Archiv der Kategorie: Islam

Mysteriöse „Scharia-Polizei“ provoziert in Leipzig

Die Innenstadt von Osten: links das City-Hochhaus mit dem Gewandhaus am Augustusplatz, auf der anderen Platzseite unterhalb der Bildmitte das Opernhaus, in den Ecken rechts die Red Bull Arena (oben) und das Wintergartenhochhaus (unten), 2008. Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-de/MartinGeisler

Rätselhafte Aktion in Dresden: Auf dem Marktplatz hat eine Gruppe vermummter Männer eine Tötungsszene des IS nachgestellt. Einer der Männer trug eine Warnweste mit der Aufschrift “Scharia-Polizei”. Ein anderer schwang eine Machete.

FOCUS ONLINE

Mysteriöser “Scharia-Polizei”-Vorfall in Leipzig: Eine Gruppe Vermummter habe am Dienstag auf dem Markt “offenkundig den Terror des IS”, dargestellt, teilte die Polizei mit. Einer habe sich als Getöteter auf den Boden gelegt, ein weiterer habe rote Flüssigkeit verteilt, ein Dritter wild eine Machete geschwungen. Die Unbekannten hätten Flyer an Passanten verteilt, einer von ihnen habe eine orange Warnweste mit der Aufschrift “Scharia-Polizei” getragen. Ein Zeuge habe die Polizei alarmiert. Als die Beamten eintrafen, seien die Vermummten jedoch verschwunden gewesen.

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Neil deGrasse Tyson Explains His Problematic George W. Bush Misquote

A couple of weeks ago, I posted about some questionable statements Neil deGrasse Tyson makes in his presentations.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

One of them in particular invoked something President George W. Bush supposedly said after 9/11 (beginning at 1:35):

… Here’s what happens. George Bush, within a week of [the 9/11 terrorist attacks] gave us a speech attempting to distinguish we from they. And who are they? These were sort of the Muslim fundamentalists. And he wants to distinguish we from they. And how does he do it?

… He says, “Our God” — of course, it’s actually the same God, but that’s a detail. Let’s hold that minor fact aside for the moment. Allah of the Muslims is the same God as the God of the Old Testament. So, but let’s hold that aside. He says, “Our God is the God” — he’s loosely quoting Genesis, biblical Genesis — “Our God is the God who named the stars.”

To be clear, according to Tyson, a week after 9/11, Bush said “Our God is the God who named the stars” in order to distinguish us (the good guys) from the fundamentalist Muslims (the bad guys).

He followed that up with a line about how two-thirds of the stars actually have Arabic names (cue audience laughter). Not only are we united in that way, we owe a great debt to Arabic scientists of the past.

The problem was: There’s no evidence Bush actually said that right after 9/11. They only time he says anything close to it is from 2003, after the explosion of the Space Shuttle Columbia, as a phrase intended to unite us all. Watch the 2:45 mark:

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Wahl Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Dodo des Monats September 2014

