Archiv der Kategorie: Fundamentalismus

ISIS: Christen rufen zum Krieg auf

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Gemeinsame Erklärung von Spitzenvertretern der christlichen Kirchen in Österreich: Vorgehen gegen Christen in Mosul ist “Anschlag auf die Grundlagen der Zivilisation, der Menschenwürde und der Menschenrechte”

kathweb

Die christlichen Kirchen in Österreich fordern ein internationales koordiniertes Vorgehen gegen den Terror der ISIS-Truppen (“Islamischer Staat im Irak und Syrien”) im Irak. Die österreichische Regierung sei aufgerufen, gemeinsam mit weiteren EU-Ländern bei den Vereinten Nationen für “zweckdienliche Maßnahmen” einzutreten, um den Terror zu beenden und im Irak den Aufbau eines Staatswesens zu ermöglichen, “das auf gleichen Rechten für alle Bürger, unabhängig von ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit, basiert”, heißt es in einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Spitzenvertretern der christlichen Ökumene. Weiters befürworte man Sanktionen seitens der USA und der EU, die die ISIS finanziell treffen.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Kardinal Christoph Schönborn, dem griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios (Kardamakis), dem evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker, dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Superintendent Lothar Pöll, sowie dem Präsidenten der ökumenischen Stiftung “Pro Oriente”, Johann Marte.

weiterlesen

Antijudaismus: Arabische Jugendliche und die Doppelmoral Deutschlands

Die Berichte vom Krieg in Gaza erreichen mich im Urlaub in Sarajevo. Auch die Berichte der Demonstrationen in Berlin und in anderen deutschen Großstädten sehe ich. Ich sehe, wie meist junge arabische Männer antijüdische Parolen rufen und lese und höre Kommentare, über den „Antisemitismus“ der arabischen Einwanderer – als seien die Araber selbst keine Semiten.

Nutzerbeitrag von SaltadorosderFreitag

Die Aufregung ist groß über diese Äußerungen, die natürlich alles andere als akzeptabel sind. Kommentatoren ziehen Vergleiche, zum Antijudaismus der Nazis, ohne das offensichtlich jemandem die Absurdität solcher Vergleiche in den Kopf kommt. Es ist ein durchaus einfacher psychologischer Abwehrreflex, jeden und alles in Deutschland zum Nazi zu erklären außer den wirklichen Nazis, die meine Generation wenigstens noch als Familienmitglieder, Lehrer und Nachbarn kennen lernen konnte. Und so wird jeder Diktator zum Hitler stilisiert und jeder, der dumme, antijüdische Äußerungen von sich gibt, zum neuen Nazi.

Ich sehe, die täglichen Angriffe der israelischen Armee auf Gaza und ich sehe und lese über die Opfer, die zum großen Teil Zivilisten sind. Unter ihnen Frauen und Kinder, die nichts mit dem Konflikt zu tun haben außer der Tatsache, am „falschen“ Ort der Welt gelebt zu haben.

weiterlesen

Die Bedeutung des Korans und der Thora

Koran Heilige Schriften sind Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere Bedeutung zukommt. Im Judentum und dem Islam werden diese Texte als direkt von Gott offenbart angesehen werden – mit Konsequenzen auch für das alltägliche Leben.
Aus der Reihe: Heilige Schriften und ihre Bedeutung im Judentum und im Islam – Teil 1: Der Schriftkanon und die Möglichkeiten der Interpretation

Von Rüdiger AchenbachDeutschlandfunk

Welche Möglichkeiten der Interpretation gibt es? Welche Bedeutung haben diese Schriften im Gottesdienst und im alltäglichen Leben? Wie sieht man die Rolle der Erzväter und Propheten? Gibt es so etwas wie ein Konkurrenzdenken unter den Offenbarungsreligionen. Wie stehen das Judentum und der Islam zur Religionsfreiheit?

