Archiv der Kategorie: Fundamentalismus

Weihnachtsartikel im Herbst: Deutsche sind genervt

Foto: Fotolia/Yvonne Fritsche/evangelisch.de

Fast ein Drittel fordert in einer Umfrage ein gesetzliches Verbot für Supermärkte, schon Monate vor dem Fest Lebkuchen und Glühwein zu verkaufen. Die meisten Befragten möchten frühestens im November mit dem Fest in Berührung kommen.

evangelisch.de

Gut drei Monate vor Heiligabend sind die meisten Bundesbürger vom weihnachtlichen Warenangebot in den Geschäften genervt. Fast jeder Dritte in Deutschland wünscht sich deshalb ein Verbot für Lebkuchen, Glühwein und Weihnachtslieder in den Läden vor einem bestimmten Stichtag im Jahr. Das ergab eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa. Demnach befürworten 31 Prozent eine gesetzliche Regelung gegen frühzeitige Weihnachtsangebote. 59 Prozent sind gegen ein Verbot.

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Wieso wegen des Islamismus die Religion an sich infrage stellen?

Religion verschwindet nicht aus der modernen WeltIn Europa wächst die Angst vor dem Islam und die Ablehnung alles Religiösen. Klare Differenzierung zwischen den Religionen und Gläubigen tut jedoch not.

Von Gudula WalterskirchenDie Presse

Im Zuge der Debatte um den islamistischen Terror wähnen sich jene im Aufwind, die Religion an sich abschaffen wollen. Angesichts der unglaublichen Brutalität, mit denen die IS-Terroristen unter dem Banner des Islam wüten, werden gleich alle anderen Religionen mit in einen Topf geworfen und verworfen. Da werden Uralt-Argumente wie die Kreuzzüge vorgebracht, deren letzter vor mehr als 600 Jahren (!) stattgefunden hat, und die längst nicht mehr Leitlinie der christlichen Kirchen sind. Sogar das Grüß Gott wollen radikale Atheisten abschaffen.

Die Gleichsetzung mit dem Islamismus ist völlig unzulässig, ebenso die Umkehrung von Tätern und Opfern: Etwa 100Millionen Christen werden derzeit weltweit verfolgt, mehr als alle anderen Anhänger eine Kreuzzüge er Religion. Laut Weltverfolgungsindex trauriger Spitzenreiter ist Nordkorea, gefolgt von Somalia, Syrien und dem Irak. Sie werden vertrieben, vergewaltigt, beraubt, unterdrückt, gefoltert oder gar ermordet. Islam bedeutet wörtlich Unterwerfung, das Gottesgebot steht über allem, „Ungläubige“ haben sich diesem ebenso zu unterwerfen.

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Deutscher Juristentag erteilt “NSU Gesetz” klare Absage

Deutsche Gesetze © MiG

Das NSU Gesetz von Justizminister Heiko Maas löst beim Deutschen Juristentag Kopfschütteln aus. Das sei reine Symbolik, kritisierten Experten das Gesetzesvorhaben.

MiGAZIN

Die Mängellisten in NSU Untersuchungsausschüsseden Berichten der NSU Untersuchungsausschüsse sind lang. Die Sicherheitsbehörden stehen ebenso wie der Gesetzgeber auf der Sollseite. Getan hat sich bis heute allerdings nicht viel. Und das, was als Umsetzung der Empfehlungen der Untersuchungsausschüsse präsentiert wurde, überzeugt nicht.

So haben rund 2.500 Juristen am 70. Deutschen Juristentag den neuen NSU Gesetze von Justizminister Heiko Maas (SPD) eine klare Absage erteilt. Die Pläne des Justizministeriums wurden bei einer Abstimmung von der ganz überwiegenden Mehrheit der Juristen abgelehnt.

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Bundestagsabgeordneter kritisiert ZDF-Mitarbeiter

Hubert Hüppe war der einzige Bundestagsabgeordnete beim „Marsch für das Leben” Foto: Klaus Jürgen Hövener, Wikipedia | CC-BY-NC 2.0

Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (CDU) hat am Samstag erklärt, Mitarbeiter des ZDF hätten ihn beim „Marsch für das Leben“ körperlich „angegangen“. Sie hätten für die Satiresendung „heute-show“ gearbeitet.

pro Medienmagazin

Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Internen Lebensrechtgruppe „Christdemokraten für das Leben“, hatte am Samstag gemeinsam mit über 5.000 Menschen in Berlin gegen Abtreibung und Euthanasie demonstriert. Gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur kath.net berichtete er anschließend: „Ich wurde von Mitarbeitern des ZDF körperlich angegangen, das heißt: weggestoßen.“ Zuvor habe er andere Demonstranten darauf hingewiesen, dass das ZDF-Team nicht etwa für eine Informationssendung, sondern für die Satiresendung „heute-show“ unterwegs sei.

