Archiv der Kategorie: Islam

Salafisten zerstören 80 Mausoleen in Tunesien

Bild. dapd

Salafisten haben in Tunesien etwa 80 Schreine der Sufisten niedergebrannt und verwüstet. Die regierende islamistische Ennahda-Partei lässt die Radikalen häufig ohne Strafverfolgung davon kommen.

Von Detlef UrbanDeutschlandfunk

Die 30 Männer singen und beten schon seit zwei Stunden, ein rhythmischer Gesang. Es sind Sufis von der Bruderschaft Tijaneia, ihr Treffpunkt ist ein mit edlen Kacheln und Fayencen ausgestattetes Mausoleum in der Medina, der Altstadt von Tunis. Verehrt wird hier Sidi Ibrahim, ein Heiliger, zu Lebzeiten Diplomat, Dichter und Gelehrter. Sein Sarg steht im Nebenraum, doch der Heilige selbst wird nicht angebetet. Die Männer chanten bis zur Ekstase. Tausende Male wiederholen sie den Namen Allahs in verschiedenen Varianten: All-Erbarmer, All-Barmherziger, All-Mächtiger.

Der Sufismus verbreitete sich in Tunesien und im Maghreb ab dem 12. Jahrhundert. Es ist der religiös-kulturelle Humus, auf dem sich ein liberaler Volksislam in Tunesien bilden konnte. Scheich Ibrahim Riahi, ein Nachkomme des hier verehrten Sidi Ibrahim, war bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer einer großen Geschäftsbank. Er hat wie viele Sufisten ein asketisches Aussehen, ist fromm, doch äußerst weltgewandt.

“Der Sufismus in Tunesien ist ein guter Gegenpol zum religiösen Extremismus. Ganz allgemein gibt es gegenwärtig eine Tendenz in der islamischen Welt zur Intoleranz und zum religiösen Extremismus. Der Sufismus aber ist von seinem Wesen her Nächstenliebe, wie auch Liebe zu Gott und zu den Propheten.”

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Und täglich grüßt Frau Kelek…

Legen Sie das Kopftuch ab! von Necla Kelek © Screenshot aus Welt Online

Frau Kelek wirft der Islamkonferenz vor, trotz jahrelanger Beschäftigung mit Religionsfragen sei den „Funktionären“ eine Besserstellung von Frauen und Mädchen gleichgültig. Ihr Beitrag offenbart ein bedenklich verzerrtes Bild der (rechtlichen) Wirklichkeit.

MiGAZIN

Seit Jahren beschäftigt sich auch Frau Kelek, Teilnehmerin der ersten Deutschen Islamkonferenz (DIK I), mit Fragen der Religion in ganz eigener Art und Weise. Wie sie Frauen und Mädchen dabei unterstützen könnte, ihre grundrechtlich garantierten Rechte wahrzunehmen, ist ihr nicht nur gleichgültig, nein, sie setzt auch alles daran, zu verschleiern, was den tatsächlichen Inhalt und Umfang dieser Rechte angeht.

In ihrem in der Welt veröffentlichten Essay liefert Frau Kelek nicht nur einen Einblick in ihr mangelhaftes Grundrechtsverständnis, sondern offenbart auch eklatante Gedächtnislücken in Bezug auf die inhaltlichen Diskussionen der AG 2 (Religiös begründete schulpraktische Fragen) der DIK I. Im Rahmen der dortigen Gespräche hatte Frau Kelek reichlich Gelegenheit, ihre Position darzulegen und das hat sie – wenn sie denn an den Sitzungen teilgenommen hat, was anzunehmen ist – sicherlich auch getan. Zudem war sie mit ihrer Sichtweise, insbesondere, was das Kopftuch angeht, keine Einzelkämpferin gegen die 4 Vertreter des KRM, denn auch Frau Ates, Frau Cezairli, Herr Kolat und wahrscheinlich auch die Alevitische Gemeinde teilten ihre Sichtweise1 und auch von den staatlichen Vertretern dürfte kaum jemand im Verdacht stehen, ein Vorkämpfer für das Kopftuch zu sein.

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Bahrain: Haftstrafen für Majestätsbeleidigung auf Twitter

Hamad bin Isa Al Chalifa, Bild: wikipedia

Das mag das Königshaus in Bahrain überhaupt nicht. Ein Gericht in dem arabischen Golfemirat hat sechs Angeklagte zu Haftstrafen von einem Jahr verurteilt.