  • Über diese und ähnliche Fragen diskutiert Rüdiger Achenbach mit Dr. Edna Brocke, jüdische Religionshistorikerin, Gerald Beyrodt, jüdischer Publizist, Serdar Günes, Dozent für Islamwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, und Abdul Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und Redakteur beim ZDF.

Rüdiger Achenbach: Bei Heiligen Schriften handelt es sich um Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere religiöse Autorität zukommt. Entscheidende Merkmale für Heilige Schriften – aus dem Blick der Religionswissenschaft – sind mythische oder sogar göttliche Herkunft und die Beschränkung auf eine festgelegte Auswahl von Schriften, also auf einen festgelegten Schriftkanon. Ein solcher Kanon ist zum Beispiel die Hebräische Bibel. Frau Brocke, was weiß man über die Entstehung dieses Kanons und welche Inhalte hatte er?

Edna Brocke: Also, seine Entstehung umfasst einen Zeitraum von circa 1000 Jahren. Und eigentlich ist das Prinzip der Entstehung dieser Schriften so gewesen, dass nie fest war, wo Anfang und wo Ende ist, sondern immer da, wo von der Lebensrealität der Menschen das Hauptinteresse war, wanderte das Zentrum dieser Textsammlung. Erst als sich das Christentum entwickelte oder begann, zu entstehen, wurden diese sehr, sehr vielen Schriften kanonisiert. Das heißt, sie bekamen vorne und hinten einen Deckel. So entstand die Jüdische Bibel oder die Hebräische Bibel, was die Christen das sogenannte Alte Testament nennen.

weiterlesen

Kongress warnt vor gottloser Gesellschaft—zurück ins Mittelalter

iamatheistZum Abschluss des diesjährigen Kongresses des Forums Deutscher Katholiken hat der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen vor einem Zurückdrängen des Christentums in Deutschland gewarnt.

kath.net

In einer Gesellschaft ohne Gott, in der Kreuze aus Klassenzimmern und Gerichtssälen verbannt würden, gerate die Welt in einen „Zustand des Unheils“, sagte der Bischof am Sonntag im Fuldaer Dom. Er rief die Katholiken dazu auf, in der säkularen Gesellschaft offensiv für christliche Werte einzutreten, etwa im Widerstand gegen eine Freigabe aktiver Sterbehilfe.

Die rund 1.000 Teilnehmer des 14. Kongresses „Freude am Glauben“ appellierten an alle Katholiken, sich weniger mit innerkirchlichen Streitthemen auseinanderzusetzen als vielmehr ihren Glauben in überzeugender Weise zu verkünden und weiterzugeben. „In einer Zeit, in der sich kulturelles Leben und Glaube immer weiter voneinander entfernen, bleiben Christen herausgefordert, erkennbar an einer christlichen Neugestaltung der Welt mitzuwirken“, heißt es in einer am Sonntag verabschiedeten Resolution.

weiterlesen

Bild-Autor nennt Islam „Integrationshindernis“

Nicolaus Fests Meinungsstück hält Bild-Chefredakteur Kai Diekmann für nicht richtig
Foto: Screenshot pro / Bild

Der stellvertretende Chefredakteur der Bild am Sonntag (BamS) Nicolaus Fest hat in einem Kommentar den Islam als „Integrationshindernis“ bezeichnet. Die darauf folgende Kritik weist er zurück.

pro Medienmagazin

Der BamS-Autor schreibt am Sonntag: „Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Islam wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen!“ Der Islam störe ihn „immer mehr“. Fest brauche „keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht“.

In dem Kommentar heißt es: „Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.“ Weiter schreibt er: „Mich stören Zwangsheiraten, ‚Friedensrichter‘, ‚Ehrenmorde‘. Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.“

weiterlesen

Gröbenzell: Gemeinderat legt sich mit Katholischer Kirche an

Katholische St. Johann Baptist Kirche in Gröbenzell
Bild: Wiki Commons / Richard Huber / CC-BY-SA-3.0

Der Gemeinderat von Gröbenzell hat mit 13 zu 10 Stimmen ein Diskriminierungsverbot für katholische Einrichtungen beschlossen. Dies berichtet das “Oberbayerische Volksblatt”.