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Lebensschutz: Holi Powder statt Holy Shit

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

1000 Kreuze in Berlin 2008/Quelle: Brights Berlin

In Berlin sorgte ein Marsch der Lebensschützer aus dem Spektrum rechts von der CDU für Proteste.

Von Peter Nowak—TELEPOLIS

Selbst Gottes selbsternannter Stellvertreter gab seinen Segen und schickte ein Grußwort zum Marsch für das Leben, der am Samstag mit dem Motto “Für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie” zum zehnten Mal durch Berlin gezogen ist. Neben Franziskus schickten auch zahlreiche niedrigere Chargen in der Kirchenhierarchie und Politiker von  CDU/CSU Grußadressen. In der protestantischen Kirche sorgte der Marsch hingegen für Streit.

Dazu mag auch beigetragen haben, dass der Marsch für das Leben schon längst neben christlichen Fundamentalisten das Spektrum rechts von der Union anzieht. Auch Politiker der Alternative für Deutschland gehören zu den Unterstützern. Schließlich streitet die rechtskonservative “Zivile Koalition” nicht nur beim Marsch für das Leben gegen die Abtreibung im europäischen Rahmen. Sie hat in Deutschland Unterschriften für ein schließlich von der EU-Kommission abgelehntes Verbot der Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen gesammelt. Die Sprecherin der Zivilen Koalition Beatrix von Storch wird als Afd-Europaabgeordnete die Anliegen der Lebensschützer vertreten. Storch wird in ihren Kreisen dafür gefeiert, dass sie in der rechtskonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit einen geplanten Auftritt der Künstlerin Conchita Wurst im Europaparlament als überflüssig bezeichnete. Die Junge Freiheit gehört bereits seit Jahren zu den publizistischen Unterstützern der Märsche für das Leben.

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Die Charakteristika der Realitätsverleugnung

Steven Novella, Image: RDF

Realitätsverleugnung ist real. Damit meine ich, dass Realitätsverleugnung eine definierbare intellektuelle Strategie ist, die meist dieselben gemeinsam auftretenden Merkmale aufweist. Ich schrieb vor 12 Jahren zum ersten Mal über Realitätsverleugnung, noch bevor diese Bezeichnung durch die globale Erderwärmung weithin bekannt wurde.

Von Steven NovellaRichard Dawkins-Foundation

Ich wies damals darauf hin, dass gewisse Überzeugungen meist auf denselben irrigen Argumenten beruhen – HIV-Leugnung, Kreationismus (Verleugnung der Evolution), Verleugnung des Holocausts sowie Verleugnung von Geisteskrankheiten. Aktuell würde ich noch die Verleugnung der globalen Erderwärmung und die Verleugnung der Keimtheorie (als Ursache von Krankheiten, Anm. d. Übers.) bzw. der Impfwissenschaft hinzufügen.

Damals bezeichnete ich Realitätsverleugnung als eine Unterkategorie der Pseudowissenschaft, die zwar versucht, sich zur Irreführung der Sprache des Skeptizismus zu bedienen, jedoch den eigentlichen Prozess wissenschaftlicher Skepsis scheut. Darüber hinaus befindet sich die Realitätsverleugnung aber auf derselben Skala wie der Skeptizismus, ohne eindeutige Grenzlinie (ähnlich wie bei Wissenschaft und Pseudowissenschaft). Menschen neigen auch dazu, sich selbst als Messlatte zu verwenden: Jeder, der skeptischer ist als du, ist ein Leugner; und jeder, der weniger skeptisch ist als du, ist ein wahrhaftig Glaubender.