Deutschlandradio Kultur

Sie sollen den Herrscher des Landes, König Hamad bin Issa Al Khalifa, über den Kurznachrichtendienst Twitter beleidigt haben. Staatsanwalt Nayef Youssef sagte, die Meinungsfreiheit sollte aber nicht benutzt werden, um gesellschaftliche Normen zu verletzen. – In Bahrain gibt es seit Beginn des Arabischen Frühlings Protestaktionen gegen das autoritäre Herrscherhaus. 2011 wurde ein Volksaufstand mit Hilfe saudi-arabischer Truppen blutig niedergeschlagen.

Kairoer Grossscheich geisselt TV-Hassprediger

kairoer_großscheichDer Grossscheich der Kairoer al-Azhar-Universität, Ahmed Al-Tayyeb, beklagt den Einfluss islamistischer Fernsehsender. Viele Kanäle heizten mit ihren Botschaften religiösen Hass an, sagte der Geistliche zur Eröffnung des “Arab Media Forum” am Dienstag in Dubai. Seine grösste Sorge seien die teils “lächerlichen und absurden Urteile”, die islamische Hardliner unter dem Mantel der Religion als Fatwas verbreiteten.

kipa-apic

“Dutzende” Sender im Nahen Osten litten bei ihren islamischen Programminhalten an einem “Mangel an Professionalität”, sagte der Grossscheich laut dem in London angesiedelten Nachrichtenportal “Al Arabiya”. Die von Al-Tayyeb geleitete al-Azhar-Universität gilt als wichtigste Lehrautorität im sunnitischen Islam.

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SWR-Rundfunkrat: Freikirchen sind raus

Foto: SWR/Monika Maier

Die Freikirchen haben ihren Sitz im SWR-Rundfunkrat endgültig verloren. Am Dienstag nickten die Regierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz einen neuen Staatsvertrag ab, der statt des christlichen Vertreters einen muslimischen vorsieht.

pro Medienmagazin

Der Rundfunkrat setzt sich aus 74 Mitgliedern zusammen, die aus beiden Bundesländern stammen. Wie das Staatsministerium Baden-Württemberg mitteilte, werden künftig insgesamt je drei Repräsentanten der Landeskirche und der katholischen Kirche mitwirken sowie ein muslimischer Vertreter und einer der israelitischen Religionsgemeinschaften. Der Vertragsentwurf soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause von den Landesregierungen unterzeichnet werden. Bisher gilt ein Staatsvertrag aus dem Jahr 1997. Die Neuerungen sollen der gewandelten Medienwelt besser gerecht werden. In Kraft treten würde die neue Regelung 2014.

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An Australian woman is gang raped and jailed for having illicit sex under Sharia law

Bild: Atheisti Republic

Alicia Gali was an Australian employee of hotel chain Starwood in the United Arab Emirates when she was subjected to a brutal attack.

ATHEIST REPUBLIC

While using her laptop in the hotel bar, her drink was spiked and, while she was unconscious, Gali was raped by three of her colleagues. Gali woke up with multiple bruises and four broken ribs. At this point, she took herself to hospital and reported the crime herself.

Under UAE law, a rape conviction is only possible if the rapist confesses or four Muslim males give testimony against the accused. Without this, Gali found herself charged with a crime: sex outside of wedlock. She was found guilty and spent eight months in a UAE prison as punishment for her “crime”. Although now freed from prison, Gali is still suffering from post-traumatic stress disorder and is currently being cared for by her family.

Abandoned in the UAE – part 1

Abandoned in Dubai – Part 2

Saudi-Arabien: Frau wird Christin und flieht – 6 Jahre Gefängnis und 300 Peitschenhiebe für Fluchthelfer

Ein saudisches Gericht hat zwei Männer zu mehrjährigen Gefängnisstrafen und zusätzlicher Auspeitschung verurteilt, weil sie einer Frau geholfen haben, Christin zu werden und aus Saudi-Arabien zu fliehen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Dies berichtet die Tageszeitung Al-Hayat. Die Strafkammer der Stadt Al Jabar verurteilte einen libanesischen Christen zu sechs Jahren Gefängnis und 300 Peitschenhieben. Der zweite Mann, ein saudischer Staatsbürger, wurde zu zwei Jahren Gefängnis und 200 Peitschenhieben verurteilt. Beide waren Arbeitskollegen der Frau und kündigten an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Der Fall wurde 2012 bekannt, als Medien über die illegale Ausreise der saudischen Frau berichteten, die als „die junge Frau von Al Jabar“ bekannt wurde. Saudische Frauen dürfen nicht ohne Zustimmung ihres Vaters, Ehemanns oder Vormunds das Land verlassen. Die junge Frau hält sich derzeit an einem unbekannten Ort, wahrscheinlich in Schweden auf.

