak und in Syrien auf dem Vormarsch ist, zur Ideologie. Sie setzt bewusst auf die mediale Verbreitung ihrer Taten. Die werden religiös begründet, nutzen aber ihrem politischen Ziel.

Von Tim AßmannDeutschlandfunk

Dutzende Gefangene, angeblich Soldaten der regulären irakischen Armee, werden zusammen getrieben, einer nach dem anderen mit Kopfschüssen hingerichtet und in einen Fluss geworfen. Mit solchen grausigen Bildern brüsten sich die Mörder, Kämpfer der Terrorgruppe IS, im Internet. Unterlegt ist das Propaganda-Video mit religiöser Musik.

Bei ihrem Vormarsch in Syrien und dem Irak setzt die Terrormiliz Islamischer Staat, bis vor Kurzem bekannt als ISIS, bewusst auf Gewalt und deren mediale Verbreitung. Es gibt unzählige Videos, in denen die Dschihadisten damit prahlen, was sie mit ihren Feinden machen werden. Dieser Kämpfer läuft mit einem Schwert durch einen eroberten Ort in Syrien.

“Wir werden ihre Köpfe abschlagen. Der Boden wird triefen von ihrem Blut.”

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Joschka Fischer für Waffenliefrungen an die Kurden—verbotene PKK bewaffnen?

Joschka Fischer, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Die Bundeswehr fliegt tonnenweise Lebensmittel und Medikamente in den Nordirak. Doch die von Islamisten bedrohten Kurden wünschen sich auch Waffen aus Deutschland. Ein Vorgänger Steinmeiers hat dafür großes Verständnis.

evangelisch.de

Im Gegensatz zur Bundesregierung hat sich der frühere Außenminister Joschka Fischer ausdrücklich für deutsche Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak ausgesprochen. Eine Terrororganisation wie der Islamische Staat (IS), die Menschen grausam ermorde und Frauen unterdrücke, “kann man weder mit Gebetskreisen noch mit Spruchbändern stoppen”, sagte Fischer der “Bild am Sonntag”. “Wir sollten den Kurden vielmehr Waffen liefern, denn wir sind zur Hilfe verpflichtet.” Der Grünen-Politiker ergänzte: “Ein islamistischer IS-Staat würde auch unsere Sicherheit hier gefährden.”

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Der niederländische Untersuchungsbericht über den Absturz von MH17 wurde angeblich Malaysia übermittelt

Einer der beiden Flugschreiber von Flug MH17. Bild: AFP

Das Misstrauen wächst, weil der Bericht offenbar abgeschlossen ist, er aber erst Anfang September veröffentlicht werden soll.
Der für die Untersuchung über den Absturz von Flug MH17 über der Ostukraine zuständige niederländische Onderzoeksraad Voor Veiligheid (OVV) teilte vergangene Woche mit, dass es noch Wochen dauern werde, bis der vorläufige Bericht veröffentlicht werde. Der Bericht werde “die ersten faktischen Erkenntnisse” aus den Daten des Voice Recorder im Cockpit, den Flugdatenschreibern, den Daten der Flugsicherung und Radar- und Satellitenbildern enthalten

Von Florian RötzerTELEPOLIS

Ein nachvollziehbarer Grund, warum der Bericht nicht früher veröffentlicht wird, wurde nicht mitgeteilt. Schon einmal war die Veröffentlichung verschoben worden. Allerdings war schon länger bekannt, dass die Daten aus den Flugdatenschreibern und dem Voice Recorder gewonnen werden konnten. Es gäbe also Einblicke in die mögliche Ursache des Absturzes.

Der Verdacht, dass möglicherweise politische Gründe für das Hinauszögern verantwortlich sein könnten, nährt ein kurzer Bericht aus der Straits Times. Dort heißt es, dass der vorläufige Bericht über die beiden Black Boxes bereits Malaysia übermittelt worden sei. Der Transportminister Datuk Seri Liow Tiong Lai sagte am Freitag nach Angaben der Zeitung Journalisten, dass allen Ländern, von denen Bürger beim Absturz von MH17 gestorben waren, der Bericht übergeben worden sei. Und er soll gesagt haben, der Bericht werde von den Niederlanden Anfang September veröffentlicht. Die Zeitung berichtet nicht, ob der Minister einen Grund dafür nannte, warum der offenbar fertig gestellte Bericht noch weitere Wochen unter Verschluss bleiben soll. Soll der Bericht von den Opferländern bzw. von deren Experten überprüft werden, bevor er freigegeben wird? Oder soll mit der Veröffentlichung gewartet werden, um unerwünschte Folgen für den Weitergang des Kriegs bzw. der “Antiterroroperation” in der Ostukraine zu vermeiden?

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Discordians: The Greatest Fake Religion of All Time

Painting of Eris by Emily Balivet

Over fifty years ago, a group of pranksters founded a satiric religion devoted to creating conspiracy theories so insane that nobody would ever believe uncritically in conspiracies again. They called themselves the Discordians. And their weird ideas are still influencing us today.

By Jesse Walkerio9
History does not record Robert Welch’s reaction when he received a letter on Bavarian Illuminati stationery in 1970. Welch was the founder of the John Birch Society, a conservative group with a paranoid bent, mostly focused on communist conspiracies but also willing to expand its gallery of villains to include other secret cabals. The Illuminati are an 18th-century secret society whose alleged efforts to control the world were regularly decried by groups like, well, the John Birch Society.

Welch may have been a nut but he wasn’t a fool, and he was probably pretty sure someone was pulling his leg by the time he saw that the note had been written by “Ho Chi Zen, Cong King of Gorilla Warfare.” But I like to imagine that curiosity compelled him to read on.

“We have been meaning to write you for some time,” the message began. They claimed they had held off until Harper’s magazine—which, the letter assured him, the Illuminati controlled—had interviewed Welch in its August issue. It continued:

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