Archiv der Kategorie: Islam

Umfrage: Mehrheit der Israelis lehnt interreligiöse Ehe ab

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Eine große Mehrheit der israelischen Bevölkerung ist gegen eine Ehe mit einem Partner, der nicht der eigenen Religion angehört.

evangelisch.de

Die Zeitung “Haaretz” veröffentlichte am Freitag eine Studie, der zufolge 75 Prozent der befragten Juden nur einen jüdischen Partner heiraten würden. Unter den arabischen Teilnehmern der Umfrage sprachen sich 65 Prozent gegen eine Ehe außerhalb der eigenen Religionszugehörigkeit aus.

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Der Islamische Staat ist eine Geburt der digitalen Moderne

Solche Bilder entsprechen der vom Islamischen Staat verfolgten “Ästhetik”. Sie werden für die Kamera in der Realität produziert. Bild: heise.de

So archaisch Ideologie und Ästhetik der Barbarei erscheinen mögen, sie sind Ausgeburt der westlichen Kulturindustrie.

Von Florian RötzerTELEPOLIS

Der Islamische Staat ist wie schon sein Vorläufer al-Qaida im Irak ein Phänomen des digitalen Zeitalters im archaischen Gewand einer archaischen Religion. Schon in der Hochzeit des sunnitischen Terrorismus im Irak wurden nicht mehr ewig lange Vorträge von Bin Laden oder al-Sawahiri, sondern Videos von Enthauptungen als grausame öffentliche Spektakel auf den Bildschirmen präsentiert, zunehmend aber auch in einen einlullenden hypnotischen Singsang eingebettete schnelle Schnittfolgen von Morden und Anschlägen, bei denen Menschen und Fahrzeuge mit einem Feuerball in die Luft gesprengt werden.

Nichts anderes eigentlich als ein aufs Wesentliche reduzierte Fassung eines Actionfilms, wie sie andauernd weltweit über die Bildschirme und Kinoleinwände verbreitet werden, oder eines Computerspiels, in dem der Nutzer mordend und zerstörerisch meist düstere Szenen durchläuft, gleich ob mit modernen Waffen in einem modernen Szenario oder in alten oder archaischen Welten. Oft genug werden apokalyptische Weltuntergangsszenarien suggeriert oder auch entfaltet. Das erhöht die Spannung, schärft die Unterschiede zwischen Freund und Feind und erklärt die Bedingungslosigkeit. Man kann wahrscheinlich ebenso von einem religiösen wie von einem nihilistischen Furor sprechen.

Die hier vorgeführte Ästhetik der Destruktivität durch enthemmte Gewalt zelebriert die Macht über Leben und Tod. Sie scheint ungeheuer attraktiv und faszinierend zu sein, zeigt sie doch das Böse, das kalt über alles hinwegschreitet, die Leidenschaft der puren Negativität, die sich im doppelten Wortsinn das Leben nimmt, wie das Hegel bereits einmal formuliert hat. Sonst würde diese Ästhetik von der Kulturindustrie nicht in endlosen Wiederholungen der blutigen und zerstörerischen Spektakel verbreitet und von den Menschen konsumiert werden. Je virtueller das intensive, von distanzierenden Reflexivität bereinigte Leben geführt wird, desto realer muss die Simulation des Irreversiblen inszeniert werden. Tod und Destruktion sind die gewissermaßen die blaue Blume im Virtuellen, die an das Leben erinnert – und weil alles so schnell vorbei ist, immer und immer wieder.

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Salafist Vogel fordert Jesiden auf zu konvertieren

Pierre Vogel macht mobil. Auf Facebook verkündet er zynisch, an die jesidischen Mitbürger, dass man eine Hotline eingerichtet habe. Die Jesiden können zum Islam übertreten und sich so vor der Hölle retten.

Darüber hinaus posiert er im IS-T-Shirt und zeigt seine Sympathie für die Steinzeit-Islamisten des Islamischen Staates. Ein Beispiel dafür, dass Profi-Boxen das Gehirn schädigt, irreparabel.

