Archiv der Kategorie: Judentum

Antisemitismus: „Wir müssen Brandmauern errichten“

Micha Brumlik, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik warnt vor einem Überspringen der nahöstlichen Konflikte auf Deutschland.

Von Markus DeckerBerliner Zeitung

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik warnt vor einem Überspringen der nahöstlichen Konflikte auf Deutschland.

Herr Brumlik, der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz hat erklärt, trotz jüngster Exzesse bei Demonstrationen könne er in Deutschland keinen wachsenden Antisemitismus erkennen. Sehen Sie das auch so?

Das sehe ich nicht ganz so. Richtig ist, dass sich die Summe antisemitischer Haltungen insgesamt nicht erhöht hat. Genauso richtig ist aber, dass der Krieg in Gaza Hemmschwellen hat sinken lassen, so dass nun aus Haltungen Handlungen geworden sind. Dass sich das so brutal öffentlich Bahn bricht, ist nun doch neu und ein qualitativer Sprung.

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Israelische Kicker in Österreich vom Platz geprügelt

Foto: imago/PanoramiC Beim einem Testspiel von Maccabi Haifa und OSC Lille im östereichischen Bischofshofen stürmten antiisraelische Demonstranten das Spielfeld und griffen die Spieler ais Israel an

Antiisraelische Ausschreitungen überschatten nun auch den Sport. Ein Testspiel von Maccabi Haifa gegen OSC Lille wurde nach einem Platzsturm im österreichischen Bischofshofen abgebrochen.

DIE WELT

Die antisemitischen Randale haben den Fußball erreicht: Nach einem Platzsturm wurde am Mittwoch ein Testspiel zwischen dem israelischen Spitzenklub Maccabi Haifa und dem früheren französischen Meister OSC Lille abgebrochen.

Beim Stand von 0:2 aus Sicht Haifas stürmten sechs Minuten vor dem Abpfiff Zuschauer mit Fahnen Palästinas im österreichischen Bischofshofen den Rasen. Wie Maccabi auf seiner Homepage mitteilte, seien die Spieler Dekel Keinan und Idan Vered tätlich angegriffen worden.

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Interview mit Rolf Verleger: „In Israel gibt es eine Kultur des Hasses“

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Vertreter jüdischer Organisationen beklagen antisemitische Hetze bei Demonstrationen, die sich gegen die Politik Israels in Gaza richten. Der Psychologie-Professor Rolf Verleger, ehedem Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden, empfiehlt seinen Glaubensbrüdern, vor der eigenen Tür zu kehren.

Interview Armin KäferStuttgarter Zeitung

Herr Verleger, ist hundertprozentige Solidarität mit Israel Pflicht für jeden Juden?

Ich sehe das nicht so. Pflicht für uns Juden ist von alters her eine moralische Lebensführung, wie sie uns von Gott vorgezeichnet wurde. Wenn das unvereinbar ist mit der konkreten Politik eines Staates, muss man zwischen zwei Pflichten wählen: zwischen Moral und Nationalismus. Als Bürger der Bundesrepublik Deutschland fällt es mir nicht schwer, eine Wahl zu treffen.
Wie konnte es dazu kommen, dass der Nahostkonflikt erneut derart eskaliert?
Was auf palästinensischer Seite abläuft, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich kann nur für meine Seite sprechen und damit gewissermaßen vor meiner Tür kehren. Im Lande Israel gewinnen zusehends nationalreligiöse Strömungen die Oberhand. Die sagen: „Gott hat uns dieses Land geschenkt. Wir müssen unsere Feinde zerschmettern.“ So denken die auch im 21. Jahrhundert noch.

Viele laute Stimmen gegen Antisemitismus

Der ewige Jude

Bild: bb

Die judenfeindlichen Äußerungen bei Demonstrationen gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen schlagen immer höhere Wellen. Kanzlerin Merkel macht deutlich: “Das werden wir nicht hinnehmen. “Bundespräsident Gauck versicherte den deutschen Juden seine Solidarität und forderte die Deutschen zu mehr Zivilcourage auf.

evangelisch.de

“Ich möchte alle Deutschen und alle Menschen, die hier leben, auffordern, immer dann ihre Stimme zu erheben, wenn es einen neuen Antisemitismus gibt, der sich auf den Straßen brüstet”, sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Mittwoch in Berlin. Er bekundete den hier lebenden Juden seine Solidarität. Ihre Sorgen nehme er sehr ernst, sagte Gauck in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ über Vize-Regierungssprecher Georg Streiter ausrichten, antisemitische Straftaten würden konsequent verfolgt. Die Äußerungen seien ein Angriff auf Freiheit und Toleranz und der Versuch, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu erschüttern. “Dies können und werden wir nicht hinnehmen”, betonte die Regierungschefin.