QUEER.DE

In der nichtöffentlichen Sitzung war darüber diskutiert worden, dass die Gemeinde 75 Prozent des Defizits der katholischen Kindereinrichtungen trägt. Die Mehrheit wollte das nicht mehr hinnehmen, solange homosexuelle oder geschiedene Beschäftigte mit einer Entlassung rechnen müssen. Bürgermeister Martin Schäfer von der Wählergemeinschaft UWG soll nun mit der katholischen Kirche vor Ort verhandeln.

weiterlesen

 

Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem—monetärer Mummenschanz

Einzug der Ritter, Bild: youtube

Einzug der Ritter, Bild: youtube

Konservativ, katholisch, elitär verbunden. Das sind die Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Ihre Aufgabe: Sammeln und im Nahen Osten die Fahne der Christenheit hochhalten. Auch jetzt, auch im Krieg.

Von Ewald HetrodtFrankfurter Allgemeine

Zu den großen, aber exklusiven Clubs dieser Welt zählt der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Mit Millionenbeträgen unterstützen rund 30.000 Katholiken in mehr als 30 Ländern karitative Einrichtungen ihrer Kirche in Israel, Palästina und Jordanien. Peter Gattineau aus Wiesbaden gehört dazu. „Wer wirklich helfen will, braucht Geld“, sagt er.

Geld spielte schon bei der Entstehung des Ordens eine gewisse Rolle. Wenn der katholische Adel nach Jerusalem pilgerte, ließ er sich den Ritterschlag am Grab des Auferstandenen etwas kosten. Davon profitierte der lateinische Patriarch, mit dem Rom seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in Jerusalem vertreten ist. Im Jahr 1868 gründete Papst Pius IX. für die Grabesritter aus aller Welt den Laienorden in seiner heutigen Form. 20 Jahre später wurden Frauen zugelassen. Die deutsche Statthalterei des Ordens erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg einen Aufschwung.

weiterlesen

Israels Staatspräsident Schimon Peres beendet seine Amtszeit

Schimon Peres (2009), Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0-br/Elza Fiúza

Am Sonntag geht die Amtszeit von Israels Staatspräsident Schimon Peres offiziell zu Ende. Der fast 91-jährige Friedensnobelpreisträger geht auf dem Höhepunkt seiner politischen Karriere, endlich auch im eigenen Land für 50 Jahre im Dienst Israels anerkannt.

Von Andrea Krogmanndomradio.de

Fast hätte er seine Amtszeit mit einem großen Hoffnungssymbol beenden können: Die Bilder des gemeinsamen Besuches mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Vatikan gingen um die Welt. Doch es sollte anders kommen: Während das weltweit älteste Staatsoberhaupt an diesem Donnerstagabend mit einer letzten Rede vor der Knesset auf die Errungenschaften Israels zurückblickt, hat der israelisch-palästinensische Konflikt eine neue blutige Spitze erreicht. Der gewünschte Frieden scheint so weit entfernt wie seit Jahren nicht mehr.

Er wurde nie vom Volk gewählt und war dennoch mehrfach Ministerpräsident, Außenminister, stellvertretender Staatspräsident und schließlich Präsident: Nahezu jedes wichtige politische Amt seines Landes hat Schimon Peres bekleidet. Nach sieben Jahren in seinem letzten und höchsten Amt endet die Ära Peres, der am 2. August seinen 91. Geburtstag feiert. “Stimme des Friedens”, “Friedenstaube” oder ähnlich lauten die Attribute, die Peres zum Ende seiner politischen Karriere zugeschrieben werden. Fakt ist, dass er die Nahost-Politik wie kaum ein anderer über ein halbes Jahrhundert mitgestaltet hat.

