Archiv der Kategorie: Judentum

Jewish Lev Tahor Sect, Where Child Abuse Is Allegedly a Way of Life, Gets Kicked Out of Guatemalan Town

Lev Tahor’s rabbi and convicted felon Schlomo Helbrans. Image. Friendly Atheist

When we last featured the mega-Orthodox Jewish group Lev Tahor, a Canadian cult, on this site, it was over credible allegations of systematic child abuse.

By Hemant MehtaFriendly Atheist

For instance:

[A] member told police about beatings with sticks, crowbars, whips and belts… A witness said he saw a woman struck in the face because she refused to wear the burqa-like outfit for women that has led some media to deride the group as the Jewish Taliban. Girls who were 13 or 14 were disciplined by being held in house basements while girls who were 14 and 15 were married to adult men, the police documents said. Children were also taken from their biological parents [and assigned permanently to other families in the sect] if the sect’s leader deemed they were not taught properly.

Lev Tahor’s spiritual leader, Rabbi Shlomo Helbrans (pictured), has a record that we’d call odd for a self-proclaimed man of God, if it wasn’t for the fact that crimes against children are rife within patriarchal religions and sects.

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Der eine Gott macht Schluss mit den vielen Therapeuten

Ein Hindu-Heiligtum am Ganges in der nordindischen Stadt Allahabad. Foto: REUTERS

Ein Gespräch mit Harald Strohm, der seit Jahren über die indische Götterwelt und die Religionen Altirans forscht.

Frankfurter Rundschau

„Die Geburt des Monotheismus im alten Iran“ heißt Ihr neues Buch. Wieso Iran? Ich dachte, der Monotheismus sei eine jüdische Erfindung mit einem gescheiterten ägyptischen Vorläufer, dem Pharao Echnaton.
Der jüdische Monotheismus reicht nicht weiter zurück als bis ins siebte, achte vorchristliche Jahrhundert. Echnaton ist um 1350 vor Christus zu datieren. Jan Assmann hat den in meinen Augen weitgehend geglückten Versuch unternommen, die 600 Jahre dazwischen zu überbrücken und damit Echnaton als Keim des jüdischen Monotheismus auszuweisen. Allerdings gab es in diesen Jahrhunderten auch in Iran einen Monotheismus. Seine Anfänge zu datieren, fiel lange schwer. Inzwischen herrscht aber weitgehender Konsens, dass sie auf etwa 1000 vor unserer Zeitrechnung anzusetzen sind. Sein Urheber war der Prophet Zarathustra und Ahura Mazda dessen Monotheos. Ich teile aber die Ansicht Helmut Humbachs und anderer, dass Zarathustras Monotheismus in priesterlichen Kreisen bereits eine lange, bis mindestens in die Mitte des zweiten Jahrtausends hochreichende Vorgeschichte gehabt haben muss. Dennoch: Zarathustra war der eigentliche Begründer einer Weltreligion, die dann mehr als 1 500 Jahre von Millionen von Menschen praktiziert wurde.

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Israel auf dem Weg in den “Faschismus”?

Der Haaretz-Journalist Gideon Levy muss in Israel um sein Leben fürchten. Bild: Ludwig Watzal

In Berlin soll es am 14. September 2014 eine Solidaritätsveranstaltung gegen “Judenhass” und für den Staat Israel geben, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen und sprechen will.

