Archiv der Kategorie: Judentum

Vox zeigt die Serie “Die Bibel” – Parforce-Ritt durch das Alte und Neue Testament

Bild: History

Bild: History

Karwoche ist immer auch Bibelwoche. So zeigt der Fernsehsender Vox von Gründonnerstag bis Karsamstag zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr die zehnteilige Eventserie „Die Bibel“. Rund 400 Personen waren 2012 an den sechsmonatigen Dreharbeiten in der marokkanischen Stadt Quarzazade beteiligt. Die Ausstrahlung in den USA vor einem Jahr verfolgten 14,8 Millionen Zuschauer.

Schwäbische – Barbara Waldvogel

Noch hat Martin Luther die Nase vorn: Bei Google taucht sofort der Reformator auf, wenn zum Begriff Bibel der Zusatzbuchstaben M eingegeben wird. Aber erweitert man dieses M zu Mark, dann steht nicht nur das Markus-Evangelium zur Auswahl, sondern auch Mark Burnett, Fernsehproduzent. Vom „Time Magazine“ wurde der gebürtige Brite bereits zu einem der einflussreichsten Menschen der Welt gekürt, denn auf sein Konto gehen zum Beispiel die preisgekrönten TV-Formate wie „Survivor“, „The Voice“ und „Shark Tank“. Hierzulande ist Burnett noch nicht die ganz große Nummer. Doch seine Popularität könnte steigen, wenn jetzt sein neuestes Produkt ausgestrahlt wird: „Die Bibel“. Mehr Titel braucht die Miniserie nicht, auch wenn sie längst nicht die ganze Bibel in bewegten Bildern präsentiert. In zehn Stunden und zehn Episoden rast die Kamera durchs Alte und Neue Testament. Von Noah bis Paulus werden bei diesem Parforce-Ritt mit allen Effekten des modernen Kinos jene Geschichten erzählt, die zu den Essentials der christlichen Religion mit ihren jüdischen Wurzeln gehören.

weiterlesen

Wo Islam drauf steht, ist Terror drin? Kritik an Hamed Abdel-Samad

Proteste gegen die ägyptische Muslimbruderschaft (Bild: Voice of America, Public Domain/US-Gov)

Proteste gegen die ägyptische Muslimbruderschaft (Bild: Voice of America, Public Domain/US-Gov)

Hamed Abdel-Samads Buch über den islamischen Faschismus, das im Untertitel verspricht „eine Analyse“ zu sein, ist leider genau das nicht. Der gebürtige Ägypter Abdel-Samad will keineswegs analysieren, vielmehr legt er eine Kampfschrift vor. Seine Botschaft lautet: Der Islam ist eine totalitäre Ideologie, die auf Gewalt basiert, nach Weltherrschaft strebt und in der Demokratie ihren Todfeind sieht. Islamischer Faschismus, wie er glaubt. Und selbstverständlich herrscht Alarmstufe rot: Die Uhr zeigt nicht fünf vor, sondern fünf nach zwölf.

Islam.de – Michael Lüders

Die These vom „Islamo-Faschismus“ ist nicht neu. Nach dem 11. September 2001 wurde sie im Umfeld amerikanischer Neokonservativer schnell populär. Sie war griffig, eingängig und half, der westlichen Öffentlichkeit die Kriege in Afghanistan und im Irak als Kampf zwischen gut und böse zu verkaufen, zwischen Freiheit und Demokratie einerseits und islamischem Totalitarismus andererseits, in Gestalt etwa der Taliban oder von Al-Qaida. Der Begriff „Islamo-Faschismus“ ist gewissermaßen die ultimative Fortführung einer anderen ideologischen Wortschöpfung, nämlich des „Kampfes der Kulturen“, in Umlauf gebracht in den 1990er Jahren von den US- Wissenschaftlern Samuel Huntington und Bernard Lewis. Wer vom „Islamo-Faschismus“ oder dem „Kampf der Kulturen“ schwadroniert, verlagert unterschiedliche geopolitische wie machtpolitische Interessen oder Gegebenheiten auf die Ebene eines kulturell-religiösen Überbaus. Wer etwa die Taliban als „Islamo-Faschisten“ brandmarkt, hat elegant die Tatsache ausgeklammert, dass die Vorläufer der Taliban und Osama bin Laden jahrelang von den USA bewaffnet und finanziert worden sind – bis sie ihre Waffen nicht mehr gegen die Sowjets, sondern gegen die Amerikaner richteten.

weiterlesen

Lewitscharoffs seltsame Ansichten über Religion

Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)

Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)

Bei den Deutsch-Israelischen Literaturtagen in Berlin diskutierten Schriftsteller über religiöse Traditionen. Sibylle Lewitscharoff nutzte die Gelegenheit für die Verbreitung ziemlich kruder Thesen.

