Archiv der Kategorie: Fundamentalismus

Kirchliche Crowdfunding-Plattform online

Bild: tilly

Bild: tilly

Hauptquelle der Kirchen zur Finanzierung von Projekten ist die Kirchensteuer. Nun bemüht sich eine Landeskirche der EKD erstmals um eine Alternative.

pro Medienmagazin

Unter der Namen „evangelisch-bildungsstark“ haben die Evangelische Schulstiftung und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Freitag die erste Crowdfundig-Plattform

www.evangelisch-bildungsstark.de für christliche Bildungsprojekte in Deutschland gestartet. Mittels der Internetseite sollen auf digitalem Wege Projekte im Bildungsbereich durch Mikro-Beträge von Freunden, Förderern, Stiftungen, Unternehmen und anderen Interessierten finanziert werden. Die Spendenplattform ist offen für alle gemeinnützigen evangelischen Bildungsprojekte.

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Familiensynode im Vatikan: B16 soll Hardliner abgewiesen haben

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Wie hält es die katholische Kirche künftig mit Homosexuellen, Geschiedenen, Single-Müttern? Konservative Hardliner wehren sich heftig gegen Reformbestrebungen – und sollen angeblich Benedikt XVI. um Hilfe gebeten haben. Der wies sie ab.

SpON

Die Intrigen in seinem Umfeld hätten ihn zermürbt, hieß es beim Rücktritt Papst Benedikts XVI., als über die Beweggründe des greisen Pontifex für diesen außerordentlichen Schritt spekuliert wurde.

Im Februar 2013 entsagte Joseph Ratzinger seinem Amt und erklärte, er wollte der Kirche fortan durch ein Leben im Gebet dienen. Glaubt man jedoch der italienischen Zeitung “La Repubblica”, ist es mit der Ruhe nicht weit her.

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Bizarres Splatter-Ritual: Blutreliquie Papst Paul VI.

Poster, Horrorfilm "Evil Dead"

Poster, Horrorfilm “Evil Dead”

Nach der Seligsprechung Papst Pauls VI. wurde ein Reliquiar mit einem blutbefleckten Gewand des Seligen zum Altar gebracht.

kath.net

Am 19.10.2014 wurde der 1978 verstorbene Papst Paul VI. seliggesprochen. Während der Seligsprechung durch Papst Franzikus wurde ein Reliquiar zum Altar gebracht. Der Historiker und Vatikankenner Ulrich Nersinger, der eine wichtige Biografie über den neuen Seligen geschrieben hat, erläutert gegenüber kath.net, woher diese Reliquie stammt.

kath.net: Herr Nersinger, woher stammt die Reliquie, die während der Seligsprechung auf dem Petersplatz ausgestellt wurde?

Ulrich Nersinger: Im November und Dezember 1970 hatte der neue Selige eine neuntägige Pastoralreise nach Asien und Australien unternommen. Unmittelbar nach der Landung auf dem Airport von Manila (Philippinen) stürmte der 35jährige bolivianische Kunstmaler Benjamin y Amor Flores auf den Papst zu und versuchte ihn zu erdolchen. Das Messer des Attentäters, der ein Priestergewand trug, traf Paul VI. zweimal, in der Brust und am Hals, zwar nur oberflächlich, aber doch so, dass die Wunden bluteten. Der Begleitung des Papstes gelang es, Mendoza niederzuringen.

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Strategie von al-Qaida: 2013 Kalifat und Endsieg 2020

Bild. heise.de

2005 ist ein Buch von Fuad Hussein erschienen, das es in sich hat und beunruhigend wirken kann. Der jordanische Autor war zusammen mit dem ebenfalls aus Jordanien stammenden al-Sarkawi, bis zu seinem Tod 2006 Chef von al-Qaida im Irak, 1996 im Gefängnis zusammengetroffen und stand mit ihm sowie mit anderen islamistischen Terroristen wie Seif al-Adl danach in Kontakt. In seinem Buch beschreibt er die aus den Interviews mit “al-Qaida-Ideologen” eruierte Planung bis 2020. Rückblickend scheint der Plan, wenn auch mit einigen Verzögerungen, umgesetzt worden zu sein. Wir würden uns nun in der Phase 5 und fast in der Zeit befinden, denn zwischen 2010 und 2013 war vorgesehen, ein Kalifat zu gründen, in Phase 3 (2007-2010) wollte man sich übrigens auf Syrien konzentrieren.