Der Monat September ist Geschichte und eine Füllen von obskuren, irrationalen, fundamentalistischen Aussagen, Meinungen, aus Politik und Religion, haben sich angesammelt. Die Kandidaten sind letztlich eine Auswahl aus dem ganzen Müll, der  im Laufe eines Monats produziert wird. Hier sind die Kandidaten:
  1. Reinhard Marx, “will Gesundheitspolitik mit dem Strafgesetzbuch regeln.”
  2. WDR, “manipuliert Ukraine-Konflikt mit altem Panzerbild.”
  3. Volker Kauder, “…christlich-völkisches Geburtsrecht.”
  4. Christine Lieberknecht, “mit Bibelversen gegen die AfD.”
  5. Yasmin Fahimi, “erklärt den Islam.”
  6. Karin Bertholdes-Sandrock, “warnt vor Homosexuellen an Schulen.”
  7. Jean-Claude Hollerich, “droht mit Kulturkampf in Luxemburg.”
  8. Malu Dreyer, “wünscht sich gemeinsames Abendmahl.”
  9. Günther Jauch, “gerät der Dschihad-Talk aus dem Ruder.”
  10. Papst Franz, “beschwört den Teufel.”
  11. Peter Frey, “Eklat im ZDF-Fernsehrat.”
  12. Deutsche Bischofskonferenz, “Aufklärung der Missbrauchsfälle kommt nicht voran.
  13. Aiman Mazyek, “Kopftuchurteil ist Rückschlag für Integration.”
  14. Wolfgang Thierse, “Kirche ist Anwalt der Ausgegrenzten.”
  15. Bundesarbeitsgericht, “Kirchliche Einrichtungen dürfen Kopftuch verbieten.”
  16. “Marsch für das Leben”, “Gott macht Müll.”
  17. Martin Walser, “im Gotteswahn.”
  18. Volkshochschule Mainz, “Esoterische Angebote im Programm.”
  19. Stadtrat Leipzig, ” 700 Millionen € Schulden, 1 Million für die Katholen.”

Die Wahl ist bis zum 07. Oktober 2014, 18:00 Uhr befristet. Mehrfachauswahl ist möglich. Der Gewinner wird am 08.10., hier auf dem Blog, gewürdigt. Viel Spaß!

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Journalisten und Medien: Des Terrors nützliche Idioten

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Überall rüsten bärtige Männer zum Kampf und die Medien tragen die Botschaft brav in die Welt. Der Journalismus läuft Gefahr, zu einer Außenstelle der Terrorpropagandisten zu werden.

Von Alexander KisslerCicero

Es war ein herrlicher Spätsommersonntag in Deutschland, der Oktober will golden werden. Doch die Seele wird auf November gedimmt, die Welt stehe am Abgrund. So wird es mir minütlich in die Ohren gehämmert. Wer in diesen Tagen auch nur einen Blick wirft auf Smartphone oder Tablet, wer Zeitung liest, Fernsehen schaut, Radio hört, dem wird beklommen zumute. In fast jeder Ecke dieser schönen Welt rüsten bärtige Männer zum Kampf gegen unser aller Leben. Den Tod wollen sie, die Freiheit hassen sie, Liebe kennen sie nicht.

Ja, ich weiß, es ist furchtbar bestellt um diese schöne Welt an immer mehr Stellen. Ja, es wird gemordet und gemetzelt, kein Gott will sich erbarmen. Doch steht die Welt am Abgrund? Und falls sie es tut: Ist sie dem Abgrund näher als anno 1917 oder 1944 oder inmitten des zu schlimmsten Bestialitäten sich auftürmenden Dreißigjährigen Krieges? Nein, das ist sie nicht. Wohl aber wird uns, wird mir jede Gräueltat brühwarm ins Haus geliefert, reicht die stets sich erneuernde Blutspur bis in unsere Wohnzimmer und Schlafstuben. Und, schlimmer noch: Auch die bloße Ankündigung eines Gräuels zählt zum Standard im Nachrichtengeschäft. Der Journalismus läuft Gefahr, sich in eine Außenstelle der Terrorpropagandisten zu verpuppen.

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Muslim kündigt ‘große Schlacht’ gegen Christen an