Die Welt – Jan Schapira

Inzwischen möchte man vor jeder öffentlichen Äußerung Sibylle Lewitscharoffs in den nächsten Graben springen und sich schützend die Hände vors Gesicht halten. Nachdem das selbst erklärte “Diskussionskäsperle” zuletzt mithilfe moderner Reproduktionsmedizin gezeugte Kinder als “Halbwesen” bezeichnete, wandte es sich jetzt gegen den freien Willen: “Mir sind Leute suspekt, die ihre Religion wählen.”

Ein Protestant, der plötzlich Jude oder Katholik werden will, “das finde ich lächerlich”, sagte die Büchnerpreisträgerin: “Quo Geburt wird man in eine Tradition hineingeboren, die man auch annehmen muss.” Dieser Herkunft gegenüber gälte es eine “Haftungsenergie zu entwickeln”.

weiterlesen

“24h Jerusalem” – Eine Stadt, viele Wahrheiten

1101460826_400” Es ist der Nahost-Konflikt, auf den kleinsten, banalsten privaten Nenner gebracht: Meine Wahrheit, mein Glaube ist richtiger als deiner. Jerusalem ist schön, aufreizend, nervig, modern, aber vor allem ein Ort der Erkenntnis, dass es keinen Ausweg, keine Lösung gibt. “

Nach “24h Berlin ” strahlt arte am 12.April 2014 von 06:00 Uhr bis 06:00 Uhr des 13.April 2014 ein weiteres Stadtporträt “24h Jerusalem” des deutschen Regisseurs Volker Heise aus. Das Porträt wird durch Second-Screen-Inhalte um eine weitere interaktive Dimension ergänzt.

http://www.24hjerusalem.tv/de

„24h Jerusalem“ erzählt die Heilige Stadt durch die Augen der Menschen, die in ihr leben und die in ihre Widersprüche verstrickt sind: Juden, Muslime und Christen, Israelis, Palästinenser und Ausländer, Frauen und Männer, Immigranten und Alteingesessene, Gläubige und Atheisten, Nachteulen und Frühaufsteher. 70 Filmteams begleiteten rund 90 Protagonisten mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten bei der Arbeit und in der Freizeit, in enge Wohnungen und großzügige Villen, in Tempeln, Moscheen und Kirchen, in israelischen Siedlungen und palästinensischen Flüchtlingscamps. In ganzen 24 Stunden eröffnen sich dem Beobachter die faszinierenden Facetten von Jerusalem. “

” Die Einheit der Stadt Jerusalem war nur in unserem Schneideraum möglich “
weiterlesen

Hatte Jesus eine Frau? Umstrittenes Papyrus ist echt

Papyrus-Fragment "Evangelium der Ehefrau Jesu" (Bild: Karen L. King/HDS)

Papyrus-Fragment “Evangelium der Ehefrau Jesu” (Bild: Karen L. King/HDS)

Wissenschaftler in den USA haben ein Papyrusstück, das 2012 unter dem Namen „Evangelium der Frau Jesu“ vorgestellt wurde, analysiert. Ihr Ergebnis: Das Schriftstück dürfte tatsächlich sehr alt und keine Fälschung sein.

ORF Religion – Michael Weiß

Das vier mal acht Zentimeter große Stück Papyrus hatte nach seiner Präsentation durch die Historikern Karen L. King von der Harvard Divinity School für Aufregung in wissenschaftlichen und kirchlichen Kreisen gesorgt. In koptischer Sprache sind darauf Satzteile zu lesen, die möglicherweise darauf schließen lassen, dass Jesus mit einer Frau zusammenlebte. „Jesus sagte zu ihnen: ‚Meine Frau …‘“ ist das wichtigste derartige Textfragment, „sie wird in der Lage sein, meine Jüngerin zu sein“ ein weiteres.

weiterlesen

Siehe auch: Hatte Jesus eine Ehefrau

Israel soll Ägypten Entschädigung zahlen – wegen der biblischen 10 Plagen

"Die siebente Plage" von John Martin, 1828 (Public Domain)

“Die siebente Plage” von John Martin, 1828 (Public Domain)

„Wir verlangen vom Staat Israel Entschädigung für die zehn Plagen, die unsere Vorväter in Ägypten vor Tausenden Jahren infolge der Flüche der jüdischen Vorväter erleiden mussten.“ Das schrieb der anerkannte ägyptische Kolumnist Ahmed Al-Gamal kurz vor dem jüdischen Pessachfest und erregte damit großes Aufsehen.