Von Florian RötzerTELEPOLIS

Im Zentrum steht Abu Mussab Al Sarkawi, der nach dem Einmarsch der Amerikaner zu dem gefürchtetsten Terrorchef wegen seiner Brutalität und auch wegen der ausgefeilten Medienstrategie wurde. Der 1966 in Jordanien geborene Islamist war entschieden gegen Schiiten eingestellt und hatte sich bereits 1989 kurzzeitig in Afghanistan aufgehalten, um gegen die Russen zu kämpfen, die sich aber bereits fast ganz zurückgezogen hatten. Zurück in Jordanien schloss er sich einer islamistischen Gruppe an und wurde mitsamt seinem “Mentor”, dem salafistischen Geistlichen al-Maqdisi, 1993 zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt, weil die Gruppe die Monarchie stürzen und einen sunnitischen Gottesstaat etablieren wollten und Selbstmordanschläge in Israel unterstützte. Im Gefängnis soll sich al-Sarkawi vollends radikalisiert und von seinem Mentor losgelöst haben, der den Kampf gegen die Schiiten als Ungläubige verurteilte und jetzt in dieser Hinsicht auch den Islamischen Staat kritisiert. In den 1980er Jahren war auch al-Maqdisi in Afghanistan und hatte dort al-Sarkawi getroffen.

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Burka-Verbot: Verschleierte Frau muss Pariser Oper verlassen

Kenza Drider, snapshot brightsblog, Themenbild

Kenza Drider, snapshot brightsblog, Themenbild

Eine vollständig verschleierte Touristin aus der Golfregion ist während einer Vorstellung in der Oper von Paris aufgefordert worden zu gehen. Die Chorsänger hatten wegen ihr den Einsatz verweigert.

DIE WELT

An der Pariser Oper ist eine vollverschleierte Zuschauerin aus der laufenden Vorführung geschickt worden. Der stellvertretende Direktor der Oper an der Bastille, Jean-Philippe Thiellay, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, die Frau habe in der ersten Reihe direkt hinter dem Dirigenten gesessen und sei bis auf die Augen verschleiert gewesen.

In der Pause der Aufführung von “La Traviata” sei sie aufgefordert worden, den Schleier abzunehmen oder zu gehen, woraufhin ihr Begleiter mit ihr das Opernhaus verlassen habe.

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Schwule Kinder und die Versprechen des Priester-Vaters—Bullshistic

Bild: Huffington Post

Manchmal frage ich mich, ob meine Kinder einmal schwul werden.
Keine Ahnung, ob es anderen Eltern ebenso geht. Aber ich denke doch relativ häufig über diese Möglichkeit nach.
Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen in meinem Familien- und Freundeskreis schwul sind. Homosexualität ist Teil meiner Gene und meines Umfelds.

 

Von John PavlovitzThe Huffington Post

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich als Pfarrer um Schüler kümmere und hier in den USA immer wieder Horrorgeschichten höre und erlebe, wenn offen oder heimlich homosexuelle Kinder ein Mitglied der Kirche werden möchten.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Christ mit vielen Leuten zu tun habe, die Homosexualität als das Widerwärtigste überhaupt empfinden und ihre Meinung bei jeder nur denkbaren Gelegenheit kundtun.

Wie dem auch sei: Ich denke häufig über die sexuelle Orientierung meiner Kinder nach. Und deswegen möchte ich, als Pfarrer und als Vater, Ihnen und meinen beiden Kindern gegenüber einige Versprechen ablegen…

1. Falls meine Kinder schwul werden, sollen es alle erfahren.

Meine Kinder werden ganz gewiss nicht unser bestgehütetes Familiengeheimnis.

