Archiv der Kategorie: Judentum

In Frankreich sind Juden nicht mehr sicher

Ausschreitungen in Paris Foto: AFP/BadischeZeitung

Frankreich hat die größte jüdische und die größte muslimische Gemeinde in Europa. Da sind Konflikte programmiert. Zum ersten Mal seit 120 Jahren kam es in Paris wieder zu Angriffen auf Synagogen.

Von Dominique MoisiDIE WELT

“Tod den Juden!” Diese hasserfüllten Worte sind in Paris und anderen französischen Städten zu vernehmen. Zum ersten Mal seit der Dreyfus-Affäre am Ende des 19. Jahrhunderts kam es wieder zu Angriffen auf Synagogen. In Pariser Vorstädten wie Sarcelles, das für sein Klima der religiösen und ethnischen Toleranz bekannt ist, nahmen Gruppen junger Menschen bewusst jüdisches Eigentum ins Visier.

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“Neue antisemitische Welle ist eine Ente”

Bild: wdr5.de

Zahlreiche Medien sehen in dem Demos gegen den Gaza-Krieg ein “Sammelbecken von Hass und Antisemitismus”. Walter van Rossum kommt in seiner Kolumne zu einem ganz anderen Ergebnis. Er hält die Darstellung für eine Erfindung, mit der vom eigentlichen Skandal abgelenkt werde.

Von Walter van RossumWDR5

Bild-Chefredakteur Kai Dieckmann kräht pathetisch “Nie wieder!” und begründet beinhart: “Diese Verpflichtung, die uns unser Verleger Axel Springer mitgegeben hat, erfüllen wir aus voller Überzeugung und mit Leidenschaft.”

Eine journalistische Ente

Nur zur Erläuterung: Springer-Journalisten geloben in ihrem Arbeitsvertrag Treue zu den Vereinigten Staaten und Israel. Ich versuche, mich des Ausmaßes der neuen antisemitischen Welle zu vergewissern. Wie viele Leute sind das? Was ist neu? Das ist allerdings nicht ganz leicht. Tatsächlich gibt es Zeugen, die erklären auf zwei Demonstrationen in Berlin und auf einer in Essen hätten palästinensische Jugendliche abstoßende Slogans skandiert. In den Tagesthemen belegt die Reporterin die antisemitischen Ausschreitungen mit Plakaten, auf denen tote Kinder unter der Überschrift: “Israel Kindermörder!” zu sehen sind. Ich habe ausführlich recherchiert und komme beim besten Willen allenfalls auf ein halbes Dutzend Fälle, wo kleine Gruppen palästinensischer Jugendlicher Parolen skandiert haben, die man als antisemitisch interpretieren könnte. Mit anderen Worten: die neue antisemitische Welle ist eine journalistische Ente – und vermutlich keine ganz unschuldige, wie der renommierte Antisemitismus-Forscher Wolfgang Benz in einem Zeitungsinterview vermutet: “Ich sehe überhaupt keine neue Qualität. Ich würde auch gerne die Wortwahl antisemitische Ausschreitungen hinterfragen. Es haben sich zum Teil seltsame Leute zusammengerottet. Einige haben blödsinnige Parolen gerufen. Das wird von Interessenten mit großem Widerhall als Wiederaufflammen des Antisemitismus dargestellt. Ich beobachte diese Szene seit 30 Jahren. Seit 30 Jahren wird damit Politik und Stimmung gemacht.”

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7 Things to Consider Before Choosing Sides in the Middle East Conflict

Bild: Public Domain

Bild: Public Domain

Are you “pro-Israel” or “pro-Palestine”? It isn’t even noon yet as I write this, and I’ve already been accused of being both.

Huffington Post – Ali A. Rizvi

These terms intrigue me because they directly speak to the doggedly tribal nature of the Israeli-Palestinian conflict. You don’t hear of too many other countries being universally spoken of this way. Why these two? Both Israelis and Palestinians are complex, with diverse histories and cultures, and two incredibly similar (if divisive) religions. To come down completely on the side of one or the other doesn’t seem rational to me.

