Archiv der Kategorie: Religion

Atheistische Aktion in Düsseldorf: Wenige verlassen die Kirche

Bild: wdr.de

34 traten am Gründonnerstag aus: 18 Personen aus der katholischen Kirche, 15 aus der evangelischen Kirche und eine Person aus dem Judentum – 21 ließen sich die Austrittsgebühr erstatten.

kath.net

Der Aufruf der atheistischen Initiative „Düsseldorfer Aufklärungsdienst“ zum kollektiven Kirchenaustritt am Gründonnerstag (17. April) ist auf geringe Resonanz gestoßen. Der stellvertretende Pressesprecher am Amtsgericht Düsseldorf, Richter Marcel Dué, sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Die Aktion hat sich auf jeden Fall nicht wahnsinnig ausgewirkt.“ Es habe an dem Tag 34 Austritte gegeben – 18 aus der katholischen und 15 aus der evangelischen Kirche sowie einen Austritt aus dem Judentum.

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Päpste sollten nicht heilig gesprochen werden

Papst Franziskus (Bild: AP)

Papst Franziskus (Bild: AP)

Die Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. sollen heilig gesprochen werden – wegen „heroischer Tugendübung“. Da diese aber zur Beschreibung des päpstlichen Jobs gehört, zeigt die Kirche vor allem eines: Kanonisierung ist Willkür.

Von Alexander KisslerCicero

Am Sonntag wird Rom aus allen Nähten platzen. Eine Million Pilger oder mehr wollen einer doppelten Heiligsprechung beiwohnen. Papst Franziskus wird seine Vorgänger Johannes XXIII. und Johannes Paul II. zur „Ehre der Altäre“ erheben. Dann können die beiden 1963 und 2005 gestorbenen Männer weltweit, wie es im Katechismus heißt, als „Vorbilder und Fürsprecher“ öffentlich verehrt und im Gebet angerufen werden. Der amtierende Papst wird zu diesem Zweck bestätigen, dass Angelo Giuseppe Roncalli und Karol Wojtyła „durch heroische Tugendübung ein hervorragendes Zeugnis für das Himmelreich“ abgelegt haben.

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Islamisierung britischer Schulen – Arabisch als Pflichtfach, Verschleierungspflicht für Lehrerinnen

Bild: katholisches.info

Bild: katholisches.info

Großbritannien erwachte am Morgen und mußte feststellen, daß sechs staatliche Schulen heimlich „islamisiert“ worden waren. So geschehen in Birmingham, wo die Mädchen abgesondert hinten in der Klasse sitzen, die Lehrerinnen Schleier tragen und alle Schüler Arabisch lernen müssen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

In diesen Tagen ist Sir Michael Wilshaw, Englands oberster Schulinspektor persönlich in Birmingham im Einsatz, um ein heißes Eisen anzufassen. Sein Amt, dasOffice for Standards in Education, Children’s Services and Skills (Ofsted), muß ein Problem zu lösen, das die britische Öffentlichkeit in Unruhe versetzt hat. Sechs staatliche Schulen Birminghams, der mit mehr als einer Million Einwohnern zweitgrößten Stadt Englands, wurden stillschweigend islamisiert. Islamisiert wurden Kleiderordnung, interne Verhaltensregeln und der Lehrplan. Wie britische Zeitungen berichten, hatten Mädchen hinter den Jungen am Ende der Klasse zu sitzen. Weibliche Lehrkräfte hatten ausnahmslos verschleiert zu erscheinen. Auch für christliche Schüler gab es an den Schulen nur islamischen Religionsunterricht.

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Di Fabio warnt vor Erosion der Kirchen

Der Katholik Di Fabio leitet den wissenschaftlichen Beirat für das Reformationsjubiläum 2017 Foto: pro

Der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio betrachtet das Erbe der Reformation als Grundlage der heutigen Religionsfreiheit. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) warnt er vor einer Erosion des Religiösen.

pro Medienmagazin

Heute präsentiere mancher den Reformator Martin Luther als „Vordenker des Holocaust und Ahnherrn eines religiös motivierten Terrorismus“, schreibt der Katholik Di Fabio. Der Professor für öffentliches Recht ist seit Februar Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017. Er warnt in der FAZ vor einem allzu negativen Blick auf die Reformation: „Jedes Land für sich und der Westen als Kompass für die Welt ist gerade deswegen auf große Erzählungen seiner Herkunft und die Sichtbarmachung seiner Leitideen angewiesen, um nicht vor lauter indifferenter Offenheit und ökonomischem Pragmatismus die eigene Identität zu verlieren.“

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Paralleljustiz in Bayern: Im Schatten der Rechtsordnung

Bild: Die Presse.com

Bayern kämpft schon seit mehr als zwei Jahren gegen die Paralleljustiz. Und versucht, an mehr Informationen zu kommen. Die Unkenntnis der Betroffenen und gesetzliche Regelungen machen es „Friedensrichtern“ leicht.

