Archiv der Kategorie: Fundamentalismus

“Für manche Mädchen ist der Salafismus eine Befreiung”

KoranWas fasziniert junge Frauen an der Jihadisten-Bewegung? Islam-Expertin Claudia Dantschke im Interview

Interview | Julia HerrnböckderStandard.at

STANDARD: Zunehmend mehr junge Menschen aus Europa begeistern sich für den Jihad. Ist Religion die wahre Motivation dafür?

Dantschke: Wir kennen zwei Wege der Radikalisierung: Es gibt Jugendliche, die sind auf der Suche nach Spiritualität. Die landen im politischen Salafismus, aber nicht im Jihad. Sie setzen sich intellektuell mit den Schriften auseinander und sind teilweise extrem radikal, lehnen die Bewegung Islamischer Staat (IS) aber ab. Und dann haben wir Jugendliche, die fühlen sich in ihrer Familie, in der Gesellschaft entfremdet, und suchen Orientierung und Antworten auf den Sinn des Lebens.

STANDARD: Ähnlich den Mustern in der rechtsradikalen Szene?

Dantschke: Ja, durchaus. Diese zweite Gruppe versucht, alles zu rationalisieren. Gott wird plötzlich eine Person, wie eine Art starker Vater, der einen an die Hand nimmt und durchs Leben führt.

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Deutsche Dschihadisten werben in sozialen Netzwerken für IS

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Themenbild.

Deutsche Dschihadisten des Terrornetzwerks “Islamischer Staat” (IS) betreiben in sozialen Netzwerken wie Youtube und Twitter verstärkt Propaganda.

evangelisch.de

In den Veröffentlichungen würden Muslime in Deutschland “direkt und auf Deutsch angesprochen und zur Ausreise in das Dschihad-Gebiet aufgefordert”, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion.

Der IS verfüge über mehrere regional zugeschnittene Nutzerkonten in sozialen Netzwerken, insbesondere bei Twitter. Dort könnten sich Leser im Stil eines Live-Tickers über den Fortgang des Dschihads in ihrer Region informieren. Daneben verbreiteten auch Anhänger der Gruppe über eigene Nutzerkonten Propaganda für die Islamisten.

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Homeschooling-Eltern bekommen Sorgerecht zurück

Das Sorgerecht haben die Wunderlichs zurück, dies ändere aber nichts an der Schulpflicht ihrer Kinder, sagte ein Gerichtssprecher (Archivbild) Foto: flickr / IowaPolitics.com | CC-BY-SA 2.0

Das christliche Heimschul-Elternpaar Petra und Dirk Wunderlich bekommt das komplette Sorgerecht für seine Kinder zurück. Dies bestätige ein Sprecher des Oberlandesgerichtes Frankfurt gegenüber pro. Zuletzt unterrichteten die Eltern ihre Kinder erneut zu Hause.

pro Medienmagazin

Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) gibt mit einem Beschluss vom 15. August den Wunderlichs das komplette Sorgerecht für ihre vier Kinder wieder, sagte Jens Kreiling, stellvertretender OLG-Sprecher, gegenüber pro. Damit ist der Beschluss des Darmstädter Amtsgerichts, der den Eltern teilweise das Sorgerecht entzog, aufgehoben. Das Jugendamt strebe derzeit nicht an, die Kinder noch einmal aus der Familie heraus zu nehmen. Seit Ende Juni blieben die Kinder wieder der Schule fern. Dieser strafrechtliche Aspekt müsse allerdings getrennt vom Familienrecht gesehen werden, sagte Kreiling.

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«Wenn ihr weiter schlaft, kommen die Terroristen vor eure Tür»

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Irakisch-katholischer Bischof fordert Bereitschaft zu Militäraktionen – Man müsse mit diplomatischen Mitteln einschreiten «und wenn nötig auch mit Waffen».

kath.net

Der irakische katholische Weihbischof Shlemon Warduni hat vom Westen die Bereitschaft zu einer Militärinvention im Irak verlangt. «Wenn ihr weiter schlaft, kommen die Terroristen vor eure Tür», sagte der Vertreter des chaldäischen Patriarchates von Bagdad laut dem italienischen bischöflichen Pressedienst SIR am Donnerstag in Rimini. Man müsse mit diplomatischen Mitteln einschreiten «und wenn nötig auch mit Waffen».