It is telling that most Muslims around the world support Palestinians, and most Jews support Israel. This, of course, is natural — but it’s also problematic. It means that this is not about who’s right or wrong as much as which tribe or nation you are loyal to. It means that Palestinian supporters would be just as ardently pro-Israel if they were born in Israeli or Jewish families, and vice versa. It means that the principles that guide most people’s view of this conflict are largely accidents of birth — that however we intellectualize and analyze the components of the Middle East mess, it remains, at its core, a tribal conflict.

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18-Jähriger wirft Molotow-Cocktails auf Wuppertaler Synagoge

Bild: brightsblog

Bild: brightsblog

Drei Täter haben in der Nacht mehrere Brandsätze auf den Eingang der Wuppertaler Synagoge geschleudert. Die Polizei nahm einen 18-Jährigen fest — zwei Verdächtige konnten flüchten. Eine Zeugin hatte den Anschlag beobachtet und die Polizei gerufen.

WAZ

Brandanschlag auf die Neue Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen: Drei Täter haben am frühen Dienstagmorgen mehrere Molotow-Cocktails in den Eingang des jüdischen Gotteshauses geworfen. Eine Anwohnerin hatte gegen 2.15 Uhr die Feuerwehr alarmiert.

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Libanons Großmufti ruft zum Heiligem Krieg für Palästina auf

islam_christentumDer libanesische Großmufti, Scheich Mohammad Rashid Qabbani, hat zum Heiligen Krieg für die Befreiung Palästinas aufgerufen.

kathweb

Der libanesische Großmufti, Scheich Mohammad Rashid Qabbani, hat zum Heiligen Krieg für die Befreiung Palästinas aufgerufen. In einer Ansprache zum islamischen Opferfest «Eid al-Fitr» verurteilte Qabbani nach einem Bericht der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA am Montag die israelische Gewalt gegen die Palästinenser im Gazastreifen. Zudem kritisierte er die arabische Welt für ihre Tatenlosigkeit angesichts der jüngsten Ereignisse.

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Antijudaismus: Arabische Jugendliche und die Doppelmoral Deutschlands

Die Berichte vom Krieg in Gaza erreichen mich im Urlaub in Sarajevo. Auch die Berichte der Demonstrationen in Berlin und in anderen deutschen Großstädten sehe ich. Ich sehe, wie meist junge arabische Männer antijüdische Parolen rufen und lese und höre Kommentare, über den „Antisemitismus“ der arabischen Einwanderer – als seien die Araber selbst keine Semiten.

Nutzerbeitrag von SaltadorosderFreitag

Die Aufregung ist groß über diese Äußerungen, die natürlich alles andere als akzeptabel sind. Kommentatoren ziehen Vergleiche, zum Antijudaismus der Nazis, ohne das offensichtlich jemandem die Absurdität solcher Vergleiche in den Kopf kommt. Es ist ein durchaus einfacher psychologischer Abwehrreflex, jeden und alles in Deutschland zum Nazi zu erklären außer den wirklichen Nazis, die meine Generation wenigstens noch als Familienmitglieder, Lehrer und Nachbarn kennen lernen konnte. Und so wird jeder Diktator zum Hitler stilisiert und jeder, der dumme, antijüdische Äußerungen von sich gibt, zum neuen Nazi.

Ich sehe, die täglichen Angriffe der israelischen Armee auf Gaza und ich sehe und lese über die Opfer, die zum großen Teil Zivilisten sind. Unter ihnen Frauen und Kinder, die nichts mit dem Konflikt zu tun haben außer der Tatsache, am „falschen“ Ort der Welt gelebt zu haben.

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Die Bedeutung des Korans und der Thora

Koran Heilige Schriften sind Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere Bedeutung zukommt. Im Judentum und dem Islam werden diese Texte als direkt von Gott offenbart angesehen werden – mit Konsequenzen auch für das alltägliche Leben.
Aus der Reihe: Heilige Schriften und ihre Bedeutung im Judentum und im Islam – Teil 1: Der Schriftkanon und die Möglichkeiten der Interpretation

Von Rüdiger AchenbachDeutschlandfunk

Welche Möglichkeiten der Interpretation gibt es? Welche Bedeutung haben diese Schriften im Gottesdienst und im alltäglichen Leben? Wie sieht man die Rolle der Erzväter und Propheten? Gibt es so etwas wie ein Konkurrenzdenken unter den Offenbarungsreligionen. Wie stehen das Judentum und der Islam zur Religionsfreiheit?