Von Kurt Westergaard

Von Kurt Westergaard

Londoner Hassprediger mit acht Anhängern festgenommen

kath.net

Obwohl muslimische Gelehrte und Dachverbände die Gräueltaten radikal-islamischer Terrorgruppen wie etwa des „Islamischen Staates“ (IS) als unislamisch verurteilt haben, verteidigen einzelne Salafisten den „Heiligen Krieg“ gegen „Ungläubige“. So kündigte der Londoner Prediger Anjem Choudary eine „große Schlacht“ gegen Christen in Syrien an, in dem die Muslime siegen würden. Diese Äußerung steht im Widerspruch zu kirchlichen Stellungnahmen, wonach es sich bei den Kämpfen von IS im Mittleren Osten sowie von Terrorgruppen wie Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) in Nigeria oder El Shabab (Die Jugend) in Ostafrika keinesfalls um „Religionskriege“ handele. Der 47-jährige Rechtsanwalt Choudary wurde am 25. September mit acht Anhängern festgenommen. Der Londoner Zeitung „The Times“ zufolge ermittelt die Polizei, ob sie junge Muslime für IS rekrutiert haben. Zu Choudarys Anhängern gehörten die Extremisten Michael Adebolajo und Michael Adebowale, die den 25-jährigen Militärmusiker Lee Rigby am 22. Mai 2013 im Londoner Stadtteil Woolwich mit einem Beil zu Tode gehackt hatten, kath.net hat berichtet. Die vom Christentum zum Islam konvertierten Männer mit nigerianischen Wurzeln riefen dabei: „Allah ist groß!“

Erdogan für Pflichtfach „Sunnitische Religion“

Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)

Recep Tayyip Erdogan (Bild: Regierung v. Chile, CC-BY 3.0)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Forderung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), islamisch-sunnitischen Religionsunterricht als Pflichtfach zu streichen, zurückgewiesen.

religion ORF.at

Wenn der verpflichtende Islamunterricht als Pflichtfach in den Lehrplänen an türkischen Schulen abgeschafft werde, werde „die Lücke von Drogen, Abhängigkeit und Gewalt gefüllt“, sagte Erdogan nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu vom Montag. Der EGMR in Straßburg hatte die Türkei in einem Urteil Mitte September aufgerufen, den Schülern im Land die Möglichkeit zu geben, sich vom bisherigen Pflichtfach Religion befreien zu lassen, ohne dass die Eltern ihre Religionszugehörigkeit offenlegen müssten. Der Staat müsse in religiösen Dingen neutral bleiben.

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“Frau muss ihren Mann nicht immer fragen”: Jetzt meldet sich der Krawall-Imam auf Facebook

shariaDeutschland spricht über den Krawall-Imam, der am Sonntag bei “Günther Jauch” seinen großen Auftritt hatte.

The Huffington Post

Der 37-jährige Abdul Ahdim Kamouss sprach mit vielen Gesten von “Islamophobie” in Deutschland und quasselte derart viel, dass der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach und der Berliner Bürgermeister Heinz Buschkowsky sichtbar genervt resignierten. “Ist Jauchs Quassel-Imam gut oder böse?“, fragte “Bild”.

Bisher schwieg Ahdim Kamouss zu der Debatte zu seiner Person – doch jetzt meldete er sich auf seiner Facebook-Seite.

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Islamisten hinter Sperrung von YouTube-Kanal

Islamisten haben YouTube zur Sperrung des islamkritischen Kanals „Al Hayat TV“ veranlasst Foto: Al Hayat TV

Die Betreiber des islamkritischen YouTube-Kanals „Al Hayat TV“ fühlen sich in ihrem Verdacht bestätigt, dass Islamisten hinter der Sperrung ihres Kanals stecken. Bei den Verantwortlichen gingen Todesdrohungen ein, weil sie den Propheten Mohammed diskreditiert hätten.

pro Medienmagazin

Am 25. September 2014 hatte sich ein Internet-Nutzer mit dem Namen „FirstCrist, Copyright“ bei YouTube darüber beschwert, dass der Kanal „Al Hayat TV“ gegen Urheberrechte verstoße. Daraufhin informierte YouTube die Kanal-Betreiber darüber, dass falls zwei weitere Beschwerden erfolgen würden, der Kanal geschlossen werden müsse. Es sei denn, die Verantwortlichen von „Al Hayat TV“ reichten eine Gegendarstellung bei YouTube ein. Dies hätte jedoch bedeutet, dass der unbekannte Beschwerdeführer die Namen und Adressen der Kanal-Betreiber bekommen hätte.