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Evangelische Kirche steckt in ethischem Dilemma

Gott_mit_uns_1WKZu deutschen Waffenlieferungen in den Irak gibt es in der evangelischen Kirche unterschiedliche Positionen. EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hält sie für gerechtfertigt, und auch sein Vorgänger Wolfgang Huber spricht sich für den Einsatz von Waffengewalt aus. Margot Käßmann oder Friedrich Schorlemmer dagegen lehnen militärisches Engagement entschieden ab.

evangelisch.de

Der anglikanische Erzbischof von York, John Sentamu, betet seit vergangenem Sonntag stündlich für den Frieden. In seine Gebetswache schließt der Geistliche die weltweiten Konfliktherde ein, die von “Militarismus, Götzendienst, Diktaturen und Armut” geprägt sind. Auch die Kirchen in Deutschland sorgen sich um die von der Terrorgruppe “Islamischer Staat” (IS) bedrohten Menschen im Irak.

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You Can’t Understand ISIS If You Don’t Know the History of Wahhabism in Saudi Arabia

The dramatic arrival of Da’ish (ISIS) on the stage of Iraq has shocked many in the West. Many have been perplexed — and horrified — by its violence and its evident magnetism for Sunni youth. But more than this, they find Saudi Arabia’s ambivalence in the face of this manifestation both troubling and inexplicable, wondering, “Don’t the Saudis understand that ISIS threatens them, too?”

By Alastair CrookeTHEWORLDPOST

It appears — even now — that Saudi Arabia’s ruling elite is divided. Some applaud that ISIS is fighting Iranian Shiite “fire” with Sunni “fire”; that a new Sunni state is taking shape at the very heart of what they regard as a historical Sunni patrimony; and they are drawn by Da’ish’s strict Salafist ideology.

Other Saudis are more fearful, and recall the history of the revolt against Abd-al Aziz by the Wahhabist Ikhwan (Disclaimer: this Ikhwan has nothing to do with the Muslim Brotherhood Ikhwan — please note, all further references hereafter are to the Wahhabist Ikhwan, and not to the Muslim Brotherhood Ikhwan), but which nearly imploded Wahhabism and the al-Saud in the late 1920s.

Many Saudis are deeply disturbed by the radical doctrines of Da’ish (ISIS) — and are beginning to question some aspects of Saudi Arabia’s direction and discourse.

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NRW-Schulministerin Löhrmann predigt: „Jesus wertet nicht“

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Silvia Löhrmann ist überzeugt, dass Jesus der Inklusion positiv gegenüber gestanden hätte Foto: Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen / Wikipedia | CC-BY-SA 2.0

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Bündnis90 / Die Grünen) ist sich sicher, dass Jesus gegenüber dem Thema Inklusion aufgeschlossen gewesen wäre. Das sagte sie in einer Kanzelpredigt in Bonn.

pro Medienmagazin

Jesus habe bedingungslos alle Kinder aufgenommen, sagte Löhrmann in der Bonner Kreuzkirche. Es sei ihm nicht wichtig gewesen, „ob sie schlau, krank, jüdisch oder Waisen“ waren. „Jesus sagt nicht: Lasst die Kinder mit Gymnasialempfehlung zu mir kommen. Oder: Lasst die Kinder ohne Migrationshintergrund zu mir kommen. Nein: Jesus wertet nicht“, erklärte sie in ihrer Predigt über die Segnung der Kinder.

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Christlicher Lehrer wollte schwulen Jugendlichen mit Homo-Sex “heilen”

Die Baptistenschule wurde 1971 gegründet und verlangt von Eltern pro Jahr rund 4.000 Dollar Schulgeld, Bild: QUEER.DE

In einer Baptistenschule in den USA soll ein Lehrer über Jahre einen Jugendlichen vergewaltigt haben, damit er sexuelles Interesse an Frauen entwickelt.