Von Eckart LohseFrankfurter Allgemeine

Es ist ein typischer Fall, der sich im Jahr 2010 vor einem Münchner Gericht abspielte. Eine Geschichte aus der serbokroatischen Sinti- und Roma-Szene. Ein Geschädigter hatte zunächst der Polizei gesagt, dass er von einem Mann mit einer Bierflasche auf den Hinterkopf geschlagen worden sei. Das Opfer bestand auf einem Strafantrag. Doch als es zur Gerichtsverhandlung kam, teilte das Opfer mit, es habe keinerlei Interesse mehr an einer Strafverfolgung. In einer Verhandlungspause machte ein Gerücht die Runde. Zwischen der Tat und dem Prozess sei es zu einer gütlichen Einigung der beiden Familienclans gekommen. Das Gericht wusste davon nichts.

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Theologe kritisiert “Heiligkeitsschwemme”

Pius X. Heiligsprechung 1954

Rainer Kampling spricht von einer Heiligkeitsschwemme in den vergangenen hundert Jahren.

Deutschlandradio Kultur

Der katholische Berliner Theologe sagte im “Deutschlandradio Kultur”, es sei fraglich, ob es der Kirche guttue, ein ganzes Heer von heiligen Päpsten zu haben. Am kommenden Wochenende werden Papst Johannes Paul der Zweite und Papst Johannes der 23. heiliggesprochen. Beide seien große Menschen gewesen, denen man nacheifern könne, dennoch sei es nicht notwendig, jeden Papst heilig zu sprechen, sagte Kampling. Das Verfahren der Heiligsprechung bezeichnete der Theologe als logistische Leistung. Vor allem bei sogenannten “aktuellen Heiligen” wie Johannes Paul dem Zweiten müssten zahlreiche Zeitzeugen gehört werden.

Daneben würden alle Schriften gesichtet und ausgewertet.

Neusser CDU zieht Islam-Logo zurück

Nach massiven Protesten wieder aus der Wahlwerbung der Neusser CDU verschwunden: der islamische Halbmond (Bild: blu-news.org)

Nach heftigen Protesten musste die Neusser CDU ihre Wahlwerbung mit dem islamischen Halbmond wieder zurückziehen. Yasar Caliks Ausrede sorgt im Internet für neue Wut.

blu NEWS

Am Ostersonntag wurde bekannt, dass bereits am Gründonnerstag aus dem Wahlkampf-Büro der Neusser CDU Stofftaschen verschenkt wurden, auf denen das für “Christlich” stehende “C” der CDU mit dem islamischen Halbmond versehen wurde (blu-NEWS berichtete). Damit sollte der Kommunal-Wahlkampf des türkischstämmigen Christdemokraten Yasar Calik gegen den ebenfalls türkischstämmigen Hakan Temel von der SPD beworben werden.

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Pat Robertson: Jesus said an asteroid could destroy Earth next week

rawstory.com

Televangelist Pat Robertson warned on Monday that Jesus had said that an asteroid would destroy the Earth — and it could happen as soon as next week.

By David EdwardsThe Raw Story

On Tuesday, three former NASA astronauts are expected to present their findings that the Earth had experienced far more impacts from large asteroids than previously thought.

For Robertson, the news was just the latest reason to hype his book, The End of the Age, which asserts that the End Times predicted in Revelation will be brought on by a meteor.

“I wrote a book!” Robertson advised viewers. “It deals with an asteroid hitting the Earth. I don’t see anything else that fulfills the prophetic words of Jesus Christ other than an asteroid strike.”

“There isn’t anything that will cause the seas to roil, that will, you know, cause the skies to darken, the moon and the sun not to give their light, the nations terrified on Earth of what’s happening. There isn’t anything that’s going to do that.”

He continued: “We’re big enough to draw some of them in. And as somebody said, it’s ‘blind luck.’ Well, it’s the mercy of the Lord. But if that mercy ever got lifted, whew.”

Robertson advised his viewers to “read what Jesus said” about “nobody living on the face of the Earth.”

“That’s what Jesus himself said!” he advised. “So, hey, just get ready. Get right. And stay right with the Lord.”