Israel Heute

„Was in der Thora geschrieben steht beweist, dass es der Pharao war, der die Kinder Israels diskriminierte. Was haben wir damit zu tun? Wir müssen deswegen nicht leiden!“ Damit zieht Al-Gamal einen klaren Unterschied zwischen dem ägyptischen Königreich der Pharaonen zur biblischen Zeit und dem islamischen Ägypten heute. Darüber hinaus akzeptiert der Moslem die biblische Geschichte als historischen Beweis.

weiterlesen

Religiöse Vielfalt ist in Asien am größten

Religion verschwindet nicht aus der modernen Welt

Die religiöse Vielfalt ist im Vergleich der Kontinente in Asien am größten. Das geht aus einer am 4. April veröffentlichten Studie des US-Forschungzentrums Pew (Washington) hervor.

Idea

Danach haben im asiatisch-pazifischen Raum Hinduismus und Islam die meisten Anhänger (25 bzw. 24 Prozent der Bevölkerung). Dahinter folgen Buddhisten (zwölf Prozent), Mitglieder von Volksreligionen (neun Prozent) und Christen (sieben Prozent). Der Anteil der Juden liegt unter einem Prozent. Jeder fünfte Einwohner Asiens ist religiös ungebunden (21 Prozent). Andere Teile der Welt sind hinsichtlich der religiösen Zugehörigkeit wesentlich einheitlicher. So bekennen sich im Mittleren Osten und Nordafrika 93 Prozent der Bevölkerung zum Islam und nur vier Prozent zum Christentum sowie zwei Prozent zum Judentum. Der Rest verteilt sich auf andere Religionen und religiös Ungebundene (ein Prozent). In Lateinamerika und der Karibik ist der Anteil der Christen mit 90 Prozent am höchsten. Daneben gibt es acht Prozent Konfessionslose und zwei Prozent Anhänger von Volksreligionen. In Nordamerika liegt der Anteil der Christen bei über drei Viertel (77 Prozent). Jeder Sechste (17 Prozent) ist konfessions- bzw. religionslos. Der Anteil der Juden beträgt zwei Prozent. Muslime, Hindus und Buddhisten stellen jeweils ein Prozent.

weiterlesen

Ersten Weltkrieg: Juden sollten Stimmung für Deutschland machen

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs thematisierten viele Rabbiner in ihren Kriegspredigten die lange Verwurzelung des Judentums in Deutschland. Hier eine Thora und der Davidstern. colourbox

Während des Ersten Weltkriegs hofften die Juden, sich besser in Deutschland integrieren zu können. Erst sah es so aus, als sollte das gelingen. Selbst die Juden in Nachbarländern wollte das deutsche Heer für sich gewinnen – aus strategischen Gründen.

Von Michael BrennerFOCUS ONLINE

Wie viele deutsche Intellektuelle verkündete auch der Marburger Philosophieprofessor Hermann Cohen, der prominenteste deutsch-jüdische Denker jener Tage, zu Beginn des Kriegs seinen Stolz darauf, diese heroische Stunde erleben zu dürfen. Cohen hatte viel dazu beigetragen, Immanuel Kants Philosophie wieder populär zu machen und sich für die Durchdringung klassischer Bildung eingesetzt: „Jeder deutsche Mensch muss seinen Schiller und seinen Goethe bis zur Innigkeit der Liebe kennen und in Geist und Herz tragen.“ In seinem Aufsatz „Deutschtum und Judentum” lobte er die Symbiose zwischen deutscher und jüdischer Kultur und wies auf die Gemeinsamkeit der sittlichen Werte hin.

weiterlesen

M.Brumlik: Inflationärer Gebrauch der Begriffe Antisemitismus und Rassismus

Micha Brumlik (Erziehungswissenschaftler und Publizist, Uni Frankfurt a.M.) © Heinrich-Böll-Stiftung @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Sind die Begriffe Antisemitismus und Rassismus durch ihren inflationären Gebrauch konturlos geworden? Dieser Meinung ist jedenfalls der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik. Auf einer Fachtagung in Köln referierte er über die Chancen und Grenzen der Erziehungsarbeit.

MiGAZIN

Gesellschaftliche Werte und Bezugspunkte ändern sich mit der Zeit. Die Frage „War dein Opa Nazi oder nicht?“ bietet für rassismus- und antisemitismuskritische Bildungsarbeit in Deutschland kaum noch Anknüpfungspunkte, denn familiäre Bezüge zum Nationalsozialismus sind mittlerweile so gut wie passé. Das sagte der emeritierte Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik auf einer Fachtagung in Köln.