Ich werde es nicht vermeiden, sie in Gesprächen mit anderen Menschen zu erwähnen. Ich werde keine Codesprache oder vage Ausdrücke verwenden. Ich werde niemandem diesbezüglich etwas vormachen und auch keine Rücksicht darauf nehmen, ob mein Gesprächspartner schon älter ist, an diesem Thema Anstoß nimmt oder es ihm unangenehm ist. Kind zu sein ist an sich schon schwer genug und viele homosexuelle Kinder fühlen sich ihr ganzes Leben lang furchtbar unangenehm. Ich werde meine Kinder keinem unnötigen Druck aussetzen, nur damit ein Cousin dritten Grades mit fehlgeleiteten Aggressionen es an Thanksgiving ein bisschen einfacher hat.

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Schneider nimmt evangelikale Fundis in Schutz

Bild: ARD

Bild: ARD

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat evangelikale Christen vor Kritik in Schutz genommen, zugleich aber auf bedenkliche Tendenzen in den Gruppierungen verwiesen.

evangelisch.de

“Wer undifferenziert von den Evangelikalen spricht, tut ihnen Unrecht”, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Zweifellos gebe es aber Menschen, für die ein geschlossenes Weltbild attraktiv sei.

“Es gibt eine Faszination einer vereinfachenden Schwarz-Weiß-Sicht”, ergänzte Schneider. Da die Welt unübersichtlicher geworden sei, würden die Menschen unsicher. Dadurch entstehe der Reflex: “Nun soll mir mal jemand sagen, was richtig und was falsch ist.” Die Zahl der evangelikal orientierten Christen in Deutschland wird auf rund 1,3 Millionen geschätzt. Dachverband der Gruppierungen ist die Evangelische Allianz.

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AfD-Vortrag: “Alliierte bauten die Gaskammern von Dachau”

Foto: picture-alliance / akg-images Ein Blick in die Gaskammern des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Dachau (Foto aus dem Jahr 1946)

Kruder Geschichtsrevisionismus: Ein AfD-Mann aus Schleswig-Holstein sagt bei einem Vortrag, Hitler habe den Zweiten Weltkrieg nicht geplant. Den Alliierten wirft er “erbarmungslose Propaganda” vor.

DIE WELT

Ein Mitglied des AfD-Kreisverbandes Stormarn (Schleswig-Holstein) hat bei einem Vortrag behauptet, die Gaskammern der Nationalsozialisten im Konzentrationslager Dachau seien erst im Nachhinein von den Alliierten eingerichtet worden — um zu täuschen. Das sagte Dirk Helms am Donnerstagabend bei einem Vortrag auf der AfD-Veranstaltung “Deutsche Selbstwahrnehmung” in Stockelsdorf am Donnerstagabend, wie die “Lübecker Nachrichten” berichteten.

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges ist nach Helms’ Meinung nicht von Hitler geplant gewesen. Die Alliierten hätten eine “erbarmungslose Propaganda” betrieben. Er zitierte auch Carl Schmitt, einen Juristen, der wegen seines Einsatzes für das NS-Regime sehr umstritten ist. Helms erzählte zudem von einem angeblichen KZ-Überlebenden, der Schülern eine ausgedachte Geschichte erzählt habe, jedoch nie ein Konzentrationslager von innen gesehen habe.

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Religiotie: Protest gegen Bildungsplan in Baden-Württemberg

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Themenbild, Demo in Stuttgart

Mehr als 1.200 Menschen haben am Sonntag in Stuttgart gegen den baden-württembergischen Bildungsplan protestiert.

evangelisch.de

Es war die vierte Demonstration gegen das Vorhaben der grün-roten Landesregierung, die im neuen Bildungsplan unter anderem für die “Akzeptanz sexueller Vielfalt” werben will. An zwei Gegendemonstrationen beteiligten sich nach Polizeiangaben insgesamt rund 200 Menschen.