  • Über diese und ähnliche Fragen diskutiert Rüdiger Achenbach mit Dr. Edna Brocke, jüdische Religionshistorikerin, Gerald Beyrodt, jüdischer Publizist, Serdar Günes, Dozent für Islamwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, und Abdul Ahmad Rashid, Islamwissenschaftler und Redakteur beim ZDF.

Rüdiger Achenbach: Bei Heiligen Schriften handelt es sich um Texte, denen innerhalb einer Religionsgemeinschaft eine besondere religiöse Autorität zukommt. Entscheidende Merkmale für Heilige Schriften – aus dem Blick der Religionswissenschaft – sind mythische oder sogar göttliche Herkunft und die Beschränkung auf eine festgelegte Auswahl von Schriften, also auf einen festgelegten Schriftkanon. Ein solcher Kanon ist zum Beispiel die Hebräische Bibel. Frau Brocke, was weiß man über die Entstehung dieses Kanons und welche Inhalte hatte er?

Edna Brocke: Also, seine Entstehung umfasst einen Zeitraum von circa 1000 Jahren. Und eigentlich ist das Prinzip der Entstehung dieser Schriften so gewesen, dass nie fest war, wo Anfang und wo Ende ist, sondern immer da, wo von der Lebensrealität der Menschen das Hauptinteresse war, wanderte das Zentrum dieser Textsammlung. Erst als sich das Christentum entwickelte oder begann, zu entstehen, wurden diese sehr, sehr vielen Schriften kanonisiert. Das heißt, sie bekamen vorne und hinten einen Deckel. So entstand die Jüdische Bibel oder die Hebräische Bibel, was die Christen das sogenannte Alte Testament nennen.

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Israels Staatspräsident Schimon Peres beendet seine Amtszeit

Schimon Peres (2009), Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0-br/Elza Fiúza

Am Sonntag geht die Amtszeit von Israels Staatspräsident Schimon Peres offiziell zu Ende. Der fast 91-jährige Friedensnobelpreisträger geht auf dem Höhepunkt seiner politischen Karriere, endlich auch im eigenen Land für 50 Jahre im Dienst Israels anerkannt.

Von Andrea Krogmanndomradio.de

Fast hätte er seine Amtszeit mit einem großen Hoffnungssymbol beenden können: Die Bilder des gemeinsamen Besuches mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Vatikan gingen um die Welt. Doch es sollte anders kommen: Während das weltweit älteste Staatsoberhaupt an diesem Donnerstagabend mit einer letzten Rede vor der Knesset auf die Errungenschaften Israels zurückblickt, hat der israelisch-palästinensische Konflikt eine neue blutige Spitze erreicht. Der gewünschte Frieden scheint so weit entfernt wie seit Jahren nicht mehr.

Er wurde nie vom Volk gewählt und war dennoch mehrfach Ministerpräsident, Außenminister, stellvertretender Staatspräsident und schließlich Präsident: Nahezu jedes wichtige politische Amt seines Landes hat Schimon Peres bekleidet. Nach sieben Jahren in seinem letzten und höchsten Amt endet die Ära Peres, der am 2. August seinen 91. Geburtstag feiert. “Stimme des Friedens”, “Friedenstaube” oder ähnlich lauten die Attribute, die Peres zum Ende seiner politischen Karriere zugeschrieben werden. Fakt ist, dass er die Nahost-Politik wie kaum ein anderer über ein halbes Jahrhundert mitgestaltet hat.

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Es gibt ja genug Gründe, uns Juden nicht zu mögen

jesus_schaukel “Wir” haben die Vielweiberei abgeschafft, Jesus ans Kreuz genagelt, den Kommunismus und den Ödipuskomplex erfunden. Und jetzt beklagen wir uns auch noch, weil “Feuerwerkskörper” auf Israel fliegen!