Screenshot BB/Facebook

Screenshot BB/Facebook

pierre_vogel_IS

Screenshot BB/Facebook

Man sollte ihn in die Klappse stecken, genau dort gehört er hin.

Glaube statt Waffen gegen Islamisten

Aiman_MazyekZentralrat der Muslime entsetzt über Vorgehen der IS-Milizen/Waffenlieferungen an Kurden werden dennoch abgelehnt.

ND

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat das Vorgehen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak scharf verurteilt. In einem Interview des »Münchner Merkur« vom Donnerstag sprach Mazyek von »Schandtaten dieser Barbaren und marodierenden Banden«. Die Ermordung des US-Journalisten James Foley und die Verbreitung eines Videos von der Tat durch den IS sei »in jeder Hinsicht widerlich« gewesen. Solche »Untaten« hätten mit dem Islam, dem Koran und der muslimischen Lebensweise nichts zu tun.

Mazyek betonte, es gebe unter den Muslimen weltweit »erstmals eine einheitliche Position«, die Taten des IS zu verurteilen. Dies gelte »vom sufischen Liberalen bis hin zum salafistischen Islam«. Die Muslime in Deutschland ermunterte Mazyek, klar Stellung zu beziehen. »Wir müssen raus aus dem Schneckenhaus und uns deutlich positionieren.« Deutsche Muslime sollten ‘»nicht nur für Gaza und den Frieden demonstrieren«, sondern müssten dies auch für Menschen tun, »die fälschlich im Namen des Islam leiden«.

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Feindbilder: Islamkritik als pure Provokation

Kopftuch als manifestierter Diskussionsstoff: Undenkbar, dass frau es freiwillig trägt. Picture alliance

Der Islam sei eine „totalitäre“ Religion, behauptet Frank A. Meyer. Die Islamwissenschaftlerin Katharina Pfannkuch, die viele Jahre in arabischen Ländern lebte und studierte, widerspricht: Eine derartige Pauschal-Kritik suggeriere eine muslimische Konformität, die schlicht nicht existiert.

Von Katharina PfannkuchCicero

Frank A. Meyer hat ein Problem mit dem Islam. Das ist ihm nicht zu verdenken angesichts aktueller Bilder von Zerstörung  und Gewalt, deren Urheber sich auf den Islam berufen. Seit Jahren wird diskutiert, ob dem Islam Gewaltbereitschaft innewohne, ob er mit Demokratie und Rechtsstaat vereinbar sei. Diese Fragen sind verständlich: Muslime leben schließlich mit uns in Europa. Da will man wissen, mit wem man es zu tun hat. Zahllose Islamexperten und -kritiker bieten dazu ihre Meinungen an.

„Der Islam wütet durch nahezu sämtliche Regionen, die er religiös bestimmt“, schreibt nun Meyer, um sogleich Kritik an seiner Wortwahl zuvorzukommen: Die Trennung zwischen Islam und Islamismus sei „Neusprech“, eine Schöpfung „deutscher Berufstoleranzler“. Meyer beschreibt den Islam wie einen lebendigen Organismus, der wütet, fordert und funktioniert.

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What the Jihadists Who Bought ‘Islam For Dummies’ on Amazon Tell Us About Radicalisation

islam_for_dummies

Can you guess which books the wannabe jihadists Yusuf Sarwar and Mohammed Ahmed ordered online from Amazon before they set out from Birmingham to fight in Syria last May? A copy of Milestones by the Egyptian Islamist Sayyid Qutb? No. How about Messages to the World: the Statements of Osama Bin Laden? Guess again. Wait, The Anarchist Cookbook, right? Wrong.