Der Genetiker Sean B. Carroll (nicht zu verwechseln mit dem Physiker Sean M. Carroll) erstellte in seinem Buch „Die Darwin-DNA: Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt“ (2008) eine Liste der seiner Meinung nach sechs Hauptkennzeichen der Realitätsverleugnung. Die Liste ist großartig, ich möchte sie im Folgenden näher ausführen:

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Kirchensteuer: Wer nicht zahlt, soll halt die Kirche verlassen

Katholik Matthias Matussek und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Katholik Matthias Matussek und Protestant Matthias Kamann im Streitgespräch Foto: Jakob Hoff/bearb. BB

Die Kirchenaustritte nehmen zu. Auch weil viele neuerdings merken, dass auch auf Kapitalerträge Kirchensteuer fällig wird. Soll man diese abschaffen? Matthias Kamann und Matthias Matussek streiten.

DIE WELT

Matthias Kamann: Ich weine diesen Leuten keine Träne nach. Kirche ist Gemeinde, und die beruht auch auf finanziellen Gaben. Wer sich daran nicht beteiligen will, soll halt gehen.

Matthias Matussek: Meist garnieren sie aber ihren Austritt mit Unzufriedenheit. Kürzlich sagte mir eine Stadträtin, sie sei wegen Tebartz-van Elst ausgetreten. “Aber Sie sind doch Protestantin”, sagte ich. “Ist doch egal”, sagte sie. Die meisten sind noch nicht ausgetreten, weil sie es vergessen haben, so wie bei einem Zeitungs-Abo. Aber natürlich halte ich die Kirchensteuer für Teufelszeug.

Kamann: Es ist nicht teuflisch, sondern gerecht, den Gemeindebeitrag auf Basis der individuellen Leistungsfähigkeit zu erheben, die sich an der jeweiligen Steuerpflicht ablesen lässt.

Matussek: Kirchensteuer, das ist moderner Ablasshandel. Das ist – zumindest bei uns Katholiken – Sakramente nur gegen Vorkasse. Das halte ich für Perversion. Und Sie als Protestant müssten erst recht Sturm laufen!

Kamann: Wieso Vorkasse? Die Apostelgeschichte lässt keinen Zweifel, dass Christen an die Gemeinde Geld abzugeben haben. Dort müssen Hananias und Saphira sterben, weil sie vom Geld aus dem Verkauf eines Ackers etwas für sich behalten haben.

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Wenn Götzen über Götzendienst reden

Bild: youtube

Bild: youtube

Religionsfreiheit – ein gemeinsamer Raum, ein Bereich der Achtung und der Zusammenarbeit, der mit der Beteiligung aller aufgebaut werden muss, auch derer, die keine religiöse Überzeugung besitzen.

kath.net

Am Nachmittag seines Apostolischen Besuchs in Albanien begegnete Papst Franziskus an der Katholischen Universität „Nostra Signora del Buon Consiglio“ in Tirana den Führern anderer Religionen und anderer christlicher Konfessionen. Seine Ansprache konzentrierte der Papst auf das Menschenrecht der Religionsfreiheit.

„Wenn man im Namen einer Ideologie Gott aus der Gesellschaft ausstoßen will, betet man schließlich Götzen an, und sehr bald verliert auch der Mensch sich selber, wird seine Würde mit Füßen getreten und werden seine Rechte verletzt. Ihr wisst genau, zu welchen Brutalitäten der Entzug der Gewissens- und der Religionsfreiheit führen kann und wie aus dieser Wunde eine von Grund auf erschöpfte Menschheit hervorgeht, weil sie keine Hoffnung und keine geistigen Anhaltspunkte hat.“

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Katholische Bischöfe beraten über Sterbehilfe und Kirchenaustritte

Logo Deutsche Bischofskonferenz

Logo Deutsche Bischofskonferenz

Die katholischen Bischöfe in Deutschland kommen an diesem Montag zu ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda zusammen.

evangelisch.de

Bis Freitag werden die Bischöfe unter Leitung von Kardinal Reinhard Marx unter anderem über die aktuelle Debatte zur Sterbehilfe und die jüngste Kirchenstatistik des Jahres 2013 beraten. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Konflikt im Irak und die Lage der Christen im Nahen Osten. Die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst zusammentritt, ist das oberste Gremium der Bischofskonferenz.

Im Jahr 2013 verzeichnete die katholische Kirche 178.805 Kirchenaustritte, rund 60.000 mehr als im Jahr davor.

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The uses and abuses of Charles Darwin

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Darwin-Büste, Naturkundemuseum Berlin, Bild: BB

I’m at the Cambridge University college that Charles Darwin attended before heading off on a ship to change the world’s views about the origin of the species, particularly the evolution of humans.