Von Ludwig Watzal—BETWEEN THE LINES

Anlass seien die jüngsten Fälle von antisemitischen Äußerungen bei Demonstrationen gegen den mörderischen Einsatz der israelischen Armee gegen die Bevölkerung des Gaza-Streifens. Bei diesem Einsatz hat die israelische Besatzungsarmee über 2 100 Palästinenser/innen getötet, davon fast 80 Prozent Frauen, Kinder und ältere Menschen. Fast 500 000 wurden in die Obdachlosigkeit gebombt. Eine Spur der Zerstörung und Verwüstung wurde von der “moralistischen Armee der Welt” (Ehud Barak) hinterlassen. Bei diesem Amoklauf der “moralischsten Armee der Welt” kamen auch 65 israelische Soldaten ums Leben.
Dieses Massaker hat aber in Deutschland zu einer der bizarrsten Debatten geführt, und zwar gegen Antisemitismus. Dagegen hat nun der Zentralrat der Juden in Deutschland zu einer öffentlichen Kundgebung in Berlin aufgerufen. Angebrachter und glaubwürdiger wäre jedoch, zu Demonstrationen gegen die rechtsnationalistische Regierung in Israel aufzurufen. In Israel werden bei Demonstrationen immer wieder Nazi-ähnliche Parolen wie “Tod den Arabern” oder “Araber ins Gas” von zehntausenden skandiert. Wäre hier nicht Handlungsbedarf angesagt?

Did the historical Jesus exist? A growing number of scholars don’t think so

DerverzweifelteJesusMost antiquities scholars think that the New Testament gospels are “mythologized history.”  In other words, they think that around the start of the first century a controversial Jewish rabbi named Yeshua ben Yosef gathered a following and his life and teachings provided the seed that grew into Christianity.

By Valerie Tarico—The Raw Story/Alternet

At the same time, these scholars acknowledge that many Bible stories like the virgin birth, miracles, resurrection, and women at the tomb borrow and rework mythic themes that were common in the Ancient Near East, much the way that screenwriters base new movies on old familiar tropes or plot elements. In this view, a “historical Jesus” became mythologized.

For over 200 years, a wide ranging array of theologians and historians—most of them Christian—analyzed ancient texts, both those that made it into the Bible and those that didn’t, in attempts to excavate the man behind the myth.  Several current or recent bestsellers take this approach, distilling the scholarship for a popular audience. Familiar titles include Zealot by Reza Aslan and  How Jesus Became God by Bart Ehrman

But other scholars believe that the gospel stories are actually “historicized mythology.”  In this view, those ancient mythic templates are themselves the kernel. They got filled in with names, places and other real world details as early sects of Jesus worship attempted to understand and defend the devotional traditions they had received.

The notion that Jesus never existed is a minority position.  Of course it is! says David Fitzgerald, author of Nailed: Ten Christian Myths That Show Jesus Never Existed at All . For centuries all serious scholars of Christianity were Christians themselves, and modern secular scholars lean heavily on the groundwork that they laid in collecting, preserving, and analyzing ancient texts. Even today most secular scholars come out of a religious background, and many operate by default under historical presumptions of their former faith.

Fitzgerald is an atheist speaker and writer, popular with secular students and community groups. The internet phenom, Zeitgeist the Movie introduced millions to some of the mythic roots of Christianity. But Zeitgeist and similar works contain known errors and oversimplifications that undermine their credibility. Fitzgerald seeks to correct that by giving young people interesting, accessible information that is grounded in accountable scholarship.

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Lauder: IS-‘Mordkampagne’ gleicht Wüten der Nazis

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Präsident des Jüdischen Weltkongresses kritisiert Schweigen der Vereinten Nationen und die Untätigkeit der “sozialen Antennen” und der “schönen Prominenten” zur Christenverfolgung im Nahen Osten und in Afrika

kath.net

Entsetzt über das weltweite Schweigen zur Verfolgung von Christen im Nahen Osten und Teilen Afrikas hat sich der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald S. Lauder, in der Tageszeitung “Die Presse” geäußert. “Schamlos” sei die allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber der Terrorgruppe “Islamischer Staat” (IS) mit seinen “Massenhinrichtungen von Christen und seiner tödlichen Auseinandersetzung mit Israel”. Historiker würden sich möglicherweise einst im Rückblick auf die heutige Gegenwart “fragen, ob die Menschen ihre Orientierung verloren haben”.

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Islamophobie und Antisemitismus: Die neuen alten Juden

moscheeWarum „Islamophobie“ in Europa nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden kann. Weder im Wesen noch im Ausmaß. Ein Gastbeitrag.