Huffington Post – Mehdi Hassan

Sarwar and Ahmed, both of whom pleaded guilty to terrorism offences last month, purchased Islam for Dummies and The Koran for Dummies. You could not ask for better evidence to bolster the argument that the 1,400-year-old Islamic faith has little to do with the modern jihadist movement. The swivel-eyed young men who take sadistic pleasure in bombings and beheadings may try to justify their violence with recourse to religious rhetoric – think the killers of Lee Rigby screaming “Allahu Akbar” at their trial; think of Islamic State beheading the photojournalist James Foley as part of its “holy war” – but religious fervour isn’t what motivates most of them.

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Deutsche Waffenlieferungen an Kurden: Türkei stoppt Bundeswehr-Flugzeuge

Die Türkei legt sich bei den Waffenlieferungen an die Kurden quer. Am Mittwoch wurde drei Transall-Maschinen (hier im Archiv-Bild) die Zwischenlandung auf einem türkischen Nato-Stützpunkt vorübergehend verweigert. Erst nachdem die Bundeswehr weitere Dokumente nachgereicht hatte, wurden die Flüge genehmigt. (Foto: Flickr/ Transall C-160 2 by Ronnie Macdonald CC BY 2.0)

Die Türkei ist irritiert über die geplanten deutschen Waffenlieferungen an die Kurden: Nach Ansicht Ankaras könnten die Waffen in die Hände der immer noch als Terror-Organisation eingestuften PKK gelangen. Die Türkei stoppte am Mittwoch vorübergehend drei Transall-Flugzeuge auf ihrem Flug in den Nordirak. Die Türken wollten die Maschinen nicht auf dem Nato-Stützpunkt in Incirlik haben. Die Türkei vollzieht seit einiger Zeit eine Annäherung an Russland.

Deutsch Türkische Nachrichten

Die kurdische Separatisten-Organisation PKK wurde in Europa und in den USA bisher als terroristische Vereinigung eingestuft. Doch derzeit nimmt der Westen eine Neubewertung der Separatisten vor.

Die USA liefern Waffen an die PKK und unterstützen sie in ihrem Kampf gegen die Mitglieder der Organisation „Islamischer Staat“. Die Terroristen der PKK erhalten also Unterstützung von den USA, um islamistische Terroristen im Irak auszuschalten, berichtet die Washington Post.

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Kauders lehre Sprechblasen: “Verantwortung vor Gott”

Kauder rechtfertigte Waffenlieferungen an die Kurden im Irak und erklärte, Deutschland müsse offen für Flüchtlinge aus Krisenländern sein Foto: pro

Die Entscheidung, Waffen in den Irak zu liefern, muss Volker Kauder vor Gott verantworten. Diese Gedanken hat der Unions-Fraktionsvorsitzende am Mittwochabend während seines Vortrags „Gefährlicher Glaube: Christenverfolgung heute“ im erzgebirgischen Schwarzenberg öffentlich gemacht. Der Politiker möchte Ende der Woche in das Krisengebiet reisen.

pro Medienmagazin

Christenverfolgung finde aktuell vor allem dort statt, „wo staatliche Autorität nicht mehr in der Lage ist oder nicht bereit ist, Religionsfreiheit zu schützen und die Christen zu schützen“, sagte der CDU-Politiker. Dies sei etwa im Irak, in Syrien, dem Libanon, im Südsudan oder in Nigeria der Fall.

Dass die Verfolgung durch Terrorristen und unterschiedliche ethnische Gruppen passiere, bezeichnete Kauder als „eine der größten Herausforderungen für uns in Deutschland und die demokratisch organisierte Welt“. Nun habe sich die Bundesregierung entschlossen, Waffen in den Irak zu liefern. Dieser Vorstoß folge langen Diskussionen, ob Deutschland nur materielle Unterstützung und Überlebenshilfe oder auch militärische Hilfe, Munition und Waffen, biete.

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Moscheen in Deutschland gehören zur Türkei!

Moscheen gehören nicht zu Deutschland! © Islamwoche Berlin

Ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, wird bekanntlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit lebhaft diskutiert. Ob Muslime zu Deutschland gehören, bekommt diese Tage eine erste Antwort; wohin Moscheen gehören, ebenfalls.

