Archiv der Kategorie: Religion

Indien: Hindunationalisten lassen unliebsame Bücher verschwinden

Ein Mauergemälde in Ahmedabad projiziert Wahlsieger Modi auf das ganze Land. Foto: REUTERS

Die Tugendwächter der indischen Hindunationalisten schüchtern Schriftsteller und Verlage ein. Seit Narendra Modi Premier wurde, wollen sie Lesern ihre eigene Weltsicht aufzwingen.

Von Willi GermundBadische Zeitung

Mal zitiert ein indischer Verlag Sorge um die Sicherheit von Mitarbeitern angesichts anonymer Drohungen. Dann wird Angst vor Gewalt vorgebracht oder das Wohlergehen von Autoren als Rechtfertigung angeführt. Seit im Mai Narendra Modi von der hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) zum indischen Premierminister gekürt wurde, ziehen Verlage des Landes aus Furcht vor Ärger zunehmend Bücher aus dem Verkehr. “Sie fallen um wie Kegel”, moniert Urvachi Butali vom Verlag Zubann Books, “Dina Nath Batra braucht nur ,Buh’ zu sagen.”

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AfD-Stadtrat anerkennt nur die kaiserliche Verfassung von 1850

Bild: getty/HuffPost

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist die Partei der Skeptiker. Viele der Mitglieder sind Euroskeptiker. Und manche zweifeln auch noch an anderen Dingen.

THE HUFFINGTON POST

Der Bad Kreuznacher AfD-Stadtrat Rainer Wink zum Beispiel zweifelt an der Bundesrepublik Deutschland. Wink hat dem Stadtrat laut “Allgemeiner Zeitung” in einem Schreiben mitgeteilt, dass es seit 1990 keinen deutschen Staat mehr gebe, und er daher auch kein Staatsbürger sein könne. Er beanspruche daher für sich eine „staatliche Selbstverwaltung“.

Er erkenne die „BRD“ nicht an, sondern nur die „kaiserliche Verfassung aus dem Jahre 1850“ sowie die „staatliche Gesetzgebung vor dem 1. Januar 1914“.

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Evolution in der Grundschule? – Unbedingt!

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA

Kinder hören in Grundschulen von Gottes Schöpfung, Evolution steht nicht in den Lehrplänen. Unser Autor hat den katholischen Theologen Michael Hauber gefragt: Sollte Evolution schon vor der fünften Klasse im Unterricht besprochen werden?

Von Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

SZ.de: Kinder bekommen im Religionsunterricht an Grundschulen die Schöpfungsgeschichte beigebracht. Das habe ich in einem Artikel behauptet und wurde dafür von einigen Theologinnen und Theologen kritisiert – unter anderem von Ihnen, Herr Hauber. Stimmt das denn nicht?

Michael Hauber: Es entsteht der Eindruck, es würde dort ausschließlich das sogenannte Sechs-Tage-Werk gelehrt. Schon in der Bibel gibt es aber eine zweite, etwas andere Schöpfungserzählung, die auf die Zeitangaben verzichtet. Selbst dort wird also nicht suggeriert, die Welt sei in sechs Tagen erschaffen worden. Und im Religionsunterricht geschieht das auch nicht.

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Heavy-Metal-Festival „Wacken” verdummbibelt?

Roul Åkesson (r.) mit Wacken-Besuchern aus Mexiko. Die Metal-Bibel hat sein Team als spanische Ausgabe dabei
Foto: Roul Åkesson

Am Donnerstag startet das weltgrößte Heavy-Metal-Festival „Wacken“. Zehntausende Heavy-Metal-Fans pilgern nach Norddeutschland. Mit dabei sind Christen, die dort spezielle Metal-Bibeln verteilen wollen. pro hat mit dem Herausgeber über den Einsatz gesprochen.

pro Medienmagazin

Der Schwede Roul Åkesson ist in der Metal-Szene zu Hause. Er gibt die Metal-Bibel heraus, die sich aus dem Neuen Testament und Lebensberichten unter anderem von Metal-Stars zusammensetzt. Der Evangelist vertritt zudem den Verein „Bible for the Nations“, der weitere Editionen wie die Biker- oder die Kicker-Bibel herstellt.