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Israeli Professor: Rape Hamas Militants’ Mothers and Sisters to Deter Terrorist Attacks

Mordechai Kedar/Youtube

An Israeli academic has claimed that raping wives and mothers of Palestinian Hamas militants is the only thing that could deter further terrorist attacks.

By Gianluca MezzofioreInternational Business Times

The remarks by renowned Middle East scholar Mordechai Kedar of Bar-Ilan University were made three weeks ago after the grim discovery of the bodies of the three kidnapped Israeli teenagers, but the recording was published online (in Hebrew) on Monday.

“The only thing that could deter a suicide bomber is knowing that if caught, his sister or his mother would be raped,” said Kedar on Israel Radio Bet.

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2 New York Infants Get Herpes From Controversial Circumcision Rite

Image: The Jewish Daily Forward

Two more infants in New York City have tested positive for herpes following a controversial circumcision rite.

By Paul BergerThe Jewish Daily Forward

Both babies are believed to have contracted the disease following metzitzah b’peh, a ritual in which the circumciser places his lips on the infant’s penis to suction blood from the circumcision wound.

New York City’s Department of Health and Mental Hygiene sent a health alert to doctors July 22 warning of the suspected cases.

In the first case, the baby had pustular lesions on the penis and genital area. He tested positive for herpes and was admitted to hospital for intravenous treatment.

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Judenhass in Deutschland: Antisemitismus ist keine Lawine

Wolfgang Benz (2013), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz, 73, widerspricht Berichten, wonach der Judenhass in Deutschland stark zugenommen habe.

Von Markus DeckerBerliner Zeitung

Herr Benz, seit der Nahost-Konflikt eskaliert, kommt es zu mehr antisemitischen Ausschreitungen. Sehen Sie eine neue Qualität?

Nein, und ich würde auch gerne die Wortwahl „antisemitische Ausschreitungen“ hinterfragen. Denn nach meiner Information hat es antiisraelische Demonstrationen gegeben. In Berlin wurden am Rande einer antiisraelischen Demonstration antisemitische Parolen gerufen. Aber deshalb jetzt von antisemitischen Ausschreitungen in Deutschland zu sprechen, halte ich für übertrieben. Es haben sich zum Teil seltsame Leute zusammengerottet, einige haben blödsinnige Parolen gerufen. Das wird von Interessenten mit großem Medienhall als Wiederaufflammen des Antisemitismus dargestellt, als sei es so schlimm wie nie zu vor.

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Israeli rabbi: It’s okay to kill innocent civilians and destroy Gaza

Image; +972

Dov Lior, a racist Israeli rabbi from the West Bank settlement Kiryat Arba, recently posted a Halakhic ruling allowing to kill innocent civilians, after being asked about the “war” (it’s a massacre) in Gaza.

By Ami Kaufman+972

Here are a few lines from the ruling (pictured above):

“The Torah of Israel guides us in all walks of life, private and public, on how to behave during war and also how to keep moral standards.

The Maharal from Prague (Rabbi Judah Loew – A.K.), in his book Gur Arye, clearly writes that… in all wars the attacked people are allowed to attack fiercely the people from whom the attackers came from and they do not have to check if he personally belongs to the fighters.

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Antisemitismus ist Angriff auf Christen!

Der Altar der Jerusalemer Christ Church vereint jüdische und christliche Symbolik. Hass gegen Juden ist auch ein Angriff gegen Christen, findet unser Kommentator
Foto: Flickr/Ian W Scott | CC-BY-SA 2.0

Gedeiht Hass auf Israel nicht nur in Moscheen, sondern auch in linken Kirchenkreisen? Fest steht: Antisemitismus trifft Christen im Besonderen.