Von Ekrem ŞenolMiGAZIN

Nach dem Brand an der im Bau befindlichen Berliner Mevlana Moschee haben weder der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) noch der Innensenator oder die Senatorin für Integration die Unglücksstelle besucht, sondern der türkische Botschafter Avni Karslıoğlu und der türkische Generalkonsul Ahmet Başar Şen. Die beiden Repräsentanten der Türkischen Republik machten sich persönlich ein Bild von der Lage, bekundeten Anteilnahmen und hörten sich die Ängste und Sorgen der Gemeindemitglieder an. So erfuhren sie beispielsweise, dass der Moscheebau deshalb so schleppend vorangeht weil dringend benötigte Moscheebauer aus der Türkei seit vielen Monaten vergeblich auf ein Visum warten.

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Imam tritt aus Protest gegen Extremismus zurück

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Seine Moscheegemeinde lud einen Salafisten als Gastredner ein.

kath.net

In Großbritannien hat ein Imam aus Protest gegen extremistische Strömungen den Dienst in seiner Moscheegemeinde quittiert. Die Jalalia Moschee in der walisischen Hauptstadt Cardiff habe gegen seinen Willen einen salafistischen Gastprediger eingeladen, erklärte der Geistliche Mohammad Bashir Uddin. Der Prediger gehöre einer extremistischen Sekte an, die Studenten zum Kampf für die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) gewinnen wolle. Diese Gruppe geht im Nordirak mit äußerster Brutalität gegen Andersgläubige vor, besonders gegen Christen, Jesiden und gemäßigte Muslime.

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Kämpferinnen jagen IS: „Wer von einer Frau getötet wird, darf nicht in den Himmel“

Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB

Kurden-Kämpferinnen, Bild: FOCUS ONLINE/bearb.BB

In einer Welt, wie IS sie will, hätten sie nichts zu sagen. Nun stellen sich hunderte kurdische Kämpferinnen den Gotteskriegern entgegen. Für IS ist das ein doppeltes Problem: Denn wer von einer Frau getötet wird, kann nach ihrer Ideologie nicht in den Himmel kommen.

Von Linda WursterFOCUS ONLINE

Für die Terroristen des Islamischen Staates ist die Rolle der Frau klar definiert: Muslimische Frauen müssen sich verhüllen, den Anweisungen ihres Mannes folgen und dürfen das Haus nur verlassen, wenn es absolut notwendig ist. Und nicht-muslimische Frauen? Die werden verschleppt, vergewaltigt, verkauft oder gesteinigt.

Doch diese Frauen wollen den IS-Kämpfern in einer ganz anderen Rolle entgegentreten: Sie wollen diejenigen sein, die die Terroristen töten. Hunderte von kurdischen Frauen kämpfen im Irak und in Syrien gegen IS – oftmals in rein weiblichen Spezialkommandos.

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Dürfen Bilder von der Enthauptung des US-Journalisten gezeigt werden?

Ist die Veröffentlichung des Bildes moralisch bereits verwerflich, während die Rede über die Köpfung des US-Journalisten moralisch einwandfrei ist? Bild:heise.de

Für deutsche Meiden scheint das Wort unschuldiger als das Bild zu sein.

Von Florian RötzerTELEPOLIS

Der Islamische Staat hat die Enthauptung des seit 2012 in Syrien gefangenen US-Journalisten James Wright Foley wie ihre anderen Grausamkeiten gefilmt und als Video über das Internet verbreitet. Die für die Kamera und damit für die Öffentlichkeit inszenierte Enthauptung diente primär als Kampfansage an die US-Regierung, nachdem diese die islamistische Terrorgruppe mit der Luftwaffe angreift. In einem weiteren Video macht IS klar, dass man sich nun Auge in Auge mit dem großen Gegner sieht und so als globaler Akteur, ja, als Weltmacht wahrgenommen werden will. Das überzeugt vor allem die Anhänger und mögliche Rekruten, aber die für die Videobilder inszenierte Enthauptung hat ihre Wirkung nicht verfehlt und hat globale Aufmerksamkeit gefunden.