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Agent Storm: Inside al Qaeda for the CIA

Image: CNN, Screengrab:BB

Image: CNN, Screengrab:BB

Two worlds. Two identities and the ever-present, very real risk of death.
That was the life of Morten Storm, a radical Islamist turned double agent, who’s now lifting the lid on some of the world’s best-kept secrets.

By Nic Robertson, Ken Shiffman, Keith Lovely Jr. and Dana FordCNN

His life is the stuff of spy novels, and he talks about it in his book: “Agent Storm: My Life Inside al Qaeda and the CIA,” co-authored by CNN terrorism analyst Paul Cruickshank and Tim Lister. Both men are CNN contributors.

He also recently sat down with CNN Senior International Correspondent Nic Robertson.

I had these different names. I had different personalities,” Storm said. “I was Morten Storm, Murad Storm, Abu Osama, Abu Mujahid.”

He was so trusted by senior al Qaeda leaders he once fixed one up with a European wife, all the while — Storm claims — working for Western intelligence agencies.

“For half a decade, I moved back and forth between two worlds and two identities — when one misplaced sentence could have cost me my life,” he writes in the book. “Traveling between atheism and hardline Islam, English and Arabic.”

“It’s some kind of schizophrenic lifestyle,” he said.

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Deutsche Geiseln flehen Berlin um Hilfe an

Die Islamistengruppe Abu Sayyaf droht mit der Enthauptung der deutschen Geiseln, sollte Deutschland die Militäraktionen der USA und ihren Verbündeten gegen den Islamischen Staat in Syrien und dem Irak weiterhin unterstützen Foto: DIE WELT

Das entführte Segler-Paar richtet sich per Radiobotschaft an Berlin und Manila. Das Golf-Emirat Katar hat offenbar Kontakt zu der islamistischen Terrorgruppe aufgenommen und verhandelt eine Lösung.

DIE WELT

Die von Islamisten auf den Philippinen entführten Deutschen haben die Bundesregierung um Hilfe angerufen. Im Radio appellierten die beiden an die deutsche und philippinische Regierung, alles für ihre Freilassung zu tun. Der Arzt Stefan O. sagte einem Rundfunksender DXRZ in Zamboanga City, er hoffe, “dass meine Regierung alles in ihrer Macht stehende tut, um mich freizubekommen”. Sein Gesundheitszustand bereite ihm Sorge, fügte der 74-Jährige hinzu, sie hätten seit ihrer Gefangennahme auf feuchten Böden schlafen müssen. “Ich fürchte um mein Leben”, sagt er.

Seine Begleiterin, die 55 Jahre alte Henrike D., bat auch die philippinische Regierung um Hilfe. Das Leben im Dschungel sei sehr gefährlich und schwierig. “Die Situation hier ist sehr stressig”, sagte sie dem Radiosender. “Wir wissen nicht, wie lange wir das durchhalten.” Die philippinische Polizei stufte die Rundfunkbotschaft als authentisch ein.

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Christliche Selbstverteidigung: Die rechte und die linke Wange

Freude an der Kampfkunst, nicht aber an der Gewalt: fortgeschrittene Karateka bei einem Lehrgang in Strausberg. (Hans Wiedl, dpa picture-alliance, bearb. BB)

Freude an der Kampfkunst, nicht aber an der Gewalt: fortgeschrittene Karateka bei einem Lehrgang in Strausberg. (Hans Wiedl, dpa picture-alliance, bearb. BB)

Im Nordirak und an vielen anderen Orten weltweit sind Christen Gewalt und Verfolgung ausgesetzt. Manche greifen zur Selbstverteidigung, andere warnen davor, sich zu wehren. Über die Vereinbarkeit von Kampfkunst und christlicher Ethik und sogenannte “Gotteskämpfer”.