Seit Sonntag ist Åkesson bereits in Wacken – zu seinem vierten Einsatz, mit über 15.000 Bibeln und 4.000 Gebetsbüchern im Gepäck. Das Ziel von ihm und seinem aus rund 50 freiwilligen Mitarbeitern bestehenden Team ist es, möglichst vielen Festival-Besuchern die 128 Seiten dünne Bibel im Pocketformat mitzugeben und ihnen von Jesus zu erzählen.

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Million für Kirchentag in Leipzig: Linke will Geld lieber in Straßen und Schulen investieren

Foto: André Kempner Eine Million Euro von der Stadt Leipzig für den 100. Katholikentag? Dagegen regt sich Protest. Auch die Linke im Stadrat äußert sich kritisch zu der Finanzspritze.

Der Streit um die Finanzspritze für den Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig geht weiter. Nach seinem Plädoyer für die Unterstützung des Großereignisses durch die Stadt übt die Ratsfraktion der Linken massive Kritik an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

lvz online

Es gehe nicht darum, ob Leipzig eine Minderheit nicht unterstützen solle, sondern welche Prioritäten im Rathaus gesetzt würden, argumentiert der wirtschaftspolitische Sprecher William Grosser.

„Der 100. Katholikentag ist uns willkommen, auch wenn hier überwiegend Atheisten leben, auch wenn wir hier unsere lutherisch geprägte Kultur und Geschichte pflegen und zur Wendezeit die evangelischen Kirchen voll waren. Aber Leipzig ist leider auch eine arme Stadt, die Probleme hat, ihre sozialen Pflichtaufgaben zu erfüllen“, erklärte der Linken-Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Eine Million Euro für den Katholikentag sei eine „unverhältnismäßige Belastung für Leipzigs Stadtkasse“, so Grosser.

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Goebbels-Tantiemen: Geld der Vergangenheit

Joseph Goebbels, Aufnahme von Heinrich Hoffmann, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de

Das Geschäft mit Joseph Goebbels läuft auch im 21. Jahrhundert noch prächtig, da möchte die Nachlassverwalterin nicht auf ihr Recht verzichten. Nun ist sie gegen den Verlag Random House vor Gericht gezogen.

Von Willi WinklerSüddeutsche.de

Die Klägerin ist mit einer so großen Tasche gekommen, dass sie damit ohne Weiteres in der Maximilianstraße renommieren könnte, doch sie ist eine ältere Dame, die längst nicht mehr jedem letzten Schrei nachlaufen muss. Eine weite Hose trägt sie, dazu eine Kostümjacke in einem fernen Altrosa, aber hell und fest ist noch immer die Stimme, als sie darauf besteht, dass ihr Vater kein Kriegsverbrecher gewesen sei, sondern im Gegenteil im Widerstand und deshalb im Konzentrationslager.

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Potsdamer Stadtverordnete verhindern Bürgerentscheid zu Garnisonkirche

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

Bild: Potsdam ohne Garnisonskirche/FB

In Potsdam wird es keinen Bürgerentscheid zur Garnisonkirche geben: Bei der Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung gab es am Mittwochabend eine Mehrheit für das erfolgreiche Bürgerbegehren – damit ist ein Bürgerentscheid vom Tisch.

evangelisch.de

Acht der 39 anwesenden Kommunalparlamentarier stimmten bei der Sondersitzung für das Bürgerbegehren, drei dagegen, die anderen Abgeordneten enthielten sich.

Nun muss Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), erklärter Befürworter des Wiederaufbaus, sich entgegen seiner eigenen Überzeugung um die Auflösung der kirchlichen Garnisonkirchenstiftung bemühen. Die Auflösung der Stiftung gilt jedoch als unrealistisch, weil die Stadt nur einen Sitz im elfköpfigen Kuratorium hat.

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In Frankreich sind Juden nicht mehr sicher

Ausschreitungen in Paris Foto: AFP/BadischeZeitung

Frankreich hat die größte jüdische und die größte muslimische Gemeinde in Europa. Da sind Konflikte programmiert. Zum ersten Mal seit 120 Jahren kam es in Paris wieder zu Angriffen auf Synagogen.

Von Dominique MoisiDIE WELT

“Tod den Juden!” Diese hasserfüllten Worte sind in Paris und anderen französischen Städten zu vernehmen. Zum ersten Mal seit der Dreyfus-Affäre am Ende des 19. Jahrhunderts kam es wieder zu Angriffen auf Synagogen. In Pariser Vorstädten wie Sarcelles, das für sein Klima der religiösen und ethnischen Toleranz bekannt ist, nahmen Gruppen junger Menschen bewusst jüdisches Eigentum ins Visier.