Brumlik arbeitet jetzt als Senior-Advisor am Zentrum für jüdische Studien Berlin/Brandenburg. Er stellte die These auf, die Begriffe Antisemitismus und Rassismus seien durch ihren inflationären Gebrauch konturlos geworden: „Wir müssen uns bemühen, diese Begriffe noch einmal zu schärfen vor dem Hintergrund einer globalisierten Gesellschaft, in der die Sensibilität für Ungerechtigkeiten aller Art deutlich gewachsen ist.“

weiterlesen

Judentum: „Konvertieren? Lassen Sie die Finger davon!“

Stammt aus einer atheistisch geprägten Familie und ist zum orthodoxen Judentum konvertiert – Eliyah Havemann. Foto: © Frank Meyer, Tel Aviv

Wenn Eliyah Havemann gewusst hätte, was auf ihn zukommt, wenn er orthodoxer Jude wird, – er hätte es sich wohl nochmals überlegt. „Lassen Sie es mit dem Konvertieren! Ich werden Ihnen versuchen deutlich zu machen, warum.“ Gleich auf den ersten Seiten seines Buches „Wie werde ich Jude und wenn ja, warum?“, warnt der 38-Jährige davor, es ihm gleich zu tun.

Von Iris Völlnagelisraelnetz.com

Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Konvertiten wie in Deutschland, sagt Havemann. Doch nach den orthodoxen Regeln zu leben, habe seinen Preis. „Abzuraten entspricht der jüdischen Tradition, konvertieren ist theologisch nicht notwendig. Mir ist auch abgeraten worden. Wenn es jemand machen will, muss es gewollt und ernst sein“, so Havemann. Ganz offen redet er in seinem Buch darüber, was es für ihn und seine Familie bedeutet. „Das Problem ist, alleine dadurch, dass man koscher isst und den Schabbat hält, muss man sich aus vielen Dingen raushalten. Man fühlt sich dadurch schnell von anderen getrennt“, erzählt der IT-Spezialist.

weiterlesen

Märchen, Sagen, Fantasy – Noahs Sintflut ist eine von vielen

Die Arche Noah in den Croniques de Burgues (vor 1407). Bild: public domain

Seit gestern dürfen wir im Kino Noah als vegetarischen Helden bewundern, der die Tierwelt selbstlos vor der großen Flut retten. Die Menschen möchte er aussterben lassen, sie sind ihm nicht gut genug für die neue Welt. Sie haben die vorsintflutliche Natur zerstört, bis sie schließlich nichts anderes zu Essen fanden als Menschenfleisch.

Von Thomas GrüterTELEPOLIS

Der Regisseur Darren Aronofsky (Black Swan) hat am Drehbuch mitgeschrieben und die Erzählung bildgewaltig in Szene gesetzt. Nichts wurde dem Zufall überlassen, sogar die paarweise heraneilenden Tiere generierte das renommierte amerikanische Spezialeffektstudio Industrial Light and Magic im Computer. Effekte erzählen aber keine Geschichte, und Aronofsky hat sich gar nicht erst die Mühe gemacht, den wahren Hintergrund der vielen Flutmythen oder gar die theologische Bedeutung der Noah-Geschichte zu thematisieren. Dabei könnte er damit eine sehr viel originellere Geschichte erzählen als mit seinem finsteren Öko-Helden in einer perfekt animierten Fantasy-Welt (siehe Filmkritik von Rüdiger Suchsland: Wer sündigt, hat den Tod verdient!).

Nahezu alle Völker kennen Flutlegenden. Der römische Dichter Ovid berichtet, dass Jupiter, erzürnt über die Sittenlosigkeit der Menschen, die Erde unter Wasser setzt: “Alles war Meer und dem Meer fehlte jegliche Küste”. Nur ein tugendhaftes Ehepaar überlebte: Deucalion und Pyrrha. Sie strandeten im griechischen Parnassgebirge unweit des Heiligtums von Delphi. Einem Orakelspruch folgend, warfen sie Steine über ihre Schulter, die daraufhin zu Menschen wurden und die Erde neu bevölkerten. Im Parnassgebirge findet man versteinerte Abdrücke von Meerestieren, was diesen Mythos inspiriert habe könnte.