Von Peter KaiserDeutschlandradio Kultur

“Taufen sind selten geworden in Tur Abdin, dem Berg der Knechte Gottes. Hier im Südosten der Türkei, nahe der Grenze zu Syrien und Irak, befindet sich eines der ältesten Klöster der Welt.”

“Vor der US-Invasion lebten mehr als eine Million Christen im Irak. Mehr als die Hälfte hat das Land seitdem verlassen.”

“Die Probleme in Nigeria sind sehr vielfältig. Wir haben ethnische, soziale, und ganz besonders religiöse Probleme. Und wenn dann all diese Themen aufeinander treffen, dann entsteht ganz oft ein Pulverfass. Das wiederum führt zu großen Krisen (…) und Gewalt und Leid.”

Die Situation ist nicht neu und vielfach bekannt. Jahr für Jahr werden Christen weltweit auf vielfältige Weise drangsaliert. Mitunter werden sie wegen ihres Glaubens auch getötet.

“Wenn ein Glied leidet, leiden die anderen Glieder mit.”

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Jauchs Dschihad-Talk gerät aus dem Ruder

Al-Nu-Moschee Berlin, Bild: BZ

In seiner ersten Sendung nach der Sommerpause wollte Günther Jauch seine Gäste darüber spekulieren lassen, was „unsere“ Muslime wohl so denken. Doch ein radikaler Prediger aus der Berliner Al-Nur-Moschee machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Von Bernd GäblerDER TAGESSPIEGEL

Zwölf Sommerwochen lang gab es keinen Sonntagstalk nach dem ARD-“Tatort“. Nun ist Günther Jauch wieder zurück in seinem großräumigen Berliner Gasometer – und prompt sitzt da auch schon wieder Wolfgang Bosbach. Der  für jedes Thema geeignete Talkshow-Beauftragte der CDU soll diesmal über „Gewalt in Namen Allahs – wie denken unsere Muslime?“ (wie es ohne jede Ironie mit besitzanzeigendem Fürwort heißt) mit dem unorthodox-bodenständigen Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) sowie der „Spiegel“-Reporterin Özlem Gezer und dem NDR-Journalisten Stefan Buchen diskutieren.

Und die Redaktion hat zusätzlich noch einen Clou aufgeboten, der stolz schon während des Eingangsstatements von Günther Jauch eingeblendet wird: einen leibhaftigen Prediger des radikalen Islam, Abdul Adhim Kamouss, der auch in der vom Verfassungsschutz observierten Berliner Al-Nur-Moschee predige.

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Zinsen: Ein Pfund Fleisch aus des Schuldners Körper

Eu_Euro1Jahrhundertelang waren Zinsen verboten. Warum eigentlich? Ein historischer Abriss.

Von Sara WeberZEIT ONLINE

Die Geschichte der Zinsen ist voller Geheimnisse, Lügen, Verbote. Zu den ältesten Zinssystemen gehört das babylonische. Im 18. Jahrhundert vor Christus herrschte in Babylon König Hammurabi. In Keilschrift auf Stein hinterließ er einen Gesetzestext. Der Codex Hammurabi regelte das tägliche Leben – und die verzinsbare Schuld.

Im alten Rom und im antiken Griechenland waren Zinsen ebenfalls üblich, als normaler Zinssatz galt ein Prozent pro Monat. Schon damals gab es Kritik: Der griechische Philosoph Aristoteles forderte ein Verbot von Zinsen. Geld sei zum Tauschen erfunden worden, durch den Zins vermehre es sich jedoch aus sich heraus. “Diese Art des Gelderwerbs ist also am meisten gegen die Natur”, so Aristoteles.

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Türkei verbietet Schülern Piercings und Tattoos—erlaubt Kopftücher

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Tattoos, Make-up, politische Symbole: Darauf müssen Schüler in der Türkei künftig verzichten. Dafür dürfen Mädchen ab zehn Jahren jetzt Kopftuch tragen.