Von Egmond Prillpro Medienmagazin

Wer in diesen Tagen die mediale Berichterstattung verfolgt, wer Augen und Ohren aufmacht, wird hören und sehen: In Paris steckten arabische Demonstranten jüdische Geschäfte an und belagerten eine Synagoge; in Berlin schrieen Hamas-Sympathisanten „Jude, Jude, feiges Schwein“, in Bremen schlug ein Pro-Gaza-Demonstrant einen Mann blutig, der sich schützend vor einen bedrohten Journalisten stellte. Halb Europa scheint auf den Beinen. Und Deutschland geht voran. Eben gab es noch fröhliches Feiern im Siegestaumel der Fußball-WM. Über den Fan-Meilen, in Kleingartenanlagen und auf den Straßen flatterten die Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold. Ein Fest der Freude über und mit unseren Fußballern nach dem Sieg in Rio.

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Anti-israelische Proteste “Wer hat uns das denn eingebrockt?”

Demonstranten auf einer pro-palästinensischen Kundgebung am Wochenende in Frankfurt. (dpa / Boris Roessler)

Rolf Verleger, ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland, wundert sich nicht über die neue Welle des Antisemitismus im Land. Im Deutschlandfunk warf er Repräsentanten des Judentums vor, jede Kritik an Israel als antisemitisch zu erklären. Es müsse erlaubt sein, die israelische Politik zu kritisieren.

Von Tobias ArmbrüsterDeutschlandfunk

Rolf Verleger, ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden, äußerte sich im Deutschlandfunk kritisch zur israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. Er selber wolle am Mittwoch an einer Demonstration gegen “das Massaker der Israelis in Gaza” teilnehmen, sagte Verleger.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte sich gestern über eine neue Welle des Judenhasses in Deutschland beklagt. Rolf Verleger sieht diese Einlassung kritisch. Im Deutschlandfunk sagte er: “Wer hat uns das denn eingebrockt?” Wenn Politiker und Medien in Deutschland Israels Politik für richtig hielten und Repräsentanten des Judentums jede Kritik an Israel zur Kritik an Juden erklärten, fordere man antisemitische Parolen geradezu heraus. Man könne ja “nicht jeden Quatsch, den Israel da macht, mitmachen”.

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Staatsschutz ermittelt wegen antiisraelischen Gewaltaufrufen

Teilnehmer einer propalästinensischen Demonstration in Essen Foto: A9999 Marcel Kusch

Ein Berliner Imam steht in Verdacht in einer Predigt zum Mord an Israelis aufgerufen zu haben.

ND

Nach antiisraelischen Gewaltaufrufen in einem Video ermittelt der Berliner Staatsschutz gegen einen muslimischen Prediger wegen Volksverhetzung. Wegen des Videos, das Medienberichten zufolge in der Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln aufgenommen worden sein und seit Samstag im Internet kursieren soll, sei Anzeige erstattet worden, bestätigte Polizeisprecher Stefan Redlich dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Berlin.

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Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus

Antisemitismus © MiG

Der moderne Antisemitismus beerbt ältere Formen der Judenfeindschaft. Wurzelnd im christlichen Antijudaismus löst sich der neuzeitliche Judenhass von religiösen Motiven ab, gipfelt im NS-Vernichtungsantisemitismus und wirkt bis in die Gegenwart fort.

Von Gideon BotschMiGAZIN

Antisemitismus ist eine verbreitete Bezeichnung für Judenfeindschaft. Ein weiter Begriff des Antisemitismus, wie er in den Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaften üblich ist, umfasst sämtliche Formen von Hass, Vorurteilen und Ressentiments gegen Juden, egal in welchen historischen Kontexten sie auftreten. In diesem Sinne wird Antisemitismus auch in der öffentlichen Debatte wahrgenommen. Demgegenüber untersucht die geschichtswissenschaftliche Antisemitismusforschung ihn zumeist als spezifische Form der modernen Judenfeindschaft. Einer möglichen Universalisierung als quasi zeit-, ort- und kontextloses Phänomen begegnet sie mit Skepsis. Beide Perspektiven können, je nach Fragestellung, sinnvoll sein.