weiterlesen

Theologen forschten zu Machtmissbrauch in Kirche und Gesellschaft

Bild: insecttheology.wordpress.com

Zum möglichen Beitrag der Theologie für die Überwindung von Machtmissbrauch in Kirche und Gesellschaft haben in den vergangenen drei Jahren die Mitglieder eines weltweiten Netzwerks für katholische Theologie geforscht.

kathweb

Beim jüngsten Forschungskongress des “International Network of Societies for Catholic Theology (INSeCT)” in Brasilien präsentierten führende Theologen aus allen Kontinenten nun die Ergebnisse. Die Delegierten aus 21 Ländern wählten im Rahmen der Konferenz auch den aktuellen Tiroler Serviten-Provinzial Martin Lintner für die kommenden drei Jahre zum neuen Präsidenten ihrer Vereinigung. Für die “Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie” nahm zudem der Ethiker Gunter Prüller-Jagenteufel von der Universität Wien teil.

Papst Franziskus ermutige die Katholiken, “bequeme Rückzugsorte zu verlassen und eine Kirche zu werden, die zu allen Menschen geht – ohne jede Ausnahme”, sagte der scheidende Präsident des internationalen Netzwerks, der Ire Eamonn Conway, bei der Tagung von 16. Bis 20. Juli in Belo Horizonte. Insbesondere das Papstschreiben “Evangelii Gaudium” biete Theologen einen “zeitgemäßen und herausfordernden Bezugspunkt” für ihre Überlegungen zur Überwindung von Machtmissbrauch in Kirche und Gesellschaft, so Conway. Der Ansatz finde in vielen Ländern der Welt Beachtung, wo sich Theologen “dafür einsetzen, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und die Freude am Evangelium wiederzuentdecken”.

weiterlesen

Es gibt ja genug Gründe, uns Juden nicht zu mögen

jesus_schaukel “Wir” haben die Vielweiberei abgeschafft, Jesus ans Kreuz genagelt, den Kommunismus und den Ödipuskomplex erfunden. Und jetzt beklagen wir uns auch noch, weil “Feuerwerkskörper” auf Israel fliegen!

Von Henryk M. BroderDIE WELT

Ein flüchtiger Bekannter, der früher ein Versandantiquariat betrieb, hat sich vor Kurzem mit einer Mail bei mir in Erinnerung gebracht: “Henryk, 435 Tote? Reicht Euch das nicht? 18 israelische Soldaten ebenfalls tot? Warum konnte Dein Netanjahu das nicht vermeiden? Geopfert auf dem Altar des Friedens oder des Krieges?”

Wenig später schickte er eine Mail an das Simon Wiesenthal Center und setzte mich ins CC: “Dear Simon Wiesenthal Centre in New York, if you (Israel) kill/murder 500 people (mostly innocent, even babies) in a couple of days, destroy hospitals etc, then please, don’t be surprised how the ,mob’ in the streets reacts.”

weiterlesen

“Wir Muslime lehnen Antisemitismus ab”

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Erneut werden Demonstrationen gegen die Offensive Israels in Gaza erwartet. Der Koordinierungsrat der Muslime empfindet Kritik am Vorgehen Israels für berechtigt – lehnt “Menschenhass” jedoch ab.

stern.de

Der Vorsitzende des Koordinierungsrates der Muslime, Ali Kizilkaya, sieht unter den in Deutschland lebenden Muslimen kein besonderes Antisemitismus-Problem. Im Kontext des Gaza-Krieges gebe es bei Protesten lediglich “Überreaktionen, die nicht akzeptabel sind”, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung” . “Die Kritik am Vorgehen Israels ist berechtigt. Aber antisemitische Ausfälle sind es auf keinen Fall. “Wir Muslime lehnen Antisemitismus ab”, sagte Kizilkaya. “Jede Art von Menschenhass – sei es Antisemitismus oder antimuslimischer Rassismus – ist inakzeptabel und gehört abgelehnt.”