Exakt für die Erzeugung einer globalen Aufmerksamkeit wurde der Journalist auch getötet, zumal die Enthauptung des Amerikaners wohl von einem Briten ausgeführt wurde. Die Schock- und Erregungswellen, die nun weltweit entstanden sind, machen aber auch deutlich, dass das Leben eines Amerikaners, also eines Menschen aus dem Westen, offenbar sehr viel wichtiger ist als das von Menschen in Syrien oder im Irak, wo der Islamische Staat schon lange äußerst brutal und auch für die Kameras Menschen hingeschlachtet, geköpft oder gekreuzigt hat. Erst wenn ein Massenmord ansteht, wacht die westliche Wertegemeinschaft auf, wahrscheinlich auch erst wirklich dann, wenn eine Macht entsteht, die die geopolitisch gewünschte Ordnung durcheinander bringt und die eigene Sicherheit gefährdet. Das ist beim Islamischen Staat schon deshalb der Fall, weil er viele Menschen aus den europäischen Ländern anzieht, die die im Nahen Osten praktizierte Barbarei reimportieren könnten.

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USA bestätigen Echtheit von Enthauptungs-Video

Die Videoaufnahmen, auf denen US-Journalist James Foley von einem Dschihadisten enthauptet wird, wurden von den USA als echt bestätigt© REUTERS/Social Media Website

Die letzten Zweifel sind ausgeräumt: Experten des Weißen Hauses in Washington sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Video, das die Hinrichtung des US-Journalisten James Foley zeigt, authentisch ist.

stern.de

Das Weiße Haus in Washington hat die Echtheit des Videos bestätigt, das die Hinrichtung des US-Journalisten James Foley durch Dschihadisten zeigt. Die Geheimdienste hätten das Video untersucht, in dem Foley und sein Kollege Steven Sotloff zu sehen sind, und seien zu dem Schluss gekommen, dass die Aufnahmen authentisch seien, erklärte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Caitlin Hayden. Wie das Weiße Haus ferner mitteilte, will sich US-Präsident Barack Obama um 12.45 Uhr (18.45 Uhr MESZ) äußern.

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Warum junge Deutsche Terror und Tod bringen

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Sie kommen aus Berlin oder Dinslaken, doch sie verabscheuen die westliche Gesellschaft. Hunderte Deutsche kämpfen für die Terrorgruppe IS. Die “Welt” sprach erstmals mit einigen von ihnen.

Von Alfred HackensbergerDIE WELT

Das Funkgerät knarrt, dann sind arabische Wortfetzen zu hören. Abu Hamza al-Almani hat gerade Schichtdienst an einem Checkpoint in al-Rai, einer Kleinstadt im Norden Syriens. “Es ist nichts los hier! Ziemlich langweilig, den ganzen Tag hier rumzustehen”, beschwert sich der 23-Jährige, dessen arabischer Nachname – al-Almani – auf seine Herkunft aus Deutschland verweist.

Er hätte lieber ein bisschen “Action”, wie er es formuliert. Die Fotos auf seiner Facebook-Seite lassen erahnen, was er darunter versteht: Hamza mit Pistole, Hamza mit Kalaschnikow oder gemeinsam mit seinen Kumpels in Kampfpose vor einem Pick-up mit Flugabwehrgeschütz.