Für den vorliegenden Beitrag wird die historische Terminologie maßgeblich sein, die für ältere oder anders gelagerte Phänomene Begriffe wie Antijudaismus oder Judenfeindschaft verwendet.

Damit sollen historische Kontinuitäten nicht geleugnet werden. Die Judenfeindschaft hat “ihre Wurzeln in religiösen Vorurteilen und Stereotypen, in der christlich-jüdischen Differenz, oder genauer: in der traditionellen Ablehnung des Judentums durch das Christentum und die christliche Welt”. Der moderne Antisemitismus hat sie im 19. Jahrhundert beerbt, in sich aufgenommen und tendenziell abgelöst.

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Hebron 1929–Shuafat 2014

Bild: tachles

Die letzten Tage bin ich still geblieben. Mir fehlen die Worte, um den lokalen Trubel und den Sturm der Emotionen zu beschreiben. Was lässt sich sagen in Bezug auf Mord und Gewalt, rassistischen Doktrinen und religiösen Eifer, verknüpft mit schrecklicher politischer Schwäche und einer Schwäche des Intellekts seitens der israelischen Führung? Was kann gesagt werden, das nicht bereits gesagt worden ist? Nichts. Und so blieb ich still.

Von Avraham BurgTachles

In Shuafat wurde alles sehr scharf und klar. In diesen Tagen welkt Jerusalem in der Mittagshitze dahin. Arbeiter der Stadtverwaltung wischen die Überreste der Zusammenstösse auf den nach Shuafat führenden Strassen weg. Die ausgebrannten Stationen der Leichtbahn säumen den Weg zur zentralen Moschee und zum Zelt der Trauernden. Es ist halbvoll. Fotografien von Mohammed Abu Khdeir schmücken die Wände der Moschee. Ein leichter Ostwind, von der Wüste her kommend, füllt das Zelt für einen Moment mit Leben. Die von überall aus Palästina gekommenen Besucher entschuldigen sich mit beschränktem Wortschatz bei mir dafür, dass es kein Wasser gibt. «Wegen des Fastens, Sie verstehen.» Es werden Reden gehalten. Über Gott, den Barmherzigen, den 
Gnadenvollen. Über den Märtyrer, der zur ewigen Ruhe gegangen sei. Alle Dinge, die man unter 
solchen Umständen zu hören erwartet, werden gesagt. Sie sind zornig auf Mahmoud Abbas, machen sich lustig über Binyamin Netanyahu und fürchten um ihre Zukunft.

Der Geistliche der Gemeinde, der auch als Organisator fungiert, erzählt mir von den Vorbereitungen des Leichnams des Jungen für das Grab. Er hat diese Geschichte schon Hunderte Male zu Hunderten von Menschen erzählt, die Kondolenzbesuche abgestattet haben, und es bewegt ihn trotzdem noch. Einfache Worte, erschreckende Beschreibungen. Von einem Menschen, der gefesselt und verbrannt worden ist, von innen und von aussen, noch lebend. Er sprach in warmen Worten von dem Teenager, der nach der Mahlzeit im Morgengrauen vor Fastenbeginn mit seinen Freunden zum Gebet in die Moschee gegangen war. Unvermittelt wanderten meine Gedanken zu einer anderen Stadt, zu einer weiter zurückliegenden Gewalt. Ich dachte an ein kleines Mädchen, das in einer anderen Zeit lebte – anders und doch so ähnlich.

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Die Gräueltat

Uri Avnery, Bild: uri-avneri.de

BOMBEN FALLEN auf Gaza und Raketen auf Israel, Menschen sterben und Häuser werden wieder zerstört.
Immer wieder ohne Zweck. Wieder mit der Sicherheit, dass wenn es vorbei ist, wird alles im Wesentlichen so sein wie vorher.
Aber ich kann kaum auf die Sirenen hören, die vor Raketen warnen, die nach Tel Aviv fliegen. Ich kann das Entsetzliche, das in Jerusalem geschah, nicht aus meinem Gedächtnis reißen.

Von Uri AvneryFrieden für Israel und Palästina

WENN EINE Bande Neo-Nazis einen 16-Jährigen Jungen in einem Londoner jüdischen Viertel bei Dunkelheit zum Hydepark geschleppt hätte, ihn dort geschlagen, ihm Benzin in den Mund gegossen, ihn damit übergossen  und dann angezündet hätte – was wäre dann geschehen?