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Istanbul soll größtes Mohammed-Museum der Welt bekommen

Bild: de.123rf.com

Istanbul strebt einen neuen Superlativ an. Die Stadt am Bosporus soll das größte Mohammed-Museum der Welt bekommen.

Deutschlandradio Kultur

Auf 3.500 Quadratmetern will eine Stiftung Informationen und Gegenstände aus dem Leben des Propheten zusammentragen. Außerdem sollen Modelle der Moscheen von Mekka und Medina zu sehen sein, den Geburts-und Sterbeorten des islamischen Religionsgründers. Derzeit sind die Initiatoren weltweit damit beschäftigt, Artefakte zu kaufen oder Kopien davon anfertigen zu lassen, um sie nach Istanbul zu bringen.

„Spiegel Wissen“-Sonderheft: Über den Glauben

Foto: Heinrich-Böll-Stiftung

Viele Menschen sind auf der Suche nach Orientierung und einer höheren Wahrheit. Für die neueste Ausgabe von „Spiegel Wissen“ haben die Redakteure untersucht, welche Bedeutung die Weltreligionen haben und welche Sehnsüchte sie ansprechen. Auf 130 Seiten versuchen sie, die wichtigsten Fragen zu den Weltreligionen zu beantworten und darzustellen, warum Religion für die Menschen so wichtig ist.

pro Medienmagazin

Gleich zwei Religionen haben Platz im Leben von Michael Brück. Er studierte Theologie und ließ sich später zum Yoga- und Zen-Lehrer ausbilden. Als Christ fühlt er sich Jesus von Nazareth verbunden. In einem mehrseitigen Interview sagt er aber auch, dass Meditationen ihm dabei helfen, sich im Alltag auf Jesus als Vorbild zu besinnen. Brück spricht über die spirituelle Sinnsuche der Menschen und die Kraft der Rituale. Für ihn gibt Religion dem Unfassbaren einen Sinn.

Das Dossier geht auf die „vielen Welten“ des Glaubens ein, jeder Religion widmen die Redakteure ein Kapitel. Die Graphiken und Tabellen zu den Weltreligionen zeigen, dass der Glaube in Deutschland nie so vielfältig war wie derzeit. Die Journalisten stellen dar, wie häufig Christen die Gottesdienste besuchen, woran die Deutschen sonst noch glauben und wie sehr sie den Islam als Bedrohung sehen. In Daten und Fakten aufgearbeitet ist auch der Islam, das Judentum, der Buddhismus und der esoterische Sektor. Die Daten entstammen dem Religionsmonitor und Umfragen demoskopischer Institute.

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Fachjuristen: Kein Schutz religiöser Gefühle

Foto: florianplag (CC BY 2.0)

Religiöse Gefühle genießen keinen grundrechtlichen Schutz. So lautet das Fazit von Rechtsexperten bei der 113. Tagung des Studienkreises für Presserecht und Pressefreiheit beim Bayerischen Rundfunk am vergangenen Wochenende in München.

pro Medienmagazin

Zwei Tage lang diskutierten Medienjuristen, Richter, Hochschullehrer und Anwälte über das Spannungsverhältnis zwischen den Grundrechten auf Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit. Im Zentrum stand die Frage, wie der Staat beide Verfassungsrechte gleichzeitig garantieren kann. Der Staat müsse die Ausübung der Religionsfreiheit als Grundrecht schützen. Aber der säkulare Staat schütze weder den Namen Gottes vor Verunehrung noch die Religion als solche.

Prominentestes Beispiel aus jüngerer Zeit sind die Mohammed-Karikaturen, die die dänische Zeitung Jyllands-Posten im Jahr 2005 veröffentlichte. Der Abdruck führte in vielen, vor allem muslimisch geprägten Ländern zu Demonstrationen und Ausschreitungen und löst weltweit eine Diskussion über Pressefreiheit aus.

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Schmidt-Salomon: “Grundsätzlich verfehlt ist es, kulturelle Identitäten zu stärken”

Bild: heise.de

Der Philosoph und Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon über Aufklärung als Weltkulturerbe, die Kritische Islamkonferenz und warum “Integrationspolitik” vornehmlich als “Emanzipationspolitik” verstanden werden sollte.