Dem neuen Bildungsplan zufolge sollen Themen wie Homosexualität, Bi- und Transsexualität künftig in der Schule intensiver und fächerübergreifend behandelt werden. Der Bildungsplanentwurf wurde nach den ersten Protesten bereits überarbeitet, hält dabei aber an den Grundprinzipien fest. Der Plan soll 2016 umgesetzt werden.

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TX judge responds to complaints about Bible reading in court by hosting prayer breakfast

Justice Wayne Mack (Montgomery County website)

A Texas judge, under fire for opening court proceedings with a Bible reading followed by a prayer, has scheduled a prayer breakfast next week where he claims he will address the issue.

By Tom BoggioniRaw Story

According to the Friendly Atheist, Texas Justice of the Peace Wayne Mack was criticized for beginning a courtroom session with a 5-minute-long Bible reading by a local pastor followed by a formal prayer that left some courtroom attendees uncomfortable.

In a letter (pdf) sent to Mack from the Freedom from Religion Foundation, the group said that a person in court that day claimed Mack began court by telling the assembled courtroom visitors, “We are going to say a prayer. If any of you are offended by that you can leave into the hallway and your case will not be affected.”

The complainant added, “I felt that the Judge was watching for reactions from the courtroom; bowed heads, indifference, etc. I definitely felt that our cases would be affected by our reactions [to the bible reading]. Once the Bible reading was over we were then asked to bow our heads to pray. I was very uncomfortable and certainly felt that I was being coerced into following this ritual and that the outcome of my case depended upon my body language.”

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Vatikan und Homosexuelle: Dem Erdbeben folgt ein echter Supergau

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Aus dem Schlusspapier der Familiensynode des Vatikans wurden alle netten Worte über Homosexuelle komplett gestrichen. Ein Supergau für das Verhältnis der katholischen Kirche zu Schwulen und Lesben. Kommentar

von David BergerThe Huffington Post

Von einem „Erbeben” war in der vergangenen Woche noch in nahezu allen Medien die Rede: Die Kirche gehe auf „Homosexuelle zu”, habe „ihr Herz für Homos” entdeckt, heiße Schwule und Lesben nun „willkommen”.

Das war der gemeinsame Ton, den alle großen internationalen Zeitungen bis hin zu kleinen homosexuellen Szene-Nachrichtenblogs in Deutschland anschlugen. Kritische und warnende Stimmen, die darauf hinwiesen, man solle angesichts netter Worte nicht Erfolge sehen, wo keine zu verzeichnen sind, wollte man nicht hören. Es war ganz einfach journalistisch wesentlich einfacher eine Revolution zu verkaufen als Stillstand. Und schließlich wäre eine solche Neuerung nach den Jahrhunderten kirchlich motivierter Homosexuellenverfolgung ja auch so schön gewesen …

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Temple Mount defaced with anti-Semitic graffiti

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)

Vandals daub swastikas on floor within compound and equate them with Star of David; police investigating.

By Times of Israel staff

Police opened an investigation Sunday after graffiti was found in the Temple Mount compound depicting a swastika as the equivalent of a Star of David.

The incident came on the heels of a call by Palestinian Authority President Mahmoud Abbas for Palestinians to defend the Temple Mount, the location of the al-Aqsa mosque and the site of heated clashes between Palestinians and Israeli security forces over the past several weeks.

Police spokesman Micky Rosenfeld said authorities had opened a probe into the incident after finding at least three instances of the graffiti daubed on the floor inside the holy site.

Pictures posted online by the Israeli news portal 0404 showed two different places where the symbols had been painted in blue, one on stairs leading to the Temple Mount and another in an unidentified location.