Von James KirchickFrankfurter Allgemeine

Vor dem Hintergrund, dass heftige Angriffe auf jüdische Glaubensgemeinschaften in ganz Europa zunehmen, lohnt es sich, eine der albernen Behauptungen noch einmal anzuschauen, die sich im Laufe der vergangenen zehn Jahre in der öffentlichen Diskussion festgesetzt hat: Muslime sind „die neuen Juden“.

Vor einem Jahrzehnt bekam diese Behauptung neue Popularität, als Frankreich in Schulen das Tragen auffälliger religiöser Symbole  – darunter auch den islamischen Gesichtsschleier – verbat. In Dänemark lösten im darauffolgenden Jahr Zeitungscartoons, die den Propheten Mohammed porträtierten, Unruhen aus. Der gleichzeitige Aufstieg rechtspopulistischer Parteien, die oft antimuslimische Botschaften verbreiteten, verstärkte die Sicht- und Erzählweise, dass Muslime eine bedrohte Minderheit seien.

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Drei unangenehme Wahrheiten zum Nahost-Konflikt

Ein israelischer Soldat beobachtet Proteste im Westjordanland Foto: picture-alliance/Anna Ferensow

Warum finden Israelis und Palästinenser keinen dauerhaften Frieden? Warum pumpen die Saudis nicht Geld nach Gaza? Warum gibt es dort keine Strandhotels? Drei Gründe, die zu selten benannt werden.

Von Hannes SteinDIE WELT

Eigentlich sollte nichts auf dieser Welt leichter zu lösen sein als der israelopalästinensische Konflikt. Israel beendet die Besatzung des Westjordanlandes und zieht sich auf sein Kernland zurück; die Palästinenser bekommen einen eigenen Staat; die Stadtgrenzen von Jerusalem werden so ausgeweitet, dass sie Abu Dis einschließen; dort nimmt die Palästinenserregierung ihren Sitz ein, so dass Jerusalem tatsächlich die Hauptstadt sowohl der Israelis als auch der Palästinenser wird.

Die Saudis überschütten den neu entstandenen Staat mit Petrodollars, so dass dort ein arabisches Wirtschaftswunder blüht; die Zeit heilt die schlimmsten Wunden; schon in der nächsten Generation gibt es gutnachbarschaftliche Beziehungen. Fertig. Warum ist all das nicht längst passiert? Weil es drei unangenehme Wahrheiten gibt, denen kaum ein Mensch ins hässliche Gesicht schaut.

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Jüdische Organisation: Europa ist «reif» für Islamisten-Terroranschlag

Bild: nationalreview.com

Bild: nationalreview.com

Der Europäische Jüdische Kongress stellt fest: In den vergangenen Wochen haben Zehntausende radikale Islamisten bei Kundgebungen in Europa einen «Heiligen Krieg» (Dschihad), die Ermordung von Juden sowie die Einführung der Scharia verlangt.

kath.net

Der Europäische Jüdische Kongress (EJC) sieht Teile Europas «reif» für einen Anschlag der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS). In den vergangenen Wochen hätten Zehntausende radikale Islamisten bei Kundgebungen in Europa einen «Heiligen Krieg» (Dschihad), die Ermordung von Juden sowie die Einführung des islamischen Strafrechts, der Scharia, verlangt, erklärte EJC-Präsident Moshe Kantor am Montag in Brüssel. Auch zunehmende Angriffe auf jüdische Einrichtungen zeigten, dass es darum gehe, «einen Religionskrieg auf dem Kontinent zu entfachen».

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«Über Gott reden, nicht über Demokratie»

Ein islamistischer Fundamentalist im Irak zerstört eine Marienstatue. Bild: 20min.ch/mehr

Es sei höchste Zeit, dass Europa endlich über Religionskonflikte spreche anstatt nur über Demokratie und Menschenrechte, sagt der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser.