Von Alexander DillTELEPOLIS

Nachdem mehrere Verbände ihre Teilnahme an der Deutschen Islamkonferenz des Innenministeriums abgesagt haben, wird unter dem Motto “Selbstbestimmung statt Gruppenzwang!” am 11. und 12. Mail 2013 in Berlin eine sogenannte “Kritische Islamkonferenz” stattfinden. Mitveranstalter ist der 1967 geborene Philosoph Michael Schmidt-Salomon. Dieser gilt mit seiner These “Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind” als radikaler Kritiker nicht nur der Kirchen, sondern auch des Christentums und der christlich-bürgerlichen Moral.

Die von ihm geleitete Giordano-Bruno-Stiftung versteht sich selbst als Stiftung “zur Förderung des evolutionären Humanismus” und wird überwiegend von Biologen und Wissenschaftstheoretikern beraten. Die Münchner Ortsgruppe rief dieses Jahr zu einem “Hasenfest” auf, um gegen den Feiertag Ostern zu protestieren.

Der Bestsellerautor hat zuletzt mit seiner Streitschrift “Keine Macht den Doofen” die ansonsten unpolitische Philosophieszene aufgemischt. Auf der dazugehörigen Webseite steht, die Schrift wende sich gegen den “globalen Irrsinn” und die “Religiotie”.

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WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

Am 7. Mai jährt sich zum ersten Mal die Verkündung des Urteils des Kölner Landgerichtes, das auch die “Beschneidung” von Jungen als strafbare Körperverletzung bewertete und damit eine heftige, bis heute anhaltende Debatte auslöste.

IBKA

Für diesen Jahrestag möchte der Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V., alle UnterstützerInnen der Forderung nach einem zweijährigen Moratorium vom Juli des vergangenen Jahres und des schließlichen alternativen Gesetzentwurfes einladen, eine Demonstration zu Ehren der Rechte aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religion gemeinsam durchzuführen – dort, wo die Debatte einen ihrer wichtigsten Impulse erfuhr:

am 7.5. 2013 um 11 Uhr am Landgericht KÖLN
Die Website der Aktion

Die genehmigte Route der Demonstration:

Die Auftaktkundgebung findet um 11 Uhr auf der Fläche zwischen den Gehwegen und dem Treppenaufgang zum Haupteingang des Amts/Landgerichts Köln, Luxemburger Strasse 101, statt.

Der Weg des Demonstrationszuges führt über die Luxemburger Straße, Pfälzer Straße, Barbarossaplatz, Neue Weyerstraße, Rothgerberbach, Blaubach, Hohe Pforte, Hohe Straße, Gürzenichstraße, Große Sandkaul, Marspfortengasse, Sporergasse und Am Hof zur abschließenden Kundgebung auf dem Roncalliplatz (gegen 13 Uhr).

Unterstützt und initiert von:

Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) – alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland
TERRE DES FEMMES e.V.
TABU e.V.
(I)NTACT e.V.
Zentralrat der Ex- Muslime
pro familia Nordrhein-Westfalen
Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten
AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung
Beschneidungsforum.de

Bangladesch: Mehr als 100.000 fordern Sittenstrenge

Bild: AFP

Mehr als 100.000 radikale Islamisten sind in Bangladesch für die Verschärfung der Blasphemiegesetze und strengere Geschlechtertrennung auf die Straße gegangen

UNTERNEHMEN-HEUTE.de

Mehr als 100.000 radikale Islamisten sind in Bangladesch für die Verschärfung der Blasphemiegesetze und strengere Geschlechtertrennung auf die Straße gegangen. Die Anhänger der neu gegründeten Bewegung Hefajat-e-Islam marschierten auf mindestens sechs Autobahnen in Richtung der Hauptstadt Dhaka und blockierten den Verkehr. Vor der größten Moschee des Landes wurde bei Zusammenstößen mit der Polizei mindestens ein Mensch getötet.

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Auf der Suche nach einem neuen Humanismus

Bild: science.orf.at

Der Literaturwissenschaftler Edward Said hat mit seinen Schriften und Aktivitäten stets polarisiert: Sein Hauptwerk “Orientalismus”, in dem er die abendländischen Vorstellungen vom Orient als eine Konstruktion westlicher Schriftsteller und Wissenschaftler entlarvte, erregte in der akademischen Welt großes Aufsehen und sorgte gleichzeitig für Irritationen.