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Der Kirchgang ist kein Glücksfaktor

Bild: heise.de

Theologe sieht keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Glaube und Glück

kath.net

Die Deutschen sind dort am glücklichsten, wo der Gottesdienstbesuch statistisch betrachtet am geringsten ist. Das ergibt ein Vergleich des aktuellen „Deutschen Glücksatlas“ und der jüngsten EKD-Statistik. Der Glücksatlas wurde von der Deutschen Post in Auftrag gegeben. Danach liegt der deutschlandweite durchschnittliche Glücksindex derzeit bei 7,0 – und damit etwa auf gleicher Höhe, wie in den Vorjahren. Am glücklichsten sind die Norddeutschen. An der Spitze rangiert mit einem Index von 7,30 Schleswig-Holstein, gefolgt von Hamburg mit 7,18 und Niedersachsen mit 7,15. Gerade in dNorddeutscheniesen Bundesländern ist der durchschnittliche Gottesdienstbesuch am geringsten. In der Nordkirche gehen 2,5 Prozent der Kirchenmitglieder an einem normalen Sonntag in die Kirche; nur in Bremen und Oldenburg sind es mit jeweils 2,4 Prozent noch weniger. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Gottesdienstbesuch in der EKD-Mitgliedskirchen liegt bei 3,6 Prozent. Am höchsten ist er mit 6,8 Prozent in der sächsischen Landeskirche. Aber in dieser Region gehören die Bürger mit einem Glücksindex von 6,76 zu den Unzufriedensten. Nur in Thüringen (6,71), Mecklenburg-Vorpommern (6,67), Sachsen-Anhalt (6,64) und Brandenburg (6,60) ist die Lebenszufriedenheit noch geringer. In den östlichen Bundesländern gehören lediglich 15 Prozent der Bevölkerung einer Kirche an.

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Bischöfe uneinig über Umgang mit Homosexuellen und Scheidung

REUTERS/Yves Herman

REUTERS/Yves Herman

Auf der Familiensynode im Vatikan haben sich die Bischöfe auf keinen breiten Konsens beim Umgang mit Homosexuellen und Geschiedenen einigen können. Das ging aus dem am Samstagabend vorgestellten Abschlussdokument der Familiensynode hervor.

FOCUS ONLINE

Offiziell geht die Familiensynode am Sonntag mit der Seligsprechung von Papst Paul VI. zu Ende. Zu der Messe mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz wird auch dessen Vorgänger, der emeritierte Papst Benedikt XVI., erwartet.

Die Kirchenoberen hatten zwei Wochen lang teils kontrovers beraten. In dem am Samstag vorgestellten Dokument fanden drei strittige Punkte zum Umgang der Kirche mit   Homosexuellen und Geschiedenen nur eine einfache, nicht die eigentlich angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit, um die Haltung der gesamten Synode widerzuspiegeln.

Religiöser Fanatismus: „Die 72 Jungfrauen im Paradies sind eine Chiffre“

Ein verschleierte Muslima filmt die Rede von Salafistenprediger Pierre Vogel bei einer Kundgebung radikaler Muslime im Juni in Offenbach. (BILD: imago/epd)

Christoph Grotepass ist Sektenexperte in Nordrhein-Westfalen. Im Interview spricht er über religiöse Fanatiker, die Verführung junger Menschen durch Islamisten und jenen Punkt, an dem besorgte Eltern tätig werden müssen.

Von Mira GajevicMitteldeutsche Zeitung

Bei Sekten denkt man an Scientology oder Gurus, die junge Menschen in ihren Bann ziehen. Inzwischen beschäftigen sich Beratungsstellen wie die Sekten-Info Nordrhein-Westfalen aber nicht mehr nur mit Opfern von Psychogruppen. Ihre Expertise ist auch gefragt, wenn es um junge in Deutschland radikalisierte Islamisten geht.

Herr Grotepass, wie kommt ein in Deutschland aufgewachsener junger Mann dazu, seine Familie töten zu wollen, wenn sie sich gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat stellt?