Von Henryk M. BroderDIE WELT

Ein flüchtiger Bekannter, der früher ein Versandantiquariat betrieb, hat sich vor Kurzem mit einer Mail bei mir in Erinnerung gebracht: “Henryk, 435 Tote? Reicht Euch das nicht? 18 israelische Soldaten ebenfalls tot? Warum konnte Dein Netanjahu das nicht vermeiden? Geopfert auf dem Altar des Friedens oder des Krieges?”

Wenig später schickte er eine Mail an das Simon Wiesenthal Center und setzte mich ins CC: “Dear Simon Wiesenthal Centre in New York, if you (Israel) kill/murder 500 people (mostly innocent, even babies) in a couple of days, destroy hospitals etc, then please, don’t be surprised how the ,mob’ in the streets reacts.”

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“Wir Muslime lehnen Antisemitismus ab”

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Erneut werden Demonstrationen gegen die Offensive Israels in Gaza erwartet. Der Koordinierungsrat der Muslime empfindet Kritik am Vorgehen Israels für berechtigt – lehnt “Menschenhass” jedoch ab.

stern.de

Der Vorsitzende des Koordinierungsrates der Muslime, Ali Kizilkaya, sieht unter den in Deutschland lebenden Muslimen kein besonderes Antisemitismus-Problem. Im Kontext des Gaza-Krieges gebe es bei Protesten lediglich “Überreaktionen, die nicht akzeptabel sind”, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung” . “Die Kritik am Vorgehen Israels ist berechtigt. Aber antisemitische Ausfälle sind es auf keinen Fall. “Wir Muslime lehnen Antisemitismus ab”, sagte Kizilkaya. “Jede Art von Menschenhass – sei es Antisemitismus oder antimuslimischer Rassismus – ist inakzeptabel und gehört abgelehnt.”

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CBS airs violently anti-Christian song

In the early hours of Thursday morning, “The Late Late Show with Craig Ferguson” on CBS featured a guest musical performance with vehemently anti-religious lyrics, including a line wishing the mother of Jesus “would’ve had an abortion.”

Kristeen Young was host Craig Ferguson’s guest, performing her song, “Pearl of a Girl,” which takes all three of the world’s major, monotheistic religions to task for allegedly repressing women.

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Lyrics:

I never knew I was a girl until they stopped to tell me

I never knew I was disturbed until they dropped three volumes on me

But in the Bible/Torah/Quran there are really no good roles for me except concubine and wash woman

I used to be the sad one now I just wanna stab them it’s so severe its brutal….

They’ve needed to have the law so they can legally bind us

They’ve needed to have the church so they can morally ground us

They’ve needed most of the dough they must be so scared of us

So their stories are of ghosts I only wish the virgin would’ve had an abortion.

„Medien aktivieren antiisraelische Einstellungen “

Medien können durch einseitige und verzerrte Berichterstattung über Israel antisemitische Gefühle auslösen, sagt Monika Schwarz-Friesel, Professorin an der TU Berlin
Foto: Monika Schwarz-Friesel

In der vergangenen Woche wurden auf mehreren Demonstrationen in Deutschland antisemitische Parolen gerufen. Neu sind diese Sprüche nicht, erklärt die Linguistin und Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel von der TU Berlin im Interview – und mahnt die Verantwortung der Medien an.

pro Medienmagazin

pro: Bei pro-palästinensischen Demonstrationen am vergangenen Wochenende wurden unter anderem in Frankfurt und Berlin antisemitische Parolen skandiert. Wie bewerten Sie das?

Monika Schwarz-Friesel: Diese Parolen sind eindeutig antisemitisch und erfüllen somit den Bestand der Volksverhetzung. Dass Äußerungen, wie sie zuletzt von den Nationalsozialisten artikuliert wurden, nun auf Berlins Straßen zu hören sind, ist unerträglich. Ebenso unerträglich ist es, dass die Staatsanwaltschaft nicht den antisemitischen und volksverhetzenden semantischen Charakter darin erkennt – und damit die hasserfüllten judenfeindlichen Parolen bagatellisiert. Phrasen wie „Kindermörder Israel“ werden von Staatsanwälten nicht einmal als Beleidigung gesehen, dabei ist das ein uraltes judeophobes Sterotyp. Wörter wie „Judenschwein“ und der kollektive Gebrauch von „Jude“ in Zusammenhang mit Attributen wie feige, mörderisch, blutrünstig – dies ist verbaler Antisemitismus und geht über Beleidigungen hinaus.