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Vatikan bestätigt Sanktionen gegen Opus-Dei-Bischof

Kreuz des Opus dei, Bild: wikimedia.org/PD

Der Vatikan hat am Mittwoch bestätigt, dass Rogelio Livieres Plano, Leiter des Bistums Ciudad del Este, vorerst keine Priester mehr weihen dürfe. Weitere Sanktionen gebe es derzeit nicht.

kath.net

Der Vatikan hat am Mittwoch bestätigt, dass Rogelio Livieres Plano, Leiter des Bistums Ciudad del Este, vorerst keine Priester mehr weihen dürfe. Dies teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am Mittwoch in Rom mit. Er bestätigte damit entsprechende Berichte lateinamerikanischer Medien. Weitere Sanktionen gebe es derzeit nicht, sagte Lombardi. Der aus Argentinien stammende Livieres ist Mitglied der katholischen Gemeinschaft Opus Dei.

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Christenhass in Deutschland

Asylbewerberheim in Brandenburg: Christenhass gibt es auch in Deutschland
Foto: pro

Christen werden weltweit drangsaliert und gedemütigt – auch in deutschen Asylbewerberheimen. In manchen Fällen bleibt es bei Drohungen. In anderen werden die Flüchtlinge derart gemobbt, dass sie in ihr Heimatland zurückkehren.

pro Medienmagazin

„Mobbing ist ganz alltäglich hier“, sagt Schwester Rosemarie Götz. Die Diakonisse betreut in und um Berlin Iraner, die sich zum christlichen Glauben bekehrt haben. Viele von ihnen mussten wegen ihres Glaubens aus ihrer Heimat fliehen, weil sie dort verfolgt wurden. „Manchmal bekommen Christen auch hier keinen Fuß auf den Boden“, sagt die Neuköllnerin. Von Drohungen und Schlägen berichteten ihre Schützlinge ihr immer wieder. Christenhass – den gebe es auch in Deutschland, ist sie sich deshalb sicher. Allein schon deshalb, weil viele der Konvertiten besonders missionarisch seien und andere von ihrem Glauben zu überzeugen suchten. „Hasstiraden sind da noch das Mindeste“, berichtet sie.

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Kommunisten fühlen sich durch Christen bedroht

A view shows the Jiangbei Cathedral after a fire in Ningbo / Bild: (c) REUTERS (CHINA STRINGER NETWORK)

Die christliche Gemeinschaft in China wächst. Das ruft die Behörden auf den Plan. Während Buddhismus und Konfuzianismus offizielle Unterstützung bekommen, werden Christen und Xinjiangs Muslime zunehmend unterdrückt.

Von Marlies KastenhoferDie Presse

60 Meter hoch ragte der Turm der imposanten Sanjiang-Kirche in die Höhe. Ein markanter Punkt in den Vororten des im Südosten Chinas gelegenen Wenzhou. Zuweilen das „Jerusalem Chinas“ genannt, beherbergt die Metropole in der Provinz Zhejiang 1500 Kirchen. 15 Prozent der neun Millionen starken Bevölkerung sind Christen. Der Verwaltungsbezirk war lang für die entspannte Beziehung zwischen Kirche und Staat bekannt. Doch Ende April machten die lokalen Behörden kurzen Prozess: Nach heftigem Widerstand hunderter Gläubiger wurde das Gotteshaus dem Erdboden gleichgemacht. Insgesamt 40 Geistliche wurden verhaftet.

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Muslim Company Forcing Christian Employees to Wear Headscarfs

Image: dailycurrant.com

A Muslim-owned arts-and-crafts store in Dearborn, Michigan is forcing its female Christian employees to wear traditional Islamic headscarves while on the job.

The Daly Currant

According to local reports, Khilāf Krafts began requiring its eight female employees to wear hijabs last week, following the U.S. Supreme Court’s 5-4 decision in Burwell v. Hobby Lobby, which gave religious rights to family-owned businesses.

Although five women working for the company are Muslims, the remaining three are practicing Christians. The company has threatened to fire any Christian woman who does not comply.

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Lammert(CDU) solidarisiert sich mit Dodo Schavan

LammertDie Uni Düsseldorf hat zwei Professoren geehrt, die in der Affäre um Annette Schavan eine zentrale Rolle gespielt haben. Mit bemerkenswerter Begründung. Bundestagspräsident Lammert zieht Konsequenzen.