Wäre England dann in einem Sturm von Zorn und Entrüstung geraten?

Hätte nicht die Königin ihrem Entsetzen Ausdruck verliehen?

Wäre  nicht der Ministerpräsident zur Wohnung der trauernden  Familie geeilt, um sich für die ganze Nation zu entschuldigen?

Wäre nicht die Führung der Neo-Nazis, ihre aktiven Unterstützer und Gehirnwäscher, angeklagt und verurteilt worden?

Vielleicht in England. Vielleicht in Deutschland.

Nicht hier.

DIE ABSCHEULICHE Gräueltat fand in Jerusalem statt. Ein palästinensischer Junge wurde entführt und bei lebendigem Leibe verbrannt. Kein rassistisches Verbrechen kam diesem in Israel  nah.

Menschen lebend verbrennen, ist überall eine Scheußlichkeit. In einem Staat, der behauptet „jüdisch“ zu sein, ist dies sogar noch schlimmer.

In der jüdischen Geschichte kommt nur ein Kapitel dem Holocaust nahe: die spanische Inquisition. Diese katholische Institution folterte Juden und verbrannte sie lebendig auf dem Scheiterhaufen. Später geschah dies manchmal bei russischen Pogromen. Sogar der fanatischste Feind Israels könnte sich so eine entsetzliche Sache nicht in Israel vorstellen.

Nach israelischem Gesetz ist Ost-Jerusalem kein besetztes Land. Es ist ein Teil des souveränen Israel.

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US-Umfrage: Evangelikale mögen Juden, aber Juden mögen Evangelikale nicht

Juden zählen zu den beliebten Religionsgruppen in Amerika Foto: Jens Schott Knudsen / flickr | CC-BY-NC 2.0

Amerikaner empfinden besondere Sympathien für Juden, Katholiken und Evangelikale. Muslime und Atheisten mögen sie dagegen weniger.

pro Medienmagazin

„Wie sind Ihre Gefühle gegenüber unterschiedlichen religiösen Gruppen?“, wollte das PEW-Institut von Amerikanern wissen. Juden, Katholiken und evangelikalen Christen kommen laut Umfrage besonders positive Gefühle entgegen. Das „Gefühls-Thermometer“, mit dem das Forschungsinstitut Einstellungen gegenüber einzelnen religiösen Gruppen misst, hat eine Skala von 0 bis 100, auf der 0 so negativ und kalt wie möglich, 100 so warm und positiv wie möglich und 50 neutral ist. Die Durchschnittsbewertung für Juden liegt bei 63, der Katholiken bei 62. Evangelikale kommen auf 61 Punkte.

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Women barred from bomb shelters as Hamas pounds Ashdod

Israelis come out of a shelter in Sderot after a rocket attack on July 10, 2014. Illustrative photo (photo credit: Hadas Parush/Flash90)

Rabbinical Courts Administration denounces and removes signs at Ashdod Rabbinical Court indicating protected areas are for men only

By Renee Ghert-ZandThe Times of Israel

Following a complaint lodged on Wednesday by Labor MK Stav Shaffir, the Rabbinical Courts Administration ordered the removal of signs at the Ashdod Rabbinical Court stating that bomb shelters were for men only.

“The thought that women who sought a secure refuge from rocket fire and encountered a closed door just because they were women is unthinkable,” Shaffir stated in a press release issued today.

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Zapatero fordert Schaffung einer ‘globalen religiösen Autorität’

napoleon_religionDie Weltreligionen sollen sich in einer Art UNO zusammenfinden und einfügen – Keine Religion dürfe „exklusiv“ den Wahrheitsanspruch vertreten – Dialog der Religionen mit feministischen Organisationen sei nötig

kath.net

Der frühere spanischen sozialistische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero fordert die Schaffung einer „globalen religiösen Autorität“. Anzustreben sei eine „dauerhafte Allianz zwischen den Konfessionen“, so wie die UN eine Allianz zwischen den Zivilisationen darstelle. Dieses Bündnis sollte auf zwei Säulen basieren: dem Respekt für religiöse Vielfalt, für Frieden und Freiheit, und der Verurteilung aller Gewalt. Dies äußerte der spanische Ex-Premier bei einem Symposium über die Rolle des Interreligiösen Dialoges, wie „Religión Digital“ berichtete.