QUEER.DE

Ein 32 Jahre alter schwuler Mann hat am Dienstag seine ehemalige Schule im Nordwesten von Mississippi angezeigt, weil er darin drei Jahre lang von einem Lehrer sexuell missbraucht worden sei. Kläger Jeff White behauptet, dass der Lehrer der Bethel Baptist School im 2.000 Einwohner zählenden Städtchen Walls die sexuellen Übergriffe als “Therapie” gegen Homosexualität bezeichnet habe. “Er hat mich vergewaltigt, weil ich schwul war, und gesagt, so würde ich lernen, Männer zu hassen und mich zu verändern”, erklärte White gegenüber der LGBT-Zeitung “Washington Blade”. Der Lehrer arbeitet heute als Pfarrer.

White hatte 1996 als Siebtklässler sein Coming-out gegenüber seinen christlich-konservativen Eltern, die dann die Baptistenschule um Rat fragten. Die Schule empfahl wöchentliche Beratungsgespräche mit dem beschuldigten Lehrer. Der Lehrer habe sich dann bis 1999 immer wieder an dem Jugendlichen vergangen.

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Taliban hissen Flagge auf früherem deutschen Camp

Zwischenerfolg im Krieg in Nordafghanistan: Taliban hissen ihre Flagge auf einem früheren Bundeswehrcamp Foto: etuzeu

Wo früher die Bundeswehr für Sicherheit sorgte, sind jetzt die Taliban wieder auf dem Vormarsch. Die afghanische Armee erleidet schwere Verluste, Zivilisten fliehen vor den islamistischen Kämpfern.

Von Nico WingertDIE WELT

Der Kommandant des schnellen Eingreifverbandes der afghanischen Armee (Quick Reaction Force, QRF), Oberst Abdullah Guard, ist bei den Polizisten ein gefragter Mann. Ihn rufen sie um Hilfe, wenn sie angegriffen werden. Seit Wochen eilt er mit seinen Spezialeinheiten von einem Kriegsschauplatz zum nächsten.

Besonders heftig waren die Attacken der Taliban auf die Stadt Kundus. “Von vier verschiedenen Stellen aus versuchten die Taliban, die Stadt zu erobern”, so der QRF-Kommandant. Die Kämpfe mit den afghanischen Sicherheitskräften sollen fast fünf Tage gedauert haben, nach drei Tagen waren die Taliban bereits innerhalb der Stadt und “starteten koordinierte Attacken an Checkpoints in unterschiedlichen Stadtteilen von Kundus”, beschreibt Polizeisprecher Syed Sarwar Hussani die bedrohliche Lage.

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Wien: Bei Zugverspätung—Bahnhof beten

Wiener Hauptbahnhof, Bild: APA/Hans Punz

Im neuen Wiener Hauptbahnhof, der in sechs Wochen eröffnet wird, können Touristen, Pendler und Mitarbeiter künftig in einem „Raum der Stille“ zur Ruhe kommen, beten oder ein Gespräch suchen.

religion ORF.at

Um einen Kontrapunkt zum Trubel der Reisenden zu setzen, hat die katholische Kirche einen dafür eingerichteten ellipsenförmigen Raum angemietet, will ihn aber für alle religiösen Gemeinschaften benutzbar halten. Das hat Christoph Pongratz, Leiter der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien, gegenüber „Kathpress“ dargelegt.

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Göring-Eckardt ist für Militäreinsatz

Gott_mit_uns_1WKMit den IS-Kämpfern könne man nicht verhandeln, sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion. Waffenlieferungen lehnt die Politikerin dagegen ab. Sie könnten in falsche Hände kommen. Humanitäre Hilfe sei oberstes Gebot.

evangelisch.de

Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hat sich für ein militärisches Eingreifen im Nordirak ausgesprochen. Göring-Eckardt sagte am Donnerstag dem Radiosender MDR Info in Halle, die IS-Kämpfer seien keine Gruppe, mit der man verhandeln könne. “Die muss man bekämpfen – sowohl politisch als auch militärisch.” Sie finde es daher “richtig, dass die USA dort eingegriffen haben”. Die Vereinigten Staaten hätten auch eine besondere Verantwortung.