DIE WELT

Wegen des Umgangs der Universität Düsseldorf mit dem Fall Annette Schavan hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) eine Festrede zum 50. Jubiläum der Hochschule abgesagt. Lammert habe seine Zusage wieder zurückgezogen, teilte sein Sprecher auf Anfrage mit.

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Kornkreis in Raisting: Volksfest der Esotioten

Bild:huffpost.com/dpa

Ein Kornkreis in einem Feld nahe Weilheim in Bayern zieht Esoterik-Anhänger aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an. Tausende sind seit Bekanntwerden des Gebildes vor einer Woche nach Raisting in Oberbayern gekommen, um das aus drei Ringen bestehende Ornament mit einem Durchmesser von rund 75 Metern zu bestaunen.

THE HUFFINGTON POST

“Sie sangen, tanzten, spielten Gitarre, schwangen Pendel und haben im Feld übernachtet”, berichtete eine Anwohnerin der “Süddeutschen Zeitung”.

Kam der Kornkreis nicht auf natürliche Weise zustande?

Für viele Besucher steht fest, dass der Kornkreis nicht auf natürliche Weise zustande kam. Nachdem Ballonfahrer das Gebilde vorige Woche entdeckt hatten, verbreitete sich die Botschaft über Internetforen wie ein Lauffeuer.

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Attila Hildmann: “Vegane Ernährung ist das Beste für den Planeten”


“Ich bin von einem antriebslosen Fettsack zu jemandem geworden, der Menschen in großem Maßstab motivieren kann”, sagt Attila Hildmann.
(Foto: Sandra Czerny/oH)

Die veganen Kochbücher von Attila Hildmann kleben auf den Bestsellerlisten wie mit Pattex fixiert. Und der 33-jährige Physikstudent arbeitet bereits an einem neuen Projekt. Im Interview spricht er darüber, warum ihn Veganer scharf kritisieren – und warum er einen Porsche mit Ledersitzen kaufte.

Von Ruth SchneebergerSüddeutsche.de

Attila Klaus Peter Hildmann, Sohn deutscher Adoptiveltern mit türkischen Wurzeln, muss in jungen Jahren mit ansehen, wie sein Vater an den Folgen eines Herzinfarktes stirbt. Er beginnt, sich vegan zu ernähren und schreibt darüber Bücher. Seine Kochbuchreihe dominiert inzwischen die Verkaufscharts, im Herbst erscheint nach “Vegan for Fun”, “Vegan for Fit” und “Vegan for Youth” mit “Vegan to Go” der vierte Band. Sein aktueller Erfolg: Der 43-jährige Handwerker Olli Legel aus Berlin habe nach der ZDF-Show “Vegetarier gegen Fleischesser”, wo Hildmann im Duell mit Alfons Schuhbeck gekocht hat, in nur fünf Monaten sein Gewicht um 34 Kilo reduziert.

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Kardinal Lehmann: Zahl der Kirchenaustritte ist erschreckend hoch Kirchenaustritte

Bild: tilly

Bild: tilly

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat die Zahl der Kirchenaustritte – bedingt unter anderem durch den Finanzskandal im Bistum Limburg – als erschreckend hoch bezeichnet.

evangelisch.de

Bundesweit waren es 2013 fast 180.000, nach rund 120.000 im Vorjahr. Wie der Mainzer Bischof in der Kirchenzeitung seines Bistums “Glaube und Leben” schrieb, wirkten dabei auch die zuvor bekanntgewordenen Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche nach.

Diese Zahlen müssten sehr nachdenklich machen. “Wir haben offensichtlich einen Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust erlitten, wie er selten so heftig vorkommt”, räumte Lehmann ein. Verfehlungen wie die Kostenexplosion beim Sitz des einstigen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst dürften sich so nicht wiederholen.

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Hölle, Hölle, Hölle: Fast jeden Tag soll in Deutschland ein Exorzismus stattfinden

Live-Mitschnitt eines echten Exorzismus aus dem Jahre 1971

Es gibt immer noch Menschen in Deutschland, die an den Teufel und an Dämonen glauben. Und die davon überzeugt sind, dass man von ihnen besessen sein kann. Der Journalist Marcus Wegner hat sich intensiv mit diesen Menschen und mit dem Phänomen des Exorzismus beschäftigt.