SCIENCE.ORF.at

Auch das politische Engagement des palästinensisch-amerikanischen Intellektuellen für die Rechte der Palästinenser wurde vielfach kritisiert. Anlässlich des zehnten Todestages von Edward Said am 25. September 2013 fand Mitte April eine Konferenz in Utrecht statt, die sich eingehend mit seinem wissenschaftlichen Werk und seiner politischen Tätigkeit befasste.

Hat europäischen Orientalismus dekonstruiert

Der allgemeine Tenor der Vorträge und Diskussionen lautete, dass das facettenreiche literaturtheoretische Werk und das leidenschaftliche politische Engagement Saids eng miteinander verbunden seien, wie der französische Philosoph Etienne Balibar im Gespräch mit science.ORF.at anmerkte.

“Said verabschiedete das binäre Konzept von literaturtheoretischer und politischer Tätigkeit”, so Balibar, “um die Möglichkeit eines neuen Humanismus zu schaffen, den ich als Universalismus bezeichnen möchte”. Der von Said verstandene Humanismus beschränkte sich jedoch nicht auf den europäischen Humanismus, sondern bezog alle Weltkulturen mit ein.

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Boston, Bombs and Borat: From Kazakhstan with Truth

credits: vice.com

BORAT-STAN’S SOCIAL NETWORK DILEMMA
After the attacks in Boston, I flew to Central Asia, to Kazakhstan, the region our Western media portrays as the cradle for terrorist criminals. I thought it would be worthwhile to find out something about this part of the planet beyond what we’ve got thus far from Fox TV and Borat.

by Greg Palast - vice.com

Yesterday, Boston Police arrested two men from Kazakhstan and another from Cambridge, Massachusetts, who are friends of the Boston Marathon bombers. The two young American-Muslim men who killed in Boston did so, it appears, to support the Chechen jihad. The fact that the two Kazakhs aren’t accused of helping to plot the bombing – although they have been charged with covering up evidence after the event – won’t stop Americans from thinking of Central Asia as anything but a breeding dish for terrorists.

In Kazakhstan, I’ve joined a meeting of fellow journalists brought here by the government of this newly-born oil giant. Here on the Steppes, where armed Islamists use social networks to recruit killers, where rumours can be deadly as cyanide, where gangsters, conmen and liars use social networks to create riots and mayhem, the Kazakh government seeks advice from me and a gang of fellow reporters on “information wars and information security systems”.

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Christen-Fundis sind lieb – Islamisten böse

Foto: pro

 

Fundamentalisten verdunkeln die helle Seite des Glaubens. Das hat die Beauftragte für Weltanschauungsfragen in der Württembergischen Landeskirche, Annette Kick, am Freitag auf dem evangelischen Kirchentag in Hamburg erklärt. Sie warnte auch vor Vorurteilen: Evangelikale seien nicht automatisch Fundamentalisten, sagte sie.

pro Medienmagazin

Fundamentalisten prägten die öffentliche Wahrnehmung des Christentums, sagte Kick. Damit machten sie aus einer „Froh-Botschaft” eine „Droh-Botschaft”. Menschen, die aus fundamentalistischen Gruppen ausstiegen hätten oft ein gestörtes Gottesverhältnis. „Je mehr solche Positionen die Wahrnehmung der Öffentlichkeit bestimmen, desto schneller wird die Entchristlichung stattfinden”, ist sie überzeugt.

Fundamentalisten als evangelikal zu bezeichnen, werde den Unterschieden in den verschiedenen Strömungen nicht gerecht. Nicht alles, was fromm sei, sei gleich fundamentalistisch. Fundamentalismus sei vielmehr eine Ausprägung des Evangelikalismus. „Der Hauptstrom der Evangelikalen ist noch nicht fundamentalistisch”, sagte sie. Bei ihnen stehe der Glaube an Jesus im Mittelpunkt, nicht die buchstabengetreue Lesart der Bibel. Als „Mainstream-Evangelikale” bezeichnete sie etwa den Gnadauer Verband und „große Teile der Evangelischen Allianz”. Etwa ein Drittel der Gemeindeneugründungen seit den 70er Jahren habe fundamentalistische Ansätze. Neucharismatische Kirchen teilten fast alle ein fundamentalistische Bibelverständnis.