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Sarah Palin invites Richard Dawkins

Dinosaur-PalinAtheist author and biologist Richard Dawkins tweeted his opinion that expectant mothers who find out their baby will have Down syndrome should ‘abort it and try again.’ Sarah Palin challenged him to meet her 6-year-old son Trig, who has Down syndrome.

By Michael SorrentinoDaily News

Former Alaska Gov. Sarah Palin is inviting a man, who previously claimed that unborn children with Down syndrome should be aborted, to meet her 6-year-old son who has the condition.

Biologist and atheist Richard Dawkins tweeted on Aug. 20 that an expectant mother who knew that her baby would have Down syndrome should “abort it and try again.” While Dawkins would later apologize for his “phraseology,” Palin took to Facebook the next day to invite him to meet her son, Trig.

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Bildungspolitik muss säkular sein

religionenZur Fragestellung, warum die Einführung eines islamischen Religionsunterrichtes abzulehnen ist, obwohl der christliche Religionsunterricht – aufgeteilt nach Konfessionen – noch existiert, scheint es geboten, auf die Geschichte des Religionsunterrichtes in Deutschland einzugehen.

Von Rainer PontinkaDie Freiheitsliebe

Bis zum späten 19. Jahrhundert bestimmten allein die Kirchen die Umsetzung u. a. bildungspolitischer und pädagogischer Vorgaben in der Volkschule. Im Königreich Preußen wurde die Schulaufsicht im Rahmen des Kulturkampfes 1872 teilweise verstaatlicht, doch durch die Ausgestaltung der Volksschule u.a. als Bekenntnisschule behielten die christlichen Kirchen maßgeblichen Einfluss auf die Bildung.

Vor der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung – mit der die Aufsicht über die öffentliche Schule im ganzen damaligen Reich in die Hand der weltlichen Behörde gelangte – gab es Bestrebungen in einzelnen Ländern, die Schule zu verweltlichen und die Bildung von religiösem Einfluss zu befreien.
So gab es in Preußen den „Erlass über die Aufhebung der geistlichen Ortschulaufsicht“ sowie den „Erlass über die Aufhebung des Religionszwangs in der Schule“. Hierdurch wurden Schüler und Lehrer von der Pflicht befreit, am Religionsunterricht teilzunehmen oder ihn zu erteilen; ebenso wurde die Teilnahme an Gottesdiensten freigestellt und Schulfeiern mit religiösem Charakter wurden untersagt.

Hamburg, Sachsen und Bremen schafften von 1918 bis 1919 den Religionsunterricht komplett ab, und auch Bayern hob die geistliche Schulaufsicht 1919 ab. Diese Neuerungen fanden keinen Eingang in die Reichverfassung – der vehemente Protest der Großkirchen beförderte den Religionsunterricht als „ordentliches Lehrfach“ in Artikel 149 der Weimarer Reichverfassung. 1933 bestätigte das zwischen Adolf Hitler und Papst Pius XI. geschlossene Reichskonkordat den katholischen Religionsunterricht als „ordentliches Lehrfach“ in Artikel 21; heute finden wir den RU in Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes.

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Lammert: Kirchen sollen Öffentlichkeit verdummbibeln

Themenbild

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Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die Kirchen aufgefordert, die Öffentlichkeit stärker für politische Entscheidungen zu sensibilisieren.

evangelisch.de

“Wir befinden uns in einer Zeit, die durch eine heftige Wiederbelebung religiöser Bezüge geprägt ist”, sagte Lammert am Mittwochabend in Berlin. Einfache Antworten auf komplexe Sachverhalte gebe es nicht.

Lammert äußerte sich bei einer Podiumsdiskussion organisiert vom Evangelischen Missionswerks in Deutschland und dem katholischen Hilfswerk missio. Man müsse sich fragen, wie man mit der Instrumentalisierung von Religion für politische Zwecke umgehe, betonte der Bundestagspräsident. Dies sei eine gigantische Aufgabe und eine Verantwortung, der man sich stellen müsse.

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Religiös motivierte Wirrköpfe bei Maischberger?

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Es war der erste Auftritt von Alice Schwarzer seit den Berichten über ihr Schweizer Bankkonto. Doch Maischberger wollte Schwarzer nicht rehabilitieren. Es wurde eine kontroverse Sendung über die Terrorgruppe Islamischer Staat.