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Iftar: Erstes gemeinsames Fastenbrechen in der Staatskanzlei

Themenbild, turkish-food.com

Zum ersten Mal hat die rheinland-pfälzische Landesregierung zum gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan, dem IFTAR, eingeladen. „Das Fasten und das abendliche Fastenbrechen gehören inzwischen fest zum Alltag von Rheinland-Pfalz“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Veranstaltung in der Staatskanzlei vor rund 80 Gästen.

news 02elf Abendblatt

An dem IFTAR-Abend nahmen Muslime und Nicht-Muslime, darunter auch Integrationsministerin Irene Alt und der türkische Generalkonsul Aslan Alper Yüksel teil.„Der Islam ist genauso wie das Judentum oder das Christentum eine wichtige Religion in Rheinland-Pfalz. Rund 150.000 Rheinland-Pfälzerinnen und Pfälzer haben ein islamisches Bekenntnis“, unterstrich die Ministerpräsidentin. Schon bislang hätten Mitglieder der Landesregierung, Abgeordnete oder der Beauftragte für Migration und Integration an zahlreichen Fastenbrechen auf Einladung der Moscheegemeinden teilgenommen.

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Comprendre l’état d’Israël : Idéologie, religion et société

Die wirklich langfristige Gefahr für die Existenz des Staates Israel geht nicht von den Palästinensern aus, wie dies kürzlich der Chef des Mossad, Tamir Pardo, behauptete, sondern von den rechtgläubigen, orthodoxen Juden, für die der Zionismus, obgleich politisch relativ erfolgreich, eine Häresie am Judentum darstellt.

Von Ludwig WatzalBetween The Lines

Für die Aufarbeitung dieses Themas gibt es keinen kompetenteren Kenner als Yakov Rabkin, Professor für Geschichte, Jüdische Zeitgeschichte und Wissenschaftsgeschichte an der Universität von Montreal.

Wie bedeutsam die existentielle Gefahr für den Staat Israel von innen immer noch ist, hat der Autor in dem Buch „A Threat from Within: A Century of Jewish Opposition to Zionism“ überzeugend dargestellt. Trotz Stigmatisierung jeglicher Kritik an der Politik des Staates Israel als „Antisemitismus“ oder „jüdischer Selbsthass“ hat der jüdische Widerstand gegen den Zionismus eine bemerkenswerte Ausdauer erwiesen. Wie es scheint, wird dieser Widerstand solange andauern, wie das „zionistische Unternehmen“ (Zionist Enterprise) im „Heiligen Land“ andauert. Ob die Werte des Judentums wie „Frieden“ oder „friedlicher Ausgleich mit den Nachbarstaaten“ gegenüber zionistischen „Werten“ wie „Eroberung“, „Unterdrückung“ und „Militarismus“ obsiegen werden, bleibt eine offene Frage.

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Publizist Grosser: Israel-Proteste nicht antisemitisch

Alfred Grosser, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser hält die aktuellen Anti-Israel-Proteste in Europa nicht für antisemitisch.

Von Dominik Speckevangelisch.de

“Immer wieder dieselbe Antwort auf berechtigte Israel-Kritik”, sagte Grosser dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit Blick auf Äußerungen des Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann. Dieser hatte den Demonstranten zuvor Antisemitismus attestiert.

Grosser sagte, Häuser und Leben von Menschen im Gazastreifen würden “mit israelischer Willkür zerstört”. Zwar sei es ein Unrecht, dass die Hamas weiter Raketen schieße. “Aber mit welcher rechtlichen Grundlage blockiert Israel den Gazastreifen insbesondere vom Meer?” fragte der 89 Jahre alte Politologe, der vor allem für seinen Einsatz für die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt ist. Deutschland könne theoretisch seine Stimme gegen dieses Unrecht besser erheben als alle anderen, ergänzte Grosser: “Dass man daran im Namen von Auschwitz gehindert wird, gleicht einer ständigen Erpressung.”

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