“It could be next week, it could be 1,000 years from now. But nevertheless, we want to be ready whenever the Lord says, ‘I’m wrapping it up, and it’s time to come home.’”

Bedient alle Klischees: ARD-Doku „Sexualität in den Weltreligionen“

Muslima Hülya lebt streng nach dem Islam. Die einzigen Männer in ihrem Leben sind ihre Brüder Foto: NDR/Bildersturm Filmproduktion

Wie leben Menschen die erste, erfüllte und verbotene Liebe in Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus? Das will die ARD-Dokumentation „Glaube, Liebe, Lust – Sexualität in den Weltreligionen“ beantworten. Es gelingt den Machern nur in Ansätzen. Beim Zuschauer kommen Klischees an. Eine TV-Kritk von Swanhild Zacharias.

pro Medienmagazin

Hülya lebt in Istanbul und ist überzeugte Muslima. „Der Glaube lehrt uns, sich in vielen Dingen zu beherrschen“, sagt die Protagonistin des ersten Teils der ARD-Doku, die den klingenden Titel „Erste Liebe“ trägt. Sie hält sich streng an die islamischen Regeln, denn: „Ich muss mich ernsthaft um das Jenseits bemühen.“ Sex vor der Ehe ist für sie undenkbar. Bei der 17-jährigen Elena aus Berlin dagegen, Protestantin und in der örtlichen Kirchengemeinde aktiv, gehört Sex vor der Ehe zum Leben dazu. Ihr erstes Mal hatte sie mit einem guten Freund, „weil der Erfahrung hatte“. Sie bezeichnet sich als gläubige Christin, will sich in Sachen Beziehungen aber nicht zu viel „vorschreiben“ lassen.

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Aufreizende Bademode – Burkiniverbot in Konstanz

eine-muslimische-schuelern-im-burkini-im-schwimmbadIm vergangenen Sommer wollte eine Muslimin ein Konstanzer Strandbad in einem Burkini  besuchen und wurde abgewiesen. Nun tobt ein Streit, ob das Verbot des Ganzkörperbadeanzugs die Religionsfreiheit beschränkt.

FAZ.NET

Konstanz, Deutschlands südlichste Universitätsstadt, ist ein Badeparadies. Es gibt schick sanierte Strandbäder, die Bodensee-Therme mit allen erdenklichen Wellness-Angeboten und das eher profane Schwaketenbad. Am 10. Juli 2013 ereignete sich dort ein Vorfall, der nun die Politik und demnächst die Gerichte beschäftigen dürfte: Die in Konstanz geborene, türkischstämmige Ela B. wollte mit ihren zwei Kindern ein erfrischendes Bad nehmen. Die Muslimin kündigte beim Betreten des Schwaketenbades an, sie werde einen Ganzkörperbadeanzug tragen, der nur Hände, Füße und das Gesicht unbedeckt lasse. Daraufhin verwehrte man ihr den Zugang.

Zwar sind solche „Burkinis“ nicht explizit verboten, doch sind in der etwas älteren Bäderordnung grundsätzlich Ganzkörperbadeanzüge untersagt. Als die Ordnung verfasst wurde, hatten offenbar einige Supersportler und Taucher die Neigung, in Schwimm- oder Neoprenanzügen in die städtischen Schwimmbäder zu kommen – das wollte man nicht. Maßgeblich für das Verbot waren hygienische Gründe.

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Britische Intellektuelle: Großbritannien kein christliches Land

Großbritanniens Premier David Cameron hat das Land, das er regiert, als christlich bezeichnet – und damit den Widerspruch von 50 britischen Intellektuellen herausgefordert. Sie sagen, Cameron würde damit die Spaltung der Gesellschaft schüren.

Mehr als 50 britische Intellektuelle haben Premierminister David Cameron wegen dessen Aussage, das Königreich sei ein christliches Land, kritisiert. In einem offenen Brief, der am Montag in der britischen Zeitung “Daily Telegraph” veröffentlicht wurde, werfen sie ihm vor, mit dieser Haltung “Entfremdung” zu schüren. Zu den Unterzeichnern des Briefes zählen die Bestseller-Autoren Sir Terry Prachett und Ken Follett, der Chemie-Nobelpreisträger Harold Kroto sowie weitere Wissenschaftler, Journalisten, Akademiker und Philosophen. Einer der Hauptunterzeichner ist Jim Al-Khalili, Präsident der Britischen Humanistischen Vereinigung.

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Kann man auch an eine Politik glauben, statt an einen Gott?

Bild: heise.de

Ja, natürlich, kann man. – Aber – ist das dann eigentlich auch eine Religion?