Deutschlandradio Wissen

Eigentlich klingt es eher nach Horrorfilm und Mittelalter: Exorzismus. Dabei ist es sozusagen Alltag in Deutschland. Der Journalist Marcus Wegner sagt, dass fast täglich irgendwo in Deutschland ein Exorzismus stattfindet. Menschen, die glauben, vom Teufel oder von Dämonen besessen zu sein, wenden sich an Priester, Pfarrer oder Geistheiler aus der Esoterik-Szene. Besonders häufig findet man das Phänomen bei evangelikalen Freikirchen.

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Priester: „Ich bekomme Hass-SMS von einem Dämon“

Bild: Bill Flavell, FB

Bild: Bill Flavell, FB

Ein polnischer Priester behauptet, ein Dämon schicke ihm hasserfüllte Textnachrichten auf sein Handy. Der Mann Gottes führt das auf einen missglückten Exorzismus bei einer Teenagerin zurück – und schreibt zurück.

FOCUS ONLINE

Pater Marian Rajchel aus der polnischen Stadt Jaroslaw erhält offenbar teuflische Nachrichten auf sein Mobiltelefon – und glaubt auch schon zu wissen, wer dahinter steckt: ein Dämon. Das berichtet die britische Zeitung „Mirror“.

Rajchel bringt die hasserfüllten Botschaften demnach mit einem missglückten Exorzismus bei einem jungen Mädchen in Verbindung. „Sie wird nicht aus dieser Hölle kommen. Sie gehört mir. Jeder, der für sie betet, wird sterben“, zitiert „Mirror“ aus einer der Nachrichten an den Priester.

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„Herr der Ringe“ ist ein Genre für sich

Vor 60 Jahren schrieb Tolkien den Herr der Ringe. Das christliche Weltbild sei in der Trilogie klar vorhanden, meint Christian Rendel
Foto: Zanastardust / flickr | CC-BY 2.0

J.R.R. Tolkiens Geschichte „Der Herr der Ringe“ entstand vor 60 Jahren. Fantasy-Experte Christian Rendel über Tolkien und das Weltbild seiner Fantasy-Romane.

pro Medienmagazin

Die britischen Fantasy-Autoren C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien waren nicht nur Kollegen, sondern auch gute Freunde. Beide haben sich sagenhafte Welten ausgedacht und Geschichten über Abenteuer und Machtkämpfe geschrieben. C.S. Lewis steht für die Narnia-Bücher, Tolkien hat den Herrn der Ringe geschrieben, der heute 60 Jahre alt wird. Christian Rendel liebt beide Buchreihen, die Narnia-Reihe hat er sogar ins Deutsche übersetzt. Er ist Mitglied der Inkling-Gesellschaft, die sich besonders mit den Büchern von Tolkien und Lewis beschäftigt.

Herr der Ringe feiert 60. Geburtstag. Was fasziniert Sie an Tolkiens Werk?

Tolkiens „Herr der Ringe“ und das ganze Werk, das als Hintergrund dahintersteht, ist eigentlich ein Genre für sich. Ein absolut einzigartiges Werk. Es ist eine riesige Erzählung, aber es ist noch viel mehr als das. Tolkien hat eine Welt mit einer eigenen Sprache, eigener Geschichte bis hin zur Kosmologie geschaffen.

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Beschneidung: Grausame Mutprobe in den Bergen

Initiation beim Volk der Xhosa: Nach einer Fastenwoche in der Einsamkeit taucht der Beschneider bei den Jungen auf. Sein Messer säubert er nie. ©AFP

Beim Beschneidungs-Ritual werden junge Südafrikaner zu Krüppeln – oder sterben sogar. Doch die Regierung kuscht vor den so genannten Chiefs. Denn diese haben großen Einfluss in ihrer Region.

Von Thomas ScheenFrankfurter Allgemeine

Es war der elfte Tag seiner Initiation, an dem Asanda beinahe gestorben wäre. Seit drei Tagen hatte er kein Wasser mehr lassen können, und sein Penis sah aus wie ein faules Stück Fleisch. Dann schwollen seine Knie an, seine Beine. Asanda bekam Fieber. Er beklagte sich über heftige Schmerzen, doch die Gruppe beschimpfte ihn als „Mädchen“. Irgendwann verlor er das Bewusstsein, und als er wieder zu sich kam, lag er in einem Krankenhausbett. Daneben stand ein Arzt und brachte dem jungen Mann mühsam bei, dass er ihm gerade das Glied amputiert hatte.

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