Von Désirée Pomper20min.ch

Herr Ganser*, mit dem Aufkommen radikaler islamistischer Terrorgruppen wie der IS, Boko Haram oder Al-Shabab, die Jagd auf religiöse Minderheiten machen, ist der Religionskonflikt wieder entflammt. In Europa aber, so scheint es, wird das Thema Religion tabuisiert.
Genau. Wir stellen die Frage nach Gott nicht. Wir reden lieber über Demokratie und Freiheit. Dschihadisten aber wollen über Gott sprechen! Das Problem ist, dass wir von unserer historischen Entwicklung her an einem anderen Punkt sind. Wir haben den Religionskrieg hinter uns. Darüber sind wir hinweg. Religionskriege sind in der Schweiz kein Thema mehr. Aber wir müssen uns dieser Diskussion dringend wieder stellen.

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Säkulare Grüne fordern die Rücknahme des Beschneidungsgesetzes (§ 1631d BGB)

Nachdem die Debatte zur Genitalbeschneidung von Jungen etwas abgeebbt ist, möchte der Bundesweite Arbeitskreis Säkulare Grüne mit diesem Positionspapier eine ernsthafte und sachliche Diskussion bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (zum Beispiel in frauen- gesundheits-, menschenrechts- und religionspolitischen Gremien) und darüber hinaus hervorrufen.

Bundesweiter Arbeitskreis Säkulare Grüne

Kinder – eigenständige Träger*innen von Menschenrechten

In den letzten Jahrzehnten hat in Deutschland ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel hinsichtlich der Beurteilung der Rechtspositionen von Kindern stattgefunden. Allgemein akzeptiert ist mittlerweile, dass Kinder eigenständige Träger*innen von Menschenrechten sind, mit der Folge, dass auch die überkommenen Elternrechte auf Bestimmung und Prägung des Kindes eingeschränkt sind. Kinder werden nicht mehr vorrangig als Eigentum der Eltern oder der Familie betrachtet. Eine Betrachtung „vom Kind her“ ist im Vordringen. Bedeutsamer Ausdruck dieser Entwicklung ist das Anfang dieses Jahrhunderts geschaffene gesetzliche Verbot der Anwendung von Gewalt gegen Kinder und das Verbot entwürdigender Maßnahmen als Erziehungsmittel. Die Rechtsordnung muss Kindern Schutz gewähren, nötigenfalls gegen die eigenen Eltern, deren Erziehungsmaßnahmen und auch deren religiösen Vorstellungen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat an dieser Entwicklung einen maßgeblichen Anteil und orientiert sich auf eine Verstärkung der Positionen von Kindern im sozialen Umfeld und in der Gesellschaft. Der Bericht der Grünen-Kinderkommission von 2006 fordert „eine Politik, die das Wohl und die Rechte der Kinder in den Mittelpunkt stellt“ und lehnt die Fixierung auf „die Rolle, die Kinder als zu erziehendes Objekt … spielen“ ab. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – als Menschen- und Bürgerrechtspartei – formuliert eindeutig: „Ein Perspektivenwechsel zu einer kindzentrierten Politik ist ein bedeutender Schritt hin zu einer konsequenten Anwendung von Bürger*innenrechten. Das so genannte Kindeswohl definiert sich heute allzu oft aus der Sicht der Erwachsenen. Auch im Rechtssystem ist ein Perspektivenwechsel hin zu einer stärkeren Rechtsposition von Kindern überfällig.“

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Israelis on Facebook wish death for Holocaust survivors against ‘Protective Edge’

Israelis lash out against holocaust survivors who oppose ‘Protective Edge’ Image: 972mag.com

Nope, it’s not The Onion.

By Ami Kaufman⊕972

A few days ago some 300 Holocaust survivors placed an ad in the New York Times condemning the massacre in Gaza. My colleague from Local Call, John Brown, has selected a few of the responses on Facebook that Israelis posted in response to the ad.

I’ve translated a few from John’s selection:

David Cohen: Those aren’t Holocaust survivors those are probably collaborators with the Nazis.