SpON

Die islamistische Regierung in der Türkei will die Schüler des Landes zu größerer Disziplin anhalten. Deshalb hat die Regierung unter anderem das Tragen von Tattoos und Piercings an Schulen untersagt.

“Schüler müssen an den Schulen jederzeit ihr Gesicht zeigen, dürfen keine Schals, Mützen oder Taschen mit politischen Symbolen tragen, dürfen ihr Haar nicht färben, dürfen weder Tattoos noch Make-up tragen, dürfen keine Piercings tragen, dürfen keinen Bart tragen”, heißt es in den neuen Regeln, die am Wochenende in Ankara veröffentlicht wurden. Dafür bestätigt die Regierung, dass Mädchen ab der fünften Klasse, also in der Regel im Alter von zehn Jahren an, das Kopftuch im Unterricht tragen dürfen.

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US-Denkfabrik: Die Türkei hat sich erfolgreich von EU gelöst

Die Türkei wird immer unabhängiger von anderen Staaten. Die Denkfabrik Startfor sah in ihr schon vor Jahren eine Regionalmacht. (Foto. Flickr/ Istanbul :: Istiklal Cd by tomislav medak CC BY 2.0)

Der Chef-Stratege der US-Denkfabrik Stratfor ist erfreut über die Veränderungen zwischen der Türkei und der EU. Die Türkei gehöre nach Europa aber nicht in die EU. Das Land müsse seinen eigenen Weg gehen.

Deutsch Türkische Nachrichten

Die Türkei hat sich aus der „Falle“ einer EU-Vollmitgliedschaft gerettet. Das eröffnet dem Land ungeahnte Möglichkeiten im Nahen Osten, im Kaukasus und auf dem Balkan. Diese Ansicht vertritt zumindest der Chef des privaten US-Geheimdiensts Stratfor, George Friedman. Auch die jüngst überwundene EU-Krise komme der Türkei zugute. Denn sie sei schlichtweg kein Teil der EU und befinde sich außerhalb der Euro-Zone. Doch das Land gehöre zu Europa.

Türkei unverzichtbarer Partner der USA

Friedman war am vergangenen Wochenende in der Türkei und sprach auf einer Veranstaltung des Unternehmer-Vereins Anatolische Löwen (ASKON). „Ein türkischer EU-Beitritt wäre eine große Überraschung gewesen – doch keine positive“, zitiert Bloomberg HT den Stratfor-Chef. Die Türkei sei ein unverzichtbarer Partner der USA. Ankara müsse nun Entscheidungen bezüglich der Zukunft seiner Nachbarschaft fällen. Friedman brüstete sich damit, dass er schon 2006 vorhergesehen habe, dass die Türkei zu einer Regionalmacht heranwachsen werde. Er freue sich über die aktuelle Entwicklung, weil er in seiner Analyse bestätigt wurde. Auch zufolge der US-Geheimdienststudie “Global Trends 2030″ werde die Türkei bis 2030 ihren Status als wirtschaftliche, territoriale und militärische Macht weiter ausbauen und eines der einflussreichsten Länder weltweit werden (mehr hier). Die Basis hierfür liege in einem Aufstieg zur Regionalmacht. Allerdings seien auf diesem Weg noch einige Hürden zu überwinden. Es gebe auch Faktoren, die eine Gefahr für einen derartigen Aufstieg darstellen.

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“Warum stört es, wenn eine Frau sich bedeckt?”

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Das Kopftuchverbots-Urteil von Erfurt ist für die Berliner Islamwissenschaftlerin auch eine Grenzmarkierung der Mehrheitsgesellschaft.