Indem er bestimmte Werte als absolut setzt und seine Wahrheit über alles andere stellt. Das ist ein durchgängiges Merkmal von religiösen Fanatikern, dass sie ihrer Wahrheit alles andere unterordnen. In Gesprächen mit gemäßigten Muslimen höre ich öfter, dass die Salafisten als Sekte bezeichnet werden. Die streiten das natürlich entrüstet ab, da sie ja meinen, den einzig wahren Islam zu verkörpern. Das wiederum – dass man im Besitz der einzigen Wahrheit ist – hören wir auch von anderen konfliktträchtigen Weltanschauungsgemeinschaften bzw. sogenannten Sekten.

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TU München: Ufo-Alarm im Hörsaal 200

. . und überhaupt: Auch unser Flaucher Edi scheint empfänglich für Verschwörungstheorien. Zeichnung: Gulbransson

Ein wenig unangenehm ist es den Offiziellen an der TU München schon: An der Kaderschmiede deutscher Wissenschaftler und Ingenieure dürfen sich am Wochenende sogenannte Grenzwissenschaften und Verschwörungstheoretiker austoben.

Von Martin Bothmerkur-online.de

Das Who is Who der internationalen Verschwörungstheoretikerszene trifft sich an diesem Wochenende an der TU München. Selbsternannte Mythologen und Neo-Archäologen treffen auf Quanten-, Astro-, und Biophysiker, die irgendwann auf ihrem Lebensweg in Richtung Feinstofflichkeit und Esoterik abgebogen sind. Daneben treten Samstag und Sonntag ausgewiesene Verschwörungsexperten auf – wie etwa Armin Risi. Er ist Autor des inzwischen hinreichend als Drehscheibe für krude Weltsichten bekannten schwäbischen Kopp-Verlags. Kritiker bezeichnen ihn schon mal als den „ultimativen Verschwörungstheoretiker“. Und tatsächlich findet sich in seinen Veröffentlichungen und Vorträgen von Prinzessin Dianas Tod über den Einsturz der New Yorker Twin-Towers bis hin zu Ufo-Projekten der Nazis, Pyramiden und der Bibel beinahe jedes Reizwort für den interessierten Geheimniskrämer.

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Geburt der Gegenwart: Alles im Fluss

Achim Landwehr Geburt der Gegenwart  Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014 ISBN: 9783100448187 24,99 €

Achim Landwehr
Geburt der Gegenwart
Verlag: S. Fischer, Frankfurt M. 2014
ISBN: 9783100448187
24,99 €

Der “Kriegs- Mord- und Todt- Jammer- und Noth-Calender” des thüringischen Pfarrers Abraham Seidel (gest. 1680) erfreute sich lange Zeit enormer Beliebtheit. Mehr als 170 Jahre lang, von 1678 bis 1849, fand das Werk Absatz. Das Besondere an ihm war, dass es nicht nur die übliche Auffassung bediente, wonach die menschliche Zivilisation seit den Zeiten des himmlischen Paradieses permanent im Abstieg begriffen sei und unausweichlich aufs Verderben zusteuere. Sondern es stellte auch zeitgenössische politische Ereignisse in den Fokus und wandte den Blick somit der Gegenwart zu.

Von Martin SchneiderSpektrum.de

Der “Calender” markierte damit einen Paradigmenwechsel, wie der Historiker Achim Landwehr im vorliegenden Buch beschreibt. Im 17. Jahrhundert löste man sich langsam von der christlichen Heilsgeschichte, wonach die ferne Vergangenheit eine goldene gewesen sei, während sich nun ein steter Niedergang vollziehe und Gott für die Zukunft den Weltuntergang und das Jüngste Gericht vorherbestimmt habe. Die Reflexion der Gegenwart hatte in diesem Zeitschema fast keinen Platz gehabt – nun jedoch, in der Neuzeit, änderte sich die Situation. Man hatte blutige Konfessions- und Bürgerkriege überstanden, ebenso Wirtschaftskrisen, Klimaverschlechterungen und verheerende Seuchen. Sogar die Türkengefahr und die Pest, zuvor als göttliche Strafgerichte sowie als Aufruf zu Buße und Umkehr gedeutet, wusste man gegen Ende des 17. Jahrhunderts hinter sich. Es stimmte offenkundig nicht, dass alles immer schlechter wird, und auch die Apokalypse ließ trotz vieler Ankündigungen auf sich warten. Somit richtete sich die Aufmerksamkeit der Menschen verstärkt auf das Jetzt.