By Douglas ToddThe Vancouver Sun

Darwin’s theories have been used and abused for many things in the past century or two — to promote racism and defeat racism, promote competition and encourage cooperation, to treat humans as objects and see them as special, to believe humans are machines and to say they have free choice, to attack religion and advance religion (particularly through a movement sometimes known as ‘theistic evolution”).

A conference at Christ’s College in Cambridge, organized by The Faraday Institute for Science and Religion and sponsored by the Templeton Foundation, is actually titled “The uses and abuses of biology.” But quite a bit of it focuses on that revolutionary scientific figure, Darwin (less so on the so-called co-founder of evolution, Alfred Russell Wallace, who was Welsh and had a much less privileged education.)

There are paintings and sculptures of Darwin around the elegant, gated campus, along with paintings of other Christ’s College students, such as the poet John Milton, author of Paradise Lost (written in 1667). The former Archbishop of Canterbury, Rowan Williams, also went here. I’d be lying if I didn’t say I’m impressed by the history. Of course it’s easy to historically impress someone who lives in a province where the earliest standing building is only about 120 years old.)

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Forget about Iran. In Washington, everyone’s speaking ISish

Fighters from the Islamic State seen marching in their stronghold of Raqqa, Syria, June 2014. (photo credit: AP/Militant Website, File)

Remember the danger posed by Tehran’s drive to the bomb, and Obama’s pledge to foil it? Well, nobody else in the US seems to.

By Avi IssacharoffTHE TIMES OF ISRAEL

For several days now, American news networks have been intensively, almost obsessively, covering the Islamic State and the war declared on the terror group by US President Barack Obama.

Chilling clips produced by the jihadist group in order to deter the US are being aired over and over again. The terror group’s strategy appears to be paying off, at least in terms of the amount of media interest it has elicited in America.

If an alien were to land in Washington today and follow media reports on the Islamic State phenomenon — as well as witness the level of interest the group has created in the White House, Congress and the Senate — it might well conclude, mistakenly, that we are dealing with an evil empire the likes of which humanity has never seen, one which represents the only threat to the stability of the world in general, and to the Middle East in particular.

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„Gott macht Müll“—Altmänner-Riege will Gebärmütter kontrollieren

In den Redebeiträgen betonten die Redner, dass jeder Mensch “Gottes erste Wahl” ist Foto: Friederike Lübke

Etwa 5.000 Menschen haben bei dem „Marsch für das Leben“ in Berlin gegen Abtreibung und Euthanasie demonstriert. Gegendemonstranten störten die Veranstaltung mit Lärm und Sprechchören gegen den christlichen Glauben.

pro Medienmagazin

Grün ist die Farbe des Morgens. Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin haben sich mehrere hundert Teilnehmer für den „Marsch für das Leben“ versammelt. Jugendliche, Familien mit kleinen Kindern, Geistliche und Menschen mit Behinderungen halten grüne Luftballons und grüne Plakate in die Luft, auf denen Sprüchen stehen wie „Inklusion statt Selektion“ oder „Abtreibung ist Unrecht“. Der Regen hat gerade erst nachgelassen, die Luft ist schwül. Neben der Bühne warten Polizisten.

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Dodo Bonelli und die “Entmythologisierung” Sigmund Freuds

Raphael_M_BonelliSie ist 186 Zentimeter lang und 83 Zentimeter breit: Die wohl berühmteste Couch der Welt des österreichischen Neurologen, Psychologen und zugleich Kulturtheoretiker Sigmund Freud (1856-1939). Auf ihr hatte Freud fast ein halbes Jahrhundert lang seine Behandlungsmethode – die Psychoanalyse – entwickelt. Sie steht jedoch heute nicht etwa in Wien, wo Freud seine Hauptwerke verfasste und u.a. die Grundlagen der Psychoanalyse erarbeitete, sondern in London, wo Freud vor 75 Jahren, am 23. September 1939, starb.

kathweb

Will man heute Freud angemessen gedenken, so braucht es ein gehöriges Maß an “Entmythologisieren”, zeigt sich der Wiener Psychiater und Leiter der Forschungsgruppe Neuropsychiatrie an der Sigmund Freud Universität Wien, Raphael Bonelli, überzeugt. Das Denkmal muss gestürzt werden, um klarer zu sehen, was man ihm heute tatsächlich alles verdankt. Denn es wäre ebenso vermessen, Freud zum großen Übervater zu stilisieren, wie ihn und seine Beobachtungen und Methoden einfach zu alten Eisen zu legen, so Bonelli im Gespräch mit “Kathpress”.