Shmulik Halphon: He’s invited to go back to Auschwitz.

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Israel: Keine orthodoxe Bevormundung mehr erwünscht

Israels Oberrabbiner David Lau. Für die Pflege der Religion sind dann die Männer mit den großen Hüten und den langen Bärten zuständig, glauben viele Israelis. (dpa/picture alliance/Maurizio Gambarini)

In Israel bestimmt das orthodoxe Oberrabbinat über Familienstands- und sonstige religiöse Fragen. Reformjüdische Gemeinden werfen dem Rabbinat den Missbrauch einer staatlich gesicherten Vormachtstellung vor und fordern nun die gesetzliche Gleichstellung der verschiedenen Strömungen des Judentums.

Von Ruth KinetDeutschlandfunk

Nach der Gründung des Staates Israel setzte das israelische Parlament ein orthodoxes Oberrabbinat ein, das für alle in Israel lebenden Juden bei zivilrechtlichen Fragen wie Eheschließungen und -scheidungen, bei Erbangelegenheiten und bei der Anerkennung eines Übertritts zum Judentum zuständig ist. Reformjüdische Gemeinden in Israel lehnen es aber zunehmend ab, dass das orthodoxe Oberrabbinat für auch für sie zuständig ist und fordern von der Politik eine andere gesetzliche Lösung:

“Ich bin heute noch mehr der Idee verpflichtet denn je, dass es in Israel eine Gleichstellung geben muss zwischen den verschiedenen Strömungen des Judentums.”

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Im Gaza-Krieg droht ein Flächenbrand

Bild: NWZ.online

Ein Israelischer Luftangriff ebnet ein Wohnhochhaus ein – fünf Minuten hatten die Bewohner in Gaza vorher Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. In der Nacht schlagen fünf Raketen aus Syrien auf den israelischen Golanhöhen ein.

NWZ Online

Der Gaza-Konflikt droht wieder mit voller Wucht zu entbrennen: Fünf aus Syrien abgefeuerte Raketen sind in der Nacht zum Sonntag auf den Golanhöhen eingeschlagen. Die israelische Armee teilte mit, sie seien an verschiedenen Orten niedergegangen. Es gab keine Berichte zu möglichen Opfern oder Sachschäden. Israel hatte die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert. Im Juni bombardierte die israelische Armee nach einem tödlichen Angriff aus Syrien Stellungen des syrischen Militärs.

Die neuen Angriffe nährten die Sorge vor einer Ausweitung des Gazakonflikts. Nur Stunden zuvor hatten Extremisten im Libanon zwei Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Ein Haus in Galiläa sei getroffen worden, teilte der israelische Rundfunk mit. Acht Menschen hätten einen Schock erlitten. Israel legte den Angaben zufolge Beschwerde bei der internationalen Beobachtertruppe Unifil im Südlibanon ein.

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Auch deutsche Juden überlegen auszuwandern

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Der Antisemitismus der Islamisten hierzulande verängstigt die Juden. Er führt dazu, dass einige von ihnen wie ihre französischen Glaubensbrüder an eine Ausreise denken. Das darf nicht geschehen.

Von Filipp PiatovDIE WELT

Das Warschauer Getto ist kein guter Ort, um sich zu erinnern. Nicht, wenn man aus Deutschland kommt und aufwendige Denkmäler gewöhnt ist. In Warschau ist die Geschichte ein Teil des Alltags geworden, die Überreste der Gettomauer stehen inmitten von Wohnhäusern. Nur eine kleine Plakette erinnert an die Bedeutung der Mauer, die Hunderttausende Juden auf engstem Raum zusammenpferchte. Die Juden selbst haben ihren Platz im Warschauer Alltag verloren. Das ehemalige Zentrum des europäischen Judentums schafft es nicht einmal, eine einzige Synagoge am Freitagabend zu füllen.