Von Ulrike HeitmüllerTELEPOLIS

Kann eine Politik Religion sein?

Ja, eine Politik bzw. ein politisches Konzept oder eine politische Richtung kann auch Religion sein. So sieht es jedenfalls der russische Philosophieprofessor Michail Ryklin. Er schrieb ein Buch darüber: Kommunismus als Religion.

Darin beschreibt und erklärt er die Faszination des Kommunismus für die westliche “Intelligenzija”, etwa Walter Benjamin, André Gide, Lion Feuchtwanger, Bert Brecht, und andere. Zwar sei die Partei, die in Russland mit dem Oktoberumsturz an die Macht kam, eine “Partei von Atheisten” gewesen[1] und der Atheist Lenin habe “den Glauben an Gott für unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der revolutionären Partei”[2] und jeden Nicht-Materialisten für einen potenziellen Feind gehalten.[3]Aber jenseits des Theismus, so Lenin, habe es auch keine Religion gegeben.

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Deutsche Bischöfe inhuman – Nein zu aktiver Sterbehilfe

Kardinal_Reinhard_MarxIn Osternbotschaften fordern DBK-Vorsitzender Marx und andere eine “Kultur des Lebens” ein

kathweb

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben in ihren Osterpredigten ihr Nein zu aktiver Sterbehilfe bekräftigt und eine Kultur des Lebens gefordert. Zugleich riefen sie zur Hilfe für Flüchtlinge auf. Die Auferstehung Jesu fordere dazu auf, gegen Unrecht und Leid zu kämpfen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, lehnte eine Lockerung des Sterbehilfeverbots ab. Dies wäre “ein Signal in die falsche Richtung”, sagte er am Sonntag im Deutschlandfunk. “Eine direkte Tötung des Menschen ist nicht möglich.” Allerdings gestand der Kardinal zu, dass in extremen Einzelfällen neu überlegt werden könne. Dabei sei es etwa eine lange Lehre der Kirche, “schmerzlindernde Mittel auch dann, wenn sie sogar das Sterben befördern, anzuwenden”. Die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden bezeichnete der Münchner Erzbischof als eine zentrale Aufgabe der Christen heute.

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Ostern: Eine intellektuelle Zumutung

frohe_osternOstern ist das aktuellste aller christlichen Feste. Denn der Glaube an die übernatürliche Auferstehung stellt eine grundsätzliche Frage: Wie kann ich an meinen alten Überzeugungen festhalten, wenn sich die äußeren Umstände ändern?

Von Alexander GrauCicero

Ostern ist ein eigenartiges Fest. Für den modernen, aufgeklärten Menschen stellt es unter den bedeutenden Festen des Kirchenjahres sicher die größte intellektuelle Zumutung dar. Dass Jesus von Nazareth geboren wurde – gut, das ist unbestreitbar. Dass er gekreuzigt wurde – auch das gilt als historisch gesichert. Dass er aber – „am dritten Tage“ – auferstanden sein soll von den Toten, das ist starker Tobak und löst auch bei vielen engagierten Kirchenmitgliedern leichte Beklemmungen aus.

Dieses Unbehagen ist vielleicht der Grund dafür, dass wir die religiösen Wurzeln dieses Festes systematisch verdrängen. Machen wir uns nichts vor: Nicht wenige Menschen unseres angeblich so christlichen Abendlandes wissen überhaupt nicht mehr, weshalb wir überhaupt Ostern feiern. Die Zahlen der Umfrageergebnisse schwanken dabei zwischen 22 (TNS Emnid 2014) und 47 Prozent (Polis 2003).

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Vatikan: Italienischer Kardinal bezieht 600-Quadratmeter-Wohnung

Tarcisio Bertone, Bild: wikimedia.org

Der Papst predigt Bescheidenheit, einen italienischen Kirchenfürsten kümmert das offenbar wenig: Tarcisio Bertone zieht bald in eine riesige Luxuswohnung im Vatikan. Einem deutschen Bischof ist der Hang zum Prunk bekanntlich nicht gut bekommen.

SpON

Papst Franziskus fordert eine “arme Kirche”. Ziemlich laut und deutlich tut er das. Trotzdem findet er offenbar nicht bei allen Geistlichen Gehör. Der italienische Kardinal Tarcisio Bertone lässt sich laut einem Medienbericht eine 600 Quadratmeter große Luxuswohnung im Vatikan herrichten. Die neue Unterkunft will der frühere Kardinalstaatssekretär nach umfangreichen Umbauarbeiten noch im Sommer beziehen, wie die italienische Zeitung “La Repubblica” am Sonntag meldete.

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