Besondere Beachtung verdiene dabei laut Bonelli Freuds Verhältnis zur Religion sowie seine ausgeprägte Wissenschaftsgläubigkeit. “Freud hat Religion schlichtweg abgelehnt, sie gar als Pathologie behandelt.” Religion sei für ihn immer “ein Reibebaum” gewesen: “Er hat sie abgelehnt, aber zugleich hat ihn Religion auch fasziniert”. Der Grund für diese Ablehnung sei “schlichtweg der Zeitgeist” gewesen: Es entsprach der Stimmung des ausgehenden 19. Jahrhunderts, dass Technik alles und Religion nichts war. “Darwin hat die Entstehung des Menschen erklärt, alles schien technisch machbar.”

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Schlacht um Ain al-Arab

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Im Zuge der seit dem 15. September andauernden Angriffe des Islamischen Staats (IS) auf den nordsyrischen Kurdenkanton Kobanê sind nach der Evakuierung von mehr als 100 Dörfern über 60.000 Menschen über die am Freitag geöffnete Grenze in die Türkei geflüchtet. Im Gegenzug kamen nach Angaben der Kurdenmiliz etwa 1000 Kurden aus der Türkei in das vom Westen, Osten und Süden her attackierte Areal, um den Vormarsch der Terrorgruppe aufzuhalten.

Von Peter MühlbauerTELEPOLIS

Auch nach der Flucht von zehntausenden Menschen sollen sich im umkämpften Kanton Kobanê noch mehrere Hunderttausend Kurden und Christen aufhalten – die Hälfte davon syrische Binnenflüchtlinge. Erobern die Dschihadisten die Kantonshauptstadt Ain al-Arab, dann droht den Männern die Enthauptung und den Frauen Zwangsprostitution und Sklaverei.

Die Angriffe werden der Kurdenmiliz YPG zufolge unter anderem mit Mörsern und schweren Maschinengewehren durchgeführt, die angeblich türkische Uniformierte den Salafisten am Samstagmorgen zwischen den Dörfern Qeremox und Eny El-Bat lieferten. An an einer anderen Stelle sollen solche Lieferungen bereits am in der Nacht vom 15. auf den 16. September stattgefunden haben.

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Graz: Kunstprojekt in Kirche über Entstehung des Weltalls

Entwicklungsphasen des Universums. Bild: NASA, WMAP Science Team/public domain

Entwicklungsphasen des Universums. Bild: NASA, WMAP Science Team/public domain

Ein Kunstprojekt in der Grazer Pfarre St. Andrä soll ab 9. Oktober das Diskursfeld zwischen Glaube und Wissenschaft ausloten. Im Zentrum steht die Komposition “Expansion of the Universe” des jungen Wiener Komponisten Rudolf Wakolbinger, die “die Evolution des Universums akustisch abbildet”, wie es in einer Ankündigung heißt.

kathweb

Die Komposition wird durch eine Klanginstallation aus 216 von der Kirchendecke herabhängenden Lautsprechern in St. Andrä aufgeführt und kann zwischen 10. Oktober und 11. November von den Besuchern der Kirche selbst gestartet werden.

Für den Eröffnungsabend am 9. Oktober haben sich die Initiatoren Pfarrer Hermann Glettler, die Präsidentin der Akademie Graz, Astrid Kury, und Konzertveranstalter Martin Schlögl etwas Kontroversielles zum Thema Weltentstehung einfallen lassen: Glettler trifft ab 20 Uhr auf den deklariert atheistischen Astrophysiker und “Science Buster” Heinz Oberhummer sowie auf den Ordinarius für Physik an der Uni Graz, Arnold Hanslmeier. Nach Kurzvorträgen über deren jeweilige Sicht der Entstehung des Universums wollen die Beteiligten in einen Dialog eintreten.

Glettler und Oberhummer sowie der Grazer Künstler Markus Wilfling begegnen einander auch am 10. November bei der abschließenden Finissage in der Kirche St. Andrä.