Von Lothar SchröderRP ONLINE

Das jüngste Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt, wonach eine kirchliche Einrichtung einer muslimischen Mitarbeiterin das Tragen eines Kopftuchs verbieten darf, hat eine Kontroverse ausgelöst. Während CDU-Politiker die Entscheidung begrüßten, nannte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, das Urteil einen “Rückschlag für die Integrationspolitik”. Man müsse die Frage stellen, inwiefern eine solche Rechtsprechung noch zeitgemäß sei, sagte Mazyek der Neuen Osnabrücker Zeitung: “Heutzutage ist es Aufgabe von erfolgreichen Unternehmen, sich weltoffen aufzustellen.” Im konkreten Fall geht es um ein Krankenhaus in evangelischer Trägerschaft. Allerdings appellierte Jörg Kruttschnitt, Vorstand des diakonischen Bundesverbandes, stets mit Blick auf die jeweilige Situation und die verschiedenen Interessen zu entscheiden. “Es gibt definitiv kein Kopftuchverbot in der evangelischen Kirche”, betonte er.

Ist das Gerichtsurteil von Erfurt eine nachvollziehbare Entscheidung?

Amir-Moazami Sie ist zumindest nicht allzu überraschend, zumal nicht zum ersten Mal Kopftücher in öffentlichen Institutionen verboten wurden. Für mich ist diese Art von Urteilen ein Zeichen von Grenzmarkierungen; es sind Signale aus der Mehrheitsgesellschaft. In diesem Fall zeigt eine sich christlich definierende Mehrheitsgesellschaft, wo die Grenzen für eine Sichtbarkeit von Religiosität im öffentlichen Raum bestehen – beziehungsweise: Welche Formen von Religiosität im öffentlichen Raum zulässig sind. Für mich steht dahinter eine Explosion von Diskursen über Muslime in europäischen Gesellschaften, bei der mehr und mehr Muslime zunehmend ins gleißende Licht der Öffentlichkeit und der politischen Institutionen gelangen. Man will zeigen: Bei uns gibt es gewachsene Religiosität, und die muss auch eingehalten werden.

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“IS hisst die schwarzen Flaggen in Afghanistan”

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

200 Kämpfer, die zu den schwarzen Kriegern des Islamischen Staates gehören sollen, kämpfen in Afghanistan an der Seite der Taliban. Bei einer Offensive enthaupteten sie offenbar 15 Frauen und Kinder.

Von Nico WingertDIE WELT

Die afghanischen Spezialkräfte der Afghan National Security Forces sind in schwere Kämpfe mit Aufständischen in Afghanistan verwickelt, die in den Distrikten Andar und Ajristan in der Provinz Ghazni stattfinden. Über 800 Kämpfer haben Dörfer und Checkpoints an der Hauptstrecke von Kabul nach Kandahar angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht.

Unter den Angreifern sollen sich auch 300 Kämpfer der berüchtigten Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie Pakistaner vom Terrornetzwerk Haqqani befinden: “Sie sprechen Arabisch, Punjab und Farsi und hissen ihre schwarzen Flaggen”, sagt Abdul Jameh Jameh, regionaler Chef des Distriktes, gegenüber der “Welt”. Zudem wollen die afghanischen Sicherheitskräfte 13 weibliche, Arabisch und Türkisch sprechende Selbstmordattentäter in den Reihen der ausländischen Kämpfer ausgemacht haben.

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Ehebruch: Islamisten steinigen dreifache Mutter

Al-Shabaab peitscht aus, Themenbild. Feisal Omar/Reuters

Es sind schreckliche Szenen,die sich in Somalia zugetragen haben: Eine dreifache Mutter wurde von Islamisten der Terrormiliz Al-Shabaab zu Tode gesteinigt. Die Frau hat sich angeblich des Ehebruchs schuldig bekannt.

FOCUS ONLINE

Die radikal-islamische Terrormiliz Al-Shabaab hat in Somalia eine Mutter von drei Kindern wegen Ehebruchs gesteinigt. Die 33-Jährige habe sich schuldig bekannt und sich bereiterklärt, auf diese Weise zu sterben, um die Vergebung Allahs zu erlangen, teilte ein namentlich nicht genannter “Richter” der Al-Shabaab am Samstag auf der Website der Miliz mit.