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Papst rügt Vorstoß des römischen Bürgermeisters zur Homo-Ehe

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB

Papst Franziskus hat sich wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der Homo-Ehe.

kath.net

Papst Franziskus hat sich wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der Homo-Ehe. Vor der in Rom tagenden weltweiten Bischofssynode zum Thema Familie hat sich der Papst am Samstagvormittag in einem kurzen Redebeitrag kritisch darüber geäußert, dass Marino am selben Tag mehrere schwule und lesbische Paare, die in anderen Ländern eine Ehe eingegangen sind, im römischen Rathaus amtlich registrieren wollte. Die symbolische Registrierung erfolgte wenige Stunden später am Samstagnachmittag.

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Katholischer Theologe: Ehe ist nicht unauflöslich

DerverzweifelteJesusDie katholische Auffassung, dass Jesus die Ehe für unauflöslich erklärt habe, ist nach den Worten des Theologen Hermann Häring falsch.

evangelisch.de

Zwar solle die Ehe nicht aufgelöst werden, doch gebe es eben Fälle, in denen sie zerbreche, sagte er am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Häring warf den zur vatikanischen Familiensynode zusammengetretenen Bischöfen vor, “moralisch mit dem Zeigefinger zu winken”. Das zweiwöchige Treffen endet am Sonntag.

Es sei dringend notwendig, das katholische Familienbild zu modernisieren, sagte Häring. Die Synode habe einen ersten Versuch gemacht, allerdings sei man “noch nicht weit genug gegangen”. Die Kirche müsse sich damit auseinandersetzen, dass ein “Abgrund” zwischen der Lehre und dem bestehe, was die Leute auf der Straße meinten, ergänzte der langjährige Theologieprofessor an der niederländischen Universität Nijmegen. Es sei unerlässlich, anderen Ehemodellen und und Formen der Sexualität, etwa der Homosexualität, “etwas Positives” abzugewinnen.

Erst Korane verteilt, dann für Allah in den Krieg

Foto: YouTube/Screenshot: Die Welt Ein Video-Screenshot von Ahmet C. Der deutsche Salafist verteilte noch im Frühjahr Korane in Wuppertal – später reiste er für den Dschihad in den Irak aus

Mehr als 1,4 Millionen Korane haben Salafisten bislang in Deutschland verteilt, um für ihre radikale Auffassung des Islam zu werben. So mancher Koran-Verteiler zieht später in den Dschihad.

Von Florian FladeDIE WELT

Ahmet C. kann es kaum fassen. Gerade hat ihm eine ältere Dame 40 Euro geschenkt. Eine Nichtmuslima spendet für den geschenkten Koran! “Zwei 20er-Scheine. Subhanallah.” Im Frühjahr 2014 steht Ahmet C. in der Fußgängerzone von Wuppertal. In seinen Händen hält er Korane mit goldener Verzierung, die er an Passanten verteilt. Der 21-jährige Deutschtürke trägt ein weißes T-Shirt. Darauf steht: “Lies! Im Namen deines Herrn, der dich erschaffen hat.”

“Lies!”, so heißt die umstrittene Koranverteilaktion. Fundamentalistische Muslime, sogenannte Salafisten, verschenken seit einigen Jahren deutschlandweit Korane in deutscher Sprache. In Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, an U- und S-Bahnhöfen, vor Einkaufszentren, auch auf Schulhöfen und an Gefängnissen. Zuletzt am vergangenen Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse.

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