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London: “Halal-Revolution” und Kalifat-Flugblätter?

kalifat_flyer

Kalifat-Flugblatt

In Lebensmittelgeschäften und Supermärkten ist eine Halal-Revolution im Gange samt Aufrufen für den Islamischen Staat (IS). In vielen Lebensmittelgeschäften und Supermärkten halten Halal-Produkte Einzug. Er ist Ausdruck der stillen Ausbreitung des Islams im Westen. Mit den Halal-Produkten kommen auch Aufrufe für die Islamisten, einschließlich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS), die in Syrien und im Irak ein neues Kalifat ausgerufen hat und das von ihr besetzte Gebiet christenfrei mordet.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Die Nachricht von der Halal-Revolution stammt von der britischen Daily Mail. Die Tageszeitung berichtete, daß in diesen Tagen die Händler der Londoner Oxford Street Flugblätter und Broschüren aufliegen haben. Darauf steht geschrieben: „Das Kalifat hat sich konsolidiert“. Dazu die ausdrückliche Forderung, das Kalifat auf die ganze Welt auszudehnen. Es sei Aufgabe und „Verantwortung“ der Moslems, daß die weltweite Ausbreitung des vom Islamischen Staat (IS) im Nahen Osten ausgerufene Kalifat gelinge. „Aller Moslems“, wie es auf den Flugblättern heißt, auch jener, die in Großbritannien und in anderen europäischen Staaten leben. Mit den Flugblättern werden sie aufgefordert, nicht tatenlos zuzusehen, sondern ihren Beitrag zu leisten und sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen, der seit Monaten in Syrien und Irak für Greueltaten an Christen und anderen „Feinden des Islams“ verantwortlich ist. „Alle Moslems“ müßten an der „Morgenröte einer neuen Ära“ mitwirken.

Flugblätter in Londoner Geschäften für Islamischen Staat (IS)

Wie die Nachrichtenagentur Arabpress berichtet, listet eine verbreitete Broschüre die sieben goldenen Regeln auf, um dem Aufruf, zu den Waffen zu greifen, Folge zu leisten. Unter anderem heißt es dabei, daß der Scharia uneingeschränkter Gehorsam zu leisten sei. Die Moslems hätten ihre Sachen zu packen und zu den Waffen zu greifen, um den Dschihad zu unterstützen.

Für dem Geschäftsführer der Anti-Extremismus Foundation Quilliam, Ghaffar Hussein, ist die Verteilung dieser Flugblätter und Broschüren in Londoner Geschäften eine „eindeutige Gesetzesübertretung“. Und dennoch ist es geschehen und geschieht es noch immer mitten in einer europäischen Hauptstadt und ohne daß die Sicherheitskräfte einschreiten.

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Wien: Anteil der Katholiken seit 1970ern halbiert

Symbolbild / Bild: (c) FABRY Clemens

Die Gruppe der Menschen ohne Bekenntnis ist im selben Zeitraum auf fast ein Drittel gewachsen. Mehr als jeder zehnte Wiener ist mittlerweile Moslem.

Die Presse.com

Die Wiener Bevölkerung hat sich seit den 1970ern durch Migration deutlich gewandelt, und zwar auch in ihrer religiösen Zusammensetzung. So hat sich der Anteil der Katholiken von 1971 bis 2011 auf 41,3 Prozent halbiert, während der Anteil der Menschen ohne Bekenntnis sich auf fast ein Drittel (31,6 Prozent) verdreifacht hat. Die drittstärkste Gruppe sind mit 11,6 Prozent Muslime (1971: 0,4).

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Belgischer Beamter reißt Prinzessin Nikab vom Kopf

Burqua Burka

Burka (CC-by-sa/2.0/en by Rockin’ the Khuff)

Da hat er sich wohl die Falsche ausgesucht. Ein belgischer Beamter hat einer Frau den Nikab vom Kopf gerissen. Dumm nur, dass es sich bei der Frau um eine Prinzessin aus Katar handelte. Die verklagte ihn jetzt wegen Körperverletzung.