Die Folgen für das jüdische Leben in Deutschland und Polen, Täter- und Opferland, verbinden Parallelen. In beiden Ländern wurde die ansehnliche jüdische Minderheit bis auf ein Minimum dezimiert, doch während man in Deutschland zumindest auf höchster politischer Ebene darum bemüht ist, jüdisches Leben zu fördern, kam in Polen angesichts der eigenen Opferzahlen die Wiederherstellung jüdischen Lebens zu kurz. Wie in so vielen Ländern trennte man immer jüdische von einheimischen Opfern.

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Posse: Ex-Katholikin darf auf jüdischem Friedhof beerdigt werden

Die jüdische Kultus-Gemeinde muss auf ihrem Friedhof an der Schulzstraße eine Nicht-Jüdin beerdigen lassen, obwohl sie dies seit über drei Jahren energisch verweigert hat.Foto: Kerstin Konoska

Eine Ex-Katholikin darf neben ihrem Ehemann auf dem jüdischen Friedhof beerdigt werden. Dies haben jetzt Richter entschieden, nachdem sich die jüdische Kultus-Gemeinde mehr als drei Jahre energisch geweigert hatte. Ausschlaggebend für die Entscheidung war letztlich ein alter Vertrag.

Von Franz WilmsenDER WESTEN

Die jüdische Kultus-Gemeinde muss auf ihrem Friedhof an der Schulzstraße eine Nicht-Jüdin beerdigen lassen, obwohl sie dies seit über drei Jahren energisch verweigert hat. Dieses Urteil fällte am Freitag das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Wird die Entscheidung rechtskräftig, findet Hildegard Schwarz nach langem Kampf ihrer Stiefkinder Rafaela und Michael endgültig ihre ewige Ruhestätte neben ihrem Mann Josef, mit dem sie 38 Jahre verheiratet war.

Schon mehr als 25 Jahre vor dem Tod des Ehemanns im Jahr 1996 beschäftigte die Eheleute sehr die Frage, wo sie denn gemeinsam nebeneinander bestattet werden könnten. Es gab da nämlich ein großes Problem: Josef Schwarz war Jude, seine Frau Hildegard war eine aus ihrer Kirche ausgetretene Katholikin, aber eben nicht zum Judentum konvertiert. Und Nichtjuden dürfen nach den religiösen Grundsätzen der Juden nicht auf jüdischen Friedhöfen bestattet werden. Schon gar nicht in einer Grabstelle mit einem Juden oder einer Jüdin. Selbst wenn sie Ehepartner waren.

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Die Suche nach der Heiligen Vorhaut(Sanctum Praeputium)

Bild: arte/BB

Bild: arte/BB

Fast 2.000 Jahre lang war die Vorhaut von Jesus Christus die heiligste Reliquie der katholischen Kirche, das einzige Stück vom Fleische Jesu, das auf der Erde verblieben ist, nachdem er gen Himmel gefahren war. Das Sanctum Praeputium, ein Teil des Göttlichen! Doch dann passierte es: Zu Neujahr 1983 musste ein Pater den Pilgern verkünden, dass ihre geliebte Reliquie gestohlen wurde.

arte.tv

Sie ist die heiligste und die sonderbarste Reliquie des Christentums: Die Heilige Vorhaut Christi. Das kleine Hautstück reiste seit der Beschneidung des Jesuskindes quer durch die Jahrhunderte, bis es durch Kriegswirren und Zufälle im 16. Jahrhundert ins italienische Dorf Calcata gelangte. Gläubige aus ganz Europa pilgerten seitdem dorthin, um den letzten auf Erden verbliebenen Teil von Gottes Sohn anzubeten.

Bis zu jenem Neujahrstag 1983, an dem die Reliquie unter mysteriösen Umständen verschwindet. Sind gotteslästernde Diebe die Täter, wie Pater Don Dario seine Gemeinde glauben machen will? Oder hat die Kirche, die mit dem Kult um die Vorhaut nie wirklich glücklich war, selbst die Hände im Spiel?