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Evangelikalen “Islam-Kenner” steckt die Luther-Rose in beiden Augen

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Evangelischer Pfarrer: “Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemtismus”.

kath.net

Der evangelikale Islam-Kenner Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl) hat die jüngste Welle antisemitischer Gewalt in Deutschland verurteilt und Kritik am Islam geübt. „Der Antisemitismus ist tief im Koran verankert“, sagte er im Gespräch mit idea. Juden würden im Islam nur geduldet, wenn sie „kuschen“, aber überall dort, wo es ihnen wirtschaftlich gutgehe und sie Einfluss hätten, blühe der islamische Antisemitismus. Bei den antiisraelischen Protesten kommt es nach Meinung Troegers zu „merkwürdigen Allianzen“ zwischen Muslimen und Linksextremisten. Der Antisemitismus beider Gruppen habe zwar völlig andere Wurzeln: „Dennoch bilden sie immer öfter eine Koalition.“ Auch warnt Troeger davor, gegenüber muslimischen Extremisten zu schnell klein beizugeben: „Zu früh nachzugeben, ermuntert muslimische Radikale.“ Gerade Christen müssten jetzt ihre Verbundenheit mit Israel bekunden.

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CDU-Ratsherr tritt nach judenfeindlicher Äußerung zurück

cdu_tassexcfWegen judenfeindlicher Äußerungen ist ein CDU-Kommunalpolitiker im niedersächsischen Seesen aus der Partei ausgetreten. Er hatte nach dem Rachemord an einem palästinensischen Jungen einen antisemitischen Kommentar auf Facebook gepostet.

Frankfurter Allgemeine

Ein langjähriger CDU-Ratsherr aus Seesen in Niedersachsen ist über eine judenfeindliche Äußerung im Internet gestürzt. Der 62 Jahre alte Werner Mrotz habe sein Mandat niedergelegt und sei aus der Partei ausgetreten, berichtete die “Goslarsche Zeitung“ unter Berufung auf den CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Rudolf Götz am Donnerstag.

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Antisemitismus: „Wir müssen Brandmauern errichten“

Micha Brumlik, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik warnt vor einem Überspringen der nahöstlichen Konflikte auf Deutschland.

Von Markus DeckerBerliner Zeitung

Der Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik warnt vor einem Überspringen der nahöstlichen Konflikte auf Deutschland.

Herr Brumlik, der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz hat erklärt, trotz jüngster Exzesse bei Demonstrationen könne er in Deutschland keinen wachsenden Antisemitismus erkennen. Sehen Sie das auch so?

Das sehe ich nicht ganz so. Richtig ist, dass sich die Summe antisemitischer Haltungen insgesamt nicht erhöht hat. Genauso richtig ist aber, dass der Krieg in Gaza Hemmschwellen hat sinken lassen, so dass nun aus Haltungen Handlungen geworden sind. Dass sich das so brutal öffentlich Bahn bricht, ist nun doch neu und ein qualitativer Sprung.

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Israelische Kicker in Österreich vom Platz geprügelt

Foto: imago/PanoramiC Beim einem Testspiel von Maccabi Haifa und OSC Lille im östereichischen Bischofshofen stürmten antiisraelische Demonstranten das Spielfeld und griffen die Spieler ais Israel an

Antiisraelische Ausschreitungen überschatten nun auch den Sport. Ein Testspiel von Maccabi Haifa gegen OSC Lille wurde nach einem Platzsturm im österreichischen Bischofshofen abgebrochen.

DIE WELT

Die antisemitischen Randale haben den Fußball erreicht: Nach einem Platzsturm wurde am Mittwoch ein Testspiel zwischen dem israelischen Spitzenklub Maccabi Haifa und dem früheren französischen Meister OSC Lille abgebrochen.

Beim Stand von 0:2 aus Sicht Haifas stürmten sechs Minuten vor dem Abpfiff Zuschauer mit Fahnen Palästinas im österreichischen Bischofshofen den Rasen. Wie Maccabi auf seiner Homepage mitteilte, seien die Spieler Dekel Keinan und Idan Vered tätlich angegriffen worden.