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Religionsvertreter: Klimakrise gefährdet Überleben der Menschheit

klimawandelDer Weltkirchenrat und 30 führende Vertreter der Weltreligionen verlangen einen ehrgeizigen neuen Vertrag zur Bekämpfung des Klimawandels.

evangelisch.de

Das neue Abkommen müsse eine faire Verteilung der Lasten zwischen armen und reichen Staaten garantieren, forderten der Weltkirchenrat und die Persönlichkeiten am Sonntag in New York mit Blick auf den bevorstehenden Klimagipfel der Vereinten Nationen. Die Klimakrise gefährde das Überleben der Menschheit auf dem Planeten.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und die 30 Führungspersönlichkeiten aus Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus und Buddhismus wollten am Sonntag zu einem zweitägigen interreligiösen Klimagipfel zusammenkommen. Die Erklärung des interreligiösen Treffens soll am Dienstag während des Klimagipfels der Vereinten Nationen an Generalsekretär Ban Ki Moon übergeben werden.

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Dokumentation: Heiliges Geld

“Heiliges Geld” wirft der Historiker und Schriftsteller John Dickie einen Blick in die Taschen des Heiligen Vaters und macht die wirtschaftlichen Aktivitäten der Katholischen Kirche transparent. Mit exklusiven Interviews und Dokumenten zeigt die Dokumentation, wie der Heilige Stuhl und die katholische Kirche weltweit Geld machen und wie sie es ausgeben. Sie dokumentiert, wie die Spendenmaschine funktioniert, analysiert die Bilanz der Vatikanbank, die erstmals im Oktober 2013 veröffentlicht wurde, und offenbart dabei eine Kirche, die nicht immer eins mit ihrer eignen Mission ist.

Antifeministischer Kreuzzug

Fundamentalistische christliche Abtreibungsgegner bei ihrem Marsch im Jahr 2012 Foto: imago/Christian Mang

Radikale Abtreibungsgegner vereinen CDU, AfD und Neue Rechte
Christliche Fundamentalisten finden in Deutschland immer mehr Anhänger. Viele setzen Hoffnungen in die »Alternative für Deutschland«, die den Paragraf 218 verschärfen will.

Von Paul LisztND

Sie sind die jährlichen Großveranstaltungen einer Bewegung, die sich selbst »Lebensschützer« nennt: die Demonstrationen für das Verbot von Abtreibungen. Sie finden in München und Münster oder im Erzgebirge statt, der größte »Marsch für das Leben« jedoch an diesem Sonnabend in Berlin. Bis zu 4000 Teilnehmer waren im vergangenen Jahr in der Hauptstadt unterwegs, Männer, Frauen, Familien mit behinderten Kindern. Sie waren mit Bussen aus der ganzen Republik und aus dem benachbarten Polen angereist. Organisator ist der »Bundesverband Lebensrecht«, eine Dachorganisation von 13 der insgesamt 60 expliziten »Lebensschutz«-Gruppen in Deutschland.

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Papst Franz plant leichtere Annullierung von Ehen

Bild: youtube

Bild: youtube

Bisher kann es Jahre dauern, bis katholisch geschlossene Ehen für nichtig erklärt werden. Das will Papst Franziskus nun ändern.

SpON

Papst Franziskus strebt eine vereinfachte Annullierung katholischer Ehen an. Wie Radio Vatikan berichtet, hat der Papst eine Sonderkommission eingesetzt, die sich mit einer entsprechenden Reform des kirchlichen Eherechts befassen soll. Zu der Kommission gehörten der Franziskaner Nikolaus Schöch vom obersten vatikanischen Gericht (Apostolische Signatur) sowie der Jesuit Luis Francisco Ladaria Ferrer, Sekretär der Glaubenskongregation.

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Lebensmarsch: Bundestagsabgeordneter von ZDF-Mitarbeitern geschlagen

Hubert Hüppe (2013), Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de/KlausJürgenHövener

Marsch für das Leben: MdB Hubert Hüppe wurde von ZDF-Mitarbeitern geschlagen, von einer weiteren Person wurde er mit einem Farbbeutel attackiert.

kath.net

Der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe (Foto) war auf dem Marsch für das Leben in Berlin von zwei Mitarbeitern der ZDF-Satiresendung „Heute-Show“ geschlagen worden. Dies teilte der CDU-Politiker kath.net mit. Außerdem war er von einer weiteren Person mit einem Farbbeutel attackiert worden. Der nordrhein-westfälische Abgeordnete ist stellvertretender Vorsitzender der „Christdemokraten für das Leben“ und war von 2009 bis 2013 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

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