weiterlesen

Papst in Mafia-Hochburg: Nein zu Illegalität und Korruption

Bild: hiphop 'n'more

Bild: hiphop ‘n’more

Papst Franziskus hat bei einem Besuch in der süditalienischen Mafia-Hochburg Caserta alle Formen von Korruption und Illegalität verurteilt. Man müsse Gott die Ehre geben und Nein sagen zu allem Bösen, zu aller Gewalt und aller Unterdrückung, sagte er am Samstagabend bei einer Messe vor rund 200.000 Gläubigen. “Wir alle kennen die Namen dieser Illegalität!”, rief er unter dem Applaus der Anwesenden.

kathweb

Insbesondere gehe es darum, das Leben und die Gesundheit der Mitmenschen zu schützen und die Umwelt und die Natur “in diesem schönen Land” zu bewahren, forderte der Papst mit Blick auf die Camorra, die in der Zone zwischen Neapel und Caserta im großen Stil illegal giftige Abfälle verbrennt – mit gravierenden gesundheitlichen Folgen für die Bewohner. Die Region ist als “Terra dei fuochi”, als “Land der Feuer” auch in die internationalen Schlagzeilen geraten.

Schon beim Anflug auf Caserta kreiste der Hubschrauber des Papstes über den Müllhalden. “Es ist schrecklich, dass ein so schönes Land so ruiniert wird”, kommentierte der Papst laut Radio Vatikan. Auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes nahmen an der Messe vor dem Königlichen Schloss von Caserta auch Eltern teil, deren Kind unlängst an einer Tumorerkrankung infolge der Umweltbelastung gestorben war.

weiterlesen

100 Jahre nach Kriegsbeginn: Selbstkritik der Kirchen

17 Millionen Menschen starben im Ersten Weltkrieg. Im Laufe der Woche haben sich die beiden großen Kirchen zu ihrer eigenen Rolle während des Krieges kritisch geäußert
Foto: LutzBruno / Wikipedia | CC-BY 3.0

100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges üben sich die beiden großen Kirchen in Selbstkritik bezüglich ihres damaligen Verhaltens. Protestanten äußerten sich „tief beschämt“ darüber, die Katholische Kirche bekannte, „Schuld auf sich geladen haben“.

pro Medienmagazin

„Obwohl die katholische Kirche wegen ihres universalen Charakters stets Distanz zum Nationalismus des 19. Jahrhunderts gehalten hatte, traten am Anfang des Weltkrieges Bischöfe, Priester und Gläubige in großer Zahl an die Seite derer, die den Krieg als moralische und geistige Erneuerung begrüßten“, heißt es in der Erklärung der Katholischen Kirche.

Die Bischöfe würdigten zugleich „das mutige Verhalten einzelner Katholiken, darunter Pfarrer und Militärgeistliche, die in Opposition zum Zeitgeist für Frieden und Versöhnung eingestanden sind“. Der damalige Papst Benedikt XV. habe sich als unermüdlicher Mahner für den Frieden hervorgetan. In den konkreten Situationen habe er aber wenig ausrichten können.

weiterlesen

No, an Ohio State Class Did Not Teach That Christians Are Dumber Than Atheists

Image: Friendly Atheist

By Hemant MehtaFriendly Atheist

According to an article on the conservative site Campus Reform, a recent online quiz for a Psychology 1100 class at The Ohio State University asked students:

Theo has an IQ of 100 and Aine has an IQ of 125. Which of the following statements [would] you expect to be true?

- Aine is an atheist, while Theo is a Christian.
– Aine earns less money than Theo.
– Theo is more liberal than Aine.
– Theo is an atheist, while Aine is a Christian.

Correct answer? Aine (with a higher IQ) is an atheist, while Theo is a Christian.

Assuming nothing here is doctored, it just strikes me as a horribly written, too-simplified-to-be-useful question.