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Interview mit Rolf Verleger: „In Israel gibt es eine Kultur des Hasses“

So sollte es sein.

So sollte es sein.

Vertreter jüdischer Organisationen beklagen antisemitische Hetze bei Demonstrationen, die sich gegen die Politik Israels in Gaza richten. Der Psychologie-Professor Rolf Verleger, ehedem Direktoriumsmitglied im Zentralrat der Juden, empfiehlt seinen Glaubensbrüdern, vor der eigenen Tür zu kehren.

Interview Armin KäferStuttgarter Zeitung

Herr Verleger, ist hundertprozentige Solidarität mit Israel Pflicht für jeden Juden?

Ich sehe das nicht so. Pflicht für uns Juden ist von alters her eine moralische Lebensführung, wie sie uns von Gott vorgezeichnet wurde. Wenn das unvereinbar ist mit der konkreten Politik eines Staates, muss man zwischen zwei Pflichten wählen: zwischen Moral und Nationalismus. Als Bürger der Bundesrepublik Deutschland fällt es mir nicht schwer, eine Wahl zu treffen.
Wie konnte es dazu kommen, dass der Nahostkonflikt erneut derart eskaliert?
Was auf palästinensischer Seite abläuft, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich kann nur für meine Seite sprechen und damit gewissermaßen vor meiner Tür kehren. Im Lande Israel gewinnen zusehends nationalreligiöse Strömungen die Oberhand. Die sagen: „Gott hat uns dieses Land geschenkt. Wir müssen unsere Feinde zerschmettern.“ So denken die auch im 21. Jahrhundert noch.

Viele laute Stimmen gegen Antisemitismus

Der ewige Jude

Bild: bb

Die judenfeindlichen Äußerungen bei Demonstrationen gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen schlagen immer höhere Wellen. Kanzlerin Merkel macht deutlich: “Das werden wir nicht hinnehmen. “Bundespräsident Gauck versicherte den deutschen Juden seine Solidarität und forderte die Deutschen zu mehr Zivilcourage auf.

evangelisch.de

“Ich möchte alle Deutschen und alle Menschen, die hier leben, auffordern, immer dann ihre Stimme zu erheben, wenn es einen neuen Antisemitismus gibt, der sich auf den Straßen brüstet”, sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Mittwoch in Berlin. Er bekundete den hier lebenden Juden seine Solidarität. Ihre Sorgen nehme er sehr ernst, sagte Gauck in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ließ über Vize-Regierungssprecher Georg Streiter ausrichten, antisemitische Straftaten würden konsequent verfolgt. Die Äußerungen seien ein Angriff auf Freiheit und Toleranz und der Versuch, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu erschüttern. “Dies können und werden wir nicht hinnehmen”, betonte die Regierungschefin.

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Israeli Professor: Rape Hamas Militants’ Mothers and Sisters to Deter Terrorist Attacks

Mordechai Kedar/Youtube

An Israeli academic has claimed that raping wives and mothers of Palestinian Hamas militants is the only thing that could deter further terrorist attacks.

By Gianluca MezzofioreInternational Business Times

The remarks by renowned Middle East scholar Mordechai Kedar of Bar-Ilan University were made three weeks ago after the grim discovery of the bodies of the three kidnapped Israeli teenagers, but the recording was published online (in Hebrew) on Monday.

“The only thing that could deter a suicide bomber is knowing that if caught, his sister or his mother would be raped,” said Kedar on Israel Radio Bet.

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2 New York Infants Get Herpes From Controversial Circumcision Rite

Image: The Jewish Daily Forward

Two more infants in New York City have tested positive for herpes following a controversial circumcision rite.

By Paul BergerThe Jewish Daily Forward

Both babies are believed to have contracted the disease following metzitzah b’peh, a ritual in which the circumciser places his lips on the infant’s penis to suction blood from the circumcision wound.

New York City’s Department of Health and Mental Hygiene sent a health alert to doctors July 22 warning of the suspected cases.

In the first case, the baby had pustular lesions on the penis and genital area. He tested positive for herpes and was admitted to hospital for intravenous treatment.

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