Von Franz LübberdingFrankfurter Allgemeine

Dem christlichen Abendland kann niemand so schnell entkommen. Selbst dann nicht, wenn man wie Alice Schwarzer ihr ganzes Berufsleben mit ihm im Streit gelegen hat. Es war gestern ihr erster Auftritt im Deutschen Fernsehen gewesen, seitdem Medien über ihre Selbstanzeige beim deutschen Fiskus bezüglich ihres Schweizer Bankkontos berichtet hatten. Sie redete über ihren Fall mit drei Begriffen, ohne sie allerdings zu benutzen: Sünde, Buße und Vergebung. Nicht anders waren ihre Einlassungen zu interpretieren. Das ist auch kein Zufall. Unsere Geistesgeschichte und das Rechtssystem sind ohne diesen christlichen Hintergrund nicht zu verstehen. Sie brauchten aber zugleich die kritische Distanz zu dieser Tradition, um den Rechtsstaat und ein modernes Wissenschaftssystem auszuprägen. In dieser Nussschale lässt sich das Dilemma zusammenfassen, dem wir uns zur Zeit gegenüberstehen. Ist diese Aussage auch auf den Islam anwendbar? Oder ist er immer noch in der Geistesgeschichte und der Theologie seiner Frühzeit gefangen geblieben? Und was bedeutet das für Menschen, die sich heute zum Islam bekennen?

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“Wir tragen das Kreuz. Dann sollen sie uns umbringen”

Bild: nationalreview.com

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Die islamistische Terrormiliz im Irak bedroht Andersgläubige mit dem Tod. Zehntausende Christen sind auf der Flucht. Der “Kirche in Not”-Präsident über seine Erlebnisse im Flüchtlingsort Erbil.

Von Sonja GillertDIE WELT

Wer an etwas anderes glaubt als die radikalen Islamisten des Islamischen Staats (IS), wird umgebracht – mit dieser menschenverachtenden Losung im Kopf erobert die Terrormiliz im Irak immer mehr Teile des Landes. 1,2 Millionen Menschen haben die Islamisten bereits vertrieben. Zehntausende Jesiden sind auf der Flucht, aber auch Christen müssen um ihr Leben fürchten und ihre Heimatstädte wie Mossul verlassen. Das internationale Hilfswerk “Kirche in Not” unterstützt die Flüchtlinge mit Spenden, die im Kurdengebiet in der Stadt Erbil und dem Norden des Landes verzweifelt Sicherheit suchen. Johannes Freiherr Heereman, Präsident der Organisation “Kirche in Not” und Regina Lynch, Direktorin der Projektabteilung, haben sich Mitte August drei Tage lang ein Bild von der Lage der Christen in Erbils Stadtteil Ankawa und im Nordirak gemacht.

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Xaivier Naidoo und postmoderne Inquisition?

Der Mannheimer Morgen nimmt Xaivier Naidoo vor Denunziationsjournalismus in Schutz Foto: naidoo records | Alexander Laljak

In der deutschen Medienlandschaft macht sich ein „Denunziationsjournalismus“ breit. Ein Fall für Medienethiker, fordert Gastkommentator

Gerrit Hohagepro Medienmagazin

Seit Sonntag ist die Republik um einen prominenten Bösewicht reicher. Xavier Naidoo heißt er, und er sei, wie bei Spiegel online zu lesen war, „ein politischer Irrläufer, der für neue rechte Überzeugungen steht“. Starker Tobak aus der Feder von Georg Diez ,der sich schon mehrfach durch Totalverrisse von Zeitgenossen hervorgetan hat. Dieses Mal jedoch tobt Naidoos Heimatregion. Multikulti-Xavier – rechts?