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Richard Dawkins, ‘Islamophobia’ and the atheist movement

Photograph: Alastair Thain/Guardian

Whether or not ‘Islamophobia’ is a valid term, leading atheists like Sam Harris and Richard Dawkins have been confused, inconsistent and blundering in their attempts to talk about Muslims

by Martin Robbinstheguardian/THELAYSCIENTIST

Sam Harris is about as consistent as Glenn Greenwald is concise, which made their exchange of multi-thousand word cowpats last month particularly grueling reading. That’s a shame, because Harris dropped a retrospective clanger that very few people picked up on. It came in a recent volley against Greenwald, in which Harris attempted to deconstruct the idea of Islamophobia (my emphasis):

“[Islamophobia] is, Greenwald tells us in his three points, an ‘irrational’ and ‘disproportionate’ and ‘unjustified’ focus on Muslims. But the only way that Muslims can reasonably be said to exist as a group is in terms of their adherence to the doctrine of Islam. There is no race of Muslims. They are not united by any physical traits or a diaspora. […] The only thing that defines the class of All Muslims – and the only thing that could make this group the possible target of anyone’s “irrational” fear, “disproportionate” focus, or “unjustified” criticism – is their adherence to a set of beliefs and the behaviors that these beliefs inspire.”

“So ‘Islamophobia’ must be – it really can only be—an irrational, disproportionate, and unjustified fear of certain people, regardless of their ethnicity or any other accidental trait, because of what they believe and to the degree to which they believe it.”

“They are not united by any physical traits or a diaspora,” says Harris. Which is absolutely fine, except this is same Sam Harris who wrote In Defense of Profiling barely a year ago, an article in which he suggested: “We should profile Muslims, or anyone who looks like he or she could conceivably be Muslim, and we should be honest about it.”

cont’d

Verfolgte Christen brauchen den Einsatz von Kirche und Politik

Robert Zollitsch

Robert Zollitsch (CC-by-sa/3.0/de by Schwarzwälder)

DBK-Vorsitzender Zollitsch: Immer häufiger würden Christen Zielscheibe von Gewalt und Terrorakten – „Der arabische Frühling ist vielerorts zum bitteren Winter umgeschlagen“

kath.net

Kirchen und Politik sollten sich gemeinsam für verfolgte Christen einsetzen. Dazu hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Foto), beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg aufgerufen. Wie er in einer Bibelarbeit am 2. Mai sagte, sei angesichts der Gewalt gegen christliche Minderheiten in vielen Ländern die Solidarität aller Christen gefordert: „Wir sind durch die Botschaft der Nächstenliebe dazu aufgerufen, unsere Mitchristen durch unser gesellschaftliches und politisches Engagement und durch unser Gebet zu unterstützen.“

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Necla Kelek – die deutsche Haustürkin

Bild: Reuters

Auch als Minderheit hat man Privilegien. Beispielsweise dann, wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt. Dort haben wir eine Deutungs- und Meinungshoheit über unsere Leute, unsere Minderheit. Das ist unsere Geldmaschine. Unsere Macht.

Von Kübra Gümüsaytaz

Ich könnte jeden Schwachsinn erzählen, ich würde immer irgendwo Menschen finden, die ihn bereitwillig glauben. Denn wenn ich es sage, „die Türkin“, „die Muslimin“, dann wird es schon stimmen. Ich muss nichts beweisen. Das fängt an bei ironischen Märchen wie: „Na klar duschen wir mit dem Kopftuch“ (schon passiert). Und hört tatsächlich nirgendwo auf. Er geht so weit, wie „der Türke“ oder „die Türkin“ ihn gerne treiben mag.

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Mehrheit der Muslime für Anwendung der Sharia

Foto: ©APA

Eine Mehrheit der Muslime in der Welt will laut einer Studie die Anwendung des islamischen Gesetzes der Sharia in ihrem Land.

Kleine Zeitung

Allerdings zeigte die Umfrage zu den 1,6 Milliarden Muslimen weltweit erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern, wie das Forschungsinstitut Pew bei der Vorstellung der Studie “Religion, Politik und Gesellschaft” am Dienstag erklärte.

So bejahten 99 Prozent der Befragten in Afghanistan die Anwendung der Sharia, während es in der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan nur acht Prozent waren. Zudem gingen die Meinungen auseinander, in welchen Bereichen die Sharia angewandt werden sollte. Vor allem in Ländern, in denen es bereits Sharia-Gerichte gibt, wird ihre Anwendung in Fragen des Familien- und des Grundrechts, nicht aber des Strafrechts gewünscht. Die Hinrichtung von Konvertiten und Körperstrafen wie Auspeitschen und Handabhacken wurde demnach in den meisten Ländern nur von einer Minderheit befürwortet, nur in Afghanistan und Pakistan gab es dafür breite Zustimmung.

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