Das Volk der Azteken im heutigen Mexiko glaubte, dass die Menschen des vorangegangenen Zeitalters der vierten Sonne in einer großen Flut zugrunde gegangen seien. Das ist durchaus bemerkenswert, denn die Aztekenhauptstadt Tenochtitlán, die heutige Stadt Mexiko, liegt auf 2300 Metern Höhe!

weiterlesen

Bischöfe: Rede von Christenverfolgung ist kontraproduktiv

Die Kuppeln der Grabeskirche in Jerusalem. Bild: franziskaner.de

Die katholische Bischöfe im Heiligen Land: Was als Christenverfolgung bezeichnet werde, sei gewöhnlich Gewalt von «Kriminellen, die behaupten, Muslime zu sein».

kath.net

Die katholische Bischöfe im Heiligen Land warnen vor einer Dramatisierung der Lage der Christen im Nahen Osten. Eine ständige Rede von «Verfolgung» spiele nur Extremisten in die Hände, heißt es in einer Erklärung der Versammlung katholischer Bischöfe im Heiligen Land, die am Donnerstag vom Lateinischen Patriarchat in Jerusalem veröffentlicht wurde.

weiterlesen

Wissenschaftler sammelt Belege für biblische Belagerung Jerusalems

Niederlage Sanheribs vor Jerusalem (nach der Bibel), Peter Paul Rubens, 1. Hälfte 17. Jahrhundert, Bild: wikimedia.org

Eine Gruppe von Wissenschaftlern um den Mainzer Alttestamentler Isaac Kalimi hat historische Belege für die in der Bibel beschriebene Belagerung Jerusalems durch den Assyrer-König Sanherib gesammelt. Die Auswertung archäologischer Funde, antiker assyrischer Inschriften und einer Vielzahl schriftlicher Berichte zeige gewisse Übereinstimmungen mit dem Bibelbericht, sagte Kalimi am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

evangelisch.de

So seien die jüdischen Tributzahlungen an Sanherib in verschiedenen Quellen erwähnt. “Es gibt aber auch Widersprüche zwischen Archäologie und biblischem Text”, sagte Kalimi. Der Assyrer-König belagerte Jerusalem im achten Jahrhundert vor Christus. Im Alten Testament wird der dritte Feldzug Sanheribs, der seine Truppen bis Jerusalem führte, an mehreren Stellen erwähnt (2. Buch der Könige 18-19, Jesaja 36-37), die Ereignisse werden als Sieg des Königreichs Juda interpretiert.

weiterlesen

Deutsch-Israelische Literaturtage: Wohin mit der Vorhaut?

Der Autor Assaf Gavron. Foto: imago stock&people

Was für ein bizarres Ritual die Beschneidung doch sei, schreibt Assaf Gavron in seiner Erzählung, die aus Anlass der Deutsch-Israelischen Kulturtage entstanden ist. Und er fragt sich, warum es auch säkulare Juden beibehalten, und was für einer Art Glauben es dient.

Von Assaf GavronBerliner Zeitung

Vor ungefähr acht Jahren, als ich in London lebte, riefen meine guten Freunde Naomi und Michael an und fragten mich, ob ich Zeuge der Beschneidung ihres Sohnes sein wollte. Sie würden keine religiöse Zeremonie daraus machen, versicherten sie mir. Der „Mohel“ – so nennt man die Person, die die Beschneidung durchführt – sei ein Arzt. Die Beschneidung sollte bei ihnen zu Hause stattfinden ohne Gäste, Gebete oder Feierlichkeiten.

Natürlich sagte ich sofort zu. In freudiger Aufregung über die Geburt des ersten Kindes meiner langjährigen Freunde und meine Rolle bei diesem ganz speziellen Ereignis, fuhr ich die kurze Strecke zu ihrer Wohnung in Primrose Hill, dem wunderschönen Viertel in North London.

weiterlesen

New York: Kirchen verkaufen ihren Besitz

Für Geistliche in den New Yorker Kirchen gehört es mittlerweile zum Job, sich in der harten Immobilienwelt durchzuschlagen.

Die Presse.com

Nachdem er 2012 zum Priester geweiht wurde, machte sich Christopher Ballard in der ihm zugewiesenen Kirche im New Yorker Stadtteil Brooklyn gleich an die Arbeit: Immobilienentwicklung. Der 49-Jährige entschied sich, das Pfarrhaus der Church of St. Luke und St. Matthew zu verkaufen. Dasselbe galt für den Parkplatz – 4000 Quadratmeter an bebaubarem Land direkt neben der Kirche. Das Grundstück wird nun für 8,6 Millionen Dollar (6,3 Millionen Euro) angeboten. Das Geld könnte helfen, die Unterhaltskosten der neoromanischen Kirche aus dem Jahr 1891 zu decken.

weiterlesen