It’s true that a research paper published last fall said there’s a negative correlation between religiosity and IQ — the higher your IQ, the less religious you were — but even the researchers didn’t jump to the conclusion that the quiz question suggests:

But [psychologist Miron] Zuckerman is careful to point out that his work — known as a “meta-study” because it examines a range of other studies — does not mean only dumb people believe in God.

Rather, he said, it shows only that more intelligent people may have less need for religion.

“It is truly the wrong message to take from here that if I believe in God I must be stupid,” he said. “I would not want to bet any money on that because I would have a very good chance of losing a lot of money.”

“We say it is possible that having a high level of intelligence provides similar functions to what religion provides” for people who adhere to a religion, Zuckerman said.

read more

Maher to Neil deGrasse Tyson: Republicans hate you for being black and smarter than them

Image: The Raw Story

Friday night on HBO’s Real Time with Bill Maher, Maher asked astrophysicist Neil deGrasse Tyson why it is that Republicans seem to dislike him so much.

By David FergusonThe Raw Story

As evidence, Maher showed Tyson the National Review Neil deGrasse Tyson cover story called “Smarter Than Thou,” in which writers for the conservative news organ bemoaned the burgeoning “puffed-up ‘nerd’ culture” in the U.S. as people speak out on behalf of science and against religious quackery and superstition.

Maher opined that Republicans dislike Tyson because “you’re a scientist and you’re a black one” and it upsets them that Tyson is demonstrably “smarter than they are, so it’s terrible, it’s like Obama: a black person taking a white person’s job because they’re better at it, how dare he!”

Tyson said, “There appears to be some jealousy that the ‘nerd’ set, the geek set tends to vote Democrat and I think they want some of those geeks.”

“I didn’t get that,” Maher said. “I think one thing that they really don’t like something that ‘Cosmos’ gets at almost every week, is that we are very insignificant. And somehow this offends them, which seems stupid.”

Insignificance could “depress you, sure,” said Tyson, but if you look more deeply, he said, you see how everything is connected.

Sexueller Missbrauch: Bischöfe kennen Kirchenrecht zu wenig

missbrauch_katholDie Ahndung von sexuellem Missbrauch wird nach Auffassung des Vatikans oft durch unzureichende Kenntnisse der Bischöfe im katholischen Kirchenrecht behindert. «Das Problem sind nicht so sehr die Instrumente, die zur Verfügung stehen, sondern eher ihre Kenntnis und korrekte Anwendung», sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Kardinal Francesco Coccopalmerio, dem «Osservatore Romano» vom Freitag, 25. Juli.

kipa-apic

Oft gerieten Bischöfe «in Schwierigkeiten», weil sie nicht ausreichend über kirchliche Strafverfahren informiert seien. Seine Behörde arbeite seit fünf Jahren daran, das kirchliche Strafrecht «klarer und vollständiger» zu gestalten, um «wirksamere Instrumente» bereitzustellen, so der Kardinal.

weiterlesen

ISIS Destroys Jonah’s Tomb In Mosul, Iraq

Pic: AFP/youtube

Pic: AFP/youtube

The militant group ISIS is continuing its rampage of holy places by destroying the tomb of Jonah, a place thought to be the burial site of the prophet believed by Abrahamic faiths to have been swallowed by a whale or fish.

By Yasmine HafizHuffington Post

Civil defense officials in Mosul, Iraq, told CNN that ISIS operatives planted explosives around the mosque containing the tomb then detonated it remotely on Thursday.

A video posted to YouTube, the authenticity of which has not yet been confirmed, shows the destruction of the Sunni Mosque of the Prophet Younis, which is the Arabic name for Jonah. Though ISIS claims to adhere to the Sunni branch of Islam, they have nonetheless targeted multiple Sunni shrines, blowing up or bulldozing any place they deem “unIslamic.”

read more

 

Christopher Street Day: “Und wie hast du es deinen Eltern gesagt?”