Es ist mit dem Mannheimer Morgen ein Printmedium, das in diesem Fall darüber aufklärt, wie weit diese Einschätzung von den nackten Fakten entfernt sei. Demnach hatte Diez einen Spontanauftritt des Künstlers vom Freitag in eine der Montagsdemonstrationen verlegt. Im Nachhinein wurde sogar bekannt, dass dieser Auftritt vom Dokumentarfilmer Harald Woetzel erbeten worden war. Naidoo plauderte dabei über Bankenrettung und Nahrungsmittelspekulationen und am Ende forderte er die Zuschauer auf, sich selbst zu informieren über die Fragen: „Hat Deutschland eine Verfassung? Ist Deutschland noch besetzt? Tut der (sic!) NSA gar nichts Verbotenes, sondern darf er das eigentlich sogar, weil die Deutschen es ihm per Gesetz erlauben? Weil wir eigentlich gar kein richtiges Land und immer noch besetzt sind?“

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Drei unangenehme Wahrheiten zum Nahost-Konflikt

Ein israelischer Soldat beobachtet Proteste im Westjordanland Foto: picture-alliance/Anna Ferensow

Warum finden Israelis und Palästinenser keinen dauerhaften Frieden? Warum pumpen die Saudis nicht Geld nach Gaza? Warum gibt es dort keine Strandhotels? Drei Gründe, die zu selten benannt werden.

Von Hannes SteinDIE WELT

Eigentlich sollte nichts auf dieser Welt leichter zu lösen sein als der israelopalästinensische Konflikt. Israel beendet die Besatzung des Westjordanlandes und zieht sich auf sein Kernland zurück; die Palästinenser bekommen einen eigenen Staat; die Stadtgrenzen von Jerusalem werden so ausgeweitet, dass sie Abu Dis einschließen; dort nimmt die Palästinenserregierung ihren Sitz ein, so dass Jerusalem tatsächlich die Hauptstadt sowohl der Israelis als auch der Palästinenser wird.

Die Saudis überschütten den neu entstandenen Staat mit Petrodollars, so dass dort ein arabisches Wirtschaftswunder blüht; die Zeit heilt die schlimmsten Wunden; schon in der nächsten Generation gibt es gutnachbarschaftliche Beziehungen. Fertig. Warum ist all das nicht längst passiert? Weil es drei unangenehme Wahrheiten gibt, denen kaum ein Mensch ins hässliche Gesicht schaut.

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SCOTUS Prayer Ruling Silences New York Town’s Non-Christians

Image: PoliticusUSA

Of all the revolutionary ideas put forth by America’s Founders, prohibiting the establishment of religion was likely the greatest gift the Constitution’s framers bestowed on the young nation and subsequent generations of Americans.

By RmusePoliticusUSA

In fact, freedom of, and more importantly freedom from, religion was so important that the first line of the First Amendment prohibited the establishment of religion. It is a certainty that the Founders were well aware of the abuses on the people that establishing a religion would result in, and it is just as certain that “churches” took it as a personal affront they were forbidden from demanding adherence to their religion by the Constitution.

Despite the 1st Amendment, different Christian groups have made every effort to impose their religion on the people throughout the nation’s history, and after two-hundred-thirty-eight years, they were granted the authority to begin establishing Christianity by Supreme Court fiat. Besides the Catholic Court’s ruling that the “free exercise” clause trumps the Establishment Clause in the recent Hobby Lobby decision, the Catholic ruling that government prayers were the purview of Christians was the final insult to the rotting corpse of the prohibition on establishing religion.

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Einen Stahlhelm für Sozialethiker Huber

Quelle:dradio.de

Quelle:dradio.de

Die Vereinten Nationen sollten ihre Verantwortung wahrnehmen und die Menschen im Irak militärisch schützen, sagt Wolfgang Huber, der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende.

evangelisch.de

Der evangelische Sozialethiker Wolfgang Huber hält Militäreinsätze zum Schutz vor Völkermord und elementaren Verbrechen gegen die Menschlichkeit für moralisch angebracht. “Unsere Verantwortung für den Frieden kann im äußersten Notfall den Einsatz von Waffengewalt einschließen”, sagte der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland in einem Interview der Wochenzeitung “Die Zeit”. Mit Hinweis auf den Nordirak forderte Huber: “Wir müssen dem ‘Islamischen Staat’ das Handwerk legen. Aber wir müssen auch tragfähige, friedensfähige politische Strukturen aufbauen.”

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