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Umfrage: Mehrheit der Israelis lehnt interreligiöse Ehe ab

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Eine große Mehrheit der israelischen Bevölkerung ist gegen eine Ehe mit einem Partner, der nicht der eigenen Religion angehört.

evangelisch.de

Die Zeitung “Haaretz” veröffentlichte am Freitag eine Studie, der zufolge 75 Prozent der befragten Juden nur einen jüdischen Partner heiraten würden. Unter den arabischen Teilnehmern der Umfrage sprachen sich 65 Prozent gegen eine Ehe außerhalb der eigenen Religionszugehörigkeit aus.

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Rolf Verleger: Kritischer Jude vom Dienst

Rolf Verleger, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/JustusNussbaum

Die mediale Karriere des Professors Rolf Verleger

Von Michael WuligerJüdische Allgemeine

Rolf Verleger ist in diesen Wochen ein vielzitierter Mann. Von ZDF und Deutschlandfunk über die Frankfurter Rundschau, die Badische Zeitung und die Junge Welt bis zur Website islam.de reicht das Spektrum der Publikationen, die dem Lübecker Psychologieprofessor ein Forum bieten. Und was er dort zu sagen hat, wird von anderen Medien gern aufgenommen und weiterverbreitet.

Zum Beispiel, dass »die Israelis in Gaza ein Massaker« anrichten, antisemitische Parolen auf Demonstrationen »Ausbrüche von verständlicher Empörung« sind und die hiesigen jüdischen Gemeinden mit ihrer Solidarität für Israel den Judenhass »geradezu herausfordern«. Zumal die Hamas moralisch im Recht ist: »Würden Sie der Gazabevölkerung das Recht absprechen, sich gegen den Terror Israels zu wehren?«

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Moscheen in Deutschland gehören zur Türkei!

Moscheen gehören nicht zu Deutschland! © Islamwoche Berlin

Ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, wird bekanntlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit lebhaft diskutiert. Ob Muslime zu Deutschland gehören, bekommt diese Tage eine erste Antwort; wohin Moscheen gehören, ebenfalls.

Von Ekrem ŞenolMiGAZIN

Nach dem Brand an der im Bau befindlichen Berliner Mevlana Moschee haben weder der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) noch der Innensenator oder die Senatorin für Integration die Unglücksstelle besucht, sondern der türkische Botschafter Avni Karslıoğlu und der türkische Generalkonsul Ahmet Başar Şen. Die beiden Repräsentanten der Türkischen Republik machten sich persönlich ein Bild von der Lage, bekundeten Anteilnahmen und hörten sich die Ängste und Sorgen der Gemeindemitglieder an. So erfuhren sie beispielsweise, dass der Moscheebau deshalb so schleppend vorangeht weil dringend benötigte Moscheebauer aus der Türkei seit vielen Monaten vergeblich auf ein Visum warten.

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Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Ein Vergleich von auferlegten Gruppenidentitäten

Muslimische Frauen: Oft Ziel von anti-islamischen Ressentiments und Angriffen © by Garry Knight auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Dieser und weiteren Fragen geht Cora Alexa Døving nach.

Von Cora Alexa Døving—IslamiQ

Existieren Ähnlichkeiten zwischen stereotypischen Porträts von Minderheiten, ungeachtet des sozialen und historischen Kontextes? Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Ist es insgesamt relevant, den Antisemitismus mit anderen Formen der Intoleranz, Diskriminierung und des Rassismus im Einklang zu betrachten? Diese Fragen bilden einen Teil der vergleichenden Analyse der antisemitischen Texte vom Anfang des 20. Jahrhunderts und antiislamischen Debatten, die heute in Norwegen geführt werden.

Während sich dieser Artikel gegen eine grundlegende Analogie zwischen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit (und ebenso gegen eine Analogie zwischen der strukturellen Position der Juden im neunzehnten Jahrhundert und Muslimen heute) stellt, argumentiert er für die Bedeutung einer vergleichenden semantischen Analyse der negativen Stereotypen des „Muslims“ und des „Juden.“

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