IslamiQ

Eine Prinzessin aus Katar hat am Montag (18.08.2014) vor dem Brüsseler Gericht Klage wegen vorsätzlicher Körperverletzung eingereicht. Ein leitender Beamter der Stadt, Jean-Marie Pire, soll der Prinzessin den Nikab, der nur einen schmalen Schlitz für die Augen freilässt, heruntergerissen und dabei die Ohrringe mit abgerissen haben, berichteten belgische Medien am Montag. Die Ohren der Prinzessin hätten daraufhin geblutet.

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Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Ein Vergleich von auferlegten Gruppenidentitäten

Muslimische Frauen: Oft Ziel von anti-islamischen Ressentiments und Angriffen © by Garry Knight auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Dieser und weiteren Fragen geht Cora Alexa Døving nach.

Von Cora Alexa Døving—IslamiQ

Existieren Ähnlichkeiten zwischen stereotypischen Porträts von Minderheiten, ungeachtet des sozialen und historischen Kontextes? Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Ist es insgesamt relevant, den Antisemitismus mit anderen Formen der Intoleranz, Diskriminierung und des Rassismus im Einklang zu betrachten? Diese Fragen bilden einen Teil der vergleichenden Analyse der antisemitischen Texte vom Anfang des 20. Jahrhunderts und antiislamischen Debatten, die heute in Norwegen geführt werden.

Während sich dieser Artikel gegen eine grundlegende Analogie zwischen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit (und ebenso gegen eine Analogie zwischen der strukturellen Position der Juden im neunzehnten Jahrhundert und Muslimen heute) stellt, argumentiert er für die Bedeutung einer vergleichenden semantischen Analyse der negativen Stereotypen des „Muslims“ und des „Juden.“

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ISIS militants claim to have killed US journalist James Foley

James Wright Foley

James Wright Foley

Militants from Islamic State (Isis) claimed to have killed an American journalist long held captive in Syria in retaliation for ongoing US airstrikes against its forces in Iraq.

The Guardian – Spencer Ackerman

A propaganda video circulated on Tuesday showed a masked Isis fighter beheading a kneeling man dressed in an orange jumpsuit who is purported to be James Wright Foley, a photojournalist who went missing in Syria in 2012.

The masked executioner spoke in English, with a hint of a British accent, and said that the slaying came in response to the airstrikes ordered by President Barack Obama against Isis 12 days ago.

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Sue Blackmore: A hundred walked out of my lecture

Sue Blackmore, Image: richarddawkins.net

I’m still shaken by yesterday’s lecture and its aftermath. Oxford in the 21st century was, I’d fondly assumed, the epitome of somewhere I could speak freely and fully, and expect people to listen and then argue and disagree if they wished to. Apparently not.

By Sue BlackmoreRichard Dawkins-Foundation

I was invited to give a lecture on memes by the “Oxford Royale Academy”, an institution that has nothing to do with the University of Oxford but hosts groups of several hundred 17-18 year-olds for two weeks of classes and, I guess, some kind of simulation of an ‘Oxford experience’. I was told they were of 45 nationalities and I assumed many different religions. So I prepared my lecture carefully. I tried it out the day before on my husband’s grandson, a bright mixed-race 16 year-old from Paris, and added pictures of the latest craze for ‘Fatkini posts’ and more videos, including my favourite Gangnam Style parody (Python style), but I wasn’t going to avoid the topic of religious memes – religions are an example, par excellence, of memeplexes that use wicked tricks to ensure their own survival. I simply made sure that my slides included many religions and didn’t single one out.

Looking back I should have seen trouble coming early on. I began with a pile of stuffed animals on the desk that I use to illustrate natural selection. Many laughed at my ‘dangerous predator’ eating them but at the word ‘evolution’ a young man in the second row began swaying side to side and vigorously shaking his head. I persevered, trying to put over the idea that evolution is inevitable – if you have information that is copied with variation and selection then you must get (as Dan Dennett p50 puts it) ‘Design out of chaos without the aid of mind’. It is this inevitability that I find so delightful – the evolutionary algorithm just must produce design, and once you understand that you have no need to believe or not believe in evolution. You see how it works. So I persevered.

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