Foto: hpunktwerbung – Fotolia

Am 26. Juli ist Christopher Street Day in Stuttgart – dieses Jahr vor dem Hintergrund der der Debatte um den Bildungsplan der Landesregierung. Nicht alle sind damit einverstanden, dass in der Schule mehr über Homosexualität gesprochen wird. Gerade im ländlichen, evangelisch-frommen Württemberg ist das Leben für lesbische und schwule Jugendliche immer noch schwer: Wie soll man zu sich stehen, wenn der Glaube und die Neigung sich scheinbar im Widerspruch zueinander befinden?

Von Anne Kampfevangelisch.de

Seit mehr als 20 Jahren ringen evangelikale und liberale Christen in der württembergischen evangelischen Landeskirche um ihre Haltung zur Homosexualität, zuletzt als es 2010/11 um gleichgeschlechtliche Paare im Pfarrhaus ging. Bisher verläuft die Argumentation am biblischen Zeugnis entlang: Unter Berufung auf die Bibelstellen 3. Mose 18,22 und Römer 1, 26-27 formulieren evangelikale Gemeinden ihre Bedenken gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen.

Die Diskussion ist also nicht neu, aber mit der Bildungsplan-Debatte hat sich der Schauplatz von der Kirche in die Schule verlagert, und als Hauptargument wird dabei nicht die Bibel herangezogen, sondern der Schutz der Kinder vor angeblicher “Propaganda” und “Umerziehung”. 192.000 Menschen haben die Petition gegen den Bildungsplan der grün-roten Landesregierung unterschrieben.

weiterlesen

CBS airs violently anti-Christian song

In the early hours of Thursday morning, “The Late Late Show with Craig Ferguson” on CBS featured a guest musical performance with vehemently anti-religious lyrics, including a line wishing the mother of Jesus “would’ve had an abortion.”

Kristeen Young was host Craig Ferguson’s guest, performing her song, “Pearl of a Girl,” which takes all three of the world’s major, monotheistic religions to task for allegedly repressing women.

weiterlesen

Lyrics:

I never knew I was a girl until they stopped to tell me

I never knew I was disturbed until they dropped three volumes on me

But in the Bible/Torah/Quran there are really no good roles for me except concubine and wash woman

I used to be the sad one now I just wanna stab them it’s so severe its brutal….

They’ve needed to have the law so they can legally bind us

They’ve needed to have the church so they can morally ground us

They’ve needed most of the dough they must be so scared of us

So their stories are of ghosts I only wish the virgin would’ve had an abortion.

Sudan: Aufschrei der Katholen

Das Grabmal des Mahdi, Omdurman, Bild: globetrotter.de

Die im Sudan zum Tode verurteilte Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag ist auf ihrer Flucht am Donnerstag in Italien eingetroffen und wurde vom Papst zu einer Audienz empfangen. Währenddessen zieht die Religionspolitik des ostafrikanischen Landes bereits neue Kritik auf sich. Kirchliche Organisationen verurteilen den Baustopp, den die Regierung über christliche Kirchen verhängt hat. 

katholisch.de

“Wir sind Bürger des Sudan, und laut der Verfassung stehen uns Religionsfreiheit und ein Platz zum Beten zu”, so Kori El Ramli, Generalsekretär des “Konzils sudanesischer Kirchen”. Auch Andy Dipper von der Organisation “Christian Solidarity Worldwide” wertet das Verbot als eine Verletzung der Glaubens- und Religionsfreiheit, ebenso wie die wiederholte Zerstörung und Beschlagnahmung von Kirchenland. Die Kritik folgt der Ankündigung von Religionsminister Shalil Abdallah, keine neuen Genehmigungen für den Bau von Kirchen ausstellen zu wollen. Zur Begründung gab er an, Christen seien im Land eine Minderheit, und es gebe es bereits “genug Kirchen”.

weiterlesen