If ISIS Is Not Islamic, then the Inquisition Was Not Catholic

Image: RDF

As ISIS slaughters its way though Syria and Iraq, it became inevitable that we’d hear from apologists who claim that ISIS is not in fact “true Islam,” and that its depredations are due to something other than religious motivation. Those motivations, say the apologists, are political (usually Western colonialism that engenders resentment), cultural (societal tradition), or anything other than religion.

By Jerry CoyneRichard Dawkins-Foundation

These apologists, of course, which now include President Obama, are motivated by a desire to avoid criticizing religion at all costsespecially Islam. In America, criticizing religion is political suicide, and Obama naturally wants to do all he can to encourage “moderate” Muslims. As Sam Harris concluded on a post on his website, some “scholars and pseudo-scholars” cling to a ludicrous notion that the actions of jihadis like those of ISIS aren’t motivated by religion. As he noted: “experts claim that one can’t take Islamists and jihadists at their word: Their incessant declarations about God, paradise, martyrdom, and the evils of apostasy are nothing more than a mask concealing their real motivations.”

The apologists are also motivated by another form of denial. Yes, they say, jihadis may be motivated by Islam, but it’s not “true” Islam. True Islam is peaceful, and its adherents would never slaughter apostates, behead journalists, or forcibly convert non-Muslims. This is what Obama said the other night when explaining his plan to dismantle ISIS (or “ISIL,” as he calls it):

Now let’s make two things clear: ISIL is not Islamic. No religion condones the killing of innocents, and the vast majority of ISIL’s victims have been Muslim. … ISIL is a terrorist organization, pure and simple.

Read the full article here.

Kopftuch und kübelweise Häme gegen die Kirche

Der Leipziger Thomaspfarrer i.R. Christian Wolff Foto: Privat

Soll man sich als Kirchenmitglied über das Urteil des Bundesarbeitsgerichtes Erfurt in Sachen einer Kopftuch tragenden muslimischen Krankenschwester freuen? Diese hatte in einem evangelischen Krankenhaus in Bochum gearbeitet. Ihr wurde gekündigt, weil sie beim Dienst ein Kopftuch bzw. eine Kopfbedeckung tragen wollte.

Von Pfarrer (i.R.) Christian WolffLeipziger Internet Zeitung

Nach dem Erfurter Urteil vom vergangenen Mittwoch dürfen aber kirchliche Einrichtungen ihren Mitarbeiterinnen das Tragen eines Kopftuchs verbieten, wenn damit ein religiöses Bekenntnis verbunden ist.
In zwei Vorinstanzen wurde in dem Fall unterschiedlich geurteilt: Einmal bekam die Krankenschwester Recht, die sich auf die Religionsfreiheit berief. In zweiter Instanz wurde dem Krankenhausträger vom Landesarbeitsgericht zugestanden, von seinen nichtchristlichen Mitarbeitern zu verlangen, dass sie sich am Arbeitsplatz religiös neutral verhalten.Nun hat das Bundesarbeitsgericht den Fall an das Landesarbeitsgericht in Hamm zurückverwiesen. So kann es durchaus sein, dass es doch noch zu einem Urteil kommt, dass der Krankenschwester die Arbeit im evangelischen Krankenhaus ermöglicht – dann nämlich, wenn der Arbeitsplatz als nicht öffentlichkeitswirksam gewertet wird.

Unabhängig von der juristischen Auseinandersetzung steht die Frage an: Tun wir uns als Kirche wirklich einen Gefallen, wenn wir zwar Menschen muslimischen Glaubens einstellen, ihnen aber ihre religiösen Lebensäußerungen wie das Tragen einer Kopfbedeckung am Arbeitsplatz verbieten? Welcher Schaden kann denn dadurch der Kirche entstehen? Als ich Ende Mai und Anfang Juli im katholischen St. Elisabethkrankenhaus Leipzig lag, wurde ich u.a. von einem muslimischen Pfleger aus dem Iran betreut.